Astrid Schilcher

 3,5 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf von Astrid Schilcher

Astrid Schilcher wurde in Graz geboren, wo sie seit 2016 auch wieder lebt. Sie studierte Kunstgeschichte, Dolmetsch und hat ein abgeschlossenes Volkswirtschaftsstudium. Gemeinsam mit ihrem Mann führt sie ein Consulting Unternehmen. Privat schon immer ein Büchernarr, gibt sie nun ihrer Erzählstimme Raum, mit der Intention, spannende Unterhaltung mit einem kritischen Blick auf unsere Gesellschaft zu verbinden und eingefahrene Denkweisen aufzurütteln.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Astrid Schilcher

Cover des Buches Der Alpendiktator und Menschenfreund (ISBN: 9783862827428)

Der Alpendiktator und Menschenfreund

 (2)
Erschienen am 06.01.2020
Cover des Buches Mitgefühl für den Teufel (ISBN: 9783903144620)

Mitgefühl für den Teufel

 (0)
Erschienen am 04.09.2018

Neue Rezensionen zu Astrid Schilcher

Cover des Buches Der Alpendiktator und Menschenfreund (ISBN: 9783862827428)stefanbs avatar

Rezension zu "Der Alpendiktator und Menschenfreund" von Astrid Schilcher

das Gemeinwohl im Auge
stefanbvor einem Jahr

„Kreativität ist die höchste Rebellion.“ [91]

Schlauer als Albert Einstein? Tja, dann sprechen wir hier wohl von Florian Steiner, Professor der Politikwissenschaft. Und was stellt man damit an? Richtig, man strebt eine autokratische Regierung an, ist niemandem Rechenschaft schuldig, denn man hat ja stets das Gemeinwohl im Auge.

„Der Alpendiktator und Menschenfreund“ von Astrid Schilcher ist ein sehr interessanter Roman, der viele Fragen in Bezug auf staatliches Handeln aufwirft, andere bekannte Themen, wie aus George Orwells Roman 1984 über die Zerstörung des Menschen durch eine perfekte Staatsmaschinerie weiterführt.

Auch wenn der Protagonist Florian richtig erkennt, dass sich in dem Alpenstaat einiges ändern muss, dass Dinge angegangen werden müssen und populistisches Handeln keinen weiterbringt, so stellt sich immer die Frage nach der Grenze, wie weit man eigentlich gehen darf. „Es ist tragisch, aber die meisten Menschen brauchen Hilfe, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ Seine Frau ist der Gegenspieler. Sie bietet ihm Paroli. „Bis dato hat die Geschichte noch keinen wohltätigen Diktator hervorgebracht.“ [29] Und mit fortschreitender Geschichte, der grenzenlosen Machtausübung durch ihren Mann Florian, reflektiert sie immer mehr. Es „nagen die Gespenster des Zweifels mit ihren nadelspitzen Zähnen an mir.“ [49]

Schilcher zeigt in ihrem Roman auf eindrucksvolle Weise, wie schnell und auf welche Weise sich aus einer vermeintlich vernünftigen Idee etwas in Gang setzen kann, begünstigt durch Propagandatechnische Unterstützung, was nur schwer zu stoppen ist.

Mir persönlich gefällt der Spannungsbogen, dass es verschiedene Sichten auf den Alpendiktator gibt. Das wurde perfekt umgesetzt. Auch wenn die Charaktere relativ blass bleiben, die Leser*innen somit sich nicht in deren Lage hineinversetzen können, macht es Spaß durch die Seiten zu fliegen. Der Roman wartet mit einem überraschenden Ende auf die Leser*innen.

Ich hätte mich gefreut, wenn der Roman doppelt so dick gewesen wäre, damit die Geschehnisse noch facettenreicher beleuchtet werden könnten.

Kommentare: 2
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Cover des Buches Der Alpendiktator und Menschenfreund (ISBN: 9783862827428)yellowdogs avatar

Rezension zu "Der Alpendiktator und Menschenfreund" von Astrid Schilcher

Eine mögliche Zukunft
yellowdogvor einem Jahr

Eigentlich fand ich den Gedanken der Autorin die veränderte Gesellschaft und mögliche Folgen in naher Zukunft zu zeigen, sehr reizvoll. Doch die Umsetzung überzeugte mich nicht ganz.

Dennoch gibt es brauchbare Ansätze, z.B. die Erzählstruktur.

Es erzählen viele verschiedene Menschen über das Staatsoberhaupt eines Landes, der ungewöhnliche Maßnahmen ergreift. Seine Methode ist der repressive Totalerismus.


Florian Steiner war schon früh bemerkenswert. Sein ehemaliger Lehrer, der schon über die Begabung des jungen Mannes staunte, seine Frau, die an ihn glaubt, aber auch zu zweifeln beginnt, Anhänger und die Gegner, die ihn als Diktatur empfinden. Es gibt sogar ein Attentat auf ihn.


Diese Methode der Vielzahl von erzählenden Figuren ist nicht unbekannt in der Literatur und kann auch funktionieren, doch durch zu schwache Figurenzeichnung wird es zu statisch.

Dafür entsteht ganz schön Tempo. Immerhin auch schon was.


Manche Zukunftsszenarien halte ich glaubhaft, z.B. das sowohl die Briten als auch die USA zukünftig am Boden sein werden. Und auch der Zwiespalt der Regierung des diktatorischen Menschenfreundes, ein zweischneidiges Schwert.

Das Ende hat mich überrascht!

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