Astrid Rauner

 4 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf von Astrid Rauner

Astrid Rauner wurde 1991 in der hessischen Wetterau geboren. Seit dem Abschluss des Abiturs 2008 studiert sie Umweltmanagement in Gießen, seit März 2011 in einem Masterstudiengang. Keltische und germanische Geschichte begleitet sie bereits seit ihrer Kindheit. Archäologische Funde aus Deutschland und Mitteleuropa inspirieren sie zu ihren Werken, in welchen sie zu ergründen versucht, wie die Lücken europäischer Vorgeschichte geschlossen werden können.

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Rezension zu "Brictom - Wodans Götterlied. Von keltischer Götterdämmerung 3" von Astrid Rauner

ein spektakuläres Finale der Wodan-Reihe
kupfis_buecherkistevor 2 Monaten

Aigonn will dem Ruf seines Lehrmeisters Rowilan folgen, und so flieht Aigonn mit Tiuhild aus dem hohen Norden zurück an die Rur. Unterwegs muss er doch eine Abenteuer lösen, denn kein geringerer als Wode verfolgt das Duo. Doch als er endlich seine Heimat wieder erreicht, muss er feststellen, dass es auch dort viele Probleme gibt. Denn Rowilans Position als Stammesfürst steht in Frage, und Rowilans Folk begehrt gegen ihn auf. Die Feinde rücken immer näher, und wollen das Gebiet der Bärenjäger einnehmen. Zudem ist Aigonns Vater Utalain wieder aufgetaucht, und Aigonn muss feststellen, dass sein Vater ein dunkles Geheimnis mit sich trägt. Auch Aigonns Bruder Efoh traut seinem Bruder nicht ganz über den Weg und greift Aigonn an. Schwer verletzt versucht Aigonn mit Tiuhild das Geheimnis des Moorsängers endgültig zu lösen, damit er Rowilan helfen kann, die Feinde entgültig zu besiegen. 

Astrid Rauner hat hier eine Saga auf die Beine gestellt, die - wie ich persönlich finde - ein fantastisches Epos ist! Ohne viel Schnickschnack und ohne großes Simsalabim beschreibt Astrid, wie es damals hätte sein können. Wie haben die Völker damals gelebt? Auch die Völkerwanderung wird eindeutig beschrieben, die nicht nur aus Glaubensgründen statt fand, sondern weil anderswo wortwörtlich die Wiese grüner war, und man den Wetterbedingungen bzw. aus Umweltgründen weiterziehen musste. 

Was mich ebenso beeindruckt hat, ist wie Astrid Rauner die Beziehung der Seher und ihren Göttern beschrieben hat. Es gab verschiedene Verse, wie z. B. das Brictom, mit denen die Seher Kontakt zu ihren Göttern aufnehmen konnten. Es war aber kein Zauberstab a là Harry Potter nötig, sondern man nahm maximal Bewusstseinserweiternde Mittel, um Kontakt aufzunehmen. Seher zu sein war oftmals nicht zu sehr angesehen, weil Außenstehende nicht unbedingt nachvollziehen konnten, wie das Ganze vor sich ging. 

Die Autorin hat ihre Hausaufgaben gemacht. Im Nachwort beschreibt sie ihre Quellen; und webt ihre eigenen Ideen in die derzeitig bekannten Fakten mit ein. Und so entsteht ein glaubwürdiges Abenteuer um die Seher Aigonn und Rowilan, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Trotz ihrer übernatürlichen Fähigkeiten sind die zwei Freunde geworden, die mit ihren damals alltäglichen Problemen zu kämpfen haben. Trotzdem bleibt für beide Raum als Helden, deren Geschichte auch Generationen später noch erzählt wird. Und gerade weil aus der Zeit der Kelten - die übrigens nicht wirklich was aufgeschrieben haben - kann Astrid Rauner ein wundervoll mystisches Umfeld schaffen, in den sich die Protagonisten bewegen können. Ich mag ja die Nebelfrau und die geheimnisvolle Tiuhild immer noch am liebsten. 

Und irgendwann werde ich mich wieder und wieder auf die Abenteuer mit Aigonn und Rowilan einlassen, denn hier sind zwei Protagonisten erschaffen worden, mit denen ich sehr gerne die Abenteuer nochmal erleben möchte. Ein eindeutiges Must-Have im Bücherschrank. 

 

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quatspreches avatar

Rezension zu "Anation - Wodans Lebenshauch. Von keltischer Götterdämmerung 1" von Astrid Rauner

Wodans Lebenshauch
quatsprechevor 9 Monaten

Eigentlich bin ich, glaube ich, recht schwer zu begeistern, was Romane angeht. Dieser Plot jedoch von Anation, erschienen beim Acabus Verlag, schien für mich alles zu haben, was mich begeistern könnte. Es spielt im 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung im Süden Deutschlands. Damals besiedelten keltische Stämme die Gegend und in einem dieser Stämme wächst Aigonn auf. Er ist anders, als die anderen Jungen, denn er kann mit der Nebelfrau sprechen und nimmt mehr von der Welt wahr, als die meisten. Doch dann geschehen Dinge und plötzlich ist Aigonn nicht mehr nur ein Junge, sondern ein Seher, gesegnet von den Göttern.

Der junge Krieger Aigonn muss sich auf dem Schlachtfeld beweisen und sieht mit an, wie die geopferte junge Frau wieder zum Leben erwacht. Dies bringt ihn in größere Schwierigkeiten, als es zuerst den Anschein macht. Gemeinsam mit der jungen Frau und dem Schamanen des Dorfes, sowie viel Hilfe von der anderen Welt, gelingt es Aigonn Wissen zu erlangen.

Die ganze Geschichte soll offenbar eine Art Ursprungslegende der späteren Göttergestalten sein. Es ist recht gut geschrieben, die Autorin hat sich wohl ein wenig mit dem Thema der paganen Spiritualität beschäftigt. Jedoch konnte ich feststellen, dass sie noch nicht so viel Erfahrung im Romanschreiben hat, da viele Stellen noch sehr umgangssprachlich sind. Nun ja, jeder muss mal starten.

Die Geschichte ist spannend, schnell erzählt und gut durchdacht. Ich bin sogar wirklich gespannt, wie es weiter geht.

Jedoch bin ich von dem Titel sehr irritiert. Anation. Dies soll ein Kosename für eine keltische Frau sein. Ich habe mich von Anfang an gefragt, was an diesem Wort keltisch sein soll. Für mich klingt es wie ein modernes, englisches Wort, aus einer Sprache, die erst seit ein paar Jahrhunderten besteht. Leider zieht sich dieser ‚Name‘ durch das ganze Buch und ließ mich jedes Mal gedanklich stolpern. Es mindert das historische Setting für mich enorm. Auch die Gedanken zu der Götterwelt ergeben sich mir nicht. Ich habe schon einiges über die Kelten gelesen und auch studiert, jedoch sind mir die Annahmen und Ausführungen von Astrid Rauner vorher noch nicht begegnet. Der Aufbau der Götterwelt, die Verehrung der Toten oder auch die Idee, dass Erinnerungen bestimmten Körperteilen anhaften, oder das der Kopf der Sitz der Seele war, sind mir unbekannte Überlegungen.

Deswegen bin ich etwas zwiegespalten, was die Meinung über den Roman betrifft. Als historischer Roman nicht brauchbar, aber als Fantasy-Roman super!  Und deswegen will ich ihn auch weiter so betrachten und freue mich auf die nächsten Teile.

Originalbeitrag: Anation - Wodans Lebenshauch

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beate_bedesigns avatar

Rezension zu "Der Berg der Kelten. Die Herrscher des Glaubergs" von Astrid Rauner

Rezension zu "Der Berg der Kelten. Die Herrscher des Glaubergs" von Astrid Rauner
beate_bedesignvor 6 Jahren

Meine Meinung:
An dieses Buch bin ich mit gemischten Gedanken herangegangen. Eigentlich habe ich es nicht so mit historischen Büchern. Aber die Leseprobe hat mir gut gefallen und auch der Klappentext hat mich angesprochen. Noch dazu spielt das Buch in der Wetterau – also ganz in der Nähe meiner alten Heimat. Also warum nicht mal ein „anderes Buch“ lesen?!
Die Leseprobe hat gehalten was sie versprochen hat. Die Autorin hat einen schönen, angenehm zu lesenden Schreibstil, auch wenn ich mich anfangs mit den „fremden“ Namen etwas schwer getan habe. An das Ende des Buches hat Astrid Rauner ein sehr nützliches Personenverzeichnis gehängt. Da ich das Buch als eBook gelesen habe, habe ich dieses tolle Verzeichnis erst am Ende des Buches entdeckt. Sonst hätte ich vielleicht auch leichter in die fremden Namen gefunden.
Die Beschreibungen der Landschaften, der Leute und ihrer Lebensweise sind so realistisch, dass ich nicht die Wetterau, wie ich sie kenne, vor Augen hatte, sondern eine Landschaft, wie sie 400 v. Chr. ausgesehen haben muss. Und die Leute, die dort gelebt haben.
Besonders interessant fand ich auch, dass sich eigentlich zwischen damals und heute nicht wirklich viel in den Köpfen der Menschen verändert hat. Es geht um Macht, um Machtkämpfe, um Zusammenhalt, um Verrat, um Familienbande und sogar ein kleines bisschen um Emanzipation. Und selbst die Frisuren waren schon wahre Meisterleistungen – ganz ohne Haarspray!

Zitat:
„…hatte er sich aber die hellblonden Haare kurz unter den Schultern abgeschnitten und mit Kalkwasser zu einer stacheligen, hochstehenden Kriegerfrisur aufgetürmt.“

Also ich hatte bei diesem Satz sofort einen Punk von heute im Kopf – nur eben mit weißen statt pinken oder grünen Haaren ;-) .
Die Charaktere sind genauso unterschiedlich wie die Menschheit. Ich mag z.B. Bhranag sehr, und dass obwohl er der Heerführer ist. Auch Dunaan ist mir sympathisch. Sie ist so natürlich. Kämpft um ihre Anerkennung in der Männerwelt und ist gleichzeitig so weiblich, wie eine Frau nur sein kann. Auch wenn sie es nicht zeigen mag. Am Fürsten gefällt mir wie er zu seiner Familie steht und wie er innerhalb der Familie tatsächlich einfach nur ein Familienmitglied ist und das „Fürst sein“ da auch mal vergisst. Hahles, ist in meinen Augen die wirkliche Hauptfigur in diesem Roman und ein junger Mann, den man einfach mögen muss. Aber hier möchte ich nicht ausführlich auf ihn eingehen, sonst würde ich zu viel verraten.
Die Autorin erwähnt sowohl im Vorwort, als auch am Ende des Buches, dass es sich um eine frei erfundene Geschichte handelt und nicht historisch nachgewiesen ist. Trotzdem, Frau Rauner hat mich davon überzeugt: genau so muss es gewesen sein.
Das Buch endet mit einem für mich überraschenden Ausgang. Diese eine Geschichte hier ist abgeschlossen, aber es ist noch ganz viel Raum für weitere Geschichten um den Fürsten Dhalaitus, um seine Nichte und um sein Volk. Band 2 ist bereits erhältlich.

Mein Fazit:
Ein schöner historischer Roman, der ganz ohne Liebesgeschichte auskommt und für alle Fans dieses Genres absolut empfehlenswert ist.

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