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Astrid_Frank

vor 2 Jahren

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>>… Manchmal wünschte ich, sie würden mich schlagen. Denn wenn man geschlagen wird, gucken die Leute hin! Nur wegen ein paar gemeiner Worte oder böser Blicke greift niemand ein. Wenn sie mich schlagen würden, dann hätte ich sichtbare Wunden! Dann könnte ich sagen: »Schaut her, diesen blauen Fleck hat Manu mir zugefügt! Und diese Beule Nina! Der blutende Kratzer stammt von Chiara, und die Platzwunde an der Lippe, das war Paul …« Aber ich habe keine blauen Flecken, keine blutenden Kratzer, keine Beulen oder Platzwunden. Meine Wunden sind tiefer. Sie sind unter meiner Haut verborgen und damit unsichtbar. Sie sind in meinem Herzen, in meinem Bauch, meinem Kopf und meiner Seele. Sie zerstören mich von innen heraus. Und niemand bekommt es mit …<<



Hallo Lovelybooker!

Ich freue mich sehr, Euch zur Leserunde zu meinem neuen Jugendroman Unsichtbare Wunden einzuladen! Ich möchte Eure Meinungen zum Thema Mobbing erfahren und mit Euch über Annas Geschichte diskutieren:

Anna ist ein ganz normales Mädchen, hübsch, klug und bei ihren Klassenkameraden beliebt, als sie von ihrem Vater zum 13. Geburtstag ein Tagebuch geschenkt bekommt. „Für deine Geheimnisse“, sagt er.


Anna hat keine Geheimnisse. Sie führt ein unbeschwertes Leben und kann sich nicht vorstellen, dass sich daran in Zukunft etwas ändern soll. 


Doch 19 Monate später ist Anna tot. Was zunächst aussieht wie ein Verkehrsunfall, entpuppt sich in Annas Tagebucheinträgen als folgenschweres Machtspiel ihrer Klassenkameraden, dessen Opfer Anna geworden ist.


Annas Freund Anton kann nicht glauben, dass ihr Tod tatsächlich ein Unfall gewesen sein soll. Für ihn entwickelt sich die Suche nach den wahren Hintergründen des Unglücks zu einer gefährlichen Reifeprüfung …

Unsichtbare Wunden ist für mich als Autorin ein ganz besonderes und sehr persönliches Buch. Es ist entstanden aus meinen Erfahrungen als Mutter eines gemobbten Kindes und basiert auf meiner darauffolgenden analytischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Mobbing unter Kindern und Jugendlichen“. 

Wenn Ihr Euch mit mir über Annas Geschichte und über das Thema Mobbing in der Schule austauschen wollt, dann bewerbt Euch bis zum 24.02.2016 hier auf lovelybooks mit der Beantwortung folgender Frage:

Was fällt Dir spontan zu dem Titel „Unsichtbare Wunden“ ein? 

Der Verlag Urachhaus stellt 15 Exemplare der Printausgabe zur Verfügung, die nach der Bekanntgabe der Gewinner am 25.02.1016 (nur innerhalb Europas) verschickt werden. Wie bei lovelybooks-Leserunden üblich bitte ich Euch um rege Teilnahme an der Gesprächsrunde und um eine abschließende Rezension.

Weitere Informationen zu dem Buch und zu mir findet Ihr unter www.unsichtbare-wunden.de und unter www.astrid-frank.de

Eine ausführliche Leseprobe findet Ihr hier:
http://www.urachhaus.de/buecher/9783825179663/unsichtbare-wunden



 Also bewerbt Euch! Ich freue mich auf Euch!

Autor: Astrid Frank
Buch: Unsichtbare Wunden

Astrid_Frank

vor 2 Jahren

Diskussionsrunde über Mobbing

Während wir auf das Startsignal warten, möchte ich die Zeit nutzen, um mit Euch über das Thema Mobbing zu diskutieren. Was denkt Ihr über Mobbing? Musstet Ihr schon mal Erfahrungen damit machen? Gibt es aus Eurer Sicht das typische Opfer? Wer sind die Täter? Und was ist überhaupt Mobbing? Wo fängt „Gewalt“ an? Kann schon ein Schimpfwort Gewalt sein? Oder sind es erst Schläge?

Schreibt, was Euch dazu einfällt, was Euch auf der Seele brennt, was Ihr schon immer mal dazu sagen wolltet.

Los, ran an die Tasten und mitdiskutiert!

Astrid_Frank

vor 2 Jahren

Kleine Vorstellungsrunde: Wer liest mit?

Hier könnt Ihr uns etwas über Euch erzählen, während wir darauf warten, dass alle ihre Bücher erhalten haben und wir endlich loslegen können: wer Ihr seid, was Ihr so macht, wo Ihr lebt, wie Euer Haustier heißt, einfach alles, was Ihr erzählen wollt! Ich fange einfach mal an:

Ich heiße Astrid Frank und bin 49 Jahre alt. Seit 1999 bin ich Kinder- und Jugendbuchautorin und habe bislang 27 Bücher veröffentlicht, von denen einige in andere Sprachen übersetzt und für Preise nominiert wurden. Außerdem bin ich Mutter von zwei Söhnen und lebe mit meiner Familie in Köln.

Mit dem Thema Mobbing bin ich vor allem durch meinen jüngeren Sohn in Kontakt gekommen. Er wurde bereits im Kindergarten über einen längeren Zeitraum hinweg gemobbt, ohne dass wir Eltern damals erkannt haben, was da eigentlich geschieht. Leider hat auch die verantwortliche Erzieherin nichts von den Schikanen mitbekommen bzw. nicht die richtigen Schlüsse aus den Vorkommnissen gezogen. So galt unser Sohn aufgrund seines zunehmend schwieriger werdenden Verhaltens als der Schuldige.

Um ihm dabei zu helfen, das Erlebte zu verarbeiten, habe ich mich in den vergangenen vier Jahren sehr intensiv mit dem Thema Mobbing unter Kindern und Jugendlichen beschäftigt. "Unsichtbare Wunden" ist das Ergebnis meiner persönlichen Erfahrung als Mutter eines gemobbten Kindes und der Auseinandersetzung mit dem Thema Mobbing.

Was mich sonst noch so interessiert? Natürlich meine Familie, meine Hündin, Bücher, Bücher, Bücher, Kochen (und leider auch essen), mit Freunden quatschen, ferne Länder bereisen und vieles mehr.

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Astrid_Frank

vor 2 Jahren

Fazit/Rezensionen
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Nachdem nun so ziemlich alle mit dem Buch durch sind, würde ich gerne noch ein paar Sätze vor allem zu Nina sagen:

Für mich war es so, dass Nina zwar durchaus als "Ersttäterin" gesehen werden kann, sie bringt die Lawine ins Rollen, die Anna unter sich begräbt, aber auch sie ist nur ein Zahnrädchen im Getriebe, nicht mehr. Sie kommt neu in die Klasse, sucht ihre Position, merkt schnell, dass Anton der Außenseiter ist und passt sich dem Klassenkodex an, indem sie gegen ihn stichelt. Es besteht ja bereits eine Mobbingsituation in der Klasse, sie fängt nicht mit Nina an!

Nina geht aber einen Schritt weiter: Sie weitet ihre verbalen Angriffe auf Anna aus. Ob der Grund dafür nun darin liegt, dass sie nicht bemerkt, dass Anna eigentlich aufgrund ihrer Stellung "unantastbar" ist, oder ob sie durch Manu in Konkurrenz zu Anna steht, wird nicht klar und ist eigentlich auch egal.

In Chiara, die Anna von Anfang an nicht leiden kann, findet sie schnell Unterstützung. Und leider auch in Manu, die im Gegensatz zu Anna bereits einen anderen "Entwicklungsstand" hat, der mit dem von Nina besser korrespondiert als mit dem von Anna.

Vielleicht hätten Manu und Anna es geschafft, ihre Freundschaft über die unterschiedlich einsetzende Pubertät hinweg zu retten, wenn Nina nicht gekommen wäre. Vielleicht wäre diese Freundschaft ohnehin zerbrochen. Beides ist möglich.

Wichtig war mir - und Eure Rezensionen zeigen mir, dass das auch gut rübergekommen ist -, dass Mobbing nicht eine Angelegenheit zwischen einem "Täter" und einem "Opfer" ist, sondern dass es die gesamte Gruppe betrifft, in der Mobbing stattfindet. Jeder hätte die Chance gehabt, durch ein anderes persönliches Verhalten die Mobbingspirale zu stoppen: Nina, Manu, Chiara, Charlie, Frau Heintze, Paul … aber auch z.B. Jakob, Finn, Vera, Oskar …

Mobbing beginnt nicht beim Opfer, sondern beim Täter und bei dessen Bedürfnis nach mehr Anerkennung und Macht. Aber es wird erst ERMÖGLICHT durch das Verhalten der Gruppe.

Ich danke Euch allen für Eure Teilnahme an dieser Leserunde, für Eure Beiträge und Gedanken und Euer Interesse an Annas Geschichte und wünsche Euch noch viele weitere spannende und unterhaltsame Leseabenteuer. Vielleicht auch noch einmal ein gemeinsames! Bis dahin …

herzlich

Astrid

Elchdame

vor 2 Jahren

Fazit/Rezensionen

Entschuldige, Astrid, dass Du so lange warten musstest auf meine Rezi. Erst bin ich krank geworden, dann habe ich festgestellt, wie schwer es mir fällt, das in Worte zu fassen, was mich so umgehauen hat.
Jetzt endlich habe ich die Rezi veröffentlicht und denke immer noch, ich hätte noch doppelt so viel schreiben können, es gibt noch so vieles, das erwähnenswert wäre.
Aber eine Rezension soll kein Roman werden und spoilern wollte ich auch nicht und, wie gesagt, das WOW-Gefühl und die Sprachlosigkeit, die es bei mir hinterlassen hat, ebenso wie die vielen anderen, teilweise verwirrenden Gefühle, die es immer noch nach sich zieht, sind schwer in Worte zu fassen.
Trotzdem hoffe ich, dass es mir gelungen ist, meinen sehr, sehr positiven Eindruck zu übermitteln.

VIELEN, VIELEN DANK, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte, denn ich weiß nicht, wann ich sonst auf das Buch aufmerksam geworden wäre (oder ob überhaupt) und das wäre ein Verlust! Es hat mich umgehauen und ich habe auch schon einer Bekannten persönlich davon vorgeschwärmt, die gleich losgegangen ist und sich das Buch auch gekauft hat :-).

Hier meine Rezi bei LB:
http://www.lovelybooks.de/autor/Astrid-Frank/Unsichtbare-Wunden-1208694624-w/rezension/1232863648/

Hier bei Amazon:
http://www.amazon.de/product-reviews/3825179664/ref=cm_cr_dp_synop?ie=UTF8&showViewpoints=0&sortBy=recent#R8SL8NHEMG0OE

Und auf meiner persönlichen Facebook-Seite werde ich auch auf das Buch hinweisen. In welcher Form muss ich noch schauen.

Astrid_Frank

vor 2 Jahren

Fazit/Rezensionen
@Elchdame

Liebe Elchdame, auch hier noch einmal vielen Dank für deine wunderbare Rezension, über die ich ganz begeistert bin. Ich finde es gar nicht schlimm, dass du deine Gefühle erst einmal sacken lassen musstest. Im Gegenteil. Als Autor freut man sich, wenn das Buch auch nach dem Zuklappen der Buchdeckel noch weiterwirkt ;) Herausgekommen ist eine sehr reflektierte und tiefgründige Beurteilung - toll! Besonders freue ich mich, dass du festgehalten hast, wie es den zwei Tätern geht, als sie erkennen, was ihr Verhalten bewirkt hat. Also herzlichen Dank von mir!

Blaustern

vor 2 Jahren

Fazit/Rezensionen
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Hier ist meine Rezension:
http://www.lovelybooks.de/autor/Astrid-Frank/Unsichtbare-Wunden-1208694624-w/rezension/1234335099/
Danke, dass ich mitlesen durfte. Ich stelle die Rezi auch noch bei amazon rein.

Elchdame

vor 2 Jahren

Fazit/Rezensionen

Gestern habe ich das Buch noch anderen vorgestellt, indem ich es gezeigt und meine Rezension vorgelesen habe. Kam gut an. Zwei der Teilnehmer wollen das Buch auch lesen. Mein Exemplar wird auf die Weise zu einem Leseexemplar der anderen Art :-). Ich mag es, gute Bücher in liebevolle Hände zu verleihen, sofern sie den Weg zu mir zurückfinden. Ist doch schade, wenn ein Buch (also nicht der Titel, sondern das eine Exemplar) nur von einer Person gelesen wird, das wäre Verschwendung, finde ich ;-).

Jungenmama

vor 2 Jahren

Fazit/Rezensionen

Elchdame schreibt:
Gestern habe ich das Buch noch anderen vorgestellt, indem ich es gezeigt und meine Rezension vorgelesen habe. Kam gut an. Zwei der Teilnehmer wollen das Buch auch lesen.

Super! Wir hatten zwar diese Woche auch ein Bücherprojekt an der Schule und ich hatte eine Buchvorstellung geplant, aber die Besucheranzahl hielt sich in minimalistischen Grenzen...
Mein Buch geht jetzt in die Gemeinde-Bücherei und kommt somit auch anderen zu Gute!

Astrid_Frank

vor 2 Jahren

Fazit/Rezensionen

Liebe Elchdame, liebe Jungenmama! Das finde ich toll und freut mich sehr, dass Ihr das Buch weiterempfehlt. Und ich teile Eure Ansicht, dass es schön ist, wenn man Bücher teilt und weitergibt. Mache ich auch immer so :)

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