Die Gauklerin

von Astrid Fritz 
3,6 Sterne bei67 Bewertungen
Die Gauklerin
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C

Am Anfang etwas zäh, aber es wird spannend.

Tuddes avatar

Das beste Buch bisher von Astrid Fritz. Es zeigt schonungslos die Brutalität des 30-jährigen Krieges auf.

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Inhaltsangabe zu "Die Gauklerin"

„Für Liebe ist nie die Zeit und immer die Zeit!“

Die junge Agnes führt ein behütetes Leben bis zu dem Tag, als der Krieg seine Fühler nach ihrer Heimatstadt Ravensburg ausstreckt. Seit fünf Jahren währt das Schlachten schon – dreißig werden es am Ende sein. Bald sind ihre Brüder mit den Soldaten davon, und auch Agnes hält es nicht daheim – sie hat sich in einen fahrenden Sänger verliebt. Der lässt sie in Stuttgart sitzen, schwanger und mittellos. Doch Agnes ist hübsch und gescheit, und so bringt sie es von der Spülmagd bis zur Zofe der württembergischen Prinzessin. Aber der Krieg holt sie immer wieder ein. Als die Mutter im Sterben liegt, macht sich Agnes auf, um ihre verfeindeten Brüder zu suchen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499252136
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:06.03.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    Tuddes avatar
    Tuddevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das beste Buch bisher von Astrid Fritz. Es zeigt schonungslos die Brutalität des 30-jährigen Krieges auf.
    Ihr bestes Buch.

    Das beste Buch bisher von Astrid Fritz. Es zeigt schonungslos die Brutalität des 30-jährigen Krieges auf. An einigen stellen ist es zwar sehr brutal, aber die Autorin beschreibt eben nur die Wahrheit. Es ist so gewesen. Toll fand ich, wie sie die Geschichte der Agnes in die tatsächlichen Wirren des langen Krieges einbettet. Das ist ihr sehr gut gelungen. Außergeöhnliche Leistung bei den Recherchen.

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    Gelindes avatar
    Gelindevor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Gauklerin" von Astrid Fritz

    Nur eine ganz kurze Rezi:
    Agnes führt ein behütetes Leben, bis der Krieg auch in Ravensburg und Umgebung bemerkbar wird.
    Agnes selber verliebt sich in einen fahrenden Sänger, wird schwanger, reißt von zu Hause aus und geht mit ihm nach Stuttgart.
    Dort holt sie das harte Leben ein. Plötzlich muß sie alleien für sich und ihr Kind sorgen.
    Unter unendlichen Entbehrungen schafft sie es bis zur KIammerzofe.
    Dann schlägt das Schicksal erneut zu und sie verläßt ihren Sohn und zieht durch ein vom Krieg verwüstetes Land um ihre Brüder zu suchen.

    Für mich so etwas wie ein Lokal-Roman, denn viele Schauplätze sind in unmittelbarer Nachbarschaft von mir.
    Allerdings sind mir gerade die vielen Kriegsdarstellungen, erstens durch ihre Vielzahl, zweitens durch ihre Brutalität (ok ist leider so ich weiß) fast schon zuviel, deshalb auch nur 3 Punkte (aber mit der Tendenz zu 4).
    Die Autorin versteht es sehr lebendig und packend zu schreiben, deshalb haben sich mir ja auch teilweise wirklich die Haare aufgestellt.

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    Akanthas avatar
    Akanthavor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Gauklerin" von Astrid Fritz

    „Die Gauklerin“ ist der dritte Teil von Astrid Fritz Freiburg-Trilogie. Protagonistin ist Agnes Marxin, Tochter von Marthe-Marie Mangoltin und Enkelin von Catharina Stadellmenin. Als Agnes sich in einen fahrenden Sänger verliebt, verlässt sie ihre Familie, um mit ihm nach Stuttgart zu ziehen. Kaspar lässt sie allerdings schwanger und mittellos in der unbekannten Stadt sitzen und so steht sie in jungen Jahren vor den Scherben ihres Lebens. Mit Glück schafft sie es, sich über Wasser zu halten, doch der 30jährige Krieg streckt bereit seine Fühler nach Süddeutschland. Agnes Brüder, die in ihrer Ideologie unterschiedlicher nicht sein könnten, verschlägt es an verschiedene Fronten. Doch als Marthe-Marie im Sterben liegt, riskiert Agnes ihr Leben, die Familie noch einmal zu vereinen.
    Die beiden ersten Teile der Trilogie haben mich begeistert. Astrid Fritz versteht es, Charaktere lebendig werden zu lassen, sodass der Leser in der Lage ist, dieselbe Flut von Emotionen zu empfinden. Die Erzählungen bargen stets ungeahnte Wendungen und das Ende war somit unvorhersehbar. Verglichen damit bin ich von dem dritten Teil enttäuscht.
    Zum ersten Mal versucht Agnes Fritz eine Geschichte aus mehreren Perspektiven zu schildern. Dies ist an sich eine tolle Idee, aber meiner Meinung nach sehr misslungen. Die vermeintliche Protagonistin Ages rückt zum Teil weit in den Hintergrund, zumal sie circa die komplette erste Hälfte des Buches nicht am Kriegsgeschehen direkt oder indirekt beteiligt ist. Der größere Fokus liegt vielmehr auf ihren Brüdern, vor allem auf Matthes. Leider erhält der Leser, trotz diesen Perspektivenwechsels sehr wenig Einblick in Matthes Gefühlsleben. Nur aus den Augen anderer Charaktere wird offensichtlich wie ihm der Krieg zusetzt. Matthes selbst hingegen scheint nur als literarisches Instrument zu fungieren, um den Ablauf des Krieges zu erzählen. Dass Matthes Bruder Jakob auf der anderen Seite kämpft, war von der Autorin sicher gedacht, um mehr Informationen über den Krieg bereitstellen zu können. Diese hervorragende Idee ist meiner Meinung nach allerdings weniger gut umgesetzt. Die Beschreibung der Heeresbewegungen von zwei Seiten verwirrt den Leser oft, zumal die Geschehnisse des 30jährigen Krieges sehr komplex sind. Der Verlauf des Krieges wird schwerer nachzuvollziehen, sodass sich der Zweck des Einblicks in beide Fronten verliert. Mehr als einmal hat es auch eine Seite oder länger gedauert, bis ich in der Lage war zu sagen, aus wessen Perspektive (Jakob oder Matthes) gerade erzählt wird.
    Ein weiterer Kritikpunkt ist Agnes Fritz Umgang mit Charakteren, die ihren Zweck erfüllt haben. Natürlich waren Krieg, Pest und Hunger Umstände, die einen Großteil der Bevölkerung (im Süden Deutschlands bis zu einem Drittel) in den Tod rissen. Dennoch finde ich es sehr auffällig, dass Charaktere, die aktiv keinen Einfluss mehr auf das Geschehen haben, oft auf sehr künstlich wirkende Weise sterben. Es wirkt leider so, als wären sie der Autorin nur noch zur Last gefallen und entsorgt worden. Traurig fand ich dies vor allem bei Charakteren, die der Leser bereits aus dem vorangegangenen Teil kannte und ins Herz geschlossen hatte. Traurig allerdings nicht wegen ihres Todes allgemein, sondern aufgrund dessen, dass es nur dem Zweck diente, sie aus der Erzählung auszuschließen.
    Mein letzter Kritikpunkt enthält eine recht persönliche Note: Ich war nicht in der Lage der Protagonistin gegenüber Empathie zu entwickeln. Agnes wirkte nett und als Leser wünschte man ihr, wie jedem der „Guten“ nur das Beste, aber ich konnte mich zu keinem Zeitpunkt mit ihr selbst und ihren Entscheidungen identifizieren. Dies könnte natürlich auch eine Folge der Perspektivenwechsel während des Buches sein. Am Rande ist noch zu erwähnen, dass Agnes außerdem mehr als einmal unverschämt unrealistisches Glück hatte.
    Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Erzählung missglückt wirkt und die Handlung verwirrend. Die Charaktere sind um Längen weniger zugänglich als in den ersten beiden Büchern. Nichtsdestoweniger verliert Agnes Fritz nicht den Bezug zur vorangegangenen Geschichte. Spannend und unvorhersehbar ist auch „Die Gauklerin“ und das Ende ist sehr gelungen. Darüber hinaus hat Agnes Fritz es geschafft, mein Interesse am 30jährigen Krieg zu wecken, was wirklich eine Leistung ist. Aus diesen Gründen kriegt „Die Gauklerin“ von mir 3 von 5 Sternen.

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    BookFan_3000s avatar
    BookFan_3000vor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Gauklerin" von Astrid Fritz

    Kurzbeschreibung:
    „Für Liebe ist nie die Zeit und immer die Zeit!“ Die junge Agnes führt ein behütetes Leben bis zu dem Tag, als der Krieg seine Fühler nach ihrer Heimatstadt Ravensburg ausstreckt. Seit fünf Jahren währt das Schlachten schon – dreißig werden es am Ende sein. Bald sind ihre Brüder mit den Soldaten davon, und auch Agnes hält es nicht daheim – sie hat sich in einen fahrenden Sänger verliebt. Der lässt sie in Stuttgart sitzen, schwanger und mittellos. Doch Agnes ist hübsch und gescheit, und so bringt sie es von der Spülmagd bis zur Zofe der württembergischen Prinzessin. Aber der Krieg holt sie immer wieder ein. Als die Mutter im Sterben liegt, macht sich Agnes auf, um ihre verfeindeten Brüder zu suchen...

    Meine Meinung:
    Überragend gut geschrieben, wunderbar zu lesen, fesselnd. Was ich auch sehr gut fand, war, dass ich den Roman sehr gut lesen konnte, obwohl ich die vorherigen Bände nicht gelesen habe. Die Hintergründe des Krieges sind gut recherchiert. Insgesamt ein herrausragender Roman.

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    Dupsivor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Gauklerin" von Astrid Fritz

    Deutschland im 17. Jahrhundert.
    Agnes wächst gut behütet in einer kleinen bürgerlichen Familie in Ravensburg auf.
    Nicht reich, aber auch nicht arm haben sie doch ihr Auskommen.
    Das alles hat ein Ende, als Agnes Kaspar kennenlernt, einen jungen Lautenspieler, der mit den Gauklern unterwegs ist. Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn und brennt mit ihm zusammen nach Stuttgart durch.
    Doch das Glück währt nicht lang. Kaspar lässt sie sitzen. Schwanger. Von in an muss Agnes sich allein durchschlagen. Mit viel Glück findet sie eine Anstellung in der herzöglichen Residenz und steigt nach und nach zur Vertrauten der Tochter des Herzogs auf.
    Alles könnte gut sein, wenn nicht ´die Kriegswirren wären. Als Agnes' Mutter Marthe-Marie im Sterben liegt, macht die junge Frau sich auf, um nach ihren Brüdern zu suchen, die sich im Krieg als Feinde gegenüberstehen.

    Nach "Die Tochter der Hexe" war dies mein zweiter Roman von Astrid Fritz. Beide Romane bauen aufeinander auf, doch man muss den Vorgänger nicht gelesen haben, um alles zu verstehen.
    Die Wirren des 30Jährigen Krieges wurden gut beschrieben. Doch teilweise war es für mich etwas zu viel der Kriegsbeschreibung und zu wenig der Geschichte von Agnes. Auch wie Agnes sich allein durchschlagen muss und auch die Suche nach ihren Brüdern, wie sie sich oftmals nur knapp verpassen ist gut beschrieben.
    Und doch konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln. Deshalb dieses Mal leider nur 3 Sterne

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    psychomaehvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Gauklerin" von Astrid Fritz

    Ich muss sagen das ich vom dritten Band sehr enttäuscht worden bin. Mir war schon im Vorfeld klar das es viel um Krieg gehen würde, aber so viel? Ich dachte mir aber dann: Komm, ist doch deine Lieblingsautorin... Hm ja, das Buch war wohl eindeutig ein Griff in die Tonne wenn man Bücher erwartet wie die ersten beiden Teile. Der Anfang geht her von der Story wobei se auch schon langsam mit dem Thema Krieg kommt. Und dann ab 1/3 vom Buch nur noch dieser scheiß Krieg...
    Nee, hab das Buch dann einfach weggelegt. Also wer sich eine schöne Story erhofft wie in den ersten beiden Teilen... hm denke ich mal wird hier entäuscht werden. Wer aber auf diese dt. Kriegsdinger steht, sollte es sich holen >.<

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    Henriettes avatar
    Henriettevor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Gauklerin" von Astrid Fritz

    Das Buch ist im Prinzip sehr gut geschrieben. Das einzige, was mich gestört hat, ist, dass Astrid Fritz zuviel über den Krieg geschrieben hat, welcher Herrscher mit wem kämpft und verwandt ist, oder getötet wird. Das war mit zuviel politischer Krams. Da hat die Geschichte meiner Ansicht nach etwas gelitten. Die Geschichte an sich hat nicht an Kraft verloren. Kann ich empfehlen.

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    marion_steierers avatar
    marion_steierervor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Gauklerin" von Astrid Fritz

    Die Gauklerin war nun mein erster historischer Roman den ich gelesen habe. Auch von der Auorin Astrid Fritz las ich noch nie ein Buch.
    Ich muss gestehen, bevor ich zu lesen anfing ,hatte ich die Befürchtung das es mir nicht gefallen könnte. Doch schon nach den ersten paar Seiten war ich mitten drinn im 16. Jahrhundert. Faszinierend ist die Beschreibung von Agnes und ihrer Familie. Der Autorin gelingt es wunderbar jede einzelne Person zu beschreiben und trotzdem das Ganze in einem Stück zu erzählen.
    . Auf 508 Seiten ist fast ein ganzes Jahrhundert beschrieben, ohne den Zusammenhang vom Anfang zu verlieren.
    Auch wenn man mal ein paar Tage nicht zum lesen kommt, ist man sofort wieder mitten im Geschehen, ohne das man zurück blättern muss um nach zu lesen wer welche Figur ist.
    Agnes ist mit Leib und Seele eine Frau, eine Tochter, eine Geliebte und eine Mutter.
    Man erfährt wie der Krieg eine Familie in zwei Lager teilen kann und trotzdem bleibt man eine Familie.
    Nur bei den Kriegsgrausamkeiten musste ich manchmal schlucken, da sie im Detail sehr genau beschrieben sind.
    Man muss die Gauklerin lesen um sich ein eigenes Bild zu machen.

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    Astrid77s avatar
    Astrid77vor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Gauklerin" von Astrid Fritz

    Überragender Roman, mit Gefühl und Esprit. Belebend erfrischend und man will das Buch einfach nicht aus der hand legen. Ich habe Tränen gelacht und Tränen geweint...Eine Hochschaubahn der Gefühl muss man erlebt haben.

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    JEDs avatar
    JEDvor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Gauklerin" von Astrid Fritz

    Die "Hexe von Freiburg" fand ich ziemlich gut, "Die Tochter der Hexe" hervorragend. Was habe ich mich nun auf den 3. Teil gefreut! Der Titel "Die Gauklerin" verprach, weiter auf den Spuren von Marthe-Marie und ihrer Tochter Agnes zu wandern!

    Tatsächlich treffen wir die beiden in dem Buch wieder, allerdings hat es rein gar nichts mehr mit umherziehenden Gauklern zu tun. Die nun erwachsene Agnes lässt sich nur kurzzeitig mit einem ebensolchen ein und bekommt ein Kind von ihm.

    Von diesem Zeitpunkt an nimmt das Buch eine völlig andere Richtung als seine Vorgänger. Es wird nicht mehr einzig das Leben der Agnes verfolgt, sondern auch das ihrer beiden Brüder, die beide in den 30jährigen Krieg ziehen.
    Vor allem erschöpft sich das Buch nun mit seitenweisen Beschreibungen des Kriegsgeschehens, das wirklich unheimlich schwer nachzuvollziehen ist.

    Im Prinzip müsste man immer ein Lexikon daneben liegen haben: Wer, wann, gegen wen? Teilweise habe ich wirklich nicht mehr durchgesehen, was sehr schade ist, denn dadurch kann man auch die Handlungsweisen der Figuren nicht mehr nachvollziehen.

    Hatte man in den ersten beiden Bücher das Gefühl am Leben von zwei großartigen Frauen teilzunehmen, bleibt die Gauklerin seltsam fremd und farblos. Die restlichen Seiten sind mit dem Krieg gefüllt. Schade!

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