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Daphne1962

vor 3 Jahren

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Wenn man in eine Geschichte eintauchen kann und nicht mehr heraus möchte, dann ist es ein gutes Buch. Astrid Rosenfeld hat schon in Adams Erbe bewiesen, dass sie schreiben kann.

In kurzen knappen Sätzen, aber in einem rasenden Tempo schreibt sie sich durch eine Geschichte, die einen berührt. Die Figuren berühren den Leser  sowie die Lebensgeschichten der Figuren in dem Buch.

Da ist Karl und sein Bruder Lorenz, die mit dem Vater und einem
„zugelaufenen“ Ersatzvater,  genannt das Murmeltier und einer geerbten Haushälterin eine etwas heruntergekommene Pension in einem Dorf betreiben. Hanna, die Mutter von Karl und Lorenz hat sich vom Balkon gestürzt. Sie galt eh immer als „verrückt“. Der Vater kann den Verlust nicht so recht verwinden
und fährt oft nach Holland, um das Grab der Mutter zu besuchen.

Eines Tages wird ein Mädchen bei ihrem Vater und Onkel im Dorf abgegeben. Die Mutter, einst schönstes Mädchen im Dorf will auf Weltreise mit einem Segelboot und 2. Ehemann gehen. Da kann man ein Kind nicht gebrauchen. Elsa, widerspenstig und eigensinnig wie sie ist, wird einfach dagelassen. Um den 8jährigen Karl ist es geschehen. Lorenz wiederum pflegt mit Elsa eine Art Hassliebe. Die 3 bilden ein Gespann gegen den Rest des Dorfes in der Oberpfalz. Dennoch wendet sich das Blatt eines Tages. Elsas Zeit im Dorf ist bemessen.

Dann gibt es einen Sprung in der Geschichte, es sind Jahre vergangen und Lorenz wird zum Künstler gepuscht und Karl lebt so vor sich hin. Neue skurrile Gestalten nehmen Einzug in das Leben der Brüder. Die Kunstwelt beherrscht ihr Leben, in vollen Zügen. Dennoch kann Karl seine Elsa nicht vergessen. Wie sagte das Murmeltier immer? "Diese verdammten Frauen, alles haben sie mir genommen." Bis Karl endlich versteht und loslassen kann, vergehen einige Jahre.

Autor: Astrid Rosenfeld
Buch: Elsa ungeheuer
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