August Wilhelm Schlegel

 3,8 Sterne bei 280 Bewertungen

Lebenslauf

August Wilhelm Schlegel (1767–1845) war ein deutscher Literaturhistoriker und -kritiker, Übersetzer, Alt-Philologe und Indologe. Er lehrte an der Universität Jena als außerordentlicher Professor. Zusammen mit seiner Frau Caroline Schlegel, seinem Bruder Friedrich und dessen Frau Dorothea Schlegel, Johann Gottlieb Fichte, später auch Ludwig Tieck und Novalis prägte er die neue „romantische Schule“. Als Übersetzer machte er sich u.a. mit der textgenauen Übersetzung von 17 Shakespeare-Stücken verdient.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu August Wilhelm Schlegel

Das Stück spielt im alten Verona und zeigt die Zerrissenheit zweier Familien. Die Capulets und die Monatgues. Bei einem Fest im Hause Capulets fallen auch ein paar Mitglieder der Montagues ein und Romeo sieht Julia Capulet und verliebt sich. Auch sie ist gefangen von seinem Aussehen und seiner Art und wahre Liebe sahen Beide erst in der Nacht. Aber in der Nacht sind sie verhüllt, aber bei Tag sieht man sie und vor allem, dass sie aus den beiden verfeindeten Familien stammen und die Neffen und Mitglieder heißen es nicht gut. Der Klassiker von William Shakespeare ist zeitlos und einfach wunderschön. Mit so viel Kraft und Gefühl und mit großartigen Texten, Dialogen und Figuren.

Cover des Buches The Merchant of Venice / Der Kaufmann von Venedig (ISBN: 9783150098004)
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Rezension zu "The Merchant of Venice / Der Kaufmann von Venedig" von William Shakespeare

Eine verhängnisvolle Bürgschaft im alten Venedig
GersBeavor 9 Jahren

Grundzüge der Handlung:

Das Theaterstück spielt zu Shakespeares Zeiten in Venedig. Venedig ist ein blühender weltoffener Stadtstaat.

Der Kaufmann Antonio erwartet die Rückkehr seine Schiffe von risikoreichen Reisen nach Übersee. Sein leichtfertiger, unbekümmerter Freund Bassanio möchte die reiche Portia heiraten, deren Vater verstorben ist. Das dazu benötigte Geld leiht er beim Juden Shylock. Antonio will für ihn bürgen und willigt ein, dass Shylock „ein Pfund seines Fleisches“ erhält, sollte Bassanio die Summe nicht zurückzahlen können.

In Belmonte wartet Portia auf ihre Verheiratung. Das Testament ihres Vaters bestimmt, dass derjenige Portia heiraten darf, der  wie – im Märchen – aus drei Kästchen dasjenige herausfindet, das Portias Bild enthält.

In Venedig verlässt der possenhafte Diener Lanzelot seinen Herrn Shylock, um ab sofort Bassanio zu dienen. Jessica, Shylocks Tochter verlässt ebenfalls ihren Vater, heimlich, um Lorenzo, zu heiraten, der auch zum Freundeskreis um Antonia und Bassanio gehört. Shylock ist zutiefst getroffen, zumal Jessica auch sein Vermögen mitnimmt.

In Belmonte wählen die Portia widerwärtigen Bewerber Marokko und Arragon das falsche Kästchen. Der angereiste Bassanio trifft die richtige Wahl – sehr zur Freude von Portia, da ihre Zuneigung ihm gilt. Ihr gemeinsames Glück wird jäh unterbrochen als Bassanio erfährt, dass Antonios Schiffe untergegangen sind. Umgehend macht er sich allein zurück auf den Weg nach Venedig, um Antonio beizustehen, der nun für Bassanio mit „einem Pfund seines Fleisches“ seine Bürgschaft einlösen muss. Portia bleibt in Belmonte zurück mit einer Idee, wie sie Antonio und Bassanio retten kann.

In Venedig findet die Gerichtsverhandlung statt. Shylock zeigt sich unbarmherzig und unnachgiebig, das Recht auf seiner Seite wähnend. Als Antonios Situation ausweglos scheint, betritt die als Doktor der Rechte verkleidete Portia den Gerichtssaal, niemand erkennt sie. Durch eine Spitzfindigkeit sorgt sie dafür, dass Shylock nun als Rechtsbrecher dasteht. Antonio ist gerettet. Bassanio überreicht als Dank dem Doktor der Rechte einen Ring, den Portia ihm als Pfand ihrer Liebe geschenkt hat.

Zum Schluss treffen Antonia und Bassanio in Belmonte wieder auf die auch zurückgekehrte Portia. Nach einem Wortgefecht um den verschenkten Ring gibt Portia sich als Doktor zu erkennen. Happy End!

Rezension:

Die zweisprachige Reclam-Ausgabe hat mir den Zugang zum Theaterstück vereinfacht. Die moderne Übersetzung ist mit vielen Anmerkungen versehen, die Sachverhalte erklären, die dem Leser heutzutage nicht auf Anhieb verständlich sind. 
In den Anmerkungen werden auch die Wortwahl Shakespeares und deren Mehrdeutigkeit kommentiert. Das war oft für mich Anreiz den englischen Originaltext zu lesen. 
Das Nachwort beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Interpretationen des Theaterstücks. Dabei wird aktweise vorgegangen. Ich fand das Nachwort sehr lesenswert, weil es mein Augenmerk auf Sachverhalte lenkte, die mir nicht aufgefallen waren oder die ich anders wahrgenommen hatte.

Das Spiel von Shakespeare mit Ideal und Realität hat mir gut gefallen. Zwischen den Ansprüchen der Akteure und der Realität liegen Welten. In Venedig soll Recht herrschen, aber in der Gerichtverhandlung wird das Recht durch Portia gebeugt. Bassanio schwört ewige Treue und verschenkt dann doch Portias Ring, ....
Komödiantische Szenen wechseln sich mit dramatischen ab. Witzige Wortgeplänkel haben mich schmunzeln lassen. 

Leider sind einige wichtige Protagonisten eher holzschnittartig dargestellt. Antonio verhält sich meist wie ein Statist, Shylock ist der verhasste Außenseiter, dem nur Hass entgegenschlägt. Allein die Frauen treiben die Handlung voran und lösen die Probleme, obwohl sie sich – den gesellschaftlichen Konventionen entsprechend – den Männern dann doch unterordnen.

Eigentlich würde ich gerne 3,5 Sterne vergeben, weil das nicht möglich ist, werden es dann doch vier Sterne.

Cover des Buches Wie es euch gefällt. (ISBN: 9783150004692)
Miserables avatar

Rezension zu "Wie es euch gefällt." von William Shakespeare

Verwechslungen bis zum Umfallen
Miserablevor 10 Jahren

All the world's a stage, And all the men and women merely players: They have their exits and their entrances; And one man in his time plays many parts, His acts being seven ages. At first the infant, Mewling and puking in the nurse's arms. And then the whining school-boy, with his satchel, And shining morning face, creeping like snail Unwillingly to school. And then the lover, Sighing like furnace, with a woeful ballad Made to his mistress eyebrow. Then a soldier, Full of strange oaths, and bearded like the pard, Jealous in honour, sudden and quick in quarrel, Seeking the bubble reputation Even in the cannon's mouth. And then the justice In fair round belly with good capon lined, With eyes severe, and beard of formal cut, Full of wise saws and modern instances; And so he plays his part. The sixth age shifts Into the lean and slipper'd pantaloon, With spectacles on nose and pouch on side, His youthful hose well saved, a world too wide For his shrunk; and his big manly voice, Turning again toward childish treble, pipes And whistles in sound. Last scene of all, That ends this strange eventful history, Is second childishness and mere oblivion, Sans teeth, sans eyes, sans taste, sans everything. (II,7)

Wer kennt sie nicht, diese bekannten Worte aus Jaques Mund? Sie sind charakteristisch für das elisabethanische Weltbild, welches von einer Vorherbestimmtheit des Menschen ausgeht. Hier wird der Lebensplan eines jeden Mannes dargestellt - und das Leben ist nicht viel mehr als ein Theaterstück, die Welt eine Bühne und alle Menschen Schauspieler.

As you Like it gehört zu den zahlreichen Komödien Shakespeares und erzählt die Geschichte von zahlreichen Figuren.
Duke Frederick wird von seinem Bruder Duke Senior vom Thron gestoßen und flüchtet sich mit seinem Gefolge in den Wald. Seine Tochter Rosalind wird einige Zeit weiterhin am Hof geduldet, weil sie so gut mit ihrer Cousine, Seniors Tochter, Celia befreundet ist. Doch als auch sie verbannt wird, flüchtet Celia mit ihr. Die beiden verkleiden sich als Schäfer, Rosalind als Mann, und schlagen sich gemeinsam durch den Wald.
Oliver und Orlando sind zwei Brüder, welche schon seit Längerem verfeindet sind. Als Orlando von den Plänen hört, dass sein Bruder ihn umbringen will, flüchtet auch er. Dort trifft er auf den Schäfer Ganymede (die verkleidete Rosalind), welche ihm beibringen möchte, wie er erfolgreich seine geliebte Rosalind erobern kann.


And so from hour to hour we ripe and ripe, And then from hour to hour we rot and rot. (II,7)

Wie so oft bei Shakespeare handelt es sich auch hier um eine Verwechslungskomödie, welche nicht vor geschlechterübergreifenden Verwechslungen halt macht. Jeder verliebt sich in Jeden, und am Ende weiß man gar nicht, wie dieses Durcheinander wieder in Ordnung gebracht werden kann. Und doch klappt es durch einen kleinen Trick von Rosalind, der sein Finale in einer Massenhochzeit findet.

Auch wenn die Ausgangssituation und die Figurenkonstellation viel Anlass zur Komik bieten, fand ich diese nicht so stark wie manch andere. Natürlich ist es witzig, wenn Touchstone andere durch seine Wortgewandtheit austrickst oder sich Rosalind als Ganymede ausgibt, welcher so tut, als sei er Rosalind, sodass Orlando an ihr üben kann.
Irgendetwas hat mir beim Lesen gefehlt, sodass sich der Text nicht in die Reihe von A Midsummer Night's Dream oder The Taming of a Shrew einreihen kann. Nicht schlecht, aber auch nicht Shakespeares beste Komödie.


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