Astrid Fritz Henkersmarie

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Inhaltsangabe zu „Henkersmarie“ von Astrid Fritz

Das Henkerswesen im 16. Jahrhundert: Bestsellerautorin Astrid Fritz wagt sich an ein faszinierendes Thema. Wer 'Die Hexe von Freiburg' liebte, wird diesen Roman verschlingen!

Eine Henkerstochter auf der Flucht vor ihrem Schicksal

Rothenburg ob der Tauber, um 1540. Maria wächst als Tochter eines Scharfrichters in einer schäbigen Gasse heran. Dem Mädchen ist der Beruf des Vaters eine fremde Welt. Nur zu deutlich spürt sie, dass sie gemieden wird - gelten Henker und ihre Familien doch als "Unehrliche", mit denen man nicht in Berührung kommen soll.
Als sie alt genug ist, nimmt ihr Vater sie zum ersten Mal zu einer Hinrichtung mit. Danach schwört sie sich, die Henkerswelt für immer hinter sich zu lassen, sobald sie erwachsen ist. Aber ihre Eltern haben andere Pläne: Sie soll den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers heiraten. Bleibt ihr nur die Flucht?

Hier taucht man fürwahr in eine andere Zeit ein und erfährt sehr intensiv, wie hart das Leben einer Henkersfamilie sein konnte.

— Betsy

Tolle Geschichte mit einem leider viel zu spannungsfreien Ende.

— ChattysBuecherblog

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Henkersmarie

    Henkersmarie

    -sabine-

    02. April 2017 um 18:58

    Ich weiß gar nicht, warum ich bisher noch kein Buch von Astrid Fritz gelesen habe, wo ich historische Romane doch sehr gerne mag – was ich aber weiß, ist, dass dies sicherlich nicht mein letzter Roman von ihr war, denn ich fühlte mich in diesem Buch sehr wohl und habe schöne Lesestunden gehabt. Nur den Klappentext sollte man nicht lesen – denn was dort geschrieben steht, nimmt viel zu viel vorweg und geschieht erst im letzten Viertel des Buches.Die Geschichte spielt Mitte des 16. Jahrhunderts, und man begleitet die Henkerstochter Maria von ihrer Kindheit an bis ins junge Erwachsenenalter – und sie macht einiges mit, denn als Henkerstochter wird sie oft gemieden, sie findet nur schwer Freunde und muss diese dann verlassen, wenn der Vater an einem anderen Ort gebraucht wird – aber warum erscheinen die Umzüge immer wie eine Flucht, was steckt wirklich dahinter?Ich mochte Marie von Anfang an – sie ist mir direkt ans Herz gewachsen mit ihrer liebenswerten und sorgenden Art. Zum Glück verliert sich das nicht auf ihrem oft steinigen Weg – obwohl sie oft auf Feindschaft, Abstoßung und Argwohn stört, trägt Marie ihr Herz weiter am rechten Fleck, sieht von ihren Werten nicht ab und findet so dann doch immer wieder Menschen, mit denen sie sich anfreundet. Aber auch Maries Familie habe ich gemocht, und durch die vielen Beschreibungen einen ganz neuen Blick auf das Leben einer Henkersfamilie erhalten. Ein Henker ist nicht nur zum Richten da, nein, er übernimmt auch viele andere Aufgaben und ist nicht zuletzt auch Heiler. Und so mochte ich auch Maries Vater sehr gerne; seine sorgende Art und seine Menschlichkeit trotz der harten Aufgabe als Scharfrichter haben mich sehr beeindruckt. Er hat Urteile nicht einfach nur ausgeführt, sondern immer auch die Seite des Verurteilten bedacht – und nicht selten hat er versucht, ihm den Tod so angenehm wie möglich zu gestalten. Oft war er zerrissen wegen dem, was er tun muss und gerade das machte ihn zu einem sympathischen Menschen. Astrid Fritz hat den Charakteren wirklich Leben eingehaucht, sie sehr gut gezeichnet, so dass ich mich als Teil der Familie gefühlt habe. Die Geschichte selber ist eher eine ruhige und zielt darauf ab, das Leben einer Henkersfamilie mit all seinen Höhen und Tiefen zu erzählen. So bekommt man viele Einblicke in Alltagssituation – egal ob auf dem Richtplatz, dem Familienleben oder auch beim Umherziehen durch das Land. Man erlebt hautnah die Ängste und Sorgen, aber auch die Freude und Liebe innerhalb der Familie. Der angenehme Schreibstil hat das Lesen zudem noch leicht gemacht, denn er bleibt flüssig zu lesen, obwohl er gut zur damaligen Zeit passt und er die besondere Atmosphäre, die Marie und ihre Familie umgibt, gut einzufangen vermochte. Ich habe mich als Teil der Geschichte gefühlt, weil alles sehr gut beschrieben war, ohne dass es aber langweilig oder langatmig war. Es ist zwar nicht so, dass die Geschichte einen hohen Spannungsbogen hat, trotzdem aber fühlte ich mich wie getragen durch die Erlebnisse der Familie, vielleicht auch, weil alles sehr glaubhaft erzählt war – da hat die Autorin gute Recherchearbeit geleistet. Und durch das angehangene Glossar wurden dann auch noch offen gebliebene Fragen geklärt.Ich mochte das Buch wirklich sehr gerne – nur vom Klappentext sollte man sich nicht irritieren lassen. Ich habe für mich eine neue Autorin entdeckt und werde ganz sicher weitere Bücher von ihr lesen – diesem hier gebe ich 4 von 5 Sternen. Einen Stern ziehe ich nur ab, weil ich mir doch einen etwas höheren Spannungsbogen gewünscht hätte – trotzdem aber fühlte ich mich gut unterhalten und freue mich auf weitere Bücher der Autorin. Mein FazitDen Klappentext sollte man nicht lesen, denn er könnte einen falschen Eindruck vom Buch erwecken – es ist eine eher ruhige Geschichte, die vom Leben einer Henkersfamilie erzählt. Vor allem die liebenswerten Charaktere und der atmosphärische Schreibstil haben mich eintauchen lassen in die Geschichte. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, so dass ich gerne 4 von 5 Sternen vergebe.

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  • Sehr gut!

    Henkersmarie

    lenar

    19. March 2017 um 13:03

    Meine Meinung: Ich hatte mal wieder unglaublich Lust auf einen historischen Roman und habe dann gestöbert, was es dann aktuell so gibt und bin dabei auf dieses Buch gestoßen. Es hat mich total angesprochen, weil es zwar um Henker geht, aber nicht um die die gejagt werden, sondern um die Tochter des Henkers und das hörte sich unglaublich gut an, weswegen ich sehr gespannt auf das Buch war. Der Schreibstil von Astrid Fritz hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt für einen historischen Roman sehr locker und daher lässt sich das Buch sehr angenehm lesen. Sie schreibt sehr bildhaft und bringt viele Informationen rein, ohne dass es anstrengend oder ähnliches wird. Man erfährt hier viel über die Geschichte der Henker. Ich fand dies unglaublich interessant, da ich immer dachte, dass es Henker böse Menschen waren. Aber dies stimmt überhaupt nicht, da sie sich den Beruf nicht aussuchen konnten. Man erfährt außerdem was noch hinter dem Beruf steckt und wie das Leben eines Henkers aussieht. Ich fand dies spannender, als gedacht. Die Protagonistin Maria hat mir gut gefallen, sie ist sehr authentisch dargestellt und ich fand sie von Anfang an sympathisch. Im Laufe der Geschichte macht sie eine unglaubliche Entwicklung durch und sie wächst über sich hinaus. Zum Ende des Buches findet man noch ein Glossar, damit kann man sich gut orientieren und ggf. das ein oder andere nachschlagen. Außerdem gibt es ein sehr interessantes Nachwort, in dem die Autorin Astrid Fritz einiges erklärt. Fazit: “Henkersmarie” ist ein richtig guter historischer Roman. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, das Buch ist spannend, hat eine tolle Protagonistin und man erfährt viel über das Leben des Henker. Für Fans des historischen Romans oder für alle die es noch werden möchten ein absolutes Muss!

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  • Auf der Flucht vor dem Schicksal

    Henkersmarie

    Rosenmadl

    11. February 2017 um 22:01

    Inhalt: Maria, die Tochter eines Henkers wächst in fürchterlichen Verhältnissen auf. Anno 1540 werden Henkersfamilien verschmäht und jeder geht ihnen aus dem Weg. Das macht es nicht gerade leicht für Maria, die gerne Freunde hätte, gerne ein Leben führen würde wie alle anderen Familien auch. Auf dem Weg vom einem Ort zum anderen und auf der Flucht vor einem geheimnisvollen Mann trifft sie irgendwann auf Caspar, den sie gerne für sich gewinnen würde. Doch wie soll sie das anstellen und welchen weiteren Weg ist für Maria wohl vorgesehen?  Meine Meinung: Mit ihrem zarten, aber doch sehr detaillierten Schreibstil hat Astrid Fritz es geschafft, Maria vollends als ein Mädchen darzustellen, welche man nur in sein Herz schließen kann. Wenn Maria weint, weint man mit. Wenn Maria lacht, lacht man mit. Ich finde es grandios, wenn mir eine Autorin genau dies vermitteln kann. Wenn man glaubt, selbst mitten im Geschehen zu sein. Wenn man glaubt, ein Teil der Familie gehöre zu einem selbst. Dies macht ein Lesevergnügen aus und das hab ich bei "Henkersmarie" empfinden können.  Es war sehr interessant den Weg mit der kleinen Maria gehen zu dürfen. Vom Kleinkind zur reifen heranwachsenden Frau, begleitet von ihren Bedürfnissen, Ängsten, Bedenken, Freuden und Leiden.  Sehr anschaulich wird dargestellt, wie schrecklich man sich gegenüber Henkersfamilien benahm, oft wurden ihre Kinder verschmäht, gemobbt, verprügelt und wie Pestopfer behandelt. Solch ein Leben kann man sich gar nicht wirklich vorstellen und umso mehr hat man hier mal die Möglichkeit dorthin ab zu tauchen und das Gefühl derjenigen verspüren zu können. Für mich hat es die Autorin vorzüglich gemeistert.  Fazit: Ich sehe die Familien, die viel mitgemacht haben, ich sehe die Menschen von früher nun mit ganz anderen Augen. Denn Astrid Fritz hat es geschafft, mir einen authentischen Einblick in die Zeit um 1540 nahe zu bringen und die Leiden, Freuden derer zu vermitteln, die zu diesen Zeiten gelebt haben. Maria ist eine wundervolle junge Dame, die man einfach ins Herz schließen muss und es macht einfach nur große Freude sie aufwachsen zu sehen. Der Schreibstil, die Art und Weise der Sprache, die zarten Gefühle, die die Autorin vermitteln konnte haben dazu beigetragen, dass ich hier ein Werk lesen durfte, dass mich nachhaltig noch faszinieren wird. Deswegen muss ich auch ganze  4 Sterne  vergeben ! 

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  • Leserunde zu "Das Lied der Störche" von Ulrike Renk

    Das Lied der Störche

    UlrikeRenk

    Liebe Lovelybooks Gemeinde, endlich ist es wieder soweit - ein neues Buch von mir erscheint im Aufbau Verlag. Ich möchte euch herzlich zu dieser Leserunde einladen. Darum geht es: Alte Heimat Ostpreußen 1920: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist: Ihr Erbe ist nach dem großen Krieg verloren gegangen, sie hat weder Auskommen noch Mitgift. Während ihre Freundinnen sich in Berlin vergnügen und ihre Jugend genießen, fühlt sich Frederike ausgeschlossen. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit des Gutsbesitzers Ax von Stieglitz. Wäre da nur nicht das beunruhigende Gefühl, dass den deutlich älteren Mann ein dunkles Geheimnis umgibt ... Ein berührende Familien-Saga die auf wahren Begebenheiten beruht. Hier ist eine Leseprobe Der Aufbau Verlag verlost unter allen Bewerbern, die sich bereit erklären, aktiv an der Leserunde teilzunehmen und das Buch zu rezensieren, 25 Exemplare. Ich freue mich sehr auf die Leserunde mit euch! HerzlichstUlrike Renk

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    Floh

    29. January 2017 um 02:32
    Beitrag einblenden
    wusl schreibt Das "Problem" hat man ja öfters in Büchern (vornehmlich historische oder fantasy) dass die Protagonisten am Anfang doch eigentlich noch sehr jung sind aber schon sehr reif und erwachsen rüber ...

    Da habe ich schon zwei Romane, die mir wegen der "Unreife" der Protagonistin eher negativer Natur in Erinnerung geblieben sind: * ...

  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. Weltkrieg: anne_lay 0/2anushka    2/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    1/2 ChattysBuecherblog  0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  0/2histeriker    2/2Insider2199 1/2 JuliB       1/2 Kirschbluetensommer     0/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  1/2Traubenbaer 0/2 werderaner  1/2 Historische Ereignisse: anne_lay   2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  1/2 Ginevra 1/2 histeriker    0/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    1/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      1/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Glauben: anne_lay 2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    0/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  0/2 Ginevra  2/2 histeriker    0/2 Insider 21099 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne   1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe    0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  0/2

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    • 779
  • Ein wundervolles wenn auch tragisches Buch mit tollem Einblick in die frühe Neuzeit

    Henkersmarie

    annie_apple

    02. August 2016 um 18:51

    Passend zum Ferienbeginn habe ich mir viele Bücher aus der Bücherei ausgeliehen und konnte es kaum erwarten diese zu lesen. Vor allem die "Henkersmarie" hat mich sehr interessiert. Sowohl der Klappentext, als auch die Zeit, in welcher die Geschichte spielt haben mich sofort gepackt, sodass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen hatte. Das Buch spielt in der frühen Neuzeit, im 16.Jahrhundert und handelt von einer Henkersfamilie. Die Hauptperson stellt Maria Vollmer dar, welche als Tochter eines Henkers geboren wird und mit allen Folgen, die sich aus ihrem hineingeborenen Stand ergeben, leben muss. Während Maria doch sehr unter der Rolle als Henkerstochter leidet und so viel Abstand wie nur möglich zu dem Beruf des Henkers halten mag, kann es ihr älterer Bruder Veith kaum erwarten, dem Vater als Knecht zur Seite zu stehen und eines Tages dessen Rolle zu übernehmen. Ihr jüngerer Bruder Jonathan stellt dagegen das Gegenteil von Veith dar, da er sehr zart und verletzlich wirkt und ihm seine Schulbildung sehr wichtig ist. Auch ihre Mutter möchte nicht viel mit den Aufgaben eines Henkers zu tun haben und zieht sich des Öfteren zurück. Maria kann deshalb nicht verstehen, weshalb ihre Mutter dennoch einen Henker geheiratet hat, wo sie doch die freie Wahl hatte. Erst zum Ende des Buches erfährt sie die Umstände, wie es zu der Heirat ihrer Eltern gekommen ist. Nachdem die Familie immer wieder umziehen muss, da aufgrund eines Mannes, der sie erpresst , sie flüchten müssen, gewöhnen sich Maria und ihre Geschwister immer nur schwer an ihre neue Heimat und finden sehr spät neuen Anschluss. Dazu kommt noch, dass es die Kinder durch ihre Rolle als "Henkersbrut" sehr schlecht behandelt werden und sie bei dem Großteil der Bevölkerung als Untermenschen behandelt werden. Nachdem Maria in Basel schließlich Nele kennengelernt hat, die sowohl ihre Nachbarin, wie auch beste Freundin wird, erlebt sie ihre gesamte Jugend relativ unbeschwert, wenn auch niemals so frei, wie andere Kinder in ihrem Alter. Nachdem sie jedoch mit Caspar,einen Henkerssohn in den sie seit längerem verliebt ist, jedoch sich keine großen Hoffnungen macht, verlobt werden soll, flüchtet sie aus Basel, da sie unter keinen Umständen einen Henker als Bräutigam haben will. Nach monatelangem mühseligem Arbeiten, kehrt sie schließlich nach Basel zurück. Zu ihrer großen Überraschung kehrt auch Caspar nach einer beschwerlichen Reise, bei der er beinahe umgekommen wäre zurück und verkündet, dass er sein Amt als Henker abgegeben hätte. Das Buch ist in älterer Sprache verfasst, jedoch hatte ich persönlich keine Schwierigkeiten verschiedene Dinge zu verstehen, da sich diese leicht aus dem Kontext ergeben oder man zur Not auch hinten im Glossar nachschauen kann. Sobald ich die erste Seite gelesen hatte, war ich gefangen von dem Buch und man konnte es auch flüssig lesen. Mir hat der Einblick in die Zeit in der das Buch spielt und vor allem das nähere Erläutern des Lebens eines Mädchens aus einer Henkersfamilie sehr gut gefallen und ich konnte mich leicht mit der Protagonistin identifizieren. Auch, dass es am Ende ein Happy End für Maria und Caspar gab, habe ich toll gefunden. Abschließend kann ich das Buch jedem empfehlen, der einen Einblick in die frühere Geschichte haben möchte und sich mit den Problemen, die sich in dieser Zeit für die damaligen Menschen ergaben, an welche man heute vielleicht nicht einmal mehr denkt, identifizieren möchte. Ein tolles Buch, welches ich noch länger in Erinnerung behalten werde. <3

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    • 3
  • wieder ein toller Roman der Schriftstellerin

    Henkersmarie

    robbylesegern

    08. July 2016 um 13:23

    Die Bücher der Schriftstellerin Astrid Fritz lese ich immer wieder gerne, weil sie meiner Meinung nach auf einer guten Recherche beruhen und nicht nur Liebesgeschichte mit ein bisschen Historie sind, wie es häufig bei historischen Romanen der Fall ist.Viele Bücher der Autorin sind in Süddeutschland angesiedelt,Freiburg ist dabei ein beliebter Ort. Auch in diesem Roman kommt Freiburg im Breisgau vor, doch nur als Nebenschauplatz.Dieses Buch hat seinen Ausgang in Rothenburg ob der Tauber , in der die Henkerfamilie Vollmer eine große Rolle spielt. Marie ,die Protagonistin dieses Romans, wächst neben ihren Brüdern Veit und Jonathan als Mittlere der Kinder heran und erfährt schon früh, was es heißt eine Außenstehende zu sein. Denn der Henker und seine Familie sind " Unehrliche " , haben keine Bürgerrechte und sind vom Volk gefürchtet. Man macht einen großen Bogen um sie ,viel Aberglauben rankt um ihren Beruf und die Kinder haben es schwer aus dieser Schicht herauszukommen. Oft " erben " die Söhne den Beruf des Vaters und die Töchter heiraten auch innerhalb dieser Schicht. Genau dies macht Marie sehr zu schaffen, vor allem als sie älter wird. Sie leidet sehr darunter ausgegrenzt zu werden und ein dunkles Geheimnis , das um die Mutter rankt, zwingt die Familie immer wieder umzuziehen und so zieht sie von Rothenburg nach Hall und später nach Basel.Aber überall erfährt die Familie Ausgrenzung und die Kinder haben es schwer Freunde zu finden.Veit der älteste Sohn folgt seinem Vater in seinen Beruf und stellt sich nicht nur geschickt an, sondern scheint auch keine Gewissensbisse bei seiner Arbeit zu haben, Jonathan, der Jüngste , wird ein sehr guter Schüler und schafft es durch die Fürsprache seiner Lehrer auf eine Universität. Doch Marie bleibt nur die Heirat mit einem Henker, Abdecker oder Kloakenreiniger, Berufe , die dem Henker gleichgestellt sind.Sie hadert mit ihrem Schicksal und versucht ihren eigenen Weg zu gehen.Wie immer schreibt die Autorin flüssig und spannend und lässt den Leser Einblick nehmen in die vergangene Zeit , hier in das Henkerwesen des 16. Jahrhunderts. Man erfährt sehr viel über diesen Beruf, aber eben auch , was es für deren Familien bedeutete. Was mich sehr gefreut hat und was die Autorin auch in einem Nachwort anmerkt, ist die Tatsache, dass der Beruf des Henkers keineswegs von gefühlskalten und brutalen Menschen ergriffen wurde, sondern dass es häufig eine Familientradition war den Beruf des Vaters zu ergreifen und eine Schwierigkeit aus diesem sozialen Gefüge auszubrechen. Henker waren häufig sensible Menschen , die nicht selten an ihrem Beruf zerbrachen und dann dem Alkohol verfielen. Auch kannten sie sich häufig in medizinischen Dingen und der Kräuterkunde aus, um den Deliquenten auf diese Weise das Sterben zu erleichtern, indem sie ihnen einen Trunk verabreichten oder vorher das Genick brachen. Auch der hier agierende Henker Vollmer , verdingte sich nebenbei als Wundarzt und seine Frau mixte Salben und Tinkturen.Die Sprache in diesem Roman ist der damaligen Zeit angepasst und so ist es eine Hilfe, dass es am Ende des Buches ein Glossar mit den Begriffen der damaligen Zeit gibt , indem der Leser nachschauen kann , wenn ihm ein Wort fremd ist. Auch die einzelnen Personen in dieser Geschichte agieren der Zeit entsprechend und so kann man abschließend sagen, dass es ein überzeugender historischer Roman ist, der einer guten Recherche zugrunde liegt, was man auch merkt.Mir hat dieses Buch von Astrid Fritz wieder sehr gut gefallen und freue mich schon jetzt auf ihr neues Buch, dass noch in diesem Jahr erscheinen wird.

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  • Hat mich schockiert und begeistert

    Henkersmarie

    Polarstern15

    04. July 2016 um 10:49

    Der historische Roman "Henkersmarie" von Astrid Fritz ist als gebundene Ausgabe im Kindler Verlag erschienen, hat 512 Seiten incl. Glossar und Nachwort der Autorin und kostet 19,95€.In diesem Roman geht es um die junge Maria Vollmer die Mitte des 16. Jahrhundert in einer Scharfrichterfamilie aufwächst und erfährt, das der Beruf ihres Vaters auch ihr Leben stark beeinflusst (im negativen Sinn) und sie sich schwört, nie einen Henker zu ehelichen. Nach dem Prolog begleiten wir die kleine Maria, gerade mal 5 Jahre alt, in drei Abschnitte ... bis zu ihrem 18. Lebensjahr. Wir lernen ihre Familie und ihr nicht einfaches Leben, samt Gefühlswelt, sehr gut kennen, außerdem erfahren wir gut recherchierte Informationen über die Scharfrichter, ihren Aufgaben und der Ausgrenzung die Henkersfamilien ausgesetzt waren.Die Geschichte hat mich zum Teil sehr berührt, vor allen Dingen die Ablehnung der Menschen gegenüber Maria und ihrer Familie, schließlich "musste" jemand zu dieser Zeit das Amt des Scharfrichters übernehmen und diese galten dann doch als "Unehrliche", obwohl die Henker oft viel gebildeter waren als der normale Bürger und in diesem Fall auch ein liebevoller Ehemann und Vater und erfolgreicher Wundheiler. Tja, und als Tierliebhaberin hatte ich auch ganz schön beim Lesen zu leiden, da hatte ich doch auch einige Tränen in den Augen.Trotzdem haben mich der flüssige Schreibstil, die wunderbar ausgearbeiteten Charaktere und die historischen Informationen, ich sag nur "Armsünderfett" ... danach habe ich erstmal gegoggelt;) , begeistert. Das ist mit Sicherheit nicht das letzte Buch was ich von Astrid Fritz gelesen habe!:DVom mir gibt es volle 5 Sterne und einen absolute Leseempfehlung für alle die, die historisch informative Romane mögen und mal aus der Sicht einer Henkersfamilie das Mittelalter erleben wollen.

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  • Buchverlosung zu "Henkersmarie" von Astrid Fritz

    Henkersmarie

    Astrid_Fritz

    Zum Welttag des Buches verlose ich 2 signierte Exemplare meines historischen Romans "Henkersmarie".Es geht darin um die junge Maria, die um 1540 als Henkerstochter in einer schäbigen Rothenburger Gasse heranwächst. Von klein an spürt sie, dass sie gemieden wird – gelten Henker und ihre Familien doch als „Unehrliche“, mit denen man nicht in Berührung kommen soll. Als sie ihren Vater zum ersten Mal bei seinem „Handwerk“ erlebt, bleibt ihr das als grauenhaftes Ereignis in Erinnerung. Aber sie genießt auch viele Freiheiten: Sie lernt wie ihre Brüder Lesen und Schreiben, und wenn ihr Vater von der Heilkunde erzählt, auf die er sich wie jeder Henker seiner Zeit versteht, ist sie sogar stolz auf ihn. Doch dann, als sie achtzehn ist, die Schreckensnachricht: Sie soll Caspar, den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers, heiraten. Bleibt ihr nur die Flucht?Wer an dieser Buchverlosung teilnehmen möchte, beantworte bitte folgende Frage:Unter welchem Pseudonym werde ich im Mai den humorvollen Schwaben-Frauen-Vorstadt-Roman "Deschperate Housewives" herausbringen?Wer jetzt schon mal in die "Henkersmarie" reinschmökern möchte: Hier der Link zur Leseprobe. Mehr Informationen zu meinen Büchern und meiner Vita findet ihr im Internet unter www.astrid-fritz.deViel Glück also bei der Verlosung und herzliche Grüße!Astrid Fritz

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    • 156

    Astrid_Fritz

    07. May 2016 um 12:20
  • Regt zum Nachdenken an

    Henkersmarie

    joleta

    Klappentext: Eine Henkerstochter auf der Flucht vor ihrem Schicksal Rothenburg ob der Tauber, um 1540. Maria wächst als Henkerstochter in einer schäbigen Gasse heran. Dem Mädchen ist der Beruf des Vaters eine fremde Welt. Nur zu deutlich spürt sie, dass sie gemieden wird - gelten Henker und ihre Familien doch als "Unehrliche", mit denen man nicht in Berührung kommen soll. Als sie alt genug ist, nimmt ihr Vater sie zum ersten Mal zu einer Hinrichtung mit. Danach schwört sie sich, die Henkerswelt für immer hinter sich zu lassen, sobald sie erwachsen ist. Aber ihre Eltern haben andere Pläne: Sie soll den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers heiraten. Bleibt ihr nur die Flucht? Ich meine dazu: Auch Henker sind Menschen. Maria wächst, zusammen mit ihren beiden Brüdern, als mittleres Kind wohlbehütet und geliebt auf. Doch bald wird ihr bewußt, daß sich Leute ihr und ihrer Familie gegenüber anders verhalten, als anderen Menschen. Daß ihr Vater um seinen Beruf nicht viele Worte macht, ja, sogar Geheimnisse hat. Als sie mit ihrer Familie umziehen muß, wird ihr das alles noch bewußter, weil das haus, in das sie ziehen, in einem abgesonderten Stadtteil liegt. Sie wohnt jetzt bei Leuten 'ihres Standes', bei Unehrlichen. Fortan darf sie nur noch bestimmte Wege in die Stadt gehen und muß sich kenn zeichnen, damit ihr die Leute aus dem Weg gehen können. Immer mehr begreift sie, daß der Beruf ihres Vaters unehrenhaft sein soll, dabei wird er doch so gebraucht. Und immer weniger gibt sie sich mit ihrem Schicksal zufrieden... Astrid Fritz hat hier mal wieder einen Roman geschaffen, der mich doch sehr berührt hat. Aus der Sicht eines Kindes, einer Heranwachsenden, schildert sie die Ausgrenzungen und damit verbundenen seelischen Verletzungen, die Maria wiederfahren. Dabei versteht sie anfangs noch gar nicht, was los ist, denn um sie zu schützen, machen ihre Eltern zunächst ein Geheimnis um Vollmers Beruf. Facettenreich und ungeschönt wird hier das Leben der Henkersfamilie und die Unterschiede zwischen den Ehrlichen und Unehrlichen dargestellt. Und ja, ein Henker ist wohl auch nur ein Mensch. Immer wieder kommt man, wenn man historische Romane liest, unweigerlich mit dem Beruf des Henkers in Kontakt. Aber mal ehrlich: Wer stellt sich darunter einen liebevollen, sympathischen Vater vor, der unter der Hand auch noch Wunden heilt; oft fachkundiger, als mancher Arzt? Astrid Fritz hat es geschafft, mich zu berühren. Nicht zuletzt mit einem simplen Gedankengang: Den Beruf des Henkers gibt es heute noch, nach wie vor... Denn wer vollzieht denn die Todesstrafen in Ländern, wo selbige nicht abgeschafft worden sind? Und: Was erzählen diese Leute wohl ihren Kindern, was sie beruflich tun? Wieder mal ein Roman der Autorin, der mich vollends überzeugt hat!

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    • 3
  • Leserunde zu "Rabenfraß" von Biggi Rist

    Rabenfraß

    Elwood

    MESSERSCHARF Ausgerechnet an Hölzles erstem Urlaubstag im Harz wird eine junge Frau enthauptet aufgefunden. Alle Indizien deuten darauf hin, dass der Ehemann der Mörder ist, aber der Kriminalhauptkommissar hat Zweifel. Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln und stößt dabei auf eine unglaubliche Mordserie. Seit 20 Jahren treibt ein Mörder unbemerkt sein Unwesen und tötet seine Opfer nach mittelalterlichen Methoden. Hölzle gerät bei seinen Nachforschungen selbst ins Visier des Mörders und begibt sich in tödliche Gefahr …

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    • 515

    Floh

    24. February 2016 um 02:56
    Beitrag einblenden
    Antek schreibt Mir gefällt es weiterhin echt gut. Die informationen über Schafrichter aus dem Buch Harzer Henker, z.B. über die Ausbildung finde ich irre spannend. Die Wasserfolter im Mittelalter, so grausam ...

    Ich habe mal zwei richtig gute historische Romane verschlungen, die das Henkerswesen zum Thema hatten. Vielleicht ist soetwas auch für dich lesenswert? * Die Henkerstochter (ist eine ganze ...

  • Von Hexenwerk und Teufelshand. Ein erstklassiger historischer Roman zur Henkerstochter-Saga!

    Die Henkerstochter

    Floh

    Ein fesselnder und mitreißender historischer Roman kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg um 1649 im Süddeutschen Schongau. „Die Henkerstochter“ erzählt packend, authentisch, atmosphärisch und fundiert aus dem Handwerk des Scharfrichters und Henkers und dem stigmatisiertem Leben in einer solchen Henkers-Dynastie. Der talentierte und mit Ambitionen ausschraffierte Autor Oliver Pötzsch bringt all das in seinem historischen Roman unter, was man als Liebhaber und Leser solcher Romane erhofft. Wissen, Recherche, Hintergrund, authentische Sprache, Kleider und Gesellschaftsformen. Autor Oliver Pötzsch erzählt einen sagenhaft spannenden und nahezu auf realen Säulen gebauten Roman von Aberglaube, Hexenwerk und Teufelsteug. Von Macht, Gier, Verrat, Tod und von der unmögliche Liebe einer Henkerstochter und einem wiederwillig geduldeten Medicus. Mit fesselnder Spannung, atemberaubenden Kulissen und zeitgemäßer Schreibkunst und Artikulation zur handelnden Epoche fasziniert dieser Autor und liefert eine bewegende Geschichte. Ein geballter und thematisch hoch interessanter historischer Roman mit vergangenem Lokalcharakter, der mit weiteren Bänden zur Henkerstochter-Saga fortgesetzt wird, für sich allein jedoch rund und abgeschlossen ist. Erschienen im Ullstein / List Verlag (http://www.ullsteinbuchverlage.de/) Inhalt: "Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird in der bayerischen Stadt Schongau ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin und sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme des Ortes. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt: die alte Frau ist unschuldig. Unterstützt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem Täter." Zum Schreibstil: Der Autor Oliver Pötzsch schreibt seinen historischen Roman mit familiärem Hintergrund. Der Autor selbst hat Wurzeln der einstigen Henkersfamilie Kuisl, welche er auf alten Schriften, Erzählungen und Dokumenten nachgekommen ist. Seine Erkenntnisse, Erfahrungen und Hintergründe verwebt dieser talentierte Autor in seiner teils fiktiv ausgeformten Handlung und bietet immer wieder Puzzleteile, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Sein Werk, sein Auftakt zu einer mittlerweile umfangreichen Henkerstochter-Saga, überzeugt durch enorme Sprachgewandtheit, er hat die Eindrücke und den Jargon der damaligen Zeit um 1659 treffend und authentisch eingefangen und gibt diesen Charme an seine Leser weiter. Auf diesen Autor bin ich durch eine Empfehlung gestoßen, da ich auf der Suche nach einen richtig guten Schreiber oder Schreiberin für historische Romane war. Dieser Tipp einer anderen Leserin hat sich gelohnt. Mit Oliver Pötzsch habe ich genau das gefunden, was ich an historischen Romanen so sehr beherzige und gerne lese. Der Autor Pötzsch hat sich bereits mit seinem Prolog und den ersten gelesenen Seiten in mein Herz geschrieben, ich mag seine gewählte Erzählweise, die Dramaturgie ohne jeglichen Kitsch, die fundierten Fakten und Hintergründe, die sich zu einer äußerst fesselnden Geschichte bündeln und von großem Können und Wissen sprechen. Oliver Pötzsch schafft Nähe und Verbundenheit, er nimmt den Leser völlig selbstverständlich mit in eine andere Zeit und scheut sich auch nicht davor, die Gräueltaten und schrecklichen Folterungen und Verteufelungen durch Aberglaube und Ansehen der Stadt zu präsentieren und zu formulieren. Er entführt seine Leserschaft an historische Orte des alten Schongau, lässt den Leser die Gerüche und Atmosphäre wahrnehmen, er teilt das Leid und die Liebe der Charaktere mit den Lesern. Hier liest man nicht nur, nein, hier ist man um 1659 spürbar dabei. Ein spannungsgeladener, fundierter und atmosphärischer Roman. Sehr bemerkenswert und gekonnt formuliert der Autor Oliver Pötzsch zeitgemäße Dialoge ohne überladen oder aufgesetzt zu erscheinen. Ein feines Händchen und eine gelungene Gratwanderung zwischen den Epochen. Keinesfalls gekünstelt, sehr anmutig, gehoben und der einstigen Zeit entsprechend. Neben der Sprachkunst des historischen Romans setzt er auch auf entsprechendes Flair und Atmosphäre, und entsprechend eingestreut und verwebt sind all die historischen Fakten, Gepflogenheiten und Bräuche, und das verschriene Handwerk des Henkers, der Hebammen und des jungen Medicus. Autor O. Pötzsch verstehtsein Können, selbstsicher und mit ausgiebiger Recherche begibt er sich in die vergangene Zeit. Wenn man sich über den Autor und seiner Motivation zur Saga informiert und auch das interessante Nachwort zum Roman liest, wird man sehen und anerkennen, welche Verbundenheit er zu seinen Romanen pflegt. Ganz großartig und lobenswert! Schauplätze: Wie ein lebendig gewordener Streifzug durch das Mittelalter und Schongaus Archive. Die geformten, realen und überaus detaillierten Schauplätze überzeugen durch Atmosphäre, Gerüche, Gesellschaft und vielen authentischen Details. Eine Vergangenheit wird neu zum Leben erweckt. Hier gibt es nicht nur Orte des Folterns, Verurteilens und Henkens, nein hier gibt es auch Orte der Heilkunst, des Handwerks, der Sitten und des familiären Lebens innerhalb und außerhalb der Stadtmauern Schongaus. Ein Streifzug durch Gassen, Familien, Medizinischer Kunst, Wirtshäuser, Kerker, Märkte, Viertel und Orte der Medizin, Alchemie und der Mündel und Handwerker. Hier gibt es enorme Atmosphäre, Gesellschaftsformen, Handel, Kirche und die Härte des damaligen Lebens. All die atemberaubenden Kulissen aus Marktplatz, Flussufer und Gassen Schongaus laden zu einem geschichtlichen Streifzug ein. Historische Atmosphäre, die Kluft zwischen Glaube und Aberglaube, zwischen Rat und Kirche, zwischen Sehen und Ansehen, zwischen Recht und Unrecht, sowie Urteil und Vollstreckung… Oliver Pötzsch gibt in seinem Roman immer ein authentisches und zeitgemäßes Bild der Schauplätze wieder. Dies bezieht sich nicht nur auf das Stadtbild, nein, er entführt den Leser an die Örtlichkeiten, zeigt das Leben und Leiden der Familien, der Wissenschaftler, durchforstet alte Berichte, besucht Familien und Gesindel, durchdringt die Kirche und baut das Siechenhaus welches durch Sabotage in Verruf gerät. Ein Zwist mit den Augsburger Fuhrleuten, Sterben und getötete Kinderlein mit Hexenmal… Hier lobe ich die mir so sehr erhoffte und gewünschte intensive und authentische Recherche des Autors. Er schreibt mit viel Hintergrund, eigenem Wissen und Erfahrungen und ausgiebiger Kenntnis. Hier spürt der Leser viel Herzblut und Verbundenheit zur Epoche und zur Geschichte der Henkers-Dynastie der Kuisls. Sehr genau hat er die Eindrücke eingefangen und gibt diese im Buch an die Leser weiter. Pötzsch hat in trefflichen Momenten immer ein sehr genaues Bild der Umgebung geschaffen und überzeugt und überrascht mich genau damit vollkommen. Charaktere: Der Titel lautet die Henkerstochter, Dennoch stehen hier nicht nur die Henkerstochter Magdalena und ihre Stigmatisierung im Dorf als solche im Fokus, sondern eine galant und komplex verwobene Geschichte um eine Mordreihe kleiner Mündel im idyllischen Schongau, die auf Hexenwerk hindeuten. Schnell ist eine Schuldige ausgemacht und der Rat Schongaus mit dem Schreiber Lechner drängen auf eine schnelle Folter, damit die als Hexe verrufene Hebamme Martha Stechlin die Morde und Vorfälle gesteht und auf dem Scheiterhaufen brennen kann. Jakob Kuisl, Henker in Generation, ist von der Unschuld der Hebamme Stechlin, die seine drei Kinder auf die Welt geholt hat überzeugt. Doch seine Zeit drängt diese Unschuld zu beweisen, denn schon bald soll er seines Amtes walten und der Hebamme unter Folter ein Geständnis entlocken und die Delinquentin auf dem Scheiterhaufen brennen lassen. Die Stadt ist in Aufruhr, immer mehr Vorfälle geschehen, der leibhaftige Teufel mit Knochenhand wurde gesichtet, es ist von Hexenwerk die Rede, der kurfürstliche Vertreter ist in Anmarsch, schnell muss gehandelt werden, Jakob Kuisl gerät in Verruf, genau wie der junge Medicus Simon Fronwieser, der mit der Henkerstochter anbandelt. Parallel leidet die Hebamme Martha Stechlin höchste Qualen und kann nur auf Kuisl und seinem Können hoffen ehe der Kurfürst Schongau erreicht. Bei der Wahl der Charaktere punktet der Autor bei mir weiter haushoch, denn die drei oder vier Hauptcharaktere Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena, der Medicus Simon Fronwieser sowie die Hebamme Martha Stechlin und auch die treffenden Nebenrollen bieten ein vollkommenes Bild und repräsentieren die damalige Zeit und die Gesellschaftsformen. Zur einprägsamen Kulisse hat Oliver Pötzsch genauso einprägsame Persönlichkeiten in ihrem historischen Roman erschaffen. Und nicht nur die Opfer hinterlassen eine Handschrift. Zwielichtig, bestialisch, korrupt und machthungrig. Bei der Ausformung und Darstellung der einzelnen Charaktere aus Haupt- und Nebenrollen hat der Autor aus den Vollen geschöpft. O. Pötzsch schafft hier ein stimmiges Bild der Persönlichkeiten und formt das passende Umfeld, die passende Aura und den Status der Charaktere gleich dazu. Eine sehr runde und feine Mischung aus Hauptprotagonisten und wichtigen Nebenrollen. Meinung: Nachdem mit auf der Suche nach einem richtig guten historischen Roman war, und durch eine Empfehlung auf diese Reihe aufmerksam wurde, kann ich nur sagen, dass es sich mehr als gelohnt hat in diese Epoche und in diese Saga abzutauchen. Ein Autor mit Suchtpotential. Zuerst möchte ich die einzigartige Schreibkunst und Nähe dieses Autors hervorheben. Mit Oliver Pötzsch habe ich mein Faible für historische Romane wiederentdeckt und kann diese in sich abgeschlossene Reihe mit weiteren Folgebänden fortsetzen, darauf freue ich mich schon sehr. Wahre Begebenheiten und Personen mischen sich hier mit der Fantasie des Autors, ein Nachwort bringt Aufschluss über die Hintergründe und Quellen. So stammt ein wunderbar glaubwürdiges und unterhaltsames Werk aus der Feder dieses ambitionierten und verbundenen Autors. Hier ist einmal der Umgang mit den hiesigen Sitten, die Schauplätze, die Kleider und Speisen, die Wortwahl und die nahen und intensiven Dialoge, der Hass, der Verrat, die Gesetze und Kaltblütigkeit, der Glaube und vor allem der Aberglaube… Zwischen all dem Verderben wächst eine zarte Liebe. Hier hat Oliver Pötzsch sehr genau auf das Ausmaß geachtet um nicht in einen Liebesroman abzuschweifen und ich finde es ist ihm sehr galant gelungen. Eine perfekte Mischung und ein perfekter Mix aus zwei wichtigen Säulen, auf denen dieser historische Roman gebaut ist. Ich wurde unterhalten, durfte gespannt die Dinge verfolgen, wurde in die Irre geführt und fühlte mich in das Geschehen samt Nervenkitzel eingebunden. Autor Pötzsch bedient viele historische Fakten und bewegende Emotionen und glänzt mit Spannungsspitzen und Erholungsinseln und Überraschungen und den vielen Problemen der vergangenen Zeit und auch den Problemen auf den Weg der Machenschaften und Intrigen. Alchemie, medizinisches Wissen, Bestialische Verstrickungen, abgründige Hintergründe und die Schicksale spielen hier eine zentrale Rolle im Roman, das macht das Buch erst zum richtigen Lesegenuss, gepaart mit unschlagbaren Charakteren. Der Autor: "Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, war jahrelang Filmautor beim Bayerischen Rundfunk und lebt heute als Autor in München. Seine historischen Romane um den Schongauer Henker Jakob Kuisl haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht. www.oliver-poetzsch.de" Zum Cover: Das Cover ist eine stimmige Einladung zum spannenden und historischen Roman. Stimmig gewählt und dem Genre entsprechend. Fazit: Das Buch lässt mich zurück, mit einem wirklich positiven Gefühl für einen sehr gut recherchierten und mit Herzblut geschriebenen Roman zu Zeiten um 1659 nach dem Dreißigjährigen Krieg in Schongau. Aber Achtung: dieser Autor besitzt einen Suchtfaktor, seine Bücher begeistern und die Reihe bietet weitere Titel, die allesamt unabhängig und in sich abgeschlossen gelesen werden können! Mehr als 5 Sterne für dieses grandiose und begeisternde Buch!

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    • 15

    Floh

    25. November 2015 um 13:12
    Arun schreibt Wieder einmal eine klasse Rezension. Habe den Roman vor Jahren gelesen und ihm damals nur drei Sterne vergeben. Hätte noch einen Buchtipp zu einer Henkerfamilie. "Die rechte Hand Gottes" von ...

    Wow, Dankeschön! Da werde ich gleich mal stöbern. Ich habe von Astrid Fritz Die Hennkersmarie gelesen, fand ich toll, hatte aber Schwächen!

  • Henkersmarie

    Henkersmarie

    Klusi

    31. October 2015 um 00:04

    Dies ist ein Entwicklungsroman, in dem es hauptsächlich um Marie Vollmer, die Tochter des Rothenburger Henkers Hans Vollmer, geht. Das Buch ist in drei große Abschnitte gegliedert. Sie sind mit „Kindheit“, „Lehrjahre und „Zeit der Reife“ überschrieben. So begleitet man Maries Leben, von ihrem fünften Lebensjahr an über dreizehn Jahre, bis ins junge Erwachsenenalter. Einen derart intensiven Eindruck vom Leben einer Henkersfamilie hat mir bisher noch kein anderes Buch vermittelt. Astrid Fritz hat sich hier einem faszinierenden historischen Thema gewidmet. In den meisten Romanen, die ich bisher gelesen habe, geht es mehr um die Opfer, die vom Henker gefoltert oder gerichtet werden; der Scharfrichter selbst spielt eine düstere Rolle und übt sein Amt eher anonym aus. Über sein Leben außerhalb der Mauern von Gefängnis und Folterkeller erfährt man so gut wie nichts. Das macht diesen Roman so interessant, denn hier lernt man den Henker als Menschen kennen. Man erlebt ihn im Kreis seiner Familie, und im Fall von Maries Vater ist er ein warmherziger, einfühlsamer und gutmütiger Mensch. Das war für mich eigentlich kaum vorstellbar, diese Wesenszüge mit einem derart grausamen Beruf zu vereinbaren. Astrid Fritz vermittelt in ihrem Roman ein sehr eindrucksvolles Bild des Henkers und seiner Familie. Man erfährt viel über den Alltag von Frau und Kindern, die es in der damaligen Gesellschaft nicht unbedingt leicht hatten, denn sie wurden meist geächtet. Ihre Wohnstätte lag in abgelegenen Vierteln der jeweiligen Stadt, wo alle „Unehrlichen“ lebten. Wenn man erfährt, wie es Marie und ihren Geschwistern in der Schule erging, dass sie auch dort von ihren Mitschülern geschnitten und geächtet wurden, nur weil der Vater den Beruf des Henkers inne hatte, dann kann man sich gut vorstellen, wie schwer das für manche „Henkerskinder“ war. Am Beispiel von Marie und ihren beiden Brüdern sieht man auch, wie unterschiedlich und individuell die Kinder ihre Lebenssituation betrachteten und verarbeiteten. Während Marie und ihr jüngerer Bruder unter der Situation leiden und kaum ertragen können, welcher Tätigkeit ihr Vater nachgeht, so ist der ältere Bruder eher kaltschnäuzig. In interessiert, was ein Henker alles erledigen muss, und er würde lieber heute als morgen in die Fußstapfen seines Vaters treten. Wie es dazu kam, dass ihre Mutter, eine Tochter aus gutem Hause, den Henker geheiratet hat, das fragt sich Marie immer häufiger, je älter sie wird, denn im Lauf der Jahre kommt sie ins Grübeln. Hier weiß der Leser von Anfang an mehr als Marie, denn die Vorgeschichte wird bereits im Prolog erzählt. Marie möchte die Tradition auf keinen Fall fortsetzen, indem sie wieder in eine Henkersfamilie einheiratet, was damals üblich war. Man kann sagen, die Autorin ist im 16. Jahrhundert, über das sie in einigen Romanen schreibt, quasi zuhause. Alles ist bis ins Detail ausführlich recherchiert, und Maries Geschichte ist sprachlich sehr authentisch dargestellt. In vielen ihrer Romane spielt sich die Handlung im Freiburger Raum ab, was sicher daran liegt, dass Astrid Fritz selbst lange Zeit in Freiburg gelebt hat und ihr diese Gegend besonders vertraut ist. Auch ist die historische Recherche, gerade was das Thema „Henker“ angeht, in diesem Raum sicher besonders ergiebig denn Freiburg kann auf viele Jahrhunderte Stadtgeschichte zurückblicken. „Henkersmarie“ ist ein sehr eindrucksvoller historischer Roman, der dem Leser einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen gewährt und zeigt, dass ein Henker oft auch ein liebevoller und treu sorgender Familienvater war, der nicht zuletzt selbst unter seiner Arbeit litt. Mir hat der Roman nicht nur unterhaltsame Stunden bereitet, sondern mich auch nachhaltig beeindruckt und meinen Blickwinkel auf diese verrufene Berufsgattung ziemlich verändert. Ein absolut lesenswertes Buch! 

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