Astrid Waliszek Der Fisch ist ein einsamer Kämpfer

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Inhaltsangabe zu „Der Fisch ist ein einsamer Kämpfer“ von Astrid Waliszek

"Auf einmal fand ich, dass es mir gut geht." Topolina liebt die Kunst. Sie liebt Bücher. Aber Menschen liebt sie nicht. Die frühere Künstlerin arbeitet als Putzfrau in der Wohnung einer Pariser Familie. Eines Tages findet sie dort unter der Bettdecke eine Nachricht des kleinen Sohnes für sie. Es ist nur eine harmlose Bitte, doch sie stellt Topolinas Leben auf den Kopf. "Guten Tag, Madame, kannst du bitte das Wasser von meinem Fisch auswechseln? Ich kann das nicht." Mit dieser Botschaft beginnt der Briefwechsel zwischen Topolina und dem achtjährigen Sohn ihrer Arbeitgeberin, von dem sie nur ein Foto kennt. Sie verstecken ihre Zettel füreinander an wechselnden Orten - unter dem Kopfkissen, in der Waschmaschine, in Hosentaschen. Obwohl sich Topolina von den Menschen zurückgezogen hat, erobert der Junge ihr Herz und bringt sie sogar dazu, ihr künstlerisches Schaffen wieder aufzunehmen. Bald wird Topolina nur noch von einem Wunsch beseelt: den Jungen leibhaftig kennenzulernen. Doch für dieses Vorhaben muss sie über einen dunklen Schatten springen, den die Vergangenheit auf ihr Leben wirft.

Ein besonderes Kleinod ist dieses Buch! Sein Reiz liegt in der Poesie der Sprache und in seiner Unaufgeregtheit.

— Misteringreen
Misteringreen

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  • Es muss nicht immer Action sein

    Der Fisch ist ein einsamer Kämpfer
    Misteringreen

    Misteringreen

    25. July 2014 um 16:48

    Ein besonderes Kleinod ist dieses Buch! Sein Reiz liegt in der Poesie der Sprache, in seiner Unaufgeregtheit und dem Blick eines Menschen auf sich und in sich mit allen damit verbundenen Empfindungen und Gedanken. Ein wundervolles Buch zum abschalten und zur Ruhe kommen...mal keine Action, Spannung und Reizüberflutung sondern ein Besinnen auf den Moment.

  • Ein Buch, das durch die leise Töne überzeugt

    Der Fisch ist ein einsamer Kämpfer
    Kerstin-Scheuer

    Kerstin-Scheuer

    Topolina ist 64 Jahre alt, arbeitet tagsüber als Putzfrau, abends belegt sie Sandwiches in einer Bar. Davon abgesehen führt sie ein sehr zurückgezogenes Leben. Sie spricht nicht, redet nicht, fühlt und lebt nicht wirklich. Bis der Sohn der Familie, in der sie putzt, ihr einies Tages einen Zettel hinterlässt, auf dem er sie darum bittet, seinem Fisch das Wasser zu wechseln. Zwischen den beiden entwickelt sich ein reger "Brief-" Kontakt und Topolina findet mehr und mehr ins Leben zurück. Ich gebe zu, dass ich mir unter diesem Buch etwas anderes vorgestellt hatte - etwas "leichteres". Tatsächlich ist das Buch jedoch auf sprachlich hohem Niveau geschrieben. Hier sitzt jedes Wort so, als sei es lange und wohlbedacht aufgewählt und gesetzt worden, was vermutlich auch der Fall ist. Zudem gibt es zeitliche Sprünge. Immer wieder werden Dinge nur kurz angerissen; ganze Stunden nur in einem Satz zusammengefasst. Dies macht es zeitweise schwierig zu folgen. Hinzu kommt, dass der Roman in Ich-Form aus Sicht von Topolina geschrieben wurde, die gerne einmal ins Plaudern gerät und vom eigentlichen Thema abschweift. Auch das macht die Lektüre nicht unbedingt einfacher. Allerdings bietet die Perspektive den Vorteil, dass man den Topolinas leisen, schleichenden Wandel viel näher miterleben kann, als in jeder anderen Perspektive. "Der Fisch ist ein einsamer Kämpfer" ist ein Buch der leisen Töne. Man muss sich darauf einlassen, muss gut beobachten und eigene Schlussfolgerungen ziehen. Waliszek zwingt den Leser zur eigenen Denkleistung. Das strengt natürlich an. Dann aber, wenn man sich darauf einlässt, ist es ein Buch, welches eine erstaunliche Dynamik entwickelt und durchaus zu überraschen weiß. Ich bereue nicht, es gelesen zu haben, auch wenn es ganz anders war, als erwartet.

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    Sabine17

    Sabine17

    30. March 2014 um 21:51