Asta Scheib Sturm in den Himmel

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Inhaltsangabe zu „Sturm in den Himmel“ von Asta Scheib

Schon mit fünf Jahren besuchte Martin Luther die Schule in Mansfeld. Mit vierzehn wechselte er nach Magdeburg, später nach Eisenach. Orte, die dem Jugendlichen ein Tor zur Welt öffneten. Damals ahnte er noch nicht, dass er einmal die katholische Kirche reformieren würde, und bis heute weiß man wenig über den jungen Luther. Asta Scheib begibt sich in ihrer Romanbiographie auf eine Spurensuche.
Martin Luther war der Sohn ehrgeiziger Eltern. Als Jurist sollte er die aufsteigende Linie der Luthers bis in die höchste bürgerliche Klasse hinaufführen. Er würde der Ratgeber von Fürsten und Magistraten sein. Also lässt man den erst Fünfjährigen auf die Lateinschule bringen. Dort warten neben dem Lateinischen auch Stock und Rute. Beides kennt Martin bereits von zu Hause. Die einzige Zuflucht in dieser Zeit ist ein Baum, der Martin schützt und tröstet. Er ist ihm Ausweg und Versteck. Und schließlich schenkt der Baum ihm das Mädchen. Sie bringt die Liebe in Martins Leben, und damit unlösbare Konflikte.

Liest sich ganz gut weg und macht Lust, mehr über Luther zu erfahren.

— jelimuki

Unbedingt lesenswert!

— Monika58097

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  • Ruhiger Entwicklungsroman

    Sturm in den Himmel

    michael_lehmann-pape

    08. March 2017 um 14:42

    Ruhiger EntwicklungsromanEs ist ein tatsächlicher „Sturm in den Himmel“, der diesen Roman allerdings erst ganz am Ende beschließen wird und dabei das berühmte „Gewitter“ als Motiv aufnimmt, dass Martin Luther „den letzten Anschub“ gegeben hat, seinen Weg als Mönch aufzunehmen.Wie aber grundlegende Kernelemente seiner späteren Lehre, seines persönlichen Glaubens durch seine Kindheit und Jugend, durch die Einflüsse der Familie, des ersten Studiums und, nicht zuletzt, der ersten, längere Zeit ja durchaus „erfüllten“, sprich gegenseitigen Liebe geprägt wurden, das ist in diesem Roman interessant zu lesen.Der strenge Vater, der doch auch eine liebende Seite zeigt, der in Martin große Hoffnungen auf den Aufstieg der gesamten Familie setzt, der im Latein „einbleut“, das erinnert durchaus an Luthers Ringen mit dem einerseits strengen, unbarmherzigen Gott der damaligen Theologie und der inneren Sehnsucht nach der liebenden Seite.Die eine Szene, in der Madlen, die „zugelaufene“ Haushilfe zu Besuch ist und Luther sich nach ihr sehnt, einige Zimmer weiter und doch gilt: „er wusste, dass seine Mutter und möglicherweise auch der Vater Wache hielten. Der Weg zu ihr war versperrt“, wirkt wie ein Symbol für das spätere Ringen und Kämpfen mit der Institution Kirche, die ihm den Weg zur zum ersehnten inneren, liebenden Frieden mit seinem Gott versperrte.Die Anflüge von Witz und Humor beim hart arbeitenden Vater, Erzschürfer in Mansfeld, das Urteil der Mitstudenten über Martin, „(wir sind) nicht so rasch in der Auffassung. Und auch nicht so zielstrebig…Eigentlich müsste ihm ständig der Kopf rauchen.“, die Beklemmung Luthers in den engen Stollen des Bergwerks, vielfach sind die Hinweise, Anspielungen, Prägungen, in denen Person und Lehre des späteren Reformators anklingen.Und das gelingt Scheib ohne viel Psychologisieren. In ihrer ruhigen Form der Erzählung mit einem großen, differenzierten Sprachvermögen nimmt sie den Leser ganz unprätentiös mit auf den Weg in das Elternhaus Luthers, das Erwachen der eigenen Gedanken, den Zwiespalt zwischen dem „dem Vater gefallen wollen“ und doch ganz eigene Richtungen einnehmen. Sei es der Baum, mit dem er sich eng verbunden fühlt und der am Ende eine gewichtige Rolle für den weiteren Weg spielen wird, sei es ebenso die ohne großen Lärm sich einfach ausschleichende enge Bindung an Madlen („er spürte, das Madlen ihm nicht mehr gehörte“), sei es die Abneigung gegen die Inhalte des Religionsunterrichts seiner Ausbildung, alle Elemente greifen ineinander und bieten ein in sich geschlossenes, fast zwangsläufig dem Entscheidungspunkt zustrebendes Bild eines jungen, suchenden Lebens.Wozu unbedingt (und auch das ist im Buch gut und wie nebenbei gesetzt“ die, vor allem durch die Mutter, aber auch durch die gesamte Zeit gesetzte, fast panische Angst vor dem Teufel, der für Luther Zeit seines Lebens als real existente Person bildhaft vor Augen stand. Die Stärke dieses Antriebs der „Angst vor der Hölle“ darf bei Luthers Werdegang und vielen seiner späteren unverrückbaren Lehraussagen nicht unterschätzt werden und so passt es gut, dass Scheib dieses Motiv von Beginn an im Roman durchgehend mitlaufen lässt.„Neben schönen Träumen, die selten waren, suchten Martin häufig schreckliche Albträume heim“.Zwar hat der Roman auch die ein oder andere Länge und liest sich nicht unbedingt aufregend, biete aber ein interessantes und geschlossenes Bild einer inneren Entwicklung und der äußeren Momente, die diese vorangetrieben haben.

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  • Der junge Martin Luther auf dem Weg zu seiner wahren Berufung

    Sturm in den Himmel

    Monika58097

    30. October 2016 um 12:40

    Der junge Martin Luther auf dem Weg zu seiner wahren Berufung Martin Luther. Seine Eltern gaben den Weg vor. Martin Luther sollte einst Jurist werden. Er sollte in den höchsten Kreisen verkehren. Schon mit lediglich 4 Jahren schickten seine Eltern ihn auf eine Latainschule. Doch der junge Martin musste nicht nur lernen. Er musste vor allen Dingen eines: Prügel einstecken, immer wieder. Von seinen Eltern, von seinen Lehrern. Für kleinste Vergehen wird er körperlich bestraft. Immer begleitet ihn die Angst, wieder etwas falsch gemacht zu haben. Ein weiterer ständiger Begleiter ist der Teufel. Überall wird dieser beschworen. Eine unruhige Zeit, eine dunkle Zeit. Martin flüchtet sich zu seinem Lieblingsbaum. Nur dieser scheint ihn zu verstehen. Diesem kann er alles anvertrauen. Der Baum gibt ihm Trost und Zuversicht. Und dann auf einmal sieht er dort ein Mädchen. Martin verliebt sich in Madlen und lernt mit ihr die Liebe kennen. „Sturm in den Himmel – Die Liebe des jungen Luther“ von Asta Scheib, ein Roman, der aus der Masse heraussticht, ein Roman der mich fasziniert hat. Passend zum beginnenden Luther-Jahr hat mich dieser Roman erreicht. In diesem Roman geht es nicht um den Mönch und Kirchenreformer Luther; es geht um den jungen Luther, seine Kindheit, seine Jugend- und Studentenjahre. Ich lerne einen Luther kennen, der mir so bisher nicht bekannt war. Es ist die packende Geschichte eines jungen Mannes auf dem Weg zu sich selbst und seiner eigentlichen Berufung. Asta Scheib entführt den Leser in eine dunkle Zeit voller Aber- und Irrglauben. Die Kirchenmänner drohen mit Tod, Teufel und Verdammnis. Der Ablasshandel blüht. Der junge Luther macht sich immer häufiger Gedanken darüber, ob das alles so richtig ist. Asta Scheib haucht dem jungen Luther Leben ein. Der Leser darf ihn auf einem Stück seines jungen Lebens begleiten. Wunderbare 384 Seiten! Sehr spannend, sehr authentisch!

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