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itwt69

vor 3 Jahren

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Was zunächst eher beschaulich beginnt - mit der Erzählung von Edwards Lebensgeschichte - entwickelt sich im weiteren Verlauf ganz langsam und stetig zu einer emotionalen Explosion: Adam's Leben und sein Vermächtnis bleiben unverrückbar haften. Wieder einmal kann man kaum glauben, dass einige unsere Großeltern zu solchen Gräueltaten fähig waren. Tief berührt hat mich vor allem das Schicksal Herakles, eines kleinen Jungen, der nichts außer dem Warschauer Ghetto kennt ("er legte seinen Kopf in den Nacken und lachte") und sein herzzerreißendes Ende. Was muss man empfinden, um für seine Liebe "freiwillig" ein solches Opfer zu bringen? Der Roman wird mich mit Sicherheit noch längere Zeit beschäftigen, auch wenn es viele Seiten lang nicht danach aussah.

Autor: Astrid Rosenfeld
Buch: Adams Erbe
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