Audur Jónsdóttir Wege, die das Leben geht

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(3)
(0)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wege, die das Leben geht“ von Audur Jónsdóttir

Eyja muss Schluss machen mit dem Chaos in ihrem Leben. Das denken vor allem ihre Großmutter, ihre Mutter und deren beste Freundin Runa. Deshalb verbringt sie den Sommer mit Runa im idyllischen Schweden. Dort soll sie zu sich selbst finden und Zeit zum Schreiben haben, denn Eyja hat einen Traum: Sie möchte Schriftstellerin werden, wie ihr berühmter Großvater. Doch ganz so friedlich verläuft der Sommer nicht. Das war eigentlich auch nicht wirklich zu erwarten, schließlich mischt sich nicht nur die energische Runa ständig in ihr Leben ein, auch Eyjas eigensinnige Mutter und ihre dominante Großmutter haben immer ein Wörtchen mitzureden. Nicht zu vergessen, die Stimmen ihrer Urahninnen, die ihr noch aus dem Jenseits gute Ratschläge erteilen … Audur Jonsdottir ist in ihrem neuen Roman das vielschichtige Porträt einer Frau gelungen, der es gelingt, zwischen den so starken wie unterschiedlichen Frauen ihrer Familie einen eigenen Platz zu finden.

Ein wunderbares Buch, darüber, dass man alles schaffen kann, wenn man seine Träume erst einmal erkennt!

— Eori
Eori

Die Geschichte einer intellektuellen Familie - faszinierend !

— Angie*
Angie*

Eine verkorkste Familiengeschichte. Die vielen unangekündigten Zeitsprüngen sind nicht so einfach zu verstehen. Nichts zum Nebenbeilesen

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Romane

QualityLand

Eine grandios humorvolle erzählte Geschichte, deren zugrunde liegende Dystopie eingängig und mit viel Hingabe zum Detail erklärt wird.

DrWarthrop

Wer hier schlief

Auf der Suche nach der verlorenen Frau ist Philipp, nachdem er für sie alles aufgegeben hat. Gut geschriebener Roman mit kleinen Schwächen.

TochterAlice

Die Schule der Nacht

Atmosphärisch, düster und spannend...

Nepomurks

Zeit der Schwalben

Ein Buch, bei dem einem das Herz aufgeht.

Suse33

Drei Tage und ein Leben

Gut!

wandablue

Sonntags in Trondheim

Fortsetzung der "Lügenhaus"-Trilogie: Gut geschriebene, unterhaltsame Familiengeschichte, mit wenig Highlights.

AnTheia

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wundervoll!

    Wege, die das Leben geht
    Eori

    Eori

    22. June 2017 um 22:00

    KlappentextDrei Frauen, drei Generationen und ein Sommer, der alles entscheidet.Eyja muss Schluss machen mit dem Chaos in ihrem Leben. Das denken vor allem ihre Großmutter, ihre Mutter und ihre beste Freundin Rúna. Deshalb verbringt sie den Sommer mit Rúna im idyllischen Schweden. Dort soll sie zu sich selbst finden, von ihrem Verflossenen loskommen und Zeit zum Schreiben haben. Denn Eyja hat einen Traum: Sie möchte Schriftstellerin werden. Doch so ganz einfach ist es mit dem neuen Leben dann doch nicht…Erster EindruckDas Cover ist sehr hübsch, und lässt mit den von einem Steg baumelnden Beinen sehr viel interpretationsspielraum. Aber auch der Titel lädt dazu ein. Schlägt man das Buch auf, sieht man, dass die einzelnen Kapitel Überschriften haben, keine Nummerierung. Das gefällt mir!Mein Fazit„Es muss auch schlechte Schriftstellerinnen geben! Und sei es nur, damit man sich umso mehr über die guten freuen konnte.“ (S.28) Auf Audur Jónsdóttir trifft dieses Zitat Eyjas nun wirklich nicht zu. Das Buch, dass viel über das Leben und den Problemen damit erzählt, ist wirklich überragend gut! Dabei wird im Laufe der Geschichte immer wieder in die Vergangenheit oder die Zukunft der Protagonistin geblickt. Schnell erfährt der Leser viel über ihre Kindheit und ihr späteres Leben als Autorin. Man muss schon etwas aufpassen, um die vielen Informationen nicht durcheinander zu bringen, aber ich bin sehr schnell hineingekommen. Rúna lässt Eyja in Schweden gar keine Zeit, selbst Entscheidungen zu treffen, oder allzu viel nachzudenken. So merkt sie, dass sie sehr wohl Fähigkeiten hat und auch selbst Dinge schaffen kann. Sie schließt nach und nach mit ihrem bisherigen Leben (und Ehemann) ab. Eyja wächst über sich hinaus und lässt ihre Vergangenheit hinter sich.Zwar habe ich nun ein etwas seltsames Bild von Isländern, denn wenn man der Autorin Glauben schenkt, sind die meisten Einwohner der Insel Kettenraucher und haben ein Alkoholproblem. Ich hoffe allerdings, dass dies nicht der Wahrheit entspricht!In vielen Kapiteln habe ich das Buch zur Seite gelegt und selbst einmal über die angesprochenen Themen nachgedacht. Es ist ein Buch ohne Spannung, das den schweren Weg zur Selbsteinsicht, Erholung und Selbstbewusstsein einer nicht ganz perfekten Frau aufzeigt. LieblingszitatS. 92 „Kann man da denn gar nichts mehr machen?“ […] „Nur, wenn du jetzt ein neues Ende schreibst. Aber dazu musst du natürlich überhaupt erst mal anfangen.“

    Mehr
  • Ein Buch über starke isländische Frauen

    Wege, die das Leben geht
    skywatcher

    skywatcher

    26. May 2017 um 10:56

    Wer sich für isländische Literatur interessiert, wird an Audur Jónsdóttir nicht vorbeikommen, vor allem in ihrem eigenen Land wird die Schriftstellerin und Journalistin viel gelesen. "Wege, die das Leben geht" ist ein typischer isländischer Roman, denn es kommen viele starke Frauen darin vor!Eyja, die in einer unglücklichen Ehe mit einem deutlich älteren Mann lebt, soll laut ihrer Großmutter und Mutter endlich ihr Leben selbst in die Hand nehmen und ihren Traum verwirklichen: Schriftstellerin werden. Dafür fährt Eyja zu einer Freundin ihrer Mutter, Runa nach Schweden und versucht, all ihre Probleme hinter sich zu lassen.Das Buch ist nicht ganz leicht zu lesen, doch genau das macht für mich auch den Roman aus: etwas Schweres, Undefinierbares, das sich wie ein roter Faden durch eine Art Familiensaga zieht. Es macht Spaß, diese vier Frauen, vor allem, natürlich Eyja dabei zu beobachten, wie sie versucht, ihren Traum zu verwirklichen und dabei die Unterstützung von so vielen Frauen bekommt (das macht den Roman für mich auch sehr aktuell, in der Debatte darüber, dass Frauen sich gegenseitig helfen sollten, um zum besten Ergebnis - in welchem Bereich auch immer - zu kommen). Ein kluges und mutmachendes Buch! Hoffentlich werden bald mehr Bücher von Jónsdóttir in deutscher Sprache übersetzt.

    Mehr
  • Schreiben - eine Begabung!

    Wege, die das Leben geht
    Angie*

    Angie*

    02. January 2017 um 14:24

    Inhalt: Ein Island der Westfjorden - ein Island verschiedener Generationen . Die sehr junge Eyja hat ihr Leben selbst in die Hand genommen. Alkohol, Drogen, Party-Leben und allgemeine Orientierungslosigkeit haben sie dazu gebracht einen älteren , bodenständigen Mann aus den Westfjorden, der auch ihr Vater sein könnte, zu heiraten. Sie liebt und lebt sorglos mit dem alkoholkranken Garri und ihrer Schwester Agga zusammen und ist  selber auch dem Trinken nie abgeneigt. Ein seltsames Trio.  Endlich greifen Mutter, Grossmutter und Cousine Runa ein und schlagen Eyja einen Aufenthalt in Schweden vor, um sie vor Garri und seinem zweifelhaften Einfluss auf das junge Mädchen zu schützen. Ausserdem glauben sie an die Begabung der jungen Eyja für das Schreiben und möchten ihr die Ruhe und Gelegenheit in einem abgelegenen, schwedischem Sommerhaus an einem See geben um diese Neigung zu erweitern.  Eyjas Grossvater war Literatur-Nobelpreisträger und sein Ruhm strahlt leuchtend in der Familiengeschichte. Auch Eyjas Mutter hat erfolgreich Kolumnen für Zeitungen geschrieben, aber durch familiäre Belastungen (Vier Kinder und eigene Alkoholprobleme) irgendwann damit aufgehört. Hat Eyja diese Familienbegabung und Passion für die Literatur geerbt? Meine Meinung: Ein schwer zu lesendes Buch, Sätze und Abschnitte kann man auf keinen Fall leicht überfliegen. Zum Glück ist es in drei Abschnitte eingeteilt und zusätzlich noch in kleine Kapitel mit sehr ausdrucksstarken Überschriften. Zeitsprünge sind schwer und nur aufmerksam zu erlesen, tragen aber sehr gut zum Verständnis der Familiengeschichte und Eyjas Persönlichkeit bei. Zum Beispiel ein Zitat über Eyjas Empfinden auf Seite 87 „Umgeben von Trauernden wird man zum Nichts“ , oder auf Seite 89 „Das Dorf, so wie es vor der Lawine gewesen war, sollte Eyja erst ein Jahr später wieder betreten,nachdem sie entdeckt hatte,dass sie mit einer Schreibmaschine in die Vergangenheit reisen konnte.“   Auch Eyjas Grossmutter wurde zum Schreiben nach Schweden geschickt und zwar kurz nach der Geburt von Eyjas Mutter, die dadurch als kleiner Säugling von ihrer Mutter getrennt wurde und weinend monatelang in den Armen anderer Frauen der Familie lag. Die Geschichte ist ein Verwobensein der Lebensgeschichten von Grossmutter, Mutter und Enkelin - immer mit dem Anspruch des Schreibens neben dem Familienleben und der unbändigen Lebenslustdroge ALKOHOL. Sehr treffend beschrieben im Kapitel „Durst“ auf Seite 319. Zitat: „Ihre Tochter hatte gejammert.Sie war so durstig gewesen, dass der Durst sie das ganze Leben hindurch begleiten sollte. Was war mit ihr los gewesen?“ Inmitten, eher über diesen komplizierten Familienbanden, steht immer der literarische Grossvater mit seinem Ruhm. Andere Männer der Familie schrumpfen meist in die Bedeutungslosigkeit und werden von den drei Frauen beliebig oft ausgetauscht.  Ich habe lange gebraucht um Eyja und ihre charakterliche Entwicklung zu verstehen und auch um Sympathie für sie zu entwickeln. Oft endeten meine eigenen Gedanken bei ihren chaotischen Handlungen in *Wie kann sie nur,,,,* Eine schwieriges, aktuelles Problembuch - auch über Alkohol und den intellektuellen Anspruch einer begabten Familie. Es ist sehr lesenswert und atmosphärisch dicht geschrieben und ich vergebe gern fünf Sterne . Eine Herausforderung für den interessierten Leser.  Herzlichen Dank an den btb-Verlag bei RandomHouse für die Bereitstellung des Leseexemplar.

    Mehr
    • 2