Asta Scheib Streusand

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Inhaltsangabe zu „Streusand“ von Asta Scheib

Geschichten von Menschen und Schicksalen Zwei ungleiche Schwestern teilen sich einen Mann. Eine Frau wird nach einem Schicksalsschlag obdachlos und findet in einer Streusandkiste Zuflucht. Eine Tandlerin ist auf Gedeih und Verderb zwei Teenagern ausgeliefert. Asta Scheib spürt Schicksalen nach, sie schreibt von Einsamkeit und Glück, von kurzen Begegnungen und folgenschweren Entscheidungen, von Menschen, die sich ihren Platz im Leben erobern.

Leider waren die meisten Geschichten nicht mein Fall, was vor allem mit dem Verhalten und dem Selbstbild der Frauen darin zusammenhing.

— Aniday

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  • Rezension zu "Streusand" von Asta Scheib

    Streusand

    Arethelya

    04. April 2011 um 15:25

    Das Buch „Streusand“ ist eine Sammlung von verschiedenen Kurzgeschichten, die die alltäglichen Schicksale unterschiedlichster Menschen erzählen. Die Protagonisten entspringen dem gehobenen Mittelstand, sind Obdachlose oder sogar nicht menschlich. Als Leser erfahren wir von diesen Menschen etwas über Verwandtschaftsbeziehungen, verschiedene Weltanschauungen, Grausamkeiten innerhalb der DDR und tiefgreifende Emotionen. Um nicht zu viel über diese Anthologie zu verraten, möchte ich zwei Kurzgeschichten inhaltlich näher darstellen. Zum einen die gleichnamige Erzählung „Streusand“ und zum anderen: „Meinetwegen mit Manja“. „Streusand“ handelt von der obdachlosen Leonie, die in einer Streusandkiste lebt. Sie versucht ihr Leben unter den anderen Heimatlosen zu meistern, die sie verachten und ihr regelmäßig Gewalt antun. Von einem Bekannten erhält sie eines Tages einen Kriminalroman, den sie mit Begeisterung liest. Am Abend, als sie zu ihrer Streusandkiste zurück kehrt, wird sie Zeuge eines Überfalls, der dem des Krimis recht ähnlich ist, was dem Leser aber erst im Verlaufe des Lesens bewusst wird. „Meinetwegen mit Manja“ ist eine Erzählung, die in der Ich-Form gestaltet ist. Eine unbekannte Frau, die in der DDR lebt, spricht einen Mann namens Jakob an, der ihr Geliebter gewesen und mit einer Frau namens Manja geflohen ist. Sie erzählt von ihrem gemeinsamen Leben, wie es hätte sein können und dass sie in ihrer Zukunft auch Manja hätte akzeptieren können. Dann ändert die Stimmung schlagartig, als sie eine Situation wiedergibt, in der sie mit anderen zusammen sich gegen den Sozialismus auflehnt. Wie ersichtlich wird, sind die einzelnen Erzählungen von Asta Scheib formal und thematisch sehr unterschiedlich. Sie beinhalten nur kurze Auszüge aus den Leben verschiedener Leute, die detailreich über Liebe, Wut, Trauer und Melancholie sprechen, aber genau wie Ausschnitte beginnen sie schlagartig und enden abrupt. Die wenigsten Texte besitzen einen Einstieg oder ein Ende, und selbst die offenen Enden, die Scheib den Leser darbietet, kann man als solche nicht bezeichnen. Es ist vielmehr ein Schnitt innerhalb einer Geschichte und das zeichnet die meisten der Erzählungen aus. Es hat durchaus einen gewissen Charme, wenn man sich auf eine solche Schreibtechnik einlassen möchte. Im Generellen hat es aber mehr die Wirkung, dass die eigentliche Erzählung abgebrochen wurde. Als Leser möchte man oftmals gern mehr über die Figuren erfahren, denn viele der Erzählungen (insbesondere „Streusand“) bieten Potential für eine längere Geschichte, sogar für Romane. In der dargebotenen Form erscheinen sie wie Essays für größere Werke. Thematisch ist zudem noch vielen Geschichten eigen, dass sie von Alltäglichkeit berichten. Jedem Leser werden die Situationen sehr gut vertraut sein, die Asta Scheib als stiller Beobachter beschreibt. Manchmal wirken die Erzählungen dadurch etwas banal bzw. trivial und bieten dem Leser kaum Spannung, weil sie keine neuen Erkenntnisse erbringen oder keine humorvolle Wendung beinhalten. Es sind Abbilder unseres Lebens. Der Schreibstil von Scheib ist sehr speziell und fremdartig. Sie hat eine besondere Art, Dinge zu beschreiben und dem Leser anschaulich zu machen. Anfänglich ist dies ein wenig verwirrend, aber sobald man ein paar Seiten gelesen hat, ist es sehr angenehm. Es hat etwas Magisches und Besonderes. Leider wird dieser Eindruck etwas dadurch gemindert, da sie es mit den Tempusformen nicht sonderlich genau nimmt und das in einer Art und Weise, die ausschließt, dass sie als rhetorisches Stilmittel zu verwenden gedachte. Sie springt von Präsens zu Präteritum und ihre Figur befindet sich dabei in der gleichen Zeitlinie. Jemand, der Wert auf Einheitlichkeit legt, wird sich daran gewiss nicht erfreuen. Als Fazit lässt sich ziehen, dass die Anthologie „Streusand“ viel verspricht, aber davon leider nur die Hälfte hält. Es besitzt durchaus seine Perlen, aber generell ist ein Werk, das man innerhalb weniger Stunden gelesen hat, und eignet sich dann, wenn man keine Muße für anspruchsvolle Literatur hat und gern etwas Seichtes genießen möchte.

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  • Rezension zu "Streusand" von Asta Scheib

    Streusand

    steffchen3010

    23. March 2011 um 13:43

    ~Die Story~ Schicksale. Eine Sammlung von Geschichten. Auszüge, aus dem Leben anderer Menschen. Asta Scheib nimmt den Platz der Beobachterin ein und sieht die Dinge aus einem anderen Blickfeld. Da sind zwei ungleiche Schwestern, die sich einen Mann zu teilen scheinen; eine Frau die in einer Streusandkiste lebt, weil sie sonst kein Zuhause hat; eine Frau, die dank eines Fischers wieder in ihr Leben zurückfindet; Menschen, die von Polizisten getriezt werden. Asta Scheib erzählt uns liebevoll und auf sehr spezielle Weise die eigenwillige Welt von Menschen wie dir und mir. ~Meine Meinung~ Das Cover des Buches versprach so viel: während von ihm eine gewisse Magie ausging, es so liebevoll und verträumt wirkte, stellt sich mir der Inhalt ganz anders dar. Die Autorin erzählt uns Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein können - sie handeln von Einsamkeit, Glück, Liebe, Trauer und Wut. Sie sind nicht besonders lang, stellen nur kleine Auszüge aus dem Leben anderer Menschen dar. Manche sind derart konfus und banal, dass ich mich frage, was ich damit anfangen soll. Manche sind liebevolle und besondere Momente, dass ich gerne über ihre Seitenzahl hinaus weiterlesen möchte. Ich frage mich tatsächlich an mancher Stelle, warum die Autorin sich entschieden hat, sie so abrupt enden zu lassen. Sicherlich, ist es eine Sammlung von Kurzgeschichten. Doch meiner Ansicht nimmt sie so den Geschichten einen Teil ihrer Magie weg, lässt sie unspektakulär und unausgereift wirken. Asta Scheibs Schreibstil begegnet mir sehr speziell. Sie umschreibt die Dinge oft auf eine Weise, die mir fremd ist. Ich kann ihrer Geankenwelt nicht immer ganz folgen, verstehe oft nicht, was sie meint. Die Autorin entdeckt durchaus Kleinigkeiten, die andere Menschen gar nicht zu bemerken scheinen. Man begegnet Zeilen, die voller Wärme, Zuversicht und Lebensklugheit sind. Doch wirken sie manchmal etwas zu trist, dann wiederum zu philosophisch. Asta Scheib scheint in andere Rollen zu schlüpfen. Sie nimmt Besitz vom Körper anderer Menschen und scheint so in deren Gedankenwelt Einblick nehmen zu können. Dadurch verschafft sie sich eine gewisse Sensibilität für die Dinge. Eine Sensibilität, die allerdings noch nicht ganz ausgereift zu sein scheint.

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  • Rezension zu "Streusand" von Asta Scheib

    Streusand

    Ailis

    05. March 2011 um 10:24

    Ich habe mich vom Cover verleiten lassen! Ich habe mit poetischen und sanften Erzählungen gerechnet, mit Geschichten, die verzaubern. Doch so sind die Erzählungen von Asta Scheib nicht. Sie sind verglichen mit meinen Erwartungen etwas derber und bodenständiger. Aber allein an meinen Erwartungen soll dieses Büchlein nicht scheitern - ich hatte mich schnell eingestellt auf ihren Stil und erkannte im Einzelnen so manche Perle - zum Beispiel die Geschichte "Meinetwegen mit Manja". Es sind auch einige wirklich schöne Formulierungen dabei, doch insgesamt war mein Eindruck gemischt, denn einige Erzählungen enden so abrupt, ihnen fehlt der Abschluss und einen Spannungsbogen lassen sie komplett vermissen. Diese Geschichten wirken, als könnten sie nicht für sich alleine stehen, sondern seien Teil eines unbekannten Ganzen, in dem der Schlüssel zum Verständnis noch schlummert. Unvollständigkeit kann auch ihre Reize haben, ebenso ein offenes Ende, doch auf Asta Scheibs Fragmente traf das für mich nicht zu. Ich bin ein großer Freund von Kurzgeschichten und Erzählungen und hingegen der landläufigen Meinung halte ich sie nicht für den perfekten Einstieg ins Schreiben, sondern eher für die Königsdisziplin, denn an der Kürze ist schon so mancher gute Romanautor gescheitert. Asta Scheibs Erzählungen fehlt in meinen Augen noch dieser besondere Feinschliff, der sie zu etwas Großem macht.

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