Astrida Wallat

 4.7 Sterne bei 40 Bewertungen
Astrida Wallat

Lebenslauf von Astrida Wallat

Astrida Wallat wurde am 20. Mai 1975 in Nürnberg geboren. Sie studierte Germanistik, Theologie und Romanistik in Würzburg und Urbino, wo sie die Feinheiten des italienischen Alltags von Amore über Berlusconi bis Zabaione kennenlernte. Sie lebt bei Stuttgart und ist im Projektmanagement tätig.

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Die Ringe bitte!

Die Ringe bitte!

 (3)
Erschienen am 15.03.2013

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Rezension zu "Pikkolo und Panettone - Famiglia Maiotti tischt auf" von Astrida Wallat

stratosferico-galaktisch witzige, lebhafte und rührende Geschichte
Antekvor 3 Jahren

Ich liebe italienische Geschichten und deshalb ist mir dieses Cover schon ins Auge gesprungen. Zum Glück, denn ich hatte wirklich super vergnügliche Unterhaltung mit dieser chaotischen  Weihnachtsgeschichte der besonderen Art.

Die Autorin Astrida Wallat setzt den Leser mit "Pikkolo und Panettone" mitten in eine  deutsch-italienische Familie. Schon mit dem Aufeinandertreffen dieser beiden Mentalitäten ist das eine oder andere Problem vorprogrammiert. Wenn es jetzt aber zu Weihnachten auch noch heißt, die ganze Familie trifft sich, ist das Chaos perfekt. Hier ist man live beim Weihnachtschaos der Famiglia Maiotti mit dabei. Betrachten darf man das Ganze mit den Augen von Tochter Anna, die die Geschichte lebhaft aus der Ich-Perspektive erzählt.

Ich liebe Italien, die italienische Sprache, auch wenn ich sie selbst leider nicht spreche, das leckere Essen, das ganz besondere Temperament und alles andere, was das Land noch so Tolles zu bieten hat. Dieses italienische Flair sprudelt aus dieser Komödie wirklich auf jeder Seite nur so heraus. Ich habe jede einzelne Seite mit äußerst großem Vergnügen gelesen. Richtig gut hat mir gefallen, dass auch viele italienische Begriffe mit einfließen. Noch besser war, dass ich keinerlei Verständnisprobleme hatte, weil eine Übersetzung stets perfekt in den Text eingebaut ist. So habe ich sogar noch den einen oder anderen Begriff dazugelernt, super!

Die Charaktere sind einfach grandios gezeichnet. In die 23jährige Anna, die die Geschichte erzählt, konnte ich mich super gut hineinversetzen. Stets steht „la famiglia“ im Mittelpunkt und sie zieht dabei wirklich oft den Kürzeren, nicht nur wenn es darum geht Nonna auf dem Weihnachtsmarkt zu suchen, Taxidienst oder für Patensohn Ugolino Freizeitmanager zu spielen. Ihre jüngere Schwester Maura ist mit deutlich mehr Selbstbewusstsein ausgestattet und bleibt daher eher unbehelligt. Außerdem ist sie wegen Liebeskummer und oder Magenproblemen nicht zu wirklich viel zu gebrauchen. Tränen gelacht habe ich über Nonna (Oma) Elsa, die die Famiglia fest im Griff hat, was man ja schon an der Getränkewahl sieht, für sie Prosecco, für den Rest der Familie gibt es den Kamillentee. Aber dafür knetet sie auch kräftig den Sauerteig für die Panettone, ohne die es an Weihnachten absolut nicht geht. Auch ihr abergläubischer Göttergatte Nonno Corrado hat mich oft mit seinen Deutungen der Tarotkarten und seinem Aberglauben zum Schmunzeln gebracht. Bei Cousin Angelo und seine Frau Arianna, die mit Sohn Ugolino und Töchterchen Savia anrücken, werden Geheimnisse gelüftet, mit denen niemand gerechnet hat, schon gar nicht Tante Gina und Onkel Franco, Angelos Eltern. Richtig schmunzeln musste ich über die ausgebuffte Uroma Fabiola, die zwar in Italien im Altenheim sitzt, aber ganz genau weiß, wie sie die Familie in Unruhe versetzen kann. Auch mit dabei, wenn auch ungern, sind Mama Silkes Eltern, Oma Lieselotte und Opa Franz. Erwähnen muss ich unbedingt noch die schwäbischen Nachbarn, die Schäberles, die nicht nur mit dem Pochen auf die Kehrwoche in der Straße für Ordnung sorgen. Ach ja und der sympathische Medizinstudent Peter sollte auch noch erwähnt werden.

Sehr gut hat mir gefallen, dass jedes Kapitel mit einer Redensart beginnt bzw. unter deren Motto steht. So wird hier nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird oder der Besuch ist einfach wie Fisch, der nach drei Tagen stinkt. Natürlich gibt es diese Sprichwörter auch immer sowohl in deutscher als auch in italienischer Ausführung.

Die Geschichte liefert eine richtig bunte Mischung. Man erfährt von italienischen Weihnachtsbräuchen, wie dem Ceppo di natale, dem Entzünden eines Weihanchtsholzscheites an Heiligabend oder dem Besuch des Babbo Natale, der am 1. Weihnachtsfeiertag die Geschenke bringt. Da nur Essen in dieser Familie jede Situation rettet, wird natürlich auch viel gekocht, gebacken und gegessen. Mir ist nicht nur einmal das Wasser im Mund zusammengelaufen. Für Hobbyköche finden sich sogar einige Rezepte im Anhang, sodass man auch selbst probieren kann. Traditionen treffen aufeinander. Wenn man sich nicht einigen kann, ob bayrische saure Zipfel oder doch die italienische Fischsuppe, dann gibt es schon mal beides. Aber nicht immer ist es so einfach alle unter einen Hut zu bekommen und dann gibt es auch Krach, mit genügend Temperament sind sowieso alle ausgestattet. Außerdem gibt es zahlreiche Pannen und witzige Szenen, die einen ganz viel schmunzeln lassen. Auch das Herz wird nicht vergessen und neben der Off/ On Beziehung zwischen Maura und Sammy, inspirieren der eine oder andere Santa Claus Cocktail sogar die sonst männertechnisch so kommunikationsscheue Anna dazu, dass sie ihre wenig schmissigen Antworten gegen flotte Sprüche austauscht.

Alles in allem hat die Autorin hier ein wirklich tolles Weihnachtspaket geschnürt, das mich bestens unterhalten hat. Wirklich begeisterte 5 Sterne!

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littleowls avatar

Rezension zu "Pikkolo und Panettone - Famiglia Maiotti tischt auf" von Astrida Wallat

Pikkolo und Panettone - Famiglia Maiotti tischt auf
littleowlvor 3 Jahren

Worum geht’s?

In der deutsch-fränkischen Familie Maiotti ist eigentlich immer was los, doch an Weihnachten herrscht sogar noch mehr Chaos als sonst. Denn über die Feiertage findet sich die ganze Sippe in der Casa Maiotti ein, sehr zum Leidwesen von Protagonistin Anna Maiotti. Wie erwartet jagt auch dieses Jahr eine Katastrophe die nächste: Anna verliert Nonna Elsa auf dem Weihnachtsmarkt, Schwester Maura hat Liebeskummer, Oma Liselotte vergisst die Weihnachtsgans im Zug und ist tödlich beleidigt, weil sie und Opa Franz dieses Jahr im Keller schlafen müssen. Doch als kurz vor Heiligabend plötzlich Annas Patensohn Ugolino spurlos verschwunden ist, sind für den Moment alle Probleme vergessen. Und wer weiß, vielleicht hat Dauer-Single Anna ja wirklich endlich Glück in der Liebe, wie es Nonno Corrados Tarotkarten vorausgesagt haben.

Meine Meinung

Zwischen all den kitschigen Weihnachtsromanen, die derzeit die Buchläden überschwemmen, ist „Pikkolo und Panettone“ auf jeden Fall eine erfrischende Abwechslung. Mit viel Herz und Humor beschreibt Astrida Wallat den Vor-Weihnachts-Wahnsinn in der Familie Maiotti. Der Roman ist wirklich unglaublich witzig zu lesen, ich konnte teilweise gar nicht mehr aufhören zu lachen. Besonders die Dialoge sind einfach herrlich und der Deutsch-Italienisch-Mix bei manchen Familienmitgliedern sorgt zusätzlich für Komik.

Dabei greift die Autorin natürlich auch Klischees von „typisch deutschen“ und „typisch italienischen“ Verhaltensweisen auf, zum Beispiel sind die Nachbarn der Maiottis genauso, wie man sich superkorrekte deutsche Spießbürger vorstellt. Die Autorin walzt diese Vorurteile aber nicht einfach aus, sondern spielt ganz bewusst mit ihnen. Anna ist zum Beispiel schon ziemlich genervt davon, dass immer alle vom letzten Italienurlaub schwärmen müssen, sobald ihre Herkunft zur Sprache kommt. Gut gefallen hat mir auch, dass jedes Kapitel mit einer Redewendung – auf Deutsch und auf Italienisch – beginnt. Außerdem lässt die Autorin immer wieder italienische Begriffe einfließen und schafft es sogar, die Übersetzung elegant in den Text einzubauen.

Weil kurz vor Weihnachten mehr als ein Familienmitglied mit Problemen zu kämpfen zu hat, gibt es quasi mehrere Handlungsstränge. Auf ein paar Standard – Chick-Lit – Versatzstücke konnte die Autorin nicht verzichten, besonders in Bezug auf Anna Liebesleben, aber einen Mangel an überraschenden Wendungen kann man ihr wirklich nicht vorwerfen. Alles in allem habe ich mich bis zum Schluss sehr gut unterhalten gefühlt. Am Ende fliegen dann in einem wunderbar unkitschigen, turbulenten Finale nach und nach alle Geheimnisse auf.

In der Familie Maiotti ist die unsichere Anna meist diejenige, die durch die Gegend gescheucht und für unliebsame Pflichten eingespannt wird. Manchmal hätte ich ihr schon ein bisschen mehr Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen gewünscht. Allerdings ist Anna ein so herzensguter, gutmütiger und hilfsbereiter Mensch, dass man eigentlich gar nicht anders kann als sie liebzuhaben. Der Roman wäre aber nicht halb so gut ohne die vielen unvergesslichen Nebenfiguren. Da ist zum Beispiel Nonna Elsa, eine italienische Bilderbuch-Matriarchin und unangefochtene Herrscherin über die Küche der Maiottis. Oder ihr Ehemann Corrado, der den ganzen Tag über Horoskopen oder Tarotkarten sitzt, obwohl niemand außer ihm selbst seine Vorhersagen ernst nimmt. Und natürlich Annas egozentrisch – charmante Schwester Maura, die kurz vor Weihnachten noch mehr Süßigkeiten futtert als sonst, während sie die Beziehung mit Freund Sammy zu retten versucht. Ein bisschen traurig war ich schon, als ich ihnen und den anderen Maiottis am Ende Lebewohl sagen musste.

Fazit

Ein herrlich witziger, turbulenter Weihnachtsroman! Ich würde mich sehr über ein Wiedersehen mit Anna und den anderen Maiottis freuen!   

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LiebezuBuecherns avatar

Rezension zu "Pikkolo und Panettone - Famiglia Maiotti tischt auf" von Astrida Wallat

Unterhaltsame Weihnachtsgeschichte
LiebezuBuechernvor 3 Jahren

Wenn Weihnachten naht, dann fängt das Chaos erst an. So auch bei der deutsch-italienischen Familie Maiotti, die zusammen mit der ganzen Verwandtschaft unterm deutschen Weihnachtsbaum feiern will. Und in diesem Jahr steht der Heilige Abend anscheinend unter einem ganz besonders schlechten Stern. Die Großmutter vergisst die Weihnachtsgans im Zug, Maura hat Liebeskummer und kurz vor der Bescherung verschwindet auch noch der kleine Ugolino spurlos. Die planvoll chaotische Welt der Maiottis gerät plötzlich ins Wanken, und während alle fieberhaft nach Ugolino suchen, kommen überraschende Geheimnisse zutage.

Wenn man an italienische Großfamilien denkt, dann hat man ja immer ein bestimmtes Bild im Kopf. Mir geht es da zumindest so. Als ich in diesem Buch bei Familie Maiotti zu Gast war, hat sich dieses Bild bestätigt und ich hatte wunderbare Stunden voll Lesevergnügen und einige Lachmuskeln, die tatsächlich ziemlich strapaziert wurden.
Alle Figuren fand ich wunderbar gelungen, aber besonders die Nonna war wirklich großartig. Hier sprühen wirklich alle Seiten voll Witz und Humor, man muss ganz oft schmunzeln, mag das Buch kaum zur Seite legen und denkt mit Sorge daran, welches Chaos bei einem Selbst ausbrechen wird, weil dies und jenes noch erledigt werden muss. Selbstverständlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und alt gehegte Geheimnisse werden gelüftet. Eine große Portion von allem was dazugehört und es ist ganz wunderbar. 
Durch die bildhafte und tolle Sprache von Astrida Wallat wird sofort das Kopfkino angeworfen und man fühlt sich als stiller Beobachter dieser chaotischen und bunten Familie pudelwohl. Man möchte sie schlicht nicht verlassen und ist deswegen umso trauriger, wenn die Geschichte doch endet.

Am besten sollte man sich auch einen Pikkolo aufmachen, einen Panettone anschneiden und dann dieses Buch genießen. Das geht jetzt, das geht aber auch später, denn diese Geschichte ist so komisch und wunderbar, dass man sie gar nicht unbedingt im Winter lesen müsste. Kommt wegen des Weihnachtsfeelings aber natürlich etwas besser. 
Wunderbar fand ich es, dass die Autorin viele Sprichwörter, Phrasen und einzelne Wörter aus dem Italienischen so beibehalten hat. Ein bisschen Sprache lernen war nie so unterhaltsam, wie es in diesem Buch war. Ein kleines Extra gibt es aber auch, denn am Ende verrät die Autorin noch ein paar italienische Weihnachtsrezepte, die auch im Buch eine Rolle gespielt haben. Wer also auf den Geschmack gekommen ist, der kann direkt von der Lesecouch in die Küche wandern und den Kochlöffel schwingen. 
Dieses Buch ist kein literarisches Meisterwerk, sondern schlicht eine ganz tolle Geschichte mit sehr großem Unterhaltungsfaktor. Man sollte sie unbedingt lesen, denn dann wird man sie genießen, man wird lachen, man wird begeistert sein und das sind alles Dinge, die ein gutes Buch idealerweise ausmachen.

Fazit: Wer auf der Suche nach einem unterhaltsamen Roman für die Weihnachtstage ist, der sollte sich unbedingt dieses Buch besorgen. Selten habe ich so viele gelacht, wie beim Lesen dieser Lektüre. Wunderbare Charaktere, eine wunderbare Geschichte, ganz viel Humor und eine echte Empfehlung.

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Gespräche aus der Community

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An alle Italien- und Weihnachtsfans!

Non c'è mai due senza tre – aller guten Dinge sind drei:

Der Endspurt in Richtung Weihnachten beginnt: Nach der wunderbaren Leserunde verlose ich passend zum 1. Dezember drei signierte Exemplare meiner deutsch-italienischen Weihnachts-Familienkomödie »Pikkolo und
Panettone«.
In dem heiteren Buch geht es sehr viel um Alltagswahnsinn und Sprichwörter. Wenn Du die Famiglia Maiotti gerne kennenlernen möchtest: 

Nenn mir einfach Dein Lieblingssprichwort und erklär, warum es Dir so gut gefällt. Oder beschreib eine kleine Alltagsszene mit Deiner Familie, die Du nie mehr vergessen hast.

In diesem Sinne: Buona fortuna! Viel Glück!
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Letzter Beitrag von  Antekvor 3 Jahren
Meine Rezi ist hier und bei Amazon unter Elke Seifried online gegangen. http://www.lovelybooks.de/autor/Astrida-Wallat/Pikkolo-und-Panettone-Famiglia-Maiotti-tischt-auf-1199731391-w/rezension/1215804316/ An der Stelle sage ich auch hier noch einmal DANKE für diese tolle Geschichte, die mich wirklich ganz super unterhalten hat. Ich hatte unheimlich viel Spaß und habe mir ein bisschen Italien ins Wohnzimmer geholt.
Zur Buchverlosung
AtlantikVerlags avatar

Astrida Wallat: Pikkolo und Panettone. 

Famiglia Maiotti tischt auf


Eine deutsch-italienische Familienkomödie mit allerlei Turbulenzen.

Wenn Weihnachten naht, ist das Chaos nicht fern. So auch bei der deutsch-italienischen Familie Maiotti, die das Fest mit der ganzen Verwandtschaft unterm deutschen Weihnachtsbaum verbringen will. In diesem Jahr steht der Heilige Abend offenbar unter einem besonders schlechten Stern: Großmama vergisst die Weihnachtsgans im Zug, Maura hat Liebeskummer, und kurz vor der Bescherung verschwindet der kleine Ugolino spurlos. Mit einem Mal gerät die planvoll chaotische Welt der Maiottos ins Wanken. Und während alle fieberhaft nach Ugolino suchen, kommen überraschende Wahrheiten zutage...

Seid ihr im Herzen Italiener? Endet auch euer Weihnachten gerne mal im Chaos? Lest ihr gern turbulente Familiengeschichten? Dann seid ihr hier genau richtig! Wir freuen uns, euch diese rasante Familienkomödie vorstellen zu dürfen und laden euch herzlich ein, mit uns und der Autorin Astrida Wallat ihren Roman »Pikkolo und Panettone« zu lesen und zu diskutieren. Dafür stellen wir 25 Leseexemplare zur Verfügung! Bewerbt euch bis einschließlich 9. Oktober und erzählt uns was eure Familie so liebenswert macht!

Zur Autorin: Astrida Wallat, geboren 1975, studierte Germanistik, Theologie und Romanistik in Würzburg und Urbino, Italien, wo sie neben der Sprache auch die Feinheiten des mediterranen Alltags kennenlernte. Sie ist im Projektmanagement tätig und lebt in Stuttgart.
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Letzter Beitrag von  Cappuccino-Mamavor 3 Jahren
Für mich ist heute ein schwerer Tag, denn die Syrer müssen heute alle zu ihrer Verhandlung. Normalerweise müsste es ja alles klappen, aber ich habe mir schon die Augen aus dem Kopf geheult. Aber Eissa meint, er hätte da keine Angst vor diesem Gerichtstermin und ich solle mir da keine Sorgen machen - ich fürchte nur, dass das eine große psychische Belastung ist, weil da alles wieder hochkommt. Und woher er die ein oder andere Narbe hat, das kann ich mir vorstellen. Gestern haben wir gemeinsam den Baum in der Kirche geschmückt, Plätzchen hat er mit uns gebacken, Weihnachtslieder singt er begeistert mit. Die Bronchitis haben wir mit viel Liebe, heißem Tee, einem gemütlichen Schlafplatz auf der Couch überstanden. Und glücklicherweise möchte er nie mehr nach Syrien zurückkehren. Mit seinen 23 Jahren ist er wirklich sehr charakterstark. Leider werden einige der Syrer wohl in absehbarer Zeit das Heim verlassen - ich darf gar nicht daran denken, denn sie sind mir ans Herz gewachsen meine Jungs. Ich bin eben eine Mama, die nur schwer loslassen kann. Und ein Satz von Eissa brachte mich fast zum Weinen: Sie haben unser Leben zum Leuchten zu bringen wieder .... mit Liebe und Frieden .... wir alle lieben dich. Ich freue mich immer, wenn ich den Syrern begegne, höre ihnen gerne zu, auch wenn ich oft nur einen Bruchteil davon verstehe, und selbst Mensch-ärgere-dich-nicht spielen, macht Spass. Sobald man ins Heim kommt, wird man bewirtet, willkommen geheißen und natürlich wird auch viel gescherzt und gelacht. Und selbst in Syrien war Aleppo vor dem Krieg wunderschön weihnachtlich geschmückt - ich habe schon viele Fotos aus Aleppo gesehen - was war das für eine schöne Stadt. Kein Wunder, dass Eissa ein totaler Weihnachtsfan ist. Und ich hoffe, dass unsere Freundschaft für immer hält, und er mein Schwiegersohn wird. Babba Noel und Santa Clause kennt man übrigens sogar in Syrien.
Zur Leserunde
Astriduccias avatar
Liebe Lese- oder vielleicht besser Schenkfreunde ...
darf ich vorstellen? Das Buch ist zwar schon etwas älter, aber in gewisser Weise zeitlos. 
Es ist meine erste selbst zusammengestellte Anthologie, in der ich neben Größeren und Kleineren der Weltliteratur unter verschiedenen Pseudonymen auch selbst ein paar Geschichterln veröffentlicht habe. Die sind - ähnlich wie ich es später in meinem  Roman "Pikkolo und Panettone" im Großen verwirklicht habe - ein bisschen heiter, ein bisschen nachdenklich. Und eine davon handelt, wie sollte es anders sein, sogar von Italien. Wer will, darf raten!
Das ist kein Buch zum Durchlesen, sondern eher eins zum Schmökern, Überblättern, Hängenbleiben. Und natürlich zum Verschenken! 
Zum Beispiel statt einer Hochzeitskarte anlässlich des schönsten Tags im Leben eines Lieben Menschen!
In diesem Sinne viel Spaß beim Entdecken!
Eure Astriduccia
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Astrida Wallat wurde am 20. Mai 1975 in Norimberga (Deutschland) geboren.

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