Bäume reisen nachts

von Aude Le Corff 
3,7 Sterne bei180 Bewertungen
Bäume reisen nachts
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Positiv (103):
britsbookworlds avatar

Ein wunderbares, kleines Buch <3

Kritisch (16):
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Der kleine Prinz - in Klassiker -, als verbindendes Element zwischen den in ihren Alltagsnöten gefangenen Protagonisten.

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Inhaltsangabe zu "Bäume reisen nachts"

Seit Monaten verbringt die achtjährige Manon ihre Nachmittage allein, unter einer riesigen Birke im Garten. Sie verschlingt ein Buch nach dem anderen und spricht mit Ameisen und Katzen, nur um an eines nicht denken zu müssen: das spurlose Verschwinden ihrer Mutter. Mit dem eigenen Kummer beschäftigt, vermögen Manons Vater Pierre und ihre Tante Sophie das stille Mädchen nicht zu trösten. Doch Manons Einsamkeit erweicht das Herz des mürrischen Nachbarn Anatole, der, seitdem er nicht mehr unterrichtet, sich von Kindern möglichst fernhält. Sie beginnen, gemeinsam den Kleinen Prinzen zu lesen, und es erwächst eine außergewöhnliche Freundschaft. Als eines Tages überraschend Briefe der Mutter eintreffen, schmieden das Mädchen und der alte Mann einen kühnen Plan, der sie gemeinsam mit Pierre und Sophie auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa führt …

Bäume reisen nachts ist ein herzzerreißend schöner Roman über die Freundschaft ungleicher Menschen, über eine Familie, die sich neu erfindet, und den Mut eines kleinen Mädchens, Träume in Wirklichkeit zu verwandeln.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783458360193
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:201 Seiten
Verlag:Insel Verlag
Erscheinungsdatum:10.03.2014

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Rezensionen und Bewertungen

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    Orishas avatar
    Orishavor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein Roman ohne sonderliche Überraschungen, ein abstruses, verkitschtes Ende und eine durchschnittliche Sprache. Sicherlich kein Muss.
    Just another Roadtrip

    "Der Roman der ganz Frankreich bezaubert hat." ... titelt es auf der Rückseite des Einbandes - interessant denke ich und beginne zu lesen...


    Manon und Pierre wurden sitzen gelassen, von Anais - Manons Mutter, Pierres Ehefrau. Seither sitzt die Kleine unter einer Birke im Garten des Mehrfamilienhauses, liest, spricht mit den Ameisen und streichelt Katzen. Anatole, der ältere Nachbar, beobachtet dies argwöhnisch, doch bald wird Manon seine Welt auf den Kopf stellen. Sie freunden sich an und so wird der grummelige alte Nachbar Teil von Manons Familie, zu der auch Sophie gehört. Als nach monatelangem Schweigen, Briefe von Anais eintreffen, beginnt sich das Blatt zu wenden und die ungleichen Protagonisten machen sich auf eine Reise mit ungewissem Ausgang.

    Le Corff's Roman ist seicht - zu seicht, meiner Meinung nach. Denn etwas mehr Tiefe hätte diesem Roman nicht geschadet. Die Geschichte ist nicht neu, die Kombination ungleicher Protagonisten ebenso wenig. Eine abseitige Geschichte dazugetan und voilá wir haben "den Roman der ganz Frankreich bezaubert" hat. Warum? Das ist die eigentliche Frage. Die Charaktere sind nett, die Dialoge auch, aber sie sind eben nur nett. Sprachlich kann mich der Roman nicht abholen, die Sprache ist nicht schlecht, aber auch nicht herausragend und damit ist Le Corff's Buch Durchschnitt. Was an sich nicht schlimm ist, aber mich eben nicht voll und ganz abholen kann.

    Fazit: Ein Roman ohne sonderliche Überraschungen, ein abstruses, verkitschtes Ende und eine durchschnittliche Sprache. Sicherlich kein Muss.

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    Buchgespensts avatar
    Buchgespenstvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Nett, aber mehr auch nicht.
    Nett, aber nicht meins

    Seit ihre Mutter spurlos verschwunden ist, hat sich die kleine Manon zurückgezogen. Ganz fest glaubt sie, wenn sie nur bestimmte Rituale einhält, kehrt ihre Mutter zurück. Solange wird sie Katzen streicheln, Parkettfugen vermeiden und mit ihren Büchern unter der Birke sitzen und mit Ameisen sprechen. So kommt sie eines Tages mit ihrem dem mürrischen Rentner Anatole ins Gespräch. Als dann eines Tages überraschend ein Brief ihrer Mutter eintrifft, brechen alle Hals über Kopf auf, um sie zurückzuholen. Eine abenteuerliche Reise quer durch Europa beginnt.

    Ein schmales Buch mit einer rührenden Geschichte, doch mein Fall war es nicht. Zuviel auf zu wenigen Seiten – von Fehlgeburten bis zur Geschlechtsumwandlung, von Alkoholismus bis Rheuma. Die Charaktere konnten mich nicht berühren, die Geschichte blieb mir fremd und die Motivation war nicht überzeugend. Selbst die Verbindung zu Büchern und Phantasie ist in meinen Augen nicht richtig eingebunden, dabei schien dieses Thema so zentral zu sein. Es bleibt nur die Geschichte einer depressiven Frau übrig, die ihre Familie verlässt und damit alle unglücklich macht. Die Suche nach Liebe, nach Erfüllung und sich selbst – auch auf Kosten anderer.

    Wo genau dieses Buch mich verfehlt hat, kann ich nicht mal sagen. Es liest sich gut, sprachlich nichts zu bemängeln, aber für die Geschichte konnte ich keinerlei Interesse aufbringen. Schade.

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    britsbookworlds avatar
    britsbookworldvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderbares, kleines Buch <3
    Ein Buch, das einen bezaubert und für sich einnimmt :) Ich fand es wunderbar

    Hallo ihr Lieben <3

    Endlich bekommt ihr die Rezension von mir, die ich auch versprochen habe :) Ach ja, die Franzosen haben es mir schon angetan und hier meine ich auf jeden Fall die französischen Autoren, die es so gibt <3 Dieses Buch bekommt von mir 5 von 5 Sterne 🌟🌟🌟🌟🌟weil es einfach nur wundervoll war :)

    Bäume reisen nachts ist der erste Roman der Autorin Aude LeCorff und mit seinen gerade mal 200 Seiten erzählt der Roman eine tolle Geschichte.

    Ihr wollt wissen worum es geht? Kein Problem. Und wie immer natürlich ohne Spoiler :)

    In Bäume reisen nachts geht es um ein kleines Mädchen namens Manon. Diese sitzt immer nach der Schule unter einer Birke, liest und redet dabei aber auch mit Katzen und Ameisen. Was sie unbedingt tun muss? Nicht in die Fugen auf dem Bürgersteig treten, jede Katze dreimal über den Kopf und dann fünfmal über den Rücken streicheln und wenn die Katze dann noch schnurrt, ist dies ein perfektes Zeichen. Ein Zeichen? Ja, für Manon ist es ein Zeichen, dass sie nichts falsch macht und ihr größter Wunsch ganz schnell wahr werden muss.

    Den einzigen Wunsch den sie hat ist es nämlich ihre Mutter wieder zu sehen. Diese ist vor einigen Monaten einfach verschwunden. Hat sie und ihren Vater allein gelassen und nur einen Brief hinterlassen, der aber mehr Fragen aufwirft als er eigentlich klärt. Gefangen in ihrer Einsamkeit wird Anatole auf Manon aufmerksam. Ein 80 Jahre alter Rentner, ihr Nachbar, der sich nicht mehr viel aus den Menschen in seiner näheren Umgebung macht. Doch Manon fasziniert ihn - bis er eines Tages nicht anders kann und sie ansprechen muss. Denn eins weiß der ehemalige Lehrer: dieses Mädchen ist allein und braucht Hilfe...

    So entsteht eine neue Freundschaft, die sich langsam aufbaut und das durch die Hilfe eines Buches. Anatole liest Manon aus "Der kleine Prinz" vor und das Mädchen schöpft durch den Roman neue Hoffnungen, ihre Mutter irgendwann wieder zu sehen.... bis eines Tages ein Brief von ihrer Mutter sie erreicht. Sie ist in Marokko und es geht ihr gut. Viel mehr weiß Manon nicht, nur eins. Sie muss dahin, muss zu dem Ort reisen, an dem ihre Mutter sich befindet und auch wenn es nur eine fixe Idee ist, stimmt Anatole ihr zu.... Zusammen mit ihrem Vater, der die letzen Monate nur ein Schatten seiner selbst war und ihrer Tante machen sich die vier unterschiedlichen Charaktere auf den Weg, auf den Weg zu einer Reise ins Ungewisse....

    Meine Meinung: Dies war ein Roman, den ich echt nicht mehr aus der Hand legen mochte. Die Wortwahl, die Sprache die LeCorff in ihrem Roman gefunden hat, sprach mich total an. Und vor allem diese vier Figuren, die jeder für sich so unterschiedlich sind, die aber eine Sache miteinander verbindet - Die Hoffnung auf ein besseres Leben, der Drang nach Veränderung und gleichzeitig der Drang nach Beständigkeit... Neue Leute, alte Bekannte, Eigenheiten, Verlust, Angst, Liebe und Vertrauen. Darum geht es in diesem Roman und ich kann ihn absolut empfehlen :)

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    Nerolaans avatar
    Nerolaanvor einem Jahr
    Bäume und ihre Reisen

    Für die kleine Manon bricht eine Welt zusammen: ihre Mutter hat sie einfach verlassen. Einfach so. Ohne was zu sagen.  Auch ihr Vater Pierre ahnte nichts und so befindet auch er sich in einer Schockstarre und vergisst alles um sich herum – auch Manon.

    Und ihre Tante Sophie? Ja, dies ist an der Situation mit schuldig. Sie wusste sicher was, also kann sie Manon gestohlen bleiben. Und so wird die kleine Manon immer wunderlicher.

    Bis sie eines Tages Freundschaft mit ihrem Nachbarn Anatole schließt, ein pensionierter Literaturlehrer. Doch mit seiner Freundschaft schein sich alles für Manon zu ändern…

    „Bäume reisen nachts“ ist ein kurzer, aber gleichzeitig merkwürdiger Roman.

    Die Figuren an sich sind wunderbar gezeichnet. Man sieht die kleine, verzweifelte Manon direkt vor sich wie auch den kautzigen alten Nachbarn Anatole, der durch seine Freundschaft zu Manon wieder auflebt und gefühlt 20 Jahre jünger wird. So ist es dank der einfühlsamen Schreibweise des Autors ebenfalls kein Problem das Leid von Manons Mutter zu spüren, die die Familie plötzlich verlässt und alles ins Chaos stürzt.

    Und gleichzeitig habe ich einige Mal sprachlos vor dem Buch gesessen und konnte die Figuren nicht verstehen.  So habe ich offen gesagt kein Verständnis dafür, dass Manons Mutter einfach geht – egal wie sehr sie leidet. Gleichzeitig habe ich nur bedingt Verständnis für den Vater, der  -nachdem endlich ein Brief ankam – alles stehen lässt und los möchte…

    Auch blieb mir die persönliche Geschichte von Sophie zu oberflächlich. Sicher, der Erzählstrang sollte wohl nicht im Vordergrund stehen. Die Frage, die ich mir dann nur stelle ist, ob es dann notwendig war auf das Thema auf gerade mal 200 Seiten anzusprechen.

    So einfühlsam der Schreibstil des Autors ist, wenn es um seine Figuren geht, so nervig fand ich seine Syntax dann insgesamt dann doch. Es reiht sich ein Hauptsatz an den anderen und sorgt so dafür, dass der Roman nach ca. 20 Seiten sperrig zu lesen wird. Auch wenn der Schreibstil die Eintönigkeit der Figuren wunderbar unterstützt.

    Neben all diesen Kritikpunkten haben vor allem die Episoden zwischen Manon und Anatole mich mit dem Roman etwas versöhnt. Denn ihre wunderbare, leise Freundschaft ist nicht nur etwas seltenes, sondern auch etwas wunderbares, dass noch wundervoller beschrieben wird. Und sie erklärt auch, warum Bäume nachts reisen…

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    Stephan59s avatar
    Stephan59vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der kleine Prinz - in Klassiker -, als verbindendes Element zwischen den in ihren Alltagsnöten gefangenen Protagonisten.
    eine gute Idee, ein toller Plot - aber wenig fesselnd

    Was für eine gute Idee, Antoine de Saint-Exupéry's Kleinen Prinzen als verbindendes Element zwischen der traurig - verlasenen Manon und dem verbitterten Alten, Anatole, einzusetzen. Ein Plot, der mit der abenteuerlichen Reise ins fremdartige Marokko, auf den Spuren der Kindsmutter, die dorthin aus ihrer Depression floh, eine wunderbar runde Rahmenhandlung bietet.
    Die Psychologisierung der handelnden Personen bleibt hölzern und aufgesetzt, sodass die Protagonisten des Romans einem bis zum Ende fremd bleiben. Dass die Schwester von Anais, Sophie, geboren als Junge, auch noch ihre neue, weibliche Geschlechtsidentität zu leben versucht, wird in der Gesamtkonstellation zu einem Zuviel, dessen literarische Notwendigkeit sich nicht erschließt.
    Warum am Ende, als Anais zu Mann und Kind zurückfindet, gleich eine Weltreise der Kleinfamilie, ansteht, steht gänzlich unverbunden mit der Story da.
    Schade um den schönen Plot!

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    Bücherwurmvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Es hat seine Höhen und Tiefen, aber es ist jetzt kein Buch das man gelesen haben muss.
    für zwischendurch

    Von "Bäume reisen nachts" von Aude le Corff hatte ich irgendwie mehr erwartet. Die ersten Kapitel fand ich auch noch wirklich gelungen, wobei ich gestehen muss, vermutlich lag es wieder daran, dass es eben auch um Bücher und Literatur ging. Und diese Faszination, die junge Leser packt, wenn sie durch Bücher anfangen Welten zu erforschen.
    Recht bald ging mir die Nacherzählung des kleinen Prinzen dann aber auch auf die Nerven, das Buch schien so völlig auf diesem Klassiker aufzubauen und ich wünschte mir einen eigenen Plot.
    Dieser kam und war etwas dünn und enttäuschend.
    Worum geht´s?
    Es geht um ein kleines Mädchen, deren Mutter die Familie verlassen hat. Der Vater verkommt im Alkoholismus, das Mädel vereinsamt. Ein alter Lehrer nimmt sich erst wenig begeistert, dann immer verantwortungsbewusster dem Mädchen an und lässt sich in diese Familientragödie verstricken. Durch ihn kommen viele französische Klassiker zu Wort, Titel, von denen ich zuvor niemals etwas hörte und deren Zitate mich nicht berührten.
    Trotz geringem Umfang packt die Autorin dann auch noch eine Transgender-Geschichte mit rein, so dass das Hauptthema "seinen Lebensinhalt finden und zu leben" noch eine weitere Säule erhält.
    Ob passend oder nicht, das Buch konnte mich nicht wirklich überzeugen.

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    tragalibross avatar
    tragalibrosvor einem Jahr
    Rezension zu "Bäume reisen nachts" von Aude Le Corff

    Der Rentner Anatole beobachtet seit einiger Zeit ein kleines Mädchen, das im Garten unter einer großen Birke sitzt und mit Ameisen und Katzen darüber spricht, dass ihre Mutter sie und ihren Vater verlassen hat.
    Er beschließt Manon den Kleinen Prinzen vorzulesen. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft und schließlich machen sich die beiden, gemeinsam mit Manons Vater und Tante auf den Weg, um ihre Mutter zurückzuholen...

    "Bäume reisen nachts" war für mich fast schon ein modernes Märchen.
    Durch einen sehr poetischen Schreibstil und vielen Zitaten von Antoine de Saint-Exupéry und anderen bekannten Schriftstellern, ist dieses Buch zu etwas Besonderem geworden, das ich so bisher noch nicht gelesen habe.
    Der Leser wird mit dem traurigen Schicksal einer Achtjährigen konfrontiert, erfährt von einer wunderbaren Freundschaft und wird schließlich mit auf eine Reise genommen, die alle Protagonisten für immer zusammenschweißt.

    Doch leider gab es für mich auch Kritikpunkte. Zum einen fand ich das Ende sehr kitschig und fast wie in einem Disney-Märchen. Es kam mir sehr unrealistisch vor, dass ein Ehepaar, welches seit Jahren solche Probleme hat, dass die Frau die Familie im Stich lässt, sich plötzlich und innerhalb weniger Augenblicke wieder zusammenraufen kann und alles ein gutes Ende nimmt. Hier wären vielleicht ein paar Seiten mehr angebracht gewesen, um die Situation gänzlich zu klären.
    Auf der anderen Seite gab es im Verlauf des Romans einige Längen, in denen meine Gedanken schweiften und ich mich nicht mehr richtig auf die Handlung konzentrieren konnte.
    Auch gab es Abschnitte, in denen ich an der geistigen Gesundheit einiger Protagonisten gezweifelt habe...

    Zu loben ist aber die wunderbare Art, wie dem Leser die Landschaften und Orte nähergebracht werden, durch welche die Protagonisten reisen. Diese Passagen wirkten auf mich sehr plastisch und so, als würde man durch einen Reiseführer blättern.
    Gefallen hat mir auch die Darstellung der einzelnen Charaktere, mit viel Tiefe und Feingefühl wurden die Personen gezeichnet.

    Alles in allem ist "Bäume reisen nachts" ein Roman, den man entspannt an einem Wochenende oder als Überbrückung zwischen zwei anderen Büchern lesen kann. Mehr aber leider auch nicht.
    Daher vergebe ich drei Sterne und ein Gut.

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    zheras avatar
    zheravor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine süße Geschichte über die Freundschaft.
    Freundschaft kennt kein Alter

    Inhalt

    Seitdem die Mutter der achtjährigen Manon spurlos verschwunden ist, sitzt sie jeden Nachmittag unter ihrem Baum und spricht mit den Ameisen und Katzen. Der Rentner Anatole hat Mitleid mit ihr und von diesem Tag an lesen sie gemeinsam Der kleine Prinz. Als Briefe von Manons Mutter auftauchen, wagen sie sich auf eine abenteuerliche Reise.


    Meine Meinung
    »Jeden Abend, wenn ich zum Himmel schaue, werde ich an dich denken. Kurz bevor die Bäume ihre Reise durch die Nacht antreten.«

    Nachdem ich zwei sehr berührende Romane gelesen haben, wollte ich etwas fröhlicheres lesen. In einer Buchhandlung lief mir dann dieses Buch über den Weg und der Klappentext hat mich davon überzeugt, dass es genau das Richtige für mich sein könnte. Ich liebe ja Bücher mit ungewöhnlichen Freundschaften und die kleine Manon und den Rentner Anatole trennen ja einige Jahre. Trotzdem schenken sich beide gegenseitig so viel und man schließt beide Charaktere langsam aber sicher ins Herz. Manon weckt in Anatole wieder die Lebensgeister und Anatole bringt Manon einige Bücher und Orte bei. Es ist einfach nur wunderschön.
    Auch die Reise mit den zwei anderen Charakteren - Pierre und Sophie - war einfach wundervoll. Man konnte ihre Beweggründe unglaublich gut nachvollziehen und man hat irgendwie mit allen Charakteren Mitleid. Ich habe von dem Buch nicht mehr erwartet, als die Freundschaft zwischen Manon und Anatole und war daher überrascht, dass es ernstere Themen angesprochen hat. Es war einfach wundervoll und hat noch einmal gezeigt, wie viel wir auch von den älteren Menschen in der Bevölkerung lernen können und umgekehrt. Ich war daher sehr erleichtert, dass das Buch dann noch ein positives Ende nahm und ich glaube, alles andere hätte dazu auch nicht gepasst. Ich mag das ganze Geflecht, dass sich aus dieser Freundschaft entwickelt hat und das Buch hinterließ ein wohliges Gefühl bei mir. 

    Fazit
    Es war ein Roman, der mich bezaubern konnte und es war sicher nicht mein letzter Roman von dieser Autorin. Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass er mit 201 Seiten doch recht kurz ist. Trotzdem gibt es eine Leseempfehlung für diejenigen, die eine kurzweilige, bezaubernde Unterhaltung suchen und genauso sehr ungewöhnliche Freundschaften lieben wie ich.

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    Code-between-liness avatar
    Code-between-linesvor 3 Jahren
    „Freundschaft kennt keine Altersgrenzen“

    Zum Inhalt: Seit ihre Mutter vor vier Monaten ohne ein Wort verschwunden ist, ist es dunkel im Leben der achtjährigen Manon geworden. Traurig und verstört, voller unerfüllter Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr der Mutter, flüchtet sich das kleine Mädchen jeden Tag unter die große Birke im Garten, wo nur die Katzen und Ameisen ihren stummen Gesprächen lauschen und sie Zuflucht in der Welt der Bücher findet. Zu Hause, wo ihr Vater aufgehört hat, am Alltag teilzunehmen und sich Stück für Stück selbst aufgibt, hält sie es nicht aus.
    In dieser Situation trifft sie eines Tages auf den achtzigjährigen Anatole, einen Nachbarn, der von dem kleinen Mädchen mit den großen traurigen Augen angerührt ist.

    „Was erzählt sie den Ameisen mit so betrübter Miene? Und was lockt die Katzen zu ihr? Spüren sie ihre offensichtliche Traurigkeit?“ (S. 12)

    Fortan reicht er ihr eine Hand und gibt ihr wieder einen Grund zum Lächeln, indem er ihr Zeit und Geschichten schenkt. Während Anatole ihr Nachmittag für Nachmittag aus „Der kleine Prinz“ von Antoine-de-Saint-Éxupery vorliest, erfährt er nach und nach von Manons großer Traurigkeit, und auch sein eigener, seit Jahren einsamer und eintöniger Alltag, füllt sich nach und nach wieder mit Sinn und Inhalt.
    Als plötzlich ein Brief der Mutter eintrifft, ist Manon wie elektrisiert, und auch ihr Vater Pierre wird endlich aus seiner Lethargie gerissen. Ein Lebenszeichen der Mutter, ein Schimmer von Hoffnung – und unversehens befindet sich ein Vierergrüppchen – bestehend aus Manon und ihrem Vater, zusammen mit Manons Tante Sophie und dem neu hinzugewonnenen Freund Anatole – auf dem Weg quer durch Europa, um das Glück der Familie zu retten.

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch ist zu großen Teilen einfach nur wunderschön! Es ist in einer wunderschönen, zarten Sprache geschrieben, und die beiden Hauptprotagonisten – die kleine Manon und der alte Anatole – werden so liebevoll und lebensecht beschrieben, dass sie sofort ihren Weg in mein Herz gefunden haben. Wunderschön beschrieben die vorsichtig aufkeimende Freundschaft zwischen den beiden!

    „Der alte Mann und das kleine Mädchen wechseln einen Blick, nehmen sich bei der Hand und fliegen davon. Ohne sich voneinander zu lösen, eilen sie von Stern zu Stern, bis zu einem kleinen Planeten, auf dem sie zwischen drei Vulkanen, einem Schaf und einer Rose einzigartige Gedanken austauschen.“ (S. 196)

    Und gespickt mit so wunderschönen Sätzen, zum Teil angelehnt an den „Kleinen Prinzen“, zum Teil vollständig aus der Feder Aude Le Corffs, dass ich oft gar nicht wusste, welche Textstelle ich als erstes markieren soll. Ich habe das Buch wirklich mit Hochgenuss gelesen.
    Einen Stern Abzug muss ich allerdings leider für das abrupte und schon fast lieblos erscheinende Ende verteilen. Nachdem das ganze Büchlein so langsam und oft poetisch, mit viel Liebe zum Detail erzählt ist, habe ich mich von dem rasch abgewickelten Ende nahezu überrollt gefühlt. Es machte fast den Eindruck, als habe die Autorin am Ende des Buches keine Lust, oder keine gute Idee mehr für ein Ende gehabt. Schade. Denn ansonsten ist es wirklich ein ganz zauberhaftes Buch!

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    T
    tobeldanivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine bezaubernde Geschichte über echte Freundschaft zwischen einem kleinen, traurigen Mädchen und einem einsamen alten Mann.
    Eine kurzweilige Reise,...

    ... Andre Le Corff nimmt uns hier mit auf eine Reise, die vier Menschen unternehmen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Wir dürfen teilhaben an der Entstehung einer ganz außergewöhnlichen Freundschaft zwischen einem kleinen, traurigen Mädchen und einem einsamen alten Mann. Wir beobachten die Entwicklungen beider, können teilhaben an einer geistigen wie physischen Reise, die beiden völlig neue Horizonte eröffnet.

    Bäume reisen nachts ist ein wunderbares Geschenk und gefällt ganz sicher auch Menschen, die sonst nicht viel lesen. Der Schreibstil von Le Corff ist leicht und angenehm, wir erfahren ganz nebenbei spannende Dinge über Frankreich, Spanien und Marokko ohne uns auch nur einmal zu langweilen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Zusammen mit dem Insel Verlag möchte ich euch zu einer Leserunde zu einem ganz wundervollen, kleinen Roman einladen. "Bäume reisen nachts" von der in Frankreich lebenden Autorin Aude Le Corff erzählt eine herzzerreißende Geschichte. Wenn ihr ein Buch zum Träumen sucht, dann ist dieses perfekt für euch!

    Mehr zum Inhalt:
    Seit Monaten verbringt die achtjährige Manon ihre Nachmittage allein, unter einer riesigen Birke im Garten. Sie verschlingt ein Buch nach dem anderen und spricht mit Ameisen und Katzen, nur um an eines nicht denken zu müssen: das spurlose Verschwinden ihrer Mutter. Mit dem eigenen Kummer beschäftigt, vermögen Manons Vater Pierre und ihre Tante Sophie das stille Mädchen nicht zu trösten. Doch Manons Einsamkeit erweicht das Herz des mürrischen Nachbarn Anatole, der, seitdem er nicht mehr unterrichtet, sich von Kindern möglichst fernhält. Sie beginnen, gemeinsam den Kleinen Prinzen zu lesen, und es erwächst eine außergewöhnliche Freundschaft. Als eines Tages überraschend Briefe der Mutter eintreffen, schmieden das Mädchen und der alte Mann einen kühnen Plan, der sie gemeinsam mit Pierre und Sophie auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa führt …

    --> Leseprobe

    Lasst euch von "Bäume reisen nachts" bezaubern und in seine ganz besondere Buchwelt mitnehmen. In diesem Buch könnt ihr als Testleser eine berührende Geschichte über Freundschaft und die Erfüllung der eigenen Träume lesen. Wir vergeben 25 Exemplare des Romans unter allen, die uns bis zum 13. Februar 2014 die folgende Frage beantworten:

    Im Buch helfen Manon in ihrem Kummer ein besonderes Buch und eine ungewöhnliche Freundschaft. Was oder wen braucht ihr, wenn ihr traurig seid? Gibt es vielleicht sogar ein Buch, das euch in einer traurigen Situation wieder Hoffnung geschenkt hat?
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    S
    Habe erst heute diese Seite entdeckt und bin begeistert! Das Buch "Bäume reisen nachts" hat mich sofort angesprochen, denn erst vor wenigen Tage hatte ich einen Durchhänger und war traurig. Mir hilft dann die Reduktion aufs Minimum: Essen und Ruhe. Aufenthalt an der frischen Luft. Lesen. Nach ein paar Tagen geht es meist wieder aufwärts mit der Laune.
    S
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