Astrid Frank Unsichtbare Wunden

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Inhaltsangabe zu „Unsichtbare Wunden“ von Astrid Frank

Seit dem 1. Schultag sind Anna und Manu (Manuela) beste Freundinnen. »Siamesische Zwillinge« haben die anderen die beiden getauft, weil die eine nie ohne die andere irgendwo auftaucht. Im 7. Schuljahr kommt Nina neu in die Klasse und die Mädchen freunden sich an. Mit der Zeit zieht es Manu immer mehr zu Nina hin, denn die Neue ist cool und Anna kann in dieser Entwicklung nicht mithalten: Während Elrond, Annas Pferd, immer noch der einzige »Mann« im Leben der 13-Jährigen ist, verläuft das Erwachsenwerden bei Manu und Nina zeitgleich. Als sich dann auch noch herausstellt, dass Paul, in den Manu verliebt ist, sich stärker zu Anna hingezogen fühlt, sind die Probleme unter den Mädchen vorprogrammiert, in die nach und nach die gesamte Klasse involviert wird – die zuvor so beliebte Anna wird zum Mobbingopfer. Die Gewaltspirale dreht sich zunehmend schneller und enger um das Mädchen. Wie kann es möglich sein, dass Annas Vater von all dem, was sich im Leben seiner Tochter abspielt, nichts bemerkt? Wie ist es möglich, dass kein einziger Lehrer ihr geholfen hat? Oder dass sogar ihr guter Freund Anton, der selbst Mobbing-Opfer ist, ihre Verzweiflung unterschätzt?

Erschreckend, traurig und unglaublich gut geschrieben. Führt einem vor Augen was Mobbing anrichten kann...

— buecher_heldin
buecher_heldin

Ein sehr schönes Buch, dass die Folgen von Mobbing sehr gut darstellt.

— buecherversessene
buecherversessene

Ein erschreckendes Buch über Mobbing, sehr realistisch und traurig.

— Rees
Rees

Sehr gut geschrieben!

— Wolken_Traum
Wolken_Traum

Ich hatte das Buch an einem Tag durch und hatte zweimal wirklich Tränen in den Augen. Ich liebe es einfach!

— SarahRenner
SarahRenner

Ein Buch zum Thema Mobbing das unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt. Ich kann es nur empfehlen.

— Gluehwuermchen7
Gluehwuermchen7

sehr bewegend, traurig, das sowas immer wieder passiert

— angelsbooks
angelsbooks

Bewegend, regt zum Nachdenken an.

— ClaraOswald
ClaraOswald

Diese Buch zeigt, wie verletzlich Freundschaft und Geheimnisse machen, wenn die Freundschaft entzogen wird und sich ins Gegenteil verkehrt.

— Buecherheldt
Buecherheldt

Berührend und erschütternd! DiesesThema sollte unbedingt Pflichtlektüre an den Schulen sein!

— Pippo121
Pippo121

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  • Rezension zu : Unsichtbare Wunden von Astrid Frank

    Unsichtbare Wunden
    buecherversessene

    buecherversessene

    15. June 2017 um 18:49

    Buch : Unsichtbare WundenAutorin : Astrid FrankPreis : 15,90€Verlag : UrachhausSeiten : 286Klappentext : Anna ist hübsch, klug und fröhlich. Zu ihrem 13. Geburtstag bekommt sie von ihrem Vater ein Tagebuch geschenkt : >>Für deine Geheimnisse<<, sagte er. Doch Anna hat keine - bis sich ihre beste Freundin von ihr abwendet und in der Schule eine verhängnisvolle Mobbingspirale einsetzt.Meinung : Obwohl ich das Buch zum 2. Mal gelesen habe, hat es mich bis zur letzten Seite gefesselt. Astrid Frank hat das Thema Mobbing und was es mit einem Menschen macht mehr als sehr gut dargestellt. Sie hat sehr gut beschrieben, wie es in einem so jungen Mädchen aussieht, wenn man gemobbt wird und sich selbst hasst. Fazit : Ich bin immer noch total sprachlos und überwältigt von dem Buch und der Geschichte. Man lernt so viele kleine, aber durchaus wichtige Ding über das Leben und andere Menschen. Ich persönlich könnte es mir sehr gut als Schullektüre vorstellen.Das Buch ist jedem zu empfehlen, der auf eine traurige Reise eines jungen Mädchens, anhand ihrer Tagebucheinträge, mitgenommen werden möchte und gleichzeitig nebenbei bedeutende Dinge übers Leben lernen möchte. 

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  • Unsichtbare Narben

    Unsichtbare Wunden
    Rees

    Rees

    13. May 2017 um 18:51

    DIE WELT IST VIEL ZU GEFÄHRLICH, UM DARIN ZU LEBEN - NICHT WEGEN DER MENSCHEN,  DIE BÖSES TUN, SONDERN WEGEN DER MENSCHEN, DIE DANEBEN STEHEN UND SIE GEWÄHREN LASSEN. Albert Einstein Dieses Buch ist ein Jugendbuch über das Thema Mobbing und sehr eindrücklich und erschreckend. Die Geschichte beginnt eigentlich am Ende , an der Stelle, an der die Tragödie geschieht und Anna bei einem tragischen Reitunfall ums Leben kommt. Wie konnte das passieren, wo sie doch eine so gute Reiterin war und ihr Pferd vor nichts und niemandem scheute. Ihr Vater ist fassungslos und steht vor den Trümmern seines Lebens und alle Klassenkameraden sind geschockt , als sie davon erfahren. Doch meinen sie es wirklich auch ernst oder ist ihnen einfach gar nicht bewusst, welche Schuld sie selber tragen? Dann werden die Ereignisse anhand Annas Tagebuch geschildert .  Annas Vater findet es und erfährt so die ganze Wahrheit. Erst viel zu spät wird im klar, was seine Tochter durchgemacht hat und er muss schmerzlich erkennen, dass er nicht für sie da war, als sie ihn gebraucht hätte. Ihre Hilfeschreie hat er nicht gehört oder nicht als solche wahrgenommen. Und nicht nur diejenigen, die gemobbt haben tragen Schuld ,sondern auch die , die einfach nur zugesehen haben und zu feige waren etwas zu unternehmen.   Anna war anfangs ein fröhliches und zufriedenes Mädchen, doch gegen Ende war sie einsam und voller Selbstzweifel , ja ,.... sie hasste ihr Leben und sich selber. Ein sehr  trauriges Thema und ich wünsche mir mehr mutige Menschen, die so einem Tun Einhalt gebieten. Mobbing ist ein Verbrechen!

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  • Lieblingsbuch

    Unsichtbare Wunden
    SarahRenner

    SarahRenner

    06. April 2017 um 18:41

    Dieses Buch muss man gelesen haben!

  • Jugendbuch- Challenge bei LovelyBooks 2016

    Buchraettin

    Buchraettin

    Lest ihr gerne Jugendbücher? Habt ihr Lust, dies gemeinsam mit anderen begeisterten Jugendbuchliebhabern zu tun und neue Bücher kennen zu lernen? Dann macht gleich bei unserer Jugendbuch-Challenge 2016 mit. Diese Challenge soll vor allem viel Spaß machen und zum Entdecken neuer Bücher einladen. Anmeldungen sind natürlich jederzeit möglich!Hier geht es zu Challenge 2017https://www.lovelybooks.de/thema/Jugendbuchchallenge-2017-1358395874/ Hier sind die Regeln: Es sollen jeweils 2 Bücher aus den unten folgenden Kategorien gelesen werden - Natürlich könnt ihr auch mehr lesen! Die Challenge läuft vom 1.1. bis 31.12.2016. Es zählen all jene Rezensionen, die ab dem 1.1.2016 geschrieben worden sind. (hier bei LB) Da dies eine Challenge ist, soll sie selbstverständlich eine kleine oder auch größere ;-) Herausforderung sein und dazu anregen, vielleicht auch Bücher aus einem Genre zu lesen, das ihr so sonst eher nicht gelesen und dann auch nicht entdeckt hättet. Es sollte zu jedem Buch eine Rezension geschrieben werden, eine Kurzmeinung reicht leider nicht aus. Die Rezension sollte die hier bei Lovely Books sein, die hier verlinkt wird, alle anderen zählen hier nicht. Für die Jugendbuch-Challenge zählen alle Bücher, die für ein Lesealter ab ca. 13 Jahren bis ca. 18 Jahren empfohlen sind. Das Alter der Hauptfiguren im Buch sollte in diesem Rahmen liegen. Das hier ist ein Beispiel für einen Sammelbeitrag: Jeweils 2 Bücher pro Unterpunkt - insgesamt 12 Bücher sollen gelesen werden. Fantasy, Science Fiction, Dystopie (Erscheinungsdatum 2016) Gesellschaftsliteratur, aktuelle Jugendthemen, historische Jugendbücher (Erscheinungsdatum 2016) Liebesromane, Romantic Fantasy (Erscheinungsdatum 2016) Krimis und Thriller aus dem Jugendbuchbereich (Erscheinungsdatum 2016) Alte Schätze, Jugendbuchreihen, Sachbuch, Hörbuch und 2 dürfen frei ausgewählt werden! ( auch in Bezug auf das Erscheinungsdatum, gilt auch für Punkt 5 und hier dürfen auch englische Bücher einsortiert werden)   Jeder Teilnehmer erstellt einen Sammelbeitrag, um dort seine Rezensionen übersichtlich zu sammeln und zu aktualisieren. Verlinkt in diesem Sammelbeitrag außerdem ein Regal mit dem Namen "Jugendbuchchallenge 2016", das ihr in der Bibliothek in eurem Profil erstellt. Bitte schickt mir den Link des Sammelbeitrages per persönlicher Nachricht. Dann verlinke ich diesen mit eurem Namen in der Teilnehmerliste. Die aktuellen Verlosungen, Leserunden usw. verlinke ich nachfolgenden Beitrag. ( Es gibt keine Garantie für Vollständigkeit, ich mache das hier alles in meiner Freizeit:) Thema Halloween Halloween in der Kinder und Jugendliteraturgruppe Thema Lesemuffel Tipps für Lesemuffel in der Kinder und Jugendliteraturgruppe Kleiner Anreiz um die Challenge zu schaffen. Das LB Team wird ein Buchpaket stellen, das wird dann verlost Anfang nächstes Jahr unter allen, die die Challenge geschafft haben:) Liste für Neuerscheinungen im Jugendbuchbereich 2016    Challenge Beendet Mira20 MiraxD danielamariaursula Marbuerle Mrs_Nancy_Ogg Connychaos lenicool11 Floh Seelensplitter cytelniczka73 Enys Books annlu ank3006 Lotta22, Icelegs Teilnehmer 62.61.60.59. EnysBooks challenge beendet58. JamieRose57. anjazwerg56. icelegs Challenge beendet55. Peachl54. Lea-Krambeck53. Mira12352. czarnybalerinja51. ShellyBooklove50. Lotta22 Challenge beendet49. saskiaundso48. yunasmoondragon747. BeaSurbeck46. freakygirli45. Mira20  Challenge beendet44. Buchgeborene43. Curin42. ChubbChubb41. Getready40. Gwendolina39. annlu Challenge beendet38. Danni8937. Kuhni7736. ch3yenne35. Paulamybooksandme abgemeldet 22.134. Solara30033. Schluesselblume32. Kylie131.littleowl 30. MiraxD  Challenge beendet 29. DieBerta 28. danielamariaursula   Challenge beendet 27. Mabuerle Challenge beendet 26. Delphyna 25. Mrs_Nanny_Ogg Challenge Beendet 24. Connychaos   Challenge beendet 23. christaria 22. ban-aislingeach 21. marinasworld 20. lenicool11 Challenge beendet 19.Bambi-Nini 18.JuliB abgemeldet 17.Cithiel 16.Buchgespenst15.cytelniczka73  Challenge beendet 14.Bookfantasyxy 13.Vielleser18 12.xxslxa 11.buchfeemelanie 10.Claddy 9.Foreverbooks02 8.Floh Challenge beendet 7.Lesezirkel 6.Alchemilla 5.Seelensplitter Challenge beendet 4.Xallaye 3.anke3006 challenge beendet  2.Katja78 1.Buchraettin

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  • Leserunde zu "Unsichtbare Wunden" von Astrid Frank

    Unsichtbare Wunden
    Astrid_Frank

    Astrid_Frank

    >>… Manchmal wünschte ich, sie würden mich schlagen. Denn wenn man geschlagen wird, gucken die Leute hin! Nur wegen ein paar gemeiner Worte oder böser Blicke greift niemand ein. Wenn sie mich schlagen würden, dann hätte ich sichtbare Wunden! Dann könnte ich sagen: »Schaut her, diesen blauen Fleck hat Manu mir zugefügt! Und diese Beule Nina! Der blutende Kratzer stammt von Chiara, und die Platzwunde an der Lippe, das war Paul …« Aber ich habe keine blauen Flecken, keine blutenden Kratzer, keine Beulen oder Platzwunden. Meine Wunden sind tiefer. Sie sind unter meiner Haut verborgen und damit unsichtbar. Sie sind in meinem Herzen, in meinem Bauch, meinem Kopf und meiner Seele. Sie zerstören mich von innen heraus. Und niemand bekommt es mit …<< Hallo Lovelybooker! Ich freue mich sehr, Euch zur Leserunde zu meinem neuen Jugendroman Unsichtbare Wunden einzuladen! Ich möchte Eure Meinungen zum Thema Mobbing erfahren und mit Euch über Annas Geschichte diskutieren: Anna ist ein ganz normales Mädchen, hübsch, klug und bei ihren Klassenkameraden beliebt, als sie von ihrem Vater zum 13. Geburtstag ein Tagebuch geschenkt bekommt. „Für deine Geheimnisse“, sagt er. Anna hat keine Geheimnisse. Sie führt ein unbeschwertes Leben und kann sich nicht vorstellen, dass sich daran in Zukunft etwas ändern soll.  Doch 19 Monate später ist Anna tot. Was zunächst aussieht wie ein Verkehrsunfall, entpuppt sich in Annas Tagebucheinträgen als folgenschweres Machtspiel ihrer Klassenkameraden, dessen Opfer Anna geworden ist. Annas Freund Anton kann nicht glauben, dass ihr Tod tatsächlich ein Unfall gewesen sein soll. Für ihn entwickelt sich die Suche nach den wahren Hintergründen des Unglücks zu einer gefährlichen Reifeprüfung … Unsichtbare Wunden ist für mich als Autorin ein ganz besonderes und sehr persönliches Buch. Es ist entstanden aus meinen Erfahrungen als Mutter eines gemobbten Kindes und basiert auf meiner darauffolgenden analytischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Mobbing unter Kindern und Jugendlichen“.  Wenn Ihr Euch mit mir über Annas Geschichte und über das Thema Mobbing in der Schule austauschen wollt, dann bewerbt Euch bis zum 24.02.2016 hier auf lovelybooks mit der Beantwortung folgender Frage: Was fällt Dir spontan zu dem Titel „Unsichtbare Wunden“ ein?  Der Verlag Urachhaus stellt 15 Exemplare der Printausgabe zur Verfügung, die nach der Bekanntgabe der Gewinner am 25.02.1016 (nur innerhalb Europas) verschickt werden. Wie bei lovelybooks-Leserunden üblich bitte ich Euch um rege Teilnahme an der Gesprächsrunde und um eine abschließende Rezension. Weitere Informationen zu dem Buch und zu mir findet Ihr unter www.unsichtbare-wunden.de und unter www.astrid-frank.de.  Eine ausführliche Leseprobe findet Ihr hier: http://www.urachhaus.de/buecher/9783825179663/unsichtbare-wunden  Also bewerbt Euch! Ich freue mich auf Euch!

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  • Wann wird aus Freundinnenknatsch handfestes Mobbing?

    Unsichtbare Wunden
    Mira20

    Mira20

    Wann wird aus einem Freundinnenknatsch handfestes Mobbing? Eine Frage, die auch die Autorin nicht beantworten kann, aber sie zeigt auf, wie übergangslos und kaum wahrnehmbar die feine Grenze überschritten wird. Anna ist tot. Ein Unfall! Ein Sturz vom Pferd direkt vor ein Auto! Aber Anna war eine unglaublich gute Reiterin, ihr Pferd Elrond ruhig und überhaupt nicht schreckhaft. Die Rückblenden in Tagebuchform gehen 1 ½ Jahre zurück und fangen mit dem 13. Geburtstag Annas an. Manu ist noch ihre beste Freundin, man war im Kino und hat Pizza gegessen. Bald schleicht sich ein Misston ein. Eine Neue ist in die Klasse gekommen. Manu hat es gut mit Nina und ab sofort gehören die trauten Freundinnennachmittage der Vergangenheit an. Anna fühlt sich immer mehr als 5. Rad am Wagen. Als Nina immer mal wieder für Lacher auf Kosten von Anton – Annas bestem Freund - sorgt, mischt sich Anna ein. Nun gerät Anna ins Visier von Nina. Diese will Manu für sich allein und beneidet Anna um ihren reichen Vater. Die Autorin erzählt sehr präzise vom Entstehen des Mobbings. Mir war bald klar, dass auch mein Eingreifen als Erwachsene viel zu spät erfolgt wäre. Wenn nämlich ein bestimmter Punkt überschritten ist, passt sich das Opfer seiner Rolle an. Anna wird unnahbar, benimmt sich immer zickiger. Sie kann sich nicht mehr auf die Schule konzentrieren. Diese Abwärtsspirale erscheint unaufhaltsam.Betroffen macht die Rolle der „Neutralen“. Sie mischen sich nicht ein. Statt Nina zwischendurch Einhalt zu gebieten, ducken sie sich und hoffen so nicht ins Schussfeld zu geraten. In der Gegenwart versucht der Vater, die Ereignisse, die schlussendlich zum Tod Annas führen, aufzudecken. Die Erkenntnisse des Vaters führen zu einem thrillerähnlichem Plot.FazitMobbing geht uns alle an. Nichts dagegen tun, heisst dem Mobbing erst eine Chance zu geben. Ohne Mitläufer hat Mobbing keinen Nährboden.Das Buch ist hart und unmissverständlich! Die Botschaft klar: Wenn ihr nichts gegen Mobbing tut, seid ihr mitschuldig! Aber dahinter auch das Gefühl von Hoffnung: Man möchte nämlich eingreifen und es besser machen! Also nehmen wir diese Botschaft mit in den Alltag und machen es besser! Dann hat das Buch etwas bewirkt! Etwas, das besser ist als ein Happy End!

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  • Unsichtbare Wunden

    Unsichtbare Wunden
    Blaustern

    Blaustern

    Anna war immer ein lebensfrohes Mädchen, hübsch, gut angesehen in der Klasse, hatte ihre beste Freundin Manu seit dem ersten Schultag, Freund Anton und ihr Pferd Elrond, welches sie heiß liebte. Dann kam in der 7. Klasse Nina neu hinzu und hing sich an ihre Freundin Manu. Sie stichelte mit allen zusammen gegen Anton, was Anna nicht haben konnte und ihn in Schutz nahm. Daraufhin kam sie ebenfalls in deren Schussfeld und hatte nichts mehr zu lachen. Nina hänselt über sie, stellt sie bloß, verbreitet Lügenmärchen. Erst schleichend, dann immer offensichtlicher. Sie schafft es, die ganze Klasse und selbst die Lehrerin gegen sie aufzubringen, denn langsam verändert sich Anna ja auch tatsächlich, reagiert anfangs auch schon mal heftig. Als das jedoch nur das Gegenteil auszulösen scheint und keiner ihr mehr beistehen will und kann, weil sie alle Angst haben, ebenfalls zum Außenseiter zu werden, zieht sie sich immer mehr in sich zurück. Nicht mal ihr Vater kann ihr helfen, denn der sieht die Sache auch für nicht so ernst an, als Anna einige Versuche startete, mit ihm darüber zu reden. So beginnt Mobbing, scheinbar harmlos, was sich aber zu einer großen Tragödie entwickeln kann. Denn Anna ist nun tot. Selbst im Stall bei ihrem Pferd Elrond wurde sie zuletzt schon aufgelauert, und nun fragt sich besonders Anton und ihr Vater: War Annas Reitunfall auf der Straße wirklich ein Unfall? Oder hat sie jemand dazu getrieben, denn Anna war eine gute Reiterin und niemals mit Elrond auf der Straße unterwegs. Die beiden machen sich, zunächst jeder für sich, selbst auf die Suche nach Antworten. Bis Annas Vater ihr Tagebuch findet, welches bis ins kleinste Detail ihr ganzes Elend aufdeckt. Er beschließt, dass die Täter ebenso leiden sollen. Gleich zu Beginn erfahren wir, dass Anna an diesem Reitunfall gestorben ist, und man kann sich schon denken, was alles dazu führte und dass es nicht besser wurde. Das gibt schon eine sehr traurige und hilflose Atmosphäre. In den Tagebucheinträgen erfahren wir dann Stück für Stück, wie Anna mit jedem Tag übler mitgespielt wurde und das dies durch nichts aufzuhalten war. Nicht mal durch die Lehrerin, die keinen Durchblick hatte und noch mitwirkte. Sehr genau wird hier der Weg in den Abgrund beschrieben, und das Anna bald schon an sich selbst zweifelte und sich nur noch wie Dreck fühlte, zu dem sie gemacht wurde. Schlimm. Das sollte wirklich Pflichtlektüre in der Schule werden. Durch dieses Buch wird vielen wohl klarer, was sie da eigentlich tun. Auch denen, die nur zusehen und nicht einschreiten. Auch davon gibt es hier genug. In dem zweiten Handlungsstrang geht der Vater, der sich nun auch selbst Vorwürfe macht, den Dingen auf den Grund und will sich an den Tätern rächen, in dem er sich an deren liebsten Menschen vergreift. Dieser Part ist voller Spannung und thrillergeladen, und man fragt sich, ob er es wirklich bis zum Ende durchziehen kann. Ein Buch, welches eine klare Botschaft sendet und einem noch lange danach beschäftigt. Hilflos und verzweifelt bleibt man zurück. Und auch gereizt auf die Pädagogen, die ihren Beruf verfehlt haben.

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    • 2
  • Ein "schrecklich gutes" Buch

    Unsichtbare Wunden
    Elchdame

    Elchdame

    Selten tue ich mich so schwer mit einer Rezension, wenn mir ein Buch dermaßen gut gefallen hat. Doch das Buch hat mehr in mir ausgelöst, als nur Gefallen - viel mehr. Es beschäftigt mich, wirkt noch lange nach, wühlt eigene (schmerzhafte) Erinnerungen auf und begeistert mcih gleichzeitig. Dieses Kuddelmuddel in mir kann ich schwer in Worte fassen. Doch gerade das, finde ich, macht das Buch zu einem so guten, wertvollen Werk.Anna wird in ihrer Schulklasse systematisch fertiggemacht. Es fängt recht harmlos an. Eine neue Mitschülerin in der Klasse hängt sich an Annas beste Freundin und fängt an, gegen Anna zu sticheln und sie arrogant zu nennen. Das breitet sich aus. Das Mobbing wird immer stärker und verletzender und schließlich geht es so weit, dass sich bis auf ganz wenige Ausnahmen alle Mitschüler aktiv beteiligen. Der Leser erlebt das Ganze im Nachhinein aus Annas Tagebucheinträgen und durch Antons Augen, der Annas bester Freund und auch Mitschüler der Klasse war. Die Tagebucheinträge werden von Simon, dem Vater der Protagonistin gelesen und auch seine Perspektive findet Beachtung.Dieses Buch verdient einen (Jugendbuch)Preis. Es zeigt ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit viel Gefühl, welche Auswirkungen Mobbing haben kann. Wie leicht es für die "Täter" ist, zu solchen zu werden, sich an dem Mobbing zu beteiligen und es nicht einmal als Grausamkeit wahrzunehmen. Und wie schrecklich es für das Opfer ist, wird sehr, sehr deutlich gezeigt. Es sind nicht nur die Bemerkungen in der Schule, die schmerzen. Das Opfer, in diesem Fall die Protagonistin Anna, vereinsamt zunehmend, weil sie sich zunächst natürlich von den Tätern zurückzieht, im weiteren Verlauf aber auch von ihrem Vater, der sie nicht versteht, von Anton, ihrem besten Freund, weil der ja eh nichts für sie tun kann und sie nur noch mehr Spott abbekommt, wenn sie mit ihm zusammen ist und schließlich sogar von Freunden, mit denen sie per Email in Kontakt steht.Anna (ebenso wie die meisten Mobbingopfer, denke ich) kommt schließlich selbst zu der Überzeugung, dass es wahr ist, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Sie glaubt, dass sie scheiße ist (entschuldigt den Ausdruck, aber genau so empfindet es das Opfer!) und dass schließlich dann auch die anderen Kontaktpersonen das merken müssten, daher zieht sie sich immer mehr zurück.Mir ging es als Leser so, dass ich teilweise zu Anna wurde und mit ihr gelitten habe und gleichzeitig eine Beschützerrolle einnehmen wollte, das Bedürfnis hatte, dieses Mädchen in den Arm zu nehmen und ihr zu sagen, dass es nicht wahr ist.Aber auch in die anderen Personen konnte ich mich gut einfühlen, so zum Beispiel in Anton, den besten Freund, und Simon, dem Vater des Opfers und zum Schluss sogar in zwei der Täter, die völlig überrollt waren von den Auswirkungen dessen, was sie als harmlos empfunden haben, was ja schließlich alle mitgemacht haben und keiner so gewollt hat.Das Ende fand ich noch mal richtig gut, Astrid Frank hat noch mal draufgelegt! Es beantwortet einige Fragen, bietet aber immer noch Raum für eigene Interpretation und lässt den Leser zurück mit einem ... wie soll ich sagen... ......WOW!Es ließ mich ziemlich sprachlos zurück, weil ich das alles noch gar nicht packen konnte. Da steckt so viel drin, das geht gar nicht alles in meinen Kopf - vor allem steckt da auch so viel Gefühl drin, das ich gar nicht alles so schnell verarbeiten kann.Nach vier Wochen schreibe ich endlich diese Rezi und bin immer noch völlig geplättet. Natürlich geht der Alltag weiter und ich bin nicht ständig mit diesem Thema beschäftigt, doch es lässt mich auch nicht mehr los.DANKE, Astrid, für dieses tolle Buch! Ich hoffe, dass es noch viele Menschen so erreicht und bewegt, wie es mich erreicht und bewegt hat und es immer noch tut. Es ist wirlich, wie in der Überschrift gesagt, schrecklich gut - denn es ist fantastisch, wunderbar einfühlsam und mitreißend, aber gerade dadurch wird das Schreckliche, das Anna erlebt, auch für mich als Leser spürbar und tut mir mit weh.Ich hoffe, dass das Buch auch in Schulklassen gelesen wird und freue mich sehr, dass die Autorin alles tut, um das zu ermöglichen.

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    • 3
  • Mobbing

    Unsichtbare Wunden
    Seelensplitter

    Seelensplitter

    Meine Meinung zum Jugendbuch: Unsichtbare Wunden Aufmerksamkeit und Erwartung: Diesen punkt findet ihr wie stets auf meinem Blog und auch was mir noch zusätzlich wichtig ist! Inhalt in meinen Worten: Anna - 13 Jahre alt - bildhübsch, bekommt zu ihrem 13. Geburtstag ein Geschenk, ein Tagebuch. Dass dieses Buch mehr ist als nur ein Tagebuch, wird Anna schnell klar, denn irgendwas ändert sich in ihrem Leben, sie wird auf einmal immer trauriger, bis das unfassbare passiert, was nur passieren konnte. Letztlich ist der einzige Zuhörer dieses Tagebuch, und was dieses Tagebuch zu erzählen hat, tja das solltet ihr bei diesem Buch heraus finden. Wie fand ich das Buch? Dieses mal fällt es mir nicht leicht über das Buch zu schreiben. Denn viel zu vieles im Buch hat dazu beigetragen, mich an meine eigene Geschichte zu erinnern. Eine Geschichte die nicht schön war, und auch zu viele Szenen im Buch geben genau das wieder, was ich auch selbst erleben musste. Deswegen würde ich allen empfehlen, lest es mit Vorsicht, seid wachsam auf eure Seele und wenn ihr merkt, es geht zu tief, legt es auf die Seite und nehmt es dann wieder zur Hand wenn es euch wieder etwas besser geht. Geschichte: Anna stirbt bei einem Reitunfall. Das erfahre ich ganz am Anfang der Geschichte, doch dass das noch nicht alles ist, wird durch die Tagebucheinträge sehr schnell klar. Sie wird gemobbt, bis sie sich selbst nicht mehr ausstehen kann, sich selbst hassen lernt und keine Hoffnung mehr in sich birgt und nur noch Angst vor morgen hat. Bis dann auch noch die schlimmsten Folgen bis in ihr Kinderzimmer ihr folgen, ab da sieht sie nur noch rot und hat keine Lust mehr wirklich durchzuhalten. Dass da aber immer noch ein Freund auf ihrer Seite ist, der leider auch nicht der Held im Klassenzimmer ist, sieht sie nicht mehr. Diese Geschichte wird mir letztlich von ihrem besten Freund im Nachhinein am Grab von Anna erzählt. Dies passiert einerseits durch Tagebucheinträge von Anna, durch Gedanken vom Vater und dann auch seine Erzählung an seine Frau. Er beleuchtet alle Facetten. Annas Sicht, Simons (der Vater von Anna) Absturz und gleichzeitig seinen unwiderruflichen Hilfeschrei, die Klassenkameraden, seine Sicht und zu guter letzt die Sicht aus den Täter Augen. Diese Mischung finde ich gut gewählt, wenn auch nicht sehr einfach. Charaktere: Kann ich euch sagen, haben es in diesem Buch echt in sich. Nicht nur der tiefe Fall sondern auch die Mutlosigkeit und das grauenhafte Grauen kommt gut durch, durch jeden Charakter, das Unverständnis, das drauf hauen, das Lösungsorientierte Denken, obwohl das nicht immer wirklich sinnvoll ist, die Schuldzuweisungen, die Blindheit, einfach die gesamte Palette voller Gefühle findet sich in jedem einzelnen Charakter wieder und das genau so einzufangen, ist alles andere als einfach und somit ist der Autorin hier richtig was gutes gelungen. Nebeneffekte:Diesen Punkt, habe ich im Nachhineingang erkannt, dass er doch anders da steht, als dass ich erkannt habe, hieran merkt man, dass auch sehr schnell trigger zu etwas anderem führen können, als dass jemals angedacht war: Hier kommt der angesprochene Punkt: Ich fand es heftig zu lesen, wie Simon sich mit der Glasscherbe selbst durch den Arm schnitt. Denn ich weiß wie es für mich selbst vor geraumer Zeit noch war, wie es ist, die Haut unter dem Messer aufspringen zu fühlen und zu sehen, und dabei Trost zu finden, doch dass das der falsche Trost ist, musste ich unter Jahrelangen Therapien erkennen, mich selbst lieben zu lernen. Anna bleibt leider im Buch verwehrt dass es Hilfe geben kann, denn sie ist diejenige die durch einen Unfall aus dem Leben gerissen wird, doch war es wirklich ein reiner Unfall? Das wird am Ende des Buches mehr oder minder aufgeklärt. Auch Annas Entwicklung in die Opferrolle ist sehr glaubhaft, nachvollziehbar, erlebbar, und vor allem eines Sprachlosigkeit machte sich breit. Denn wie kann man einem Menschen, der so tief aufgrund dummer Missverständnisse, Rivalität und dummen Sprüchen einer Lehrerin helfen, wieder in das Leben zu finden, wieder Hoffnung zu fühlen? Diese Frage bleibt für mich leider offen. Einen Satz im Buch kann ich euch gerade nur Sinnmäßig wieder geben: Es ist leichter Wunden von außen zu sehen, dadurch wird es greifbar, doch was unter der Haut abgeht, dass kann keiner sehen und oft noch weniger nachvollziehen. Für mich hat das Buch klare Triggermomente - wäre ich selbst noch nicht da, wo ich heute bin, hätte ich wahrscheinlich das Verhalten ungewollt von Anna wiedergegeben. Und mir evtl wieder selbst weh getan. Ich bin also froh, dass ich doch schon etwas "weiter" in meinem Weg bin. Würde ich euch das Buch empfehlen? Ja und Nein. Ja, denn die Autorin schafft es, Mobbing wirklich offen darzulegen und aufzuzeigen wie sich Opfer fühlen können, jedoch bleibt die Autorin mit der Hilfestellung hinter dem Berg, das fand ich schade, denn das hatte ich mir erwartet vom Buch. Auch kann ich es euch vom Schriftstellerischen Werdegang der Autorin sehr empfehlen. Sie schreibt realistisch, nah und vor allem Nachvollziehbar. Nein, weil es mich selbst zu sehr fast in den Abgrund gerissen hat, und ich mir vorstellen kann, dass Kinder/Jugendliche die dieses Buch lesen, und vielleicht selbst in dieser Thematik stecken es nicht einfach haben. Und dadurch ungewollt dem Buch nacheifern. Und viele Strategien die Anna an den Tag legt, sind nachvollziehbar und auch ich konnte mich gut in Annas Sicht hineinversetzen, dennoch nicht gut heißen, dass sie sich keine Hilfe holte, sich selbst verletzte und letztlich so weit ging, dass ihr Vater nur noch eines bleibt, ihr Pferd. Fazit: Ein hartes Buch - ein Buch das zeigt, wie weit die Opferrolle gelebt und missverstanden werden kann. Ein Buch dass mich nicht sofort loslässt und nachgrübeln lässt, was ich selbst hätte tun können. Ein Buch das jeder Pädagoge und jeder Lehrer lesen sollte, um ein klein wenig besser das Thema Mobbing zu verstehen. Sterne: Obwohl ich euch warne und es für mich kein einfaches Buch war, bekommt dieses Buch aufgrund der Tiefe, des Schreibstiles und des Wesens fünf Sterne!

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  • So kann Mobbing enden

    Unsichtbare Wunden
    Hexchen123

    Hexchen123

    Am Anfang des Buches lernen wir Anna kennen. Ein fröhliches und aufgewecktes Mädchen, obendrein noch klug und hübsch. Mit ihrer besten Freundin Manu geht sie durch dick und dünn, beide gibt es eigentlich nur im Doppelpack. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als die Neue in die Klasse kommt. Nina mischt die Klasse ordentlich auf und nichts ist mehr wie es war. Selbst Manu wendet sich von Anna ab und lässt sich auf Ninas Spielchen ein. Es dauert nicht lange und Anna steht ganz alleine da, wird jeden Tag gemobbt und will eigentlich nur noch sterben.Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses Buch sehr beschäftigt hat. Nicht nur während des Lesens sondern noch eine lange Zeit danach. In „Unsichtbare Wunden“ wird dem Leser so offen und schonungslos geschildert, wie Mobbing funktioniert. Was es mit den Opfern macht, wie selbst Erwachsene oftmals hilflos dem gegenüberstehen oder im schlimmsten Fall sogar noch mitmachen. Anfangs sind es noch die kleinen Sticheleien und man denkt, das wird bestimmt wieder. Doch es wird leider nicht mehr, man wird auf brutale Art und Weise belogen, beleidigt und sogar bedroht. Wie gerne würde sich hier Anna Gehört verschaffen, doch es wird nicht ernst genommen und als Lapalie abgetan. Wenn die anderen sich erst einmal für jemanden als Opfer entschieden haben, dann kommt man nicht mehr raus. Zumindest nicht ohne Hilfe.Das schlimme an der ganzen Geschichte ist, dass es jeden Tag hundertfach in den Schulen stattfindet. So viele verletzte, kleine Seelen die irgendwie zurecht kommen müssen. Mobbing hat viele Gesichter und ich wünsche mir wirklich, dass noch härter durchgegriffen wird. Dass Eltern sich Zeit nehmen für ihre Kinder und zuhören, dass Lehrer Situationen objektiver beurteilen und von ihrem Schubladendenken abrücken, dass es Freunde mit Rückgrad gibt und zu einem stehen, auch das wünsche ich mir.Astrid Frank hat einen sehr realitätsnahen Schreibstil. Mit ihrer offenen und authentischen Art zieht sie den Leser direkt in die Geschichte. Absolut grandios gemacht. Auch der Wechsel zwischen den Perspektiven macht dieses Buch unheimlich fesselnd. Ich habe mit Anna so mitgelitten und ihr einfach nur gewünscht, dass dieser Alptraum endlich aufhört. Er hat auch aufgehört, aber nicht so wie ich es mir gewünscht habe.FazitMeiner Meinung nach sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre werden in den 7. Klassen. Vielleicht gäbe es hierdurch ein paar Mobbingfälle weniger. Zumindest werden die Gefühle des Opfers, der Familie und auch der Freunde sehr gut dargestellt und so mancher „Täter“ könnte die Tragweite seines Handelns vielleicht überdenken. Vielleicht wird auch ein neues Bewusstsein erschaffen, dass nicht jeder Witz und jede Hänselei nur Kleinigkeiten sind.

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  • Schau nicht weg!

    Unsichtbare Wunden
    kris006

    kris006

    Anna hat seit dem ersten Schultag einen "siamesischen Zwilling". Ihre beste Freundin Manu, der sie alles anvertraut. Doch das soll nicht ewig so bleiben. In der siebten Klasse kommt die Neue, Nina. Seitdem ist Manu manchmal anders, sie verbringt immer mehr Zeit mit Nina. Aber immerhin hat Anna noch ihr Pferd Elrond. Doch Manu und Nina scheinen sich immer mehr abzukapseln. Und dann verliebt sich auch noch Paul in sie, obwohl doch Manu in ihn verliebt ist. Und dann bringen Nina und Manu die ganze Klasse gegen die 13-jährige Anna. Sie wird immer mehr zum Mobbingopfer und keine scheint ihr zu helfen - ihr Vater nicht, die Lehrerin nicht und auch ihre Freunde Anton und Charlie nicht. Ein ergreifendes Buch über ein Mädchen, welches immer mehr in ein Mobbingsumpf gerät und nirgends Hilfe findet. Der Roman wird in zwei Perspektiven geschrieben - einmal in der aktuellen Perspektive und das zweite sind Tagebucheinträge von Anna. Der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch weist viele spannende Situationen auf, so dass man das Buch nicht weglegen mag. Ich finde gut wie Annas Gefühle und Gedanken detailliert beschrieben werden, so kann man sich in die Lage von Anna hineinversetzen und man leidet ständig mit. Ein wirklich beeindruckendes Buch, wo das Thema "Mobbing" schonungslos und erlisch dargestellt wird. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte und der Titel könnte treffender nicht sein. Ein emotionaler Roman über die Folgen von Mobbing. Kann ich nur jemand raten zu lesen.

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  • Mobbing geht uns alle an - und kann jeden treffen!

    Unsichtbare Wunden
    Kuhni77

    Kuhni77

    Die Welt ist viel zu gefährlich, um darin zu leben -nicht wegen der Menschen, die böses tun,sondern wegen der Menschen,die daneben stehen und sie gewähren lassen.Albert EinsteinKLAPPENTEXT:Anna ist ein hübsches, kluges und fröhliches Mädchen. Zu ihrem 13. Geburtstag bekommt sie von ihrem Vater ein Tagebuch geschenkt: »Für deine Geheimnisse«, sagt er.Doch Anna hat keine – bis ihre beste Freundin sich von ihr abwendet und in der Schule eine verhängnisvolle Mobbingspirale einsetzt.INHALT:Seit das neue Mädchen Nina in ihrer Klasse ist und ihre beste Freundin sich von ihr abwendet, ist nichts mehr wie es einmal war. Es fängt mit kleinen Sticheleien und Streichen an, bis sich immer mehr beteiligen. Bald wenden sich alle Schüler von ihr ab, ärgern sie, spielen ihr Streiche und erzählen sich schlimme Lügengeschichten.Sogar eine Lehrerin lässt sich von diesem Sog mitziehen. Anna hat nur noch ihren besten Freund Anton, der ihr aber auch nicht wirklich helfen kann, da er selbst ein Mobbingopfer ist.Anna verzweifelt immer mehr, wird immer trauriger und nimmt rapide ab. Ihre Tagebucheinträge werden immer verzweifelter und hilfloser. Von dem selbstbewussten, fröhlichen Mädchen ist bald nicht mehr viel zu erkennen. In dieser schweren Zeit findet sie immer mehr Trost bei ihrem Pferd Elrond. Bei ihm kann sie sich fallen lassen und wenigstens eine kurze Zeit das Mobbing vergessen. Aber bald muss sie merken, dass sie auch bei Elrond nicht mehr sicher ist, denn in seiner Box sind sie auch schon aufgetaucht.Ihr Vater bemerkt leider die kleinen Hilferufe seiner Tochter nicht und so kommt es, wie es kommen muss. Anna stirbt bei einem Reitunfall - war es wirklich ein Unfall oder wollte Anna sterben?MEINUNG:Man leidet mit Anna mit und spürt richtig, wie verzweifelter ihre Tagebucheinträge werden.Direkt am Anfang liest man schon von Annas tragischem Unfall und ist somit sofort in dieser traurigen Stimmung des Buches. Das Buch rüttelt auf und lässt einen wütend und ratlos zurück. Gerade die Lehrerin hat mich wirklich ziemlich wütend gemacht. Sie hat ihren Beruf wirklich verfehlt!Astrid Frank hat es mit diesem Buch wirklich geschafft, das man erkennt was Mobbing ist, welche Auswirkungen es hat und wie schnell so etwas in einen Gruppenzwang ausartet.FAZIT:Dieses Buch wirkt noch lange nach. Mobbing findet an jeder Schule statt und es müsste viel mehr dagegen gemacht werden. Niemand ist vor Mobbing geschützt wie man an Anna sieht.Durch dieses Buch wird man wachgerüttelt und schaut etwas genauer, wenn sich ein Kind auf einmal stark verändert.Ein Buch was für mich eindeutig ein Buch ist, welches es als Schullektüre geben müsste.Das Zitat von  MOBBING HELP DESK kann ich nur bestätigen:»Besser hätte man die Thematik nicht erzählen können – packend bis zur letzten Seite. Höchst empfehlenswert!«

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  • Schlimmster Ausgang bei Mobbing

    Unsichtbare Wunden
    dia78

    dia78

    Mit diesem Buch ist ein großes Werk in Bezug auf Schule und Mobbing gelungen. Man kann sich von der ersten Seite weg in die Hauptprotagonisten hineinfühlen.Es geht in diesem Buch um Anna, welche nur mehr durch Tagebucheinträge zu uns sprechen kann, da sie leider gleich zu Beginn des Buches, bei einem Ausritt von Elrond, ihrem Pferd, verstirbt. Nun wird in einem aufrüttelnden Hin und Her, zwischen Jetztzeit und Vergangenheit, der Weg bis zu ihrem Tod beschrieben. Wie sie die Schulkollegen systematisch an den Abgrund drängen und sie schließlich keinen Ausweg mehr sieht. Auch wird sehr drastisch beschrieben, wie Schule und Elternhaus aneinander vorbei agieren können.Dieses Buch ist ein Muss, in jeder Schulbibliothek und auch in jedem Haushalt, in dem Jugendliche wohnen. Denn vielleicht können sie mit diesem hervorragenden Werk zu einem Umdenken bewogen werden, falls auch sie sich in einer Mobbingspirale befinden. Außerdem finde ich persönlich, dass ein jeder Lehrer, dieses Buch gelesen haben sollte, um auch Probleme früher erkennen zu können und nicht zu spät zu reagieren.

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  • Erschütternd und wichtig

    Unsichtbare Wunden
    Alrauna

    Alrauna

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Titel spricht für sich und hätte treffender nicht gewählt sein können. Denn oft ist es wirklich so; Mobbing verursacht eine Vielzahl an seelischen Wunden, die eben unsichtbar sind. Ich bin selber insoweit betroffen, als dass meine Tochter Opfer von Mobbing wurde. Zum Glück nicht so extrem wie im Buch beschrieben. Das Buch greift die Thematik sehr gut auf. Anhand der Tagebucheinträgen in der Vergangenheit, die sich mit dem Geschehen in der Gegenwart abwechseln, wird sehr deutlich beschrieben, wie sich das Mobbing entwickelt. Man leidet mit Anna mit. Man möchte am liebsten eingreifen und den Rest der Klasse schütteln. Es zeigt, wie schnell man "unter die Räder" kommen kann. Das Leid des Vaters wird auch deutlich und ich kann es gut nachvollziehen. Es ist nicht immer einfach zu erkennen, ob es sich um einen "harmlosen" Streit zwischen Freunden handelt oder schon Mobbing ist. Die Grenzen verwischen. Auch das wird sehr deutlich im Buch. Insgesamt ein tolles Buch. 

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  • Unsichtbare Wunden. Zeigt wie Mobbing enstehen kann und was ein Mobbingopfer erleidet.

    Unsichtbare Wunden
    lenicool11

    lenicool11

    InhaltSeit dem 1. Schultag sind Anna und Manu (Manuela) beste Freundinnen. »Siamesische Zwillinge« haben die anderen die beiden getauft, weil die eine nie ohne die andere irgendwo auftaucht. Im 7. Schuljahr kommt Nina neu in die Klasse und die Mädchen freunden sich an. Mit der Zeit zieht es Manu immer mehr zu Nina hin, denn die Neue ist cool und Anna kann in dieser Entwicklung nicht mithalten: Während Elrond, Annas Pferd, immer noch der einzige »Mann« im Leben der 13-Jährigen ist, verläuft das Erwachsenwerden bei Manu und Nina zeitgleich. Als sich dann auch noch herausstellt, dass Paul, in den Manu verliebt ist, sich stärker zu Anna hingezogen fühlt, sind die Probleme unter den Mädchen vorprogrammiert, in die nach und nach die gesamte Klasse involviert wird – die zuvor so beliebte Anna wird zum Mobbingopfer. Die Gewaltspirale dreht sich zunehmend schneller und enger um das Mädchen. Wie kann es möglich sein, dass Annas Vater von all dem, was sich im Leben seiner Tochter abspielt, nichts bemerkt? Wie ist es möglich, dass kein einziger Lehrer ihr geholfen hat? Oder dass sogar ihr guter Freund Anton, der selbst Mobbing-Opfer ist, ihre Verzweiflung unterschätzt? Meine Meinung Ein sehr bewegendes Buch, was mich sehr begeistert hat. Es zeigt deutlich die Gedanken eines sogenannten Mobbingopfers und wie schnell man ein Mobbingopfer werden kann. Ich finde dieses Buch sollte jeder Schule als Pflichtlektüre ans Herz gelegt werden. Dieses Buch hat einen so tollen klaren Schreibstil und hat mich manchmal echt schlucken lassen. Besonders toll fand ich, dass das Buch aus 2 Sichten erzählt wird. Es fängt an mit dem Tod von Anna und danach erfährt man ihre Geschichte aus ihrem Tagebuch und was nach ihrem Tod in der Schule und dem Privatleben passiert, wie ihre Mitschüler damit umgehen, aber besonders ihr Vater und ihr bester Freund Anton. Dieses Buch hat mich gefesselt und ich konnte gar nicht aufhören es zu lesen. Und mit dem Ende dieses Buches hätte ich auch niemals gerechnet. Besonders getroffen hat mich diese Stelle im Buch (S. 236 / Zeile 16 bis Ende) "Manchmal wünschte ich sie würden mich schlagen. Denn wenn man geschlagen wird, gucken die Leute hin! Nur wegen ein paar gemeiner Worte oder böser Blicke greift niemand ein. Wenn sie mich schlagen würden, dann hätte ich sichtbare Wunden! Dann könnte ich sagen : >> Schaut her diesen blauen Fleck hat Manu mir zugefügt! Und diese Beule Nina! Der blutende Kratzer stammt von Chiara, und die Platzwunde an der Lippe, das war Paul ....<< Aber ich habe keine blauen Flecken, keine blutenden Kratzer, keine Beulen oder Platzwunden. Meine Wunden sind tiefer. Sie sind unter meiner Haut verborgen und damit unsichtbar. Sie sind in meinem Herzen, in meinem Bauch, meinem Kopf und meiner Seele. Sie zerstören mich von innen heraus. Und niemand bekommt es mit." Die Autorin hat es geschafft mich sehr zu berühren. Dieses Zitat war da am gefühlvollsten, ich habe mit Anna gelitten und ich habe Anna sehr gut verstanden, was sie dort in der Schule mitgemacht hat. Ich sage Danke das ich dieses wunderbar ehrliche und erschreckende Buch über Mobbing lesen durfte. Mein Fazit Ich lege dieses Buch all denen ans Herz, die schon immer mal mitfühlen und verstehen wollten, wie sich ein Mobbingopfer fühlt und all denjenigen, die es witzig finden andere Leute zu hänseln, zu ärgern und Witze über sie zu machen und meinen das ist doch nicht schlimm. Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch in vielen Schulen gelesen wird und Kindern und Jugendlichen die Augen geöffnet werden, dass Mobbing schlimm ist.

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