In „Gentlemen unerwünscht“ trifft man auf Elouise Hartwell – eine junge Frau, die sich zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, innerer Unruhe und höflich verpackter Rebellion bewegt. Sie lehnt die Rolle als passives Objekt männlicher Aufmerksamkeit ab und hinterfragt die Konventionen um sie herum. Elouise ist jemand der sich verstanden fühlen will. Die Dialoge tragen diesen Anspruch sehr gut.
Stilistisch überzeugt der Roman. Die Gespräche sind pointiert. Hinter jeder höflichen Bemerkung verbirgt sich ein kleiner Angriff, ein Rückzug oder ein verborgener Wunsch.
Inhaltlich entwickelt sich der Roman langsam. Im Zentrum stehen soziale Spiele, innerer Widerstand, das Abwägen zwischen Pflicht und persönlichem Empfinden.
Die Autorin gibt direkt den Hinweis, dass sich der Roman an Stolz und Vorurteil anlehnt.

