Astrid Pfister Dan Shockers Larry Brent Neu - Das Pestmädchen

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Inhaltsangabe zu „Dan Shockers Larry Brent Neu - Das Pestmädchen“ von Astrid Pfister

Die Bedrohung aus der anderen Ebene ist allgegenwärtig. Die PSA erwartet den nächsten Anschlag auf ihre Agenten. Wenig später werden in Edinburgh Pestopfer gemeldet. Ein Virus, der seit Jahrhunderten gebannt zu sein schien, breitet sich rasen schnell aus.

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  • Das Pestmädchen

    Dan Shockers Larry Brent Neu - Das Pestmädchen

    Elmar Huber

    08. October 2014 um 08:15

    „Einst war Annie bestimmt ein wunderschönes fünfjähriges Mädchen gewesen, das mit seinen langen blonden Locken vielleicht wie eine lebendige Porzellanpuppe ausgesehen hatte, aber jetzt waren ihre Haare verfilzt und starrten vor Dreck, Annies Augen waren rot vom Weinen und ihr Antlitz glich einer Kraterlandschaft. Die zarte Kinderhaut war mit eitrigen Geschwüren und großen, blutunterlaufenen Beulen übersät, die ihren Gesichtszügen ein groteskes Aussehen verlieh.“  STORY Während in Deutschland auch X-GIRL-C, Norma Ulbrandson, nach ihrer Flucht mit dem Medium Inka Roll (siehe ANGRIFF AUS DER VERGANGENHEIT) in den Bann der anderen Ebene gerät und sich plötzlich selbst gegenübersteht, ereignen sich in Edinburgh unerklärbare Fälle vom Pesterkrankungen. Der Ursprung der Krankheitsfälle ist die Touristenattraktion „Mary King’s Close“, ein Stadtviertel, das während der Pestepidemie abgeschlossen und sich selbst überlassen wurde. Noch heute werden aus dem Gebiet immer wieder mysteriöse Phänomene und Geistersichtungen gemeldet. Von vielen als Lockmittel für die Touristen abgetan, scheint die Legende von „Mary King’s Close“ doch über einen wahren und tödlichen Kern zu verfügen. David Gullan schickt Larry Brent und Morna Ulbrandson gemeinsam mit X-RAY-18 Achmed Chachmah in die schottische Hauptstadt, um die Vorfälle zu untersuchen, die bereits mehrere Tote forderten. Kurzgeschichte: RENDEZVOUS MIT MADELEINE Während seines Südfrankreichurlaubs bleibt Rolf Solkans Auto in einem gottverlassenen Kaff liegen. Sein Ärger wandelt sich zu Hoffnung, als er die schöne Madeleine erblickt. Doch die ablehnende Haltung der Dorfbewohner wie auch die Andeutungen eines Journalisten wecken die Neugier in Solkan, was es mit Madeleine und ihrer bettlägerigen Mutter wirklich auf sich hat. „Elenas Zustand verschlechterte sich rapide, und ihre Haut begann auch ohne sichtbare Verletzungen zu bluten. […] Sie atmete tief ein, stemmte sich in die Höhe und rief um Hilfe, doch dieser Schrei ließ ihre Lungen kollabieren. Während sie starb, galten ihr letzten Gedanken ihren Freundinnen.“ MEINUNG Band 4 der „Neuen Fälle“ (Taschenbuchausgabe) führt zunächst den lose Storyfaden um Morna Ulbrandson aus Band 2 zu Ende und bereitet parallel schon den Fall „Pestmädchen“ vor, der schließlich vom Team Brent/Ulbrandson mit Unterstützung des mental begabten PSA-Kollegen Achmed Chachmah bearbeitet wird. Tatsächlich liegt die Quelle der Krankheitsfälle im ehemaligen Pestviertel von Edinburgh, das einst von den Stadtvätern abgeriegelt wurde um eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Das sichere Todesurteil für die Bewohner von „Mary King’s Close“, deren Hass gegen die Lebenden die Zeit und den Tod überdauert hat. Die Spur der Ereignisse führt zu Dr. Nicholas Graham, einem Wissenschaftler, der durch die Manipulation von Geistern längt ausgestorbene Krankheitserreger reaktivieren und als Waffe einsetzen will. DAS PESTMÄDCHEN ist nach DAS SANATORIUM der zweite Roman in Folge, der den aktuellen Zyklus um die – bisher nur angedeutete – Rückkehr von Dr. Satanas unterbricht. Zwar werden die Romane zeitlich in der Storyline verankert – erkennbar an der fortlaufenden Nummerierung der Tage -, doch funktioniert DAS PESTMÄCHEN grundsätzlich als eigenständiger Fall. Und obwohl man dem Roman mit seiner detaillierten Schilderung der gegenwärtigen Pestfälle und den recht ausführlichen Rückblenden ins Edinburgh des 17. Jahrhunderts schon einiges an Seitenschinderei vorwerfen könnte, präsentiert sich DAS PESTMÄDCHEN insgesamt so flott und kurzweilig, dass man darüber leicht hinwegsehen kann. Die Autorin Astrid Pfister ist neu im Larry Brent-Autorenteam, kann jedoch schon auf einige Veröffentlichungen – Kurzgeschichten wie auch Romane – im phantastischen Bereich zurückblicken. Sie war überdies Mitherausgeberin von Bernd Rothes „Welt der Geschichten“. Als Covermotiv wurde ein Originalmotiv von Rudolf Siber-Lonati verwendet, an dessen Werken der Blitz Verlag die Rechte hält. In den Roman haben die Autoren eine Handlungsszene eingebaut, die exakt der Abbildung entspricht, für die Geschichte allerdings nicht relevant ist. Als Bonus ist wieder eine Geschichte aus „Dan Shockers Gruselmagazin“ – hier RENDEZVOUS MIT MADELEINE – enthalten. Diese Geschichte – wie einige weitere, die nach und nach an dieser Stelle erscheinen werden – ist amerikanischer Herkunft und wurde unter dem Pseudonym J. A. Grouft zuerst im Chance International Magazin unter der Redaktion von Jürgen „Dan Shocker“ Grasmück veröffentlicht. Dieser sammelte später die J.A. Grouft-Gruselgeschichten aus Chance International und spann darum eine Rahmenhandlung mit Larry Brent. Der so entstandene Episodenroman erschien als Schreckensmahl komplett unter dem Pseudonym Dan Shocker und erlebte diverse Auflagen im Zauberkreis Verlag (u.a. auch innerhalb der Larry Brent Serie als Band 57). Die jüngste Auflage erschien als Dämonenland 146 (Bastei Verlag). FAZIT Kurzweiliges Abenteuer im klassischen Larry Brent-Stil, das wieder flüssiger daherkommt als der Vorgängerroman und mit seinen Rückblenden in die Vergangenheit auch mehr Abwechslung bietet.

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