Astrid Fritz Die Räuberbraut

(25)

Lovelybooks Bewertung

  • 29 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 6 Leser
  • 25 Rezensionen
(13)
(11)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Räuberbraut“ von Astrid Fritz

Um 1800: Die 18-jährige Juliana zieht mit ihrem Vater und drei Schwestern durch den Hunsrück. Eines Tages lernt sie den berühmtesten Räuberhauptmann der Gegend kennen. Der «Schinderhannes» umwirbt sie, liebt sie, nennt sie seine kleine Prinzessin und ist ihr sogar fast treu. Fortan streift sie mit ihm durch die Lande, bald heiraten sie. Doch kann das Glück an der Seite eines Räubers lange währen? Vierzig Jahre später lebt Juliana wieder in ihrem Heimatdorf und bedient im dortigen Wirtshaus. Hier machen Reisende halt, um die ehemalige Räuberbraut zu bestaunen und sich ihre Geschichten erzählen zu lassen. Eines Tages erscheint eine junge Frau in der Schenke. Ein Blickwechsel genügt, um Juliana begreifen zu lassen, dass sie auch Jahrzehnte später für die schönste Zeit ihres Lebens wird sühnen müssen. (Quelle:'E-Buch Text/21.07.2017')

Authentischer und interessanter Einblick in das historische Räuberleben.

— Katzenauge
Katzenauge

ein sehr unterhaltsamer historischer Roman mit einem Kern Wahrheit - toll!

— evafl
evafl

Ein schöner historischer Roman, der ganz nebenbei viele Fakten über den Schinderhannes und seine Frau vermittelt.

— Nymphe
Nymphe

Hervorragend recherchiert, wenig emotional

— mysticcat
mysticcat

Ein hervorragender, facettenreicher Roman , sehr gut recherchiert. Wir erleben hautnah Schinderhannes, Julchen und seine Gefährten....

— Arietta
Arietta

hervorragend recherchierter Roman über den Mythos des Schindeshannes und seiner Frau Leseempfehlung

— Gartenkobold
Gartenkobold

Eine historisch gut recherchierte Geschichte über den Schinderhannes und seine Frau Juliana mit all den Höhen und Tiefen ihrer Beziehung.

— Betsy
Betsy

Ein sorgfältig recherchierter historischer Roman, der mich trotzdem nicht zu 100% überzeugt hat

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Sehr gur recherchiert, konnte mich aber nicht vollständig überzeugen, da es mehr um Schinderhannes als Juliana ging.

— hasirasi2
hasirasi2

Stöbern in Historische Romane

Die Legion des Raben

Eine geniale Fortsetzung von "Fortunas Rache" - fesselnd bietet das Buch einen Einblick in das Leben von Sklaven im Röm. Reich

Bellis-Perennis

Schwert und Krone - Meister der Täuschung

Rundherum gelungen würde ich zusammenfassend sagen, ich bin schon extrem neugierig, wie die Geschichte weitergeht.

HEIDIZ

Nachtblau

Ein etwas flacher Roman

Melli274

Belgravia

Ich finde das sollten Fans von Downton Abbey gelesen haben

Kerstin_Lohde

Die letzten Tage der Nacht

Hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Ein Werk, das ich nicht so schnell vergessen werde

HarIequin

Ein Tal in Licht und Schatten

Ein interessanter Roman über Südtirol der mir gut geschrieben ist

Kerstin_Lohde

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Leben mit dem Schinderhannes

    Die Räuberbraut
    esposa1969

    esposa1969

    21. August 2017 um 17:16

    Klappentext:Um 1800: Die 18-jährige Juliana zieht mit ihrem Vater und drei Schwestern durch den Hunsrück. Eines Tages lernt sie den berühmtesten Räuberhauptmann der Gegend kennen. Der «Schinderhannes» umwirbt sie, liebt sie, nennt sie seine kleine Prinzessin und ist ihr sogar fast treu. Fortan streift sie mit ihm durch die Lande, bald heiraten sie. Doch kann das Glück an der Seite eines Räubers lange währen? Vierzig Jahre später lebt Juliana wieder in ihrem Heimatdorf und bedient im dortigen Wirtshaus. Hier machen Reisende halt, um die ehemalige Räuberbraut zu bestaunen und sich ihre Geschichten erzählen zu lassen. Eines Tages erscheint eine junge Frau in der Schenke. Ein Blickwechsel genügt, um Juliana begreifen zu lassen, dass sie auch Jahrzehnte später für die schönste Zeit ihres Lebens wird sühnen müssen.Leseeindruck:Mit "Die Räuberbraut" von Autorin Astrid Fritz liegt dem Leser ein sehr fesselnder historischer Roman vor, in dessen Hauptrollen Juliana Blasius und (Jo)Hannes Bückler, alias »Schinderhannes« den Leser begeistern.Wer kennt ihn nicht, diese berühmt-berüchtigte Figur des Johannes Bückler auch als Schinderhannes bekannt. Der Räuberhauptmann, in dessen Leben wir Einblick erhalten. Einige Filme habe ich bereits über ihn gesehen, das Schinderhanneslied habe ich im Ohr:»Das ist der Schinderhannes,Der Lumpenhund, der Galgenstrick,Der Schrecken jedes MannesUnd auch der Weiberstück.« (quelle: Carl Zuckmayer)Umso mehr freute ich mich über wahre Begebenheiten vermengt mit fiktiven Ereignissen aus dessen Zeit zu lesen.Der Schreibstil der Autorin, von der ich schon einige historische Romane lesen durfte, liest sich sehr angenehm und flüssig, so dass ich während des Lesens die Handlung bildhaft vor Augen hatte. Nicht nur die Handlung, sondern auch die damalige Zeit hatte ich so vor Augen, als würde ein Film vormir ablaufen. Sämtliche Figuren werden sehr real und gut vorstellbar beschrieben. Die Spannung kommt in keinem Fall zu kurz. Wir erfahren viel über des Schinderhannes Missetaten, die sich die recht naive Juliana schön redet, was sie dann als reife Frau rückblickend realistischer wahrnimmt.Das Buch selbst ist sehr hochwertig gestaltet, mit einem Schutzumschlag versehen und einem eingebundenen Textillesezeichen. Das Cover lässt deutlich erkennen, dass dieser Roman ein historischer ist. Im Anhang findet der Leser noch ein umfangreiches Glossar der damaligen Ausdrücke.Insgesamt lasen sich die rund 500 Seiten kurzweilig und lesenswert, so dass ich gerne 5 Sterne vergeben kann!@ esposa1969

    Mehr
  • Authentischer und interessanter Einblick in das historische Räuberleben

    Die Räuberbraut
    Katzenauge

    Katzenauge

    21. August 2017 um 14:16

    Der historische Roman „Die Räuberbraut“ von Astrid Fritz spielt in der Zeit um 1800 im Hunsrück. Hauptakteurin ist die junge Juliana, die an der Seite des als „Schinderhannes“ berüchtigten Räuberhauptmannes, ein abenteuerliches Leben führte. Die Autorin verfügt über einen ansprechenden und sehr bildhaften Schreibstil, der mich gut unterhalten konnte. Die Verwendung vieler historischer Begrifflichkeiten, welche im hinteren Teil des Buches im Glossar erklärt werden, empfand ich als literarische und authentische Bereicherung beim Lesen. Man merkt ab der ersten Seite, dass die Autorin sehr viel Herzblut in ihren Roman gesteckt hat. Die historischen Fakten wurden gut recherchiert. Frau Fritz gibt diese sehr detailliert wieder, sie schildert nicht nur geschichtliche Ereignisse, sondern lässt den Leser wirklich in die damalige Zeit eintauchen. Es gelingt ihr sehr gut die Atmosphäre zu beschreiben, man fühlt sich in die alten Zeiten versetzt und meint fast selbst Teil der Räuberbande um den „Schinderhannes“ zu sein. An einigen Stellen sind die Ausführungen jedoch zu umfangreich, was das Lesen ein wenig langatmig gestaltet, und das Buch leider in die Länge zieht. Sehr gut gefiel mir auch die Thematik um das Räuberleben in Deutschland in dieser Zeitepoche. Ein interessanter Einblick in das eher raue und harte Leben jener Zeit. Fazit: Der Autorin ist eine authentische und bildhafte Erzählung gelungen. Der teilweise sehr ausführliche und detaillierte Erzählstil zeugt von ihrer guten Recherche, zog das Buch aber auch etwas in die Länge, und gestaltete so das Lesen manchmal leider langatmig. In der Gesamtbetrachtung hat mir dieser historische Roman gut gefallen und einen interessanten Einblick in das Leben in jener Zeitepoche in Deutschland gegeben. Ich danke dem Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Dies nimmt selbstverständlich keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung.

    Mehr
  • Leserunde zu "Die Räuberbraut" von Astrid Fritz

    Die Räuberbraut
    Astrid_Fritz

    Astrid_Fritz

    Leserunde zu meinem neuen historischen Roman „Die Räuberbraut“ Wer hat nicht schon mal von dem legendären Räuberhauptmann Schinderhannes gehört, dem „Robin Hood“ des Hunsrücks, vor dem die Reisenden Anfang des 19. Jahrhunderts zitterten? Dass er auch eine junge Frau an seiner Seite hatte, und zwar die Bänkelsängerin Juliana Blasius, genannt Julchen, ist schon weniger bekannt. Was die beiden verband, war eine tragisch-schöne Liebe, und so geht es mir in meinem neuen Roman auch mehr um Juliana: Wie lebte es sich als Frau damals im Räubermilieu, mit den täglichen Gefahren, mit den Ängsten um den Geliebten, mit der Brutalität der männlichen Genossen? Im Umfeld von Verbrechen, Mord und Totschlag? Der junge Hannes Bückler ist nämlich alles andere als ein Sozialrebell: Wenn es sein muss, geht er über Leichen, bringt sich und andere in Gefahr, verprasst mit kindlichem Vergnügen seine Beute. Hat er anfangs noch Rückhalt beim einfachen Volk, das unter den französischen Besatzern leidet, so wendet sich bald das Blatt. Juliana aber will die Wahrheit nicht sehen und gerät zusehends in den verhängnisvollen Strudel von bedingungsloser Liebe und Brutalität des Räuberlebens, von Flucht und Verfolgung – erst recht, als sie schwanger wird… Zu dieser gemeinsamen Leserunde, für die der Rowohlt Verlag 20 Freiexemplare zur Verfügung stellt, möchte ich euch ganz herzlich einladen. Bewerbt euch einfach bis Donnerstagabend, den 13. Juli 2017, um ein Leseexemplar und beantwortet mir dabei bitte die folgende Frage: Ist euch der Name Schinderhannes schon einmal irgendwo begegnet und wenn ja, in welchem Zusammenhang? (in meiner Jugend beispielsweise hieß meine Stammkneipe so!) Die Verlosung findet am Freitag, den 14. Juli statt, die Gewinner bekommen umgehend Bescheid. Aber auch wer leer ausgehen sollte, ist ganz herzlich eingeladen mitzumachen! Und wenn der Buchversand zügig klappt, könnten wir in der Woche darauf mit Lesen loslegen… Hier noch der Link zur Leseprobe. Und sobald ich mein eigenes Lese-Exemplar habe, trage ich die genaue Einteilung der Leseabschnitte ein. Ich freu mich schon sehr auf die neue Runde, liebe Grüße und bis bald! Astrid Fritz PS: Ich habe meine Website www.astrid-fritz.de erweitert: Neben aktuellen Infos zu meinen Büchern gibt's jetzt auch so einiges zu mir und meiner  "Schreibwerkstatt"

    Mehr
    • 561
  • Vom Julchen, das wohl längst in Vergessenheit geraten ist.

    Die Räuberbraut
    evafl

    evafl

    16. August 2017 um 13:59

    Die Geschichte des Buches spielt etwa um das Jahr 1800, als die gerade einmal achtzehnjährige Juliana Blasius, die eigentlich tagtäglich mit Vater und Schwestern durch den Hunsrück zieht um zu musizieren, einen Räuberhauptmann kennenlernt. Dieser ist der berühmt-berüchtigte „Schinderhannes“, welcher sie umwirbt und liebt, fortan wie seine Prinzessin hofiert. Sie schließt sich der Truppe um ihn an, doch wie ist es um das Glück an der Seite eines Räubers bestellt?Mal wieder einen historischen Roman lesen, ich habe mich wirklich drauf gefreut. Zumal die Geschichte des „Schinderhannes“ ja durchaus sicher spannende Lesestunden mit sich bringen sollte, eine regelrechte Legende ist es ja. Und ich muss sagen, Astrid Fritz hat die Geschichte um die Räuberbraut Juliana wunderbar geschrieben. Aber langsam.Vom Schreibstil her hat mir das Buch gut gefallen. Recht gut verständlich, nichts großartig verschachtelt beim Satzbau, wirklich angenehm zu Lesen. Spezielle Begriffe der damaligen Zeit werden hinten im Buch noch einmal näher erläutert, so dass man hier dann durchaus nachschlagen kann. Hier sind vor allem mehr Begriffe erläutert als man das bei anderen Büchern erlebt – ich finde das echt toll gemacht, gelungen! Inhaltlich merkt man natürlich, dass man sich in einem anderen Zeitalter befindet, anhand der Schilderungen oder auch Ansprachen. Mir hat das gut gefallen.Überhaupt ist die Geschichte wirklich sehr unterhaltsam, durchaus spannend, hat aber gelegentlich auch romantische Momente dabei. Gelegentlich gibt es auch mal lustige Szenen, natürlich aber, wie sollte man bei einer „Räubergeschichte“ anders vermuten, manchmal auch brutal und grausam. Dennoch fand ich die Mischung alles in allem wirklich sehr gelungen – die annähernd 500 Seiten des Buches flogen dahin, ich wurde wirklich sehr gut unterhalten. Klar hätte man manche Szenen manchmal etwas kürzer abhandeln können, auch war es mit den vielen vorkommenden Personen oftmals schwierig, aber es hat mir wirklich gut gefallen.Ein historischer Roman, in dem ein Kern Wahrheit steckt, in dem man einiges über Juliana Blasius erfährt, die an der Seite des sogenannten „Schinderhannes“ (Johannes Bückler) leider wohl in Vergessenheit geraten ist. Mich hat die Geschichte gut unterhalten, ich habe mich amüsiert, hatte spannende Stunden und kann das Buch wirklich nur empfehlen, vergebe 5 von 5 Sternen. 

    Mehr
  • Julchen und Hannes

    Die Räuberbraut
    Athene100776

    Athene100776

    16. August 2017 um 09:26

    Juliana wächst behütet in ärmlichen Verhältnissen auf, im Alter von 18 Jahren, trifft sie auf den berüchtigten Räuberhauptmann Schinderhannes. Zusammen mit ihrer Schwester schließt sie sich der Bande an, weniger aus Überzeugung mehr aus dem Drang nach Freiheit.Doch ist ein Räuberleben , so romantisch und frei es am Anfang erscheint von langer Dauer ?Da ich persönlich aus der Gegend des Schinderhannes stamme, war für mich die Geschichte nicht neu, dennoch zog sie mich schnell in ihren Bann.In der Geschichte werden zwei Erzählstränge miteinander verbunden. Zum einen erfährt man etwas über die alt gewordene Juliana und zum anderen lebt man als Leser in der Zeit von Julchen und Hannes. Als Julchen und Hannes sich kennen lernen taucht man in die romantische Lebensweise der Räuber ein, doch schnell wird klar, dass Romantik und Freiheit einen hohen Preis haben.Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Personen , Ortschaften und Handlungen so bildlich und lebendig darzustellen, dass ich beim Lesen oft das Gefühl hatte, neben Julchen am Feuer sitzen oder Hannes auf seine Raubzüge zu begleiten.Gut gefallen hat mir, die Aufteilung der Kapitel, diese sind nicht zu lang und nicht zu kurz und oft schließen sie in einer Spannungskurve ab, in der man als Leser das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Der leichte und lockere Schreibstil und die lebendigen Dialoge taten ihr Übriges, um mich an das Buch zu fesseln.Sehr informativ und genau richtig zum Abschluss des Buches empfand ich das Nachwort der Autorin, so konnte man das "erlesene" ganz gemütlich sacken lassen und mit der Geschichte in sich abschließen ohne, dass der Sprung in die Jetzt-Zeit zu extrem ist. Der einzige Minuspunkt bei diesem Buch ist, dass eine Karte fehlt, in der auch Ortsunkundige dem sehr sprunghaften Weg des Schinderhannes hätten folgen können.Alles in allem ein tolles Buch, das ich nicht missen möchte. 

    Mehr
  • Die Räuberbraut

    Die Räuberbraut
    jackdeck

    jackdeck

    15. August 2017 um 17:17

    Die junge Juliana Blasius, Tochter eines Bänkelsängers und in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, trifft nach einem Tanzvergnügen auf einen charismatischen Mann namens Johannes Bückler, der sich im Verlauf eines Gesprächs als der berühmt-berüchtigte Räuberhauptmann Schinderhannes herausstellt. Als dieser ihr das Angebot macht, mit ihm und seiner Truppe zu ziehen, entschließt sich Juliana schnell, bricht mit ihrer Familie und geht in Begleitung ihrer Schwester Margret mit auf Reisen. Schinderhannes ist dafür bekannt, hauptsächlich reiche Kaufleute und Händler jüdischer Abstammung zu berauben, wobei die übrige Bevölkerung ihm genug Rückhalt gibt und ihn sogar noch unterstützt. Juliana verliebt sich schnell in den selbstbewussten Hannes und nimmt dabei in Kauf, ständig auf der Flucht zu sein und nie einen festen Wohnsitz ihr Eigen zu nennen. Doch je länger die Raubzüge und das Versteckspielen dauern, umso mehr sehnt sich Juliana nach einem eigenen Zuhause, wo sie mit Hannes leben kann. Doch wird Hannes ihrem Wunsch nachgeben und sich endlich einen sicheren Broterwerb suchen, oder tanzt er weiter auf dem Drahtseil, bis er erwischt wird und sich die Schlinge um seinen Hals legt? „Die Räuberbraut“ ist Astrid Fritz neuer Roman über Juliana Blasius und Schinderhannes. Ich habe alle bisher erschienenen Romane von ihr gelesen und warte immer sehnsüchtig auf Nachschub. Der Roman ist fesselnd, teilweise dramatisch und spannend, eine Leseempfehlung.

    Mehr
  • Das Leben an der Seite eines Räuberhauptmanns

    Die Räuberbraut
    Nirena

    Nirena

    15. August 2017 um 11:58

    "Die Räuberbraut" ist das erste Buch von Astrid Fritz, das ich gelesen habe.Ich hatte anfangs etwas Gewöhnungsbedarf in Hinblick auf die Sprache. Als ich überlegt habe, woran das liegen mag, immerhin habe ich schon viele historische Romane gelesen, fiel mir auf, dass diese zumeist in den höheren Schichten, zumindest im Bürgertum, gespielt haben.Die Charaktere in "Die Räuberbraut" allerdings sind nahezu alle dem niederen Stand entliehen und diese drücken sich natürlich nicht so gewählt aus. Aber diese kleine Irritation gab sich bald.Der Lesefluss ist sehr gut, die Handlung abwechslungsreich und unterhaltsam. Langweilig ist Julianas Leben an der Seite von Hannes beileibe nicht und so fliegen die Seiten dahin. Das letzte Drittel dann ist sehr emotional und geht unter die Haut, sodass man in Gedanken auch nach dem Lesen des Buches immer wieder zu Juliana und Hannes zurückkehrt.Gut gefallen haben mir auch die gut recherchierten historischen Hintergründe und Begebenheiten, zumal ich bisher kein Buch gelesen hatte, das zu dieser Zeit im zerrissenen Deutschland spielt, mit ständig ändernden Besetzern und Grenzen."Die Räuberbraut" hat mich gut unterhalten und war mit Sicherheit nicht das letzte Buch der Autorin, das ich gelesen habe.

    Mehr
  • Die Räuberbraut

    Die Räuberbraut
    MarySophie

    MarySophie

    13. August 2017 um 17:34

    Handlung: Juliana lebt um 1800 mit ihrer Familie im Hunsrück, sie zieht mit dem Vater und den beiden älteren Schwestern durch die Gegend. Die kleine Truppe verdient sich das Geld mit dem Musizieren in Gasthöfen und eines Tages treffen sie dabei auf den Schinderhannes, dem berühmtesten Räuberhauptmann des Hunsrücks. Ohne groß nachzudenken, schließen sich Juliana und ihre Schwester Margareta dem jungen Mann und seinen Kumpanen an und fortan wandern sie durch das Land, erpressen Reisende und erlangen somit Geld, um ihr Überleben zu sichern. Schon nach kurzer Zeit werden Juliana und Johannes Bückler ein Paar, später heiraten sie und somit ist Julchen, wie Hannes sie immer nennt, nun die Räuberbraut. Doch was anfangs so harmonisch und einfach erschien, wurde mit der Zeit immer schwerer. Julchen haperte ab und an mit dem ständigen Vagabundenleben und auch mit Hannes seinen Taten ist sie nicht immer einverstanden. Wird ihre Liebe eine Chance haben? Wird Hannes es immer wieder schaffen, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen oder gar nicht erst geschnappt zu werden? Meinung: Das Cover finde ich sehr schön und es ist gut zu dem Roman gewählt worden. Es passt bildlich perfekt in die Zeit, zu welcher der Roman handelt und es gibt auch einen direkten Bezug zu dem Inhalt des Buches. Bevor ich mit dem Roman begonnen hatte, hatte ich mir eine Leseprobe angeschaut und schon in dieser hatte ich den Eindruck, dass das Buch sehr flüssig geschrieben wurde und ein sehr angenehmes Lesen verspricht. Als ich nun den Roman in den Händen gehalten habe, hat sich dieser Eindruck bei mir noch verstärkt, ich hätte das Buch am liebsten verschlungen, so interessant war es und so angetan war ich von der Schreibweise. Besonders gut gefallen hat mir die Lebendigkeit, die in vielen Szenen dargestellt wurde. Dadurch konnte ich mir vieles bildlich vorstellen, und teilweise war es, als würden sich die Szenen wie in einem kleinen Film vor meinen Augen abspielen. Der Roman wurde in zwei verschiedene Zeitebenen unterteilt. Zum einen erlebt man als Leser die Ereignisse mit Juliana ab dem Jahre 1800. Zum Osterfest dieses Jahres trifft sie den Schinderhannes und daraufhin werden die zusammen erlebten Dinge geschildert und beschrieben. Zum anderen erfährt man einiges über die ältere Juliana, eine ü60 jährige Frau, die in einer Schankstube angestellt ist und über ihr Leben mit dem Schinderhannes reflektiert. Die Mischung der erzählten Zeit finde ich sehr gelungen, man kann Juliana nicht nur in jungen Jahren kennenlernen, sondern auch in reiferen Jahre, in denen sie die Dinge sehr viel kritischer sieht, als noch in ihrer Jugend. Das Buch wurde durchgängig in der Gegenwartsform geschrieben, als Leser erlebt man also die Ereignisse immer zusammen mit den Protagonisten. Dies fand ich gelungen, weil man sich somit selbst ein Bild von den Protagonisten machen kann und nicht beeinflusst wird. Außerdem fand ich es sehr gut, dass die Autorin die Sympathien des Leser nicht in eine Richtung gelenkt hat, sondern man diese frei verteilen konnte. Während des Lesens hätte ich mir gewünscht, dass es mehr Angaben gegeben hätte, in welchem Jahr die Handlungen gerade stattfinden. Dies hat mir etwas gefehlt, besonders, weil es ab und an Zeitsprünge gab, die einige Wochen oder Monate umfasst haben. Außerdem wäre eine Karte im Buch hilfreich gewesen, um zu wissen, wo sich dir Protagonisten gerade befinden und welche Strecken sie zum herumstreifen genutzt haben. Ich war noch nie in der Gegend des Hunsrücks und musste deshalb häufig eine Karte nutzen, weil es mich interessiert hat, welche Entfernungen zwischen den Orten lagen, usw. Fazit: Schon sehr früh beim Lesen habe ich festgestellt, dass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Der gesamte Roman war sehr stimmig, die Schreibweise war gelungen, die Darstellung der Protagonisten war sehr lebendig und als Leser konnte man einen wunderbaren Einblick in das Leben vom Schinderhannes und seinem Julchen erhaschen.

    Mehr
  • sehr empfehlenswert

    Die Räuberbraut
    monster

    monster

    13. August 2017 um 11:09

    "Die Räuberbraut" war nicht mein erstes Buch von Astrid Fritz. Aber mein erstes über den Schinderhannes, von dem ich vorher schändlich wenig wusste. Aus dieser misslichen Lage hat mich der Roman aufs Unterhaltsamste gerettet.Erzählt wird die Geschichte von Juliana, die den bereits überall berüchtigten Schinderhannes sehr jung kennen -und liebenlernt. Sie verlässt ihr Elternhaus und folgt ihm nun als Geliebte quer durch  das Land, wo er immer wieder mit seinen Komplizen Raubüberfälle und Erpressungen begeht. Bevorzugtes Ziel sind jüdische Kaufleute und auch mal reiche Geldverleiher. Im Laufe der Zeit nimmt die Brutalität und Größe der Verbrechen zu und die Gendarmen rüsten auf und werden immer hartnäckiger und erfolgreicher bei der Verfolgung. Juliana hofft darauf, dass Hannes den Absprung schaffen könnte, wenn er zum Militär geht. Aber es ist schon zu spät. Die Häscher sind ihm dicht auf den Fersen.Ein historisch gut unterfütterter Roman der ein wirklichkeitsnahes Bild auf die damaligen Zustände und die Geschehnisse gibt, die zur Ergreifung und Verurteilung des bekannten Räuberhauptmannes führten.Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

    Mehr
  • Dem Schinderhannes sein Julchen

    Die Räuberbraut
    Nymphe

    Nymphe

    12. August 2017 um 14:08

    Inhalt:Dieses Buch erzählt vom Leben von Juliana Blasius, die berühmt wurde als die Frau von Johannes Bückler, dem Schinderhannes. Es erzählt vom wilden Räuberleben und von Gewalt, von Liebe und von gerechten Strafen. Bewertung:Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Die Personen werden sehr ausführlich beleuchtet. Frau Fritz ist bei ihrer Erzählung so nahe wie möglich an belegten historischen Fakten geblieben und dadurch wirken alle Figuren durchweg glaubwürdig. Juliana, genannt Julchen, ist eine interessante historische Persönlichkeit, aber auch der Schinderhannes und seine Kumpanen werden von vielen Seiten beleuchtet.Die Erzählung erfolgt mit Hilfe von mehreren Zeitsprüngen. Juliana erzählt von ihrer Zeit an der Seite von Johannes, aber auch von der Zeit danach. So ergibt sich ein rundes Bild und alle wichtigen Aspekte ihres Lebens werden erwähnt.Der Schreibstil von Astrid Fritz ist, wie immer, äußerst mitreißend. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, ohne jemals das Gefühl von Längen zu haben. Ein informatives Nachwort und ein Glossar runden das Buch ab. Fazit: Ein schöner historischer Roman, der ganz nebenbei viele Fakten vermittelt.

    Mehr
  • Die Räuberbraut - der Schinderhannes und sein Julchen - sehr spannend und ein interess. Räuberleben

    Die Räuberbraut
    Lese_gerne

    Lese_gerne

    12. August 2017 um 11:45

    Um 1800 in der Nähe von Weyerbach bei Oberstein: Die achtzehnjährige Juliana Blasius trifft beim Musizieren zusammen mit ihrem Vater und ihrer Schwester beim Wirt vom Wickenhof das erste Mal auf den Schinderhannes. Juliana und ihre Schwester Margret sind ganz angetan von ihm. So lässt es sich nicht vermeiden, dass die beiden Schwestern sich später auf ein zweites Treffen mit Hannes einlassen und ab da mit ihm und seiner Bande durch den Hunsrück ziehen. Juliana wird Hannes Braut und wird ab da von ihm liebevoll Julchen genannt. Doch viele Jahre aber dafür Glückliche bleiben Julchen nicht an Hannes Seite...**************************Das Buch beginnt 1844 in Weyerbach als Julchen schon 63 Jahre alt ist. Sie arbeitet bei Emil Fritsch in der Wirtschaft. Viele Kunden zieht es extra wegen Juliana Blasius (1781 - 1851) genannt Julchen her. Jeder weiß, dass Julchen die Braut von Johannes Bückler ( 1778 - 1803) besser bekannt als der Räuberhauptmann Schinderhannes war. Jeder möchte die Geschichten über ihn hören und Julchen beginnt zu erzählen und die Geschichte beginnt mit dem kennenlernen der beiden. Ich selbst fand die Geschichte der beiden und natürlich auch das bekannte Ende des Schinderhannes in Mainz sehr interessant. Im Buch kommt auch die Räubersprache Rotwelsch vor von der uns sehr viele Begriffe wie Macker, malochen oder auch meschugge oder Moos für Geld bekannt vorkommen. Um 1800 war das Gebiet um den Hunsrück unter französischer Besatzung. Auch von dieser Zeit wurden französische Begriffe wie Papa, Bagage oder das neue Wort für Büttel Gendarm eingeführt. Nach dem Nachwort, das auch sehr interessant ist, gibt es noch ein Glossar und eine Erklärung  zu diesen Wörtern. Julchen hat glückliche Jahre mit Hannes erlebt und man merkt, dass die Lebensgefährtinnen der Räuber für damalige Zeit sehr selbstbewusst und modern eingestellt waren. Julchen war froh durch Hannes ihre sehr arme und entbehrungsreiche Jugendzeit entfliehen zu können. Durch ihn lernt sie Luxus wie Schokolade trinken und Kaffee trinken (was damals nur sehr reichen Leuten beschieden war) kennen. Julchen und Hannes haben sich sehr geliebt und Hannes war Julchen große Liebe über dessen Tod sie nie hinweg kam. Das Buch bekommt von mir fünf Sterne, da mich Geschichten über Personen, die es wirklich gab, sehr interessieren und ich finde, dass die Autorin die Geschichte des Schinderhannes sehr realitätsgetreu erzählt hat. 

    Mehr
  • Das Leben mit dem Schinderhannes

    Die Räuberbraut
    Dreamworx

    Dreamworx

    11. August 2017 um 15:16

    19. Jh. Hunsrück. Die junge Juliana Blasius, Tochter eines Bänkelsängers und in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, trifft nach einem Tanzvergnügen auf einen charismatischen Mann namens Johannes Bückler, der sich im Verlauf eines Gesprächs als der berühmt-berüchtigte Räuberhauptmann Schinderhannes herausstellt. Als dieser ihr das Angebot macht, mit ihm und seiner Truppe zu ziehen, entschließt sich Juliana schnell, bricht mit ihrer Familie und geht in Begleitung ihrer Schwester Margret mit auf Reisen. Schinderhannes ist dafür bekannt, hauptsächlich reiche Kaufleute und Händler jüdischer Abstammung zu berauben, wobei die übrige Bevölkerung ihm genug Rückhalt gibt und ihn sogar noch unterstützt. Juliana verliebt sich schnell in den selbstbewussten Hannes und nimmt dabei in Kauf, ständig auf der Flucht zu sein und nie einen festen Wohnsitz ihr Eigen zu nennen. Doch je länger die Raubzüge und das Versteckspielen dauern, umso mehr sehnt sich Juliana nach einem eigenen Zuhause, wo sie mit Hannes leben kann. Doch wird Hannes ihrem Wunsch nachgeben und sich endlich einen sicheren Broterwerb suchen, oder tanzt er weiter auf dem Drahtseil, bis er erwischt wird und sich die Schlinge um seinen Hals legt?Astrid Fritz hat mit ihrem Buch „Die Räuberbraut“ einen spannenden und unterhaltsamen historischen Roman um eine geschichtlich belegte Person vorgelegt. Mit einem flüssig-authentischen und lebendigen Schreibstil lässt die Autorin den Leser schnell in eine vergangene Zeit abtauchen und an der Seite von Juliana hautnah das Leben einer „Räuberbraut“ miterleben. Die einzelnen Passagen aus dem Jahr 1844, die Julianas Rückblenden auf ihr Leben beinhalten, sind ebenso interessant, denn sie zeigen auf, wie sehr sich die Denkweise von ihr über die Jahre verändert hat. Der Spannungsbogen ist gemächlich angelegt und steigert sich innerhalb der Handlung immer weiter bis zum finalen Schluss. Die historischen Fakten wurden von der Autorin akribisch recherchiert und der Handlung als glaubhaften Hintergrund unterlegt. Die Raubzüge wurden so eindrucksvoll geschildert, dass man sich vor dem inneren Auge alles sehr gut vorstellen konnte. Die vielen Reisen zeichnen ein strapaziöses Bild, wenn man bedenkt, wie mühsam und beschwerlich damals das Fortkommen mit Gepäck war. Die Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet und in Szene gesetzt worden. Sie haben alle ihre Eigenheiten, Stärken und Schwächen, wirken aufgrund dessen sehr lebendig und realitätsnah. Juliana ist eine junge Frau aus ärmlichen Verhältnissen. Sie ist ebenso mutig wie stark, lässt sich von Schicksalsschlägen so leicht nicht unterkriegen. Aber sie ist auch eine Frau mit Wünschen und Träumen, die sie gerne in die Tat umsetzen würde. Doch für ihre Liebe verzichtet sie auf vieles und setzt sich immer wieder der Gefahr aus. Hannes ist ein attraktiver und charismatischer Mann, der aufgrund seines Selbstbewusstseins und seines Wagemutes die Menschen schnell um den Finger wickeln kann. Er ist redegewandt und mutig, aber auch leichtsinnig und fast schon hochmütig, fühlt sich seiner Sache geradezu zu sicher, denn er ist sich der Unterstützung der normalen Bevölkerung sicher, die ihn immer wieder unterstützt. Dies nutzt er aus, was sich am Ende rächen wird. Margret ist Julianas Schwester, sie gibt Juliana Halt und ein Stück weit auch Familie und Altbewährtes, dass Juliana oftmals vermisst. Auch die übrigen Protagonisten tragen mit ihrem Erscheinen und ihrem Tun zur Spannung und Unterhaltung dieses Romans bei.„Die Räuberbraut“ ist ein unterhaltsamer und spannender Roman über die Raub- und Beutezüge des bekannten Schinderhannes, der dem Leser einen Mehrwert an Informationen bietet und Geschichte leibhaftig miterleben lässt. Hier ist eine Leseempfehlung auf jeden Fall verdient!  

    Mehr
  • Die Geschichte von Schinderhannes und Julchen, Aufregend und schön !!!

    Die Räuberbraut
    Arietta

    Arietta

    10. August 2017 um 22:00

    Inhaltsangabe: Quelle Lovleybooks Schwestern durch den Hunsrück. Eines Tages lernt sie den berühmtesten Räuberhauptmann der Gegend kennen. Der «Schinderhannes» umwirbt sie, liebt sie, nennt sie seine kleine Prinzessin und ist ihr sogar fast treu. Fortan streift sie mit ihm durch die Lande, bald heiraten sie. Doch kann das Glück an der Seite eines Räubers lange währen? Vierzig Jahre später lebt Juliana wieder in ihrem Heimatdorf und bedient im dortigen Wirtshaus. Hier machen Reisende halt, um die ehemalige Räuberbraut zu bestaunen und sich ihre Geschichten erzählen zu lassen. Eines Tages erscheint eine junge Frau in der Schenke. Ein Blickwechsel genügt, um Juliana begreifen zu lassen, dass sie auch Jahrzehnte später für die schönste Zeit ihres Lebens wird sühnen müssen. (Quelle:'E-Buch Text/21.07.2017') Meine Meinung zur Autorin und Buch Autorin: Astrid Fritz hat mir mit ihrem neuen Roman „ Die Räuberbraut „ eine große Freude bereitet. Ich habe das Buch mit großen Genuss gelesen und war ganz hin und weg. Bin ich doch eine echte Hunsrückerin und Schinderhannes ist mir von Kindesbeinen an ein großer Begriff. Es geht in ihrer Erzählung um den berühmten und berüchtigten Johann Bückler, Alias Räuberhauptmann Schinderhannes und seine Gefährtin Juliane Blasius, sein Julchen. Es war sehr schön in die Geschichte Abzutauchen und mit Hannes, Julchen und seiner Bande durch die Wälder und Dörfer des Hunrücks und Nahetals zu streifen. Viele der schönen Schauplätze sind mir bekannt. Ihren Sprach-und Schreibstil, ist wie immer sehr flüssig, klar, kraftvoll, bildhaft und sehr mitreißend. Von der ersten bis zur letzten Seite war es spannend, man hatte das Gefühl teil der Geschichte zu sein. Der Aufbau ist hervorragend, die beiden Zeitebenen Julchen im Alter und Jugend sind sehr gut miteinander verknüpft, am Ende der Geschichte laufen alle Fäden zusammen, es bleiben keine Fragen offen. Die Figuren sind wie aus Fleisch und Blut einfach Lebendig, auch die einzelnen Charaktere und deren Handlungen sind sehr glaubwürdig. Es war Interessant deren einzelnen Beweggründe kennen zu lernen. Historisch fand ich alles sehr perfekt, man merkte das hier eine Historikerin zugange war. Das Leben , Denken und Handeln der Menschen zur damaligen Zeit , ist sehr schön recherchiert. Auch die damalige Sprache ist gut wiedergegeben. Sie hat Wahrheit und Fiktion sehr gut mit einander verwoben. Sehr schön fand ich auch am Ende das Glossar und das Nachwort. Zum Buch: Man lernt Hannes kennen als Charmanten, höflichen und sympathischen Menschen, er erscheint klug, ist aber in Wirklichkeit ganz anders, ein Mann mit zwei Gesichtern. Ich muss sagen er war mir ganz sympathisch, so wie er Juliana behandelte. Kein Wunder das sich Juliana und ihre Schwester Margret bei ihrem Gesangauftritt mit ihrem Vater, in der Schenke sich in Hannes verguckten. Er ist so ganz anders als die übrigen Männer, gepflegt, gut gekleidet höflich, und charmant zu den Frauen. Das beide den Kopf verlieren, von zu Hause weg laufen, war nicht verwunderlich, die Mutter griesgrämig und kränkelnd. Sie sahen sich in der Gesellschaft von Hannes frei, was auf sie mal später zukommen sollte ahnte keine von beiden. Sie waren Jung und Abenteuerlustig. Julchen ist es die Hannes Herz erobert. Er liebt sie verwöhnt sie, seine Prinzessin. Hätte Julchen geahnt was auf sie mal zukommen würde und wäre sie reifer und Älter gewesen, vielleicht wäre ihr Lebensweg anders verlaufen. Es ist ein Abenteuerliches Leben das sie führen, Hannes und seine Bande überfallen die verhassten Franzosen, die das Land besetzt haben und die reichen Juden. Das einfache Volk verrät sie nicht, im Gegenteil sie werden sogar gewarnt. Aber Hannes wird immer unvorsichtiger und Waghalsiger, ein Leben auf der Flucht beginnt. Aus der Traum vom eigen Heim,einem ehrlichen Leben. Auch Julchen hat schon kleinere Diebstähle auf den Märkten begangen. Sie ist schwanger und möchte ihr Leben in andere Bahnen lenken, sie versucht Hannes zu bekehren. Es wird immer enger, die Schlinge zieht sich zu. Hannes und seine Kumpane werden verhaftet . Sie landen im Gefängnis, wie die Geschichte ausgeht weiß jeder kenner...Was aus Julchen und Hannes am Ende wird, verrate ich nicht, das soll jeder Leser selbst herausfinden... Es war Toll in das Leben von Julchen und Hannes abzutauchen und an ihrem Leben teilzuhaben. Man Erfuhr beim Lesen so manches neues, das einem noch nicht bekannt war. " Das Buch ist wie ein Sog, man kann sich ihm nicht entziehen,man wird beim Lesen hineingezogen und Teil der Geschichte "

    Mehr
  • Hervorragend recherchiert, wenig emotional

    Die Räuberbraut
    mysticcat

    mysticcat

    10. August 2017 um 09:56

    „Die Räuberbraut“ von Astrid Fritz erschien 2017 als gebundenes Buch im Wunderlich-Verlag. Dabei handelt es sich um einen historischen Roman, dessen Handlung im deutsch-franzöischen Grenzgebiet des 19. Jahrhunderts verortet ist. Juliana und Magaret Blasius, Töchter eines Bänkelsängers, halten die Zustände zu Hause nicht mehr aus und beschließen daher, sich der wohlhabenden Räuberbande des Schinderhannes anzuschließen. Beide junge Frauen haben sich in den attraktiven und charismatischen Räuberhauptmann verguckt, in weiterer Folge heiraten Juliana und der Schinderhannes auch kirchlich. In der ersten Zeit herrscht in der Bande scheinbar Harmonie und Wohlstand, doch dieses „schöne Leben“ zeigt der jungen Juliana auch bald seine Schattenseiten.   Meine Meinung: Die Figur Juliana „Julchen“ bleibt für mich zu flach. Für jemanden, der auf die große Liebe seines Lebens getroffen ist, fallen die Schilderungen aus ihrer Perspektive für meinen Geschmack zu wenig emotional aus, beim Lesen sind zu keinem Zeitpunkt ihre Emotionen auf mich übergesprungen. Auch die anderen Figuren bleiben für mich flach, weil sich sowohl Verhalten als auch zur Schau gestellte Emotionen der einzelnen männlichen bzw. weiblichen Charaktere für mich zu wenig unterschieden. Gerade in der ersten Hälfte des Buches bin ich mit den erwähnten Namen, Rufnamen und Orten nicht mehr mitgekommen – hier hätte mir eine historische Landkarte der Region, sowie ein Namensverzeichnis im Buch sehr weiter geholfen. Überhaupt hat mich die erste Hälfte des Buches kaum fesseln können, so dass ich öfters überlegt habe, das Buch abzubrechen. In der zweiten Hälfte nimmt die Handlungsdichte stark zu, das letzte Viertel des Buches hat mich dann gefesselt. Für mich bestehen die positiven Aspekte dieses Werkes darin, dass es sehr gut recherchiert war und die einzelnen Personen, sowie die Rahmenhandlung, von Fakten gedeckt ist. Ebenso gefällt es mir, dass die alte Juliana auf ihr Leben zurückblickt und so vieles in ihrer Erinnerung auflebt.   Fazit: Hervorragend recherchiert, wenig emotional

    Mehr
  • Die Räuberbraut

    Die Räuberbraut
    meisterlampe

    meisterlampe

    06. August 2017 um 17:00

    Juliana Blasius ist gerade 18 Jahre alt, als sie mit Vater und Schwestern als Musikanten durch den Hunsrück zieht. Dort lernt sie einen jungen Mann kennen, der sich als Hannes Bückler bzw. Räuberhauptmann "Schinderhannes" vorstellt. Sie verläßt ihre Familie, denen Hannes ein Dorn im Auge ist, bleibt aber bei ihm, die beiden verlieben sich und Juliana hofft auf ein schönes Leben, am liebsten als Krämerin, an seiner Seite. Leider sind Hannes die Streif- und Raubzüge sehr wichtig, gefühlt wichtiger als seine kleine Prinzessin, sodass er oft unterwegs ist und mit Beute zurückkehrt. Wie sehr dabei Menschen, vor allem Juden, zu Schaden, ja sogar zu Tode kamen, erfährt Juliana erst viel später, als dem Schinderhannes und seinen Kameraden der große Prozess gemacht wird. Der Prozess wird als sehr groß und brutal beschrieben, ein richtiges Ereignis für die Öffentlichkeit wird daraus gemacht, um ja alle Räuber zu erwischen und zu bestrafen. Den Traum vom eigenen Häuschen hat Juliana inzwischen aufgegeben, die erste Tochter ist sehr früh verstorben, im Gefängnis wird der Sohn geboren, er kommt jedoch in eine Adoptivfamilie. Juliana hat in der Zeit des Umherziehens Margaretha als Freundin an ihrer Seite, doch im Laufe des Prozess wendet sich auch diese von ihr ab. Über 40 Jahre später, als Juliana schon über 60 ist und in einer Wirtschaft bedient, lernt sie die junge Rebecca kennen. Wie sich herausstellt, ist diese die Enkelin von Wolff Wiener, dem Hannes damals übel zugesetzt hatte. Juliana entschuldigt sich für sein Benehmen und hofft, damit zumindest einen Teil wieder gutmachen zu können. Sie selbst hat irgendwann erkannt, dass ihr Mann nicht der Traumprinz ist, den sie zu finden gehofft hatte und als den er sich selbst gerne dargestellt hat; aus weiteren Ehen bleiben Juliana 2 Töchter, die beiden Männer, die sie nach Hannes liebte, hat sie überlebt. Sehr gut finde ich das Glossar sowie das Nachwort von Astrid Fritz. Hier wird nochmal einiges erklärt, was im Buch vielleicht nicht erwähnt wurde. Es gab wirklich viele Begriffe, die mir nichts sagten, andere wiederum kamen mir bekannt vor. Die Idee, nicht nur über das junge Julchen zu schreiben, sondern auch über ihr Leben "nach dem Schinderhannes", gefällt mir gut. Ich kann, nach der Lektüre des historischen Romans, schon nachvollziehen, warum er überall gefürchtet war. Im Laufe der Zeit wurde mir Hannes unsympathischer, geldgieriger, habgieriger, rücksichtsloser, ... kein angenehmer Zeitgenosse. Respekt, dass Julchen es mit ihm ausgehalten hat. Ich vergebe 4 Sterne für das Buch, da sich Hannes immer irgendwie in den Vordergrund, vor Juliana, gedrängt hat, um die es in der Geschichte gehen soll. Ansonsten gut recherchiert und belegt, gut und flüssig geschrieben. Jetzt wüßte ich nur noch gerne, welche Szene aus dem Buch genau das Titelbild darstellt ...

    Mehr
    • 2
  • weitere