Atia Abawi

 4.5 Sterne bei 17 Bewertungen

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A Land of Permanent Goodbyes

A Land of Permanent Goodbyes

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Erschienen am 23.01.2018
The Secret Sky

The Secret Sky

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Erschienen am 02.06.2015

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Bibilottas avatar

Rezension zu "Der geheime Himmel Eine Geschichte aus Afghanistan" von Atia Abawi

berührend, erschreckend und doch auch sehr eindrucksvoll
Bibilottavor 10 Monaten

Dieses Cover und der dazugehörige Klappentext hatten mich sofort gefangen – und eigentlich hätte ich sofort reinlesen wollen, als ich es gesichtet hatte. Aber das musste ein wenig warten… aber jetzt, da ich die Geschichte durch habe … bin ich einfach nur geflasht.

Die Autorin selbst hat einen Bezug zu Afghanistan. Ihre Eltern sind afghanischer Abstammung und konnten dahingehend bestimmt allerhand erzählen und eigene Erfahrungen übermitteln – was bestimmt teilweise mit in die Geschichte eingeflossen ist.

Der Schreibstil ist sehr altersgerecht gehalten, so kam ich super und leicht rein und konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen. Dass es hier auch mit afghanischen Worten gearbeitet wurde fand ich besonders stimmig, man bekommt ein wenig einen Einblick auf die Sprache – zumal im Glossar hinten alles erklärt wurde. So bekam man doch ein sehr gutes Gefühl für das Land, die Leute und die Kultur an sich. Es machte die Geschichte einfach perfekt – wie ich finde – und vor allem sehr interessant.

Gleich zu Beginn bekommt man von der Autorin einen persönlichen Einblick – wie sie zu dem Buch, dem Land und zu der Geschichte steht – bzw. wie es zu diesem Buch gekommen ist.
Dann geht es auch schon los. Man lernt hier sehr schnell Fatima Samiullah und Rashid kennen – diese drei erzählen quasi die Geschichte  – oder besser gesagt – dies sind die 3 Teile, in die die Geschichte aufgeteilt ist – und alles zusammenführt.

Besonders interessant und auch erschreckend fand ich den Einblick in das Leben junger Mädchen und Frauen in Afghanistan.  Diese Thematik wird sehr gefühlvoll und ergreifend von der Autorin umgesetzt – was mir des öfteren mal einen dicken Kloss im Hals bescherte – und die Tränchen löste.  Es ist schon sehr erschreckend was für Grausamkeiten in diesem Fall dort herrschen. Dabei kommen Themen wie Zwangsheirat z.B. zum Einsatz. Aber auch Taliban und generelle Konflikte zwischen Stämmen wird hier aufgeführt- ein Einblick, der erschreckend sich darstellt – aber wie gesagt, altersgerecht und verständlich hier zum Thema behandelt wird.

Die ganze Thematik gestaltet sich um eine junge, zarte Liebe – die hier einen sehr schweren Stand hat. Was Sami und Fatima hier alles erleben – das hat mich mehr als nur berührt und geschockt – aber es hat mich auch wahnsinnig in einen Bann gezogen.

Das Buch ist einfach nur klasse – und hat mich voll und ganz überzeugt.

 

Fazit

„Der geheime Himmel. Eine Geschichte aus Afghanistan“ von Atia Abawi ist eine berührende, erschreckende und sehr eindrucksvolle Geschichte um eine zarte Liebe – die so nicht geduldet ist. Sehr glaubwürdig, fesselnd, spannend und herzergreifend wird hier eine Geschichte erzählt- die tiefe Einblicke in das Leben in Afghanistan beschert.
Die Autorin hat mich hier total begeistern und fesseln können – und mich angespannt und berührt zurückgelassen.

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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "A Land of Permanent Goodbyes" von Atia Abawi

Atia Abawi - A Land of Permanent Goodbyes
miss_mesmerizedvor einem Jahr

The family is at home, even if it is war outside, they still have themselves; Tareq, his younger brother Salim, the girls Farrah and Susan and the baby twins. He respected his mother Nour and his father Fayed and of course also his grand-mother. When a bomb hits their house, only Tareq and Susan can be saved, luckily their father was at work and is also alive. They decide it is time to leave the country, after such a loss, what is it that keeps them still there? But first, they need to go to Raqqa where Fayed’s brother lives who can lend them money. Yet, Raqqa is deep in the Daesh controlled area and going there is highly risky. But this is only the beginning of a journey which hopefully ends somewhere in Europe in peace and safety.

Atia Abawi, an American journalist who spent many years in the middle east as a correspondent and is a daughter of Afghan refugees, has chosen the number one topic in the news of the last two years for her second novel. It is her background, both personal and professional, which can be found throughout the novel; you feel in every line that she knows what she is writing about and that neither the emotions she puts in her characters nor the experiences they make are just invented, but exactly what people undergo. At times, the style of the novel has some traces of journalistic work, leaves the pure fiction, but this does not reduce the quality of the novel at all.

First of all, what I really appreciated was the fact that she does not victimize her characters. Already at the beginning of the novel, they are hit by a major loss, but they keep on fighting and do not rely on others. The risk a lot, see evil deeds committed by Daesh fighters, but still remain human themselves. The part I found especially interesting was Tareq’s time in Turkey. It is not only the large number of Syrians being stranded there and setting up a kind of community parallel to the Turkish, but first and foremost the way they are exploited, how people are trying to make profit from their fate which is annoying. Yet, I guess this is just reality.

It is just the story of one family, however, it represents what many people all over the world go through. None of them wanted to leave their country, none of them wants to live in another country of which they neither know the language nor the culture, many of them believe that those who have died are blessed because they do not have to undergo this. Considering all the negative news about refugees, we should not forget their perspective. Atia Abawi has given them a beautiful and engrossing voice.

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weinlachgummis avatar

Rezension zu "Der geheime Himmel Eine Geschichte aus Afghanistan" von Atia Abawi

Der geheime Himmel Eine Geschichte aus Afghanistan
weinlachgummivor einem Jahr

Der geheime Himmel ist ein ganz besonders Buch. Aufmerksam darauf wurde ich, als ich die Verlagsvorschau durchblätter habe. Ich interessiere mich sehr für andere Länder und Kulturen und lese gerne Jugendbücher mit Liebesgeschichten, da schien mir dieses Buch sehr passend für mich. Dass das Buch schon im September 2015 als broschierte Ausgabe erschienen ist, habe ich erst später gesehen.

Zum Inhalt. Die Geschichte spielt in einem kleinen afghanischen Dorf. Fatima und Samiullah sind seit ihrer Kindheit Freunde. Doch dann ging Sam auf die Gebetsschule und ihre Wege trennten sich. Früher als erwartet taucht er wieder im Dorf auf. Doch die beiden sind keine Kinder mehr und ein einfaches Treffen wie früher ist nicht mehr möglich. Auch Samis Cousin Rashid ging auf diese Schule, doch bei ihm hat sie viel mehr Einfluss genommen.

Die Geschichte von Sam und Fatima ist wirklich keine einfache. Man muss sie auf das Buch einlassen, die fremde Kultur annehmen und versuchen zu verstehen. Ich habe davor noch kein Buch gelesen, welches in diesem Kulturkreis spielt, deswegen war vieles neu für mich. Am Ende gibt es einen Glossar, der sehr hilfreich und informativ war. Auch das Vorwort der Autorin fand ich toll. Sie erzählt ein bisschen von ihrer Geschichte und man merkte dann auch beim Lesen des Buches, dass sie wirklich Ahnung von dem hat, worüber sie schreibt. So wirkte die ganze Geschichte sehr authentisch auf mich, was es noch schlimmer machte.

Der Roman wird aus der Perspektive von drei Charakteren erzählt, von Fatima, Samiullah und Rashid. Alle drei Perspektiven hatten etwas. Durch Fatima erfährt man viel über den Stellenwert der Frauen und über den Alltag, das Familienleben und allgemein bekommt man durch sie ein gutes Gefühl für ihre Umgebung. Sams Kapitel sind geprägt durch Fatima und seine Gefühle für sie und dann später, den Drang sie zu beschützen.

Rashids Kapitel sind da ein starker Kontrast, strotzen sie gerade zu Beginn nur so von Hass und Überheblichkeit. Durch ihn lernt der Leser sehr schön, wie leicht es doch ist einen jungen Menschen zu beeinflussen. Und was für Auswirkungen es haben kann.

In diesem Augenblick will ich mit ihm zu einem geheimen Himmel auffliegen,
den Atem anhalten und loslaufen ohne die Füße zu bewegen,
einzig geleitet von unseren Herzen.

In diesem Buch findet man keine klassische Liebesgeschichte. Aber trotzdem kommt die Liebe der beiden, von Sam und Fatima sehr gut beim Leser an. Aber auch die Liebe zu der Familie. Mich hat das Buch sehr oft schockiert, mit einem schlimmen Ereignis habe ich gerechnet. Aber es gab viele andere, die mich überrascht haben. Überrascht, weil es so unbegreiflich für mich ist.

Zwei Jugendliche, die sich im Wald alleine unterhalten, ein Mädchen und ein Junge, die einfach nur reden. Und was daraus entstehen kann. Familien, die entehrt werden und somit die Zerstörung von Zukunftsaussichten. Verstümmlungen und Mord. Das Buch hat mich immer wieder berührt und betroffen gemacht. Besonders da es so realistisch geschildert war.

Wieso es dann doch "nur" Vier Sterne geworden sind. Der Schreibstil der Autorin war mir manchmal zu einfach gehalten.In einem Abschnitt haben sehr viele Sätze mit Ich angefangen, sodass ich richtig beim Lesen darüber gestolpert bin. Außerdem ging mir die Geschichte zwar nahe, wie könnte sie auch nicht. Aber die Charaktere an sich, gingen mir nicht so ans Herz. Dafür lernte man sie einfach nicht gut genug kennen. Ich fand ihr Handeln realistisch und authentisch, konnte durch ihre Augen ihr Land, ihre Familien und ihre Traditionen begreifen. Aber ihren Charaktere so wirklich greifen konnte ich nicht.

Fazit:
Berührend und schockierend.
In meinen Augen eine wichtige Geschichte.
Ein Junge und ein Mädchen, beide möchten einfach nur zusammen sein und doch scheint es unmöglich. Den nicht nur, dass sie ein Bauernmädchen und er der Sohn eines Ladenbesitzer ist. Nein sie gehören auch noch zwei unterschiedlichen Ethnien an. Ob sie es schaffen und welche Opfer dafür gebracht werden müssen, erfahrt ihr in Der geheime Himmel.

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