Astrid Fritz Der Pestengel von Freiburg

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Inhaltsangabe zu „Der Pestengel von Freiburg“ von Astrid Fritz

Eine Frau trotzt Pest, Tod und Teufel. Unaufhaltsam wälzt sich 1348 der Schwarze Tod in Richtung Freiburg. Die Schuld an der Seuche wird den Juden zugeschoben. Als Clara herausfindet, dass ihr Sohn das jüdische Nachbarsmädchen Esther liebt, versucht sie mit allen Mitteln, ihn von der gefährlichen Verbindung abzubringen. Unterdessen erkennt Claras Mann als einer der wenigen Wundärzte, dass sich die Pest in Wirklichkeit durch Ansteckung verbreitet. Gemeinsam mit ihm tritt Clara den Kampf gegen die Seuche an. Wagemutig lässt sie alle Vorurteile hinter sich und sagt nicht nur der Pest, sondern auch dem Hass gegen die Juden den Kampf an – denn sie hat eine quälende Schuld wiedergutzumachen …

Solide Geschichte im Vordergrund...hervorragende, historische Recherche im Hintergrund

— Berti07

Man kann wunderbar in diese Zeit eintauchen, wobei das Thema Pest schon erschreckend wirkt,,,ein spannendes Buch.

— Angie*

Einfühlsame Geschichte unter historischem Aspekt.

— ChattysBuecherblog

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    celynn

    Ein wunderbarer historischer Roman - glaubhafte Handlungen und Figuren, man fiebert mit den Protagonisten mit.Astrid Fritz schafft es, selbst Kleinere Rollen mit "richtigen Menschen" zu besetzen. An der Authenzität kamen mir beim Lesen nie Zweifel auf. Das Buch ist allerdings nichts für Spannungsfetischisten - gerade der ruhige Ton, der über weite Strecken des Buches vorherrscht, macht es zu etwas Besonderem. Die Autorin nimmt sich Zeit, die Geschichten der Handlungsträger zu entspannen und ich als Leser habe mir das sehr gerne gefallen lassen. Lesenswert ist auch das Nachwort, in dem die Autorin nochmal genauer auf den tatsächlichen Pestbefall in Freiburg und die darauf hinweisenden historischen Dokumente aus Archiven zurückgreift. Außerdem ist noch ein Glossar enthalten, der eventuell weniger gebräuchliche Begriffe erklärt, die während des Lesens immer wieder auftauchen. Ich persönlich habe diesen so gut wie nie benutzt - meiner Meinung nach unterbricht er nur den Lesefluss und das meiste konnte ich mir auch so aus dem Kontext erschließen. ;) Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch, gleichzeitig gut lesbar und authentisch.

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    Arun

    17. July 2014 um 16:41
  • Gelungenes Meisterwerk

    Der Pestengel von Freiburg

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. March 2014 um 21:53

    Ein weiteres gelungenes Meisterwerk von Astrid Fritz. Ich als zugezogener Freiburger fand es erst recht interessant. Allein schon das man sich die Orte gut vorstellen kann, da man sie ja kennt. Aber dieses Buch ist für jeden Mann/Frau geeignet, der sich für das Mittelalter interessiert. Gruß Euer Dr. TOMbstone

  • Leserunde zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    Rowohlt_Verlag

    Lesen Sie jetzt mit uns den historischen Roman «Der Pestengel von Freiburg» Eine Frau trotzt Pest, Tod und Teufel. Unaufhaltsam wälzt sich 1348 der Schwarze Tod in Richtung Freiburg. Die Schuld an der Seuche wird den Juden zugeschoben. Als Clara herausfindet, dass ihr Sohn das jüdische Nachbarsmädchen Esther liebt, versucht sie mit allen Mitteln, ihn von der gefährlichen Verbindung abzubringen. Unterdessen erkennt Claras Mann als einer der wenigen Wundärzte, dass sich die Pest in Wirklichkeit durch Ansteckung verbreitet. Doch seine Hingabe bezahlt er mit dem Leben. Clara tritt das Vermächtnis ihres Mannes an. Wagemutig lässt sie alle Vorurteile hinter sich und sagt nicht nur der Pest, sondern auch dem Hass gegen die Juden den Kampf an – denn sie hat eine quälende Schuld wiedergutzumachen … Um schon einmal vorab in Astrid Fritz' Roman hinein zu lesen, finden Sie hier eine Leseprobe: http://www.rowohlt.de/fm/131/Fritz_Der_Pestengel_von_Freiburg.pdf Wir suchen 20 Testleser, die den historischen Roman der bekannten Autorin Astrid Fritz mit uns gemeinsam lesen, diskutieren und rezensieren möchten! Schreiben Sie uns, warum Sie unbedingt an dieser Leserunde teilnehmen möchten und bewerben sich damit bis einschliesslich Montag, den 14. Januar 2013 um 13 Uhr im Unterthema "Bewerbung für die Leserunde" für ein Freiexemplar des Buches. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen und eine diskussionsreiche Leserunde!

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  • Eine mutige Frau im Kampf gegen die Ungerechtigkeit und die Pest

    Der Pestengel von Freiburg

    Cappuccino-Mama

    22. March 2013 um 13:05

    Historische Romane – meine Welt! Und wenn sie dann auch noch im Mittelalter spielen – umso besser! Als Baden-Württembergerin fühlte ich mich dann fast schon verpflichtet, diesen Roman, der im Schwarzwald (genauer gesagt in Freiburg) spielt, zu lesen.   Das Cover: Dieses Buchcover ist glänzend gestaltet. Zu sehen ist auf der Abbildung des Covers eine Frau, die einen etwas müden und abgekämpften Eindruck macht. Die rotblonden Haare werden von einer Haube in Schwarz, Gelb und Rot bedeckt. Das Kleid in Rot und Schwarz wirkt edel und hat einen breiten Ausschnitt, wodurch die Schultern kaum bedeckt sind. Die roten Ärmel sind weit und aus rotem Stoff, während der schwarze Stoff eng am Körper der Frau anliegt und dadurch figurbetonend ist. Um den Hals trägt die Frau zwei Goldketten, eine davon mit einem Anhänger, wobei diese Ketten eher „halsfern“ auf den Schultern ruhen. Die Hand der Frau ruht auf dem bleichen Arm einer Kranken, die im Bett liegt (ich vermute anhand des Nachthemds, dass es sich um eine Frau handelt, denn zu sehen ist lediglich der Arm und nur ein kleiner Teil des Körpers). Den Hintergrund bildet ein grüner Vorhang. Auffallend ist der durchscheinende, riesige Totenkopf, der sich hinter der sitzenden Frau befindet. Sehr edel wirkt das Buch dadurch, dass der Name der Autorin in goldfarbenen, geschwungenen und relativ großen Buchstaben gestaltet ist. Die Farbgebung selbst finde ich gut gelungen – sehr harmonisch. Das Bild der Frau entspricht zwar nicht dem heutigen Schönheitsideal, passt aber sehr gut zu einem historischen Roman aus dieser Zeit. Die Handlung: Freiburg 1348 - Clara und Heinrich Grathwohl führen mit ihren vier Kindern ein glückliches und zufriedenes Leben. Heinrich verdient den Lebensunterhalt für die Familie als Wundarzt, wobei ihn seine Frau Clara eifrig und tatkräftig unterstützt. Sohn Benedikt ist Steinmetz und zugleich der Meisterknecht, Tochter Johanna ist mit Meinwart, dem Tuchersohn, verlobt. Ebenfalls zur Familie gehören noch die beiden jüngeren Kinder Michel und Kathrin. Sohn Benedikt liebt die Nachbarstochter Esther, mit der er von Kindesbeinen an befreundet ist, sehr zum Missfallen der beiden Familien – undenkbar eine Verbindung eines Christen und einer Jüdin! Zudem soll Esther Grünbaum schon bald einen jungen Juden aus Straßburg heiraten. Da trifft Benedikt eine folgenschwere Entscheidung, um Esther zu retten. Kurz darauf nähert sich die Pest auch der Stadt Freiburg und schon bald werden die Juden beschuldigt, Schuld daran zu sein, dass der Schwarze Tod auf dem Vormarsch ist. Und so werden die jüdischen Familien verfolgt und gefangen genommen, unter ihnen auch die Nachbarn der Familie Grathwohl – ihnen allen droht der Tod auf dem Scheiterhaufen. Doch Clara kann und will der ganzen Sache nicht einfach hilflos zusehen und ergreift die Initiative. Und dann hält die Pest tatsächlich Einzug in Freiburg und Heinrich muss als Pestarzt den Kampf gegen die Seuche aufnehmen...   Meine Meinung: Man mag über Clara denken, was man mag, aber eines muss man ihr lassen: Sie hat jede Menge Zivilcourage – setzte sich für Leute ein, die verfolgt wurden (in diesem Fall meist für die jüdischen Nachbarn), und sie war für die damalige Zeit sehr emanzipiert, ging sie ihrem Mann doch bei seinen Krankenbesuchen zur Hand – führte selbst den Aderlass durch, der doch den Ärzten vorbehalten war. Heinrich mochte ich ebenfalls. Ihn und Clara verband eine tiefe Liebe, er respektierte seine Frau – leider war dies nicht selbstverständlich im Mittelalter, damals, als die Frau ihrem Mann zu gehorchen hatte und nur die drei Ks zählten, für die die Frau zuständig war: Kinder, Kirche, Küche (- und natürlich noch das Bett). Ehen waren oft arrangierte Ehen – Zweckgemeinschaften, indem sich Land zu Land, Adel zu Adel oder Geld zu Geld fand. Bei den Grathwohls jedoch war es einst eine Liebesheirat gewesen, die auch noch nach vielen gemeinsamen Jahren ihren Bestand hatte. Aber auch die Kinder des Paares hatten sicherlich mehr Freiräume, als es zur damaligen Zeit üblich war – in meinen Augen war die Familie für die damalige Zeit sehr modern eingestellt und ihrer Zeit weit voraus. Benedikt, den ältesten Sohn der Grathwohls fand ich sehr reif für sein Alter. Als Meisterknecht hatte er eine große Verantwortung zu tragen, und im Gegensatz zu den anderen Personen auf der Baustelle, nahm er seine Arbeit auch in den schlechten Zeiten ernst, als die Pest die Stadt Freiburg fest im Griff hatte. Eine zentrale Rolle spielt, so sehe zumindest ich dies, die problematische Beziehung zwischen Benedikt und seiner Mutter Clara. Sie betrachtet die stetig wachsende Liebe zwischen Esther und Benedikt mit Besorgnis, befürchtet sie doch, dass das Bekanntwerden dieser Beziehung enorme Schwierigkeiten mit sich bringt. Einerseits würde keiner diese Liason akzeptieren – gehören beide doch unterschiedlichen Glaubensrichtungen an, zum anderen befürchtete sie für Benedikt auch berufliche,... Nachteile, die diese Beziehung mit sich bringen würde. Den Stadtarzt Filibertus Behaimer fand ich schon besonders unsympathisch. Heinrich Grathwohl gegenüber verhielt er sich sehr überheblich, fühlte sich als etwas Besseres – schließlich diente der Stadtmedicus dem Herrn Grafen als Leibarzt, wovon er natürlich auch reichlich profitiert. Sehr leid tat mir der jüdische Nachbar der Grathwohls – Moische ben Chajm (die Familie wurde stets Grünbaum genannt) wurde mehrmals Opfer von Angriffen, was Clara nicht einfach so hinnahm, so auch als es in ihrem Beisein eine Attacke gegen den äußerst sanftmütigen Moische gab. Meinwart Tucher, der Sohn aus einer wohlhabenden Familie und einst ein Freund Benedikts, dem Johanna als Ehefrau versprochen war, fand ich unmenschlich, arrogant und ohne jede Spur von Mitgefühl. Den gewalttätigen Vater verabscheute ich – zum einen griff er nicht ins Geschehen ein, zum anderen litt ganz besonders seine Frau Mechthild unter seinen Misshandlungen. Und nachdem infolge einiger Vorkommnisse, von Seiten der Familie Grathwohl kein Wert mehr auf eine Ehe mit Meinwart gelegt wurde, wurde auch der freundschaftliche Kontakt zwischen Clara und Mechthild vom alten Tucher unterbunden. Schmunzeln musste ich, trotz der ernsten Lage die herrschte, ganz besonders über zwei Ereignisse: - Behaimer und der Graf betreiben eine ganz besondere Art der Vorbeugung, um gegen die Pest gewappnet zu sein. So findet die körperliche Betätigung im Schloss statt unter Mitwirkung einiger käuflicher Damen – Leibesertüchtigungen mal anders... - Nachdem viele Bewohner Freiburgs bereits Opfer der Pest wurden, kleidet sich so manch einer nicht ganz so standesgemäß – man trägt Schnabelschuhe, deren Spitzen so lang sind, dass ihre Träger darüber stolpern. Einer von Benedikts Mitarbeitern trägt einen Hut mit flauschiger Feder, den Benedikt ihm vom Kopf schlägt und mit dem Fuß durch eine Schlammpfütze zieht... Hexenverbrennungen spielen in Mittelalter-Romanen ja fast immer eine große Rolle. Dieser Roman hatte jedoch andere Opfer zu beklagen: die jüdische Bevölkerung. Wo es keine Erklärungen gab, wo man einem Ereignis hilflos gegenüberstand, da suchte man (schon damals) einen Schuldigen, einen Sündenbock. Hier waren es die Juden (unter anderem als „Brunnenvergifter“ verschrien) und so mancher erhoffte sich durch die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung, etwas vom Reichtum der Juden abzubekommen, verfügten diese doch, bedingt durch Handel und ähnliches, über einen beträchtlichen Reichtum. Sehr gut dargestellt wurde dies hier durch die Beschreibung des Hauses der Familie Grünbaum, den Nachbarn der Grathwohls. Aber die Ausgrenzung wird auch schon dadurch sichtbar, dass man die jüdischen Familien als „die Hebräer“ bezeichnet. Entkommen konnten die Juden ihrem Schicksal nur, wenn sie Christen wurden und sich taufen ließen, oder es sich um Kinder handelte, die noch keine vier Jahre alt waren. Sehr lobenswert finde ich, dass sich in diesem Buch ein sehr umfangreiches Glossar befindet, wobei ich dieses noch durch einige wenige Begriffe ergänzt hätte. Beim Text auf der Buchrückseite hätte ich mir gewünscht, man hätte einige Details nicht erwähnt. Weshalb nur wurde verraten, dass Heinrich stirbt? Dieses Ereignis tritt erst gegen Ende des Buches ein – viel spannender wäre es da doch gewesen, mitzufiebern, ob Heinrich ebenfalls Opfer der Pest wird und diese auch überlebt! Das Nachwort ist ebenfalls sehr lesenswert, klärt es doch über die damaligen Umstände auf und berichtet über die Hintergründe der Judenverfolgung im 14. Jahrhundert. Einen Stadtplan aus dieser Zeit gibt es zwar leider nicht in diesem Buch, wohl aber eine altertümliche Abbildung der Stadt Freiburg. Zum Titelbild: Naja, hier habe ich doch etwas Bedenken, ob so ein Bild der Realität entsprechen könnte – das Kleid erscheint mir für eine Arztfrau doch etwas offenherzig, dazu wirkt es recht edel und zwei Goldketten um den Hals, dazu eine relativ farbenfrohe Haube, passt wohl eher in „höhere“ Kreise... - wie dem auch sei – so sieht es eben besser aus, als ein Alltagsgewand. Der Schreibstil der Autorin, die mir bislang nur namentlich bekannt war, gefiel mir sehr. Man fand gut und problemlos in die Handlung hinein. Das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite spannend, unterhaltsam und kurzweilig, die Thematik hervorragend recherchiert. Und ich denke, dass dies nicht das letzte Buch sein wird, das ich von dieser Autorin gelesen habe.   Fazit: Ein fesselnder und kurzweiliger Mittelalter-Roman um eine mutige Frau – schockierend, mitreißend und spannend. Nach wahren Begebenheiten. Von mir gibt es dafür eine absolute Buchempfehlung, sowie wohlverdiente 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    Sternenstaubfee

    15. February 2013 um 16:50

    14. Jahrhundert: Clara lebt mit ihrer Familie in Freiburg. Mit ihren jüdischen Nachbarn sind sie freundschaftlich verbunden, bis Clara die aufkommende Liebe ihres Sohnes Benedikt zur jüdischen Esther bemerkt. Claras Mann Heinrich ist Wundarzt. Als die Pest Freiburg erreicht, kämpft er gegen die Seuche, fällt ihr dann aber doch zum Opfer. Nun macht es sich Clara zur Aufgabe, den Kranken zu helfen und damit vielleicht auch ihre Schuld zu sühnen… * Meine Meinung * Ich bin ein großer Fan von Historischen Romanen und lasse mich immer wieder gerne entführen in vergangene Zeiten. Das Mittelalter ist für mich dabei besonders spannend und faszinierend. Astrid Fritz hat mich mit diesem Buch daher sehr begeistern können. Die Geschichte ist spannend, nachvollziehbar, gefühlvoll und erscheint mir auch sehr gut recherchiert worden zu sein. Das mag ich immer besonders gerne, da man durch diese Romane einen kleinen Blick zurück in die Vergangenheit werfen kann. Die Figuren wirken sehr authentisch. Man kann sich gut in sie hineinversetzen. Manche schließt man direkt ins Herz, andere sind natürlich auch weniger sympathisch. Durch den leichten und angenehmen Schreibstil lässt sich das Buch auch sehr flüssig lesen. Die altertümlichen Begriffe haben mich dabei gar nicht gestört, eher das Gegenteil ist der Fall. So wirkt die Geschichte noch ein Stückchen „echter“. Für mich ist „Der Pestengel von Freiburg“ ein sehr gelungener Historischer Roman, den ich mit Begeisterung gelesen habe!

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    nirak03

    08. February 2013 um 19:01

    Inhalt: Es ist das Jahr 1348 zu Freiburg als die große Pestwelle unaufhaltsam auf Freiburg zurast. Clara lebt mit ihrer Familie in dieser Stadt. Sie arbeitet gemeinsam mit ihrem Mann Heinrich als Wundärzte und führt ein einigermaßen ruhiges Leben. Sie leben im Einklang mit ihren Nachbarn, die dem jüdischen Glauben angehören. Ihr Sohn Benedikt und die Nachbarstochter Esther sind mehr wie nur gute Freunde. Eine Verbindung die nicht sein darf. Clara versucht nicht nur gegen die Seuche zu arbeiten sondern auch ihre Familie zu schützen und zusammen zu halten. Meine Meinung: Der Erzählstil von Astrid Fritz lässt sich flüssig lesen obwohl sie mit alten Begriffen wie z.B. Weidemonat oder Gamskugel nicht spart. Aber gerade diese Wortwahl macht die Geschichte authentisch und auch glaubwürdig. Mir hat das gut gefallen. Das Thema Pest in Deutschland in Verbindung mit der Judenverfolgung fand ich dann spannend zu lesen. Es war interessant zu sehen wie damit umgegangen wurde und wie die Menschen sich verhalten haben. Die Autorin hat hier ein erschreckendes Bild gezeichnet. Sie hat bildhaft herausgearbeitet wie die Oberschicht lebte und dafür sorgte, dass die einfachen Menschen die Schuld dieser Seuche bei den Juden suchten. Sie aufhetzten und es in Folge dessen zu den Pogrom dieser Zeit kam. Eben nicht nur in Frankfurt sondern auch in anderen Städten die von der Pest bedroht waren oder wo nach einem Grund gesucht wurde die Juden zu verfolgen. Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen allerdings sind mir die Protagonisten wie Clara oder ihr Mann Heinrich dann doch etwas zu Farblos, sie waren für mich nicht wirklich greifbar. Ich hätte mir da ein bisschen mehr Einblick und Intensität gewünscht. Wiederum gut gefallen hat mir aber Benedikt und seine Esther auch wenn ihr Ende vorhersehbar war fand ich ihre Parts im Buch schön zu lesen. Ebenfalls gut gefallen hat mir hier die Aufmachung des Taschenbuchs. Gleich zu Beginn gibt es ein Stadtbild von Freiburg, dann gibt es ein ausreichendes Glossar der fremden bezw. alten Begriffe und ein ausführliches Nachwort der Autorin ist auch vorhanden. Ich lese immer sehr gern, was Fiktion und Wahrheit ist, so auch hier. Mein Fazit: „Der Pestengel von Freiburg“ ist ein historischer Roman über die große Pestwelle des 14 Jahrhunderts. Mit ausführlichen Schilderungen der Lebensumstände. Er enthält interessante Informationen und man spürt beim Lesen deutlich die gute Recherchearbeit der Autorin. Ich fühlte mich gut unterhalten auch wenn für mich der eine oder andere Protagonist etwas zu blass war. Die Geschichte an sich fand ich stimmig und glaubwürdig.

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    Viva_la_vida

    06. February 2013 um 22:59

    Wieder einmal bin ich ins Mittelalter gereist und diesmal zu einer der dunkelsten Stunden der Menschheit.... Clara und ihre Familie lebt ihn Freiburg und führen ein normales Leben. Der Leser steigt praktisch mit ein in die Familie und lernt die Kinder und Claras Ehemann Heinrich und die jüdischen Nachbarn kennen. Gerade als man sich mit allen mehr oder weniger angefreundet hat, bricht die Pest über Freiburg herein. Da die Menschheit einen Sündenbock braucht, sind die Juden Freiburgs in Gefahr. Die zarte Liebesgeschichte, die sich zwischen Claras Sohn Benedikt und der jüdischen Nachbarstochter Esther entspann, steht unter keinem guten Stern. Heinrich wird mehr oder weniger freiwillig Pestarzt und , wie man aus dem Klappentext erfährz, fällt der Pest zum Opfer. Clara beweist Mut und unglaublich viel Stärke & Herz als sie sich der Kranken annimmt. Ein Buch über Liebe, Mut, Stärke, Hass und Freundschaft, dass mit Sprachgewalt überzeugt. Und ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern bei dem man auch noch was lernt...

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    dingsbaer

    05. February 2013 um 22:15

    Wir schreiben das Jahr 1348. Die Familie Grathwohl lebt glücklich in Freiburg. Heinrich ist der Wundarzt der Stadt, seine Frau Clara geht ihm, unerlaubter Weise, oft dabei zur Hand. Die Familie wohnt in direkter Nachbarschaft zu einigen jüdischen Familien, was für sie nie ein Problem dargestellt hat. Ihr Sohn Benedikt und Esther, die älteste Tochter der jüdischen Familie Grünbaum sind bereits seit Kindertagen eng befreundet und in letzter Zeit scheint sich eine Liebschaft zwischen den jungen Leuten zu entwickeln. Auch wenn die Juden in Freiburg recht frei leben dürfen, ist eine Liebe zwischen Christen und Juden verboten. Als in Südeuropa in vielen Städten die Pestilenz ausbricht, werden die Juden vielerorts als Sündenböcke herangezogen, man wirft ihnen vor, die Brunnen vergiftet zu haben. Obwohl die Pest in Freiburg noch nicht ausgebrochen ist, werden auch hier die Juden angegriffen und man erfindet einen Grund, um sich ihrer zu entledigen. Bis auf kleine Kinder bis 4 Jahren, schwangeren Frauen und Juden, die sich freiwillig taufen lassen, werden alle verbrannt. Als die Pest dann schließlich doch in Freiburg auftaucht und die ersten Opfer fordert, wird Heinrich zum Pestarzt berufen. Als er stirbt, übernimmt Clara zusammen mit ihrer Freundin Mechthild die gefährliche und traurige Rolle, die Pestkranken zu behandeln. In dem historischen Roman "Der Pestengel von Freiburg" von Anita Fritz geht es hauptsächlich um die Themen Pestilenz und Judenverfolgung. Aber auch die Themen Liebe und Vergebung spielen eine zentrale Rolle. Obwohl die Autorin viele altertümliche, der Zeit angepasste Wörter benutzt, hatte ich keine Probleme beim Lesen. Hilfreich war dabei auch, dass am Ende des Buches ein Glossar mit den Begriffen zu finden war. Die Autorin hat hier sehr gut recherchiert. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm. Von Anfang an konnte ich dem Buch gut folgen, was auch an der guten Beschreibung der Personen und der Handlungsorte lag. Die Personen haben alle ihre eigenen Charakterzüge und sind sympathisch bzw. einige wie gewollt weniger sympathisch dargestellt. Die Länge der einzelnen Kapitel ist meiner Meinung nach recht angenehm gestaltet. Das Cover des Buches ist inhaltlich passend und auch von der Aufmachung her gut gestaltet. Insgesamt hat mir "Der Pestengel von Freiburg"sehr gut gefallen. Man steckt mitten drin in der Geschichte um Clara und Benedikt und fiebert mit ihnen mit. Außerdem regt das Buch zusätzlich noch zum Nachdenken an. zum Nachdenken an.

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    Leselady

    „Eine Frau trotzt Pest, Tod und Teufel.“ Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen. (Francis Bacon) (Zitat: Homepage von Astrid Fritz) Inhalt: Familie Grünbaum und Familie Gratwohl - jüdisch-christliche Nachbarn, deren Schicksale eng miteinander verwoben sind. Die christliche Arztgattin Clara Gratwohl ist alles andere als begeistert, als sie herausfindet, dass sich ihr ältester Sohn Benedikt in das jüdische Nachbarmädchen Esther verliebt hat. Verbindungen zwischen Juden und Christen sind verboten und so setzt sie alles daran, dass die zwei jungen Menschen nicht näher zueinanderfinden. Damit setzt sie Ereignisse in Gang, die sie emotional schwer belasten, die sich aber augenscheinlich nicht rückgängig machen lassen. Während der Schwarze Tod immer näher rückt und die Freiburger Bürger schließlich in seiner tödlichen Umklammerung hält, trotzt sie sie mutig der Pest und allen Vorurteilen und wird zum Engel der Kranken. Um eine vermeintlich begangene Schuld zu sühnen, geht sie an ihre körperlichen und emotionalen Grenzen… Doch lassen sich mit ihrer selbstaufopfernden, christlichen Vorgehensweise ihre quälenden Schuldgefühle tatsächlich wiedergutmachen…? Informationen zu Buch und Verlag: • Taschenbuch: 480 Seiten • Verlag: rororo; Auflage: 2 (2. Januar 2013) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3499257475 • ISBN-13: 978-3499257476 • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,6 x 3,8 cm Quelle: http://www.amazon.de/Der-Pestengel-Freiburg-Astrid-Fritz/dp/3499257475/ref=tmmpaptitle_0 Über die Autorin Astrid Fitz weiß man..: …. dass sie Jahrgang 1959 ist und im nordbadischen Pforzheim aufwuchs. In München, Avignon und Freiburg studierte sie Germanistik und Romanistik. Nach dem Studium arbeitet sie zunächst als Fachzeitschriftenredakteurin, dann als Schulungsreferentin und technische Redakteurin für ein Freiburger Softwarehaus. 1994 ging sie mit ihrer Familie für drei Jahre nach Santiago de Chile, wo sie als freie Mitarbeiterin für eine deutsch-chilenische Wochenzeitung schrieb und ihr erstes Romanmanuskript entstand. Inzwischen ist sie freiberufliche Texterin und Autorin und lebt mit ihrer Familie bei Stuttgart. Quelle: http://www.histo-couch.de/astrid-fritz.html Ihre Bücher..: Die Himmelsbraut, 09/2012 Der Pestengel von Freiburg, 07/2011 Die Bettelprophetin, 03/2010 Die Vagabundin, 03/2009 Der Ruf des Kondors, 07/2007 Das Mädchen und die Herzogin, 04/2007 Die Gauklerin, 10/2005 Die Tochter der Hexe, 01/2005 Die Hexe von Freiburg, 11/2003 Unbekanntes Freiburg, 05/1998 Quelle: http://www.astridfritz.de/ Eindrücke / eigene Meinung: Um es gleich vorweg zu nehmen, “Der Pestengel von Freiburg“ gehört für mich zu den Büchern, denen ich liebend gern weit mehr, als die vorgegebenen 5 Sterne geben möchte!!! Die bildhafte Sprache ist Zeit, Handlung und Personen angepasst, ohne an irgendeiner Stelle aufgesetzt oder gar unnatürlich zu wirken. Sprachlich der Geschichte zu folgen ist außerordentlich angenehm. Frau Fritz gelingt es, durch ihren Sprachstil und ihre Ausdrucksweise, das alltägliche Grauen des Mittelalters beim Namen zu nennen, es jedoch nicht unbarmherzig lange auszuweiden. Das eingefügte Glossar hilft den einen oder anderen nicht so geläufigen Ausdruck besser zu verstehen. In die Geschichte selbst findet man ungewöhnlich leicht hinein. Man lernt in alltäglichen Situationen die Protagonisten kennen und erkennt schnell, welche Möglichkeiten die Menschen hatten oder wo aus religiösen, finanziellen, moralischen oder standesrechtlichen Gründen, die Grenzen des Machbaren lagen. „Der Pestengel von Freiburg“ ist nicht nur eine bemerkenswert ausdrucksstarke Zeitreise in die Zwänge des 14. Jahrhunderts, sondern nahm mich, während des Lesens, immer wieder auf eine ganz persönliche und intensive Gedankenreise mit. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie ich mich wohl verhalten hätte. Hätte ich es in dieser dunklen Zeit ebenso, wie Clara Gratwohl gewagt, Pest, Tod und Teufel zu trotzen? Wie weit wäre ich gegangen, um meinen Sohn und meine ganze Familie zu schützen? Hätte ich, aus gut gemeinten Gründen, eine ähnliche Schuld wie Clara auf mich geladen? Wie lebt man mit Schuld und kann man sie überhaupt sühnen? Hätte ich als Frau (!!) frei meine Meinung vertreten und damit ständig mein Leben und das meiner Lieben riskiert? Clara Gratwohl habe ich mich immer sehr nahe und verbunden gefühlt und auch mit den anderen Figuren gebangt und gelitten, geweint und selten auch gelacht. Trotzallem ist der Pestengel von Freiburg kein durch und durch düsteres Buch. Vielmehr gibt es Hoffnung, auch in scheinbar ausweglosen Situationen nicht zu verzweifeln, sich die eigene Denkweise von Zeit zu Zeit vor Augen zu führen und ggf. zu überdenken und neue Wege zu wagen. Berührt hat mich dieses Buch vorallem wohl dadurch, weil es vom einfachen und bürgerlichen Leben erzählt. Hier wurden keine großen Schlachten von fernen, mächtigen Herrschern geführt, sondern das regionale Leben mit all seinen Höhen und Tiefen in authentische Worte und Situationen gefasst. Und genau DAS hat mein Herz ganz tief berührt. Das was hier passierte, hätte Dir und mir, Deiner und meiner Familie zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort GENAU SO wiederfahren können. Und DAS macht den Pestengel von Freiburg für mich einzigartig und wird mir sicher noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Fazit: SEHR EMPFEHLENSWERT - ein Buch zum immer-wieder-lesen, nachdenken und erinnern!!! Mein Dank geht an…: … an den Rowohlt Verlag, der mir dieses Buch im Rahmen einer Leserunde zur Verfügung gestellt hat. … an die Autorin Astrid Fritz, die mich mit ihrem Werk tief berührt hat!!!

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    irismaria

    04. February 2013 um 10:16

    Die Geschichte "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz spielt in Freiburg in der Mitte des 14. Jahrhunderts und man kann am Schicksal einer Familie viel über das Leben damals erfahren. Hauptpersonen sind Clara Grathwohl und ihre Familie: ihr Mann Heinrich ist Wundarzt der Stadt und Clara hilft ihm, ihr Sohn Benedikt schlägt zum Leidwesen Heinrichs nicht die medizinische Laufbahn ein, sondern wird Steinmetz und arbeitet am Dombau mit, daneben gibt es noch jüngere Kinder. Als sich Benedikt und das Nachbarsmädchen Ether ineinander verlieben, sind beide Familien dagegen, denn Esther gehört einer jüdischen Familie an und Ehen zwischen Juden und Christen werden nicht akzeptiert. Doch es kommt noch schlimmer: Es wird bekannt, dass die Pest immer mehr um sich greift und auch in Freiburg gibt es erste Fälle. Die Juden werden vom Graf und Stadtoberen als Schuldige dargestellt und es kommt zu einem Pogrom, dem fast alle zum Opfer fallen. Nur die kleinen Brüder Esthers werden getauft und von den Grathwohls aufgenommen. Dann schlägt die Pest mit aller Kraft zu und Heinrich und Clara kämpfen – leider oft vergeblich – gegen die Seuche. Astrid Fritz stellt das Leben in einer mittelalterlichen Stadt in vielen Facetten dar: von Dombau zu Pest, von aufstrebendem Bürgertum zu geschäftstüchtigen Juden. Durch die inhaltlichen Schwerpunkte Judenverfolgung und Pest werden vor allem die Schattenseiten des Lebens damals beleuchtet, allerdings ohne Grausamkeiten extrem auszuwalzen. Die Hauptpersonen sind gut dargestellt und man hofft und leidet schon nach kurzer Zeit mit den Protagonisten mit. Für mich ist es eine interessante und unterhaltsame Lektüre gewesen.

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    Sophie333

    03. February 2013 um 16:47

    Mitte des 14. Jahrhunderts. Die Pest ist auf den Vormarsch und erreicht nun auch bald Freiburg. Schuldige werden gesucht und auch bald gefunden. Die Juden sind an den Todesfällen schuld. Im günstigesten Fall werden sie vertrieben. In anderen Städten wie Freiburg einfach verbrannt. Der Arzt Heinrich versucht den Menschen zu helfen. Und genauso wie seine Familie glaubt er nicht an die Schuld der Juden. Als Heinrich stribt, setzt seine Frau Clara sein Werk fort. Auch wenn es die Pest als Thema schon sehr oft gegeben hat, gelingt es Astrid Fritz ihre Leser damit nicht zu langweilen, sondern eher noch in ihrem Bann zu ziehen. Auf der Suche nach Schuldigen, werden wieder einmal die Juden verantwortlich gemacht. Wobei das in einer Grausamkeit geschieht die einen mitleiden lässt. Zumal man die Protagonisten vorher kennenlernt. Allgemein wusste man nur wenig über die Pest und so ist es interessant zu lesen, wie Heinrich und Clara ihre eigenen Schlüsse ziehen. Eine Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen. Welche natürlich tragisch ist, da Benedikts Angebetete eine Jüdin ist. Und so ist auch etwas für das Herz dabei. Der Schreibstil zieht einen von der ersten Seite an in seinen Bann. Auch die Charaktere sind ausführlich geschildert. Was die ganze Tragik der Geschichte noch besser übermittelt. Genauso sind die Handlungsweisen nachvollziehbar, wenn man auch nciht immer einer Meinung mit den Protagonisten ist. Einzig das Ende kam für mich etwas schnell. Es fühlte sich so an, als wenn die Autorin nun endlich zu einem Schluss kommen möchte. Mit der "Pestengel von Freiburg" ist Astrid Fritz wieder ein wunderbarer historischer Roman gelungen in dem es an nichts fehlt. Liebe, Spannung genauso wie Grausamkeiten der damaligen Zeit kommen nicht zu kurz und machen das Buch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    Kartoffelschaf

    02. February 2013 um 13:46

    Ein wirklich toller, spannender, schockierender historischer Roman. Dies war das erste Buch, welches ich von Astrid Fritz gelesen habe und ich muss sagen, es hat mich absolut überzeugt. Der Schreibstil ist klasse, das Buch enthält zudem ca. 12 Seiten Glossar, in welchem viele Begriffe der damaligen Zeit erklärt werden. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet, man kann sich mit der Protagonistin idendifizieren und leidet entsprechend mit. Zudem wird man gleich zu Beginn des Buches mitten ins Geschehen geworfen und ist sofort dabei, das liebe ich persönlich und ziehe es endlosen Schilderungen der Vergangenheit der einzelnen Charaktere etc. entschieden vor. Die Beschreibung der Pestopfer ist detaillreich und anschaulich, ohne dabei übertriebenen Ekel hervorzurufen. Eines der Kernthemen ist die Tatsache, dass zu dieser Zeit die Juden für den Ausbruch der Pest verantwortlich gemacht werden. Diese "Tatsache" wird ausgiebig beschrieben, der Grund ausführlich erklärt. Ich war schockiert über die Kaltblütigkeit der Menschen damals, zumal sich erschreckende Parallelen zum späteren Nationalsozialismus ziehen lassen. Aus diesem Grund stimmt "Der Pestengel von Freiburg" nachdenklich und regt zum Hinterfragen der Handlungsweise der Menschen an. Der Zusammenhalt zwischen den einzelnen Familienmitgliedern in diesem Buch ist, obwohl ab und an etwas zerrüttet einfach grandios, die Leistungen des Familienoberhauptes und seiner Frau, der Protagonistin einfach toll. Die Liebesgeschichte zwischen dem ältesten Sohn der Familie und einer jungen Jüdin ist ergreifend und zieht sich als roter Faden durch die komplette Handlung. Ein wirklich schönes Buch mit einer dichten Atmosphäre die einem an nicht wenigen Stellen den Atem stocken lässt. Absolut empfehlenswert und zudem wirklich lehrreich.

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    tigerbea

    02. February 2013 um 13:42

    Freiburg, 1348. Die Pest kommt Freiburg unaufhaltsam näher. Da niemand weiß, worinr die Pest genau ihren Ursprung hat, sucht man die Schuldigen und findet sie schließlich in den Juden. Sie sollen Beutel mit Gift in die Brunnen der Städte geworfen haben. In Freiburg beginnt die Judenverfolgung. Sie landen auf dem Scheiterhaufen. Darunter die Familie von Esther, in die Benedikt, der Sohn des Freiburger Arztes, verliebt ist. Clara, Benedikts Mutter ist diese Liebe ein Dorn im Auge, sie versucht alles, um Benedikt davon abzubringen. Mit dem Erfolg, daß Benedikt sich von seiner Familie anwendet. Inzwischen hat die Pest Freiburg erreicht und auch Claras Mann, der Arzt Heinrich, stirbt an ihr. Clara nimmt den Kampf gegen die Pest und auch gegen den Judenhaß auf. Astrid Fritz gelingt es in ihrem Buch sehr deutlich darzustellen, wie wenig in der damaligen Zeit über die Pest bekannt war. Man wußte nichts über den Krankheitsverlauf oder die Ansteckungsmöglichkeiten. Die Panik und Verzweiflung der damaligen Bevölkerung wird dem Leser sehr eindrucksvoll vor Augen geführt. Auch wie damals mit Aberglaube gegen die Pest angegangen wurde, wird sehr deutlich beschrieben. Ebenso wird auf erschreckende Art und Weise die mittelalterliche Judenverfolgung thematisiert. Bei all diesem Schrecken ist der Roman aber doch sehr unterhaltsam, gut und verständlich geschrieben und hält die Spannung bis zum Schluß. "Der Pestengel von Freiburg" ist ein gut recherchierter historischer Roman, der durch seine Qualität hinsichtlich der Beschreibungen der Lebensumstände überzeugt!

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    ChattysBuecherblog

    02. February 2013 um 07:00

    ÜBER DIE AUTORIN geboren und aufgewachsen in Pforzheim. Bekannt als erfolgreiche Autorin für historische Romane Quelle: http://www.astridfritz.de/vita.html STORY Die Pest kommt in Freiburg an. Hierfür werden die Juden verantworlich gemacht und denunziert. In dieser Zeit verliebt sich Clara und Heinrichs Sohn Benedikt in die Jüdin Esther. Da diese Liebe jedoch eine Gefahr darstellt, möchte Clara dieses unterbinden und greift zu einer Lüge. Während sich Heinrich weiterhin um die Kranken kümmert, verlässt Clara mit den Kindern die Stadt und flieht in einer Hütte in den Wald um das Ende der Pest abzuwarten. Doch dann stirbt Heinrich. Clara kommt zurück, mit ihr natürlich auch ihr schlechtes Gewissen Benedikt gegenüber. Werden am Ende Ester und Benedikt doch noch zu einander finden? FAZIT Ein wunderbar recherchierte, historisch fundierte Geschichte, die einen komplett in seinen Bann zieht. Der Leser hat das Gefühl richtig in die Geschichte einzutauchen und auch Handlungen mitzuerleben. Man möchte gerne in den Ablauf eingreifen und die Protagonisten auf Fehler hinzuweisen. Die Charaktern, Landschaften und Begebenheiten sind sehr detailliert beschrieben, dass man nahezu die Blumen riechen kann. Vielen Dank für dieses wunderbare Buch! Bitte mehr davon!

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  • Rezension zu "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz

    Der Pestengel von Freiburg

    Annilane

    31. January 2013 um 11:54

    Freiburg im Jahre 1348. Die Pest wütet in der Stadt und löscht innerhalb kürzester Zeit etliche Menschenleben aus. Schuld daran sollen die Juden sein, die kurz zuvor noch ein recht freundschaftliches Verhältnis zu den Christen der Stadt pflegten. Clara, die sich oft gemeinsam mit ihrem Mann Heinrich, dem Wundarzt der Stadt, um die Kranken kümmert, fürchtet noch ein weiteres großes Unheil auf sie zukommen, denn ihr Sohn Benedikt scheint bis über beide Ohren in das jüdische Nachbarsmädchen Esther verliebt zu sein. Da zwischen Christen und Juden keine Liebe exestieren darf, und schon gar nicht in diesen gefährlichen Zeiten, setzt Clara alles daran, ihren Sohn von Esther fernzuhalten. Doch schon bald droht ihr schlechtes Gewissen sie zu ersticken., denn nur sie trägt die Schuld daran, dass nun auch Esther, der geplanten Judenverbrennung, nicht mehr entfliehen kann. Wird ihr Sohn Benedikt ihr das jemals verzeihen? _____ Meine Meinung: Mal wieder ein wunderbarer Roman von Astrid Fritz. Ich habe mich schon gleich nach den ersten paar Seiten richtig wohlgefühlt in dieser Geschichte. Jeder einzelne Charakter, vor allem Benedikt, wurde so gut ausgearbeitet, dass mir die Personen schon sehr schnell ans Herz gewachsen sind, sodass ich mit ihnen fühlen, leiden und mich mit ihnen freuen konnte. Die Autorin hat einen wirklich fantastischen Schreibstil, sodass ich mir, dank ihrer detaillierten Beschreibungen der Umgebung, alles bildlich vorstellen konnte. Eigentlich habe ich nur einen Kritikpunkt und zwar fand ich es sehr schade, dass der Klappentext mir etliche Dinge verraten hat, die mir persönlich ganz viel Spannung genommen haben. _____ Fazit: Ein gut recherchierter historischer Roman, der einem das Thema Judenverbrennung im Jahre 1348 hier in Deutschland näher bringt. Zudem erfährt der Leser, wie es sich in einer Stadt zugetragen hat, in der die Pest unaufhaltsam zuschlug. Da mich dieser Roman sehr gut unterhalten hat, bekommt er von mir glatte 5 Sterne! Absolute Kaufempfehlung!!!

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