Audur Ava Ólafsdóttir Ein Schmetterling im November

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Inhaltsangabe zu „Ein Schmetterling im November“ von Audur Ava Ólafsdóttir

Eine junge Isländerin ist auf dem Weg zu einer Verabredung mit ihrem Liebhaber, von dem sie sich trennen will, aber er kommt ihr zuvor. Auf dem Weg zu ihm hat sie eine Graugans überfahren, die jetzt im Kofferraum liegt. Mit der Gans, nimmt sie sich vor, will sie ihren Mann überraschen und ein vorgezogenes Weihnachtsessen zubereiten. Der aber "das kann so nicht weitergehen" eröffnet ihr während des Essens, dass er sie verlassen wird, um mit seiner Kollegin Nina zusammen zu ziehen, die ein Kind von ihm erwartet. §Hals über Kopf stürzt sich die junge Frau daraufhin in eine Reise durch ihr Land. Mit dem Handschuhfach voller Geld, denn tatsächlich ist eingetroffen, was ihr eine Wahrsagerin prophezeit hat, sie hat im Lotto gewonnen. Und noch etwas hat ihr die Wahrsagerin prophezeit: Sie wird den Mann ihres Lebens treffen, wenn zwei weitere Tiere gestorben sind Begleitet wird sie von einem kleinen Kind, dem gehörlosen Sohn ihrer Freundin, mit dem sie, die vielsprachige Lektorin und Übersetzerin, Sprache ganz neu lernt. Eine Freundschaft entsteht. Nach vielen Abenteuern treffen sie in einem kleinen Ort an der Ostküste ein und richten sich im alten Haus der Großeltern ein, in dem die junge Frau als Kind viele Sommer verbracht hat. Drei Tiere sind gestorben. Wo ist der Mann ihres Lebens? §Die isländische Bestsellerautorin Auður Ava Ólafsdóttir erzählt in ihrem berührenden Roman von einer Reise durch das winterliche Irland und von einer herzerwärmenden Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einer kinderlosen Frau. §Die Geschichte einer Reise und Freundschaft mit Kochrezepten für besondere Anlässe.

Sehr "isländisch" immer überraschend ungewöhnlich und etwas schräg.

— Annichristine
Annichristine

Es lässt mich beeindruckt, aber auch gedankenverloren und verwirrt zurück. Will es das?

— elane_eodain
elane_eodain

Sehr wortreich und wortgewaltig, aber dennoch irgendwie inhaltslos.

— talisha
talisha

Verwirrend, melancholisch und mit bildlichen Beschreibungen.

— Estel90
Estel90

Ein ganz besonderes Buch absolut lesenswert

— beccy
beccy

Ein Mysterium, in dem mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Wer zwischen den Zeilen liest, wird immer wieder Neues entdecken!

— ChriSteBo
ChriSteBo

Belanglos und exzentrisch. Wo nur bleibt in diesem Roman Island?

— MIRA
MIRA

super

— coolpinky
coolpinky

Ich weiß jetzt schon, dass ich dieses Buch noch mal lesen werde, weil´s so schön ist.

— freiegedanken
freiegedanken

Ein wunderschönes Buch.

— julikind
julikind

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  • 6. 42. Punkte-Lesemarathon 26. bis 28. Juni - Lesen bis zur Bikinifigur ;)

    Knorke

    Knorke

    Hey, nach einer längeren Pause, da ich viel stress habe und irgendwie ständig irgnedwo anders ein Lesemarathon angeboten wurde, dachte ich mir, ist mal wieder Zeit für einen eigenen :) Lesemarathon, was ist das noch mal? Das erklärt sich quasi von selbst. Es ist ein Marathon, bei dem es darum geht möglichst viel zu lesen, meist im Austausch mit anderen Wann findet der Marathon statt? Er findet vom 26.06. 15 Uhr bis 28.06 24 Uhr statt, ein- und aussteigen darf man jeder Zeit ;) Gibt es noch etwas zu beachten? Wer nur Lesen möchte, darf dies gerne tun. Dabei besteht für die Nur-Leser die Möglichkeit sich selbst ein Ziel zu setzen, welches irgendwie mit 42 zu tun hat, also 420 Seiten, 840 Seiten... Dabei wäre es auch sehr schön, uns an eurem Fortschritt teilhaben zu lassen. Für diejenigen, die es gerne etwas spannender mögen, kommen nun wieder die speziellen Aufgaben: Wie immer geht es darum, 42 Punkte zu erreichen, in Anlehnung an einen echten Marathon. Pro gelesenen 50 Seiten gibt es einen Punkt. Außerdem kann man durch verschiedene Aufgaben weitere Punkte erlangen. Freitag - Urlaubslektüren Der Marathon beginnt, dieses Mal auf Hawaii mit unserem eigenen Ironman-Marathon. Da wir uns an einem wirklich schönen Ort befinden, haben wir natürlich auch unsere Urlaubslektüre eingepackt. Der Marathon startet mit Büchern die zum Thema Strandurlaub passen. Zusätzlich für jeweils 3 Punkte können Bücher vorgestellt werden, die ihr bei einem Urlaub in den Bergen, Urlaub in Amerka und Weltreise passen würden. Samstag - Traum- oder Albtraumreiseziel Heute merken wir nun zum ersten Mal, dass unser Ironman-Marathon sehr anstrengend ist und wir fragen uns, ob unsere Marathonreise sich weiterhin als Traum- oder Albtraumreise herausstellen wird Jedes neu angefangene Buch sollte eine Bücherwelt besitzen, die entweder als Traumreiseziel oder als Albtraumreiseziel beschrieben werden kann. Außerdem gibt es an unseren üblichen Pausenstationen (9, 12, 15, 18, 21, 0 Uhr) für euch die Gelegenheit, für 2 Punkte jeweils ein Buch aus eurem Bücherregal vorzustellen, dass auch zum Thema Traum- oder Albtraumreise passt Sonntag - Sommer, Sonne, Sonnenschein Der letzte Tag bricht an und wir sind stolz auf uns, dass wir nicht aufgegebe haben und heute Abend sicher die Ziellinie erreichen werden. Da wir wissen, dass es heute vorbei ist, fangen wir auch wieder an die Sonne und das schöne Wetter zu genießen. Jedes angefangene Buch sollte auf dem Cover oder im Titel irgendetwas zum Thema Sommer haben. Nach jeweils 50 Seiten solltet ihr uns einen Bericht zum Thema Wetter in eurem Buch geben. Dazu oder wenn ihr gerade wirklich nicht herausfinden könnt, was für ein Wetter ist, dürft ihr die Frage beantworten, wie die Stimmung ist - eitel Sonnenschein oder eher verhagelt? Wie immer habe ich die üblichen Verdächtigen eingeladen ;) Teilnehmer: Tatsu (440 Seiten von 504 Seiten) samea Hikari (603 Seiten, 43 von 42 Punkten) janaka buchliebhaberin (594 Seiten, 38 von 42 Punkten) sofie (432 Seiten, 31 von 42 Punkten) Harlequin (355 Seiten, 20 von 42 Punkten) Leseratz_8 (350 Seiten, 15 von 42 Punkten) Watskea (Ziel: 420 Seiten) Lara9 (Ziel: 420 seiten) MiniMixi (61 von 420 Seiten) Hannelore (259 Seiten, 16 von 42 Punkten) LadySamira (476 Seiten, 11 von 42 Punkten) Knorke (141 Seiten)

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    • 177
  • Ein Buch so skurril wie Island selbst

    Ein Schmetterling im November
    haunted_soul

    haunted_soul

    08. November 2014 um 20:03

    Inhalt: Ein Buch etwas anderer Art erwartet den Leser in „Ein Schmetterling im November“. Die Autorin Audur Olafsdottir schickt ihre Romanheldin auf eine Reise quer durch Island. Der Beginn der Handlung ist genauso konfus, wie sie sich durch das ganze Buch zieht. Am selben Tag gleich wird die Hauptfigur zweimal von Männern verlassen- von Ehemann wie Liebhaber gleichermaßen. Daraufhin versucht sie zunächst, ihr Leben zu ordnen. Schwierig gestaltet sich das dadurch, dass beide Männer noch an ihr hängen. Außerdem bekommt sie eher ungewollt die Fürsorge für den behinderten Sohn ihrer besten Freundin. Immerhin gewinnt sie im Lotto, woraufhin sie das Auto packt und sich mit dem kleinen Jungen Tumi auf eine Fahrt ins Ungewisse macht. Auf ihrer Reise durch die novembertrübe Insel kommt es zu manch skurrilen Momenten und Begegnungen, bei der die Protagonistin auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert wird. Meine Meinung: Ich hatte eine ganz besondere Geschichte in „Ein Schmetterling im November“ erwartet und wurde auch nicht enttäuscht. Die Protagonistin bleibt zwar durchwegs namenlos, hat jedoch einen starken Charakter. Die Beziehung zwischen Tumi und ihr war wirklich ein Highlight in dem Buch. Sie, die so viele Sprachen beherrscht, wird plötzlich mit einem Gehörlosen konfrontiert. Beide haben anfangs Verständigungsschwierigkeiten, finden jedoch bald einen ganz eigenen Weg der Kommunikation. Abgesehen davon fiel es mir jedoch schwierig, mich in die Figuren hinein zu versetzen. Neue Personen werden plötzlich eingeführt und nicht weiter beschreiben. Zum Beispiel werden die unzähligen Männer, die im Roman auftauchen, nicht einmal mit Namen bezeichnet. Ähnlich ist es mit der Handlung: Wichtige Ereignisse werden in einem Satz abgehakt und nicht weiter verfolgt. Meist muss man zwischen den Zeilen lesen, um sich zusammen zu reimen, was wirklich passiert ist. Der Leseanspruch ist daher recht hoch. Einerseits ist das wunderbar, denn es trägt zum Zauber dieses Buches und der unverwechselbaren Art der Ich-Erzählerin bei. Andererseits ist es natürlich sehr mühsam und mitunter frustrierend, weil wahre Ereignisse oft nicht klar werden. So wird in Kursivtexten immer wieder auf die Vergangenheit der Hauptfigur Bezug genommen- über das meiste kann man aber nur rätseln. Eine sehr schöne Idee sind die unzähligen Kochrezepte, die Bezug auf besagte Stellen im Roman nehmen. Mit einem Augenzwinkern rät die Autorin nur bedingt zum Ausprobieren bestimmter Gerichte- wie etwa den „ungenießbaren Kaffee“. Fazit: Wer Interesse an einem „ganz anderen“ Buch hat und das wahre, unbeschönigte Island erleben möchte, darf hier gerne zugreifen. Leser, die sich eine klare Handlungsstruktur wünschen, werden jedoch eine Enttäuschung erleben. Eine Herausforderung ist der Roman allemal.

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  • Verwirrend, melancholisch aber wunderschön bildliche Beschreibungen

    Ein Schmetterling im November
    Estel90

    Estel90

    21. May 2014 um 13:07

    Inhalt: Eine junge Isländerin ist auf dem Rückweg von ihrem Liebhaber zu ihrem Ehemann. Sie wollte sich eigentlich von ihrem Liebhaber trennen - nur kam er ihr zuvor. Auf dem Heimweg überfährt sie eine Graugans - doch statt eines gemütlichen Abendessens zu zweit erwartet sie eine weitere Trennung: Ihr Ehemann hat eine andere. Für eine Freundin springt sie als Ersatz-Mama für einen kleinen Jungen ein - erleichtert wird das durch einen überraschenden Lottogewinn. Diesen hatte ihr auch eine Wahrsagerin prophezeit. Ebenfalls prophezeit wurde der Tod mehrerer Tiere und mehrere Liebschaften, bevor sie einen neuen festen Partner finden würde. Um nach all dem Drama mit sich selbst ins Reine kommen zu können, reist die junge Frau samt Kind und Goldfischen durch Island, im Gepäck den Lottogewinn und als Begleitung verschiedene Erinnerungen. Mein Eindruck: Sprachlich ist dieses Buch etwas ganz Eigenes und hat mich dadurch sofort in seinen Bann gezogen. Es ist kein üblicher Wechsel zwischen Handlungs- und Umgebungsbeschreibungen und dem Dialog. Es ist vielmehr ein stetiger Übergang zwischen Erinnerungen, Gedanken - mal ernsthaft, mal sarkastisch, mal erheiternd - und Gesprächsteilen. Viele Dinge muss man zwischen den Zeilen lesen, wenige werden explizit ausgesprochen und so bleibt man an der Geschichte dran, obwohl kein starker Spannungsbogen zu finden ist. Jedenfalls keiner, der mich kurz vor Schluss in Atem hielt. Schwierig ist jedoch die Namenslosigkeit, die im Buch herrscht. Das Kind und dessen Mutter haben einen Namen, die Protagonistin oder ihre Liebschaften blieben aber bis zum Schluss verwirrend namenslos. Zwischen Erinnerungen, Grübeleien und gerade aktuellen Geschehnissen war es besonders schwierig, den Überblick über die männlichen Bekanntschaften zu halten und gegen Ende des Buches habe ich, was das anbelangt, aufgeben müssen. Fazit: Was ich ein wenig schade finde, ist, dass man nur am Rande etwas über Island erfährt - trotz der Tatsache, dass das Buch eine Art papiergebundener "Road-Movie" sein kann. Mir hängt die Hauptfigur ein wenig zu sehr in ihren eigenen Gedanken, aber ich fürchte, das liegt daran, dass mich das gerade an mir selbst ebenfalls stört. Ich glaube, wer Lust auf ein stilleres Buch hat, mal ein wenig in sich gehen möchte oder an sich etwas über den Umgang mit Verlust, dem Gewinnen von Abstand und dem Wagen eines Neuanfangs lesen möchte, der ist hier richtig. Wer aber von den eigenen Gedanken abgelenkt werden will, sollte das Buch vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt lesen. Deshalb gibt es von mir zeitabhängige 3 von 5 Sternen - mal sehen, ob sich das zu einem anderen Zeitpunkt noch ändert.

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  • Ein ganz besonderes Buch

    Ein Schmetterling im November
    beccy

    beccy

    10. May 2014 um 12:34

    Es geht um eine junge Isländerrin dessen Namen wir nicht erfahren dürfen:D. Sie ist auf den Weg zu einem Date und überfährt auf dem Weg eine Gans, mit dieser Gans möchte sie ihren Liebhaber überraschen und ein leckeres Weihnachtsessen zubereiten. Überraschenderweise gewinnt sie im Lotto genau so wie eine Wahrsagerrin es ihr voher gesagt hat. Ob ihr Leben eine Wendung dadurch nimmt? Eins kann ich euch sagen ihr werdet eine große spannende und skurille Reise mit der Isländerrin antreten. Meine Meinung: Wow was für ein Buch, ich glaube so ein skurilles Buch habe ich noch nie gelesen. Am Anfang ist man auch echt verwirrt aber begeistert zugleich, weil die Geschichte einfach so verrückt ist. Der Schreibstil ist einfach wundervoll, sehr locker aber trotzdem irgendwie poetisch. Ich würde euch empfehlen den Klappentext so wie er auf dem Buch steht nicht komplett zu lesen, es wird irgendwie sehr viel verratenm, was etwas schade ist. Was mir zudem sehr gut an dem Buch gefällt, das immer wieder verschiedenste Rezepte in der Story auftauchen, die hinten im Buch als Skurile Lustige Rezeptsammlung zusammengefasst werden. Auch wenn manche Rezepte nicht so erst zunehmen sind, aufjedenfall lesenswert:D. Also ihr lieben lest doch einfach mal in die Leseprobe rein wenn euch meine Rezi gefallen hat :). Für mich hat das Buch aufjedenfall 5 Sterne verdient. Das Buch ist im Inselverlag erschienen und kostet im Hardcover 22,95€. http://www.suhrkamp.de/buecher/ein_schmetterling_im_november-audur_ava_olafsdottir_17581.html

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  • Ein Klassiker abseits des Mainstreams

    Ein Schmetterling im November
    paevalill

    paevalill

    17. April 2014 um 21:43

    Der Entwicklungsroman "Ein Schmetterling im November" von Audur Ava Ólafsdóttir begeistert mit einem völlig ungewöhnlichen Charme, der zwar weniger für den Mainstream, umso mehr dafür für alle offen gesinnten Leser geeignet ist. Inhalt: Als sich der Lebensgefährte von der isländischen Protagonistin trennt, erlebt die bisher eher kindliche Frau auf einer Art Roadtrip durch Island, gemeinsam mit dem Sohn ihrer besten Freundin, einen völlig eigenen Weg zur Verselbstständigung und Emanzipation. Schreibstil, Aufbau: So gewöhnlich die Wahl der Ich-Form ist, so ungewöhnlicher ist es, dass an keiner einzigen Stelle des Buches der Name der erzählenden Protagonisten vorkommt. Ansonsten werden Orte und Erlebnisse sehr anschaulich beschrieben, weiterhin verarbeitet die Autorin zahlreiche Metaphern und weitere bildliche Stilmittel. Nach einer spannenden Einleitung folgt eine chronologische Schilderung der Ereignisse nach der Trennung bis hin zu einem versöhnenden (nicht falsch zu verstehen!) Ende. Die Geschichte lässt sich somit wunderbar fließend lesen und dürfte zumindest stilistisch begeistern Protagonistin: Das wirklich Besondere an dem Buch ist die Protagonistin, mit der sich wirklich jeder Leser erst einmal auseinandersetzen muss. Durch ihre kindliche, zu Beginn eher unselbstständige Art stellt sie zunächst keine Figur da, mit der sich jeder sofort identifizieren wird. Dennoch oder gerade deswegen dürfte sie viele Leser begeistern. Einen hohen Wiedererkennungswert weist sie definitiv auf. Die Entwicklung der Protagonistin ist wirklich gut nachvollziehbar und absolut beeindruckend. Fazit: Ein Buch, das ein kleines Meisterwerk abseits des Mainstreams darstellt.

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  • Ein Schmetterlin im November von Auður Ava Ólafsdóttir

    Ein Schmetterling im November
    BlueLeo

    BlueLeo

    13. February 2014 um 09:08

    Eine junge isländische Frau steht vor der wahrscheinlich größten Veränderung ihres Lebens, auch wenn sie zu Beginn des Buches noch nichts davon weiß.  Sie ist auf dem Weg zu ihrem Liebhaber, um die Affäre zu beenden. Als sie auf dem Weg eine Graugans überfährt, beschließt sie daraus ein festliches Essen für sich und ihren Mann zu kochen. Als dieser ihr jedoch die Trennung vorschlägt, beginnt ihr ganz persönliches Abenteuer. Eine Wahrsagerin prophezeit ihr einen Lotteriegewinn und die ganz große Liebe. Als ihre beste Freundin Aður ins Krankenhaus kommt gibt diese ihren Sohn Tumi in die Obhut der jungen Isländerin. Zusammen mit Tumi begibt sie sich auf eine Reise durch ihr Land, um am Ende sich selbst zu finden. Mit "Ein Schmetterling im November" hat uns die Autorin Auður Ava Ólafsdóttir mal etwas anderes zum Lesen und zum Nachdenken vorgelegt. Weit abseits des Einheitsbreis schreibt sie ein Buch über Pech, welches zum Glück führt, über Selbstfindung und Veränderungen im Leben.  Der Leser lernt in diesem Buch verschiedenste Personen kennen, die alle mehr oder weniger kurz an der Geschichte teil haben. Die Hauptprotagonistin, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben wurde und deren Namen man die ganze Zeit über nicht erfährt, begibt sich auf eine höchst ungewöhnliche Reise. Zusammen mit dem Sohn ihrer besten Freundin, die zu dieser Zeit im Krankenhaus liegt, reist sie durch Island. Der Junge heißt Tumi. Er ist taub und somit ist die Reise mit ihm eine besondere Herausforderung.  An dem Buch ist eigentlich alles anders und so kann es für den Leser sehr schwierig sein einen Zugang zum Buch zu finden. Die Schreibweise, der Stil, selbst die Geschichte an sich ist anders. Man muss sich beim Lesen konzentrieren, um der Handlung folgen zu können. Vieles bleibt unausgesprochen, doch kann man sich denken, was passiert. Auch werden andere Protagonisten oft nicht beim Namen genannt, was das Lesen erschwert. Mitdenken ist bei diesem Buch also dringend erforderlich. Ich selbst hatte Probleme in die Handlung hinein zu finden. Auch mit der Protagonistin konnte ich nur schwer warm werden. Ihr Denken und Handeln wirkte auf mich so anders und ungewohnt. Mit der Zeit konnte ich mich daran gewöhnen, aber wirklich warm bin ich mit ihr nicht geworden. Tumi spielt einen überraschend wichtigen Part im Buch. Er schafft es der Hauptprotagonistin eine ganz andere Perspektive vom Leben zu zeigen und auch mich konnte er verzaubern. Der Schreibstil wirkt etwas stockend und die Inhalte aneinandergereiht. Trotz allem passt die ganze Komposition zusammen. Das Buch strahlt eine ganz eigene Ruhe aus, die sich auf mich übertragen hat. Dadurch wirkten manche Abschnitte etwas langatmig.  Wer hinter dem Buch die für Island so typischen Bilder wie Gletscher, Vulkane und Wasserfälle vermutet, wird enttäuscht werden. Es geht nicht um Island an sich, welches man vielleicht kennt. Es geht eher um die Seele und um die Gefühle einer isländischen Frau, die versucht sich selbst zu finden. Das Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Auf der einen Seite bin ich enttäuscht, weil ich mir nach dem Klappentext etwas anderes unter dem Buch vorgestellt habe. Auf der anderen Seite konnte ich aber auch nicht aufhören zu lesen und wollte immer wissen, was die Isländerin noch erleben wir. Eine Reise durch eine etwas andere Welt, auf die man sich einlassen muss, um Zugang zu finden. 

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  • Leserunde zu "Die Romantherapie" von Ella Berthoud

    Die Romantherapie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dieser Thread ist vorrangig als Diskussionsrunde für die Gewinner der Januar-LovelyBooks-Lesechallenge gedacht und keine Leserunde im eigentlichen Sinn! :) Ich war jetzt einfach mal so frei die Geschichte mit den Unterthemen auszuprobieren und jep, man kann nachträglich noch welche hinzufügen, es gibt allerdings tatsächlich nur bei Leserunden überhaupt Unterthemen. Da "Die Romantherapie" ja anscheinend das Buch war, auf das sich viele am meisten gefreut haben, habe ich das jetzt einfach mal als unser "offizielles Leserunden-Buch" gewählt ^^ Ich werde erstmal einfach zu jedem Buch ein Unterthema erstellen, alles weitere kann man dann ja nach und nach hinzufügen. Ansonsten... Noch einmal herzlichen Glückwunsch an alle und ich freue mich sehr darauf, mich mit euch über die Buchpakete und vor allem natürlich deren Inhalt auszutauschen! 

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    • 157
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. February 2014 um 11:28
  • Eine Pechsträhne kann auch Glück bedeuten

    Ein Schmetterling im November
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    14. January 2014 um 14:28

    Die Protagonistin, dessen Namen der Leser nicht weiss, ist auf dem Weg zu ihrem Geliebten. Eigentlich will sie die Affäre beenden, er kommt ihr aber zuvor. Am Abend teilt ihr Ehemann mit, dass er sich scheiden lassen will, weil er eine Geliebte habe, die ein Kind von ihm erwartet. Das scheinbare Pech nimmt sie jedoch relativ gelassen auf sich. Sie beschliesst eine Reise rund um die Insel zu machen. Als sie im Lotto gewinnt, hält sie nichts mehr auf. Den Jungen ihrer Freundin, denn sie hütet, weil diese im Krankenhaus liegt, nimmt sie kurzerhand mit.   Der Roman hat einen eigenartigen Stil und Esprit. Nicht nur der Namen der Protagonistin wird nicht genannt. Fast alle Figuren bleiben namenlos. Das kann den Leser manchmal kurzzeitig verwirren. Obwohl die Protagonistin nicht unsympathisch ist, verhält sie sich für mitteleuropäische Verhältnisse seltsam. Der Roman versprüht war eine angenehme Atmosphäre, aber dennoch sind die Ereignisse sprunghaft aneinandergereiht.   Obwohl ich immer wieder das Buch abbrechen wollte, konnte ich es nicht. Ich war zu neugierig, was die Zwei  wohl noch erleben und vor allem was  aus dem Jungen wird. Auch wenn das Lesen des Romans nicht einfach war, bin ich froh, dass ich durchgehalten habe.

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  • Leserunde zu "Ein Schmetterling im November" von Audur Ava Ólafsdóttir

    Ein Schmetterling im November
    Daniliesing

    Daniliesing

    Zusammen mit dem Insel Verlag möchte ich euch in dieser Woche zu einer besonderen Leserunde einladen. Gemeinsam wollen wir den wunderbaren Roman "Ein Schmetterling im November" von der isländischen Autorin Auður Ava Ólafsdóttir lesen und uns darüber austauschen. Dieser beinhaltet neben einer bewegenden Geschichte auch noch tolle Rezepte und eine Strickanleitung. Passend dazu wollen wir nicht nur das Buch lesen, sondern hier auch gemeinsam kochen und über unsere Erfahrungen dabei berichten. Mehr zum Buch: Eine junge Isländerin ist auf dem Weg zu einer Verabredung mit ihrem Liebhaber, von dem sie sich trennen will, aber er kommt ihr zuvor. Auf dem Weg zu ihm hat sie eine Graugans überfahren, die jetzt im Kofferraum liegt. Mit der Gans, nimmt sie sich vor, will sie ihren Mann überraschen und ein vorgezogenes Weihnachtsessen zubereiten. Der aber – „das kann so nicht weitergehen“ – eröffnet ihr während des Essens, dass er sie verlassen wird, um mit seiner Kollegin Nina zusammen zu ziehen, die ein Kind von ihm erwartet. Hals über Kopf stürzt sich die junge Frau daraufhin in eine Reise durch ihr Land. Mit dem Handschuhfach voller Geld, denn tatsächlich ist eingetroffen, was ihr eine Wahrsagerin prophezeit hat, sie hat im Lotto gewonnen. Und noch etwas hat ihr die Wahrsagerin prophezeit: Sie wird den Mann ihres Lebens treffen, wenn zwei weitere Tiere gestorben sind … Begleitet wird sie von einem kleinen Kind, dem gehörlosen Sohn ihrer Freundin, mit dem sie, die vielsprachige Lektorin und Übersetzerin, Sprache ganz neu lernt. Eine Freundschaft entsteht. Nach vielen Abenteuern treffen sie in einem kleinen Ort an der Ostküste ein und richten sich im alten Haus der Großeltern ein, in dem die junge Frau als Kind viele Sommer verbracht hat. Drei Tiere sind gestorben. Wo ist der Mann ihres Lebens? --> Leseprobe Lasst euch von diesem berührenden Roman auf eine Reise ins winterliche Island mitnehmen und genießt diese Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft, das Leben und die Liebe! Ihr könnt euch ab sofort und bis zum 20. Oktober 2013 als Testleser für 25 Exemplare von "Ein Schmetterling im November" aus dem Insel Verlag bewerben.* Beantwortet für die Chance auf eines der Bücher die folgende Frage! Durch welches Land würdet ihr gern einmal reisen und wieso reizt euch gerade dieses ganz besonders? * Im Gewinnfall sind eine zeitnahe Teilnahme am Austausch in allen Abschnitten der Leserunde sowieso das Verfassen einer abschließenden Rezension selbstverständlich.

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    • 541
  • Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt

    Ein Schmetterling im November
    coco_90

    coco_90

    13. December 2013 um 15:28

    Klappentext: „Eine junge Isländerin ist auf dem Weg zu einer Verabredung mit ihrem Liebhaber, von dem sie sich trennen will, aber er kommt ihr zuvor. Auf dem Weg zu ihm hat sie eine Graugans überfahren, die jetzt im Kofferraum liegt. Mit der Gans, nimmt sie sich vor, will sie ihren Mann überraschen und ein vorgezogenes Weihnachtsessen zubereiten. Der aber – »das kann so nicht weitergehen« – eröffnet ihr während des Essens, dass er sie verlassen wird, um mit seiner Kollegin Nina zusammen zu ziehen, die ein Kind von ihm erwartet. Hals über Kopf stürzt sich die junge Frau daraufhin in eine Reise durch ihr Land. Mit dem Handschuhfach voller Geld, denn tatsächlich ist eingetroffen, was ihr eine Wahrsagerin prophezeit hat, sie hat im Lotto gewonnen. Und noch etwas hat ihr die Wahrsagerin prophezeit: Sie wird den Mann ihres Lebens treffen, wenn zwei weitere Tiere gestorben sind… Begleitet wird sie von einem kleinen Kind, dem gehörlosen Sohn ihrer Freundin, mit dem sie, die vielsprachige Lektorin und Übersetzerin, Sprache ganz neu lernt. Eine Freundschaft entsteht. Nach vielen Abenteuern treffen sie in einem kleinen Ort an der Ostküste ein und richten sich im alten Haus der Großeltern ein, in dem die junge Frau als Kind viele Sommer verbracht hat. Drei Tiere sind gestorben. Wo ist der Mann ihres Lebens? Die isländische Bestsellerautorin Auður Ava Ólafsdóttir erzählt in ihrem berührenden Roman von einer Reise durch das winterliche Island und von einer herzerwärmenden Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einer kinderlosen Frau.“ Meine Meinung: Sowohl das wunderschöne Cover als auch der besondere Klappentext haben mich bei diesem Buch direkt neugierig gemacht. Der Klappentext gefällt mir sehr gut und weckte direkt große Erwartungen. Leider wurden diese beim Lesen des Buches nicht erfüllt. Denn der Klappentext hat mehr Inhalt als 100 Seiten des Buches. An den Schreibstil von Audur Ava Ólafsdóttir musste ich mich erst gewöhnen. Dies ist mir jedoch nur bedingt gelungen. Mit Sicherheit ist der Schreibstil nicht einfach zu lesen. Ich empfand ihn aber außerdem als zu bemüht und stockend. Zudem erschwerte er mir den Einstieg in die Geschichte jedes Mal auf´s Neue, wenn ich das Buch wieder zu Hand genommen habe. Zu Beginn war ich von der Geschichte sehr angetan. Es war einfach mal etwas ganz anderes. An vielen Stellen zwar langatmig, jedoch nicht langweilig. Ich genoss es in Ruhe das Buch zu Lesen und nicht von verschiedensten Ereignissen durch die Seiten gehetzt zu werden. Ab ca. Seite 100 kam dann aber die Langeweile auf. Zu viele Geschehnisse haben in meinen Augen keinen Sinn gemacht, zu vieles wurde angefangen und nicht zu Ende geführt. Das Ende lässt den Leser unbefriedigt zurück. Gut gefallen hat mir die Beschreibung der Charaktere. Auch wenn mir die namenlose Protagonistin oft auf die Nerven ging, kam sie authentisch rüber. Und der gehörlose Junge Tumi war wirklich klasse. Hätte ich das Buch nicht in der Leserunde gelesen…ich vermute ich hätte es abgebrochen. Viel zu oft musste ich mich zum Weiterlesen zwingen. Fazit: Für mich eine insgesamt seltsame und langatmige Geschichte mit gut durchdachten Charakteren die mich, im Gegensatz zum Schreibstil, meistens überzeugen konnten

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  • Rezension: Ein Schmetterling im November - Audur Ava Olafsdottir

    Ein Schmetterling im November
    Hikari

    Hikari

    07. December 2013 um 16:20

    Das Buch wartet mit einem sehr besonderen Stil auf, der nicht jeder mans Sache ist. Die Protagonistin schilder ihre Reise aus ihrer Sicht. Dabei bekommt außer ihrer Freundin Audur und deren 4jährigen, sehr besonderen Sohn Tumi kein Charakter einen Namen. Es bleibt dabei relativ unpersönlich, aber dann auch wieder nicht. "Ein Schmetterling im November" ist ein Buch, bei dem man auf Details und Worte achten muss. Die einzelnen Protagonisten, die ja größtenteils ungenannt bleiben, erkennt man nur an diesen Details. Es ist daher ein eher aufmerksames Lesen und auch ein Besonderes, dass aber auch viel Freude machen kann. Die Geschichte ist sehr ruhig und manchmal etwas verwirrend. Aber auch sehr schön und irgendwie auch geradlinig. Man muss sich darauf einlassen, dann funktioniert es. Es werden hier sehr leise und leichte Töne gesprochen, die aber von einer inneren Kraft erzählen. Bemägelt wurde von einigen, dass etliche Dinge offen bleiben. In meinen Augen bleiben sie das nicht. Man erfährt sie eben zwischendurch - nicht alles am Ende. Immer ein Stückchen. Man muss aufmerksam lesen und dann merkt man, was sich einem da offenbahrt. Die Entwicklung der Protagonistin ist angenehm gestaltet. Sie schafft es sich zu lösen - das alles entwickelt sich aber nicht stark oder offensichtlich, sondern in den kleinen Dingen. Einige Dinge waren für mich etwas befremdlich, andererseits kenne ich die isländische Kultur auch nicht - ich fand es also auch spannend, wie anders doch Dinge da gehandhabt werden. Wie die Menschen sich verhalten. Ich muss sagen, mir hat das Buch gut gefallen. Es ist ein Buch, dass nicht einfach ist. Das von den inneren Dingen erzählt. Das leise ist. Das sich aber trotzdem entwickelt, eine eigene Dynamik hat. Es ist ein Buch, das nicht für jedermann ist. Aber es ist kein schlechtes Buch. Ich mag es.

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  • In diesem Roman ist Island reiner Statist

    Ein Schmetterling im November
    MIRA

    MIRA

    01. December 2013 um 18:16

    Island - für mich ein Synonym für kristallklares Wasser, tiefschwarze Lavafelder, sattgrüne Wiesen, schneeweiße Gletscher. Island steht für ungezähmten Wind entlang der Küsten, für brodelnde Quellen, für Feuer und Eis, für reinste Luft, die man mit jedem Atemzug in seine Lungen saugt. So habe ich Island erlebt auf meiner Reise rund um die Insel am Polarkreis - und ähnlich Mitreißendes habe ich von "Ein Schmetterling im November" erwartet, ein Buch - so der Klappentext - das erzählt "von einer Reise durch das winterliche Island und von einer herzerwärmenden Freundschaft zwischen einem Jungen und einer abenteuerlichen Frau". Voller Erwartung und Elan habe ich begonnen Adur Ava Olafsdottirs Roman zu lesen. Nach wenigen Seiten stellte sich Irritation ein, nach mehreren Kapiteln schlichtweg Enttäuschung. Mittlerweile habe ich es - ehrlicherweise mit großer Überwindung - geschafft, mich bis ans Ende "duchzuarbeiten". "Schmetterlinge im November" und ich wurden keine Freunde. Dies liegt nicht daran, dass Audur Ava Olafsdottir nicht schreiben kann. Nein, die Autorin hat eine sehr unkonventionelle, erfrischende Art zu erzählen. Mit ihrem scharfen Beobachterauge nimmt sie ihre Figuren in den Blick, zieht sie aus bis auf ihr Innerstes, entlarvt sie - dies alles jedoch in einem Plauderton ganz nebenbei, beim Kochen, beim Sex, beim Telefonieren, bei der Arbeit. Dabei entstehen höchst Skurriles, wenn man als Leser die Welt aus Sicht von Olafsdottirs "merkwürdiger" Protagonistin erlebt: Man begleitet die 33jährige, die es als "unglaublich sinnvoll" erachtet, kein Kind zu haben, als sie einen Vierjährigen in ihre Obhut nimmt. Man begleitet eine "frisch befreite Frau" bei ihrem "Augenblicksglück", bei ihrer Partnersuche, beim Autofahren, beim Sich-selbst-Finden ... und fragt sich am Ende, worum es in diesem Roman eigentlich geht, so viel Belangloses und Skurriles reiht sich aneinander. Das Gefühl, Kapitel auslassen zu können, da hier Szenisches lose aufeinander folgt, lässt bis zum Ende nicht nach. "Schmetterlinge im November" ist ein höchst subjektives und belangloses Buch. Im Mittelpunkt steht die Selbstfindung einer egozentrischen Mittdreißigerin. Island kommt in diesem Roman eine reine Statistenrolle zu. Wer Island liebt und erwartet, bei der Lektüre die Insel am Polarkreis erspüren, eratmen und erfühlen zu können, der wird wie ich den Roman enttäuscht schließen. Wer Lust an den skurrilen und bisweilen auch ausgefallenen "Abenteuern" einer Frau in den besten Jahren hat, der kann wohlmöglich auch an diesem Buch seinen Gefallen finden. Übrigens: In Island hat schon fast jeder zweite Einwohner ein Buch veröffentlicht. Dass sich in Anbetracht dieser Fülle an Schreiberlingen die Geister scheiden - das verwundert nicht.

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  • Ein Schmetterling im November

    Ein Schmetterling im November
    AlSuFe

    AlSuFe

    01. December 2013 um 12:59

    Klappentext: "Eine junge Isländerin ist auf dem Weg zu einer Verabredung mit ihrem Liebhaber, von dem sie sich trennen will, aber er kommt ihr zuvor. Auf dem Weg zu ihm hat sie eine Graugans überfahren, die jetzt im Kofferraum liegt. Mit der Gans, nimmt sie sich vor, will sie ihren Mann überraschen und ein vorgezogenes Weihnachtsessen zubereiten. Der aber "das kann so nicht weitergehen" eröffnet ihr während des Essens, dass er sie verlassen wird, um mit seiner Kollegin Nina zusammen zu ziehen, die ein Kind von ihm erwartet. Hals über Kopf stürzt sich die junge Frau daraufhin in eine Reise durch ihr Land. Mit dem Handschuhfach voller Geld, denn tatsächlich ist eingetroffen, was ihr eine Wahrsagerin prophezeit hat, sie hat im Lotto gewonnen. Und noch etwas hat ihr die Wahrsagerin prophezeit: Sie wird den Mann ihres Lebens treffen, wenn zwei weitere Tiere gestorben sind Begleitet wird sie von einem kleinen Kind, dem gehörlosen Sohn ihrer Freundin, mit dem sie, die vielsprachige Lektorin und Übersetzerin, Sprache ganz neu lernt. Eine Freundschaft entsteht. Nach vielen Abenteuern treffen sie in einem kleinen Ort an der Ostküste ein und richten sich im alten Haus der Großeltern ein, in dem die junge Frau als Kind viele Sommer verbracht hat. Drei Tiere sind gestorben. Wo ist der Mann ihres Lebens? Die isländische Bestsellerautorin Auður Ava Ólafsdóttir erzählt in ihrem berührenden Roman von einer Reise durch das winterliche Irland und von einer herzerwärmenden Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einer kinderlosen Frau. Die Geschichte einer Reise und Freundschaft mit Kochrezepten für besondere Anlässe." Der Klappentext klingt sehr vielversprechend und auch die Gestaltung des Covers finde ich sehr schön. Der Einstieg in die Geschichte viel mir nicht leicht, da der Schreibstil doch sehr gewöhnungsbedürftig ist. Nach den ersten Kapiteln hatte sich dies jedoch gelegt. Leider gefällt mir das Buch nicht so wirklich. Die Figuren haben, abgesehen von der Freundin der Protagonistin und deren Sohn, keine Namen und man weiß teilweise nicht von wem nun die Rede ist. Ab etwa der Hälfte des Buches habe ich mich mehr oder weniger durch die Geschichte gequält, weil ich absolut keine Lust mehr hatte weiter zu lesen. Es kann sein, dass das Buch schlecht übersetzt wurde und deswegen bei mir persönlich nicht so gut ankommt, weil manche Dinge doch unklar und unrealistisch bleiben. Der Rezeptteil ist eine nette Ergänzung, wobei ich davon noch nichts ausprobiert habe. Fazit: Kein Buch für mal eben zwischendurch.

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  • Gewöhnungsbedürftig

    Ein Schmetterling im November
    Schnauzhaar

    Schnauzhaar

    30. November 2013 um 10:17

    Eine namenlose Hauptdarstellerin des Buches ist auf dem Weg zu ihrem Liebhaber und will sich von ihm trennen.  Er hatte aber die gleiche Idee, nur früher. Auf dem Rückweg überfährt sie eine Gans, nimmt diese kurzerhand im Kofferraum mit und füllt das Geld, das sie im Lotto gewonnen hat, ins Handschuhfach. Sie macht sich mit dem gehörlosen Sohn ihrer Freundin auf eine Reise quer durch Island. Das Buch hat mich nicht ganz so überzeugt. Mich stört zum Beispiel, dass man nie erfährt, wie die Hauptperson heisst. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Die Geschichte an sich wäre sicher gut, aber für mich zu wenig spannend und interessant umgesetzt. Ich habe die Geschichte als ziemlich düster empfunden, allerdings passt das perfekt zum November. Alles in allem kein schlechtes Buch, aber mich persönlich hat es, trotz der sympathischen Charakteren, nicht ganz überzeugt.

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  • Ein Schmetterling im November oder „Wie mache ich aus einer guten Idee einfach nichts“

    Ein Schmetterling im November
    silberfisch

    silberfisch

    28. November 2013 um 09:39

    "Eine junge Isländerin ist auf dem Weg zu einer Verabredung mit ihrem Liebhaber, von dem sie sich trennen will, aber er kommt ihr zuvor. Auf dem Weg zu ihm hat sie eine Graugans überfahren, die jetzt im Kofferraum liegt. Mit der Gans, nimmt sie sich vor, will sie ihren Mann überraschen und ein vorgezogenes Weihnachtsessen zubereiten. Der aber – »das kann so nicht weitergehen« – eröffnet ihr während des Essens, dass er sie verlassen wird, um mit seiner Kollegin Nina zusammen zu ziehen, die ein Kind von ihm erwartet. Hals über Kopf stürzt sich die junge Frau daraufhin in eine Reise durch ihr Land. Mit dem Handschuhfach voller Geld, denn tatsächlich ist eingetroffen, was ihr eine Wahrsagerin prophezeit hat, sie hat im Lotto gewonnen. Und noch etwas hat ihr die Wahrsagerin prophezeit: Sie wird den Mann ihres Lebens treffen, wenn zwei weitere Tiere gestorben sind… Begleitet wird sie von einem kleinen Kind, dem gehörlosen Sohn ihrer Freundin, mit dem sie, die vielsprachige Lektorin und Übersetzerin, Sprache ganz neu lernt. Eine Freundschaft entsteht. Nach vielen Abenteuern treffen sie in einem kleinen Ort an der Ostküste ein und richten sich im alten Haus der Großeltern ein, in dem die junge Frau als Kind viele Sommer verbracht hat. Drei Tiere sind gestorben. Wo ist der Mann ihres Lebens? Die isländische Bestsellerautorin Auður Ava Ólafsdóttir erzählt in ihrem berührenden Roman von einer Reise durch das winterliche Island und von einer herzerwärmenden Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einer kinderlosen Frau. Die Geschichte einer Reise und Freundschaft – mit Kochrezepten für besondere Anlässe." Audur Ava Olafsdottir hat im Grunde eine tolle Idee zum Buch gehabt, die leider aber eben nur eine solche bleibt. Der anfänglich „andere“ Erzählstil, die Namenlosigkeit (der meisten) Handelden und die skurril-bizarre Gedankenwelt der (ebenso namenlosen) Protagonistin verlieren spätestens zur Hälfte der 355 Seiten ihren Reiz, so dass das weitere Lesen eher zur lustlosen Pflichtaufgabe wird, die dank des offenen Endes leider nicht belohnt wird. Die auf dem Umschlag gerühmten „Rezepte für besondere Anlässe“ finden im letzten Buchabschnitt ihren Platz, sind aber leider in den allermeisten Fällen (auch dank absurder Zutatenlisten) nicht brauchbar. So bleibt es insgesamt bei einem netten Versuch, der maximal 2,5 von 5 Sternen verdient.

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