Auguste Lechner

 3.7 Sterne bei 145 Bewertungen
Autorin von Die Nibelungen, Die Abenteuer des Odysseus und weiteren Büchern.
Autorenbild von Auguste Lechner (© Tyrolia Verlag)

Lebenslauf von Auguste Lechner

Die österreichische Jugendbuchautorin Auguste Lechner wird am 02.01.1905 in Innsbruck in das Adelsgeschlecht der Neuner von Breitenegg geboren. In Innsbruck lebend besucht sie im Anschluss an ihre Matura die dortige Universität und studiert Sprachen. 1927 wird sie die Ehefrau von Dr. Hermann Lechner, der den Tyrolia Verlag leitet, und mit dem sie bis zu ihrem Tod am 25.02.2000 zusammenlebt. Aus der Ehe geht ihr einziger Sohn hervor. Nach ersten Veröffentlichungen in Zeitschriften wird nach dem Zweiten Weltkrieg ihr Interesse für die Mythologie geweckt und Auguste Lechner beginnt, sich mit den mittelhochdeutschen Epen und griechischen Sagen eingehend zu befassen. Es folgen die Veröffentlichungen von aufbereiteten Sagen und Mythen für Kinder und Jugendliche, zum Beispiel Adaptionen von Herkules, Ilias oder Odysseus, aber auch die Nibelungen und die Sagen um König Artus. Insgesamt verfasst die Österreicherin bis zu ihrem Tod 24 Bücher, die eine Gesamtauflage von einer Million bei weitem überschreiten. Bereits im Jahr 1956 erhält sie für ihre Adaption von „Parzival“ den Österreichischen Staatspreis für Literatur, im Jahr 1983 den Europäischen Jugendbuchpreis.

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Die Nibelungen

Neu erschienen am 24.04.2020 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

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Cover des Buches Die Nibelungen (ISBN: 9783702237042)

Die Nibelungen

 (49)
Erschienen am 24.05.2018
Cover des Buches Die Abenteuer des Odysseus (ISBN: 9783401500232)

Die Abenteuer des Odysseus

 (27)
Erschienen am 01.01.2008
Cover des Buches Parzival (ISBN: 9783401500249)

Parzival

 (22)
Erschienen am 01.01.2008
Cover des Buches Ilias (ISBN: 9783401500256)

Ilias

 (18)
Erschienen am 01.01.2008
Cover des Buches König Artus (ISBN: 9783401502021)

König Artus

 (17)
Erschienen am 01.01.2010
Cover des Buches Herkules (ISBN: 9783401502014)

Herkules

 (10)
Erschienen am 01.01.2010
Cover des Buches Aeneas (ISBN: 9783401502007)

Aeneas

 (6)
Erschienen am 01.01.2010
Cover des Buches Dolomiten-Sagenbuch (ISBN: 9783702231385)

Dolomiten-Sagenbuch

 (4)
Erschienen am 20.04.2011

Neue Rezensionen zu Auguste Lechner

Neu

Rezension zu "Parzival" von Auguste Lechner

Von der Wichtigkeit falsche Tugenden abzulegen und mitfühlend zu sein
Paperboatvor einem Jahr

Parzival ist der Sohn eines berühmten und kühnen Ritters, Gahmuret. Die Geschichte beginnt mit Gahmuret und wie dieser Herzeloide begegnet, die einmal die Mutter von Parzival werden soll.
Gahmuret ist ein unsteter Ritter, der ständig das Abenteuer sucht und braucht, ganz gleich, wie sehr er bei seiner Gemahlin bleiben möchte, weil sie ihn bittet. Letztlich kehrt er von seinen Abenteuern nicht zurück. So kommt es, dass Herzeloide ihren Sohn Parzival fernab des höfischen Lebens und der Ritterschaften in einem Wald aufzieht. Doch wie es der Zufall will, kommt Parzival doch in Kontakt mit dieser Welt, in der es so viel Ruhm und Bewunderung zu ernten gibt, und verfällt ihr. Er verlässt seine Mutter, die ihm zum Abschied ein Narrenkleid gibt, in der Hoffnung, er hätte bald genug von der Welt, wenn ihn die Leute nur auslachten.
Es gelingt Parzival, ruhmreich zu werden, und darauf ist er sehr stolz.
Parzival ist dazu erkoren, Gralskönig zu werden, und erreicht auf seinen Reisen die Gralsburg. Er besteht jedoch nicht die Prüfung und zieht nunmehr rastlos durch die Landen, ohne je richtig Frieden zu finden. Es dauert eine lange Zeit, bis er erkennt, dass eine glänzende Rüstung keinen edlen Ritter ausmachen, sondern dazu die Tugenden fehlen.

Es kommt wohl darauf an, wie alt man ist oder wie anspruchsvoll, wenn man dieses Buch liest. Stellenweise ist es sehr einfach geschrieben und wenig beschreibend, so dass man seine Fantasie ohne viel Anleitung spielen lassen muss.
Mir fiel es nicht leicht, mich nach den Abenteuern von Gahmuret auf den neuen Charakter Parzival einzulassen, aber genau dort fängt die eigentliche Geschichte an. Letztlich ist es eine schöne Geschichte, ohne zu viel Schnörkel geschrieben. Sie zeigt oder lehrt, wie wichtig es ist, falsche Tugenden abzulegen und mitfühlend zu sein.

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Rezension zu "Die Nibelungen" von Auguste Lechner

Der Fall eines Reiches
Wortverzaubertevor 2 Jahren

Inhalt 
Siegfried ist ein echter Heißsporn wie er im Buche steht. Er will wie alle anderen Recken im Reich seines Vaters Abenteuer erleben. Dazu hat er auch bald Gelegenheit. Nachdem sein Temperament ihn zu dem berühmten Schmied Mimir gebracht hatte und dieser ebenfalls mit dem jungen Prinzen nicht fertig wird, schickt dieser ihn auf die Suche nach dem Lindwurm - einem Drachen -, der in der Umgebung sein Unwesen treibt. Siegfried stellt sich dem Drachen und geht als Sieger hervor. Nach einem weiteren Intermezzo in Island mit der starken Brunhild und dem Erbeuten des Nibelungenschatzes gelangt er endlich nach Burgund an den Hof von Gunther und dessen Familie. 

Hier in Burgund kann er das Herz der schönen Kriemhild erobern. Er wird zu einem engen Vertrauten Gunthers, weil er diesem geholfen hatte, Brunhild nach Burgund zu holen. Doch wegen der Missgunst der isländischen Königin gerät Siegfried in eine Intrige, die ihm das Leben kostet. Obwohl er nach dem Sieg über den Drachen in dessen Blut gebadet hatte, war er trotzdem an einer Stelle seines Körpers nicht unverwundbar. Diesen Vorteil nutzten Hagen und Brunhild aus und ermordeten den Drachentöter feige. 

Für Kriemhild beginnt nach dem Tod ihres Geliebten eine lange Zeit des Trauers und des Schmerzes. Erst das Heiratsangebot des Hunnenkönig Etzel gibt ihr wieder Kraft und Mut. Mit den Hunnen in der Hinterhand will sie sich endlich an den Mördern ihres Gatten rächen....

Mein Eindruck 
Dieser Mythos hat - finde ich - alles, was eine gute Geschichte haben sollte: Liebe, Verzweiflung, Rache, Eifersucht, Mord. Naja, die meisten Mythen haben diese Themen als Leitfaden  Doch das Besondere hier ist, dass Hauptfigur nun mal eine Frau ist, nämlich Kriemhild. Kriemhild ist nicht nur schön, sondern auch intelligent. Sie weiß, was sie will und kann auch geduldig abwarten, bis sie ihr Ziel in die Tat umsetzen kann. Wie heißt es so schön: Jeder sollte sich vor rachsüchtigen Frauen in Acht nehmen. Auch hier in dieser Geschichte gilt diese Devise. Hagen von Tronje ist so überheblich und von sich und seinen Entscheidungen überzeugt hat, dass er dabei die burgundische Königin und ihren Zorn und Hass auf ihn unterschätzt. Ich war hin und weg. 

Normalerweise ist die altdeutsche Sprache nicht so mein Fall, aber diese Aufbereitung hier war ein echter Lesegenuss. Auch der Aufbau hat mir gut gefallen. Eigentlich kenne ich die Sage - in der Schule musste ich das schon einmal lesen und es hat mich da nicht so vom Hocker gehauen - so, dass die Jugend von Siegfried rückblickend in dem Lied vorkommt, daher war es schön, dass diese an den Anfang des Liedes gestellt worden ist. Das hat die Geschichte wirklich rund gemacht. 

 
Fazit 
Auguste Lechner hat den Mythos um die Nibelungen gut neu aufbereitet. Das Lesen hat Spass gemacht. Besonders das Sprachbild - zeitgemäß, statt althochdeutsch - trugen dazu bei, dass man dem roten Faden der Geschichte leicht folgen konnte. Die Autorin hat es verstanden, den Mythos dem Leser lebhaft und spannend näher zu bringen. Auch ist sie der Thematik treu geblieben und hat nicht versucht, eine neue Interpretation des Stoffes zu bieten.  Für mich ein absolut gelungenes Buch und eine Geschichte, die man immer wieder lesen kann. 

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G

Rezension zu "Ilias" von Auguste Lechner

Schwieriger Schreibstil
Grueffelchenvor 3 Jahren

Vorab muss ich sagen: Ich liebe Sagen aller Art und habe keine Probleme auch Bücher in ,,alter" Sprache zu Lesen. Aber Lechners Schreibstil ist langatmig und kompliziert, was dem Leser den Spaß an der - eigentlich zeitlosen - Sage nehmen kann. ( Mein persönlicher Lieblingsautor der Sagen ist Schwab. )

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Zusätzliche Informationen

Auguste Lechner wurde am 01. Januar 1905 in Innsbruck (Österreich) geboren.

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von 4 Lesern aktuell gelesen

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