Atul Gawande

 4.3 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Die Schere im Bauch, Wenn Fehler Leben kosten und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Atul Gawande

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Die Schere im Bauch

Die Schere im Bauch

 (6)
Erschienen am 03.05.2010
Wenn Fehler Leben kosten

Wenn Fehler Leben kosten

 (5)
Erschienen am 12.03.2012
Sterblich sein

Sterblich sein

 (2)
Erschienen am 27.07.2017
Checklist-Strategie

Checklist-Strategie

 (2)
Erschienen am 14.01.2013
Checklist-Strategie

Checklist-Strategie

 (2)
Erschienen am 10.11.2017
The Best American Science Writing 2006

The Best American Science Writing 2006

 (0)
Erschienen am 01.09.2006
Better

Better

 (0)
Erschienen am 27.03.2008
Complications

Complications

 (0)
Erschienen am 27.03.2008

Neue Rezensionen zu Atul Gawande

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Rezension zu "Checklist-Strategie" von Atul Gawande

„Checklist-Strategie. Wie Sie die Dinge in den Griff bekommen“ von Atul Gawande
Blubb0butterflyvor 8 Monaten

Eckdaten
ISBN: 978-3-442-74474-9
9,99 €
Übersetzung: Gabriele Zelisko
btb Verlag (Verlagsgruppe Random House)
2013
235 Seiten + 9 Seiten Quellenangaben + 5 Seiten Danksagung + 1 Seite Buchvorstellung

Cover
Der Titel ist etwas irreführend, weil er so allgemein ist, aber der Inhalt dann doch sehr spezifisch ist. Das Cover an sich ist passend, aber nichts Spektakuläres.

Inhalt
Niemand ist perfekt. Auch nicht die sogenannten Halbgötter in Weiß, sagt einer, der es wissen muss. Atul Gawande ist Chirurg und bekennt, welche fatale Folgen kleine Unachtsamkeiten bei einer Operation haben können. Und nicht nur eine Operation, auch das Steuern eines Flugzeuges oder der Bau eines Wolkenkratzers sind hochkomplexe Vorgänge, die man besser nicht der Laune eines Einzelnen überlässt. Gawande macht deutlich, dass es das Zusammenspiel der verschiedensten Experten und außerdem eine Methode braucht, die all dieses Wissen steuert und unter Kontrolle hält. Diese Methode ist, so simpel sie auch klingen mag, genial – eine Checkliste.

Autor
Atul Gawande ist Facharzt für Chirurgie an einer Klinik in Boston. Als Wissenschaftsredakteur veröffentlicht er regelmäßig Beiträge in The New Yorker. Vor seiner medizinischen Ausbildung an der Harvard Medical School studierte der Sohn zweier Ärzte Philosophie und Ethik. Gawande lebt mit seiner Familie in Newton, Massachusetts.

Meinung
Ärzte sind auch nur Menschen, auch wenn einige von denen sich wie Halbgötter aufführen. Man sollte daher nicht alle Ärzte in einen Topf werfen.
Ich habe nicht mit so einem Inhalt gerechnet, wobei der Alltag eines Arztes anfangs doch recht spannend klang, aber im Nachhinein wurde es mir so detailliert und ich konnte nicht mehr weiterlesen, weil mir u.a. die Beschreibungen zu genau waren und ich mir so etwas direkt vorstelle und das ist mir zu gruselig gewesen. ^^
Zudem dachte ich, dass mit dieser Checklist-Strategie eine Strategie für das „normale“ Leben gemeint ist und nicht eine für Ärzte. Ich habe mich vom Titel irreführen lassen.
Die Lektüre war ok, war aber für mich letztendlich nicht allzu interessant.

❤❤❤ von ❤❤❤❤❤

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Rezension zu "Sterblich sein" von Atul Gawande

Lohnt sich
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr


Auch für den medizinischen Laie ist dieses Buch gut verständlich geschrieben. Anhand von vielen Fallbeispielen erklärt Atul Gawande was mit uns passieren kann.
Er schreibt über das Krankheitsbild seiner Familie in Indien und berichtet über sein Leiden als junger Arzt, als er feststellen musste das ein Patient auch streben wird.
Er ist Amerikaner mit indischen Wurzeln und berichtet über seine Erfahrungen als Arzt, in seinem Land.


Mit klaren Worten erklärt der Autor jedem Leser dass keiner um den Tod herum kommt. Jeder wird irgendwann streben.
Er wählt keine Fachbegriffe, sondern beschreibt einfach das Leben.
Unbedingt zu empfehlen ist der Epilog! Er macht das ganze erst perfekt!


Wundervoll unverblümt berichtet er über Krankheit und den Tod, über das Lebensende und den Abschnitt davor.
Man lernt beim lesen viel über Würde, die Werte der heutigen Zeit und über Stolz.
Welche Einschränkungen nimmt man in kauf um weiter zu leben? Dieses Frage ist nur eine von vielen auf die Atul Gawande auf solch besondere Art und Weise eingeht.


Vielleicht nimmt dieses Buch dem ein oder anderen einen Teil der Angst vor dem Altwerden.

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M

Rezension zu "Sterblich sein" von Atul Gawande

Erdung
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Erdung

Es ist noch gar nicht so lange her (wobei in einer Zeit der exponentiellen Entwicklung von Informationen, der ständig sinkenden Halbwertzeit von Moden, Wohnorten und Lebenshaltungen 10 Jahre deutlich mehr an Entwicklungen beinhalten als in früheren Zeiten 50 Jahre), da gehörte das Alter, der Verfall, das Sterben und der Tod noch eng in das soziale, vor allem familiäre Leben hinein.

Und damit ist nicht nur der „gemütliche Ruhestand“ im Schaukelstuhl vor dem Kamin inmitten der Seinen gemeint, sondern auch die weniger „schönen“ Seiten dieser letzten Phase des Lebens.

Verwirrungen, Jähzorn, Altersstarrsinn, die körperliche Pflege, so notwendig, das Sterben, das Aufbahren des Toten, allgemein gesagt, die nicht nur emotionale, sondern einfach auch räumliche Nähe zum Sterben und zum Tod war Teil des Alltags. Eine Nähe, die in den letzten Jahrzehnten weitgehend „ausgelagert“ wurde in Altersheime, Pflegestationen, Krankenhäuser mit ihren modernen Palliativstationen und einer professionellen Bestatterkultur, die letztendlich über einige Zeiten hinweg so ziemlich alles, was mit dem Tod zu tun hatte, von der Familie und dem sozialen Umfeld weg in ihre professionellen Hänge genommen hat.

Im Übrigen ist es gerade diese Berufssparte, die seit einigen Jahren bereits, sensibel für Entwicklungen im Umgang mit dem Tod, ihre Haltung und ihr Angebot spürbar (wieder) verändert hat. Aufbahrungen zu Haus (auch wenn der Mensch im Krankenhau oder Pflegeheim gestorben ist), individuell gestaltete Trauerfeiern, die Einrichtung von Abschiedsräumen und hauseigenen Trauerräumen sind hier nur ein Teil der (wiederentdeckten) Trauerkultur, die beginnt, den Tod langsam wieder „in das Leben“ zu holen.

Die Pflegemöglichkeiten zu Hause durch professionelle Dienste, die mobile Palliativversorgung, die Hospize, all das zeigt, dass das rein technische „Abschieben“ des Sterbens aus dem Alltag heraus eine (zumindest erkennbare) Gegenbewegung erfährt.

Was Atul Gawande sicherlich gefällt, denn sein Buch ist ein ruhiges, sachliches, in den medizinischen Teilen ungeschminktes und dennoch im Kern sensibles Plädoyer für ein Altern und Sterben in Würde (und damit im sozialen Umfeld verankert).

Natürlich ist es für so manchen „auf der Höhe der Zeit“ stehenden und sich „jung und fit haltenden“ Leser nicht einfach, dieses „Es geht bergab“ und die Ausführungen Gawandes über die Abhängigkeit im Alter mit wachen Sinnen aufzunehmen, ebenso, wie die sachlichen Hinweise auf die vielen Tode (eben nicht) „vor der Zeit“.

Bei aller Höhe der Medizin und Vorsorge, bei aller Steigerung der durchschnittlichen Lebenserwartung, der Tod ist der ständige Begleiter des Menschen in jedem Alter. Und auch wenn gilt: „Der Tod kommt später“, diese „letzte Kurve“, die Gawane beschreibt trifft auch heute noch im Blick auf das Sterben in der Regel genauso zu, wie vor hunderten von Jahren, nur später im Leben.

„Der Weg, der so verlässlich und stabil erschein, kann immer noch plötzlich vor den Augen verschwinden“.
Und auch, wenn alles seinen normalen Gang“ geht, die Fragend es Alters, der Selbstbestimmtheit (auch des Sterbens), der Geborgenheit, der „Un-Professionalität“ des Sterbens, die man sich tatsächlich trauen muss (bei gleichzeitiger palliativer Versorgung), das sind wesentliche Fragen des menschlichen Seins, die Gawane aufnimmt, erläutert.

Und damit vorbereitet, was sein tiefes Anliegen ist: „Mut zur Tapferkeit“ zu machen. Die Wahrheit der Endlichkeit zu sehen, wenn das Sterben ansteht und danach handeln zu können. Und, vielleicht, auch die Tapferkeit für die Medizin, sich nicht auf „Gesundheit“ zu versteifen, sondern das „Wohlbefinden“ primär im Blick zu haben. Was das Loslassen auch von technischer Seite her vereinfachen würde und zu einer tieferen Form der Begleitung Sterbender führen wird (wie auch hier bereits vielfache Ansätze aktuell im „modernen“ Verständnis der Medizin zu erkennen sind).

Ein wichtiges und lesenswertes Buch. 

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