Astrid Lindgren Die Menschheit hat den Verstand verloren

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Inhaltsangabe zu „Die Menschheit hat den Verstand verloren“ von Astrid Lindgren

Ein einzigartiges Zeitdokument von Astrid Lindgren „Wie ist es möglich, dass die Menschheit solche Qualen erleiden muss, und warum gibt es Krieg?“ Astrid Lindgren hat unsere Kindheit geprägt. Mit Pippi Langstrumpf und Wir Kinder aus Bullerbü hat sie unseren Blick auf die Welt verändert. Ihre Geschichten handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Lange bevor diese Bücher entstanden, schrieb sie ihre Gedanken über das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts nieder: den Zweiten Weltkrieg. In ihren Tagebüchern schildert sie, wie Europa von Faschismus, Rassismus und Gewalt vergiftet wird. Nachdenklich und betroffen, aber auch mit dem so unverwechselbaren Tonfall stellt Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern wichtige Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was ist gut und was ist böse? Was tun, wenn Fremdenfeindlichkeit und Rassismus das Denken und Handeln der Menschen bestimmen? Wie kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen? Neben dem Kriegsgeschehen erzählt sie von ihrem Familienleben und den ersten Schreibversuchen: 1944 schenkt sie ihrer Tochter das Manuskript von Pippi Langstrumpf zum Geburtstag. Das persönliche Zeitdokument einer sehr klugen Frau, die schon immer den Blick für das große Ganze hatte.

sie hat einen tollen Stil

— CorneliaP

Der zweite Weltkrieg aus der Sicht einer (mehr oder weniger) gewöhnlichen, schwedischen Hausfrau. Total spannend.

— Nymphe

Erschütternd und ehrlich...

— claudiwilllesen

Astrid Lindgren macht sich auf bewundernswerte Weise Gedanken über das Geschehen in ihrer Zeit!!!

— AnnusMinimus

Eine ganz andere Perspektive auf diese schreckliche Zeit von einem sehr intelligenten Menschen.

— Blaubeerblau

Tolles Buch über eine sehr schwere Zeit. Sehr zu empfehlen!

— BubuBubu

Interessante Erinnerungen an eine harte Zeit. Nicht immer angenehm zu lesen, aber scharf beobachtet.

— juergenalbers

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  • Der zweite Weltkrieg aus der Sicht einer (mehr oder weniger) gewöhnlichen, schwedischen Hausfrau.

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

    Nymphe

    01. August 2017 um 08:21

    Inhalt: Dieses Buch enthält ungekürzt die 17 Tagebücher, die Astrid Lindgren in den Jahren 1939 bis 1945 geführt hat. Dabei hält sie den schwedischen Alltag genauso fest, wie das Weltgeschehen. Bewertung: Die Tagebücher von Astrid Lindgren haben mich den zweiten Weltkrieg nochmal aus einer ganz neuen Perspektive sehen lassen. Obwohl in der Schule und in den Medien das Thema ja recht präsent ist, fehlte mir bisher vollständig die skandinavische Sicht der Dinge. Astrid Lindgren war in der komfortablen Situation den Krieg größtenteils im Frieden zu verbringen, da Schweden wenig betroffen war. Somit hatte sie eine fast neutrale Sicht auf die Dinge und ihr Herz ist stets voller Mitleid für alle Opfer. Ihr gewohnt toller Schreibstil lässt den Leser den Krieg von Tag zu Tag erleben. Das war ungeheuer spannend, zumal sie am Beginn der Tagebücher noch gar keine Schriftstellerin war. Auch (als kleinen Nebenstrang) ihre Beginne als Autorin zu verfolgen fand ich klasse. Wie Pippi Langstrumpf entsteht, und die anderen ersten beiden Bücher in dieser Zeit, ist interessant zu verfolgen. Fazit: Die Schrecken des zweiten Weltkrieges sind in diesem Buch keine anderen, aber sie werden anders erzählt. Absolute Leseempfehlung.

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  • Die Menschheit hat den Verstand verloren

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

    Kleine8310

    20. July 2016 um 22:58

    "Die Menschheit hat den Verstand verloren" ist ein Buch, welches aus den Tagebüchern der Kriegsjahre 1939 - 1945, die von Astrid Lindgren geführt worden sind, entstanden ist. Ich lese immer mal wieder etwas über den ersten und den zweiten Weltkrieg und dieses Buch hat auf mich gleich, wie etwas ganz besonderes gewirkt. Nicht zuletzt, da ich Astrid Lindgren's Werke großartig finde und sehr gespannt war, auf ihre Sicht der Dinge und ihre ganz eigenen Gedanken.    Das Buch beginnt mit einem ausführlichen und einleitenden Vorwort, in dem das Leben von Astrid Lindgren skizziert und besonders auf die Zeit rund um 1939 - 1945 eingegangen wird. Der Schreibstil der Tagebucheinträge ist sehr flüssig und man merkt auch schon bei diesen häufig eher kurzen Texten, dass Frau Lindgren ein großes Talent für das geschriebene Wort hat. Als sie die Tagebücher geschrieben hat, war sie allerdings noch keine berühmte Schriftstellerin.    Der Schreibstil in den Tagebucheinträgen ist flüssig und sehr gut zu lesen. Manche der Einträge befassen sich auch mit persönlichen Dingen, was mir einen etwas größeren Einblick in die Person Astrid Lindgren ermöglicht hat. Die Gedanken der Autorin zu dem schockierenden und immer mehr um sich greifenden Kriegsgeschehen sind recht sachlich geschildert, aber sie bringen immer, wenn auch manchmal unterschwellig, eine Masse an Emotionen mit sich. Ich habe die Lektüre dieser Tagebucheinträge als sehr aufwühlend empfunden und mir gingen viele Schilderungen sehr unter die Haut.    Sicherlich kennt man mittlerweile die Abläufe des Kriegsgeschehens aber aus der Sicht von Astrid Lindgren hatten die Schilderungen auch wieder etwas ganz eigenes. Sehr spannend fand ich ihre Sicht der Dinge auch, da sie in Schweden lebte und ich bisher eher Zeitzeugenberichte aus anderen Ländern gelesen hatte. Astrid Lindgren nennt die Dinge beim Namen und nimmt in ihren Tagebüchern, für die damalige Zeit, kein Blatt vor den Mund, was mir sehr gut gefallen hat. Man erfährt nicht nur oberflächliches aus dem Kriegsgeschehen, sondern liest hier die Gedanken einer Frau, die sich Gedanken um andere Menschen und die Zukunft gemacht hat! Positiv:  * toller Schreibstil, der sich trotz des schweren Thema's gut lesen lässt * eine Fülle an Emotionen * ich fand die Gedanken, die Astrid Lindgren anstellt teilweise mutig (für die Zeit) und immer sehr beeindruckend * eine gelungene Mischung aus Privatem und Schilderungen, wie die Autorin die Kriegsjahre erlebte   Negativ: * mir ist nichts negatives aufgefallen!   "Die Menschheit hat den Verstand verloren" ist ein Buch mit einer beeindruckenden Tiefe und einer Fülle an Emotionen, bei dem Astrid Lindgren den Leser/die Leserin durch ihre persönlichen Tagebucheinträge die Kriegsjahre durch ihre Augen miterleben lässt!

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  • Die ernste Pippi Langstrumpf

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

    Ankewien

    05. February 2016 um 11:16

    In diesem Buch zeigt Astrid Lindgren ihre ernste Seite, die man als Nichtschwede gar nicht erwartet hätte. Wenn man sich aber genau mit der Person Astrid Lindgren beschäftigt, weiß man, dass sie sich immer wieder in politische Debatten eingemischt hat. Und das mit einer durchaus scharfen und frechen Zunge, als hätte Pippi Langstrumpf persönlich das Wort ergriffen. Und das spannende dabei für mich war, dass Lindgren immer wieder Fragen stellt, die erschreckend aktuell sind - warum stellt sich eine Rasse über eine andere? Und wie konnte es nur so weit kommen? Dabei entsteht ein interessanter, schwedischer und damit etwas distanzierterer Blick auf die dunkelste Zeit des 20. Jahrhunderts. Für mich ist das Buch einfach großartig, vor allem weil es Parallelen vom Aufstieg des NS Regimes bis in heutige Zeit auf ganz merkwürdige Weise aufzeigt (merkwürdig, weil Lindgren ja 2002 starb) und zeigt, dass gewisse Bedenken gar nicht so weit hergeholt sind, wie es gewisse Wutbürger manchmal denken.

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  • Kriegstagebücher einer vorausschauenden und weisen Frau, die nachdenklich stimmen

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

    yari

    Die Kriegstagebücher der Astrid Lindgren sind ein Zeitdokument, welche den Krieg aus Sicht einer jungen Mutter und Ehefrau beschreiben. Ohne übertrieben zu wirken, berichtet Lindgren aus ihrer Sicht welche Veränderungen der 2. Weltkrieg mit sich bringt, und was dies für Auswirkungen auf die schwedische Bevölkerung, aber auch die anderen Völker hat. Ziemlich schnell wird klar, dass durch den 2. Weltkrieg nichts mehr sein wird, wie es einmal war. Immer wieder hat Astrid Lindgren Zeitungsartikel, Briefabschriften bzw. Abschriften zu Radiosendungen in ihre Tagebücher geklebt bzw. notiert, um den Wahnsinn dieses Krieges zu dokumentieren. Sehr gut nimmt sie auf diese Artikel Bezug, und wenn man dies heute liest, wird deutlich, dass Lindgren den Krieg mit all seinen Konsequenzen sehr vorausschauend beurteilt hat. Auf faszinierende, und erschreckende Weise gelingt es ihr, dem Leser die Grauen des Krieges nahe zu bringen. Sehr persönlich und ehrlich werden die Aufzeichnungen dadurch, dass Lindgren darin auch Ängste, Wut, Trauer, aber auch Freude bewältigt hat. Außerdem erzählt sie auch vom Familienleben, dem Beruf und ihrer schriftstellerischen Tätigkeit, unter anderem dem Schreiben von Pippi Langstrumpf. Astrid Lindgren ist eine großartige Persönlichkeit, die immer für Frieden und Gewaltfreiheit einstand, deswegen machen ihre Tagebücher sehr betroffen und nachdenklich. Man sieht was für eine vorausschauende und kluge Persönlichkeit  Astrid Lindgren war. Im Vorsatz des Buches steht folgende handschriftliche Notiz Lindgrens vom 12. Mai 1945: "Aber die Menschheit hat nun einmal komplett den Verstand verloren." Diese Worte verdeutlichen heute mehr denn je, wie es um einen Teil der Gesellschaft bestellt ist, und wie irrsinnig Terrorismus, Rassismus, Kriege etc. sind. Die Tagebücher von Astrid Lindgren haben mich gefesselt, nachdenklich gemacht, und mir auf erschreckende Weise den Krieg nahe gebracht. Für diese wertvollen und ehrlichen Aufzeichnungen vergebe ich fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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    • 5
  • Perfekt und auch 70 Jahre später noch aktuell

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

    Flamingo

    29. December 2015 um 13:23

    Die Kriegstagebücher von Astrid Lindgren sind ein wirklich ein großartiges zeitgeschichtliches Dokument - und brandaktuell.  Optisch ist die gebundene Ausgabe wunderschön gemacht. Es ist in die einzelnen Jahreskapitel (also je ein Kapitel für die Jahre 1939 bis 1945) unterteilt, mit Faksimiles aus ihren Originaltagebüchern.  Die Aufzeichnungen Lindgrens sind komplett abgedruckt und übersetzt.  Hierbei hat mich einzig gestört (aber dafür kann ich gar keinen Sternabzug geben), dass die Übersetzung der Artikel und Briefe immer erst am Ende des jeweiligen Jahreskapitels erfolgt und nicht im Fließtext ihrer Aufzeichnungen. Es gibt aber hervorragende Querverweise von Lindgrens Aufzeichnungen zu den Faksimiles der Artikel und Briefe zu den Übersetzungen und zurück.  Zwei Dinge machen diese Tagebücher deutlich: Erstens, was für eine bemerkenswerte Frau Astrid Lindgren war und zweitens, dass selbst eine (damals zumindest noch) politisch ungebildete junge Schwedin alles gewusst hat.  Lindgren beweist, dass sie eine Frau mit einem enormen gesunden Menschenverstand und Weitblick ist.  Zu Kriegsausbruch schreibt sie: "Man kann kaum glauben, dass so etwas im zwanzigsten Jahrhundert passiert." ... Wer hat das nicht auch noch 70 Jahre nach Kriegsende gesagt? Wer hat das nicht im Rahmen der Annektion der Krim gesagt?  Auch die Lügenpresse kannte sie im Jahr 1941 schon: "Zu den Dingen, die Herrn Quisling [norwegischer Nazi] besonderen Zorn erregt haben, gehört die schwedische Presse, der er vorwarf, Lügenpropaganda zu betreiben....". Und damals wie heute, zeigt Schweden ihre Menschlichkeit, wenn es um Flüchtlinge geht: "In Dänemark haben die Deutschen jetzt mit der Judenverfolgung begonnen...Die schwedische Regierung hat ...angeboten, alle dänischen Juden hier aufzunehmen...Die schwedischen Antisemiten hetzen, so gut sie können und verschicken Flugblätter, in denen sie Flüchtlinge als eine Schar von Mördern und Vergewaltigern darstellen." <--- auch das kein isoliertes ~Problem des Jahres 1943.  Interessant fand ich, dass Lindgren meinte, sich auf eine Seite schlagen zu müssen. Also entweder den Russen oder Deutschen den Sieg zu "wünschen". Eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera, einen dritten Weg schien es für sie lange, bis zum D-Day, nicht zu geben.  Für mich waren diese Tagebücher besonders wegen der schwedischen bzw. nordeuropäischen Perspektive interessant. Auch wenn man meint, alles über den zweiten Weltkrieg und das dritte Reich und die Nazis zu wissen, ist doch sicherlich für den einen oder anderen die Sicht aus Schweden neu.  Private Einblicke in das Leben gibt es nur wenige, aber ich fand das nicht schlimm. Man erfährt aber doch einiges über das Familienleben und man bekommt die Entstehungsgeschichte der Pippi Langstrumpf mit.  Also, eine rundrum gelungene Ausgabe und eine definitive Kauf- und Leseempfehlung. 

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1599
  • Tiefreichende Einsichten

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

    michael_lehmann-pape

    Tiefreichende Einsichten 1939 beginnen die Tagebuchaufzeichnungen, die bis ins Jahr 1945 reichen und in denen Astrid Lindgren nicht nur „ihren Teil“ für Schweden in diesem umfassenden Krieg leistet, sondern in denen sie selbst für sich dieses Geschehen festhält. Über die Jahre hinweg mit immer mehr Informationen über das Grauen versehen, dass Menschen Menschen anzutun bereit sind, den Preis des Krieges vor Augen. Ein Geschehen, von dem Lindgren zunächst ahnt, nicht lange darauf fest weiß, dass es eine Zeitenwende darstellen wird, die Welt durch und nach diesem Krieg nicht mehr die gleiche sein wird, eben offenkundig wird, dass „die Menschheit ihren Verstand verloren hat“. Eine Möglichkeit der Betrachtung, der Beobachtung, die nicht zuletzt durch die Neutralität Schwedens eine ganz besondere Möglichkeit in sich trug. Aus der „Perspektive der Verschonten“ heraus (fassungslos) die Ereignisse mit anzusehen und aus der „Gnade der Verschonung“ heraus in besonderer Form ein Gefühl der Verantwortung zu entwickeln. Momente, die sich in ihren Tagebuchaufzeichnungen niederschlagen, eine Entwicklung auch der eigenen Haltung, die der Leser nachvollziehen kann im Lauf der Lektüre und die, neben der Erschütterung Lindgrens selbst über die „Zeichen der Zeit“ immer wieder Hoffnung vermittelt. Dass eben nicht die ganze Menschheit ihren Verstand verloren hat. Wobei Lindgren im Tonfall nie ins Pathetische abgleitet, hier keine ständig auf Tiefsinn ausgerichteten, literarischen Schriften vorliegen. Im Gegenteil, gerade weil Lindgren so nüchtern und sachlich die Ereignisse des Krieges begleitet (man lese nur ihre trockene Zusammenfassung am „Zweijahrestag“) kommt eine solch fliessende Lektüre zustande und eine immer wieder auch objektive Information des Lesers. In die dann die eigenen Gedanken der Autorin mit einfließen, erkennbar werden. Das ganze in seinem ebenso flüssigen, klaren Stil, der in bester Weise Zeugnis ablegt von der klaren Sprache und der schriftstellerischen Güte Lindgrens. „Deutschland und die Deutschen werden gehasst. Aber man kann nicht alle Deutschen hassen, man kann sie nur bedauern. Der Krieg ist aus und das ist alles, was zählt“. Denkt Lindgren. Bis die baltischen Gefangenen an Russland ausgeliefert werden sollen, bis die Folgen offenkundiger werden, bis die erste Atombombe fällt. „Der Frieden bietet keine große Geborgenheit!“. Und dennoch, Lindgren schließt versöhnlich. Und wünscht sich und den ihren und allen ein hoffentlich gutes neues Jahr 1946. Trotz des Wissens um die Vernichtungsmaschinerie, die von Menschen gemacht Lindgren tief erschüttert hat. Und wie nebenbei erlebt der Leser auch mit, wie aus der Sekretärin Lindgren langsam sich die Schriftstellerin heraus entwickelt. Wie 1941 Pippi Langstrumpf das „Licht der Welt“ erblickt (zaghaft und noch mit keinem Gedanken an Romane versehen), Wie der ruhige, klare und einfache Stil Lindgrens schon in den Tagebüchern zu erkennen ist. Wie 1944 erste Geschichte entstehen. Ein historisches Dokument einerseits, persönliche Erinnerungen andererseits, eine ebenso sichtbare persönliche Entwicklung der Neigungen gleichermaßen, wie ein immer wieder erschrockenes Nachsinnen über das, was hinter den Ereignissen des Krieges an menschlichen Abgründen ertragen werden muss.

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