Astrid Philippsen Con Brio

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Inhaltsangabe zu „Con Brio“ von Astrid Philippsen

Die Geschichte einer erotischen Obsession. Der Schauplatz: Paris. Die Personen: ein Homme à femmes und eine geheimnisvolle Frau. Der sechzigjährige Schriftsteller Tibor lernt eine hübsche, sehr junge Frau kennen und macht ihr spontan einen Heiratsantrag. Sie willigt ein, fügt jedoch hinzu: "Aber keine Fragen zwischen uns." Sie krempelt sein Leben völlig um, hält Tibor jedoch sorgfältig auf Distanz und erlaubt sich selbst ein so freizügiges Leben, dass er an seiner Eifersucht zerbricht. Die slowenische Autorin Brina Svit beschreibt die Geschichte dieser seltsamen und asymmetrischen Beziehung mit großem dramaturgischem Geschick. Ein Roman über das uralte Missverständnis zwischen den Geschlechtern, neu und voller Überraschungen erzählt.

Eine etwas andere Liebesgeschichte in Paris.

— kfir
kfir

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  • Rezension zu "Con Brio" von Astrid Philippsen

    Con Brio
    RobertPreis

    RobertPreis

    13. November 2012 um 08:58

    Platonische Liebe “Als Kind und später als junger Mann habe ich jedes Mal, wenn ich in einer kritischen Situation war, versucht, mich selbst zu verhexen. Mich aus der Situation zu befreien, aus meinem Körper herauszutreten und mich aus der Ferne zu sehen, als wäre ich gar nicht ich. (...) Doch je mehr ich unter meinen alten Zaubersprüchen kramte, die mich aus so manchen Schwierigkeiten gerettet hatten, desto klarer sah ich nur mich selber vor mir (...), bestürzt und niedergeschmettert.“ Der Schriftsteller R. A. Tibor ist sechzig und längst fester Bestandteil der Pariser Szene. Sein Leben folgt gewohnten Bahnen. Der Bourgeoise diktiert seine Texte einer Schreibkraft, die Wohnung putzt eine Haushälterin, er verkehrt in feinster Gesellschaft und blickt auf eine lange Reihe von Liebschaften und gescheiterten Ehen zurück. Als er bei einer Party seines Verlegers jedoch auf ein junges Mädchen trifft - sie ist 27 und nennt sich Grusenjka - geht alles sehr schnell. Tibor macht der Unbekannten einen Heiratsantrag. Sie willigt ein. Bald darauf verschwindet die Schreibkraft und die Haushälterin kündigt. Doch körperliche Nähe zu seiner Ehefrau, so sehr er sich darum bemüht, bleibt ihm verwehrt. Beeindruckend an Brina Svits Roman ist nicht der Plot, es ist ihre Sprache. Reich an Bildern, wunderbar harmonisch, feinfühlig und zart erzählt sie die Geschichte des alternden Schreibers, der zwar erkennt wie sehr seine Obsession um ihn herum zu Veränderungen führt, doch den Blick zu spät auf sich selbst richtet. Sein Drang die unsichtbare Mauer, welche Grusejnka umgibt wie ein ständiger Schatten, zu durchbrechen, sie letztendlich wirklich zu erobern, wird zur verhängnisvollen Manie. Sie schläft nicht in seinem Bett, schreckt vor seinen Berührungen zurück, und geht ohne ihn nächtelang aus. Seine eifersüchtigen Ahnungen bestätigen sich eines Tages, als er einen fremden Mann in ihrem Bett entdeckt. In seiner Verzweiflung unternimmt er alles um ihr Herz zu gewinnen. Bis ihn eine Herzattacke ins Krankenbett wirft, und dort verlässt sie ihn schließlich. Lässt ihn los, befreit ihn von seiner Obsession. Tibors Lolita-Komplex, seine obsessive Liebe zur fremden und immer fremder werdenden 27-jährigen Grusenjka bringen ihn an den Rand der Raserei. Was Brina Svit hier gelingt ist eine akribische Studie einer Liebe, die ihre Grenzen hat. Die Machtlosigkeit, die Barrieren zu überwinden, die einer für den anderen errichtet hat, werden mit jedem Kapitel offensichtlicher. Tibor beginnt einem leid zu tun. Seine eigene Ehefrau ist ihm die unerreichbarste Frau von allen. Die Slowenin Brina Svit lebt seit 20 Jahren in Paris

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  • Rezension zu "Con Brio" von Astrid Philippsen

    Con Brio
    Bella5

    Bella5

    28. July 2010 um 22:50

    Das Buch hat mich begeistert, da es sprachlich ausgefeilt ist...und eine bestimmte Atmosphäre evoziert. Vordergründig geht es um eine amour fou - der alternde Tibor verliebt sich in eine junge Frau,es ist die Wehmut, die Suche nach der Jugend, der Versuch,dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Auch die Nebenfiguren des Romans sind interessant skizziert, etwa Tibors Verleger. Darüber hinaus ist das Buch eine Hommage an Frankreich. Paris oder Provinz ( sprich: die Picardie) - die Beschreibungen sind toll.

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  • Rezension zu "Con Brio" von Astrid Philippsen

    Con Brio
    kfir

    kfir

    06. October 2007 um 15:04

    Der Klappentext verspricht eine interessante, wenn nicht spannende Geschichte. So war es auch ... und auch wieder nicht. Das Buch ist eine überaus interessante Charakterstudie eines älteren Mannes in Paris, der der blinden Leidenschaft zu einer sehr viel jüngeren Frau verfällt, die seine Gefühle nicht erwidert und mit ihnen spielt. Der Autor zeichnet ein beklemmendes Bild dieser Obsession, die in teilweise überaus potischen Passagen das Seelenleben des Mannes wiederspiegelt, einfühlsam und deutlich. Bedauerlicherweise sind einige Strecken etwas langatmig und eine rechte Spannung kommt nicht auf, ebenso fehlt ein rechtes Ende. Leider ist die Geschichte komplett aus Sicht des Mannes geschildert, von der Frau erfährt man nur sehr wenig. Ich bin hin und her gerissen. Entweder habe ich das Buch in der faschen Stimmung gelesen oder ich habe es nicht verstanden. Sprachlich überdurchschnittlich, erzählerisch leider nur Mittelmass. Drei schöne Zitate aus dem Buch: "Es gibt keine gute Erotik ohne ein paar Tropfen Perversion." "Zwischen dem Nichts und der Trauer wähle ich die Trauer." "Die Liebe ist in Wahrheit eine Reise an einen Ort, den wir nicht gewählt haben."

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