Aude Le Corff Bäume reisen nachts

(175)

Lovelybooks Bewertung

  • 182 Bibliotheken
  • 15 Follower
  • 3 Leser
  • 73 Rezensionen
(35)
(67)
(57)
(10)
(6)

Inhaltsangabe zu „Bäume reisen nachts“ von Aude Le Corff

Seit Monaten verbringt die achtjährige Manon ihre Nachmittage allein, unter einer riesigen Birke im Garten. Sie verschlingt ein Buch nach dem anderen und spricht mit Ameisen und Katzen, nur um an eines nicht denken zu müssen: das spurlose Verschwinden ihrer Mutter. Mit dem eigenen Kummer beschäftigt, vermögen Manons Vater Pierre und ihre Tante Sophie das stille Mädchen nicht zu trösten. Doch Manons Einsamkeit erweicht das Herz des mürrischen Nachbarn Anatole, der, seitdem er nicht mehr unterrichtet, sich von Kindern möglichst fernhält. Sie beginnen, gemeinsam den Kleinen Prinzen zu lesen, und es erwächst eine außergewöhnliche Freundschaft. Als eines Tages überraschend Briefe der Mutter eintreffen, schmieden das Mädchen und der alte Mann einen kühnen Plan, der sie gemeinsam mit Pierre und Sophie auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa führt …

Bäume reisen nachts ist ein herzzerreißend schöner Roman über die Freundschaft ungleicher Menschen, über eine Familie, die sich neu erfindet, und den Mut eines kleinen Mädchens, Träume in Wirklichkeit zu verwandeln.

Der kleine Prinz - in Klassiker -, als verbindendes Element zwischen den in ihren Alltagsnöten gefangenen Protagonisten.

— Stephan59

Es hat seine Höhen und Tiefen, aber es ist jetzt kein Buch das man gelesen haben muss.

— Bücherwurm

Erst zum zweiten Mal ein Buch beiseite gelegt. Mir passiert zu wenig. Aber es bekommt noch eine Chance - die Figuren sind schön gemalt.

— Metalhepchen

Ein wunderschönes, ruhiges und bewegendes Buch ...

— wortgeflumselkritzelkram

Still und leise ohne viel Trara regt dieses Büchlein zum Nachdenken an und zu einer Reise zu sich selbst

— Valabe

Eine süße Geschichte über die Freundschaft.

— zhera

Sehr schön! Nur das Ende... das war mir irgendwie zu verschwommen. Hatte nichts diesen WUMMS!, den ich erwartet hätte.

— SvenjaHirsch

Schönes Buch das fesselt und bei dem man ohne Pause weiterlesen will

— A_Thousand_Years

Eine schöne Geschichte mit zu Disney-likem Ende.

— milkshakee

Schöne Geschichte über das Leben, Familie und Freundschaft.

— hi-speedsoul

Stöbern in Romane

Der Weihnachtswald

Eine schöne Weihnachtsgeschichte

Amber144

Alles wird unsichtbar

Eine tragische und fesselnde Geschichte, auf die man sich jedoch erst einlassen muss.

Prinzesschn

Kirchberg

Kraftvoll und leise, ein inhaltlich und sprachlich gelungenes Buch, abseits des Mainstreams

monerl

Kleine Stadt der großen Träume

Auch wenn Eishockey eine zentrale Rolle spielt, geht es um sehr viel mehr als das... Sehr tiefgründig und emotional. Für mich Highlight 2017

mareike91

Fever

Genial! Packendes Epos, das sehr klug und spannend vom menschlichen Zusammenleben erzählt. Ein absolutes Jahreshighlight 2017!

Gwendolyn22

Karolinas Töchter

Sehr berührend

Amber144

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Bäume und ihre Reisen

    Bäume reisen nachts

    Nerolaan

    01. November 2017 um 18:36

    Für die kleine Manon bricht eine Welt zusammen: ihre Mutter hat sie einfach verlassen. Einfach so. Ohne was zu sagen.  Auch ihr Vater Pierre ahnte nichts und so befindet auch er sich in einer Schockstarre und vergisst alles um sich herum – auch Manon. Und ihre Tante Sophie? Ja, dies ist an der Situation mit schuldig. Sie wusste sicher was, also kann sie Manon gestohlen bleiben. Und so wird die kleine Manon immer wunderlicher. Bis sie eines Tages Freundschaft mit ihrem Nachbarn Anatole schließt, ein pensionierter Literaturlehrer. Doch mit seiner Freundschaft schein sich alles für Manon zu ändern… „Bäume reisen nachts“ ist ein kurzer, aber gleichzeitig merkwürdiger Roman. Die Figuren an sich sind wunderbar gezeichnet. Man sieht die kleine, verzweifelte Manon direkt vor sich wie auch den kautzigen alten Nachbarn Anatole, der durch seine Freundschaft zu Manon wieder auflebt und gefühlt 20 Jahre jünger wird. So ist es dank der einfühlsamen Schreibweise des Autors ebenfalls kein Problem das Leid von Manons Mutter zu spüren, die die Familie plötzlich verlässt und alles ins Chaos stürzt. Und gleichzeitig habe ich einige Mal sprachlos vor dem Buch gesessen und konnte die Figuren nicht verstehen.  So habe ich offen gesagt kein Verständnis dafür, dass Manons Mutter einfach geht – egal wie sehr sie leidet. Gleichzeitig habe ich nur bedingt Verständnis für den Vater, der  -nachdem endlich ein Brief ankam – alles stehen lässt und los möchte… Auch blieb mir die persönliche Geschichte von Sophie zu oberflächlich. Sicher, der Erzählstrang sollte wohl nicht im Vordergrund stehen. Die Frage, die ich mir dann nur stelle ist, ob es dann notwendig war auf das Thema auf gerade mal 200 Seiten anzusprechen. So einfühlsam der Schreibstil des Autors ist, wenn es um seine Figuren geht, so nervig fand ich seine Syntax dann insgesamt dann doch. Es reiht sich ein Hauptsatz an den anderen und sorgt so dafür, dass der Roman nach ca. 20 Seiten sperrig zu lesen wird. Auch wenn der Schreibstil die Eintönigkeit der Figuren wunderbar unterstützt. Neben all diesen Kritikpunkten haben vor allem die Episoden zwischen Manon und Anatole mich mit dem Roman etwas versöhnt. Denn ihre wunderbare, leise Freundschaft ist nicht nur etwas seltenes, sondern auch etwas wunderbares, dass noch wundervoller beschrieben wird. Und sie erklärt auch, warum Bäume nachts reisen…

    Mehr
  • eine gute Idee, ein toller Plot - aber wenig fesselnd

    Bäume reisen nachts

    Stephan59

    15. September 2017 um 19:12

    Was für eine gute Idee, Antoine de Saint-Exupéry's Kleinen Prinzen als verbindendes Element zwischen der traurig - verlasenen Manon und dem verbitterten Alten, Anatole, einzusetzen. Ein Plot, der mit der abenteuerlichen Reise ins fremdartige Marokko, auf den Spuren der Kindsmutter, die dorthin aus ihrer Depression floh, eine wunderbar runde Rahmenhandlung bietet.Die Psychologisierung der handelnden Personen bleibt hölzern und aufgesetzt, sodass die Protagonisten des Romans einem bis zum Ende fremd bleiben. Dass die Schwester von Anais, Sophie, geboren als Junge, auch noch ihre neue, weibliche Geschlechtsidentität zu leben versucht, wird in der Gesamtkonstellation zu einem Zuviel, dessen literarische Notwendigkeit sich nicht erschließt.Warum am Ende, als Anais zu Mann und Kind zurückfindet, gleich eine Weltreise der Kleinfamilie, ansteht, steht gänzlich unverbunden mit der Story da.Schade um den schönen Plot!

    Mehr
  • „Freundschaft kennt keine Altersgrenzen“

    Bäume reisen nachts

    Code-between-lines

    Zum Inhalt: Seit ihre Mutter vor vier Monaten ohne ein Wort verschwunden ist, ist es dunkel im Leben der achtjährigen Manon geworden. Traurig und verstört, voller unerfüllter Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr der Mutter, flüchtet sich das kleine Mädchen jeden Tag unter die große Birke im Garten, wo nur die Katzen und Ameisen ihren stummen Gesprächen lauschen und sie Zuflucht in der Welt der Bücher findet. Zu Hause, wo ihr Vater aufgehört hat, am Alltag teilzunehmen und sich Stück für Stück selbst aufgibt, hält sie es nicht aus. In dieser Situation trifft sie eines Tages auf den achtzigjährigen Anatole, einen Nachbarn, der von dem kleinen Mädchen mit den großen traurigen Augen angerührt ist. „Was erzählt sie den Ameisen mit so betrübter Miene? Und was lockt die Katzen zu ihr? Spüren sie ihre offensichtliche Traurigkeit?“ (S. 12) Fortan reicht er ihr eine Hand und gibt ihr wieder einen Grund zum Lächeln, indem er ihr Zeit und Geschichten schenkt. Während Anatole ihr Nachmittag für Nachmittag aus „Der kleine Prinz“ von Antoine-de-Saint-Éxupery vorliest, erfährt er nach und nach von Manons großer Traurigkeit, und auch sein eigener, seit Jahren einsamer und eintöniger Alltag, füllt sich nach und nach wieder mit Sinn und Inhalt. Als plötzlich ein Brief der Mutter eintrifft, ist Manon wie elektrisiert, und auch ihr Vater Pierre wird endlich aus seiner Lethargie gerissen. Ein Lebenszeichen der Mutter, ein Schimmer von Hoffnung – und unversehens befindet sich ein Vierergrüppchen – bestehend aus Manon und ihrem Vater, zusammen mit Manons Tante Sophie und dem neu hinzugewonnenen Freund Anatole – auf dem Weg quer durch Europa, um das Glück der Familie zu retten. Eigene Meinung: Dieses Buch ist zu großen Teilen einfach nur wunderschön! Es ist in einer wunderschönen, zarten Sprache geschrieben, und die beiden Hauptprotagonisten – die kleine Manon und der alte Anatole – werden so liebevoll und lebensecht beschrieben, dass sie sofort ihren Weg in mein Herz gefunden haben. Wunderschön beschrieben die vorsichtig aufkeimende Freundschaft zwischen den beiden! „Der alte Mann und das kleine Mädchen wechseln einen Blick, nehmen sich bei der Hand und fliegen davon. Ohne sich voneinander zu lösen, eilen sie von Stern zu Stern, bis zu einem kleinen Planeten, auf dem sie zwischen drei Vulkanen, einem Schaf und einer Rose einzigartige Gedanken austauschen.“ (S. 196) Und gespickt mit so wunderschönen Sätzen, zum Teil angelehnt an den „Kleinen Prinzen“, zum Teil vollständig aus der Feder Aude Le Corffs, dass ich oft gar nicht wusste, welche Textstelle ich als erstes markieren soll. Ich habe das Buch wirklich mit Hochgenuss gelesen. Einen Stern Abzug muss ich allerdings leider für das abrupte und schon fast lieblos erscheinende Ende verteilen. Nachdem das ganze Büchlein so langsam und oft poetisch, mit viel Liebe zum Detail erzählt ist, habe ich mich von dem rasch abgewickelten Ende nahezu überrollt gefühlt. Es machte fast den Eindruck, als habe die Autorin am Ende des Buches keine Lust, oder keine gute Idee mehr für ein Ende gehabt. Schade. Denn ansonsten ist es wirklich ein ganz zauberhaftes Buch!

    Mehr
    • 2
  • für zwischendurch

    Bäume reisen nachts

    Bücherwurm

    29. May 2017 um 02:49

    Von "Bäume reisen nachts" von Aude le Corff hatte ich irgendwie mehr erwartet. Die ersten Kapitel fand ich auch noch wirklich gelungen, wobei ich gestehen muss, vermutlich lag es wieder daran, dass es eben auch um Bücher und Literatur ging. Und diese Faszination, die junge Leser packt, wenn sie durch Bücher anfangen Welten zu erforschen.Recht bald ging mir die Nacherzählung des kleinen Prinzen dann aber auch auf die Nerven, das Buch schien so völlig auf diesem Klassiker aufzubauen und ich wünschte mir einen eigenen Plot.Dieser kam und war etwas dünn und enttäuschend.Worum geht´s?Es geht um ein kleines Mädchen, deren Mutter die Familie verlassen hat. Der Vater verkommt im Alkoholismus, das Mädel vereinsamt. Ein alter Lehrer nimmt sich erst wenig begeistert, dann immer verantwortungsbewusster dem Mädchen an und lässt sich in diese Familientragödie verstricken. Durch ihn kommen viele französische Klassiker zu Wort, Titel, von denen ich zuvor niemals etwas hörte und deren Zitate mich nicht berührten.Trotz geringem Umfang packt die Autorin dann auch noch eine Transgender-Geschichte mit rein, so dass das Hauptthema "seinen Lebensinhalt finden und zu leben" noch eine weitere Säule erhält.Ob passend oder nicht, das Buch konnte mich nicht wirklich überzeugen.

    Mehr
  • Rezension zu "Bäume reisen nachts" von Aude Le Corff

    Bäume reisen nachts

    tragalibros

    22. March 2017 um 10:30

    Der Rentner Anatole beobachtet seit einiger Zeit ein kleines Mädchen, das im Garten unter einer großen Birke sitzt und mit Ameisen und Katzen darüber spricht, dass ihre Mutter sie und ihren Vater verlassen hat. Er beschließt Manon den Kleinen Prinzen vorzulesen. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft und schließlich machen sich die beiden, gemeinsam mit Manons Vater und Tante auf den Weg, um ihre Mutter zurückzuholen... "Bäume reisen nachts" war für mich fast schon ein modernes Märchen. Durch einen sehr poetischen Schreibstil und vielen Zitaten von Antoine de Saint-Exupéry und anderen bekannten Schriftstellern, ist dieses Buch zu etwas Besonderem geworden, das ich so bisher noch nicht gelesen habe.Der Leser wird mit dem traurigen Schicksal einer Achtjährigen konfrontiert, erfährt von einer wunderbaren Freundschaft und wird schließlich mit auf eine Reise genommen, die alle Protagonisten für immer zusammenschweißt. Doch leider gab es für mich auch Kritikpunkte. Zum einen fand ich das Ende sehr kitschig und fast wie in einem Disney-Märchen. Es kam mir sehr unrealistisch vor, dass ein Ehepaar, welches seit Jahren solche Probleme hat, dass die Frau die Familie im Stich lässt, sich plötzlich und innerhalb weniger Augenblicke wieder zusammenraufen kann und alles ein gutes Ende nimmt. Hier wären vielleicht ein paar Seiten mehr angebracht gewesen, um die Situation gänzlich zu klären. Auf der anderen Seite gab es im Verlauf des Romans einige Längen, in denen meine Gedanken schweiften und ich mich nicht mehr richtig auf die Handlung konzentrieren konnte. Auch gab es Abschnitte, in denen ich an der geistigen Gesundheit einiger Protagonisten gezweifelt habe... Zu loben ist aber die wunderbare Art, wie dem Leser die Landschaften und Orte nähergebracht werden, durch welche die Protagonisten reisen. Diese Passagen wirkten auf mich sehr plastisch und so, als würde man durch einen Reiseführer blättern. Gefallen hat mir auch die Darstellung der einzelnen Charaktere, mit viel Tiefe und Feingefühl wurden die Personen gezeichnet. Alles in allem ist "Bäume reisen nachts" ein Roman, den man entspannt an einem Wochenende oder als Überbrückung zwischen zwei anderen Büchern lesen kann. Mehr aber leider auch nicht. Daher vergebe ich drei Sterne und ein Gut.

    Mehr
  • Freundschaft kennt kein Alter

    Bäume reisen nachts

    zhera

    27. October 2016 um 20:38

    InhaltSeitdem die Mutter der achtjährigen Manon spurlos verschwunden ist, sitzt sie jeden Nachmittag unter ihrem Baum und spricht mit den Ameisen und Katzen. Der Rentner Anatole hat Mitleid mit ihr und von diesem Tag an lesen sie gemeinsam Der kleine Prinz. Als Briefe von Manons Mutter auftauchen, wagen sie sich auf eine abenteuerliche Reise. Meine Meinung»Jeden Abend, wenn ich zum Himmel schaue, werde ich an dich denken. Kurz bevor die Bäume ihre Reise durch die Nacht antreten.« Nachdem ich zwei sehr berührende Romane gelesen haben, wollte ich etwas fröhlicheres lesen. In einer Buchhandlung lief mir dann dieses Buch über den Weg und der Klappentext hat mich davon überzeugt, dass es genau das Richtige für mich sein könnte. Ich liebe ja Bücher mit ungewöhnlichen Freundschaften und die kleine Manon und den Rentner Anatole trennen ja einige Jahre. Trotzdem schenken sich beide gegenseitig so viel und man schließt beide Charaktere langsam aber sicher ins Herz. Manon weckt in Anatole wieder die Lebensgeister und Anatole bringt Manon einige Bücher und Orte bei. Es ist einfach nur wunderschön.Auch die Reise mit den zwei anderen Charakteren - Pierre und Sophie - war einfach wundervoll. Man konnte ihre Beweggründe unglaublich gut nachvollziehen und man hat irgendwie mit allen Charakteren Mitleid. Ich habe von dem Buch nicht mehr erwartet, als die Freundschaft zwischen Manon und Anatole und war daher überrascht, dass es ernstere Themen angesprochen hat. Es war einfach wundervoll und hat noch einmal gezeigt, wie viel wir auch von den älteren Menschen in der Bevölkerung lernen können und umgekehrt. Ich war daher sehr erleichtert, dass das Buch dann noch ein positives Ende nahm und ich glaube, alles andere hätte dazu auch nicht gepasst. Ich mag das ganze Geflecht, dass sich aus dieser Freundschaft entwickelt hat und das Buch hinterließ ein wohliges Gefühl bei mir. FazitEs war ein Roman, der mich bezaubern konnte und es war sicher nicht mein letzter Roman von dieser Autorin. Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass er mit 201 Seiten doch recht kurz ist. Trotzdem gibt es eine Leseempfehlung für diejenigen, die eine kurzweilige, bezaubernde Unterhaltung suchen und genauso sehr ungewöhnliche Freundschaften lieben wie ich.

    Mehr
  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

    Mehr
    • 1210
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

    Mehr
    • 1702
  • Eine kurzweilige Reise,...

    Bäume reisen nachts

    tobeldani

    11. January 2016 um 17:44

    ... Andre Le Corff nimmt uns hier mit auf eine Reise, die vier Menschen unternehmen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Wir dürfen teilhaben an der Entstehung einer ganz außergewöhnlichen Freundschaft zwischen einem kleinen, traurigen Mädchen und einem einsamen alten Mann. Wir beobachten die Entwicklungen beider, können teilhaben an einer geistigen wie physischen Reise, die beiden völlig neue Horizonte eröffnet. Bäume reisen nachts ist ein wunderbares Geschenk und gefällt ganz sicher auch Menschen, die sonst nicht viel lesen. Der Schreibstil von Le Corff ist leicht und angenehm, wir erfahren ganz nebenbei spannende Dinge über Frankreich, Spanien und Marokko ohne uns auch nur einmal zu langweilen.

    Mehr
  • Bäume reisen Nachts

    Bäume reisen nachts

    marjana_

    18. November 2015 um 17:33

    Inhalt: Die 8-Jährige Manon fühlt sich nach dem Verschwinden ihrer Mutter furchtbar einsam. Jeden Nachmittag sitzt sie unter einer Birke im Garten, liest und spricht mit Ameisen und Katzen. Ihr Vater hat sich zurückgezogen und kämpft gegen die Trauer, auch er ist nicht für seine Tochter da. Doch Anatole sieht Manon in ihrer Einsamkeit unter ihrer Birke und will ihr helfen. Zusammen lesen sie den kleinen Prinzen und es entsteht eine tiefe Verbundenheit der beiden. Als Manon und ihr Vater Pierre ein Brief von der Mutter erhalten, machen sie sich mit Anatole und Manons Tante Sophie, auf den Weg zu ihrer Mutter. Meine Meinung: Das Cover gefällt mir sehr gut, es passt toll zum Inhalt des Buches. Auch der Titel ist sehr ansprechend, geheimnisvoll und schön. Das Buch fängt mit einer sehr düsteren und traurigen Stimmung an. Ich hatte viel Mitgefühl für Manon, da sie in einer Situation steckt, sie man keinem Kind zumuten will. Als sie sich mit Anatole anfreundet merkt man, dass sie aus dieser Beziehung Kraft schöpft und das es ihr besser geht. Aber auch Anatole, der am Anfang etwas mürrisch ist, findet zu neuer ungeahnten Lebenskraft. Ich fand die Beziehung zwischen dem Kind und einem schon alten Mann sehr schön dargestellt. Als die Gruppe, zur Suche nach Manons Mutter aufbricht, gewinnt die Geschichte an Schwung und man kann fühlen, dass Manon und Pierre neue Hoffnung haben. Die Geschichte bleibt ruhig und hat hin und wieder lustige Momente. Mir haben vor allem die verschiedenen Stopps der Reise gefallen. Jeder Ort erzählt eine Geschichte und hat oft persönliche Zusammenhänge zu den Charakteren, dadurch lernt man auch etwas über die Vergangenheit der Personen kennen. Am Anfang fällt es mir echt schwer die Personen zu zuordnen und einzuschätzen, aber man lernt sie immer mehr kennen und versteht dann auch die Verhaltensweisen und Gefühle der Charaktere. Ich hatte das Gefühl, dass keine Person im Hintergrund steht. Jede war wichtig für die Geschichte und wenn eine Person fehlen würde, wäre die Geschichte uninteressant. Ich muss ehrlich sagen, dass sie mir etwas fehlen auch wenn das Buch so kurz war, sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen.Mir hat es sehr gefallen, dass die Charaktere sich gegenseitig beeinflusst haben. Das Ende ging mir etwas zu schnell, es gab keine Konsequenzen und ich hatte das Gefühl, dass das Verhalten der Mutter einfach hingenommen wird. Trotzdem habe ich mich für Pierre und Manon gefreut, die wieder ihrer komplette Familie hatten. Das hat mich berührt und gab mir ein gutes Gefühl. Das Buch ist sehr flüssig und gefühlvoll geschrieben.  Fazit: Bei dem Buch sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen, vor allem die Beziehung von Manon und Anatole ist besonders und hat mich berührt. Das Buch ist toll geschrieben und wird mir noch lange positiv im Gedächtnis bleiben!

    Mehr
  • Zusatzaufgabe und Buchverlosung zum Lesesommer 2015 - Woche 6

    Das Mädchen, das nach den Sternen greift

    Marina_Nordbreze

    Der LovelyBooks Lesesommer geht in die sechste Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 6. Woche hat der Insel Verlag auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen!  Zusammen mit dem Insel Verlag verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus: "Das Mädchen, das nach den Sternen greift" von Pep Bras "Ein englischer Sommer" von Gabriele Diechler (hier läuft gerade eine Leserunde) "Dieser eine Sommer" von CJ Hauser (auch hier gibt es eine Leserunde) "In jenen hellen Nächten" von Roy Jacobsen (zur Leserunde) "Cottage mit Kater" von Hermien Stellmacher (Facebook-Seite zum Buch) Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!  Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage:  Bei so vielen neuen Insel Büchern, die es diese Woche zu entdecken gibt, interessiert uns natürlich, welches Buch aus dem Insel Verlag euch in letzter Zeit so richtig begeistert hat. Nennt uns doch Titel und Autor und warum ihr das Buch so toll findet. Wer möchte, postet ein Foto von diesem Buch bei Instagram, Twitter oder bei Facebook mit dem Hashtag #LBLesesommer und verlinkt den Insel Verlag. Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte, wer zusätzlich ein Foto bei Instagram/Twitter/Facebook postet und hier im Thema den Post verlinkt, erhält insgesamt 300 Punkte!  Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen!  Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.

    Mehr
    • 261
  • Bäume reisen nachts

    Bäume reisen nachts

    ANATAL

    13. August 2015 um 13:37

    “Bäume reisen nachts“, was für ein schöner Buchtitel und auch in das Cover habe ich mich sofort verliebt. Es handelt von der achtjährigen Manon und ihrer Familie. Die Mutter hat sie verlassen und der Vater ist zu deprimiert um sich um das kleine einsame Mädchen zu kümmern. Dann fängt der alte Nachbar von unten Anatole an sich um Manon anzunehmen. Das Ganze führt zu einer höchst ungewöhnlichen Reise mit einer sehr speziellen Reisegruppe. Die Geschichte beginnt zunächst sehr traurig, kommt aber mit der Reise richtig in Schwung und hat durchaus ihre humorvollen Momente, die ich so gar nicht erwartet hätte. Die Autorin hat eine schöne, fliessende Erzählweise mit einer Menge literarischer Anspielungen und Anmerkungen. So begleitet beispielsweise die Geschichte “Der kleine Prinz“ den Leser während des  ganzen Romans, da Anatole immer wieder daraus vorliest und zitiert. Alles in allem eine schöne Reisegeschichte, die ich nur weiterempfehlen kann.

    Mehr
  • Die Geschichte einer besonderen Freundschaft

    Bäume reisen nachts

    Rilana

    10. August 2015 um 00:59

    Die Handlung Vor mehreren Monaten ist Manons Mutter verschwunden. Sie hat ihrer Tochter und ihrem Mann jeweils einen Brief hinterlassen und sich seither nicht mehr gemeldet. Da Manons Vater sehr unter dem Verschwinden der Mutter leidet und nur noch ein Schatten seiner selbst ist, fühlt sich die Achtjährige furchtbar einsam. Darum sitzt sich nach der Schule meist unter der Birke im Garten, redet mit Katzen und Ameisen und liest, um ihrer Trauer und ihrer Angst zu entfliehen. Der achtzigjährige Anatole ist eigentlich ein ziemlich griesgrämiger Geselle. Die Nachbarn sehen ihn immer nur schimpfend durch Garten gehen, wenn er gerade mal wieder wegen einem seiner vielen Wehwehchen beim Arzt war. Doch die kleine Manon einsam unter dem Baum zu sehen, erinnert ihn an ein Buch, dass er liebt, den kleinen Prinzen. So geht Anatole eines Tages zu Manon in den Garten und von da an besucht sie ihn regelmäßig, um sich von ihm vorlesen zu lassen. Als Briefe von Manons Mutter eintreffen und die Familie so endlich erfährt, wo sie sich befindet, beschließt der Vater kurzerhand zu seiner Frau nach Marokko zu reisen. Manon, ihre Tante Sophie und auch Anatole begleiten ihn auf der langen Autoreise. Mein Eindruck Bäume reisen nachts ist ein Buch, dass vom ersten Satz an fasziniert. Die Charaktere und ihre jeweilige Situation werden so eingängig beschrieben, dass man sich kaum von der Geschichte lösen kann. Dabei bilden die kleine Manon, ihr depressiver Vater Pierre, die sehr individuelle Tante Sophie und der sonst so griesgrämige Anatole eine Reisegruppe, bei der Probleme vorprogrammiert sind. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte, sein eigenes Leid, dass ihm auf den Schultern lastet. Jede dieser Geschichten wird auf einfühlsame Art vermittelt und auch Manons Mutter lernt man mit jedem Kapitel etwas besser kennen, weil jeder der vier Reisenden seine eigenen Eindrücke von ihr hat. Besonders schön ist, dass man beim Lesen merkt, wie sich diese vier ungleichen Menschen gegenseitig beeinflussen, sodass sie nach und nach ihre Ängste und Sorgen preisgeben können. Mein Fazit Ein wunderschön geschriebenes Buch, das beim Leser noch lange nachhallt.

    Mehr
  • Begeisterungsstürme blieben aus

    Bäume reisen nachts

    Bibliomania

    Angeblich ein Roman, der ganz Frankreich begeistert haben soll. Nun ja, es war wirklich ein ganz hübscher kleiner, kurzweiliger Roman. Die Autorin versteht es wirklich gut, das Herz zu rühren, dennoch scheint es im Moment wieder Mode zu sein Geschichten zwischen Kinder und älteren Herren zu schreiben. Manon ist acht. Ihre Mutter hat sie von einen Tag auf den nächsten verlassen, ohne Vorwarnung. Ihr Papa ist zwar noch physisch vorhanden, ist jedoch mindestens genauso getroffen wie Manon. Er isst kaum, schläft nur noch, trinkt und stinkt, da er sich nicht duscht. Der ältere Herr aus der Nachbarwohnung kann das Leiden des Mädchens nichts mit ansehen und nimmt sich ihrer an. Bald schon befinden sie sich auf einer abenteuerlichen Reise, die die Welt aller Beteiligten gehörig auf den Kopf stellt. Wunderbar zu lesen und eine irgendwie tragische Geschichte. Am Ende hat die Autorin meiner Meinung nach jedoch einfach zu viel gewollt. Dennoch eine wirklich nette Unterhaltung!

    Mehr
    • 2

    BrittaRoeder

    01. June 2015 um 20:45
  • Rezension zu "Bäume reisen nachts"

    Bäume reisen nachts

    littleowl

    21. April 2015 um 07:37

    Inhalt: Seit ihre Mutter die Familie aus heiterem Himmel verlassen hat, schwebt der Kummer über der achtjährigen Manon wie eine dunkle Wolke. Weder ihr Vater Pierre, der selbst in Depression und Hoffnungslosigkeit versunken ist, noch ihre Tante Sophie können ihr dabei helfen, mit der Situation umzugehen. Um der trostlosen Realität zu entfliehen, verbringt sie ihre Nachmittage damit, im Garten unter einer Birke ein Buch nach dem anderen zu verschlingen und mit Katzen und Ameisen zu sprechen. Ihr Nachbar, der pensionierte Lehrer Anatole, hat Mitleid mit dem Mädchen und versucht sie aufzuheitern, indem er ihr aus „Der kleine Prinz“ vorliest. Trotz aller Unterschiede entwickelt sich zwischen den beiden Bücherliebhabern schnell eine innige Freundschaft. Dann wird eines Tages Manons Familie aus ihrer Apathie gerissen, als überraschend Briefe von Mutter Anaïs eintreffen. Der Absender verrät, dass sie sich in Marokko aufhält. Alle sind sich einig, dass es nicht weitergehen kann wie bisher, also fassen Manon, Pierre, Sophie und Anatole den gewagten Plan, Anaïs zu besuchen und sie zur Rückkehr zu bewegen. Schreibstil: Insgesamt hat mir der Schreibstil gut gefallen und es gab viele poetische Momente, die mich berührt haben. Allerdings haben sich teilweise auch ein paar abgedroschene Phrasen eingeschlichen, die das Ganze dann ins Klischeehafte abgleiten lassen. Die 4 Freunde kommen auf ihrer Reise an vielen wunderschönen Orten vorbei, die sehr anschaulich beschrieben wurden. Nur manchmal übertreibt es die Autorin ein bisschen mit dem Postkartenkitsch. Gestört hat mich außerdem, dass öfters Figuren aus Romanen zitieren. Das kann den Text zwar bereichern, wenn es an der Stelle passt, aber hier wirkte es auf mich eher aufgesetzt. Handlung: Die Geschichte beginnt auf jeden Fall vielversprechend. Manon ist wirklich in einer schlimmen Situation und man leidet als Leser sofort mit ihr. Die Freundschaft zwischen Anatole und Manon hat sich für meinen Geschmack ein bisschen zu schnell entwickelt. Ich hätte mir gewünscht, dass die Annäherung etwas mehr ausgearbeitet wird, die beiden sind dann aber ein ganz süßes Gespann. Der Moment, als die 4 zu ihrer Reise aufbrechen, weckt auf jeden Fall Spannung, jedoch plätschert die Geschichte gerade in diesem Teil des Romans dann zu sehr vor sich hin. Der Roadtrip besteht im Prinzip wirklich nur darin, dass sie mit dem Auto fahren und ab und zu an Postkartenorten aussteigen, um zu essen. Der Schluss hat mich ehrlich gesagt ein bisschen irritiert, denn nach dem vorher aufgebauten Konflikt macht es sich die Autorin hier eindeutig zu leicht. Gut gefallen hat mir vor allem der Handlungsstrang rund um Anaïs Schwester Sophie, die eigentlich ein Transsexueller namens Frédéric ist. Die Autorin scheint sich viel mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben, denn Sophies Gefühle und die mit ihrer Transsexualität verbundenen Schwierigkeiten werden überzeugend und nachvollziehbar dargestellt. Charaktere: Unter den Charakteren sticht eindeutig die kleine Manon hervor. Sie ist zwar durch die Vernachlässigung ein bisschen schrullig geworden, aber trotzdem unglaublich liebenswert, sodass ich sie schnell ins Herz geschlossen habe. Anatole wird im Klappentext als „mürrisch“ beschrieben, ist es jedoch nur etwa 10 Seiten lang. Der Senior ist zwar eine sehr sympathische Figur, aber die Wandlung in seiner Persönlichkeit war mir dann doch ein bisschen zu abrupt. Sophie ist eine faszinierende Figur und zu Beginn für Anatole ziemlich geheimnisvoll. Sie hat sich einen Schutzpanzer zugelegt, um Anfeindungen zu ertragen, und will keine Schwäche zeigen, ist im Grunde aber unsicher und verletzlich. Mit Pierre konnte ich persönlich am wenigsten anfangen. Er hat seiner Tochter, nachdem seine Frau ihn verlassen hat, sträflich vernachlässigt. Doch sobald die Nachricht von Anaïs eintrifft, tut er so, als wäre nichts passiert, und macht sich mit Verbissenheit und Tunnelblick auf die Suche nach ihr. Fazit: Eine schöne Grundidee, aber leider hapert es an der Umsetzung.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks