Aud Tauber Das gewählte Haus

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Inhaltsangabe zu „Das gewählte Haus“ von Aud Tauber

Was macht ein Buch aus? Ist es der Inhalt, ist es der Einband, oder doch beides? Ich denke beides hat seine ganz individuelle Aufgabe: Das Buch spricht unser ästhetisches Empfinden an und hält die losen Blätter zusammen. Der Inhalt aber berührt unser Herz … "Ich begann meine Reise vor langer Zeit. An Ort und Zeitpunkt kann ich mich nicht mehr erinnern und trotzdem meine ich, fühlen zu können, wie alles begann. Nun endlich scheint sich der Kreis zu schließen. Hände reichen sich die Hand, Gefühle sind verbunden, ohne dass Worte gesprochen wurden. Denn Gefühle werden wahrer sein als das, was war. Ich habe Freunde gefunden, welche immer da waren. Sie haben sich verbunden zu einem Kreis, der stetig wächst, mit Menschen, welche ich nicht kenne. Sie werden mir umso bekannter sein, wenn ich jenseits von Raum und Zeit mich verbinde, mit etwas, was wahrer ist als alles andere. - (c) Aud Tauber, 2013" Wie auch beim Inhalt eines Buches, so bedarf es auch bei der Entstehung eines handgebundenen Buches vieler kleiner Schritte: das Leinen zuschneiden für den Bucheinband, den Buchdeckel und den Buchrücken zuschneiden, das Leinen aufkleben, das richtige Falten und Zuschneiden der Druckbögen, die einzelnen Seiten zusammennähen, diese in die Buchdeckel einfügen und verleimen und nicht zu vergessen, die Gestaltung des Covers und das Prägen des Titels, womit die wesentlichsten Schritte genannt sind. Der Autorenname erscheint als Originalsignierung mit einem Spezialstift.
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  • Der eigenwillige Weg zur Liebe

    Das gewählte Haus
    kiki62

    kiki62

    30. June 2013 um 09:01

    Aud Tauber: „Das gewählte Haus“ Bibliografisches:  • erschienen im Verlag 3.0 Zsolt Majsai • umfasst 48 Seiten • in Leinen gebunden, Handarbeit Inhalt: Indigor verlässt sein Zuhause und begibt sich auf die Reise. Er findet ein Haus, in dem er übernachten will. Ausgerüstet ist er mit sechs Mandeln, von denen er nur jeden Tag eine essen darf. Das Haus muss etwas Besonderes sein, denn er hat dort Kontakt mit der Angst. In seinem Kurzaufenthalt lernt er auch, was Liebe ist. Als er aus seiner Reise wieder erwacht, ist sein Vater Antarros bei ihm. Er erkennt, dass seine Reise ein Traum war wie all seine Erscheinungen ebenfalls. Antarros tauft ihn auf den Namen „Luzifer Antarros“ als Zeichen seiner Reife, die Reise des Lebens zu gehen. „Liebe ist der Weg des Lebens, den alle Menschen erreichen sollten“ So oder so ähnlich könnte man das Thema des Buches zusammenfassen. Als mir das Buch zur Rezension gegeben wurde, war ich fasziniert vom äußeren Erscheinungsbild. Blaues Leinen, gebunden in Handarbeit und goldene Schrift. Sehr spartanisch mutet das Cover an, trägt es doch außer dem Titel und dem Autorennamen nur ein skizziertes Haus. Es ist das, was man gemeinhin als „das besondere Buch“ bezeichnen könnte. Und der Inhalt bestätigt den ersten Eindruck. Es ist besonders. Der Mensch auf der Reise zur Erkenntnis der Liebe, scharfe Kritik gegenüber jenen, die an Gott glauben und der etwas eigenwillige Name, den Indigor am Ende des Buches erhält. Keine Bettlektüre, wie ich dachte. Sehr verwirrend, wenn man an der letzten Seite angekommen ist. Liest man auf der entsprechenden Verlagsseite über die Autorin, versteht man besser, weshalb sie so und nicht anders schreibt. Für sie ist es ein Buch der Verarbeitung von Erlebnissen. Mir als Leser und als Mensch öffneten sich viele Fragen. Was ist Liebe oder was ist Hass? Ist der Glaube an Gott der richtige Weg, den ich gehe? Was Luzifer mit Liebe zu tun? Im Nachwort geht die Autorin auf die Wahl der Namen ihrer Protagonisten ein. Luzifer wird definiert als der Lichtbringende, was im Allgemeinen nicht falsch ist. Dennoch wird der Fortgang der Namensentwicklung außen vor gelassen. Alles in allem ist es ein außergewöhnliches Buch aber auch ein ehr verwirrendes Buch. Doch schon im Vorwort deutet die Autorin selbst daraufhin und bemerkt auch, dass viele Fragen beim Leser offen bleiben werden. Von ihr auch so gewünscht. Die Antworten soll der Rezipient selbst in seinem Leben finden. Liebe als Grundlage des Lebens? Sicher. Der Weg dorthin ist aber für jeden Menschen anders. Außer Acht lassen darf man nicht, dass auch Menschen durch ihren Glauben zu Gott zur Liebe finden. Das jedoch ist der besondere Weg, den jeder Mensch geht. In diesem Buch ist der Glaube zu Gott ein anscheinend sehr enttäuschender Weg gewesen. Lesenswert? Auf jeden Fall. Viele Fragen des eigenen Lebens werden aufgeworfen und fordern eine Beantwortung.

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