Die Brüder Löwenherz

von Astrid Lindgren 
4,6 Sterne bei551 Bewertungen
Die Brüder Löwenherz
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (511):
KatharinaPs avatar

Die Geschichte ist wunderschön, aber auch traurig. Sie ist eine Kindheitserinnerung von mir, die sich fest in mir verankert hat.

Kritisch (8):
Dreamcatcher13s avatar

Das erste und einzige Lindgren-Buch, das mir überhaupt nicht gefallen hat.

Alle 551 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Die Brüder Löwenherz"

Jeden Abend erzählt Jonathan seinem kleinen Bruder Krümel vom Land Nangijala, dem Land der Sagen und der Märchen. Nangijala ist das Land, in das die Menschen nach dem Tode kommen. Und bald ist es so weit Jonathan und Krümel treffen sich in dem geheimnisvollen Paradies, in dem alle Menschen friedlich zusammenleben. Doch das Leben in Nangijala wird von einem grausamen Tyrannen bedroht und damit beginnt ein aufregendes Abenteuer für die Brüder Löwenherz.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783789140914
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:236 Seiten
Verlag:Oetinger
Erscheinungsdatum:01.01.2007
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.02.2006 bei Oetinger Media GmbH erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,6 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne392
  • 4 Sterne119
  • 3 Sterne32
  • 2 Sterne7
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Cleo15s avatar
    Cleo15vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: So wunderschön- auch für Erwachsene! Ich lese die Geschichte immer wieder gern.
    Wunderschön

    „Die Brüder Löwenherz“ ist eine echte Instanz in meinem Leben. Es war eins der ersten Bücher, die ich allein gelesen habe und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor Spannung gebibbert und gelitten habe. Und ich habe auch viele Tränen vergossen, obwohl es doch eigentlich gar nicht traurig sein soll. Aber irgendwie war es das Buch dann doch. Und das ging mir jetzt, viele Jahre später, noch ganz genauso.

    Inhalt:

    Krümel ist krank- todkrank. Der einzige, der es schafft, ihn zu trösten, ist sein großer Bruder. Obwohl er erst zwölf Jahre alt ist, hat er schon viel gesehen und vor allem viel erlebt, was sein Weltbild geprägt hat. Und so kommt es, dass er seinen kleinen Bruder aus einem Flammenmeer rettet und dabei selbst stirbt. Krümel folgt ihm bald nach und zusammen erleben sie viele Abenteuer in einer neuen Welt. Sie finden neue Freunde, lernen ihre Angst zu überwinden und bringen dieser Welt eine neue, befreiende Hoffnung.

    Charaktere:

    Auch wenn Krümel als der viel schwächere der beiden Brüder dargestellt wird, ist er mir der liebste. Er ist mir in seiner Unperfektheit ans Herz gewachsen. Sein kindliches Gemüt zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht und sein Kampf gegen die Angst bewirkt, dass man auf ihn stolz sein muss. Er verkörpert den wirklichen Menschen, der mit seinen Schwächen hadert und versucht, etwas Besseres aus seinem Leben zu machen.

    Jonathan ist dagegen perfekt: mutig, unerschütterlich, klug, ritterlich. Er sieht aus wie ein Prinz, wird von allen mit Respekt behandelt und seine Feinde fürchten ihn. Dabei ist er erst 12 Jahre alt. Er fungiert in der Geschichte als Idol, als Vorbild, nach dem man streben muss. In meinen Augen fungiert er als guter Geist von Krümel, damit der kleinere Bruder weiß, in welche Richtung er streben muss um selbst einmal ein guter Mensch zu werden.

    Schreibstil:

    Astrid Lindgren schreibt Kinderbücher mit einer unerschütterlichen Lebhaftigkeit, Fantasie und Liebe zum Detail. Wenn man die Geschichte liest, lebt man mitten drin, egal, ob man schon erwachsen ist oder noch ein Kind. Sie versucht immer, dem Leser einen Weg aufzuzeigen, der ihm helfen soll, ein besseres Leben zu führen. Das Gute gewinnt immer triumphal gegen das Schlechte. Dabei übertreibt sie in den Charakterzügen vielleicht etwas, was andere Bücher unglaubwürdiger erscheinen lassen würde, doch nicht ihre, da man weiß, dass sie ernste Themen für Kinder beschreibt.

    Fazit:

    Ich liebe Astrid Lindgrens Bücher und die Brüder Löwenherz gehört mit zu meinen Favoriten. Daher vergebe ich 5 Sterne.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    MellisBuchlebens avatar
    MellisBuchlebenvor einem Jahr
    Zu Beginn tiefgründig, dann schwächer werdend

    Die Aufmachung des Buches ist mir positiv aufgefallen mit all seinen Illustrationen. Es ist liebevoll gestaltet.
    Zu Beginn des Buches war ich überrascht, wie ernst die Handlung ist, denn die Bücher, die ich bisher von Astrid Lindgren gelesen hatte, waren lustige bzw. unterhaltsame Geschichten. Der Hintergrund der "Brüder Löwenherz" hingegen regt zum Nachdenken an. Bis ca. zur Mitte des Buches fand ich es sehr traurig und vor allem Karls Einsamkeit nach Jonathans Tod ging mir sehr ans Herz. Das Buch hat mich berührt.
    Allerdings empfand ich die weiteren Geschehnisse als z. T. langweilig. Es passiert zwar ständig etwas, aber manches wiederholt sich dabei auch, was ich schade fand. 
    Dass die Geschichte aus Karls Sicht erzählt wird, ist besonders. Meiner Meinung nach wird die Sichtweise eines Kindes gut wiedergegeben, so dass das Buch in diesem Punkt auf mich authentisch gewirkt hat. 
    Nicht ganz so gut haben mir die Fantasieelemente gefallen, weil sie mir an manchen Stellen zu vorhersehbar waren.
    Insgesamt ist es ein gutes Kinder- bzw. Jugendbuch, das mich in der ersten Hälfte durch seinen Tiefgang überzeugen konnte, dann aber meiner Ansicht nach schwächer wurde.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    MarioFeslers avatar
    MarioFeslervor einem Jahr
    DAS Buch von Astrid Lindgren

    Man muss nicht lange drumherumreden: Astrid Lindgren ist die wichtigste, klügste und (fügen-Sie-ein-Superlativ-ein) Kinder- und Jugendbuchautorin des 20. Jahrhunderts.  Und unter all den tollen Werken, die sie uns vermacht hat, ist "Die Brüder Löwenherz" für mich das Beeindruckendste.
    In sehr einfacher Sprache schafft sie es, aus einem schlichten Fantasy-Plot (der bei anderen Autoren locker für eine Trilogie gereicht hätte) eine Geschichte zu formen, welche sehr berührend die ganz großen Fragen "Was ist der Tod?", aber vor allem "Was macht Leben aus?" nicht beantwortet (eine Astrid Lindgren weiß, dass das unmöglich ist), aber stellt - und ein paar Ideen dazu zu formuliert, die das Nachdenken lohnen.
    Wenn man gerade ein paar Bücher für die einsame Insel zusammenstellt, die man noch lesen möchte: Das hier sollte nicht fehlen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Jisbons avatar
    Jisbonvor 2 Jahren
    Ganz gut, aber nicht überwältigend

    Ich gehöre zu den wenigen Lesern, die von "Die Brüder Löwenherz" nicht vollständig begeistert ist. Beim ersten Versuch habe ich es abgebrochen; jetzt, Jahre später, habe ich es zu Ende gelesen und obwohl ich das Buch ganz gut fand, bin ich leider doch nicht überwältigt.

    Wie immer bei Astrid Lindgrens Büchern ist die Geschichte sehr schön und anschaulich geschrieben. Schon zu Beginn ist das Buch berührend und emotional, aber es gibt nicht nur nachdenklich machende, sondern schöne, friedliche und durchaus auch unterhaltsame Momente, sodass die Lektüre für mich sehr angenehm war, und auch die Illustrationen sind wirklich toll. Nangijala ist toll beschrieben und faszinierend, Krümel und Jonathan sind sympathische Charaktere und das Abenteuer, das sie erleben, ist interessant. Auch mit dem Thema Tod wurde meiner Meinung nach gut umgegangen und die Vorstellung eines Lebens danach, in dem alles friedlich ist, ist schön und wichtig. Es zeigt, dass es weiter gehen (kann) und ist so bestimmt gut für Kinder geeignet, da die Konfrontation mit dem Tod unvermeidlich ist und man so sieht, dass es ein friedliches Jenseits gibt und man sich nicht fürchten sollte, aber... mein Problem war, dass mir die Mutter der beiden Jungen von Anfang an so unglaublich leid getan hat. Selbst wenn die beiden nun in einer Art Paradies sind, sie hat ihre beiden Kinder so kurz nacheinander verloren und das hat mich die ganze Zeit belastet, auch wenn ich weiß, dass das den meisten Lesern nicht so geht und es auch nicht die Botschaft hinter der Geschichte ist.

    Davon abgesehen hat mir das Buch aber gefallen und die Geschichte ist wirklich schön geschrieben und geht gut mit dem Thema um, sodass ich 4 Sterne vergeben wollte. Da mir aber auch das Ende nicht wirklich gefallen hat (obwohl ich Aspekte davon hatte kommen sehen), gibt es 'nur' 3,5/5 Sternen.

    Kommentieren0
    24
    Teilen
    Korikos avatar
    Korikovor 3 Jahren
    Wundervolles Kinderbuch

    Story:
    Der zehnjährige Karl (genannt Krümel) ist krank und weiß, dass er bald sterben wird. Im Gegenzug zu ihm ist sein älterer Bruder Jonathan kerngesund, überall beliebt, mutig und klug. Gerade deswegen ist Jonathan stets an Krümels Seite, unterstützt ihn und nimmt ihm die Angst vor dem Tod, indem er ihm vom Land Nangijala erzählt, in das man nach dem Tod kommt. Dort ist er nicht nur gesund, Jonathan versichert seinem Bruder ebenfalls dorthin zu kommen, wenn seine Zeit gekommen ist. Unerwartet stirbt Jonathan jedoch vor Krümel, als er diesen vor einem Feuer rettet. Als Karl seiner Krankheit erliegt, reist er tatsächlich nach Nangijala und trifft dort auf Jonathan, der im Kirschtal auf seinen Bruder wartet. Für die Brüder Löwenherz beginnt ein ruhiges, schönes Leben …

    Doch schon bald erfährt Karl, dass das Leben in Nangijala seine Schattenseiten hat: im benachbarten Heckenrosental unterdrückt der Tyrannen Tengil aus dem Land Karmanjaka mit dem Drachen Katla die Bewohner und ausgerechnet Jonathan ist dazu ausersehen, das Land mithilfe einiger Rebellen zu befreien. Ungewollt wird auch Karl in die Kampfe verwickelt und muss bald seinen Mut unter Beweis stellen …

    Eigene Meinung:
    Der Kinderbuchklassiker „Die Brüder Löwenherz“ erschien erstmals 1973 und stammt aus der Feder der schwedischen Autorin Astrid Lindgren, die für ihre Kinderbücher (u.a. „Pippi Langstrumpf“, „Ronja Räubertochter“, „Michel“, etc.) weltberühmt wurde. „Die Brüder Löwenherz“ wurde 1977 verfilmt (das Drehbuch schrieb ebenfalls Astrid Lindgren) und erhielt mehrere Auszeichnungen – sowohl das Buch, als auch der Film.

    Die Geschichte ist spannend und fantasievoll, enthält jedoch auch ernste Themen wie Tod, Trauer und Verlust. Astrid Lindgren ließ erstmals diese düsteren Elemente in ein Kinderbuch einfließen und sorgte damit für gespaltene Kritiken, da es unüblich war derartige Probleme in Kinderbüchern anzusprechen und aufzubereiten. Dennoch funktioniert die Einarbeitung der ernsten Themen sehr gut, da die Brüder nach ihrem Tod nach Nangijala kommen, in dem es neben Menschen und Tieren auch Drachen (wie Katla) gibt. In gewisser Weise zeigt Astrid Lindgren ein Leben nach dem Tod auf und gibt den jungen Lesern so Hoffnung.
    Ansonsten ist das fantastische Nangijala eher mittelalterlich gehalten – man lebt recht einfach, ist zu Pferd unterwegs und kämpft mit Schwert und Bogen. Es gibt den klassischen Bösewicht, der das Nachbarland unterdrückt, eine schwarz-weiße Weltanschauung und die typischen Helden, die für die Freiheit kämpfen. Im Mittelpunkt steht Karl, der im Laufe der Geschichte mehrfach über sich hinauswachsen und seine eigenen Mut finden muss. Er wächst an den Ereignissen und den unterschiedlichen Dingen, die ihm widerfahren – sei es seine alleinige Reise ins Heckenrosental, als auch die Abenteuer, die er an Jonathans Seite bestehen muss.

    Die Charaktere sind sehr liebenswert und authentisch umgesetzt. Karl, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, ist ein kindgerechter, sympathischer Junge, den man sofort ins Herz schließt und mit dem man sich schnell identifiziert. Gerade Kinder werden sich in dem schwächlichen, teilweise feigen Jungen wiedererkennen, insbesondere wenn es um seine Ängste und Zweifel geht. Erst im Laufe der Geschichte wird Karl mutiger und erkennt, dass er Jonathan eine wichtige Hilfe ist. Dieser ist das genaue Gegenteil von Krümel – mutig, stark, außergewöhnlich hübsch und loyal. Er würde alles für seinen Bruder tun, ebenso für Menschen, die Unrecht erleiden und unterdrückt werden. Er ist in mehrfacher Hinsicht der strahlende Held, ist jedoch nie unsympathisch oder überheblich. Zusammen sind sie ein angenehmes Gespann, deren Abenteuer man gerne mitverfolgt und liest.
    Die Nebenfiguren sind ebenfalls sympathisch – seien es Sophia, Mattias und die übrigen Rebellen: sie wachsen dem Leser schnell ans Herz.

    Stilistisch überzeugt Astrid Lindgren mit einer einfachen Sprache, wundervollen Beschreibungen und sehr schönen Dialogen. „Die Brüder Löwenherz“ ist aus Karls Sicht erzählt, sprich der Leser entwickelt eine besondere Beziehung zu ihm. An seiner Seite lernen Kinder, dass man vor dem Tod keine Angst haben muss, egal wie schrecklich dieser sein kann. Die Autorin nimmt Ängste, regt zum Nachdenken an und vermittelt Hoffnung. Sie verknüpft verschiedene Aspekte – Familie, Abenteuer, Spannung und Zusammengehörigkeit mit Tod und Verlust, scheut sich nicht einmal das heikle Thema Selbstmord anzusprechen, und bereite dies in kindgerechter, verständlicher Form auf.

    Fazit:
    „Die Brüder Löwenherz“ ist ein wundervolles, tiefgründiges Kinderbuch, das zu recht zu einem der besten Romane Astrid Lindgrens gehört. Kindgerecht, spannend und einfühlsam werden ernste Themen wie Tod und Trauer behandelt, zeitgleich wird man durch das fantastisches Abenteuer perfekt unterhalten. Dank der wundervollen, liebenswerten Charaktere taucht man schnell in die bunte Welt Nangijalas ein und kann das Buch nur schwer aus der Hand legen. Absolut empfehlenswert!

    Kommentare: 1
    5
    Teilen
    sommerleses avatar
    sommerlesevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Trauerbewältigung in Kinderbuchform
    Trauerbewältigung in Kinderbuchform

    Mit dem Buch "*Die Brüder Löwenherz*" wendet sich "*Astrid Lindgren*" dem Thema Tod zu und macht ihn für Kinder begreifbar. Das Buch erscheint im "*Oettinger Verlag*".

    Jeden Abend erzählt Jonathan Löwenherz seinem kleinen Bruder Krümel von Nangijala, dem Land der Sagen und Märchen, in das man kommt, wenn man stirbt. Früher als gedacht treffen sich die beiden Brüder im schönen Kirschtal in Nangijala. Die Abenteuer beginnen jedoch erst, als das friedliche Land von einem bösen Tyrannen bedroht wird und die Brüder Löwenherz viel Mut beweisen müssen.

    Dieses Buch beginnt mit dem Tod des Jungen Jonathan Löwenherz. Er kommt nach seinem Tod in das Land Nangijala.
    Kinder sehen in diesem Land das wunderschöne Heckenrosental und Apfelblütental und gehen mit Hoffnung an das Thema Tod heran. Aber sie sehen auch Schrecken und Gefahren, die von dem Tyrannen ausgehen.

    Der Erzähler des Buches ist Karl, genannt Krümel, der kleine Bruder von Jonathan. Er beschreibt die gemeinsamen Abenteuer mit seinem Bruder und die Geschichte des kranken Krümel wird dabei umrissen. Dabei wird die Bruderliebe zwischen den Geschwistern gut erkennbar und wie sie jenseits des Lebens wieder zusammenfinden.

    Dieses Buch sollte auf jeden Fall mit den Kindern gemeinsam gelesen werden. Denn nicht jedes Kind erkennt bei der fantastischen Geschichte die wahren Hintergründe. Einerseits gibt es die Darstellung von Mut und Gerechtigkeit der beiden Brüder, aber andererseits gibt es auch das Thema Tod und Gewalt. Was mit dem Sprung ins Licht gemeint ist, sollte man mit Kindern gemeinsam besprechen, dann ist es eine hoffnungsvoll machende Lektüre.
     
    Ein nicht ganz einfaches Buch über ein schwieriges Thema, das zwar schön geschrieben ist, aber mit Kindern gemeinsam gelesen werden sollte. Dann kann es Hoffnung und Trost spenden. 
     

    Kommentare: 1
    61
    Teilen
    lipophils avatar
    lipophilvor 5 Jahren
    Kein Hasenherz sein

    Zwei Brüder wohnen mit ihrer Mutter unter ärmlichen Verhältnissen. Während der eine ein wunderhübscher und beliebter junger Mann ist, ist der jüngere Bruder krank und liegt immer zu Hause auf der Bank. Sein Bruder berichtet ihm vom Leben draußen, kümmert sich um ihn und erzählt ihm vom Land Nangijala, wohin man nach dem Tode kommt. Beide Brüder finden sich kurz darauf dort wieder, der eine aufgrund seiner Krankheit, der andere, weil er sich mit dem Jüngeren auf dem Rücken aus dem brennenden Haus stürzte und ihm so - vorerst- das Leben rettete. Dafür erhält er den Beinamen Löwenherz. In Nangijala jedoch ist nicht nur eitel Sonnenschein, die beiden Täler dort werden vom Tyrannen Tengil bedroht. Jonathan, der ältere Bruder, ist im Widerstand gegen Tengil aktiv, Auch Karl, der Jüngere, wird in die Abenteuer um die Befreiung Nangijalas von Tengil verstrickt und muss sich oft überwinden um mutig und eben kein Hasenherz zu sein.

    Über den Stil von Astrid Lindgren braucht man nicht viel zu sagen, das Buch ist einfach gut geschrieben und nimmt einen gleich gefangen. Die Welt, in die Astrid Lindgren den Leser entführt ist büchstäblich sagenhaft: es gibt Gut und Böse, Ungeheuer und Naturgewalten, Verräter und Widerstandskämpfer, Pferde, Dörfer - und den Kampf auf Leben und Tod. Wer nur Pippi Langstrumpf und Michel kennt, wird überrascht sein, wie grausam Lindgren erzählen kann. das Buch ist sehr spannend geschrieben und nimmt kein Blatt vor den Mund; denn wie soll man ein Land von einem grausamen Tyrannen befreien als durch Kampf und Tod. Etwas verstörend fand ich das Ende, aber es gibt einem auch etwas zum Nachdenken.

    Kommentieren0
    18
    Teilen
    Olanas avatar
    Olanavor 5 Jahren
    Wirklich schön

    "Die Brüder Löwenherz" ist ein sehr schön geschriebenes Buch über Liebe, Freundschaft und Tapferkeit, aber auch Krankheit und Tod. Es zeigt, dass Krankheit und Schwäche ein Kind noch lange nicht weniger wertvoll machen. Es soll Kindern Mut machen, nie aufzugeben. Außerdem erinnert die Geschichte uns daran, die gemeinsamen Momente zu schätzen solange man lebt und zusammen sein kann, denn es kann schnell und unerwartet vorbei sein.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Brüder Löwenherz" von Astrid Lindgren

    Die Brüder Löwenherz - von Astrid Lindgren, aus dem Schwedischen.
    Ein wunderschöner, zauberhafter Roman für Kinder und Erwachsene!
    Tod, Krieg, Leid, das große Thema der Ungerechtigkeit und Vergänglichkeit - doch warum sollte man die Wahrheiten des Lebens nicht beim Namen nennen?
    Niemandem ist dies besser gelungen als Astrid Lindgren in ihrer märchenhaften Geschichte von den Brüdern Jonathan und Krümel Löwenherz, die sich nach einem viel zu frühen Tod durch Feuer und Krankheit in Nangijala wiedertreffen. Doch im Kirschblütental ist nicht alles gut. Ein Tyrann und ein schreckliches Grauen, dessen Name man kaum zu nennen wagt, erdrücken Glück, Harmonie und Frieden der Menschen.
    Und Jonathan hat eine Wahl gemacht: manche Dinge muss man tun, wenn man mehr als ein Häufchen Dreck sein will. Für das Gute kämpfen, ohne dabei zu zerstören. Und wenn es sein muss, für das Gute sterben, ohne es zu bereuen.
    Wie oft werden wir sterben?
    Vielleicht immer.
    Und vielleicht ist das gar nicht schlimm.
    Ich habe selten bei einem Buch mehr geweint. Selten habe ich einen derart wundervollen Schatz in der Welt der Literatur gefunden. Ein Buch für alle, die sich die großen Fragen des Lebens stellen, die nicht verstehen, nicht akzeptieren wollen. Die vielleicht auch verzweifelt sind und auf der Suche nach Auswegen.
    Nangijala ist ein solcher.
    Meine Verehrung an die Autorin!

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    M
    marion_merkelvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Brüder Löwenherz" von Astrid Lindgren

    Eines der schönsten und nachdenklichsten Bücher.
    Lesenswert. Aber nicht für Kinder geeignet.

    Kommentieren0
    6
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks