Astrid Rosenfeld Elsa ungeheuer

(88)

Lovelybooks Bewertung

  • 90 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 23 Rezensionen
(27)
(38)
(17)
(5)
(1)

Inhaltsangabe zu „Elsa ungeheuer“ von Astrid Rosenfeld

Elsa ist starrköpfig, widerspenstig, verletzlich und manchmal schlicht und einfach ein Biest. Für den Künstler Lorenz Brauer und seinen Bruder Karl ist ihr Name gleichbedeutend mit Schicksal. Doch was ist am Ende stärker – Ruhm? Rausch? Rache? Oder die Liebe? Zärtlich schlägt Astrid Rosenfeld in diesem Roman einen Bogen von einer verrückten Kindheit auf dem Land bis zum Glamour der modernen Kunstwelt.

Das Schweineschlachten hängt mir noch immer nach, ist aber ein unabdingbares Ereignis in der Geschichte.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Mochte ich sehr gerne, eine z.T. verrückte, komische, aber auch traurige Geschichte.

— halloundaufwiedersehen_
halloundaufwiedersehen_

Ein ungewöhnliches, zum Schmunzeln anregendes Buch.

— HansPeterVertacnik
HansPeterVertacnik

Einzigartig und besonders, überraschend und tiefgründig!

— derkleinemaulwurf
derkleinemaulwurf

Sehr amüsant, charaktervoll und trotzdem tiefgründig.

— wakinyan
wakinyan

Bewegend, begeisternd! Eine grandiose Autorin!

— Himmelfarb
Himmelfarb

Astrid Rosenfelds ganz eigener Stil hat mich auch diese Mal wieder gefangen. Auch wenn "Adams Erbe" mich mehr überzeugt hat

— KarenS
KarenS

Große Erzählkunst

— Saralonde
Saralonde

Ein melancholisch humorvolle Geschichte zum Nachdenken. Die unvergesslichen Charaktere machen das Buch zu etwas Besonderem!

— Janine2610
Janine2610

Ein sehr realistisches, farbenfrohes Buch...

— olivia
olivia

Stöbern in Romane

Der Brief

Spannende Idee, der die Luft ausging. Schreibstil erinnerte eher an einen Schüleraufsatz als das Buch aus einem renommierten Verlag.

Archer

Fußballmütter

Tolles witziges mit Emotionen bestücktes Buch einfach klasse :)

Darkwonderland

Denunziation

Hervorragend, authentisch, bewegend

Simon_liest

Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Sehr spannend am Anfang, aber leider ab einem gewissen Punkt ziemlich vorhersehbar und irgendwann war es einfach zuviel des Guten für mich.

Betsy

Als wir unbesiegbar waren

Wie das Leben so spielt!

takabayashi

Unsere Seelen bei Nacht

Zauberhafter Roman mit keinem einzigen Wort zu viel und einer ganz besonderen, tragenden Atmosphäre 💜

PrinzessinAurora

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Schmunzeln garantiert

    Elsa ungeheuer
    HansPeterVertacnik

    HansPeterVertacnik

    16. May 2016 um 10:59

    Das rotzfreche Mädel mit einem zu Herzen gehenden Schicksal und extravagantem Benehmen, das zwei Brüder ein Leben lang nicht vergessen können. Ein Buch zum Lesen vor dem Schlafengehen. Good vibrations.

  • Herzjesulein und die Kunst

    Elsa ungeheuer
    Isaopera

    Isaopera

    30. December 2015 um 19:05

    "Elsa ungeheuer" ist wirklich ein ganz ungewöhnliches Buch, das muss man sagen. Der Leser ist häufig amüsiert, manchmal befremdet und selten verwirrt. Die Figuren sind vielschichtig und begleiten einen durch die gesamte Handlung. Zentraler Charakter dieses Buch ist nicht unbedingt Elsa, sondern ein kleiner dicker Junge namens Karl, der seinen Lebensweg mit und ohne Elsa macht. Hierbei liegt eine gewisse Tragik in der ganzen Sache, denn die Geschichte erzählt auch den Aufstieg und Niedergang vieler Figuren, die einem mehr oder weniger ans Herz wachsen. Die Kunst ist ebenfalls ein zentrales Thema in diesem Roman und obwohl ich kein großer Kenner der Branche bin, zeigt die Geschichte sehr eindrücklich, wie schnelllebig und manchmal verrückt die Branche ist. Liebe Leser, viel Spaß mit der ältesten Frau der Welt, dem Murmeltier, guten und bösen Menschen...und Elsa :) 

    Mehr
  • Elsa ungeheuer

    Elsa ungeheuer
    Saralonde

    Saralonde

    30. September 2015 um 15:18

    Ein Dorf in der Oberpfalz, irgendwann in den 80ern: Es sind Sommerferien, doch Karl und sein älterer Bruder Lorenz sind traurig, denn ihre Mutter hat sich das Leben genommen. Der Vater ergibt sich in seiner Trauer nach und nach dem Suff und das Regiment in der Pension übernehmen mehr oder weniger Haushälterin Frau Kratzler und Dauergast Herr Murmelstein, genannt Murmeltier. Und dann kommt Elsa … eine rotzfreche Göre, Tochter eines Dorfbewohners, dessen Frau einst mit einem reichen Porschefahrer durchbrannte – samt Kind. Nun soll sie bei ihrem Vater bleiben und bringt ordentlich Leben in das Dorfleben … Ich muss gestehen, dass ich etwas skeptisch war, was dieses zweite Werk von Astrid Rosenfeld betrifft. Mit “Adams Erbe” hatte sie bei mir ins Schwarze getroffen, doch die Inhaltsbeschreibung dieses zweiten Buchs hat mich nicht sonderlich gereizt. Aber wie so oft wurde ich überrascht, ich mochte dieses Buch fast noch mehr als “Adams Erbe”. Astrid Rosenfeld hat es einfach drauf, so zu erzählen, dass man immer weiter zuhören, d. h. weiterlesen könnte. Ich habe nicht umsonst zunächst “zuhören” geschrieben, der Schreibstil ist so lebhaft, dass man das Gefühl hat, sich mitten im Geschehen zu befinden. Das nenne ich große Erzählkunst, und die macht einfach Spaß, auch wenn man zunächst denkt, das Thema interessiere einen gar nicht so sehr. Echtes Kopfkino eben. An Humor lässt das Buch auch nichts zu wünschen übrig, herrlich, wenn Elsa angesichts des kürzlichen Unglücks in Tschernobyl andere Kinder mit Pfifferlingen als Waffen in die Flucht schlägt. Dass das Buch mir so gut gefallen hat, hängt vielleicht auch damit zusammen, dass Elsa, Karl und Lorenz genau meine Generation sind – wie Astrid Rosenfeld selbst auch. Im weiteren Verlauf der Handlung begleitet uns der Ich-Erzähler uns in die Kunstszene, die Lorenz für sich entdeckt hat. Doch nun, wo Lorenz und Karl um die 20 sind, fehlt ihnen etwas – und nicht nur ihnen, sondern auch dem Leser (was sicherlich absolut beabsichtigt und meisterhaft gemacht ist). Was das ist, sage ich nicht, das würde zu viel verraten. Es wird jedoch noch einmal vorkommen und auch eine Auflösung wird es geben. Ein wunderbares Buch von einer großen Erzählerin!

    Mehr
  • Die Königin des Murmeltiers

    Elsa ungeheuer
    Janine2610

    Janine2610

    Der Klappentext: Lorenz Brauer ist der neue Star der internationalen Kunstszene. Doch kaum einer ahnt, dass hinter seinem kometenhaften Aufstieg nicht nur Talent, sondern der raffinierte Plan zweier einflussreicher Frauen steckt. Karl Brauer, Lorenz' jüngerer Bruder, weiß das natürlich. Und auch, dass die verrätselten Bilder des aufstrebenden Malers ihren Ursprung in der Kindheit haben - in der Zeit, als Lorenz und Karl gerade ihre Mutter verloren hatten und Elsa in ihr Leben trat. Elsa mit den Streichholzarmen, dem rotzfrechen Mundwerk, den extravaganten Kleidern. Das Mädchen, an das einer der Brüder sein Herz verlor und der andere seine Illusionen. Das Mädchen, das keiner von beiden vergessen kann. Meine Meinung: Die elfjährige Elsa ist ein kleiner Teufel, zumindest nach Ansicht ihrer Mutter und der anderen Erwachsenen. Nur einer hat scheinbar sein Herz an dieses vollkommene Ungeheuer verloren: der achtjährige Karl. Denn von der kurzen Berührung von Elsas Lippen auf seiner Wange hat er sich nie wieder erholt. Elsa hat den Menschen das Leben schwer gemacht, gleichzeitig muss dieses Mädchen eine unglaubliche Faszination bei gewissen Leuten hervorgerufen haben, denn anders kann ich es mir nicht erklären, wieso Herr Murmelstein (aka Murmeltier) sie als 'Königin' bezeichnet hat und Karl sie über die Jahre hinweg nicht vergessen konnte und ihr am liebsten überall hin gefolgt wäre. Dieses Buch ist in einem Ton geschrieben, wie ich ihn noch nie gelesen habe: auf eine Art und Weise melancholisch und zeitgleich mit einem auflockernden Witz. Ich musste währenddessen dauernd an einen älteren Film denken, wegen den alten Namen, den benutzten Ausdrücken und auch der Gepflogenheiten der Zeit, in der es spielt. Auch an dem eigenen Humor habe ich Gefallen gefunden. So waren zum Beispiel die alte Haushälterin, Frau Kratzler, bei der sich Karl und Lorenz nie sicher waren, ob sie nicht die älteste Frau der Welt ist, mit ihrem Gerede über das Herzjesulein, oder 'das Murmeltier' mit seinen Frauengeschichten inkl. ordinärer Ausdrücke, recht unterhaltsame Gestalten. Der Protagonist Karl, aus dessen Sicht diese Geschichte erzählt wird, war mir sehr sympathisch. Möglicherweise hatte ich hin und wieder auch etwas Mitleid mit ihm. Ich hätte ihm auf jeden Fall gewünscht, dass diese Geschichte mehr Gutes für ihn bereithält. Zu Karls Bruder Lorenz habe ich viel schwerer Zugang bekommen. Dieser Charakter war mir mit seiner Malerei, seinen Motiven und seiner, in meinen Augen ein wenig eigenartigen Beziehung zu seinem Bruder, oft ein Rätsel. Der Schluss, ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll. Er hat jedenfalls etwas sehr Tröstliches und ist voller Gnade. ;) Gerne empfehle ich diese melancholisch humorvolle, etwas gehobenere Lektüre mit seinen unvergesslichen Charakteren weiter.

    Mehr
    • 2
    franzzi

    franzzi

    28. June 2015 um 11:19
  • Eine pralle Geschichte über (die Kritik) an Kunst, überlaufenden Gefühlen und das Leben an sich

    Elsa ungeheuer
    olivia

    olivia

    14. January 2015 um 17:18

    Das Buch wurde mir vor einiger Zeit mehrfach empfohlen...und ich war mir irgendwie gar nicht so sicher, ob es mich wirklich interessiert. Zu Weihnachten 2014 war es dann aber soweit und ich bekam diese Geschichte geschenkt. Und als ich dann damit begonnen hatte, ließ sie mich nicht mehr los. Schon vom Schreibstil Rosenfelds - klar, leicht poetisch, und voller Leben - war ich sofort überzeugt. "Ich bemerkte, dass Angst wasserscheu war und Badewannen mied. Die aufziehenden Morgenstunden, in denen man die Rechnung für genossene Leichtigkeit begleichen musste, schienen in dem kühlen Wasser wesentlich erträglicher als in weichen Betten." (S. 212) "Ich konnte ihm verzeihen, dass er sich genommen hatte, was mir das Liebste war. Ich konnte ihm nicht verzeihen, wie unachtsam er es behandelt hatte." (S. 268)  Interessanterweise sind wiederum einige Passagen in "Elsa ungeheuer" von den vermittelten Gefühlen her so ganz anders geschildert, als ich selber sie ausdrücken würde. Beim Tod der Mutter z. B. geht die Autorin kaum näher auf die Gefühle der beiden zurückbleibenden Jungs ein - es wird eher neutral und sachlich über bestimmte Dinge berichtet. Auch als der Vater wieder eine verstärkte Rolle im Leben der Jungen einnimmt, werden kaum Gefühle vermittelt. Was sicherlich auch so gewollt ist. Dadurch entsteht ein gutes Bild einiger Charaktere dieses Buches. Andere Personen wiederum - wie Elsa selber, die ein absoluter Wirbelwind ist - und Karl beispielsweise, der von Liebe bis zum Überlaufen erfüllt zu sein scheint, dass er nahezu krank vor Gefühl ist, scheinen vor ungebändigten Gefühlen fast zu platzen. Eine wirklich interessante Mischung.... Die Nebenrollen in Rosenfelds Buch gefallen mir sehr, allen voran ganz klar, das Murmeltier. Dieser Mann kümmert sich in ganz eigener Art rührend um die beiden Jungen und Elsa und vermittelt ihnen wirklich viele sehr witzige Geschichten - jeden Abend vor dem Schlafengehen erzählt das Murmeltier den Kindern Gute-Nachtgeschichten der ganz anderen Art - nämlich von seinen vielfachen Frauengeschichten (mit ziemlich vielen deftigen Details, die nicht unbedingt für Kinderohren bestimmt sind....). Wirklich sehr spaßig.... Der Roman ist wunderbar geprägt von einer Eigenwilligkeit, die sich auch in Elsas extremem Charakter widerspiegelt. Voller Lebensenergie, angefüllt mit viel Kraft und klaren realistischen, wenn auch schmerzlichen, düsteren Passagen. Wie das Leben manchmal einfach so ist.... Einziges Manko besteht für mich im Ende der Geschichte, das mich leider ein wenig ratlos und so gar nicht zufrieden gestellt zurückließ ;-)

    Mehr
  • Das Leben ist keinn Ponyhof

    Elsa ungeheuer
    Gruenente

    Gruenente

    16. November 2014 um 12:40

    Karl und Lorenz sind Brüder und halten zueinander. Vor allem nachdem sich ihre Mutter umgebracht aht und der Vater nicht über ihren Tod hinwegkommt. Sie leben auf dem "Ponyhof Brauer", der über den Sommer voll von Erholungssuchenden ist, die in den Pensionszimmern dort wohnen. Ausserdem wohnen auf dem Hof noch ein Esel (mit eigenem Zimmer), drei (verhasste) Ponys, eine bigotte Haushälterin und "das Murmeltier" (ein getrandeter Ex-Casanova). Da kommt Aufregung in das Dorf in der Oberpfalz: Elsa kommt! Deren Mutter war die Dorfschönheit und fast jeder Mann im Dorf könnte Elsas Vater sein. Da Karl mit seinen 9-Jahren spürt, das alle etwas Angst haben, dass man Elsa die vaterschaft ansieht, macht er sich ein Bild von Elsa: "ihre Eckzähne waren spitz, in den Mundwinkeln klebte Blut". Natürlich sah Elsa in Wahrheit nicht wie ein Monster aus, sndern war in den Augen des kleinen Karl einfach perfekt. Trotzig, eigensinnig, originell udn hübsch. Sie nennt Karl Fetti und freundet sich mit ihm und Lorenz (der genauso alt ist wie Elsa) an. Der erste Teil des Romans spielt in der Kindheit der drei. Sie haben viele schöne Erlebnisse, aber da lauert eine schreckliche Wahrheit im Hintergrund. Elsa bleibt nur die Flucht. Der zweite Teil spielt ca. 10 Jahre später. Karl macht Zivildienst, Lorenz will Kunst studieren. Sie gehen in der Kunstszene unter, werden als Rachemittel benutzt   und gehen daran fast zugrunde. Da macht sich Karl auf zu Elsa und erfährt die Wahrheit über die Kindheitsereignisse. Vor allem der erste Teil ist leicht, locker. Und das trotz der zum Teil schrecklichen Ereignisse. Er ist der verklärten Kindheit angepasst. Der zweite Teil ist härter, die Probleme sind größer, die Folgen unüberschaubarer. Ich fand das Buch unterhaltsam, spannend und interessant.

    Mehr
  • Ein Hund oder ein Wolf?

    Elsa ungeheuer
    19angelika63

    19angelika63

    Klappentext Lorenz Brauer ist der neue Star der internationalen Kunstszene. Doch kaum einer ahnt, dass hinter seinem kometenhaften Aufstieg nicht nur Talent, sondern der raffinierte Plan zweier einflussreicher Frauen steckt. Karl Brauer, Lorenz‘ jüngerer Bruder, weiß das natürlich. Und auch, dass die verrätselten Bilder des aufstrebenden Malers ihren Ursprung in der Kindheit haben – in der Zeit, als Lorenz und Karl gerade ihre Mutter verloren hatten und Elsa in ihr Leben trat. Elsa mit den Streichholzarmen, dem rotzfrechen Mundwerk, den extravaganten Kleidern. Das Mädchen, an das einer der Brüder sein Herz verlor und der andere seine Illusion. Das Mädchen, das keiner von beiden vergessen kann. Dies ist auch wieder eines der Bücher, das die Leser spaltet. Daher bin ich irgendwie auch nicht verwundert, dass es mir sehr gut gefallen hat. Ein Buch, das die Geschmäcker so trennt ist eben anders als andre. Und so auch dieses Buch. Allein wie skurril dieses Buch schon anfängt: „Mit sechzehn hatte Hanna Stimmen gehört. Mit siebzehn durfte sie die Psychiatrie wieder verlassen und mit achtzehn auch die Neuroleptika absetzen. Übrig blieb eine grüne Mütze, die ein Arzt ihr geschenkt hatte. Auch noch zwölf Jahre später thronte sie Sommer wie Winter auf Hannas Haupt. Ein Talisman. Vor elf Tagen verschwand die grüne Mütze und Hanna Brauer, geborene van Dohl, zog sich eine rosa Unterhose über den Kopf und sprang vom Balkon.“ (Seite 7) Ein Anfang, der mich ein wenig irritiert hat. Doch schnell wird klar, wie sehr Hanna Brauer durch ihr Handeln im Leben, das Leben ihrer Kinder Lorenz und Karl geprägt hat. Zwei Jungen die eine ganz besondere Form der Geschwisterliebe zusammen schweißt. Erst als die etwas sehr eigenwillige Elsa in ihr Leben tritt, gibt es das erste Mal so etwas wie Rivalität zwischen den Jungen. Elsa spielt die beiden aber auch sehr geschickt gegeneinander aus. Sie ist genau so „verrückt“ und „skurril“ wie Hanna, die Mutter der beiden. Ich habe dieses Buch verschlungen. Diese Spielchen die alle miteinander und gegeneinander spielen … einfach phantastisch. Astrid Rosenfeld versteht es mit Sprache zu fesseln. Dabei liest man trotz allem Drama auch immer ein bisschen Humor zwischen den Zeilen und bringt der Geschichte etwas Leichtes. Ein phantastisches Buch über die Liebe zwischen zwei Brüdern, ihre Liebe zur Kunst und zu Elsa. Über den Missbrauch von Macht und Liebe ... ♥

    Mehr
    • 9
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    15. August 2014 um 14:58
    lord-byron schreibt Oh nach deiner Rezension freue ich mich noch viel mehr auf das Buch. Ich hatte es gegen meine Punkte bei wasliestdu eingetauscht.

    Hehe, und ich hab es jetzt vor ;-)

  • Rezension zu "Elsa ungeheuer"

    Elsa ungeheuer
    littleowl

    littleowl

    Die Brüder Karl und Lorenz wachsen in einem kleinen Kaff in der Oberpfalz auf, doch von Dorfidylle ist hier keine Spur. Ihre Mutter stürzt sich gleich zu Beginn vom Balkon der Ferienpension, zurück bleiben außer den beiden Jungen ihr lebensuntüchtiger Vater, eine praktisch antike Haushälterin und der Dauergast Herr Murmelstein. Im selben Sommer wird das Leben der Brüder gleich nochmal auf den Kopf gestellt, als die kratzbürstige Elsa im Dorf auftaucht. Karl verliebt sich auf den ersten Blick in sie und auch zu Lorenz scheint sie eine besondere Verbindung zu haben. Doch wenige Jahre später zieht Elsa plötzlich nach Amerika und hinterlässt eine Lücke im Leben der beiden. Den Geist der Vergangenheit können weder Lorenz noch Karl hinter sich lassen, selbst dann nicht, als sie erwachsen sind und versuchen, sich in der Kunstszene durchzuschlagen. Der Roman besteht aus zwei großen Teilen: Die Kindheit von Lorenz und Karl und ihr Leben als junge Erwachsene. Die beiden Abschnitte sind so komplett unterschiedlich, dass man sie eigentlich getrennt voneinander bewerten müsste. Die Kindheit auf dem Land wird realistisch beschrieben und die Autorin versucht nicht, eine Idylle vorzutäuschen. Die Sprache ist einfach und schnörkellos, aber voll von Symbolen. Das hat mir sehr gut gefallen, weil dadurch ich beim Lesen wirklich manchmal innegehalten und versucht habe, zwischen den Zeilen zu lesen. Selten fand ich es so unangenehm, die Welt durch die Augen einer Figur zu sehen wie bei diesem Roman. Karl ist als Kind naiv, passiv und weinerlich und vor allem bessert sich all das mit dem Älterwerden nicht. Seine blinde Verliebtheit zu Elsa, die nicht einmal einen Dämpfer erhält, als sie ihn dazu bringt, für sie zu klauen, habe ich einfach nur mitleidig mitangesehen. Später seine bekifften Gedanken zu lesen fand ich aber noch weniger unterhaltsam. Wirklich aufgeregt habe ich mich über die Darstellung seines Drogenentzugs, weil er einfach komplett verharmlost wird. Eine so schwere Abhängigkeit zu überwinden dauert Jahre, nicht Tage! Elsa lernen wir fast nur als Kind kennen, im zweiten Teil taucht sie erst ganz am Schluss wieder auf. Sie ist zwar nicht immer symphatisch, aber mit ihrer Mischung aus Kratzbürstigkeit, Verschlossenheit und Verletzlichkeit sicher die interessanteste Figur. Rückblickend sehe ich sie mit anderen Augen, weil ihr Verhalten später teilweise erklärt wird. Toll fand ich den sehr realistischen Einblick in die moderne Kunstszene, deren Oberflächlichkeit und Skrupellosigkeit hier schonungslos offengelegt werden. Außerdem wird der Roman sehr bereichert durch die vielschichtigen Nebenfiguren, besonders ins Herz geschlossen habe ich "das Murmeltier", Frau Kratzler und auch Irina Graham. Irina verkörpert zwar eigentlich die erbarmungslose Kunstszene, gleichzeitig bekommt man durch sie aber auch einen Blick hinter die Fassade. Insgesamt ein Roman mit einigen Macken, aber trotzdem lesenswert.

    Mehr
    • 2
    lord-byron

    lord-byron

    05. August 2014 um 15:37
  • Der LovelyBooks Lesesommer 2014

    Lesesommer
    TinaLiest

    TinaLiest

    Pünktlich zum Ferienbeginn in einigen Bundesländern, haben wir uns für euch eine ganz besondere Aktion ausgedacht, die etwas Action in die faulen Sonnentage bringen soll: den LovelyBooks Lesesommer! 10 Wochen lang möchten wir mit euch unsere Sommerlektüre diskutieren, Fotos austauschen und neue Bücher entdecken. Wir werden euch verschiedene Aufgaben stellen, die ihr alle bis zum 14. September in beliebiger Reihenfolge bearbeiten könnt (davon ausgeschlossen ist lediglich die 1. Aufgabe, die bis zum 31. Juli bearbeitet werden muss). Für jede Aufgabe könnt ihr Punkte sammeln - bei einigen Aufgaben gibt es auch Extra-Punkte zu ergattern. Drei Aufgaben stehen von Beginn an zur Bearbeitung bereit, jede Woche kommt eine weitere dazu. Wer bis zum Ende des Lesesommers am 14. September die meisten Punkte gesammelt hat, der gewinnt ein riesiges Buchpaket mit 50 Büchern, und auch die Plätze 2-10 erhalten eine Überraschung von uns! Wenn ihr teilnehmen möchtet, dann meldet euch gleich hier im Thema und stellt euch auch gerne kurz vor - wer sich nicht gleich traut mitzumachen, der kann auch gerne später erst loslegen! Es ist jederzeit möglich, in den Lesesommer einzusteigen. Ihr müsst euch also nicht gleich in der ersten Woche anmelden! Wir freuen uns auf viel sommerliche Lektüretipps, sonnige Lesestunden am Strand oder auf Balkonien und natürlich auf wundervolle Bücher! :-) P.S.: An alle Blogger unter euch: Wer mag, kann gerne die Grafik hier im Thema für seinen Blog verwenden, falls ihr zur Aktion einen Blogbeitrag schreiben möchtet!

    Mehr
    • 3270
  • Elsa ungeheuer!

    Elsa ungeheuer
    freakyricky

    freakyricky

    30. June 2014 um 18:47

    Zwei Brüder (Lorenz und Karl Brauer, 10 und 8 Jahre alt) wachsen in einem kleinen Dorf in der Oberpfalz auf. Die geliebte Mutter, welche in der gesamten Gegend als "verrückt" gilt springt zu Beginn des Romans mit einer rosa Unterhose auf dem Kopf vom Balkon des Hauses und stirbt. Lorenz und Karl bleiben mit ihrer Trauer zurück, in einem Haus das im Sommer eine Ferienpension mit Ponyhof ist. Außerdem mit einem Vater der Trost im Alkohol sucht, einer Haushälterin (die älteste Frau der Welt) die stets das liebe Herz Jesulein in den Alltag mit einbezieht und dem allerliebsten Herrn Murmelstein, liebevoll "das Murmeltier" genannt, residierte einst als Gast in der Pension, ist jedoch nie mehr abgereist. Das Murmeltier das jeden Abend Frauengeschichten aus seinen aufregendsten Zeiten erzählt, Geschichten die für Kinderohren nix sind -aber die die Kinder genau deswegen so sehr lieben. In diesem Sommer taucht plötzlich Elsa auf. 11 Jahre alt, widerspenstig, stur, rebellisch, ein Lockenkopf - wild und lebendig. Die Tochter der einstigen (das sagt man so) Dorfmatratze Mathilda, die nun mit ihrem neuen Mann auf Weltreise geht, Elsa dabei nicht gebrauchen kann und sie deswegen im Gasthof nebenan an ihre Eltern abgibt. Von der ersten Sekunde ihrer Begegnug wird Karl magisch von Elsa angezogen auch sein Bruder schließt mit ihr Freundschaft, wenn auch auf ungewöhnliche Art und Weise. Ein Sommer, eine Geschichte! Zwanzig Jahre später, Elsa ist längst aus dem Leben beider Brüder verschwunden, doch nicht aus Karls Kopf, die Kindheitserlebnisse und dieses Mädchen können ihn nicht vergessen lassen. Sein Bruder Lorenz wird hingegen als der neue Kunststar der modernen Malerei gehandelt, er versucht in einem noch nie dagewesenen Projekt die Ewigkeit auf Leinwand festzuhalten. Stets verfolgt von der Vergangenheit bewegen sich die beiden in der obersten Liga der Kunstszene in der auch hier wieder das Schicksal eine große Rolle spielt..... Elsa ungeheuer ist ein Roman der ALLES hat und in dem ALLES ist. Er erzählt von Kindheit, von Erinnerungen, vom Schicksal, von Trauer, von Freundschaft, von zwei ungleichen Brüdern, von Liebe, von der Zeit, wie diese vergeht und wie sich Dinge mit ihr ändern. Eine Geschichte mit Rätseln und Wendungen - auf die man alle am Ende eine Antwort erhält. Ein großartiges Buch! Spannend, witzig, lebendig!

    Mehr
  • Eine einfache Geschichte die toll umgesetzt wurde !

    Elsa ungeheuer
    nw0783

    nw0783

    Es geht um die Liebe auf eine ganz andere Art als sonst. Wie auch im Leben weiß es jeder nur man selber nicht.

    Ich hatte an das Buch sehr hohe Erwartungen und wurde nicht enttäuscht! Es war viel Spannung enthalten und es wurde nicht langweilig.

    Tolles Buch !

    • 2
  • Wenn die Unschuld endet

    Elsa ungeheuer
    CorinnaSmiles

    CorinnaSmiles

    11. March 2014 um 21:51

    „Elsa, das Maß aller Dinge.“ Elsa verzaubert sie alle, sowohl in Astrid Rosenfelds Roman, als auch die Leser. Und das, obwohl sie in weiten Teilen des Buches gar nicht vorkommt – sozusagen die „Bühne“ gar nicht betritt, sondern zwischen den Zeilen hindurchwirkt. Und ist man ihr einmal verfallen, hält die Faszination bis Seite 276 an. Lorenz und Karl sind Brüder – unzertrennlich und Halbwaisen, die ihre Kindheit in einem oberpfälzischen Dorf verbringen. Eines Tages bricht Elsa, mürrisch, anstrengend und ungezogen, wie ein Wirbelwind über die beiden herein, wird zur Begleiterin und Mittelpunkt  kindlicher Ausgelassenheit.  Jahre später ist Elsa fort und Lorenz ein begehrter Nachwuchskünstler. Das Leben der Brüder wird einerseits zur Show, andererseits zu einem endlosen Drogentrip, unbefriedigt, rast- und ruhelos. In dieser Welt voller Eitelkeiten und Abhängigkeiten ist das, was bleibt – und vielleicht rettet –, noch immer die Sehnsucht nach Elsa.    Dieses Buch fesselt, weniger durch die äußere Handlung, seine Stärke liegt in der Darstellung der verschiedenen Charaktere mit ihren jeweils eigenen Hoffnungen, Ängsten, Träumen und Verrücktheiten und den (kleinen und großen) Absurditäten des Lebens. Rosenfeld ist oft komisch, wo man es nicht erwartet, und stellt ihre Charaktere immens liebevoll und feinfühlig dar. Ihre Sprache ist schlicht und gleichzeitig aussagekräftig, gut lesbar und gleichzeitig faszinierend. Fazit: Eine Kindheit, die zu früh endet, und eine unbedarfte Liebe, die in ihrer Intensität doch alles überdauert. Selten ein Buch gelesen, bei dem Lachen und Traurigkeit so nah beieinander liegen.

    Mehr
  • Verlosung der Lieblingsbücher 2013 vom LovelyBooks-Team - unsere Buchtipps für euch!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen! Unsere Buchtipps: 1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte. Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte. Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin. Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet. "Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich. Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente... 2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten! 3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft. 4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre. 5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch! Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit... Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert. Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen. 6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt. 7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ... 8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler "Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler! 9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack „Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant. 10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt! Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Mehr
    • 1017
  • Geschichten vom Murmeltier "Rezension zu Elsa Ungeheuer"

    Elsa ungeheuer
    Daphne1962

    Daphne1962

    19. December 2013 um 17:44

    Wenn man in eine Geschichte eintauchen kann und nicht mehr heraus möchte, dann ist es ein gutes Buch. Astrid Rosenfeld hat schon in Adams Erbe bewiesen, dass sie schreiben kann. In kurzen knappen Sätzen, aber in einem rasenden Tempo schreibt sie sich durch eine Geschichte, die einen berührt. Die Figuren berühren den Leser  sowie die Lebensgeschichten der Figuren in dem Buch. Da ist Karl und sein Bruder Lorenz, die mit dem Vater und einem „zugelaufenen“ Ersatzvater,  genannt das Murmeltier und einer geerbten Haushälterin eine etwas heruntergekommene Pension in einem Dorf betreiben. Hanna, die Mutter von Karl und Lorenz hat sich vom Balkon gestürzt. Sie galt eh immer als „verrückt“. Der Vater kann den Verlust nicht so recht verwinden und fährt oft nach Holland, um das Grab der Mutter zu besuchen. Eines Tages wird ein Mädchen bei ihrem Vater und Onkel im Dorf abgegeben. Die Mutter, einst schönstes Mädchen im Dorf will auf Weltreise mit einem Segelboot und 2. Ehemann gehen. Da kann man ein Kind nicht gebrauchen. Elsa, widerspenstig und eigensinnig wie sie ist, wird einfach dagelassen. Um den 8jährigen Karl ist es geschehen. Lorenz wiederum pflegt mit Elsa eine Art Hassliebe. Die 3 bilden ein Gespann gegen den Rest des Dorfes in der Oberpfalz. Dennoch wendet sich das Blatt eines Tages. Elsas Zeit im Dorf ist bemessen. Dann gibt es einen Sprung in der Geschichte, es sind Jahre vergangen und Lorenz wird zum Künstler gepuscht und Karl lebt so vor sich hin. Neue skurrile Gestalten nehmen Einzug in das Leben der Brüder. Die Kunstwelt beherrscht ihr Leben, in vollen Zügen. Dennoch kann Karl seine Elsa nicht vergessen. Wie sagte das Murmeltier immer? "Diese verdammten Frauen, alles haben sie mir genommen." Bis Karl endlich versteht und loslassen kann, vergehen einige Jahre.

    Mehr
  • Elsa ungeheuer

    Elsa ungeheuer
    Luc

    Luc

    22. November 2013 um 16:59

    In „Elsa ungeheuer“ erzählt Astrid Rosenfeld die Geschichte der Brüder Brauer, deren Leben von sonderbaren Eseln und skurrilen Gestalten geteilt wird. Da wäre Mutter Hannah zu nennen, die sich ihre rosa Unterhose über den Kopf zieht und vom Balkon springt. Die Herzjesu flüsternde Kratzlerin, eine Haushälterin, die immer schon da war und für die Jungs die älteste Frau der Welt ist. Oder Herr Murmelstein, ein ehemaliger weltreisender Rammler, der besuchsweise bei ihnen um Erkenntnis ringt. Noch in der Kindheit tritt die kratzbürstige Elsa in ihr Leben. Das burschikose Auftreten des extravagant gekleideten Mädchens fordert die beiden Jungen heraus, die Zuneigung und Ablehnung gleichermaßen für sie empfinden. Natürlich verbirgt sich hinter ihrer Aufsässigkeit, neben der offensichtlichen Vernachlässigung der Eltern ein Geheimnis. Bis die Jugend zu Ende geht, die Wahrheit ans Licht tritt und die Enge der Oberpfalz, den unendlichen Möglichkeiten der internationalen Kunstszene weicht vergehen viele Jahre und das Trio wird durch Elsas Fortgehen endgültig gesprengt. Und Lorenz Brauer entwickelt sich zum Shootingstar des Malerolymps, der nächste Jackson Pollock, ein neuer Neo Rauch, zumindest scheint es so. Ein Weg auf den ihn sein Bruder Karl koksend begleitet, bis er einsieht auf die Weise keine Geister loswerden zu können. Was mir an dem Roman gefallen hat? „Elsa ungeheuer“ ist lebensprall. Es wird gekokst, gevögelt, geprügelt, gemalt, gesoffen, geliebt und philosophiert, was das Zeug hält. Und egal, ob man diesen Roman für gelungen oder missraten hält, der Autorin gebührt Respekt für einen an verspielter Leichtigkeit und Tiefgang schwer zu schlagenden Schreibstil, der auf Knappheit, Präzision und Rasanz aufbaut. Dazu wimmelt es nun von kleinen gemeinen Weisheiten, die das Buch zu einem sinnlichen Vergnügen machen. Nach und nach wird es immer witziger und bissiger, auch tragisches kommt nicht zu kurz. Ebenso habe ich mich über formidable Ideen gefreut, vor allem die zynische Kunstszene wirkt authentisch. Überhaupt mag ich, dass die Autorin etwas riskiert, auch wenn sie dabei fast scheitert, weil das Buch nicht gut austariert ist, denn die unerfüllte Liebe wird zum Randgeschehen. Für mich mangelt es dem Roman an mehreren Punkten. Zu Beginn baut die Autorin gleich einem John Irving auf einem skurrilen Personal auf, dass sie im Gegensatz zu ihrem männlichen Kollegen allerdings fast zur Karikatur verkommen lässt. Der „Ich“ Erzähler Karl Brauer wirkt auf die gesamte Länge des Romans schwächlich, weil dauerhaft defensiv. Er bietet wenig Identifikationspotential und kommt eigentlich nie wirklich aus seinem Kokon heraus und bleibt für mich ein Pappkamerad, ohne Rückgrat. Das gilt durchaus auch für den Bruder, der die Ewigkeit malen will und manch andere lediglich angerissene Person. „Elsa ungeheuer“ ist auf Tiefgang angelegt, dümpelt aber letztendlich auch aufgrund des brachialen Erzähltempos an der Oberfläche dahin.

    Mehr