Astrid Schönweger

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Autorenbild von Astrid Schönweger (© Alice Honigschmid / Quelle: Autor)

Lebenslauf von Astrid Schönweger

Astrid Schönweger ist 1968 in Meran/Südtirol geboren und lebt dort wieder seit 1997. Ihre berufliche Karriere hatte immer wieder mit Schreiben zu tun, auch wenn es nicht immer offensichtlich im Vordergrund stand. Sie war journalistisch tätig, führte jahrelang das Frauenmuseum Meran, kuratierte dort die Ausstellungen bis 2011, verfasste alle Texte des Museums und schrieb wissenschaftliche Beiträge zu frauengeschichtlichen Themen. Als "Erbin" eines alten Wissens ihrer Großmutter aus dem Vinschgau hat sie 2011 zusammen mit dem Psychologen Ulrich Gutweniger das Buch "Die Vintschger Typenlehre" herausgegeben, in dem sie das alte mündlich überlieferte Wissen neu aufbereitet hatte, um "sich selbst und andere besser zu verstehen". Ihrer Faszination für mündlich überliefertes Wissen und Alltags- und Frauengeschichten blieb sie auch beim 2014 erschienenen Werk "Südtiroler Kräuterfrauen" treu, in dem sie zusammen mit Irene Hager und Alice Hönigschmid 21 Kräuterfrauen porträtierte, ihr Leben, ihr Heilwissen und ihre Rezepte darstellte.

Alle Bücher von Astrid Schönweger

Cover des Buches Die Kraft der Südtiroler Kräuter nutzen (ISBN: 9788868392369)

Die Kraft der Südtiroler Kräuter nutzen

 (2)
Erschienen am 30.05.2017
Cover des Buches Südtiroler Kräuterfrauen (ISBN: 9783706625364)

Südtiroler Kräuterfrauen

 (1)
Erschienen am 29.05.2017

Neue Rezensionen zu Astrid Schönweger

Cover des Buches Die Kraft der Südtiroler Kräuter nutzen (ISBN: 9788868392369)T

Rezension zu "Die Kraft der Südtiroler Kräuter nutzen" von Irene Hager

Meisterliches Werk mit über 350 Rezepten und beeindruckenden Fotos im fantastischen Layout
TheUjulalavor 5 Jahren

Pünktlich zu Ostern und zum Frühlingsanfang möchte ich Euch ein ganz besonderes Buch vorstellen. Es ist nicht nur eine einfache Rezeptesammlung, es ist ein bombastisches Werk rund um Kräuter!

Es ist die lang versprochene Fortsetzung des großartigen Werkes » "Südtiroler Kräuterfrauen" der gleichen Autorinnen.



Cover:
Das Buch gibt es in zwei Versionen, hat aber exakt den gleichen Inhalt. Ich habe die Version "Die Kraft der Kräuter nutzen", welches im Löwenzahn in der Studienverlag GmbH erschienen ist. Das gleiche Buch gibt es im Südtiroler Athesia/Tappeiner Verlag. Dort lautet der Titel "Die Kraft der Südtiroler Kräuter nutzen".

Auf dem Cover sieht man ein Foto eines angenehmen Durcheinanders von Kräutern, Tigeln und Beeren. Der Titel ist in einer einfachen Sans-Serifen gesetzt bei der die Wörtern Kraft und Kräutern durch fette Schriftzeichen und Glanzlack akzentuiert werden.

Buch-Layout / Haptik:
Das Buch ist nicht nur eine einfache Sammlung, es ist ein dickes Werk mit über 455 Seiten! Der Rücken ist mit Leinen gebunden und verleiht dem Ganzen eine edle Haptik, die durch ein weinrotes Lesebändchen ergänzt wird. Es ist richtig schwer: knappe 2 Kilo wiegt es! Aber auf den Inhalt kommt es an - und der hat es neben der Dicke und dem Gewicht ebenfalls in sich!

Jedes Rezept wird mit mindestens einem Foto begleitet. Markante Seitentitel führen ein Rezept ein. Seitlich in einer übersichtlichen Marginalspalte werden die Zutaten aufgelistet. In abgesetzten Infoboxen mit dekorativen Illustrationen kann man sofort Wissenswertes zu dem Rezept oder Kraut ablesen. Die Zubereitung wird in ordentlichen Absätzen und in klaren Sätzen angeleitet. Alles in allem ist das Layout und der Schriftsatz absolut durchdacht und aufgeräumt. Alles stimmt, die eingesetzte Schrift ist angenehmen zu lesen und durch die verschiedenen Elemente wirkt die Seite aufgeräumt.

Der Inhalt:
Das Buch hat einen wahnsinnig komplexen Inhalt. Ohne Inhaltsangabe am Anfang wäre man wohl aufgeschmissen. Auf die einzelnen kleineren Abschnitte einzugehen, würde hier den Rahmen sprengen. Deswegen führe ich nur die vier großen Bereiche auf:

Alles rund um Kräuter als Mittel für die Hausapotheke wie z.B.: Käutertees, aber auch Sirupe & Honige, Kräuter-Zuckerln, Tinkturen und Schnäpse, Salben, Cremes und und und.

Produkte für Körper- und Schönheitspflege wie z.B.: Haut- und Haarpflegeprodukte, Badezusätze, Deodorants etc.

Das größte Kapitel geht natürlich über Kräuter in der Küche. Angefangen bei Durstlöschern und Getränken, sowie Sirupe und Brote. Selbstverständlich Pestos, Aufstriche und Dips, Suppen. Aber auch ganze Gerichte mit Kräutern als Hauptzutat oder Kräuter als Würzbeilage. Natürlich darf auch der süße Gaumen nicht fehlen mit Marmeladen und Chutneys.

Im Haus und Garten gibt es Rezepte mit Kräutern als Duftspender, Raumsprays, zum Räuchern und Putzen und als Gartenhilfsmittel.

Es ist wirklich alles dabei und so umfangreich. Hier konnte ich wirklich nur einen kleinen Abriss vom ganzen Inhalt wiedergeben.



Zunächst aber wird das Buch nach der Inhaltsangabe mit begleitenden Worten der Autorinnen eingeleitet, in dem sie die vier großen Bereiche erläutern, die Herkunft der gesammelten Rezepte erklären und dem Leser Informationen zur bestmöglichen Nutzung des Buches geben.

Jeder Bereich wird mit einer ausführlichen Einführung eingeleitet und bebildert. Und jeder Unterbereich selber erhält mindestens einführende Worte.

Nach dem riesengroßen Rezeptteil gibt es noch mal eine sehr schöne Auflistung der Kräuterfrauen, von denen die Rezepte stammen.

Ein umfangreiches Quellenverzeichnis, Glossar, und Kräuterregister runden das perfekte Gesamtbild des Buches ab.

Die Fotos:
Wirklich jede Seite hat mindestens ein Foto. Alle Fotos wurden von Alice Hönigschmid geschossen und in das Layout gebracht. Es ist wahrlich eine Meisterleistung, über 1000 (!) Fotos zunächst erst mal zu erstellen und diese dann auch noch anzupassen. Technisch sind die Fotos einwandfrei, fügen sich auf jeder Seite fantastisch ein und unterstreichen diese.

Meine Meinung:
Wow, was für ein Buch, was für ein Werk! Es macht Lust in diesem Buch zu blättern und sofort in seinen Garten zu stürmen oder lässt einem das Wasser im Mund laufen. Jede Seite ist so liebevoll gestaltet und wird perfekt durch die ganzen Informationen und Fotos ergänzt. Die vielen zusätzlichen Informationen geben noch weiteres Hintergrundwissen ohne aber zu tief in die Thematik abzudriften. Denn das wäre tatsächlich zu viel für dieses Buch und es gibt schon sehr viele ausführliche Sammlungen, die sich nur mit der Wirkung von Kräutern beschäftigen.

Man darf es allerdings auch nicht mit einem einfachen Büchlein für Hausmittelchen für einfache Wehwechen verwechseln! Vielmehr soll es dazu anregen sich intensiver mit Kräutern und deren möglichen Verwendung zu beschäftigen. Es gibt auch mehr Raum für ausgefallenere Kräuter, die nicht in der üblichen Hausapotheke vorhanden sind - aber vielleicht im heimischen Garten.

Die Rezepte sind alle durchgehend einfach gehalten und für jeden schnell und problemlos nachzumachen, sofern man die Kräuter auch vorrätig und greifbar hat. Die Anleitungen sind ohne kompliziertem Schnick-Schnack klar und deutlich formuliert, dafür aber in der Gesamtheit so vielfältig.

Fazit: Ein absolutes Must-Have für jeden Kräuterliebhaber und Kräuterkenner, der sich insbesondere mit der Verwendung für Kräuter auseinandersetzen möchte. Es regt definitiv an selber mehr auf Kräuter zu achten und in der Küche wieder vermehrt einzusetzen.

Es gibt sonst kein Werk mit so vielen, vielfältigen Rezepten und hübschen Fotos. Es ist in seiner Art einmalig und einzigartig!

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Cover des Buches Südtiroler Kräuterfrauen (ISBN: 9783706625364)T

Rezension zu "Südtiroler Kräuterfrauen" von Astrid Schönweger

Beeindruckender Band über Kräuterfrauen in Südtirol mit viel Hintergrundwissen und schönen Bildern
TheUjulalavor 6 Jahren

Das Buch "Südtiroler Kräuterfrauen - Ihr Leben, Ihr Heilweissen, Ihre Rezepte" von den Autorinnen Astrid Schönweger, Irene Hager von Strobele und Alice Hönigschmid ist am 2014 im Löwenzahnverlag Innsbruck erschienen.

Eins vorweg, es ist kein Buch über Kräuterkunde, sondern ein unglaublich gut strukturiertes Buch über Frauen in Südtirol, die jahrhundertealtes Wissen über die heimischen Kräuter in alter und auch neuer Tradition beherrschen und pflegen. Sei es die "alte Oma", die gebuckelt durch ihren Anger wandelt, oder auch moderne selbstbewußte Damen, die traditionelles Wissen wieder neu aufleben lassen. Man hat das Gefühl hinter die Kulissen von noch existierenden Kräuterhexen gucken zu dürfen. Ich habe das Buch in die Hand genommen und nicht mehr weg legen können. Am liebsten möchte man sofort selber in den Garten springen und die Kräuter pflücken.

Zunächst gibt es im ersten Teil einen Ausflug in die Geschichte der erste Wahrnehmung der Kräuter, über die einzelnen Bedeutungen verschiedener Heilpraktiken und einzelner herausragender geschichtlicher Persönlichkeiten bis zur heutigen Popularität von Kräutern und Machtkämpfen von Therapeuten und Industrien. Der nächste Abschnitt beschreibt die Geschichte allgemein von Frauen als Heilerinnen vom ersten Kräuterwissen ebenfalls bei den Sumerern bis in die Neuzeit. Im nächsten etwas kürzeren Teil gehen die Autorinnen auf die spezielle Geschichte des Kräuterwissens in Südtirol ein.

Den größten Teil aber nimmt die Vorstellung der einzelnen Kräuterfrauen ein. Jedes Porträt wird mit vielen Fotos und detailreichen Informationen über die Frauen und deren Leben und Geschichte begleitet. Sowie auch jede Frau ihr Lieblingskraut vorstellt, mit seinen typischen Merkmalen und Verwendungszwecken. 18 Kräuterweiber unterschiedlichsten Alters, die in ganz Südtirol verteilt leben, werden in dieser Weise vorgestellt.

Die vielen schönen Bilder sind wirklich aus dem Leben gegriffen und zeigen die Frauen in ihrem Umfeld, wie sie sind, und man hat den Eindruck direkt neben Ihnen in der Stube auf der Bank zu sitzen. Alice Hönigschmid hat in der Gestaltung des Covers, dem Layout des Inhalts und in der Erstellung der Fotos sehr viel Geschick gezeigt und gefällt einem von Anhieb an.

Gerade die Mischung aus Erzählung über die Südtiroler Kräuterfrauen, geheimnisvolles Wissen und den emotionalen Bildern hat mir bei diesem Buch besonders gut gefallen. Auch die Aufbereitung der Texte im Inhalt sind klar und gut strukturiert, und es wird weder beim Durchblättern noch beim intensiven Lesen langweilig. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, und ich kann es jedem empfehlen, der gerne in Südtirol verweilt und sich für die alte Tradition und jahrhundertealt bewahrte Bergkultur interessiert. Der selber vielleicht noch nicht den Mut hatte sich intensiver mit Kräutern zu beschäftigen und am Beispiel dieser Frauen das Selbstbewusstheit aufbringt, Wissen aus der eigenen Familie und Geschichte wieder aufleben zu lassen!

Es macht Lust auf mehr und ich bin schon gespannt auf das nächste Buch der drei Autorinnen: "Die Kraft der Kräuter nutzen - 350 Rezepte für Wohlbefinden, Schönheit, Küche, Haus und Garten.", welches vor einigen Tagen im loewenzahn Verlag erschienen ist.


--


siehe auch: http://www.theujulala.de/suedtiroler-kraeuterfrauen/

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Astrid Schönweger wurde am 12. Juni 1968 in Meran (Italien) geboren.

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