Astrid Fritz Unter dem Banner des Kreuzes

(34)

Lovelybooks Bewertung

  • 28 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 26 Rezensionen
(17)
(12)
(3)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Unter dem Banner des Kreuzes“ von Astrid Fritz

Sie suchen ihr Seelenheil und finden den sicheren Tod -
Ein packendes Schicksal aus der Zeit der Kinderkreuzzüge

Freiburg 1212: Die siebzehnjährige Anna leidet unter ihrem jähzornigen Vater. Eines Tages hört sie von den Heerscharen junger Leute, die zu Fuß das Rheintal hinaufziehen, um das heilige Jerusalem zu befreien. Anna ergreift die Gelegenheit zur Flucht.
Zunächst ziehen die Kinder mit fröhlichem Gesang und Gebet gen Basel, himmeln ihren Anführer an, werden am Wegesrand bejubelt und in den Ortschaften versorgt. Doch bald folgen die ersten Durststrecken und Gefahren.
Seit der Freiburger Gegend begleitet sie der angehende Priester Konrad. Seine Worte gegen den unseligen Kinderkreuzzug und gegen den Anführer, der sich mehr und mehr wie ein König huldigen lässt, verhallen ungehört. Kann er seine kleine Schar retten?

warmherziger historischer Roman, der mit dem Glauben beginnt und der mit der Liebe endet <3

— Lalemeer

Trotz einiger Längen ein sehr lesenswerter und beeindruckender Roman zu den Kinderkreuzzügen.

— Klusi

zum Thema Kinderkreuzzug

— malo2105

Ein sehr interessanter und eher ruhiger historischer Roman, der Historie und Fiktion verbindet. Sehr gut recherchiert und feinfühlig erzählt

— tinstamp

Interessanter, mitreißender historischer Roman, den ich nicht aus der Hand legen konnte.

— doppelgaenger

Wunderbarer historischer Roman der mich sehr berührt hat. Die Autorin hat mich mal wieder total begeistert.

— Wildpony

Ein packendes historisches Buch, welches auf den letzten 100 Seiten sogar nochmal an Spannung & Dramatik zunimmt!

— suggar

Klasse historischer Roman

— Vampir989

Beeindruckend, Kenntnis- und detailreich

— Ladybella911

Ein eindrucksvoller und ereignisreicher Roman über die Kinderkreuzzüge im 13. Jahrhundert.

— Moni2506

Stöbern in Historische Romane

Troubadour

So macht der "Geschichtsunterricht" Spaß !!Ein toller Debütroman

Ladybella911

Das Gold des Lombarden

Historischer Krimi mit viel Spannung und mit tollen Protagonisten

Tine13

Nur kein Herzog

Recht unterhaltsam....

Bjjordison

Möge die Stunde kommen

Der bis jetzt schlechteste Band der Reihe, schade. Null Spannung, viele Wiederholungen.

Marlon300

Das Fundament der Ewigkeit

Ein Stück Mittelaltergeschichte als Roman - packend, spannend und brutal. Das Buch lebt mitunter von den harten Schicksalsschlägen.

stzemp

Die Rivalin der Königin

"Die Rivalin der Königin" ist ein spannender und fesselnder historischer Roman voller Verrat und Intrigen am englischen Königshof.

MarensBuecherwelt

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • unter dem Banner des Kreuzes

    Unter dem Banner des Kreuzes

    Lalemeer

    27. October 2017 um 15:49

    Freiburg 1212:Anna ein junges Mädchen die unter ihrem strengen "Vater" leidet, trotz ihres frommen Wesens, beschließt sich einem Kinderkreuzzug anzuschließen der gerade durch ihre Heimatstadt zieht...Hauptsächlich Kinder folgen diesem Kreuzzug und wandern nach Straßburg, wo sie sich mit Gläubigen aus anderen Orten treffen. Mit Anna sind noch einige Freiburger unterwegs. Als der angehende Priester Konrad zu den Pilgern stößt und sie von dieser weiten, gefährlichen und seiner Meinung nach sinnlosen Reise abhalten möchte, stoßen seine Argumente auf taube Ohren. Aber er hat seinem Oheim, dem Freiburger Stadtpfarrer, versprochen, die Kinder zurück zu holen. Die Reise beginnt mit dem Glauben und endet mit der Liebe ...mehr möchte ich jetzt nicht preisgeben da es doch auch etwas vorhersehbar ist...Astrid Fritz hat es wieder geschafft mich in ihren Bann zu ziehen und mich übrigens auch diesen Kinderkreuzzügen zu widmen, man weiß doch recht wenig darüber... aber sie hat wieder wahnsinnig gut recherchiert...ich vergebe für dieses Buch trotz einiger Längen 5 Sterne, weil es ein neues Thema war, mit einer tollen Protagonistin die wie ich finde total authentisch wirkt...

    Mehr
  • Unter dem Banner des Kreuzes

    Unter dem Banner des Kreuzes

    jackdeck

    15. August 2017 um 17:11

    von den Heerscharen junger Leute, die zu Fuß das Rheintal hinaufziehen, um das heilige Jerusalem zu befreien. Anna ergreift die Gelegenheit zur Flucht.Zunächst ziehen die Kinder mit fröhlichem Gesang und Gebet gen Basel, himmeln ihren Anführer an, werden am Wegesrand bejubelt und in den Ortschaften versorgt. Doch bald folgen die ersten Durststrecken und Gefahren.Seit der Freiburger Gegend begleitet sie der angehende Priester Konrad. Seine Worte gegen den unseligen Kinderkreuzzug und gegen den Anführer, der sich mehr und mehr wie ein König huldigen lässt, verhallen ungehört. Kann er seine kleine Schar retten?Mit ihrem aktuellen Buch ist es der Autorin Astrid Fritz gelungen einen Teil der deutschen Geschichte lebendig & spannend zu erzählen.Denn über die Kinderkreuzzüge im Jahre 1212 sind nicht mehr viele Überlieferungen, Chroniken oder Augenzeugenberichte vorhanden.Umso spannender ist es ihr Buch nicht nur zu lesen, sondern auch mit ihren Protagonisten aus Freiburg zu erleben. Dieser historische Roman hat mich sehr begeistert, aber auch ziemlich beim Lesen aus der Bahn geworfen. Ich bin wie selbsttätig in die Zeit hinein gerutscht und habe daher "hautnah" miterlebt, was den Kindern bei diesem Unterfangen an Unbill und Leid passiert ist.

    Mehr
  • Unter dem Banner des Kreuzes

    Unter dem Banner des Kreuzes

    Klusi

    28. November 2016 um 14:27

    Freiburg im Jahr 1212: Ein Schildknappe ruft auf dem Jahrmarkt die Bevölkerung dazu auf, mit ihm nach Straßburg zu kommen. Dort sammeln sich die Gläubigen, um das heilige Kreuz zu nehmen und gemeinsam nach Jerusalem zu ziehen und das Heilige Grab von den Sarazenen zu befreien. Einem Hirtenjungen namens Nikolaus sei ein Engel erschienen und hätte diesen erwählt, den friedlichen Kreuzzug anzuführen. Die siebzehnjährige Anna, die unter ihrem jähzornigen Vater leidet, beschließt, das Wagnis auf sich zu nehmen. Hauptsächlich junge Leute folgen dem Knappen und wandern nach Straßburg, wo sie sich mit Gläubigen aus anderen Orten treffen. Tausende junger Menschen, hauptsächlich Kinder und Frauen, begeben sich auf diese lange, gefährliche Pilgerreise. Mit Anna sind noch einige Freiburger unterwegs. Als der angehende Priester Konrad zu den Pilgern stößt und sie von dieser weiten, gefährlichen und seiner Meinung nach sinnlosen Reise abhalten möchte, stoßen seine Argumente auf taube Ohren. Aber er hat seinem Oheim, dem Freiburger Stadtpfarrer, versprochen, die Kinder zurück zu holen. Da sich die Freiburger Schar nicht umstimmen lässt, folgt er den Pilgern schweren Herzens, um ihnen wenigstens seinen Schutz angedeihen zu lassen. Obwohl immer mehr Zweifel aufkommen, weil sich ihr Anführer Nikolaus feiern lässt wie ein König, zieht die riesige Pilgerschar weiter, in dem Glauben, dass sich in Genua für sie das Meer teilen wird, wie es ihnen der Hirtenjunge prophezeit hat. Es wartet ein riskantes und mühevolles Abenteuer auf die Pilger, denn Hunger, Durst und Erschöpfung sind ihre ständigen Begleiter.Diesem Roman von Astrid Fritz liegt eine wahre Begebenheit zugrunde, denn im Jahr 1212 brachen wirklich zwei Kinderkreuzzüge auf, um das Heilige Land zu retten. Neben dem deutschen Kinderkreuzzug unter Nikolaus, gab es eine ähnliche Bewegung auch in Frankreich.Über die Hintergründe zu diesem wahnsinnigen Unterfangen kann man heute nur spekulieren, aber die Autorin hat hier eine enorme, sehr gründliche Recherchearbeit geleistet und die damaligen Vorgänge so realitätsnah wie möglich rekonstruiert. Anhand der Freiburger schildert sie sehr ausführlich und detailgetreu, wie es den Menschen auf dieser gigantischen Reise erging. Nicht überall waren sie willkommen, und nicht wenige fanden unterwegs den Tod. Es ist uns heute bewusst, dass das Wunder, auf das die Pilger in Genua warteten, nämlich die Teilung des Meeres, nicht eintraf. Wie es den Menschen, die an dem Kreuzzug teilnahmen, erging, kann man hier gut nachempfinden. Das fiktive Schicksal der Freiburger Protagonisten macht das Ausmaß des Unterfangens sehr deutlich. Es treffen hier ganz unterschiedliche Charaktere aufeinander. Da ist einmal Anna, die ihr Elternhaus klammheimlich verlässt, weil sie unter der ungerechten Strenge ihres Vaters leidet. Der angehende Priester Konrad versucht, ihr die Augen zu öffnen, dass vieles, was sie glaubt, nicht der Realität entspricht. Konrad ist ein vernünftiger, sehr umsichtiger Mann, der den größtenteils zu gutgläubigen Pilgern aus Freiburg zur Seite steht. Aber Anna wirkt sehr naiv, was vermutlich für ein Mädchen der damaligen Zeit auch normal war. Es sind auch weniger sympathische Charaktere dabei, wie beispielsweise der junge Taglöhner Jecki, der stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und unterwegs nicht nur einmal zu unlauteren Mitteln greift, um das, was er will, zu kriegen. Auch der Anführer Nikolaus und seine Beschützer, die Knappen, sind gut charakterisiert. Bei dem Hirtenjungen wird die Diskrepanz deutlich, zwischen dem, was er vorgibt zu sein und dem, was er wirklich ist.Das Thema ist insgesamt sehr interessant dargestellt, und auf den inneren Buchdeckeln gibt es jeweils eine Karte, wo man den Weg des Kreuzzugs der Kinder mitverfolgen kann. Es ist auch ein ausführliches Nachwort der Autorin enthalten, wo sie weitere Informationen zu den historischen Tatsachen gibt. Ein umfangreiches Glossar schließt sich an.Der flüssige Schreibstil der Autorin liest sich leicht und angenehm, und doch habe ich für diesen Roman unverhältnismäßig lange gebraucht, denn so manche Passage hat sich für mich ziemlich in die Länge gezogen. Es gibt auf dieser langen Reise viele Situationen, die sich häufig in immer ähnlicher Weise wiederholen. Hier hätte es für mich gerne ein wenig knapper gefasst sein dürfen.Aber der Roman ist, trotz mancher Längen, auf jeden Fall sehr interessant und lesenswert. Insgesamt hat er mir gut gefallen und konnte mich nachhaltig beeindrucken.

    Mehr
  • Unter dem Banner des Kreuzes

    Unter dem Banner des Kreuzes

    malo2105

    08. November 2016 um 13:36

    Wir schreiben das Jahr 1212. Nach diversen verlustreichen Kreuzzügen scheint das Heilige Land und damit auch Jerusalem für die Christenheit verloren.Doch ein gewöhnlicher Hirtenjunge soll in Köln den himmlischen Auftrag erhalten haben, einen weiteren, diesmal waffenlosen, Kreuzzug anzuführen. Den Kreuzzug der „unschuldigen Seelen“.In Freiburg leidet die 17jährige Anna unter ihren jähzornigen Vater. Als sie von den jungen Leuten hört, die ins Heilige Land ziehen, ergreift sie die Möglichkeit zur Flucht und schließt sich mit einigen anderen Kindern aus Freiburg diesen Zug an. Ihnen schließt sich bald der angehende Priester Konrad an, der ein besonderes Augenmerk auf die Freiburger Gruppe legt. Zunächst zieht die Gruppe mit Gesang und Gebet durch die Lande und die Schar wächst. Sie werden bejubelt und von den Anwohnern der Ortschaften versorgt. Doch bald folgen nicht nur Hunger, Durst und andere Gefahren, müssen auf den Weg nach Süden doch auch die Alpen überquert werden, auch ihren Anführer steht ein Teil die Pilger bald kritisch gegenüber.Astrid Fritz nimmt sich mit ihren neusten Roman um den Kinderkreuzzug einen sehr interessanten Teil der Geschichte heraus. Leider bekam ich zu den Anna, Konrad und vielen anderen keinen richtigen Zugang. Viel zu naiv und gutgläubig handelt gerade Anna und begibt sich so immer wieder in Gefahr.Der Roman lässt sich leicht und flüssig lesen, aber leider kam bei mir nicht dieses Ich-will-unbedingt-wissen-wie-es-weitergeht Gefühl auf.Gut gefallen hat mir hingegen der geschilderte Gegensatz zwischen Befürwortern und Gegnern des Kreuzzuges. Anhand der im Innenteil abgebildeten Karte kann man den Weg der Pilger gut nachverfolgen. Ein ausführliches Nachwort und ein Glossar runden das Buch ab.

    Mehr
  • Rezension zu "Unter dem Banner des Kreuzes" von Astrid Fritz

    Unter dem Banner des Kreuzes

    tigerbea

    26. October 2016 um 16:10

    Freiburg, 1212. Anna erfährt, daß sich Kinder unter der Führung von Nikolaus auf den Weg machen um Jerusalem zu befreien. Sie folgt der Gruppe und ist froh, von zu Hause weg gehen zu können. Ebenfalls in der Pilgergruppe ist der angehende Priester Konrad, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf die Kinder aufzupassen. Denn er ahnt nichts Gutes. Zunächst läuft alles gut. Doch nach und nach werden die Pilger auf ihrer Reise mit Mißtrauen konfrontiert. Sie leiden Hunger und Durst. Doch ihr Glaube ist stärker als jede Hürde, die sie zu nehmen haben. Werden sie ihr Ziel erreichen? Dieses Buch ist ein absolutes Highlight. Astrid Fritz schafft es sehr gekonnt, wahre Geschichte mit erfundenen Charakteren zu erzählen. Die Charaktere sind wunderbar dargestellt, man bekommt einen Bezug zu ihnen, leidet und bangt mit ihnen. Man hat das Gefühl, mit ihnen auf der großen Reise zu sein. Durch den tollen Erzählstil wird die Handlung auch nicht langweilig, noch nicht einmal, wenn es Stellen gibt, an denen gar nicht viel passiert. Man ist so in der Geschichte drin, daß man unbedingt weiter erfahren will, was nun mit Anna und ihren Freunden passiert. Astrid Fritz schreibt so toll und eindringlich, daß man fast das Gefühl hat, Anna helfen zu müssen. Ich wäre am liebsten in die Geschichte gekrochen und hätte ihr und ihren Freunden etwas zu essen gegeben... Durch diese Eindringlichkeit bekommt man beim Lesen sogar noch Geschichte mit auf den Weg, man wird manche Dinge wohl nie mehr vergessen. Man spürt streckenweise den Fanatismus des Glaubens und die dadurch entstandene Zielstrebigkeit des Kreuzzuges. Astrid Fritz hat hier wirklich sehr gut recherchiert, man merkt die Arbeit, die sie sich für dieses Buch gemacht hat.

    Mehr
  • Kinderkreuzzug

    Unter dem Banner des Kreuzes

    wusl

    12. October 2016 um 09:13

    Fritz hat sich für ihren neuen Roman ein historisches Ereignis ausgesucht, welches mir vorher so noch nicht geläufig war. Anfang des 13. Jahrhunderts hatten zwei Jungen eine göttliche Erscheinung – ähnlich der der Johanna von Orleon – und wurden berufen einen neuen Kreuzzug ins Heilige Land zu führen, um Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien. Aber nicht bewaffnete Ritter sollten in den Kampf ziehen sondern Kindern nur durch die Liebe zu Gott dies auf unblutige Weise erwirken. Mehrere Tausend Kinder und Jugendliche schließen sich dem Ruf nach und nach an. Unter ihnen auch eine kleine Gruppe aus Freiburg. Den dramatischen, harten und entbehrungsreichen Pilgerweg quer über den Brennerpass bis hinunter an die italienische Küste schildert Astrid Fritz eindringlich und anschaulich. Nach heutigen Maßstäben ist es fast unvorstellbar, wie diese große Schar junger Menschen fast ohne Schutz und Verpflegung mit nicht viel mehr als den Kleidern am Leib solch eine Strecke zu Fuß bewältigt haben. Manchmal bekommen sie Unterkunft in Klöstern oder Scheunen aber oft müssen sie draußen schlafen und sind den Unbillen der Natur ausgesetzt. Auch die Bevölkerung ist nicht immer auf ihrer Seite. Viele lehnen diesen Kreuzzug ab, glauben nicht an den Erfolg des Unternehmens, halten ihren jugendlichen Anführer Nikolaus für einen Scharlatan. Aber der tiefe Glauben der Kinder ist ungebrochen und erst am Meer soll sich ihr Schicksal erfüllen. Ich möchte nicht zu viel darüber verraten wie es mit den Kindern weiterging. Mir hat das Buch ein paar entspannte Lesestunden gegeben und ich habe so ganz nebenbei wieder einiges Neues aus der Geschichte Europas erfahren.

    Mehr
  • Pilgern nach Jerusalem

    Unter dem Banner des Kreuzes

    tinstamp

    11. October 2016 um 19:13

    Im Mittelalter hatten viele Herrscher die Ansicht durch Kreuzzüge die "Ungläubigen" von der "richtigen Religion" zu überzeugen und den heiligen Gral zu finden. Viele Romane berichten uns auch heute noch davon. Doch kaum jemand ist bekannt, dass sich im 13. Jahrhundert Kinder und Jugendliche auf einen religiösen Feldzug nach Jerusalem begaben. Diese sammelten sich um den einfach Hirtenjungen Nikolaus, der von einem Engel den Befehl erhielt, dass Heilige Grab ohne Waffengewalt von den ungläubigen Sarazenen zu befreien.Astrid Fritz hat die wenigen bekannten Fakten dieses Kinderkreuzzuges als Rahmenhandlung für ihren Roman "Unter dem Banner des Kreuzes" verwendet und mit einer fiktiven Geschichte verbunden. In dieser geht es um die siebzehnjährige Anna, die sich nach einem weiteren Streit mit ihrem strengen Vater unverstanden fühlt und flüchtet. Sie schließt sich der Gruppe rund umden Knappen Gottschalk von Ortenburg an, einem Werber für den Pilgerzug nach Jerusalem. Gemeinsam mit dem Straßenjungen Jecki, den schüchternen Christian und zwei kleinen Mädchen befindez Anna sich ich im Zug der Freiburger, der großteils aus Kinder und Jugendlichen aus ärmlichen Verhältnissen besteht. Diese ahnen nicht, wie weit und beschwerlich sich der Weg bis Jerusalem gestalten wird. Zu Beginn sind noch alle voller Vorfreude und den festen Glauben an Gott. Sie erhalten anfangs auch noch Wegzehrung von der Bevölkerung und werden teilweise sogar wie Helden gefeiert. Doch je weiter sie in den Süden kommen, umso unerwünschter ist der „Bettelzug“. Selbst durch Missernten am Hungertuch nagend, will die Bevölkerung keine Nahrungsmittel mit Tausenden von Fremden teilen. Und auch nicht alle Bischöfe sind dem Kreuzzug positiv gestimmt. Mit Konrad, einem angehenden Priester, hat die Freiburger Gruppe einen Beschützer gefunden, der sein Herz auf den rechten Fleck hat. Und während die Kinder im Laufe der Wanderung beginnen, wie die Fliegen zu sterben, hat er immer ein Auge auf Christian, Anna und Jecki. Doch gegen manche Ereignisse ist auch Konrad machtlos....Der Zug der Pilger, der Richtung Süden wandert, durchlebt Himmel und Hölle. Leider gab es für mich in der Mitte ein paar kleine Längen und einen richtigen Höhepunkt habe ich auch vermisst.Charaktere:Die Figuren sind sehr lebendig und liebevoll dargestellt. Astrid Fritz vermittelt die anfängliche Euphorie plausibel. Die Visionen der Gläubigen und der Aberglaube spielen ebenfalls eine große Rolle.Anna ist anfangs ein sehr naives junges Mädchen, die sich den Gefahren, die sie sich ausgesetzt hat, nicht bewusst ist. Sie ist sehr behütet und streng aufgewachsen. Mit Konrad hat sie einen Beschützer, der nicht nur ein Auge auf Anna, sondern auch auf Jecki und Christian geworfen hat und diese vor einigen Bedrohungen und Schwierigkeiten schützt. Jecki ist ein sehr aufgeweckter Junge, der seine Zunge nicht im Zaum halten kann. Als ehemaliges Straßenkind, weiß er sich zu wehren. Christian ist dagegen ein sehr schüchterner Junge, der zuhause in Freiburg wegen seiner schmächtigen Figur und den roten Haaren gehänselt wurde.Die meisten Figuren sind allerdings etwas zu schwarz/weiß gezeichnet.Schreibstil:Ich kenne den Schreibstil der Autorin schon aus ihrer Reihe um die Begine Serafina. Bei ihr fühlt sich das Eintauchen in eine ferne Zeit sehr real an, da sie diese dem Leser richtig gut vermitteln kann. Astrid Fritz verwendet wie immer in ihren historischen Romanen die typischen altertümlichen Ausdrücke und Stilmittel und trotzdem lässt sich die Geschichte wunderbar lesen. Die Autorin hat wie immer sehr gut recherchiert und verknüpft Historie mit Fiktion.Am Anfang des Buches, hinter dem Schutzumschlag, ist eine Karte mit der Reiseroute der Kinder festgehalten und am Ende befindet sich ein Glossar und ein Nachwort zum Kinderkreuzzug.Fazit :Ein sehr interessanter und eher ruhiger historischer Roman, der Historie und Fiktion verbindet. Sehr gut recherchiert und feinfühlig erzählt. Gleichzeitig eine Mahnung nicht jedem religiösen Fanatismus mitzumachen.

    Mehr
  • Toll recherchierter und bildhaft erzählter Roman über die Kinderkreuzzüge

    Unter dem Banner des Kreuzes

    doppelgaenger

    11. October 2016 um 15:55

    „Unter dem Banner des Kreuzes“ von Astrid Fritz führt uns ins Freiburg des 13. Jahrhunderts. Die Menschen sind stark geprägt von ihrem Glauben, so auch die junge Anna. Als sie davon hört, dass sich Scharen von Kindern aufmachen, um Jerusalem zu befreien, angeführt vom Hirtenknaben Nikolaus, ergreift sie die Gelegenheit um von ihrem brutalen Vater zu fliehen. Überzeugt von den vielversprechenden Worten der Junker schließen sich wie Anna noch weitere Freiburger dem Zug an, und später auch der zukünftige Priester Konrad. Sind die Bewohner der Dörfer, die sie auf ihrem Zug passieren, zunächst noch begeistert und gastfreundlich, werden sie später argwöhnisch betrachtet und vertrieben, denn niemand will mehr die magere Ernte teilen. So leiden die Kinder auf ihrem Weg unter Hunger, Durst, Entbehrungen und Angst. Immer weiter führt sie ihr steiniger Weg, angetrieben vom Glauben. Doch werden sie es bis ans Meer schaffen, um von dort nach Jerusalem zu gelangen?Astrid Fritz beschreibt mit einer bildhaften, flüssig lesbaren Sprache den Weg des sogenannten Kinderkreuzzuges. Man fühlt sich, als wäre man wirklich mit Anna, Konrad und der kleinen Freiburger Schar unter den Wanderern. Die Kinder machten sich auf, getrieben von ihrem Glauben, überzeugt von den Worten von Nikolaus, häufig mit nichts als den Lumpen, die sie trugen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Immer wieder lauern Gefahren auf ihrem Weg und nicht alle sind stark genug, die Anstrengungen zu bewältigen. Die kleine Freiburger Schar wächst immer mehr zusammen, wie eine kleine Familie mit Konrad ihrem Beschützer und seinem treuen Pferd. Der Leser kann mitfiebern und hofft, dass sie jeden Abend wohlbehalten ein Obdach finden. Man befindet sich mittendrin im Geschehen, spürt förmlich, wie die Stimmungen schwanken. Auch wenn der Roman den größten Teil von der Wanderung handelt, so bleibt es durchweg spannend.Der Roman ist in sich rund und sehr spannend erzählt. Ausgeschmückt mit historischen Fakten erfährt man so über die Kinderkreuzzüge und die Kraft des Glaubens zur damaligen Zeit. Auch wird einem bewusst, mit welchen Entbehrungen die Kinder leben mussten, die teilweise ohne Schuhe hunderte Kilometer bei Wind und Wetter in die ihnen unbekannte Ferne zogen. Die Charaktere wachsen einem sehr ans Herz und man hofft, dass alles gut für sie ausgeht.Fazit: Großartig recherchiert, bildhaft aufbereitet und spannend erzählt. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung!

    Mehr
  • bildgewaltig und fesselnd

    Unter dem Banner des Kreuzes

    tweedledee

    11. October 2016 um 15:12

    Astrid Fritz entführt ihre Leser in das Jahr 1212: Anna lebt mit ihren Eltern in Freiburg, sie ist das älteste Kind und wird von ihrem Vater immer wieder gezüchtigt, worunter sie sehr leidet. Als eines Tages ein Knappe vor einer Menschenmenge spricht und von einem Kreuzzug der Kinder ins Heilige Land berichtet, schließt sie sich zusammen mit weiteren Kindern dem jungen Adeligen Gottschalk von Ortenburg an. Der jüngere Christian, die Mädchen Margret und Sanne sowie der freche Tagelöhner Jecki gehören zu der kleinen Gruppe, zu der auch bald Konrad stößt. Konrad ist angehender Pfarrer und versucht sein möglichstes auf die kleine Gruppe aufzupassen. "Unter dem Banner des Kreuzes" ist ein fesselnder Historischer Roman, der wunderbar bildhaft geschrieben ist und die damalige Zeit lebendig aufleben lässt. Beim lesen konnte ich tief in die Geschichte eintauchen, zumal die Figuren wunderbar gezeichnet sind, allen voran Anna und Konrad. Man begleitet die Kinder auf ihrer schweren Reise und erlebt, wie sie anfangs in jeder Ortschaft gefeiert werden. Die Menschen jubeln ihnen zu, geben ihnen zu Essen und Obdach und der Führer des Kreuzzuges, der Hirtnjunge Nikolaus, wird fast wie ein Heiliger verehrt. Doch langsam ändert sich die Stimmung. Der heiße, trockene Sommer bringt Missernten und den Menschen bleibt nur wenig zum leben, so dass irgendwann keiner mehr bereit ist, das Wenige mit der Schar der Pilger zu teilen. Die Stadttore bleiben verschlossen, in manchen Orten warten die Menschen mit allerlei Waffen um ihre Feldfrucht zu verteidigen. Der Autorin gelingt es, diese langsame und schleichende Änderung der Stimmung sehr gut einzufangen, man erlebt wie aus der gläubigen, einst bejubelten Truppe ein abgerissener Haufen aus Plünderern und Dieben wird, die ums nackte überleben kämpfen müssen. Doch auch innerhalb der Pilger gibt es Gewalt, im Kampf ums Überleben wird auch vor Diebstahl und Schlimmeren nicht zurückgeschreckt. Und Anna, Konrad und die Kinder sind schutzlos inmitten dieser Menschenmenge. Beim lesen ist man hautnah an Anna dran, die anfangs noch sehr naiv wirkt, sich im Verlauf aber entwickelt und erwachsener wird. Irgendwann wird auch ihr klar, wie strapaziös diese Reise werden wird, die ersten der Pilger sind der Belastung nicht gewachsen und sterben. Doch der Glaube der Menschen damals war stark, alle hofften auf ein Wunder. Ich war von der Geschichte regelrecht gebannt und beim lesen nicht mal ansprechbar, hatte hier fast durchweg Kopfkino. Fazit: Ein sehr gut recherchierter Historischer Roman über die Kinderkreuzzüge, verknüpft mit der fiktiven Handlung. Packend, spannend und bildgewaltig. Für Fans des Genres unbedingt zu empfehlen.

    Mehr
  • Leserunde zu "Unter dem Banner des Kreuzes" von Astrid Fritz

    Unter dem Banner des Kreuzes

    Astrid_Fritz

    Leserunde zu meinem neuen historischen Roman „Unter dem Banner des Kreuzes"“ Der Sommer geht zu Ende, und nicht jeder war verreist. Wer also hätte nun Lust auf eine Reise vom Rheintal über die Alpen ans Mittelmeer? Allerdings wenig komfortabel, da die Reise im Jahre 1212 stattfindet… In meinem neuen Roman „Unter dem Banner des Kreuzes“ lässt sich die junge Freiburgerin Anna auf dem Markt von einem Knappen begeistern, der für ein ganz und gar verrücktes Unternehmen wirbt: Junge, unschuldige Menschen sollen ins Heilige Land ziehen, um dort ohne Waffen und nur mit Gottes Hilfe Jerusalem von den „Ungläubigen“ zu befreien. Der Hirtenknabe Nikolaus aus Köln, dem eine himmlische Erscheinung diesen Auftrag gegeben habe, ziehe das Rheintal hinauf gen Süden und suche noch Mitstreiter. Für Anna eine willkommene Gelegenheit zur Flucht vor ihrem jähzornigen, lieblosen Vater. Mit ihr ziehen der kindlich-fromme Nachbarsbub Christian, Sohn einer armen Witwe, und Jecki, ein junger Abenteurer und Draufgänger. Mit fröhlichem Gesang und Gebet folgen sie der riesigen Schar um den Hirtenknaben, werden zu Anfang am Wegesrand bejubelt und versorgt – bis in diesem heißen Sommer überall Missernten und andere Gefahren drohen. Unterwegs hat sich ihnen ein unbekannter junger Wanderprediger namens Konrad angeschlossen, der sich auffallend viel in Annas Nähe aufhält. Er weiß, dass sie geradewegs in Tod und Verderben laufen. Aber seine warnenden Worte verhallen ungehört. Kann er seine kleine Schar vor dem Untergang retten? Zu dieser gemeinsamen Leserunde, für die der Rowohlt Verlag 20 Freiexemplare zur Verfügung stellt, möchte ich euch ganz herzlich einladen. Bewerbt euch einfach bis Samstag, den 17. September 2016, um ein Leseexemplar und beantwortet mir dabei bitte kurz die folgende Frage: Habt ihr schon von diesem sogenannten Kinderkreuzzug gehört und was wisst ihr darüber? Die Verlosung findet am Sonntag, den 18. September statt, die Gewinner bekommen umgehend Bescheid. Aber auch wer leer ausgehen sollte, ist ganz herzlich eingeladen mitzumachen! Und wenn der Buchversand zügig klappt, könnten wir ab Montag, den 26. September, mit Lesen loslegen… Hier schon mal der Link zur Leseprobe. Mehr Infos zu meinen Büchern und meiner Vita wie immer im Internet unter www.astrid-fritz.de, Ich freue mich schon auf den Austausch mit euch, herzliche Grüße, viel Glück und bis bald Astrid Fritz

    Mehr
    • 385
  • ~ eine spannende & bildhafte Reise aus der Zeit der Kinderkreuzzüge ~

    Unter dem Banner des Kreuzes

    suggar

    11. October 2016 um 13:33

    Auszug Klappentext: Die siebzehnjährige Anna leidet unter ihrem jähzornigen Vater. Eines Tages hört sie von den Heerscharen junger Leute, die zu Fuß das Rheintal hinaufziehen, um das heilige Jerusalem zu befreien. Anna ergreift die Gelegenheit zur Flucht. Zunächst ziehen die Kinder mit fröhlichem Gesang und Gebet gen Basel, himmeln ihren Anführer an, werden am Wegesrand bejubelt und in den Ortschaften versorgt. Doch bald folgen die ersten Durststrecken und Gefahren... Mit ihrem aktuellen Buch ist es der Autorin Astrid Fritz gelungen einen Teil der deutschen Geschichte lebendig & spannend zu erzählen. Denn über die Kinderkreuzzüge im Jahre 1212 sind nicht mehr viele Überlieferungen, Chroniken oder Augenzeugenberichte vorhanden. Umso spannender ist es ihr Buch nicht nur zu lesen, sondern auch mit ihren Protagonisten aus Freiburg zu erleben. Ihre Schreibweise ist dabei unglaublich packend & bildhaft, so dass der Leser sich schnell im 13. Jahrhundert mit seinen Eigenheiten, Lebensweisen & politischen Verwicklungen wieder findet. Unterstrichen wird dies noch durch die in Gesprächen verwendete dialektische Mundart ihre Figuren. Positiv bewerte ich hierbei auch, dass die Autorin sich nicht scheut sich von liebgewonnenen Personen zu trennen um die Geschichte so realistisch wie möglich widerzuspiegeln. Der für mich persönlich positive Abschluss des Buches rundet diesen historischen Roman perfekt ab und hinterlässt eine zufriedene Leserin :) Dies war mein erstes Buch von Frau Fritz, aber sicherlich nicht mein Letztes! ;) Fazit: Die in meinen Augen trockene Thematik der Kinderkreuzzüge wurde von der Autorin spannend, bildhaft und möglichst realistisch umgesetzt. Für jeden begeisterten Leser deutscher historischer Geschichte eine absolute Empfehlung! :)

    Mehr
  • Not und Leid bei dem Kinderkreuzzug

    Unter dem Banner des Kreuzes

    Wildpony

    10. October 2016 um 10:36

    Unter dem Banner des Kreuzes  -  Astrid Fritz Kurzbeschreibung Amazon: Sie suchen ihr Seelenheil und finden den sicheren Tod –Ein packendes Schicksal aus der Zeit der KinderkreuzzügeFreiburg 1212: Die siebzehnjährige Anna leidet unter ihrem jähzornigen Vater. Eines Tages hört sie von den Heerscharen junger Leute, die zu Fuß das Rheintal hinaufziehen, um das heilige Jerusalem zu befreien. Anna ergreift die Gelegenheit zur Flucht. Zunächst ziehen die Kinder mit fröhlichem Gesang und Gebet gen Basel, himmeln ihren Anführer an, werden am Wegesrand bejubelt und in den Ortschaften versorgt. Doch bald folgen die ersten Durststrecken und Gefahren. Seit der Freiburger Gegend begleitet sie der angehende Priester Konrad. Seine Worte gegen den unseligen Kinderkreuzzug und gegen den Anführer, der sich mehr und mehr wie ein König huldigen lässt, verhallen ungehört. Kann er seine kleine Schar retten? Mein Leseeindruck: Mit diesem packenden historischen Roman schreibt die Autorin Astrid Fritz über die Kinderkreuzzüge und trifft dabei nicht nur den Nerv der Leser, sondern wie bei mir auch das Tränenzentrum. Dieser historische Roman hat mich sehr begeistert, aber auch ziemlich beim lesen aus der Bahn geworfen. Ich bin wie selbsttätig in die Zeit hinein gerutscht und habe daher "hautnah" miterlebt, was den Kindern bei diesem Unterfangen an Unbill und Leid passiert ist. Diese Erfahrung hat mich in der Seele berührt und ich freute mich immer wieder auf die Hoffnung die doch teils zwischen den Zeilen hervorblitzte und die auch meine zwei Lieblingsprotagonisten Anna und Konrad zarte Gefühle entwickeln lies. Die Spannung und die Not der Kinder bindet den Leser an das Buch und ich habe eine Seite nach der anderen mit teils atemloser Spannung gelesen. Weg legen des Buches fiel mir sehr schwer. Und am Ende konnte mich die Autorin mit diesem Ende des Buches wieder zum lächeln bringen. Es war mein Wunsch, der sich während den dahin fliegenden Zeilen einfach immer mehr heraus kristallisiert hat. Danke für dieses schöne Ende! Fazit: Ein sehr fesselnder historischer Roman der mich wieder total begeistert hat. Es war ja nicht mein erstes Buch der Autorin Astrid Fritz, die mich hier wieder auf eine spannende Reise in die Vergangenheit mitgenommen hat. Ich konnte mich total auf die Geschichte einlassen und kann daher auch nur jedem historisch interessieren Leser dieses Buch wärmstens ans Herz legen. Und ich habe auch wieder einiges aus dem Buch gelernt! Daher vergebe ich von Herzen gern 5 wohlverdiente Sterne für diesen tollen historischen Roman und spreche ein großes Lob an die Autorin aus!

    Mehr
  • Pilgerzug der ungewöhnlichen Art

    Unter dem Banner des Kreuzes

    brauchnix

    09. October 2016 um 10:20

    Freiburg 1212: Die sechzehnjähre Anna will ihrem jähzornigen Vater entkommen und schließt sich deshalb einem Pilgerzug an, der sich aufgemacht hat nach Italien und von dort aus übers Meer ins ferne Jerusalem, um es von den Heiden zu befreien. Die meisten der mindestens 2.000 Teilnehmer sind Kinder und Jugendliche unter der Führung des Knaben Nikolaus, der eine göttliche Erscheinung gehabt haben soll, die ihm den friedlichen Zug ins Heilige Land befohlen hat.  Quer durchs Rheintal über die Alpen und an die italienische Küste nach Genua geht die beschwerliche Wanderung. Was mit frohem Mut und fröhlichen Lieder beginnt, wird aber bald zu einem kräftezehrenden, gefährlichen Pilgerweg, den viele mit Krankheit oder dem Tod bezahlen. Und nicht alle sind ihnen wohlgesinnt, denn nicht alle glauben an die göttliche Bestimmung dieses Kreuzzuges und so mancher will aus den Kindern noch Kapital schlagen. Das Buch berichtet vor allem von einer kleinen Schar Freiburger Kinder, die unter der Führung des jungen Mannes Konrad auf der Reise zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammenwachsen, die alle Unbillen mit Mut und etwas Glück überstehen. Und die meisten von ihnen gelangen schließlich ans Meer, wo der Pilgerzug hofft, dass Gott das Meer für sie teilen wird, wie einst für Moses. Die Geschichte liest sich angenehm und entwickelt mehr und mehr einen Lesesog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Dies überrascht auch deshalb, war es über weite Strecken eine ruhige und ausgewogene Erzählung ist, die erst ganz am Schluss so etwas wie Action und Tempo entwickelt. Die Spannung entsteht tatsächlich vor allem aus der Entwicklung der Charaktere und den historischen Details, die Astrid Fritz wie nebenbei aber durchaus effizient eingearbeitet hat. Man merkt, dass sie das Handwerk des Recherchierens und Fabulierens beherrscht.  Ein interessantes Buch welches mir gut gefallen hat.

    Mehr
  • Kinder auf dem Weg nach Jerusalem

    Unter dem Banner des Kreuzes

    irismaria

    09. October 2016 um 09:17

    „Unter dem Banner des Kreuzes“ ist ein historischer Roman von Astrid Fritz, in dem der Kinderkreuzzug 1212 im Mittelpunkt steht. Als in Köln ein Hirtenjunge eine Vision hat und Jerusalem befreien will, schließen sich ihm viele Kinder und Jugendliche an und ziehen den Rhein hinab. In Freiburg kommen die siebzehnjährige Anna, der neunjährige Christian und weitere Kinder hinzu. Die Begeisterung der Kreuzzugteilnehmer ist für sie so stark, dass sie von zuhause davonlaufen. Sie treibt die Hoffnung an, ihrem tristen Alltag und einer freudlosen Zukunft zu entkommen. Bis Basel ist die Unterstützung der Bevölkerung große, doch dann stoßen sie auf Ablehnung und Hunger und Anstrengungen werden größer. Zu der Freiburger Gruppe ist inzwischen Christians Mutter und der angehende Priester Konrad gestoßen. Gemeinsam wagen sie den gefährlichen Weg…„Unter dem Banner des Kreuzes“ ist genau wie ich mir einen historischen Roman wünsche: anhand von gut dargestellten Hauptfiguren kann ich einen Abschnitt der Geschichte miterleben und die damalige Zeit und das Denken der Menschen wird lebendig. Durch die Thematik gibt es leider einige traurige Szenen, aber der Mut der Kinder, immer wieder aufzustehen, ist schön dargestellt. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

    Mehr
  • Klasse historischer Roman

    Unter dem Banner des Kreuzes

    Vampir989

    08. October 2016 um 20:32

    Der Autor führt uns in die Zeit der Kreuzzüge.Dabei denkt man sofort an Richard Löwenherz,Jerusalem und der heilige Gral.Der Hirtenjunge Nikolaus nahm eine himmlische Erscheinung wahr und versammelte um sich viele Kinder um mit Ihnen ins heilige Land zu ziehen.In Freiburg 1212 lebte die 17 jährige Anna die in Ihrer Familie nur unter Gewalt und Hass leidet.Gemeinsam mit vielen anderen Kindern die genau so leiden wie sie ,zieht sie mit Anführer Nikolaus in einem Kreuzzug nach Jerusalem ins heilige Land.Auf diesem schweren Wege haben sie mit Durst,Hunger,Gefahren und Ängsten zu kämpfen.Wer schafft diesen schweren Weg und kann überleben?Der Schreibstil ist leicht und locker und deshalb läßt sich das Buch sehr gut lesen.Die Protoganisten werden sehr gut beschrieben und ich konnte mir direkt ein Bild von Ihnen machen.Detailiert beschreibt der Autor viele Szenen und ich habe teilweise mit den Kindern mit gefiebert und gebangt.Man merkt das der Autor gut recherchiert hat und durch den sehr guten -sprachstil habe ich nich wie im Mittelalter gefühlt.Ich habe viele interessante neue Dinge über die Zeit der Kreuzkriege erfahren .Das Cover finde ich sehr schön ausgewählt und passend zum Buchtitel.Mir hat das Buch sehr gut gefallen  und für Liebhaber von historischen Romanen ist es sehr empfehlenswert.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks