August H. J. Lafontaine

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August H. J. LafontaineAugust Heinrich Julius Lafontaine
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August Heinrich Julius Lafontaine
August Heinrich Julius Lafontaine
 (2)
Erschienen am 06.06.2008
August H. J. LafontaineKlara du Plessis und Klairant
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Klara du Plessis und Klairant

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Rezension zu "August Heinrich Julius Lafontaine" von August H. J. Lafontaine

Rezension zu "August Heinrich Julius Lafontaine" von August H. J. Lafontaine
Hallogenvor 8 Jahren

Kleine Zusammenstellung der wichtigsten Werke des völlig vergessenen Autors anlässlich der 250. Wiederkehr seines Geburtstages. August Lafontaine (1758-1831) war ein Unterhaltungsschriftsteller und Vielschreiber, von dem Heinrich Heine behauptete, er sei "berühmter als Goethe". Von ihm gibt es über 60 Romane (meist mehrbändig), zahlreiche Novellen und einige Dramen. Genau sagen lässt sich das aber nicht, da er auch unter Pseudonymen veröffentlichte. Sofort nach seinem Tod setzte das Vergessen ein, und in den meisten Übersichtswerken zur deutschen oder gar Weltliteratur taucht er nicht auf, ist höchstens mal eine spöttische Randnotiz beim französischen Lafontaine, obwohl er seinerzeit in zehn Sprachen übersetzt wurde. Ich kenne ihn auch nur, weil er den Großteil seines Lebens in Halle verbrachte und hier seit drei Jahren wieder verstärkt auf ihn hingewiesen wird.

Da ich zusammengekürzte Romane nicht mag, habe ich die Ausschnitte aus seinen Romanen nicht gelesen, sondern nur drei der vier Novellen. Die sind nicht unterirdisch schlecht, aber von guter Literatur doch ein ganzes Stück entfernt. So heißt eine "Fragment aus dem Tagebuch Amaliens", ist aber in Wirklichkeit eher ein Rückblick auf die Jugend dieser Frau, die etwas zu oft gesagt bekam, wie schön sie ist.

Vorhersehbar und schwach im Aufbau ist die Briefnovelle "Das Mädchen auf Freiersfüßen". Lafontaine lässt die besondere Form der verschiedenen Perspektiven fast ungenutzt, so dass es eher konfus als (gewollt) verwirrend wirkt, was er da konstruiert. Trotzdem ist er in der Lage Gefühle und Innenleben durchaus glaubwürdig darzustellen, und er hatte wohl auch selbst nicht den Anspruch, hohe Literatur zu schreiben, weshalb man nicht zu hart damit umgehen sollte.

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