Astrid Ruppert Wenn's am schönsten ist

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Inhaltsangabe zu „Wenn's am schönsten ist“ von Astrid Ruppert

Peter, Sabine und Lukas waren einmal eine Familie. Das ist lange her. Bis Vater und Sohn sich überraschend wieder begegnen. Peter beginnt, um Lukas’ Vertrauen zu kämpfen. Lukas weiß nicht, wie er Peter in sein Leben lassen kann, ohne Sabine zu verletzen. Nichts ist verloren, und nichts bleibt, wie es war.

Sensibel und einfühlsam geschrieben, ohne Rührseligkeit.

— Lesehimmel
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  • Wenn's am schönsten ist ...

    Wenn's am schönsten ist
    KiraMinttu

    KiraMinttu

    07. November 2016 um 09:58

    ... soll man aufhören.Eine Weisheit, die auf Lukas nicht wirklich zutrifft. Aufhören, ja, das wird er. Damit aufhören, über seinen biologischen Vater nachzudenken. Damit aufhören, an ein kleines Wunder zu glauben. Aber wenn er nun damit aufhört, dann nicht, weil es gerade am schönsten wäre, sondern weil er den soeben erlebten Tiefpunkt in der Beziehung zu seinem Vater nicht vorhergesehen hat, nicht vorhersehen konnte, und nur so damit klarkommen wird. Und würde Lukas diese Rezension verfassen, dann würde er "in seiner nicht vorhandenen Beziehung zu seinem Vater" schreiben.Lukas' Mutter Sabine dagegen sieht sich in ihren finsteren Gedanken hinsichtlich ihres Ex-Mannes bestätigt. Nicht nur, dass Peter sie und Lukas vor vielen Jahren verlassen hat, nein - nun hat er es sogar noch einmal getan. Hat ihren gemeinsamen Sohn einfach stehen lassen und ist davongerannt. Und auch, wenn sie das vorhergesehen hat, auch, wenn sie Lukas so gern mit ihren Warnungen davor bewahrt hätte - Wut, Hass und Verletztheit werden dadurch sogar noch ein kleines bisschen stärker.Was denkt Peter? Und was fühlt er? So ganz weiß er es selbst nicht, traut seinen Emotionen nicht, traut seinen Bedürfnissen nicht. Wollte er nicht gerade noch eben Lukas fragen, ob sie zusammen verschwinden sollen? Verschwunden ist er, aber allein. Und war das nicht im Grunde die beste aller Ideen? Doch Peter weiß es letztlich besser: So kann, so darf es nicht bleiben. Er begibt sich auf die Reise zu seinem Sohn, eine Reise, bei der nicht die räumliche Trennung die Hürde ist, die überwunden werden muss.Astrid Ruppert benötigt keine ausschweifenden Satzgebilde, keine verschachtelten Konstruktionen, um die Gedanken und Bedürfnisse ihrer Charaktere herauszuarbeiten. Unaufgeregt und mitunter beinahe etwas kühl überlässt sie es dem Leser, inwieweit er sich in die Geschichte hineinfallen lassen will, und auch, wenn man lange das Gefühl hat, lediglich nüchterner Beobachter zu sein, so stellt man doch mit jeder umgeblätterten Seite ein bisschen mehr fest, dass man diese neutrale Rolle lange verlassen hat. Ein sehr bewegendes und intensives Buch, volle Punktzahl von mir.

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  • Wenns am schönsten ist

    Wenn's am schönsten ist
    Langeweile

    Langeweile

    01. March 2016 um 17:13

    Sabine und Peter waren sehr verliebt und haben überstürzt geheiratet,als Lukas unterwegs war.Schon bald wich die erste Verliebtheit der Erkenntnis dass sie unterschiedliche Erwartungen vom Leben hatten.Sabine wünschte sich ein harmonisches Familienleben,Peter fühlte sich in der Ehe eingeengt.Als Lukas drei Jahre war verließ Peter seine Familie,Sabine blieb traurig und verletzt zurück.Die anfänglich regelmäßigen Kontakte zwischen Vater und Sohn hat Sabine gezielt unterbunden, sie wollte ihren Sohn für sich alleine. Jahre später -Lukas steht inzwischen kurz vor dem Abitur- erreicht ihn eine Einladung zum 70.sten Geburtstag seiner Großmutter. Dort treffen Vater und Sohn aufeinander und sind mit dieser Situation völlig überfordert.Peter ergreift die Flucht und auch Lukas fährt sofort zu seiner Mutter zurück. Nach einiger Zeit tut Peter sein überstürzter Aufbruch Leid ,er bittet Lukas um Entschuldigung und lädt ihn zu einem Wochenendbesuch ein. Obwohl es für beide eine schwierige Situation ist ,gelingt ihnen die schrittweise Annäherung.Als Lukas erfährt ,daß Peter schwer erkrankt ist,sieht es für kurze Zeit so aus ,daß die gerade begonnene Annäherung die Belastung nicht aushält. Der behutsame Schreibstil der Autorin hat mich berührt und mich traurig und sehr nachdenklich zurückgelassen. Buchtitel: Wenn's am schönsten ist

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  • Wenn's am schönsten ist

    Wenn's am schönsten ist
    Insel56

    Insel56

    31. July 2015 um 07:46

    Sabine und Peter haben sich vor Jahren getrennt und Sabine hat die Trennung nie überwunden und ist "verbittert". Als ihr mittlerweile volljähriger Sohn eine Einladung seiner Großmutter väterlicherseits zum runden Geburtstag erhält, beschließt er hinzufahren. Das erste Treffen mit seinem Vater verläuft absolut unglücklich. Wie die beiden sich jedoch noch einmal treffen und sich besser kennenlernen, davon handelt dieser Roman. Innerhalb dieser kurzen Zeit, in der der Roman spielt, ändert sich für alle Personen ihr gesamtes Leben. Der Roman hat mich tief berührt und wer ein furchtbar schmalziges Buch erwartet, was in Friede, Freude und Eierkuchen, endet, der ist hiermit völlig falsch bedient. Dieses Buch hat mich tief berührt und sehr traurig zurückgelassen.

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  • Eine verloren geglaubte Liebe

    Wenn's am schönsten ist
    Isabell47

    Isabell47

    22. July 2015 um 14:15

    In dem Buch "Wenn's am schönsten ist" von Astrid Ruppert geht es verschiedene Thema nämlich um eine gescheiterte Beziehung, einen Sohn, der sich von seinem Vater verlassen fühlt, eine gekränkte Frau, ein kranker Mann, Liebe und was man aus Liebe alles macht. Lukas ist bei seiner Mutter aufgewachsen nachdem sein Vater scheinbar ihn und die Mutter verlassen hat, jetzt zu einer Einladun zum runden Geburtstag väterlicherseits, macht er sich auf den Weg und trifft dabei auf seinen Vater. Unglücklicherweise gibt es wieder Missverständnisse, doch dieses Mal hat der Vater den Mut seinen Sohn zu sich einzuladen. Lukas endeckt die Zuneigung zu seinem Vater wieder und es gibt Erinnerungen. Während Lukas verliebt in seine Freundin ist und voller Freude, dass es doch noch mit seinem Vater klappt, droht dem Glück das "UInglück". Lukas wird in dieser kurzen Zeit sehr schnell erwachsen und verantwortungsbewusst und er muss viel ertragen. Auch seine Mutter lernt hinzu und kann ihr Leben neu gestalten. Dieses Buch habe ich mit Tränen in den Augen gelesen. Es war wunderschön und gleichzeitig furchtbar traurig. Eine Botschaft des Buches ist es auch, dass man verzeihen sollte und das Leben genießen sollte. Es ist mit Sicherheit kein reiner Frauenroman!

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  • Wenns am schönsten ist

    Wenn's am schönsten ist
    Lindenblomster

    Lindenblomster

    27. May 2015 um 11:28

    Lukas, 18 Jahre, steht am Bahnhof und ist auf dem Weg zu seinem Vater. Das ist eigentlich nichts besonderes, für ihn aber schon. Sein Vater hat sich vor Jahren aus dem Staub gemacht und kam selten vorbei. Irgendwann hat seine Mutter die Besuche untersagt, auch um den Sohn zu schützen. Jetzt also fährt Lukas zum Geburtstag der Großmutter und wird dort den Vater treffen. Aber das Treffen läuft so gar nicht gut, denn kaum sieht Peter seinen Sohn haut er wieder ab. Lukas ist erschüttert. Aber Peter meinte gar nicht seinen Sohn, er freute sich ihn zu sehen. Aber er steht vor seinen Eltern als Versager da und wollte dieses erste Treffen seit Jahren nicht öffentlich gestalten. Peter schreibt Lukas einen Brief, bittet um Verzeihung und um ein neues Treffen. Lukas lässt sich darauf ein und langsam kommen sich die Beiden näher. Peter hat Sabine wirklich geliebt, aber Ehe, Wohnung und Kind waren zu viel für ihn, er ist der Freiheit liebende Mensch. Er wollte sich aber nie von seinem Sohn trennen. Aber wie es so bei Geschiedenen verläuft, siegte die Wut und Trauer über die gescheiterte Ehe und das Kind musste leiden. Eine fast alltägliche Familiengeschichte hat Astrid Ruppert in eindringlichen Worten beschrieben. Die drei betroffenen Personen kommen zu Wort und als Leser kann man alle Verhaltensweisen nachvollziehen. Astrid Ruppert hat die Protagonisten sehr gut beschrieben, sehr gefühls-geladen aber nie kitschig. Jeder Standpunkt kam zur Sprache und ich habe mit allen gelitten. Durch kurze abgehackte Sätze kommt die Wut gut zum Ausdruck. Die Krankheit von Peter bekommt zum Ende des Buches eine zentrale Bedeutung. Ich habe mich bald gefragt wie Ruppert das Ende des Buches gestalten wird. Es gibt ein versöhnliches Ende, aber kein Happy End. Nachdem ich schon zwei Romane der Autorin gelesen habe, finde ich dieses am Besten geschrieben. Keine leichte Lektüre, gut geeignet für alle Erwachsenen und betroffenen Jugendlichen.

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  • Wenn's am schönsten ist

    Wenn's am schönsten ist
    Tamaru

    Tamaru

    10. September 2014 um 07:37

    Das Cover finde ich sehr schön gemacht, hat mich im Buchladen direkt danach greifen lassen. Nach einem kurzen Blick auf den Klappentext hat mich das Buch dann direkt eingeladen es mitzunehmen und los zu lesen. Und es hat mich nicht enttäuscht. Es ist ein schöner Roman um eine Familie, die es nicht geschafft hat, nach einer Trennung einen gemeinsamen Weg zu finden, aber nach einer langen, schwierigen Zeit für alle doch noch ihren Frieden zu finden. Peter und Sabine waren vier Jahre zusammen und haben den gemeinsamen Sohn Lukas. Als Peter die Familie verlässt, ist Sabine so verletzt und verbittert, dass sie nichts dafür tut, um Lukas den Vater zu erhalten. Eher im Gegenteil, sie tut was sie kann um den Kontakt einschlafen zu lassen. Und so sieht Lukas seinen Vater erst wieder als er mit 18 auf den Geburtstag seiner Oma eingeladen ist. Es überrumpelt Peter so sehr seinen Sohn so unverhofft zu treffen, dass er erst mal die Flucht ergreift. Und Lukas ist verletzt und enttäuscht von seinem Vater, wieder mal. Es dauert lange, bis die beiden einen Weg zueinander finden, und Lukas erkennt, dass sein Vater vielleicht doch nicht der Bösewicht ist, als den seine Mutter ihn immer hingestellt hat. Das Ende hat mich sehr berührt und ich konnte die letzten Seiten nur unter Tränen zu Ende lesen. Die Charaktere in dem Buch sind sehr gut dargestellt, man erfährt wie jeder einzelne die Trennung empfunden hat, und versucht hat, für sich das beste daraus zu machen. Sympathisch sind sie alle, selbst Sabine, die ja nichts dafür getan hat, damit Lukas ein gutes Verhältnis zu seinem Vater aufbauen konnte. Sie war verletzt und wollte ihren Sohn beschützen, auch wenn sie am Ende einsehen musste, und zum Glück auch konnte, dass sie ihrem Sohn damit die Chance genommen hat, seinen Vater richtig kennen zu lernen. Das Buch ist gut zu lesen, der Schreibstil flüssig und klar, die Geschichte nimmt einen von der ersten Seite mit in das Leben der Familie. Hat mir sehr gut gefallen.

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  • beeindruckend

    Wenn's am schönsten ist
    abuelita

    abuelita

    25. August 2014 um 18:38

    Lukas steht kurz vor dem Abi und wird von den Großeltern zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Mutter Sabine lässt ihn nur mit gemischten Gefühlen ziehen…wird er doch dort Peter, seinen Vater, treffen. Vor Jahren haben Sabine und Peter geheiratet, aber lange ging es nicht gut. Peter muss frei sein, um leben zu können und bricht irgendwann aus.  Aber Lukas wollte er nie verlassen – nur Sabine macht es ihm so schwierig wie möglich..und irgendwann gibt er auf. Dass er seinen Sohn bei der Feier treffen wird, weiss er nicht….. ist damit total überfordert und verlässt Knall auf Fall das Haus ohne mit seinem Sohn gesprochen zu haben. Lukas fühlt wieder: das ist kein Vater, das ist nur mein Erzeuger. Kurz darauf erfährt Peter, dass er nicht mehr lange zu leben hat… Eher nüchtern kommt das Buch daher, obwohl es hier um die ganz großen Gefühle geht. Aber die Autorin hat es geschafft, das Ganze nicht in Kitsch und Schmalz abgleiten zu lassen- sie schildert sehr eindringlich und auch nachvollziehbar, was in den Beteiligten vor sich geht. Vor allem natürlich in Lukas. Aber auch in Peter – er, der so viele Fehler machte in seinem Leben, aber stets so lebte, wie es für ihn richtig war, möchte nun auch sein Ende selbst bestimmen. Das ist -zumindest für mich- total nachvollziehbar und verständlich und auch den Weg, den er letztendlich wählte, finde ich in Ordnung. Dass auch er sich veränderte, zeigt die Autorin daran, dass er die Dinge – für Lukas – regelte, und nicht einfach mal wieder verschwand und alles hinter sich ließ. Auch die Zerrissenheit von Lukas, der auf der einen Seite seine Mutter schützen will, auf der anderen aber seinem Vater nahe kommen möchte und letztendlich doch nur SICH SELBST finden kann und muss, ist sehr schön ausgeführt. Das Buch hat mich wirklich beeindruckt und ich fand vor allem die letzten Szenen wunderschön, wenn auch sehr traurig……

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  • wenn's am schönsten ist

    Wenn's am schönsten ist
    MusicWorld

    MusicWorld

    13. July 2014 um 14:02

    Als die Tür hinter Peter mit einem lauten Knall ins Schloss fällt, zerbricht Sabines Welt in tausend Stücke. Sie dachte, wenn sie die große Liebe findet, fügt sich der Rest von selbst. Nun liebt Peter sie nicht mehr, und ihr kleiner Sohn weint jedes Mal, wenn der Vater nach einem Besuch wieder geht. Sabine wirft Peter aus ihrem Leben, auch um ihren Sohn zu schützen. Jahre später steht Peter wieder vor der Tür, er ist schwer erkrankt und braucht die Familie. Sabine muss sich entscheiden, was für alle das Richtige ist. Meinung Dieses Buch hat mich gefesselt und über die ganzen Kapitel mitgerissen. Ich habe es verschlungen und würde es nochmal verschlingen wollen. Mit diesem Buch habe ich Achterbahn der Gefühle gefahren. Ich bin so emotional in die Geschichte abgetaucht, dass ich nicht mehr auftauchen und wieder zurück in die Realität wollte. In diesem Buch stecken so viele Emotionen, das man selbst berührt wird. Es nicht gar nicht kitschig oder übertrieben. Es hat eine gute Maße an Emotionen und Realität bzw. eine gute Vielfalt an Liebe und Trauer. Die Personen sind gut beschrieben und sind authentisch. Ich habe sie liebgewonnen und war am Ende traurig, dass das Buch nun beendet ist. Aus den drei Personen wird das Buch erzählt. So habe ich sie besser kennen gelernt, sowie ihre Gedanken und Gefühle. Dieser Perspektivenwechsel ist gut gelungen und hat mir eine schöne Erfahrung beschert. Der Schreibstil ist auch außerordenlicht gut. Ich konnte schnell und locker lesen. An Lesefluss hat es nicht gemangelt. Das Ende finde ich ergreifend und hat nochmal Spannung gebracht. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Fazit Dieses Buch berührt das Leserherz und entfacht starke Emotionen seitens des Lesers. Absolute Leseempfehlung!

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  • gefunden und wieder verloren

    Wenn's am schönsten ist
    coffee2go

    coffee2go

    08. July 2014 um 13:50

    Kurze Inhaltszusammenfassung: Lukas lebt bei seiner alleinerziehenden Mutter Sabine, seinen Vater hat er seit seiner frühen Kindheit nicht mehr gesehen und auch keinen Kontakt mehr zu ihm oder zu seinen Verwandten väterlicherseits. Doch dann wird Lukas, der inzwischen schon ein Teenager ist, zu einer Verwandtschaftsfeier seiner Großeltern eingeladen und das erste Wiedersehen mit seinem Vater verläuft gar nicht wie erwartet. Zudem hat er von seiner Mutter auch nur negatives über seinen Vater Peter gehört, sodass er keinen guten Eindruck von ihm hat. Doch bei einem weiteren Treffen lernen sich Vater und Sohn näher kennen und dann erfährt Peter plötzlich, dass er schwer krank ist und ihm nur noch kurze Zeit mit seinem Sohn bleibt, den er in dieser intensiven, gemeinsam verbrachten Zeit kennen lernen möchte. Meine Meinung zum Buch: Die Autorin schreibt einerseits mit einer Leichtigkeit, in kurzen Kapiteln und in leicht verständlicher Sprache, sodass der Roman eigentlich sehr schnell zu lesen ist. Auf der anderen Seite erhält der Roman durch das Schicksal von Peter und Lukas eine Tiefe, die für mich als Leser gut spürbar ist. Ich finde das Thema sehr spannend gewählt und auch das Wiedersehen zwischen Peter und Lukas verläuft vollkommen anders als erwartet. Nachdem Peter nur noch kurze Zeit zu leben hat, möchte er diese Zeit mit seinem Sohn intensiv und vollkommen auskosten und auch die vergangenen Jahre und alles, was er in seiner Abwesenheit versäumt hat, nachholen. Auch Sabine, die Peter gegenüber seit der Trennung feindlich gegenüberstand, ist nach seiner Diagnose milder gestimmt und kann endlich Frieden mit ihm schließen. Schade fand ich, dass Peter seine restliche Familie völlig im unklaren lies und auch nicht an seiner letzten Zeit teilhaben lies. Auch nachdenklich stimmt mich, dass Peter nicht alles nur erdenklich Mögliche versucht hat, wenn auch nur seinem Sohn zuliebe, um seine Lebenszeit zu verlängern. Auf der anderen Seite ist der Weg, den er gewählt hat, natürlich auch zu respektieren, denn es ist sein Leben und seine Krankheit und somit seine Entscheidung, die er alleine treffen muss. Häufig kommt auch der Gedanke auf, was wäre wenn… und Wie könnte die Beziehung zwischen Peter und Lukas weiterhin aussehen, … - aber diese Gedanken werden dann am Ende des Buches recht schnell abgebrochen, indem von der Autorin der Ausgang des Buches aufgelöst wird. Ich hätte mir vorstellen können, dass vor allem die gemeinsame Zeit zwischen Peter und Lukas noch genauer beschrieben werden hätte können und dass die Autorin hier noch mehr in die Tiefe gehen hätte können, dann hätte das Buch von mir die volle Punktezahl bekommen. Titel und Cover: Den Titel und das Cover finde ich sehr gelungen und passend zum Inhalt des Buches. Vor allem die Symbolik des Herbstes mit den herunterfallenden Blättern als Ausdruck der Vergänglichkeit und der davonfliegende Vogel passen symbolisch ganz gut. Mein Fazit: Das Buch ist auf alle Fälle so aufgebaut, dass man es zwar relativ einfach und schnell lesen kann, aber es beschäftigt zumindest mich als Leser gedanklich noch längere Zeit nachdem ich es ausgelesen hatte.

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  • Besser spät als gar nicht!

    Wenn's am schönsten ist
    Smberge

    Smberge

    26. May 2014 um 11:50

    Peter ist Luka's Vater, er hat aber seine Frau Sabine und seinen Sohn, als dieser 3 Jahre alt war, verlassen. Jetzt ist Lukas 18 Jahre alt, steht kurz vor dem Abitur, seit etlichen Jahren ist der Kontakt zwischen Vater und Sohn komplett eingeschlafen. Das erste Zusammentreffen der beiden beim 70. Geburtstags von Lukas Oma endet im totalen Fiasko, beide Lukas und Peter sind enttäuscht. Langsam, mit einigen Rückschlägen, schaffen sie es, einander wieder näher zu kommen. Als Peter von einer schweren Krankheit getroffen wird, halten die beiden zusammen wie Vater und Sohn, leider ist ihnen nur noch eine kurze gemeinsame Zeit vergönnt. Dieser Roman ist sehr gefühlvoll, die Geschichte wird mit sehr leisen Tönen erzählt. Der Konflikt von Vater und Sohn und die Gründe dafür sowie die Rolle der Mutter werden sehr fein ausgearbeitet. Der Leser kann den Konflikt und die Beweggründe der einzelnen Personen sehr gut nachvollziehen. Der Autor lässt seine Leser sehr nachdenklich zurück, das Buch ist keins, das man einfach aus der Hand legt, es regt zum Nachdenken an. Hat nicht jeder einen Menschen, der ihm eigentlich sehr nahe steht, zu dem der Kontakt aber abgebrochen ist? Noch hat man vielleicht die Chance, den Riss zu kitten, später ist diese Chance vielleicht vertan. Für meinen Geschmack war das Buch etwas zu dramatisch. Musste sich Peter gleich dafür entscheiden, seine Krankheit nicht behandeln zu lassen? Sterbehilfe......! Mir war dieser Teil des Buches etwas zu dick aufgetragen. Fazit: Die Geschichte und die Massage ist gut, die Ausführung schiesst etwas über das Ziel hinaus, daher vergebe ich hier nur 4 von 5 Punkten.

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  • Vater Sohn Beziehung

    Wenn's am schönsten ist
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. May 2014 um 07:57

    In dem Buch geht es um das getrennte Paar Sabine und Peter, die einen Sohn namens Lukas haben. Sabine und Peter trennen sich als Lukas drei Jahre alt ist. Seit der Trennung wird der Kontakt von Peter zu seinem Sohn immer weniger, u.a. durch die vielen Vorwürfe von Sabine. Zum 70. Geburtstag der Mutter von Peter begegnen sich Peter und Lukas unerwartet. Peter flieht im ersten Moment, da er mit der Situation nicht klarkommt. Nach einigem Hin und Her will Peter sich seinem Sohn wieder annähern. Kurz vor seinem erstem Besuch erfährt Peter allerdings die Diagnose Leukämie, eine besonders aggressive Form. Zuerst behält Peter seine Krankheit für sich, da er kein Mitleid erfahren will. Durch Zufall findet Lukas es trotz allem heraus. Nach einem Streit zwischen Vater und Sohn will vor allem Lukas die verbliebene Zeit mit seinem Vater verbringen. Er wird ihn sogar bis zu seinem Tod in die Schweiz begleiten. Das Buch beschreibt sehr realistisch wie es ist als Kind aufzuwachsen ohne einen Vater an der Seite. Auch die Rolle der Mutter von Sabine wird in diesem Buch gut geschrieben. Der Leser bekommt einen guten Eindruck über ihre Einstellung zu Peter und das sie ihm nach über zehn Jahren eigentlich immer noch nicht verziehen hat und sich in der Opferrolle sieht. Im Laufe des Buches wird Sabine erst klar, dass sie die letzten Jahre verschwendet hat und will nun endlich etwas ändern. Alles in allem fand ich das Buch sehr realistisch und da meine Eltern ebenfalls geschieden sind, kann ich Lukas Einstellung sehr nachvollziehen. Traurig zu lesen ist nur, dass sich Vater und Sohn näher kommen und es nur eine Beziehung auf Zeit der Beiden ist

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  • Ergreifende Familiengeschichte

    Wenn's am schönsten ist
    cachingguys

    cachingguys

    23. May 2014 um 07:56

    Wenn es am schönsten ist, soll man gehen und das tun die drei Hauptpersonen dieses Buches und jeder geht seinen gerade neugefundenen eigenen Weg. Sabine lebt mit ihrem 18jährigen Sohn Lukas alleine. Vor 14 Jahren schon hat ihr Mann Peter, der Bühnenbildner, sie verlasen und immer noch tief verletzt zurück gelassen. Als seine Mutter ihren 70igsten Geburtstag feiert fährt  Lukas  zu ihr und trifft, dort nicht nur seine Großeltern und Tanten, sondern auch seinen „Erzeuger“, wie er ihn nennt, denn mehr verbindet ihn nicht mehr mit ihm. Doch das Zusammentreffen verläuft anders als erwartet: Peter ergreift die Flucht. Doch der erste Schritt ist getan, weitere werden folgen. Nicht zuletzt Peters Krankheit lässt sie die Vergangenheit verarbeiten und für jeden einzelnen neue Wege finden. Anfangs dachte ich, dass es sich bei dem Buch um ein typisches Frauenbuch handelt, doch –ich möchte hier aber nicht zu viel verraten- war es sehr viel mehr. Ein Buch auch für junge Erwachsene und Männer, das ergreifend geschrieben ist, zum Nachdenken anregt und mich sehr berührt hat. Die kurzen, fast abgehackt wirkenden Sätze, sind anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, tragen aber dazu bei fast sachlich zu erzählen und so Raum für eigene Gedanken zu lassen. Ein schwieriges Thema wird hier aufgegriffen und in seiner Facettenbreite angesprochen.

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  • Vom Leben und Sterben

    Wenn's am schönsten ist
    Nuigurumi

    Nuigurumi

    18. May 2014 um 18:02

    Lukas ist achtzehn, macht gerade Abitur und möchte Pianist werden. Manchmal fragt er sich, woher er eigentlich sein musikalisches Talent hat; von seiner Mutter Sabine jedenfalls nicht. Sabine hat ihn alleine großgezogen, Peter, der Vater, hat sich von der Familie getrennt, als Lukas noch klein war. Lukas hat kaum Erinnerungen an ihn. Es gibt in der Wohnung nichts, das an ihn erinnert, und Sabine redet entweder gar nicht über ihn oder regt sich über ihn auf. Zum 70. Geburtstag der Großmutter starten Peters Eltern einen neuen Versuch, Vater und Sohn zusammenzubringen: ohne Peter etwas davon zu sagen, laden sie Lukas ein. Zu Sabines Verwunderung und Verärgerung nimmt Lukas die Einladung an. Da Peter sich überrumpelt fühlt, ist das Wiedersehen eine Katastrophe, und für Lukas steht fest, dass er mit seinem Vater nichts mehr zu tun haben will. Peter gab es in seinem Leben nie, warum sollte sich das ändern? Dann erfährt Peter, dass er unheilbar krank ist und nicht mehr lange leben wird. Plötzlich sieht er vieles anders und es ist ihm wichtig, Lukas vor seinem Tod kennenzulernen… Dieser Roman hat zwei sehr emotionale Themen: einmal das Ende einer Beziehung, wobei in diesem Fall auch noch ein Kind der Leidtragende ist, und dann noch die Auseinandersetzung mit dem unerwartet bevorstehenden Tod. Bei Sabines und Peters gescheiterter Beziehung zeigt die Autorin sehr deutlich, dass zu einer Beziehung (und zu ihrem Ende) zwei Personen gehören und dass es somit auch zwei unterschiedliche Sichtweisen gibt. Als Leser sieht man beide Seiten und leidet daher umso mehr mit allen beiden mit. Als Peter erfährt, dass er krank ist, wählt er einen eher ungewöhnlichen Weg. Er will nicht kämpfen und keine großen Abschiede, sondern er will gehen, "wenn's am schönsten ist", was ihm am Ende auch gelingt. Die Autorin beschreibt Peters letzte Wochen sehr einfühlsam und ergreifend, ohne dabei auf die Tränendrüse zu drücken. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und vor allem war es ganz anders, als ich erwartet hatte. Ich kannte ein anderes Buch der Autorin und hatte etwas Oberflächlicheres erwartet. Und dann kamen plötzlich Passagen, die mich bis ins Mark getroffen haben… Das Buch hat mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen und außerdem zum Nachdenken angeregt.

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  • Wenn's am schönsten ist

    Wenn's am schönsten ist
    mamenu

    mamenu

    02. May 2014 um 08:09

    Zum Buch Vater.Das ist das Unwort in Lukas Leben.Seit der Trennung der Eltern hat Lukas den Kontakt zu Peter verloren. Er wächst bei seiner Mutter Sabine auf.Als Peter und Lukas sich bei einer Familienfeier plötzlich begegnen,stehen all die verpassten Jahre zwischen ihnen.Ob es möglich ist,Versäumtes nachzuholen? Wunsch und Realität klaffen so oft auseinander.Doch Peter will seinen Sohn jetzt kennenlernen.Die ihm entgegenschlagende Wut und die Anklagen nimmt er in Kauf.Und Lukas muss aushalten,dass er er nicht weiß,wie er den Schmerz seiner Mutter und die Neugier auf seinen Vater zusammenbringen kann. Eigentlich wollte er sich auf sein Klavierspiel und eine wichtige Aufnahmeprüfung konzentrieren. Aber er möchte den Wert einer Familie erfahren selbst in Zeiten ihrer Auflösung. Meine Meinung Ersteinmal muss ich sagen, das ich die Bücher von Astrid Ruppert sehr gerne Lese und ich noch nie enttäuscht wurde. Auch diese Geschichte hat mir wieder einmal gut gefallen. Ich konnte mich richtig in die Geschichte reinversetzten und habe richtig mit Lukas mitfühlen können. Mir ist es auch bekannt, wenn sich Eltern getrennt haben und die Kinder keinen richtigen Kontakt zu ihrem Vater / Mutter gehabt haben. So erging es Lukas in dieser Story auch. Er hat auf einer Familienfeier seinen Vater getroffen und so hat dann das ganze Gefühlschaos zwischen Vater und Sohn begonnen. Mir waren alle Charakteren sehr sympathisch. Nur Sabine war eine Ausnahme, die in ihrem Handeln für mich nicht verständlich war, da sie schlecht von Lukas loslassen konnte. Dadurch wurde die ganze Situation für Lukas nur noch schwieriger gemacht. In dieser Geschichte war für mich mal wieder alles dabei. Ich konnte mit Lukas mitfühlen, aber manchmal ist mir auch ein lächeln ins Gesicht gezogen, denn Humor war auch dabei. Der Schreibstil ist flüssig und leicht und ich bin sehr gut durch das Buch gekommen. Es hat mir mal wieder richtig gut gefallen.

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  • Ein ergreifendes Buch

    Wenn's am schönsten ist
    saku

    saku

    28. April 2014 um 09:04

    Peter und Sabine haben sich scheiden lassen, aber es war keine einvernehmliche Entscheidung. Peter hat sie getroffen und Sabine musste sie akzeptieren, was sie leider nie richtig tat. Von nun an wird sie nur noch für ihren gemeinsamen Sohn Lukas leben und alles für ihn sein wollen, während Peter sich immer zurückziehen wird. Lukas ist nun fast 18, will Abitur machen und hat eine Freundin. Da kommt die Einladung seiner väterlichen Oma zu ihrem Geburtstag und wird alles in Frage stellen. Das Buch beinhaltet viele schwierige Themen (Liebe, Scheidung, Beziehungen innerhalb der Familie, Krankheit und auch Freundschaft) und wird aus den verschiedenen Perspektiven erzählt: der Mutter, des Vaters und des Sohnes. So kann der Leser die Handlungen und Entscheidungen verstehen und sehen, wie weit verletzte Menschen gehen können und wie gut gemeinte Handlungen böse Folgen haben können. In einer Scheidung ist nicht alles schwarz oder weiß, es gibt keinen guten oder bösen Menschen und in diesem Buch sieht man eben all diese grauen Töne. Alle leiden, auch derjenige, der weggeht. Die Vater-Sohn-Geschichte fand ich auch sehr schön, diese Menschen, die sich nicht kennen, aber doch irgendwie... und die trotz allem zu einander finden. Da kann man nur den Kopf schütteln und an die verlorene Zeit denken. Wir alle kennen geschiedene Leute und haben das bestimmt miterlebt. Das Buch wirkt deswegen so authentisch und gibt Hoffnungen: Keiner kann die verlorene Zeit zurück gewinnen, aber man kann irgendwie neu anfangen und weiter machen. Ein wichtiges Thema ist auch die Musik und was sie bewirken kann. Bloß das Ende fand ich übertrieben, wenn auch logisch in dem Buch. Ist es noch Liebe von dem Vater, so was zu akzeptieren? Also ein sehr ergreifendes und emotionales Buch, das trotzdem nie ins Kitschige geht und das zum Nachdenken bewegt. Empfehlenswert.

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