Aude Le Corff Bäume reisen nachts

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Inhaltsangabe zu „Bäume reisen nachts“ von Aude Le Corff

Seit Monaten verbringt die achtjährige Manon ihre Nachmittage allein, unter einer riesigen Birke im Garten. Sie verschlingt ein Buch nach dem anderen und spricht mit Ameisen und Katzen, nur um an eines nicht denken zu müssen: das spurlose Verschwinden ihrer Mutter. Mit dem eigenen Kummer beschäftigt, vermögen Manons Vater Pierre und ihre Tante Sophie das stille Mädchen nicht zu trösten. Doch Manons Einsamkeit erweicht das Herz des mürrischen Nachbarn Anatole, der, seitdem er nicht mehr unterrichtet, sich von Kindern möglichst fernhält. Sie beginnen, gemeinsam den Kleinen Prinzen zu lesen, und es erwächst eine außergewöhnliche Freundschaft. Als eines Tages überraschend Briefe der Mutter eintreffen, schmieden das Mädchen und der alte Mann einen kühnen Plan, der sie gemeinsam mit Pierre und Sophie auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa führt … Bäume reisen nachts ist ein herzzerreißend schöner Roman über die Freundschaft ungleicher Menschen, über eine Familie, die sich neu erfindet, und den Mut eines kleinen Mädchens, Träume in Wirklichkeit zu verwandeln.

Es hat seine Höhen und Tiefen, aber es ist jetzt kein Buch das man gelesen haben muss.

— Bücherwurm
Bücherwurm

Erst zum zweiten Mal ein Buch beiseite gelegt. Mir passiert zu wenig. Aber es bekommt noch eine Chance - die Figuren sind schön gemalt.

— Metalhepchen
Metalhepchen

Ein wunderschönes, ruhiges und bewegendes Buch ...

— wortgeflumselkritzelkram
wortgeflumselkritzelkram

Still und leise ohne viel Trara regt dieses Büchlein zum Nachdenken an und zu einer Reise zu sich selbst

— Valabe
Valabe

Eine süße Geschichte über die Freundschaft.

— zhera
zhera

Sehr schön! Nur das Ende... das war mir irgendwie zu verschwommen. Hatte nichts diesen WUMMS!, den ich erwartet hätte.

— SvenjaHirsch
SvenjaHirsch

Schönes Buch das fesselt und bei dem man ohne Pause weiterlesen will

— A_Thousand_Years
A_Thousand_Years

Eine schöne Geschichte mit zu Disney-likem Ende.

— milkshakee
milkshakee

Schöne Geschichte über das Leben, Familie und Freundschaft.

— hi-speedsoul
hi-speedsoul

nette Unterhaltung für ein Wochenende

— Kelo24
Kelo24

Stöbern in Romane

Töte mich

Der einfache und schlichte Schreibstil steht im Kontrast zum ausgefallen Handlungsgeschehen bzw. zu den Gedankengängen der Figuren.

ameliesophie

Vom Ende an

Wow. Dieses Buch ist ungewöhnlich aber wirklich ein unglaublich gutes Buch. So wenig Worte vermögen eine solche Atmosphäre zu schaffen.Mega!

LadyIceTea

Underground Railroad

Der Wunsch nach Freiheit

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Heimkehren

Eine schmerzhafte Geschichte, feinfühlig erzählt, die manchen die Augen öffnen wird.

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Als wir unbesiegbar waren

Die Freundschaft als Sinn im Leben

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Die Tänzerin von Paris

Wahre Geschichte, Cover thematisch irreführend

nicekingandqueen

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    Bäume reisen nachts
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    29. May 2017 um 02:49

    Von "Bäume reisen nachts" von Aude le Corff hatte ich irgendwie mehr erwartet. Die ersten Kapitel fand ich auch noch wirklich gelungen, wobei ich gestehen muss, vermutlich lag es wieder daran, dass es eben auch um Bücher und Literatur ging. Und diese Faszination, die junge Leser packt, wenn sie durch Bücher anfangen Welten zu erforschen.Recht bald ging mir die Nacherzählung des kleinen Prinzen dann aber auch auf die Nerven, das Buch schien so völlig auf diesem Klassiker aufzubauen und ich wünschte mir einen eigenen Plot.Dieser kam und war etwas dünn und enttäuschend.Worum geht´s?Es geht um ein kleines Mädchen, deren Mutter die Familie verlassen hat. Der Vater verkommt im Alkoholismus, das Mädel vereinsamt. Ein alter Lehrer nimmt sich erst wenig begeistert, dann immer verantwortungsbewusster dem Mädchen an und lässt sich in diese Familientragödie verstricken. Durch ihn kommen viele französische Klassiker zu Wort, Titel, von denen ich zuvor niemals etwas hörte und deren Zitate mich nicht berührten.Trotz geringem Umfang packt die Autorin dann auch noch eine Transgender-Geschichte mit rein, so dass das Hauptthema "seinen Lebensinhalt finden und zu leben" noch eine weitere Säule erhält.Ob passend oder nicht, das Buch konnte mich nicht wirklich überzeugen.

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  • Rezension zu "Bäume reisen nachts" von Aude Le Corff

    Bäume reisen nachts
    tragalibros

    tragalibros

    22. March 2017 um 10:30

    Der Rentner Anatole beobachtet seit einiger Zeit ein kleines Mädchen, das im Garten unter einer großen Birke sitzt und mit Ameisen und Katzen darüber spricht, dass ihre Mutter sie und ihren Vater verlassen hat. Er beschließt Manon den Kleinen Prinzen vorzulesen. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft und schließlich machen sich die beiden, gemeinsam mit Manons Vater und Tante auf den Weg, um ihre Mutter zurückzuholen... "Bäume reisen nachts" war für mich fast schon ein modernes Märchen. Durch einen sehr poetischen Schreibstil und vielen Zitaten von Antoine de Saint-Exupéry und anderen bekannten Schriftstellern, ist dieses Buch zu etwas Besonderem geworden, das ich so bisher noch nicht gelesen habe.Der Leser wird mit dem traurigen Schicksal einer Achtjährigen konfrontiert, erfährt von einer wunderbaren Freundschaft und wird schließlich mit auf eine Reise genommen, die alle Protagonisten für immer zusammenschweißt. Doch leider gab es für mich auch Kritikpunkte. Zum einen fand ich das Ende sehr kitschig und fast wie in einem Disney-Märchen. Es kam mir sehr unrealistisch vor, dass ein Ehepaar, welches seit Jahren solche Probleme hat, dass die Frau die Familie im Stich lässt, sich plötzlich und innerhalb weniger Augenblicke wieder zusammenraufen kann und alles ein gutes Ende nimmt. Hier wären vielleicht ein paar Seiten mehr angebracht gewesen, um die Situation gänzlich zu klären. Auf der anderen Seite gab es im Verlauf des Romans einige Längen, in denen meine Gedanken schweiften und ich mich nicht mehr richtig auf die Handlung konzentrieren konnte. Auch gab es Abschnitte, in denen ich an der geistigen Gesundheit einiger Protagonisten gezweifelt habe... Zu loben ist aber die wunderbare Art, wie dem Leser die Landschaften und Orte nähergebracht werden, durch welche die Protagonisten reisen. Diese Passagen wirkten auf mich sehr plastisch und so, als würde man durch einen Reiseführer blättern. Gefallen hat mir auch die Darstellung der einzelnen Charaktere, mit viel Tiefe und Feingefühl wurden die Personen gezeichnet. Alles in allem ist "Bäume reisen nachts" ein Roman, den man entspannt an einem Wochenende oder als Überbrückung zwischen zwei anderen Büchern lesen kann. Mehr aber leider auch nicht. Daher vergebe ich drei Sterne und ein Gut.

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  • Freundschaft kennt kein Alter

    Bäume reisen nachts
    zhera

    zhera

    27. October 2016 um 20:38

    InhaltSeitdem die Mutter der achtjährigen Manon spurlos verschwunden ist, sitzt sie jeden Nachmittag unter ihrem Baum und spricht mit den Ameisen und Katzen. Der Rentner Anatole hat Mitleid mit ihr und von diesem Tag an lesen sie gemeinsam Der kleine Prinz. Als Briefe von Manons Mutter auftauchen, wagen sie sich auf eine abenteuerliche Reise. Meine Meinung»Jeden Abend, wenn ich zum Himmel schaue, werde ich an dich denken. Kurz bevor die Bäume ihre Reise durch die Nacht antreten.« Nachdem ich zwei sehr berührende Romane gelesen haben, wollte ich etwas fröhlicheres lesen. In einer Buchhandlung lief mir dann dieses Buch über den Weg und der Klappentext hat mich davon überzeugt, dass es genau das Richtige für mich sein könnte. Ich liebe ja Bücher mit ungewöhnlichen Freundschaften und die kleine Manon und den Rentner Anatole trennen ja einige Jahre. Trotzdem schenken sich beide gegenseitig so viel und man schließt beide Charaktere langsam aber sicher ins Herz. Manon weckt in Anatole wieder die Lebensgeister und Anatole bringt Manon einige Bücher und Orte bei. Es ist einfach nur wunderschön.Auch die Reise mit den zwei anderen Charakteren - Pierre und Sophie - war einfach wundervoll. Man konnte ihre Beweggründe unglaublich gut nachvollziehen und man hat irgendwie mit allen Charakteren Mitleid. Ich habe von dem Buch nicht mehr erwartet, als die Freundschaft zwischen Manon und Anatole und war daher überrascht, dass es ernstere Themen angesprochen hat. Es war einfach wundervoll und hat noch einmal gezeigt, wie viel wir auch von den älteren Menschen in der Bevölkerung lernen können und umgekehrt. Ich war daher sehr erleichtert, dass das Buch dann noch ein positives Ende nahm und ich glaube, alles andere hätte dazu auch nicht gepasst. Ich mag das ganze Geflecht, dass sich aus dieser Freundschaft entwickelt hat und das Buch hinterließ ein wohliges Gefühl bei mir. FazitEs war ein Roman, der mich bezaubern konnte und es war sicher nicht mein letzter Roman von dieser Autorin. Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass er mit 201 Seiten doch recht kurz ist. Trotzdem gibt es eine Leseempfehlung für diejenigen, die eine kurzweilige, bezaubernde Unterhaltung suchen und genauso sehr ungewöhnliche Freundschaften lieben wie ich.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1030
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • „Freundschaft kennt keine Altersgrenzen“

    Bäume reisen nachts
    Code-between-lines

    Code-between-lines

    05. March 2016 um 16:49

    Zum Inhalt: Seit ihre Mutter vor vier Monaten ohne ein Wort verschwunden ist, ist es dunkel im Leben der achtjährigen Manon geworden. Traurig und verstört, voller unerfüllter Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr der Mutter, flüchtet sich das kleine Mädchen jeden Tag unter die große Birke im Garten, wo nur die Katzen und Ameisen ihren stummen Gesprächen lauschen und sie Zuflucht in der Welt der Bücher findet. Zu Hause, wo ihr Vater aufgehört hat, am Alltag teilzunehmen und sich Stück für Stück selbst aufgibt, hält sie es nicht aus. In dieser Situation trifft sie eines Tages auf den achtzigjährigen Anatole, einen Nachbarn, der von dem kleinen Mädchen mit den großen traurigen Augen angerührt ist. „Was erzählt sie den Ameisen mit so betrübter Miene? Und was lockt die Katzen zu ihr? Spüren sie ihre offensichtliche Traurigkeit?“ (S. 12) Fortan reicht er ihr eine Hand und gibt ihr wieder einen Grund zum Lächeln, indem er ihr Zeit und Geschichten schenkt. Während Anatole ihr Nachmittag für Nachmittag aus „Der kleine Prinz“ von Antoine-de-Saint-Éxupery vorliest, erfährt er nach und nach von Manons großer Traurigkeit, und auch sein eigener, seit Jahren einsamer und eintöniger Alltag, füllt sich nach und nach wieder mit Sinn und Inhalt. Als plötzlich ein Brief der Mutter eintrifft, ist Manon wie elektrisiert, und auch ihr Vater Pierre wird endlich aus seiner Lethargie gerissen. Ein Lebenszeichen der Mutter, ein Schimmer von Hoffnung – und unversehens befindet sich ein Vierergrüppchen – bestehend aus Manon und ihrem Vater, zusammen mit Manons Tante Sophie und dem neu hinzugewonnenen Freund Anatole – auf dem Weg quer durch Europa, um das Glück der Familie zu retten. Eigene Meinung: Dieses Buch ist zu großen Teilen einfach nur wunderschön! Es ist in einer wunderschönen, zarten Sprache geschrieben, und die beiden Hauptprotagonisten – die kleine Manon und der alte Anatole – werden so liebevoll und lebensecht beschrieben, dass sie sofort ihren Weg in mein Herz gefunden haben. Wunderschön beschrieben die vorsichtig aufkeimende Freundschaft zwischen den beiden! „Der alte Mann und das kleine Mädchen wechseln einen Blick, nehmen sich bei der Hand und fliegen davon. Ohne sich voneinander zu lösen, eilen sie von Stern zu Stern, bis zu einem kleinen Planeten, auf dem sie zwischen drei Vulkanen, einem Schaf und einer Rose einzigartige Gedanken austauschen.“ (S. 196) Und gespickt mit so wunderschönen Sätzen, zum Teil angelehnt an den „Kleinen Prinzen“, zum Teil vollständig aus der Feder Aude Le Corffs, dass ich oft gar nicht wusste, welche Textstelle ich als erstes markieren soll. Ich habe das Buch wirklich mit Hochgenuss gelesen. Einen Stern Abzug muss ich allerdings leider für das abrupte und schon fast lieblos erscheinende Ende verteilen. Nachdem das ganze Büchlein so langsam und oft poetisch, mit viel Liebe zum Detail erzählt ist, habe ich mich von dem rasch abgewickelten Ende nahezu überrollt gefühlt. Es machte fast den Eindruck, als habe die Autorin am Ende des Buches keine Lust, oder keine gute Idee mehr für ein Ende gehabt. Schade. Denn ansonsten ist es wirklich ein ganz zauberhaftes Buch!

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  • Eine kurzweilige Reise,...

    Bäume reisen nachts
    tobeldani

    tobeldani

    11. January 2016 um 17:44

    ... Andre Le Corff nimmt uns hier mit auf eine Reise, die vier Menschen unternehmen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Wir dürfen teilhaben an der Entstehung einer ganz außergewöhnlichen Freundschaft zwischen einem kleinen, traurigen Mädchen und einem einsamen alten Mann. Wir beobachten die Entwicklungen beider, können teilhaben an einer geistigen wie physischen Reise, die beiden völlig neue Horizonte eröffnet. Bäume reisen nachts ist ein wunderbares Geschenk und gefällt ganz sicher auch Menschen, die sonst nicht viel lesen. Der Schreibstil von Le Corff ist leicht und angenehm, wir erfahren ganz nebenbei spannende Dinge über Frankreich, Spanien und Marokko ohne uns auch nur einmal zu langweilen.

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  • Bäume reisen Nachts

    Bäume reisen nachts
    marjana_

    marjana_

    18. November 2015 um 17:33

    Inhalt: Die 8-Jährige Manon fühlt sich nach dem Verschwinden ihrer Mutter furchtbar einsam. Jeden Nachmittag sitzt sie unter einer Birke im Garten, liest und spricht mit Ameisen und Katzen. Ihr Vater hat sich zurückgezogen und kämpft gegen die Trauer, auch er ist nicht für seine Tochter da. Doch Anatole sieht Manon in ihrer Einsamkeit unter ihrer Birke und will ihr helfen. Zusammen lesen sie den kleinen Prinzen und es entsteht eine tiefe Verbundenheit der beiden. Als Manon und ihr Vater Pierre ein Brief von der Mutter erhalten, machen sie sich mit Anatole und Manons Tante Sophie, auf den Weg zu ihrer Mutter. Meine Meinung: Das Cover gefällt mir sehr gut, es passt toll zum Inhalt des Buches. Auch der Titel ist sehr ansprechend, geheimnisvoll und schön. Das Buch fängt mit einer sehr düsteren und traurigen Stimmung an. Ich hatte viel Mitgefühl für Manon, da sie in einer Situation steckt, sie man keinem Kind zumuten will. Als sie sich mit Anatole anfreundet merkt man, dass sie aus dieser Beziehung Kraft schöpft und das es ihr besser geht. Aber auch Anatole, der am Anfang etwas mürrisch ist, findet zu neuer ungeahnten Lebenskraft. Ich fand die Beziehung zwischen dem Kind und einem schon alten Mann sehr schön dargestellt. Als die Gruppe, zur Suche nach Manons Mutter aufbricht, gewinnt die Geschichte an Schwung und man kann fühlen, dass Manon und Pierre neue Hoffnung haben. Die Geschichte bleibt ruhig und hat hin und wieder lustige Momente. Mir haben vor allem die verschiedenen Stopps der Reise gefallen. Jeder Ort erzählt eine Geschichte und hat oft persönliche Zusammenhänge zu den Charakteren, dadurch lernt man auch etwas über die Vergangenheit der Personen kennen. Am Anfang fällt es mir echt schwer die Personen zu zuordnen und einzuschätzen, aber man lernt sie immer mehr kennen und versteht dann auch die Verhaltensweisen und Gefühle der Charaktere. Ich hatte das Gefühl, dass keine Person im Hintergrund steht. Jede war wichtig für die Geschichte und wenn eine Person fehlen würde, wäre die Geschichte uninteressant. Ich muss ehrlich sagen, dass sie mir etwas fehlen auch wenn das Buch so kurz war, sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen.Mir hat es sehr gefallen, dass die Charaktere sich gegenseitig beeinflusst haben. Das Ende ging mir etwas zu schnell, es gab keine Konsequenzen und ich hatte das Gefühl, dass das Verhalten der Mutter einfach hingenommen wird. Trotzdem habe ich mich für Pierre und Manon gefreut, die wieder ihrer komplette Familie hatten. Das hat mich berührt und gab mir ein gutes Gefühl. Das Buch ist sehr flüssig und gefühlvoll geschrieben.  Fazit: Bei dem Buch sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen, vor allem die Beziehung von Manon und Anatole ist besonders und hat mich berührt. Das Buch ist toll geschrieben und wird mir noch lange positiv im Gedächtnis bleiben!

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  • Zusatzaufgabe und Buchverlosung zum Lesesommer 2015 - Woche 6

    Das Mädchen, das nach den Sternen greift
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Der LovelyBooks Lesesommer geht in die sechste Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 6. Woche hat der Insel Verlag auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen!  Zusammen mit dem Insel Verlag verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus: "Das Mädchen, das nach den Sternen greift" von Pep Bras "Ein englischer Sommer" von Gabriele Diechler (hier läuft gerade eine Leserunde) "Dieser eine Sommer" von CJ Hauser (auch hier gibt es eine Leserunde) "In jenen hellen Nächten" von Roy Jacobsen (zur Leserunde) "Cottage mit Kater" von Hermien Stellmacher (Facebook-Seite zum Buch) Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!  Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage:  Bei so vielen neuen Insel Büchern, die es diese Woche zu entdecken gibt, interessiert uns natürlich, welches Buch aus dem Insel Verlag euch in letzter Zeit so richtig begeistert hat. Nennt uns doch Titel und Autor und warum ihr das Buch so toll findet. Wer möchte, postet ein Foto von diesem Buch bei Instagram, Twitter oder bei Facebook mit dem Hashtag #LBLesesommer und verlinkt den Insel Verlag. Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte, wer zusätzlich ein Foto bei Instagram/Twitter/Facebook postet und hier im Thema den Post verlinkt, erhält insgesamt 300 Punkte!  Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen!  Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.

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  • Bäume reisen nachts

    Bäume reisen nachts
    ANATAL

    ANATAL

    13. August 2015 um 13:37

    “Bäume reisen nachts“, was für ein schöner Buchtitel und auch in das Cover habe ich mich sofort verliebt. Es handelt von der achtjährigen Manon und ihrer Familie. Die Mutter hat sie verlassen und der Vater ist zu deprimiert um sich um das kleine einsame Mädchen zu kümmern. Dann fängt der alte Nachbar von unten Anatole an sich um Manon anzunehmen. Das Ganze führt zu einer höchst ungewöhnlichen Reise mit einer sehr speziellen Reisegruppe. Die Geschichte beginnt zunächst sehr traurig, kommt aber mit der Reise richtig in Schwung und hat durchaus ihre humorvollen Momente, die ich so gar nicht erwartet hätte. Die Autorin hat eine schöne, fliessende Erzählweise mit einer Menge literarischer Anspielungen und Anmerkungen. So begleitet beispielsweise die Geschichte “Der kleine Prinz“ den Leser während des  ganzen Romans, da Anatole immer wieder daraus vorliest und zitiert. Alles in allem eine schöne Reisegeschichte, die ich nur weiterempfehlen kann.

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  • Die Geschichte einer besonderen Freundschaft

    Bäume reisen nachts
    Rilana

    Rilana

    10. August 2015 um 00:59

    Die Handlung Vor mehreren Monaten ist Manons Mutter verschwunden. Sie hat ihrer Tochter und ihrem Mann jeweils einen Brief hinterlassen und sich seither nicht mehr gemeldet. Da Manons Vater sehr unter dem Verschwinden der Mutter leidet und nur noch ein Schatten seiner selbst ist, fühlt sich die Achtjährige furchtbar einsam. Darum sitzt sich nach der Schule meist unter der Birke im Garten, redet mit Katzen und Ameisen und liest, um ihrer Trauer und ihrer Angst zu entfliehen. Der achtzigjährige Anatole ist eigentlich ein ziemlich griesgrämiger Geselle. Die Nachbarn sehen ihn immer nur schimpfend durch Garten gehen, wenn er gerade mal wieder wegen einem seiner vielen Wehwehchen beim Arzt war. Doch die kleine Manon einsam unter dem Baum zu sehen, erinnert ihn an ein Buch, dass er liebt, den kleinen Prinzen. So geht Anatole eines Tages zu Manon in den Garten und von da an besucht sie ihn regelmäßig, um sich von ihm vorlesen zu lassen. Als Briefe von Manons Mutter eintreffen und die Familie so endlich erfährt, wo sie sich befindet, beschließt der Vater kurzerhand zu seiner Frau nach Marokko zu reisen. Manon, ihre Tante Sophie und auch Anatole begleiten ihn auf der langen Autoreise. Mein Eindruck Bäume reisen nachts ist ein Buch, dass vom ersten Satz an fasziniert. Die Charaktere und ihre jeweilige Situation werden so eingängig beschrieben, dass man sich kaum von der Geschichte lösen kann. Dabei bilden die kleine Manon, ihr depressiver Vater Pierre, die sehr individuelle Tante Sophie und der sonst so griesgrämige Anatole eine Reisegruppe, bei der Probleme vorprogrammiert sind. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte, sein eigenes Leid, dass ihm auf den Schultern lastet. Jede dieser Geschichten wird auf einfühlsame Art vermittelt und auch Manons Mutter lernt man mit jedem Kapitel etwas besser kennen, weil jeder der vier Reisenden seine eigenen Eindrücke von ihr hat. Besonders schön ist, dass man beim Lesen merkt, wie sich diese vier ungleichen Menschen gegenseitig beeinflussen, sodass sie nach und nach ihre Ängste und Sorgen preisgeben können. Mein Fazit Ein wunderschön geschriebenes Buch, das beim Leser noch lange nachhallt.

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  • Begeisterungsstürme blieben aus

    Bäume reisen nachts
    Bibliomania

    Bibliomania

    Angeblich ein Roman, der ganz Frankreich begeistert haben soll. Nun ja, es war wirklich ein ganz hübscher kleiner, kurzweiliger Roman. Die Autorin versteht es wirklich gut, das Herz zu rühren, dennoch scheint es im Moment wieder Mode zu sein Geschichten zwischen Kinder und älteren Herren zu schreiben. Manon ist acht. Ihre Mutter hat sie von einen Tag auf den nächsten verlassen, ohne Vorwarnung. Ihr Papa ist zwar noch physisch vorhanden, ist jedoch mindestens genauso getroffen wie Manon. Er isst kaum, schläft nur noch, trinkt und stinkt, da er sich nicht duscht. Der ältere Herr aus der Nachbarwohnung kann das Leiden des Mädchens nichts mit ansehen und nimmt sich ihrer an. Bald schon befinden sie sich auf einer abenteuerlichen Reise, die die Welt aller Beteiligten gehörig auf den Kopf stellt. Wunderbar zu lesen und eine irgendwie tragische Geschichte. Am Ende hat die Autorin meiner Meinung nach jedoch einfach zu viel gewollt. Dennoch eine wirklich nette Unterhaltung!

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    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    01. June 2015 um 20:45
  • Rezension zu "Bäume reisen nachts"

    Bäume reisen nachts
    littleowl

    littleowl

    21. April 2015 um 07:37

    Inhalt: Seit ihre Mutter die Familie aus heiterem Himmel verlassen hat, schwebt der Kummer über der achtjährigen Manon wie eine dunkle Wolke. Weder ihr Vater Pierre, der selbst in Depression und Hoffnungslosigkeit versunken ist, noch ihre Tante Sophie können ihr dabei helfen, mit der Situation umzugehen. Um der trostlosen Realität zu entfliehen, verbringt sie ihre Nachmittage damit, im Garten unter einer Birke ein Buch nach dem anderen zu verschlingen und mit Katzen und Ameisen zu sprechen. Ihr Nachbar, der pensionierte Lehrer Anatole, hat Mitleid mit dem Mädchen und versucht sie aufzuheitern, indem er ihr aus „Der kleine Prinz“ vorliest. Trotz aller Unterschiede entwickelt sich zwischen den beiden Bücherliebhabern schnell eine innige Freundschaft. Dann wird eines Tages Manons Familie aus ihrer Apathie gerissen, als überraschend Briefe von Mutter Anaïs eintreffen. Der Absender verrät, dass sie sich in Marokko aufhält. Alle sind sich einig, dass es nicht weitergehen kann wie bisher, also fassen Manon, Pierre, Sophie und Anatole den gewagten Plan, Anaïs zu besuchen und sie zur Rückkehr zu bewegen. Schreibstil: Insgesamt hat mir der Schreibstil gut gefallen und es gab viele poetische Momente, die mich berührt haben. Allerdings haben sich teilweise auch ein paar abgedroschene Phrasen eingeschlichen, die das Ganze dann ins Klischeehafte abgleiten lassen. Die 4 Freunde kommen auf ihrer Reise an vielen wunderschönen Orten vorbei, die sehr anschaulich beschrieben wurden. Nur manchmal übertreibt es die Autorin ein bisschen mit dem Postkartenkitsch. Gestört hat mich außerdem, dass öfters Figuren aus Romanen zitieren. Das kann den Text zwar bereichern, wenn es an der Stelle passt, aber hier wirkte es auf mich eher aufgesetzt. Handlung: Die Geschichte beginnt auf jeden Fall vielversprechend. Manon ist wirklich in einer schlimmen Situation und man leidet als Leser sofort mit ihr. Die Freundschaft zwischen Anatole und Manon hat sich für meinen Geschmack ein bisschen zu schnell entwickelt. Ich hätte mir gewünscht, dass die Annäherung etwas mehr ausgearbeitet wird, die beiden sind dann aber ein ganz süßes Gespann. Der Moment, als die 4 zu ihrer Reise aufbrechen, weckt auf jeden Fall Spannung, jedoch plätschert die Geschichte gerade in diesem Teil des Romans dann zu sehr vor sich hin. Der Roadtrip besteht im Prinzip wirklich nur darin, dass sie mit dem Auto fahren und ab und zu an Postkartenorten aussteigen, um zu essen. Der Schluss hat mich ehrlich gesagt ein bisschen irritiert, denn nach dem vorher aufgebauten Konflikt macht es sich die Autorin hier eindeutig zu leicht. Gut gefallen hat mir vor allem der Handlungsstrang rund um Anaïs Schwester Sophie, die eigentlich ein Transsexueller namens Frédéric ist. Die Autorin scheint sich viel mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben, denn Sophies Gefühle und die mit ihrer Transsexualität verbundenen Schwierigkeiten werden überzeugend und nachvollziehbar dargestellt. Charaktere: Unter den Charakteren sticht eindeutig die kleine Manon hervor. Sie ist zwar durch die Vernachlässigung ein bisschen schrullig geworden, aber trotzdem unglaublich liebenswert, sodass ich sie schnell ins Herz geschlossen habe. Anatole wird im Klappentext als „mürrisch“ beschrieben, ist es jedoch nur etwa 10 Seiten lang. Der Senior ist zwar eine sehr sympathische Figur, aber die Wandlung in seiner Persönlichkeit war mir dann doch ein bisschen zu abrupt. Sophie ist eine faszinierende Figur und zu Beginn für Anatole ziemlich geheimnisvoll. Sie hat sich einen Schutzpanzer zugelegt, um Anfeindungen zu ertragen, und will keine Schwäche zeigen, ist im Grunde aber unsicher und verletzlich. Mit Pierre konnte ich persönlich am wenigsten anfangen. Er hat seiner Tochter, nachdem seine Frau ihn verlassen hat, sträflich vernachlässigt. Doch sobald die Nachricht von Anaïs eintrifft, tut er so, als wäre nichts passiert, und macht sich mit Verbissenheit und Tunnelblick auf die Suche nach ihr. Fazit: Eine schöne Grundidee, aber leider hapert es an der Umsetzung.

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  • Leserunde zu "Das Ende von Eddy" und "En finir avec Eddy Bellegueule" von Édouard Louis

    Das Ende von Eddy
    Hermane

    Hermane

    Herzlich willkommen und bienvenue à tous!  Je m'appelle Hermine et je suis française. J'ai le plaisir de travailler depuis deux mois chez LovelyBooks et d'organiser cette semaine un challenge littéraire franco-allemand! Du kennst wahrscheinlich schon Gustave Flaubert und seine "Madame Bovary" oder Marcel Proust und seine "Suche nach der verlorenen Zeit". Diese Woche wollen wir dich bei LovelyBooks  andere Teile der französischen Literatur entdecken lassen. Wir schlagen dir vor, an unserer deutsch-französischen Leserunde teilzunehmen und ein Buch auf Deutsch oder auf Französisch gemeinsam mit mir und anderen Lesern zu lesen und anschließend zu rezensieren. Dafür habe ich mir ein ganz besonderes Buch ausgesucht, das vor allem in Frankreich für Furore sorgte: "Das Ende von Eddy" oder "En finir avec Eddy Bellegueule" von Édouard Louis! „An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung“ So beginnt das autobiografische Debüt des 22-jährigen Autors Édouard Louis. Bereits im Alter von 18 Jahren begann er "En finir avec Eddy Bellegueule" zu schreiben, das 2014 ein großer Erfolg in Frankreich war: Ein Buch, das sowohl eine scharfe Abrechnung mit seiner Herkunft ist, als auch eine Beschreibung von einer besonderen ländlichen Gesellschaft. Mehr zum Inhalt: "Ich rannte weg, ganz auf einmal. Gerade hörte ich meine Mutter noch sagen ›Was soll der Scheiß jetzt wieder?‹. Aber ich wollte nicht bei ihnen bleiben, ich weigerte mich, diesen Moment mit ihnen zu teilen. Ich war schon weit weg, ich gehörte nicht mehr zu ihrer Welt, der Brief besagte es. Ich kam zu den Feldern und wanderte einen Großteil der Nacht herum, auf den Feldwegen, in der Kühle Nordfrankreichs, in dem zu dieser Jahreszeit so intensiven Geruch der Rapsfelder. Die ganze Nacht über entwarf ich mein neues Leben fern von hier. Über den Autor: Édouard Louis wurde am 30. Oktober 1992 in Hallencourt in Picardie, Nordfrankreich, geboren. Sein richtiger Name ist Eddy Bellegueule. Seit 2011 studiert er Soziologie an der École Normale Supérieure in Paris, die als eine der angesehensten Privatschulen Frankreichs gilt. Mit 21 Jahren schreibt er seinen autobiographischen Debütroman "En finir avec Eddy Bellegueule", der Nr.1-Besteller in Frankreich wird und in 18 Sprachen veröffentlicht wurde. Im März 2014 bekam er für sein Engagement gegen Homophobie den Pierre Guénin-Preis. Heute wohnt er in Paris, wo er an seinen nächsten Roman arbeitet. Gemeinsam mit dem S. Fischer Verlag und mit dem französischen Verlag Seuil verlosen wir für diese besondere zweisprachige Leserunde 10 Exemplare von "En finir avec Eddy Bellegueule" und 15 Exemplare von "Das Ende von Eddy". In deinen Beiträgen sollst du genau angeben, ob du das Buch auf Deutsch oder auf Französisch bekommen willst und einfach auf diese Fragen antworten: Hast du bereits ein Buch auf Französisch gelesen? Wenn ja, welche ist es? Und hast du vielleicht einen französischen Lieblingsautor? As-tu déjà lu un livre en français? Si oui, lequel? Quel est, si tu en as un, ton auteur français préféré? Ich freu mich auf eure Kommentare auf Deutsch oder auf Französisch! Ich drücke euch die Daumen oder wie wir in Frankreich sagen: „Je croise les doigts pour vous !“ J'ai hâte de lire vos réponses! Bonne chance à tous! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Unterthemen der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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  • Eine außergewöhnliche Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft, die zum Nachdenken bewegt

    Bäume reisen nachts
    leselurch

    leselurch

    06. April 2015 um 11:35

    *Worum geht's?* Seit Manons Mutter ihre Familie eines Morgens ohne große Worte verlassen hat, ist das Leben des achtjährigen Mädchens das reinste Chaos. Ihr Vater Pierre, der sich vor Trauer kaum rühren kann, kann sich nicht mehr um sie kümmern und auch ihre Tante Sophie ist mit der Situation völlig überfordert. Um ihrer eigenen Einsamkeit zu entkommen, setzt sich Manon Tag für Tag mit einem Buch unter die große Birke im Garten und leistet den Ameisen und Katzen Gesellschaft. Als Anatole, der mürrische Nachbar, auf Manon aufmerksam wird, ahnen weder das Mädchen noch der alte Mann, welche Bedeutung sie einmal füreinander haben werden. Gemeinsam entdecken sie die Welt des Kleinen Prinzen, lernen von seinen Reisen zu anderen Planeten und seinen außergewöhnlichen Freundschaften und werden selbst zu Freunden, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Als eines Tages plötzlich Briefe von Manons Mutter eintreffen, fassen sie gemeinsam mit Pierre und Sophie den Entschluss, nach Marokko zu reisen und sie zu suchen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, die jeden von ihnen verändern wird… *Meine Meinung:* Das achtjährige Mädchen Manon, das aus Einsamkeit mit Katzen und Ameisen spricht. Ihr Vater Pierre, der sich aus Verzweiflung nicht rühren kann. Ihre Tante Sophie, die aus so vielen Ebenen des Lebens einen Ausweg sucht. Und Anatole, der alte Französischlehrer, der an seinem Lebensabend vergessen hat zu leben. Eine verquere Truppe, die zwar im gleichen Gebäudekomplex wohnt, sich aber nicht wirklich zu kennen scheint, beschließt kurzerhand eine Reise nach Marokko zu unternehmen, um nach Manons Mutter zu suchen, die ihre Familie eines Morgens urplötzlich verlassen hat. Während ihrer abenteuerlichen Reise quer durch Europa finden die vier unterschiedlichen Figuren viel Zeit zum Nachdenken. Bekannte Orte beschwören Erinnerungen herauf, an die man schon viel zu lange nicht mehr gedacht hat, und anregende Gespräche fordern sie dazu auf, neue Perspektiven des Lebens kennenzulernen. Gemeinsam mit den Charakteren erlebt man eine außergewöhnliche Reise, die viel mehr bietet als einen Roadtrip mit unterschiedlichen Hintergrundgeschichten. „Bäume reisen nachts“ ist ein Buch über eine Reise, die jeden mitnimmt und weit über die Buchdeckel hinausgeht: eine Reise durch das Leben. Aber „Bäume reisen nachts“ beginnt schon vor der Autofahrt nach Marokko. Aude Le Corff setzt ihre Erzählung dort an, wo für die junge Manon das Leben endlich einen Weg aus ihrer Verzweiflung bereithält. Nach Monaten der Trauer, der Sehnsucht und der Verzweiflung, die ihre Mutter mit ihrem plötzlichen Verschwinden ausgelöst hat, trifft das einsame Mädchen auf den alten Anatole. Obwohl die beiden Nachbarn sind, sind sie sich bisher kaum begegnet, doch ihr erstes Treffen und die daraus erwachsende Freundschaft verändert alles: Manon beginnt wieder zu Leben – und auch Anatole, der sich schon mit seinen letzten Tagen abgefunden hat, schöpft neuen Lebenswillen. Hier beginnt eine Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft, über Verlust und Trauer, über Träume und Sehnsüchte und den Mut, sich diese zu erfüllen. „Bäume reisen nachts“ ist ein Roman mit klaren Aussagen, aus dem man als Leser vieles für sich mitnehmen kann. Was mich persönlich ein wenig enttäuscht hat, war die grundlegende Entwicklung der Handlung. Steht zu Beginn noch ganz klar die bedeutsame Freundschaft zwischen Manon und Anatole im Vordergrund, zieht die Autorin Aude Le Corff im Verlauf der Geschichte immer mehr andere Handlungsstränge hinzu. Langsam, aber sicher entwickelt sich „Bäume reisen nachts“ von einem Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft zu einem Buch über fünf Schicksale, die extrem unterschiedlich sind und doch alle miteinander zusammenhängen. Dabei ist jedes dieser fünf Schicksal es wert, dass sie erzählt werden. Die Autorin schildert sie auf berührende Weise und hat mich mit jedem Kapitel mehr in die Geschichte hineingezogen. Ich wollte um jeden Preis erfahren, wie es mit Manon, Anatole, Sophie und Pierre weitergeht. Wollte erfahren, was sie zu erzählen haben, was für ein Leben sie geführt haben, dass sie zu den Menschen geworden sind, die sie sind. Dabei greift Aude Le Corff einige ungewöhnliche Themen auf, die sie ihren Lesern ebenso speziell nahebringt. Obwohl mich die Schicksale berührt, bewegt und zum Nachdenken gebracht haben, hatte ich mir von „Bäume reisen nachts“ im Großen und Ganzen etwas anderes erhofft. Die Freundschaft zwischen Manon und Anatole ist und bleibt das Highlight des Romans, das jede andere Facette der Geschichte nicht einmal ansatzweise übertrumpfen kann. Zu lesen, wie die beiden sich trotz all der Unterschiede gegenseitig aufbauen und Mut schenken, wie sie sich durch ihre gemeinsame Zeit wieder dem Leben annähern, hat mein Herz höher schlagen lassen. Freundschaft kennt keine Grenzen – und Altersgrenzen erst recht nicht. *Fazit:* „Bäume reisen nachts“ von Aude Le Corff ist ein besonderer Roman, der mich tief berührt hat. Zwischen den Buchdeckeln wartet eine außergewöhnliche Geschichte über eine noch viel außergewöhnlichere Freundschaft auf den Leser, die zum Nachdenken bewegt. Manon und Anatole sind zwei Figuren, die sich genau in dem Moment das erste Mal begegnen, als sie sich gegenseitig am meisten brauchen. Ohne zu wissen, was sie einmal füreinander bedeuten werden, bringen das Mädchen und der alte Mann sich gegenseitig wieder dazu zu leben. „Bäume reisen nachts“ ist ein Roman mit so vielen Werten, aus denen man selbst lernen kann, und so lässt man die Figuren nach der letzten Seite zwar ziehen, aber doch nicht aus dem eigenen Leben verschwinden. Leider entwickelte sich die Geschichte mit der Reise der vier Charaktere in eine Richtung, die nicht ganz mit dem emotionalen Anfang mithalten konnte. Weniger lesenswert wird der Roman deshalb allerdings keinesfalls. Für „Bäume reisen nachts“ vergebe ich 4 Lurche.

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