August Strindberg Fräulein Julie

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Inhaltsangabe zu „Fräulein Julie“ von August Strindberg

Johan August Strindberg (1849-1912) war ein schwedischer Schriftsteller und Künstler. Er gilt als einer der wichtigsten schwedischen Autoren, besonders seine Dramatik ist weltbekannt. Von den 1870er Jahren bis zu seinem Tod dominierte er das literarische Schweden, sein umfangreiches literarisches Werk zählt zu den Klassikern schwedischer Literatur.§§Das Kammerspiel \"Fräulein Julie\", das 1888 entstand, handelt vom Verhältnis der jungen hochadeligen Julie und ihrem Diener Jean während einer Mittsommernacht und am darauffolgenden Morgen. Es spielt in der Küche des Herrensitzes von Julies Vater in einer kleinen Stadt in Schweden und behandelt Klassenunterschiede, den Geschlechterkampf sowie Liebe und Lust. (Quelle:'Flexibler Einband/01.11.2014')

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  • Rezension zu "Fräulein Julie" von August Strindberg

    Fräulein Julie

    PrinzessinMurks

    06. April 2010 um 23:04

    Wir befinden uns auf einem Landgut irgendwo in Schweden. Der Herr des Hauses wird zu Beginn des Dramas verabschiedet. Die gräfliche Tochter wurde gerade von ihrem Verlobten verlassen und jetzt „sticht sie der Hafer“. *** Strindberg spielt in der durchwachten Nacht mit dem Gedanken der Tabula Rasa, der Katastrophe, die einen totalen Lebensbruch erfordert und mit dem Reiz nichts mehr zu verlieren zu haben. Er zieht uns in die verängstigten, gefangenen und doch rebellischen Gedanken eines Mädchens, das aus dem goldenen Käfig will und zeigt uns einen Mann, der zum Diener gedrillt ist, aber das Zeug zu Höherem hätte, wenn er sich nur trauen würde. Eine ganze Nacht lang hofft, zweifelt, träumt und kapituliert der Leser vor und mit einer Welt, die nach strengen Regeln spielt, aber auch Beständigkeit und Orientierung bietet, die einengt aber auch Geborgenheit verspricht. Was soll man tun, wenn man „ein bisschen“ ausgebrochen ist, keinen Weg zurück sieht, aber auch keinen nach vorn? Nicht fliehen wollen, nicht bleiben können – nicht bleiben wollen, nicht fliehen können... *** Mir hat das Drama gefallen. Die Dialoge sind mitreißend geschrieben, die Figuren glaubwürdig. Das Drama zieht sich nicht dahin, es plätschert nicht - es lässt den Zuschauer vom ersten Gedanken zum nächsten tanzen - und plötzlich ist es vorbei.

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  • Rezension zu "Fräulein Julie" von August Strindberg

    Fräulein Julie

    Neyasha

    26. September 2009 um 23:32

    Die impulsive Grafentochter Julie kokettiert beim Mittsommerfest mit dem Diener Jean, woraufhin er sie mit in seine Kammer nimmt. Doch nach dem ersten Interesse müssen beide schnell erkennen, dass unterschiedliche Lebensverhältnisse, Träume, Wünsche und die dadurch beeinflusste Persönlichkeit es beinahe unmöglich machen, sich wirklich nahe zu kommen. So wird Julie dem Diener schnell lästig und ihre Bemühungen um seine Liebe führen schließlich zu ihrem Untergang. "Fräulein Julie", das 1889 erstmals aufgeführt wurde, gehört zu den naturalistischen Dramen von August Strindberg. Es gibt lediglich drei handelnde Personen (Julie, Jean, die Köchin Kristin), deren Charaktere das gesamte Stück vorantreiben. Niemand von ihnen ist nur gut oder böse; sie wirken "sperrig" und zumeist nicht unbedingt liebenswert. Genau darin liegt der Reiz des Stückes: Die Charaktere mit all ihren Facetten, ihren Schwächen und ihren Beziehungen zueinander machen "Fräulein Julie" spannend wie einen Krimi. Der flüssige, schlichte Stil trägt sein übriges dazu bei, und so habe ich das Drama in einem Rutsch durchgelesen. Für mich persönlich ist "Fräulein Julie" Strindbergs gelungenstes Stück.

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