Astrid Seehaus Tod im Eichsfeld

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Inhaltsangabe zu „Tod im Eichsfeld“ von Astrid Seehaus

Während eines heftigen Sommergewitters wird Georg Stahlmann auf seinem Hof in Böseckendorf brutal mit der Mistgabel erstochen. Schnell ist klar, dass der Tod des wohlhabenden Großbauern, der 1991 aus dem Westen zurückgekehrt ist, so manchem in dem ehemaligen Grenzdorf gelegen kommt. Kriminalkommissar Frank Rothe, frisch von Erfurt nach Heiligenstadt versetzt, hätte sich nie träumen lassen, welche Abgründe sich hinter der friedlichen Fassade des Dörfchens auftun. Hass, Neid und Gier brodeln hier seit langem unter der Oberfläche. Fast jeder hat ein Motiv, doch wer ist der Täter? Wie tief in der Vergangenheit muss Rothe graben?

Fazit: Ein unterhaltsamer und gleichzeitig spannend erzählter Krimi mit einer realistischen und mit viel Lokalkolorit versehenen Story, die bis zum Schluss fesselt und mit authentisch beschriebenen Charakteren überzeugt.

— Bellexr

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  • Recht unterhaltsam, aber...

    Tod im Eichsfeld

    solveig

    18. September 2017 um 14:28

    Während das Tourismusbüro Eichsfeld seinen Besuchern einen „Genuss für die Sinne“ ankündigt, verspricht Astrid Seehaus´  Kriminalroman „Tod im Eichsfeld“ seinen Lesern spannende Unterhaltung. Kommissar Frank Rothe zieht mit seiner gelähmten Tochter Jessi von Erfurt nach Heiligenstadt im Landkreis Eichsfeld. Während Jessi sich in ihrer neuen Schule zurechtfinden muss, bekommt Rothe bereits seinen ersten Mordfall präsentiert: In Böseckendorf wird Großbauer Georg Stahlmann in der Scheune gefunden  -  die Zinken seiner eigenen Heugabel in der Brust. Tatverdächtige gibt es reichlich; denn besonders beliebt war Stahlmann zu Lebzeiten nicht. So kämpft sich Rothe durch die möglichen Motive verschiedener Personen, wobei ihm als „Neuem“  die Einheimischen skeptisch gegenüber stehen und mit Informationen zurückhalten. Und auch der alt eingesessene Kollege Schneider, der vor Rothes Ankunft das Sagen in Heiligenstadt gehabt hat,  unterstützt ihn nur halbherzig… Die Autorin führt ihre Leser in lockerem Ton durch den Kriminalfall. Einfach und gut  lesbar  beleuchtet sie die unterschiedlichen Motive, wobei sie nicht nur mit menschlichen  Bösartigkeiten und verschwiegenen Delikten konfrontiert, sondern auch mit politischen Ereignissen aus der Vergangenheit; denn Böseckendorf liegt nahe der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Allerdings werden viele dieser Themen nur kurz gestreift und (leider) sehr  oberflächlich abgehandelt, dabei hätten sie dem Roman sicher einen Mehrwert verleihen können.  Mein Fazit: Ein Krimi, der unterhält, aber an Tiefe vermissen lässt.

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  • Thüringen….und alte Geschichten…

    Tod im Eichsfeld

    abuelita

    26. February 2015 um 13:00

    Während eines heftigen Sommergewitters wird Georg Stahlmann auf seinem Hof in Böseckendorf brutal mit der Mistgabel erstochen. Schnell ist klar, dass der Tod des wohlhabenden Großbauern, der 1991 aus dem Westen zurückgekehrt ist, so manchem in dem ehemaligen Grenzdorf gelegen kommt. Kriminalkommissar Frank Rothe, frisch von Erfurt nach Heiligenstadt versetzt, hätte sich nie träumen lassen, welche Abgründe sich hinter der friedlichen Fassade des Dörfchens auftun. Hass, Neid und Gier brodeln hier seit langem unter der Oberfläche. Fast jeder hat ein Motiv, doch wer ist der Täter? Wie tief in der Vergangenheit muss Rothe graben? Der Kommissar und seine Tochter…das hat mir gut gefallen ..und auch die Idee des Krimis ist nicht schlecht. Es dauert allerdings, bis man so richtig in die Handlung reinkommt – und manch einer wird da schon vorher aufgegeben haben… So richtig nervenzerfetzen war die Handlung dann allerdings auch nicht - es gibt einfach zu viele Verdächtige…und wer es dann letztendlich ist – nun, dieser „Gedankenblitz“ des Kommissars war mir einfach zu schnell abgehandelt. Alles in allem – nicht schlecht gemacht !

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  • Toller Regionalkrimi mit einem Hauch Situationskomik

    Tod im Eichsfeld

    silberfischchen68

    11. June 2013 um 18:50

    Der Titel verrät sofort, wo wir uns befinden: im Eichsfeld! Schon der Prolog hat mich für das Buch eingenommen: statt der üblichen düsteren Andeutungen findet  man hier Geschichtliches über das Eichsfeld und seine Bewohner. Mal was anderes! Zu Beginn hatte ich etwas die Befürchtung, dass die nur 204 Seiten zu sehr von den privaten Problemen der Ermittler dominiert werden; der ermittelnde Kommissar hat eine suizidgefährdete Tochter im Rollstuhl, seine Kollegin hat vor kurzem ihren Lebensgefährten bei einem Unfall verloren und ein weiterer Kollege plagt sich mit seinem schwer krebskranken zänkischen Vater rum. Glücklicherweise schafft es die Autorin aber, diesen Personen Persönlichkeit und Privatleben zu geben, ohne dass dies die Handlung dominiert. Ihr Schreibstil  ist wunderbar rund und das Buch ist sehr flüssig zu lesen. Die Handlung gefällt mir: Reicher Wessi dominiert nach dem Mauerfall ein ostdeutsches Dorf, bis man ihn mit einer Mistforke in der Brust auffindet. Einen Stern ziehe ich aber dafür ab, dass ich sehr früh ahnte, wer der Täter ist.

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  • Erster Fall für Frank Rothe

    Tod im Eichsfeld

    Rosentraeume

    08. April 2013 um 13:42

    Thüringen heute und eine Geschichte, wie sie spannender kaum sein könnte: der Großbauer Georg Stahlmann wird mit seiner eigenen Mistgabel im Bauch in seiner Scheune tot aufgefunden. Wer hatte eine Grund, inmitten einer stürmischen Nacht, seine Wut an dem Manne auszulassen? Schon sehr schnell wird Kommissar Frank Rothe klar, dass nicht nur mehrere der unterdrückten Bauern aus dem kleinen Dorf einen triftigen Grund für den Tod des überaus tyrannischen Mannes hatten. Im Laufe der Ermittlungen gerät die Ehefrau genauso in Verdacht, wie die nette Nachbarin und die als Kind sexuell mißbrauchte Tochter. Frank Rothe hat so seine liebe Not mit den Einheimischen. Niemand hat etwas gesehen oder will in irgendeiner Weise mit dem Mord in Verbindung gebracht werden. Und doch tauchen immer wieder neue Verdachtsmomente gegen die einzelnen Beteiligten auf. Hat die ganze Sache am Ende doch etwas mit der wilden Flucht vor 20 Jahren in den Westen zu tun? Schließlich war Stahlmann der Anführer, dem damals das halbe Dorf folgte. Und die ehemaligen Stasi-Spitzel gibt es noch immer unter den Einheimischen. Die Autorin hat es wunderbar verstanden, die einzigartige Landschaft und das Klima der Menschen in dem kleinen thüringischen Ort darzustellen, ohne daß es aufdringlich wirkt oder langweilt. Kommissar Rothe kämpft nicht nur gegen Verbrecher und sein Verlangen nach der sexy Kollegin, sondern hat auch seine Kämpfe und Probleme mit seiner kranken, pubertären Tochter auszufechten. Beide Geschichten – die um den Mord und die Persönliche von Rothe – finden sich zu einem wunderbaren Ganzen und enden beide zwar erwartet, aber trotzdem überraschend. Ein echter Krimigenuß, den ich sehr für einen gemütlichen Abend bei einem schönen Glas Wein und einer warmen Sommernacht empfehlen kann. Sehr schnell taucht man die Geschehnisse ein und erhofft sich, mit dem Kommissar den Fall aufklären zu können.

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  • Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

    AlineWirths

    20. November 2012 um 13:15

    Meine Meinung: So richtig finde ich keinen Anfang. Das Buch ist ein gelungener Krimi. Keine Frage. Undheimlich viele Themen sind hier aufgegriffen worden, die auch im richtigen Leben weitesgehend große Rollen spielen. Von kleinen Dörfern nahe der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze bis hin zur Akzeptanz am Arbeitsplatz. Missbrauch und Toleranz vor Behinderungen, unerfüllte Liebe und tötliche Unfälle. Da stellt sich doch auch die Frage, was verarbeitet die Autorin da. Für mich plätscherte es am Anfang vor sich hin und man erlebt einen flüssigen Schreibstil. Man kam nicht richtig zur Sache, sondern stellte den Kommisar mit seine pupertierenden Tochter, die im Rollstuhl sitzt, ins Rampenlicht. Man lernt sie kennen und versucht in die Haut des Kommissaren zu schlüpfen. Er ist ein Sympathieträger, der es mit seiner neuen Arbeitstelle nicht so leicht hat. Dennoch fängt der Spannungsbogen erst viel zu spät an. leider legte ich das Buch am Anfang viel zu oft beiseite, was eigentlich schade war, denn nachdem man den ersten Schwung geschafft hatte und der Mord geschah, wuchs die Spannung zunehmends. Zu viele verdächtige, zuviele Motive, und dann war es doch niemand von den Verdächtigen. Was man Anfang zuviel bekam, wurde zum Ende etwas weniger. Nicht immer konnte man den gedankengänges des Kommissars folgen. Zum Schluss fehlte mir auch einfach der Zusammenhang, wie der Kommissar auf die Lösung des Rätsels kam. Zusammenfassend kann ich sagen, das mich das Buch dennoch neugierig gemacht hat. Eigentlich war ich nie so der Krimileser und doch hat das Buch mich überzeugt auch mal anderen Krimis die Chance gelesen zu werden, zu geben. Auch wenn der Spannungsbogen auf sich warten lies, zu viele Schicksalhafte Ereignisse in dieses Buch passen mussten und manch ein Kollege zu blass erschien, fand ich das Buch gelungen und eine in sich komplette Geschichte. Ich Danke dem Sutton Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplares!

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  • Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

    pudelmuetze

    23. August 2012 um 11:24

    So jetzt wird es etwas kritischer. Der Schreibstil von Astrid Seehaus hat mich überzeugt. Das schon mal vorne weg. Aber ich brauchte einige Anläufe bis ich wirklich das Buch durchlesen konnte. Es geht direkt, und noch in Erfurt, mit einem großen Knall los. Man ist sofort im Geschehen drin und es ist sofort Action. Aber ob das so gut ist weiß ich nicht. Ich hatte dadurch echt meine Schwierigkeiten mit den Charakteren. Die waren mir zu dem Zeitpunkt noch zu flach, zu unpersönlich. Nur Jessi, die Tochter von Frank Rothe dem Kommissar lernen wir da schon näher kennen und erfahren ein wenig was von ihr. Aber auch das hat mir in der Situation nicht wirklich was gebracht weil ich noch gar nicht drin war. Anschließend plätschert es ein paar Seiten voran. Nicht wirklich viel passiert … bis zum Mord an Georg Stahlmann, dem Großbauern von Böseckendorf. Ab da wird es dann auch erst richtig spannen. Leider kann man nicht so wirklich mitfiebern. Ich hatte während des Lesens immer mal wieder jemanden anders in Verdacht. Denn mögliche Täter gibt es mehr als genug. Am Ende war es jemand den ich so gar nicht auf meiner Liste hatte und ich weiß bis jetzt nicht wie Frank Rothe auf den kam. Das sehe ich übrigens als ziemlichen Minuspunkt an. Irgendwas verheimlicht der uns und ich liebe es nun mal bei Krimi´s mitzufiebern un mit zu ermitteln. Das war leider nur bedingt möglich. Am Anfang kam ich nicht rein, zum Ende hin wollte ich immer weiter lesen. Was sagt das über das Buch aus? Ein sehr schöner Spannungsbogen der aber leider erst zum Ende des 1/3 wirklich beginnt oder anders gesagt mit dem Mord. Die Kennenlernphase der Charaktere ist mir leider zu flach, zwar mit einem Knall aber so wirklich lieben oder hassen kann ich bis zum Mord keinen und so wirklich meine Lieblinge hatte ich vielleicht auf den letzten 50 Seiten. Fazit: Es lohnt sich das Buch zu lesen, sollte aber auf den ersten Seiten ein wenig durchhalte vermögen haben, am Ende lohnt es sich dann

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  • Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. June 2012 um 15:43

    Die Autorin Astrid Seehaus bekam für diesen Krimi den Thüringer Krimipreis 2012 verliehen. Laut Klappentext könnte man einen spannenden "Wer war es-Krimi" erwarten, doch leider ist dem nicht so. Schleppend beginnt die Story, einzig das Privatleben des Frank Rothe mit seiner im Rollstuhl sitzenden pubertären Tochter lockert die Geschichte auf. Wirklich jeder in dem Dorf hat seine Geheimnisse und alle lügen, dass sich die Balken biegen. Hinzu kommt auch noch eine Ostdeutschland/Westdeutschlandgeschichte, adoptierte und vermisste Kinder und jede Menge Verdächtige. Es wurden einfach zu viele Handlungsstränge in diesen wenige Seiten umfassenden Roman gepackt. Gut recherchiert ist der Roman sicherlich und er liest sich auch flüssig, aber für einen richtig spannenden Krimi reicht das nicht aus. Fazit: Ein Krimi ohne Überraschungen. Für Eichsfelder sicher lesenswert.

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  • Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

    Gospelsinger

    17. May 2012 um 18:15

    Das Leben auf dem Land ist anders, und somit auch die Mordwaffen: Der wohlhabende Bauer Georg Stahlmann wird auf seinem Hof mit einer Mistgabel erstochen. Er war aus der DDR in den Westen geflohen und nach der Wiedervereinigung in seinen Heimatort Böseckendorf zurückgekehrt. Beliebt hat er sich damit unter der Dorfbevölkerung nicht gerade gemacht, zumal er auch noch seinem Nachbarn das Wasser für dessen Teiche abgedreht und ihn damit seiner Existenzgrundlage beraubt hat. Die Trauer über den Tod des Bauern hält sich also in Grenzen, auch bei seinen Hinterbliebenen. Kriminalkommissar Frank Rothe hätte nicht gedacht, dass sein erster Fall im vermeintlich beschaulichen Eichsfeld gleich so verwickelt wird. Hinter den Kulissen des idyllischen Dorfes brodelt es kräftig. Aber wenigstens profitiert seine 16jährige Tochter Jessi davon, dass Frank Rothe mit ihr von Erfurt nach Heiligenstadt gezogen ist. In Erfurt war Jessi, die auf den Rollstuhl angewiesen ist, gemobbt worden, während sie hier einen netten Jungen kennen lernt. Einen sehr netten Jungen. Und den Mord findet sie so spannend, dass sie ganz vergisst, wie gewohnt mit ihrer Behinderung zu hadern. Ich finde, dass dieser Krimi völlig zu Recht den Thüringer Krimipreis 2012 gewonnen hat. Die raffiniert konstruierte Geschichte und die sympathische Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Dass es einige kleinere Ungereimtheiten gibt, hat meinen Lesegenuss nicht beeinträchtigt. Besonders gefallen hat mir als gebürtige Göttingerin das kräftige Lokalkolorit dieses Buches, das die mir bekannte Gegend hervorragend beschreibt. Ich hoffe, dieses Buch ist der Auftakt einer Serie, denn über Frank und Jessi Rothe würde ich gern mehr lesen.

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  • Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

    Falballa

    13. May 2012 um 15:46

    Ich stehe zur Zeit total auf Krimis und deswegen war es für ich auch klar, dass das ein Buch für mich ist. Von Beginn an lernen wir Kommissar Frank Rothe und seine Tochter Jessica kennen, sehr gut sogar. Beide sind unglaubliche Sympathieträger und ein eingespieltes Team. Sie passen gut zusammen und haben Biss, Humor und gemeinsam schon einiges durchgemacht. Ein Umzug aufs Dorf ist nicht gerade das, was sich ein Teenager im Rollstuhl gerade wünscht, aber sie findet sich schnell. Rothe ist der Mann im Buch und auch der einzige der den Fall lösen kann, das wird ziemlich schnell klar. Ich mag ihn unglaublich gerne. Die Geschichte hingegen hat mir nicht ganz so gut gefallen. Er zieht es sich eine Weile und am Ende passiert dann ganz viel auf einmal. Für den Leser ist bis zum Ende nicht ersichtlich wer der Mörder ist, weil er die Informationen nicht bekommt. Für mich war allerdings die Schlussfolgerung relativ - nicht schwierig - aber schon nett konstruiert. In meinen Augen gibt es zuviele Nebenhandlungen, die unbeendet bleiben. Natürlich bleibt so lange undurchsichtig wer es denn jetzt war, aber zu viele Dinge bleiben ungeklärt und unvollständig, das finde ich sehr schade. Schwierig fand ich auch den Umgang mit den Personen. Mal werden sie mit Vornamen, mal mit Nachmanen angesprochen, dann haben sie noch Spitznamen... und jeder spricht jeden anders an.... es hat für mich eine ganze Weile gebraucht, bis ich dann die Vor- und Nachnamen und Familienbande richtig zuordnen konnte. Das hat mich ein bisschen genervt, weil es den Lesefluss gestört hat. Stilistisch ist das Buch wohl eher als einfach geschrieben zu bezeichnen. Es ist eine einfache Sprache benutzt worden und man kann (eigentlich) flüssig lesen. Oft werden witzige Dinge eingebaut, die sprachlich gut umgesetzt sind. Ich finde eigentlich das der Schreibstil potential für eine sehr gute Geschichte hat, allerdings hat mich die Geschichte einfach nicht überzeugt. Ich kann gar nicht so genau beschreiben, warum die Geschichte mir nicht so gut gefallen hat. Am Ende habe ich das Buch zugeklappt und war unzufrieden. Es gibt zu viele Möglichkeiten wer es gewesen sein kann, aber die Personen verhalten sich alle so komisch. Und dann sieht man am Ende, dass ganz viele Personen in der Scheune waren, aber keiner den anderen bemerkt haben will. Dann gibt es neidische und verärgerte Nachbarn, einen adoptieren und einen verlorenen Sohn, und jeder lügt, auch die die es überhaupt nicht waren. Das machte alles lange keinen Sinn, und am Ende war nicht zufrieden damit, wer es letztlich war. Zum Schluss gibt es auch noch einen Epilog, und da wird dann auch die letzte offene Frage geklärt und...auch das find ich doof. Ich kann nicht nachvollziehen wie Rothe auf diese wahnsinnigen Schlussfolgerungen gekommen ist, weil es für den Leser im Buch keine Anhaltspunkte gab. Der Kommissar weiß, glaube ich, mehr als der Leser, so war das miträtseln ein bisschen schwierig. Thematisch ist die Geschichte vom Prinzip ganz gut. Die Beziehungen zwischen den Personen sind seit Jahren miteinander verwoben und sie alle haben den Hintergrund der DDR und des Westens. Denn ein Ort war in der DDR und der nächste im Westen. Es gab eine Flucht, einen Sohn der verlorenen gegangen ist, welche die zurückgeblieben sind, solche die wiederkamen... und ein kleines Dorf in dem jeder jeden kennt und es keine Geheimnisse gibt. Historisch absolut echt und auch das Leben auf dem Land wird authentisch beschrieben, aber alles läuft zu rund. Keine Fehler, keine Macken, keine Rückschläge. Mein Fazit: Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Der Klappentext verspricht mehr als der Text zu bieten hat. Der Schreibstil gefällt mir zwar sehr gut, und auch die Hauptfigur des Kommissar Frank Rothe ist toll, aber die Geschichte wird in meinen Augen insgesamt zu konstruiert!

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  • Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

    Bellexr

    26. April 2012 um 18:03

    Verhängnisvolles Treffen in der Scheune . Auf eigenen Wunsch wird Kriminalkommissar Frank Rothe von Erfurt in das beschauliche Heiligenstadt versetzt. Doch die Ruhe hält nicht lange an als nach einem heftigen Sommergewitter der reiche Großbauer Georg Stahlmann tot in seiner Scheune gefunden wird. Verdächtige gibt es viele, denn Stahlmann, der 1991 in das ehemalige Grenzdorf zurückkehrte, hatte sich in den Jahren einige Feinde gemacht. Frank Rothe als leitender Ermittler stößt bei seinen Nachforschungen nicht nur oftmals auf eine Mauer des Schweigens, sondern muss auch schon bald feststellen, dass sich hinter der friedlichen Fassade des Dorfes einige Abgründe auftun. . Mit viel Lokalkolorit, stellenweise mit feinsinnigem Humor versehen, zudem immer fesselnd und äußert unterhaltsam erzählt Astrid Seehaus ihren Krimi, der meiner Meinung nach zu Recht mit dem Thüringer Krimipreis 2012 ausgezeichnet wurde. . Zwar stehen im Fokus klar Frank Rothe mit seiner körperbehinderten 16-jährigen Tochter Jessi, doch die Autorin wechselt häufig die Erzählperspektiven, sodass man in einem Kapitel durchaus die Story aus Sicht mehrerer Beteiligter erzählt bekommt. Dadurch erhält man nach und nach sehr gut ein Gefühl für das Dorfleben wie auch für die unterschiedlichen Bewohner und stellt schon bald fest, dass das Leben in dem kleinen Dorf durchaus nicht so idyllisch ist wie es auf den ersten Blick scheint, sondern geprägt ist von Intrigen, Neid, Hass und Habsucht. . Da ihr Hauptaugenmerk aber beim Kommissar liegt, ist man nicht nur hautnah bei den schwierigen Ermittlungen dabei, sondern erfährt zwischendurch auch immer mehr von Frank Rothes Privatleben. Hier ist der Autorin die Mischung perfekt gelungen und so nimmt der private Teil zwar immer ein wenig die Spannung heraus, ist aber jederzeit äußerst unterhaltsam erzählt und das liebevolle, aber dennoch nicht so einfache Zusammenleben zwischen Vater und Tochter kurzweilig beschrieben. . Die Krimihandlung entwickelt sich von Anfang an vielschichtig, fast jeder im Dorf scheint ein Motiv für den Mord an Georg Stahlmann zu haben, doch wer letztendlich der Mörder ist und welches Motiv dieser für den Mord hatte, erfährt man erst ganz zum Schluss. Und die Auflösung ist schlüssig umgesetzt. . Auch die Charaktere überzeugen in ihrer realistischen Darstellung durchweg, nehmen schnell Konturen an, haben Ecken und Kanten und wirken stellenweise auch ziemlich rätselhaft in ihrem Verhalten. Was einem als Leser die Tätersuche nicht einfach macht und somit Rätselraten bis zum Schluss garantiert ist. . Fazit: Ein unterhaltsamer und gleichzeitig spannend erzählter Krimi mit einer realistischen und mit viel Lokalkolorit versehenen Story, die bis zum Schluss fesselt und mit authentisch beschriebenen Charakteren überzeugt.

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  • Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

    Ritja

    24. April 2012 um 20:15

    „Tod im Eichsfeld“ von Astrid Sehaus Auf dem Buchcover ist eine kleine Notiz angebracht „Thüringer Krimipreis 2012“. Wenn man so eine Werbung auf einem Buch hat, steigen die Erwartungen gleich noch einmal ein Stückchen mehr. Ist die Autorin wirklich so gut? Das Cover des Buches zeigt schon mal eine düstere Stimmung und die Blitze verweisen auf nichts Gutes. Scheinbar spielt die Geschichte in einer eher verlassenen Gegend und irgendetwas wird mit der Mistgabel geschehen. Schlägt man das Buch auf, so findet man eine Landkarte, die verschiedene Punkte aufzeigt, aber nicht näher erläutert. Da die Karte schwarz-weiß gehalten ist, konnte man die Städte- und Dorfnamen nur schwer lesen, aber für eine grobe Orientierung hat es gereicht. Doch worum geht es in Astrid Seehaus`s Krimi? In einem ruhigen und scheinbar idyllischen Dörfchen namens Böseckendorf brodelt es unter der Oberfläche. Der Großbauer Georg Stahlmann ist nicht wirklich beliebt bei den Dorfbewohnern, aber die meisten haben trotzdem irgendetwas mit ihm zu tun. Hier und da gibt es Streitereien und Familienzwiste und auch die Vergangenheit spielt eine Rolle, denn das Dorf liegt am ehemaligen Grenzweg. Kriminalkommissar Frank Rothe hat sich versetzen lassen. Weg aus Erfurt, weg von den Erinnerungen, weg von den Schmerzen und endlich ein Neuanfang für ihn und seine behinderte Tochter Jessi. Doch er hätte nie gedacht, dass er so schnell in Heiligenstadt an einen Mordfall kommt. Dazu kommen noch Meinungsverschiedenheiten mit dem Kollegen Schneider. Auch scheint es Probleme mit Simone Nolte, einer Kollegin, zu geben. Doch wo soll er anfangen? Und sollte er sich hier wirklich einmischen? Der Mord an Stahlmann rückt die Probleme zu Hause und auf dem Revier nach hinten und nun muss Frank Rothe seinen ersten Fall in Eichsfeld lösen. Immer wieder muss er feststellen, dass die Dorfbewohner ihm nicht die ganze Wahrheit sagen und ihn immer wieder wichtige Details verschweigen. Und so sammelt er ein Puzzlestück ums andere und muss dann eine Feststellung machen, die ihn mehr als überrascht und auch im Revier so keiner erwartet hat. Man weiß bis zum Schluss nicht, wer der Täter war und warum. Je länger man in der Geschichte unterwegs ist, desto mehr erkennt man, dass es hier um vergangene „Altlasten“ geht und so manche Dorfbewohner rücken in ein neues Licht. Astrid Seehaus hat es geschafft die Geschichte angenehm kurz (ca. 203 Seiten) zu halten und sie verliert sich zudem nicht in Nebensächlichkeiten. Gut geschrieben mit interessanten Charakteren, die durchaus noch „Wachstumspotential“ haben und aus meiner Sicht passt die kleine Ecknotiz zum Buch. Ich würde mich freuen, wenn Astrid Seehaus Kommissar Frank Rothe noch mal einen Mord „gönnt“.

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  • Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

    awogfli

    17. April 2012 um 07:42

    Ein guter, solider Kriminalroman aus dem ehemaligen Osten in Thüringen nahe der Grenze. Die Figuren sind sehr liebevoll entwickelt, der Kommissar zieht von Erfurt aufs Land und hat so seine eigenen Probleme als Alleinerzieher in Form einer querschnittgelähmten und pubertierenden Tochter. In der Polizeidienststelle und auf dem Land muss er sich noch einleben inkl. Querelen und Intrigen - diese Konstellation habe ich in letzter Zeit leider schon ein bisschen zu oft gelesen. Dann noch eine zarte beginnende Liebesgeschichte, auch etwas zu romantisch beschrieben, gezielt auf das weibliche Publikum ausgerichtet, dieser Genre Mix gefällt mir persönlich immer überhaupt nicht, aber das ist meine rein persönliche Meinung. Der Krimiplot ist wirklich traumhaft konstruiert und die eigentliche Stärke des Romans: Einige Verdächtige, die auf ein Familiendrama schließen lassen und überraschende Wendungen am Schluss, machen die Geschichte letztendlich zu einem richtigen Lesevergnügen. Eigentlich sollte deshalb wieder einen halben Stern dazugeben - also exakt 3,5 Sterne (geht aber leider nicht) Fazit sprachlich einfacher, guter Krimi mit großen Stärken in der Dramaturgie.

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  • Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

    Tru1307

    14. April 2012 um 09:19

    Mit dem Kriminalroman _Tod im Eichsfeld_ wird der Leser in die gleichnamige thüringische Landschaft entführt, die wirklich besonders ist. In dem Gebiet rund um Heiligenstadt gibt es viele kleine Ortschaften und in einem wird Georg Stahlmann auf seinem Hof erstochen. Mögliche Verdächtige gibt es in der Geschichte jede Menge, denn praktisch jede Person in der Umgebung hatte ein Problem mit dem Bauern. So erlebt man die Mordnacht auch gleich aus mehreren Perspektiven, wobei natürlich erst ganz zum Schluss aufgeklärt wird, wie genau der Mord passiert ist und wer daran beteiligt war. Die Stimmung wird toll eingefangen, denn in der Mordnacht kommt ein großes Sommergewitter auf, was die Dramatik unterstreicht. Sehr gut fand ich den Einstieg in die Geschichte. Zum einen wird der Leser direkt mitten ins Geschehen geworfen und zum anderen erfährt man direkt von Beginn an auch viel über Kriminalkommissar Frank Rothe. Dieser hat seine Frau verloren und seine Tochter sitzt im Rollstuhl und kapselt sich von ihm ab. Sein Beschluss sich von Erfurt nach Heiligenstadt versetzen zu lassen, ist daher verständlich. Spätestens nach den ersten Gesprächen zwischen Vater und Tochter ist man eingenommen und mag diesen Kommissar einfach. Über das gesamte Buch gibt es auch immer wieder kleine private Einschübe, so dass man nicht nur einen Mord aufgeklärt bekommt, sondern auch miterlebt, wie sich Vater und Tochter weiterentwickeln. Der Krimi geht an dieser Stelle in die Tiefe, was ich gar nicht so erwartet hatte. Das Buch hat mich von Beginn an total gefesselt. Ich habe es praktisch in einem Rutsch gelesen und konnte bis zum Schluss mitfiebern, wer Georg Stahlmann nun ermordet hat. Es gab eine Vielfalt an möglichen Motiven und jedes Motiv war für mich auch logisch. Bis zum Ende tappt man als Leser im Dunkeln, was für mich ein Indiz für einen richtig gelungenen Krimi ausmacht. *Bewertung* Einer der besten Krimis, den ich in den letzten Wochen gelesen habe. Hier wurde alles richtig gemacht. _Tod im Eichsfeld_ wurde völlig zu Recht mit dem 1. Thüringer Krimipreis ausgezeichnet. Ich hoffe jetzt auf Folgebände zu Frank Rothe, denn dieser Ermittler ist einfach so sympathisch, dass man gerne mehr von ihm lesen möchte.

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  • Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

    dark_angel

    12. April 2012 um 09:49

    Kriminalkommissar Frank Rothe, der gerade von Erfurt nach Heiligenstadt versetzt wurde, bekommt es gleich mit einem brutalen Mord zu tun. Georg Stahlmann ist auf seinem Hof nämlich mit einer Mistgabel erstochen worden. Erschwert werden die Ermittlungen nicht nur dadurch, dass die Tat während eines Gewitters geschah und damit viele Spuren verwischt wurden, sondern auch durch die Bewohner des Dorfes selbst. Frank Rothe wird schnell klar, dass der wohlhabende Großbauer Stahlmann so einige Feinde hatte und dass die Alteingesessenen nicht gerne mit Fremden reden. Astrid Seehaus ist ein spannender einheimischer Krimi gelungen, der im thüringischen Heiligenstadt spielt. Der Krimi ist historisch gut recherchiert und der Autorin gelingt es von der ersten Seite an, dass der Leser das Gefühl hat, sich vor Ort zu befinden. Die Charaktere werden im Laufe der Handlung eingeführt, so dass keine Zeit verloren geht. Der Schreibstil ist einfach gehalten, so dass sich der Krimi schnell lesen lässt und gleichzeitig spannend bleibt. Der Leser darf gemeinsam mit Kriminalkommissar Rothe ermitteln, wer der Mörder ist und blickt zeitgleich hinter die Fassade eines scheinbar friedlichen Dorfes. Denn unter der Oberfläche brodelt es schon seit langem. Hass, Gier und Neid haben nur darauf gewartet, an die Oberfläche zu gelangen. Außerdem darf der Leser auf Machtkämpfe auf der Polizeiwache gespannt sein.

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  • Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

    martina_turbanisch

    30. March 2012 um 10:52

    Kriminalkommissar Frank Rothe hat es nicht leicht. Bisher wohnte er mit seiner 16jährigen Tochter Jessi in Erfurt. Seit einem Unfall, bei dem ihre Mutter, Franks Ehefrau, starb, sitzt Jessi im Rollstuhl. All die Schwierigkeiten die die Pubertät sowieso schon mit sich bringt, werden so beinahe verdoppelt. Frank Rothe beschließt mit Jessi die gewohnte Umgebung und damit auch alle schweren Erinnerungen hinter sich zu lassen und mit Jessi einen Neuanfang zu wagen und zwar in der Provinz, genauer gesagt in Heiligenstadt. Jessis Begeisterung hält sich deutlich in Grenzen, aber Frank Rothe setzt darauf, das sie sich schon einleben wird. Auch er selbst muss sich an seine neuen Kollegen und deren Eigenarten erst gewöhnen, doch dazu bleibt ihm wenig Zeit. Im beschaulichen Böseckendorf wird während eines heftigen Gewitters der Landwirt Stahlmann brutal ermordet und Rothe und sein Team übernehmen die Ermittlungen. Schnell muss Frank Rothe feststellen das hinter der friedlichen, ländlichen Idylle sich Abgründe auftun, die mehr als nur einen Verdächtigen hervorbringen. Stahlmann war alles andere als beliebt und hinter der dörflichen Fassade brodeln Hass, Neid und Gier und etliche alte Geschichten bergen jede Menge Motive. Mein Fazit: Tod im Eichsfeld lässt sich wunderbar leicht lesen, trotzdem bleibt das Buch bis zum Schluß spannend. Es ist in viele kleine Kapitel unteteilt, die das Buch chronologisch aufteilen, was es einfach machen würde zwischendurch mal eine Lesepause einzulegen. Ich habe Tod im Eichsfeld aber kaum aus der Hand gelegt und es fast in einem Rutsch durchgelesen :-) Das Buch startet mit einem heftigen Disput zwischen Jessi und ihrem Vater, Kriminalkommissar Frank Rothe. Jessi leidet darunter im Rollstuhl zu sitzen, Frank leidet darunter ihr nicht wirklich helfen zu können und der Streit zwischen den beiden bringt mir als Leser die Vorgeschichte von Vater und Tochter auf interessante, manchmal recht witzige Weise näher. Auch die wesentlichen Charaktereigenschaften der beiden werden hier präsentiert, ohne mich zu langweilen. Der Umzug von Jessi und Frank in die Provinz soll die beiden wieder ein bisschen näher bringen und ein Neuanfang sein. Sowohl der manchmal recht verzweifelte Vater wie auch seine pubertäre, schlagfertige Tochte sind mir auf Anhieb sympathisch. Die Probleme die beide beim Eingewöhnen haben, ziehen sich als roter Faden durch das ganze Buch. Der Kriminalfall, der Mord an Landwirt Stahlmann ist gut konstruiert und im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Motive und immer mehr Verdächtige zum Vorschein. Hier werden dann auch meine leichten Vorurteile gegen das Leben auf dem Dorf bedient :-) Friedlich und idyllisch ist es hier nur vordergründig und ich fühle eine leichte Sympathie für den mir noch unbekannten Täter, je mehr ich über das Opfer und seine Nachbarn erfahre. Mir gefällt Astrid Seehaus’ Schreibstil ausgesprochen gut. Er ist flott, lässt sich flüssig lesen, ihre Charaktere sind sehr lebendig beschrieben und obwohl ich noch nie in Thüringen, geschweige denn in Böseckendorf war, fühle ich mich dank der Beschreibungen von Land und Leuten schnell heimisch. Tod im Eichsfeld ist Astrid Seehaus erster Krimi und ich hoffe es bleibt nicht ihr letzter Krimi – gerne auch wieder mit denselben Protagonisten :-)

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