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Astrid_Frank

vor 6 Monaten

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Hallo liebe Kinderbuch-Fans! 

Ich freue mich sehr, Euch zur Leserunde zu meinem neuen Kinderroman Enno Anders oder Löwenzahn im Asphalt einzuladen, der am 8. März erscheint! Der Verlag Urachhaus stellt freundlicherweise 15 Exemplare zur Verfügung, die Ihr gewinnen könnt.
 



Die Heizung knackt, der Banknachbar schnieft: Wie kann man da einen Aufsatz schreiben? Und wenn man sich gerade vorstellt, eine Ameise zu sein – wie soll man da antworten? Enno nimmt tausend Kleinigkeiten wahr, kann sich in jedes Lebewesen hineinfühlen und sich ausgeklügelte Geschichten ausdenken, die auf anderen Planeten spielen. Nur eines kann er nicht: so sein wie die anderen …


Bestimmt ist euch das auch schon mal passiert: Ihr solltet irgendetwas tun und habt euch dabei nicht besonders geschickt angestellt – vielleicht wart ihr gerade nicht ganz bei der Sache und habt an irgendetwas anderes gedacht – und schwupps, ist etwas schiefgegangen. Ihr habt vielleicht ein Glas umgestoßen oder einen grauen und einen blauen Socken angezogen oder den Haustürschlüssel vergessen. Was auch immer. 
Oder habt Ihr vielleicht so ein Kind zuhause, das sich häufiger mal in seinen Tagträumen verliert? 

Enno Anders ist so ein Kind. Er sieht mehr, fühlt stärker und macht sich über alles wahnsinnig viele Gedanken. Und deshalb bekommt er manchmal die naheliegenden Dinge nicht richtig mit. 

Wie Enno die Welt sieht und was ihn im Alltag so beschäftigt, erzählt der 11-Jährige auf seine ihm eigene Weise. Und das ist manchmal ganz schön lustig – manchmal aber auch ein bisschen traurig. Eben gerade so, wie Enno es fühlt. 

Weitere Infos über Enno Anders oder Löwenzahn im Asphalt findet Ihr hier:

http://www.urachhaus.de/buecher/9783825151225/enno-anders

Und da es bis jetzt noch keine Leseprobe im Netz gibt, stelle ich Euch hier einen kleinen Ausschnitt aus dem Buch zur Verfügung, damit Ihr Enno und seine Art zu denken schon einmal ein bisschen kennenlernen könnt:

Heute habe ich keine rechte Lust nach Hause zu gehen. Der Umschlag in meiner Hand wiegt mindestens 100 Kilo und wird mit jedem Schritt schwerer. Ich sehe eine Schnecke und wünsche mir, ich wäre ebenfalls eine. Dann würde niemand mit mir schimpfen, wenn ich acht Jahre für den Nachhauseweg bräuchte. Weil das bei Schnecken nämlich nun mal so ist, dass sie lange brauchen, bis sie am Ziel ankommen. Für Schnecken ist das sozusagen normal. Niemand erwartet etwas anderes von einer Schnecke. Eine Schnecke, die 100 Meter in 20 Sekunden läuft, würde bestimmt von ihrer Schneckenlehrerin einen Brief mit nach Hause nehmen müssen, in dem stünde, dass die Schneckenmutter sich baldmöglichst mit der Schneckenschule in Verbindung setzen solle, weil das einfach nicht geht, dass eine Schnecke 100 Meter in 20 Sekunden läuft. Das ist ja vollkommen unnormal! Nahezu krank! Wo kämen wir denn da hin, wenn alle Schnecken 100 Meter in 20 Sekunden liefen?
Vielleicht bin ich ja eine Schnecke und weiß es nur nicht. 
Ich versuche neben der Schnecke herzugehen. 
Herzustehen wäre wohl das passendere Wort. Allerdings würde mir Frau Wolf das sofort als Fehler in der Arbeit ankreiden, weil man eben nicht nebeneinander herstehen kann – jedenfalls Frau Wolf kann das nicht. Die Schnecke und ich können das schon.
Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass ich die Schnecke nervös mache, während ich so neben ihr herstehe (obwohl ich natürlich nicht weiß, ob Schnecken überhaupt nervös werden können). Und weil ich die Schnecke nicht nervös machen will, gehe ich dann doch irgendwann ein kleines bisschen schneller. Fast trete ich dabei auf einen blühenden Löwenzahn, der sich waghalsig aus einem Loch im Asphalt hervorzwängt. Vielleicht bin ich doch keine Schnecke, sondern ein Löwenzahn, der links und rechts von kaltem, grauem Stein umgeben ist und ums nackte Überleben kämpft.

Ich weiß nicht, wie es passieren konnte, aber irgendwann bin ich doch zu Hause angekommen. Meine Mutter öffnet mir die Tür und ich sehe direkt, dass sie sauer auf mich ist, obwohl ich ihr den Brief noch gar nicht gegeben habe. »Na endlich, Enno! Wo bleibst du denn?«
Schlagartig fällt es mir ein: Heute ist Dienstag und Dienstag ist Omi-Tag. Das heißt, jeden Dienstag kommt meine Omi zum Mittagessen zu uns. Omi ist die Mama von meinem Vater. Also nicht die Oma, die Mamas Mutter ist und im Altenheim wohnt und gar nicht zum Mittagessen kommen kann, weil sie im Rollstuhl sitzt und dement ist. Dement heißt, sie weiß gar nicht mehr, wo wir wohnen (manchmal hat sie sogar vergessen, wer wir überhaupt sind) und würde den Weg nicht finden und sich verlaufen (oder genaugenommen verfahren) und so.
Vielleicht bin ich ja dement?

Aber das sage ich lieber nicht laut, denn meine Mutter kann es nicht leiden, wenn irgendjemand den Verdacht äußert, meine Andersartigkeit könnte etwas mit ihrer Familie zu tun haben. Ich komme da ganz und gar nach der Familie meines Vaters – sagt meine Mutter (schließlich heißen die auch schon Anders). In ihrer Familie (die übrigens nicht Normal heißt, sondern Steinhuber) war jedenfalls nie einer so wie ich. In ihrer Familie kriegen alle immer alles auf die Reihe. So wie Elena. Oma ist da irgendwie die Ausnahme. Aber das ist ja auch ganz was anderes – sagt meine Mutter.

Wenn Ihr jetzt Lust bekommen habt, Enno ein Stück seines Weges zu begleiten, dann bewerbt Euch bis zum 15. März 2017 um 0.00 Uhr um eins der 15 Rezensionsexemplare, indem Ihr folgende Frage beantwortet:

Was bedeutet für Euch "Hochsensibilität"? 

Anders ausgedrückt: Habt Ihr auch schon mal das Gefühl gehabt, "anders" zu sein? Hört Ihr vielleicht auch hin und wieder von anderen Sätze wie "Stell dich nicht so an!" oder "Sei nicht immer so empfindlich!" oder vielleicht "Träumst du schon wieder?"

Ihr könnt alles schreiben, was Euch dazu einfällt: Ob Ihr selbst Erfahrungen damit gemacht habt, ob Ihr das für eine Modeerscheinung, eine Krankheit oder eine besondere Gabe haltet ...

Die ausgelosten Teilnehmer erhalten ihr Leseexemplar nach der Bekanntgabe der Gewinner am 16. März 2017 per Post (innerhalb Europas) zugesandt.

Ich bin schon ganz gespannt darauf, mit Euch über Enno Anders und über das Thema Hochsensibilität zu reden, wenn Ihr mindestens 9 Jahre alt seid, wenn Ihr im „Doppelpack“ (also Mutter/Vater und Tochter/Sohn) lesen wollt oder auch alleine. Also ran an die Tasten, schreibt mir, was Ihr denkt (und fühlt). 

Wie immer bei lovelybooks-Leserunden bitte ich Euch um rege Teilnahme an der Gesprächsrunde und um eine abschließende Rezension.

Ich freue mich auf  Euch!


Astrid 

Autor: Astrid Frank
Buch: Enno Anders

Astrid_Frank

vor 6 Monaten

Kleine Vorstellungsrunde: Wer liest mit?

Na, dann fange ich doch mal an: Ich heiße Astrid Frank, bin Mutter von zwei Söhnen und lebe mit meiner Familie in Köln. Seit 1999 schreibe ich Kinder- und Jugendbücher. Ich freue mich darauf, mich mit Euch über Enno Anders, das Thema "hochsensible Kinder" und über alles Mögliche andere auszutauschen :)

CorniHolmes

vor 6 Monaten

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Das Buch interessiert mich sehr! Zuerst ist es mir aufgefallen, weil das Cover von meiner Lieblingsillustratorin Regina Kehn gezeichnet wurde, aber als ich dann den Klappentext und die Leseprobe hier gelesen haben, ist meine Neugier nur noch größer geworden! Ich würde hier sehr gerne mitlesen und mich sehr über ein Exemplar freuen. Meine Rezension würde ich hier auf LB, Thalia und Amazon veröffentlichen.
Zur Frage:

Ich selbst habe schon sehr oft das Gefühl, anders zu sein. Ich bin zwar schon 23, aber leider in sehr vielen Dingen noch ziemlich unerfahren, unsicher und noch sehr von meinen Eltern abhängig. Oft fühle ich mich auch noch gar nicht erwachsen, sondern mehr wie ein Kind. Daher vielleicht auch meine Vorliebe für Kinderbücher. Auch bin ich im direkten Kontakt zu Menschen sehr ängstlich und unsicher und war daher schon in der Schule ein Außenseiter. Ich war in der Pause immer die, die alleine mit einem Buch vor der Nase in der Ecke saß. Streit habe ich, so gut es ging, immer vermieden, da ich in solchen Situationen sehr empfindlich bin und immer gleich alles auf mich beziehe. Ich denke dann immer, dass alles meine Schuld ist und ich andere mit meiner Art verärgert habe. Ich würde daher schon sagen, dass ich manchmal anders bin als andere in meinem Alter und leider auch oft sehr empfindlich. Ist schon lästig, aber ich habe gelernt, damit zu leben.
Enno Anders Geschichte würde ich sehr gerne kennenlernen und hüpfe daher gespannt in den Lostopf. :-)

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Blaustern

vor 4 Monaten

Leseabschitt III: bis Seite 137
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Olsen ist auch zur Feier bei Andree eingeladen. Und dann ist er eifersüchtig, weil sich Elena anderweitig amüsiert. Er scheint sie sehr zu mögen. Die Lehrerin schickt einen Brief an Ennos Mutter, diese kritisiert ihn dann auch noch, und Enno ist tottraurig. Geht nicht mehr zur Schule und schottet sich in seinem Zimmer. Na, jetzt soll der Psychologe helfen.

Blaustern

vor 4 Monaten

Leseabschnitt IV: bis Seite 158
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Enno sieht es ganz richtig mit Elena und Andrees großem Bruder. ;) Der Brief war auch wieder sehr melancholisch. Und dann ist der Test ausgewertet. Enno ist nur viel empfindlicher und empfänglicher als andere. Und das mit der Geschichte, die Olsen an den Verlag geschickt hat, ist doch super. Schön, dass er da Talent hat und die Mutter mal nen Grund, stolz auf ihren Sohn zu sein. Meine Rezension folgt.

Siraelia

vor 4 Monaten

Fazit/Rezensionen

Liebe Astrid,

herzlichen Dank für diese Geschichte und Deine Meinung!
Sie ist berührend, ehrlich, regt zum Nachdenken und Reflektieren an und einfach nur ins Herz treffend. Der Plot hat so viele Gefühle in mir geweckt und der so offene, ehrliche und schonungslose Austausch hier in Gruppe hat mir sehr gefallen. Gerade solche Runden machen das Lesen eines Buches zu etwas ganz besonderem. Bei diesem Buch noch mehr!

Gerne streue ich meine Rezension und bin froh, dass ich hier dabei sein durfte!
https://www.lovelybooks.de/autor/Astrid-Frank/Enno-Anders-1407548120-w/rezension/1450181457/

Ich wünsche Dir viel Erfolg und hoffe, dass dieses Buch von vielen gelesen und verstanden wird. (eigentlich sollte es auch von angehenden Grundschullehrer/innen gelesen werden..)
Herzliche Grüße
Solveig

Astrid_Frank

vor 4 Monaten

Fazit/Rezensionen
@Siraelia

Liebe Solveig! Vielen Dank für dein Resümee und deine Worte, die mich sehr glücklich machen.

Ich freue mich, dass "Enno Anders oder Löwenzahn im Asphalt" dir so gut gefallen hat. Und auch mir hat diese Leserunde mit dir und euch sehr viel gegeben. Es ist ein sehr persönliches und mit vielen Gefühlen behaftetes Thema - deshalb fand ich den Austausch hier auch ganz besonders angenehm.

Vielen Dank für deine wunderbare Rezension und die gute Bewertung!

Siraelia

vor 4 Monaten

Fragen an die Autorin

Liebe Astrid,
Keine Frage sondern eine Anmerkung.
Meine Tochter nimmt gerade in ges den Löwenzahn durch.
Ich hatte total verdrängt, dass der ja drei Meter lange Wurzeln bekommen kann.
Einfach nur spannend.

Astrid_Frank

vor 4 Monaten

Fazit/Rezensionen

Ihr Lieben!

Ich danke Euch allen für Eure Beteiligung an der Leserunde, für die wirklich tollen Rezensionen und die Zeit, die Ihr mit Enno und mir verbracht habt! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon aufs nächste Mal!

Tschüs sagen möchte ich mit einem Zitat des deutschen Dichters Christian Morgenstern, mit dem ich auch immer meine Lesungen aus Enno Anders beende:

"Was wäre wohl aus der Welt geworden, wenn alle zum Mitschaffen Aufgerufenen immer gleich ‚schnurstracks‘ auf ihr Ziel losgegangen wären.
Alle Weisheit ist langsam, alles Schaffen ist umständlich.“

In diesem Sinn: "Macht Euren Weg, aber lasst Euch Zeit dabei!"

Vielleicht sehen wir uns. Zum Beispiel hier:

http://www.junges-literaturhaus.de/wp/veranstaltungen/enno-anders-loewenzahn-im-asphalt-2

Eure

Astrid Frank

Blaustern

vor 3 Monaten

Fazit/Rezensionen
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Hier ist meine Rezension:
https://www.lovelybooks.de/autor/Astrid-Frank/Enno-Anders-1407548120-w/rezension/1457007476/
Danke, dass wir mitlesen durfte. Ich stelle die Rezi auch noch bei amazon rein.

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