Auguste Lechner

 3.7 Sterne bei 130 Bewertungen
Autorin von Die Nibelungen, Die Abenteuer des Odysseus und weiteren Büchern.
Auguste Lechner

Lebenslauf von Auguste Lechner

Die österreichische Jugendbuchautorin Auguste Lechner wird am 02.01.1905 in Innsbruck in das Adelsgeschlecht der Neuner von Breitenegg geboren. In Innsbruck lebend besucht sie im Anschluss an ihre Matura die dortige Universität und studiert Sprachen. 1927 wird sie die Ehefrau von Dr. Hermann Lechner, der den Tyrolia Verlag leitet, und mit dem sie bis zu ihrem Tod am 25.02.2000 zusammenlebt. Aus der Ehe geht ihr einziger Sohn hervor. Nach ersten Veröffentlichungen in Zeitschriften wird nach dem Zweiten Weltkrieg ihr Interesse für die Mythologie geweckt und Auguste Lechner beginnt, sich mit den mittelhochdeutschen Epen und griechischen Sagen eingehend zu befassen. Es folgen die Veröffentlichungen von aufbereiteten Sagen und Mythen für Kinder und Jugendliche, zum Beispiel Adaptionen von Herkules, Ilias oder Odysseus, aber auch die Nibelungen und die Sagen um König Artus. Insgesamt verfasst die Österreicherin bis zu ihrem Tod 24 Bücher, die eine Gesamtauflage von einer Million bei weitem überschreiten. Bereits im Jahr 1956 erhält sie für ihre Adaption von „Parzival“ den Österreichischen Staatspreis für Literatur, im Jahr 1983 den Europäischen Jugendbuchpreis.

Alle Bücher von Auguste Lechner

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Die Nibelungen

Die Nibelungen

 (45)
Erschienen am 01.01.2008
Die Abenteuer des Odysseus

Die Abenteuer des Odysseus

 (24)
Erschienen am 01.01.2008
Ilias

Ilias

 (17)
Erschienen am 01.01.2008
Parzival

Parzival

 (18)
Erschienen am 01.01.2008
König Artus

König Artus

 (15)
Erschienen am 01.01.2010
Herkules

Herkules

 (9)
Erschienen am 01.01.2010
Aeneas

Aeneas

 (6)
Erschienen am 01.01.2010
Dolomiten-Sagenbuch

Dolomiten-Sagenbuch

 (4)
Erschienen am 20.04.2011

Neue Rezensionen zu Auguste Lechner

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Wortverzaubertes avatar

Rezension zu "Die Nibelungen" von Auguste Lechner

Der Fall eines Reiches
Wortverzaubertevor 5 Tagen

Inhalt 
Siegfried ist ein echter Heißsporn wie er im Buche steht. Er will wie alle anderen Recken im Reich seines Vaters Abenteuer erleben. Dazu hat er auch bald Gelegenheit. Nachdem sein Temperament ihn zu dem berühmten Schmied Mimir gebracht hatte und dieser ebenfalls mit dem jungen Prinzen nicht fertig wird, schickt dieser ihn auf die Suche nach dem Lindwurm - einem Drachen -, der in der Umgebung sein Unwesen treibt. Siegfried stellt sich dem Drachen und geht als Sieger hervor. Nach einem weiteren Intermezzo in Island mit der starken Brunhild und dem Erbeuten des Nibelungenschatzes gelangt er endlich nach Burgund an den Hof von Gunther und dessen Familie. 

Hier in Burgund kann er das Herz der schönen Kriemhild erobern. Er wird zu einem engen Vertrauten Gunthers, weil er diesem geholfen hatte, Brunhild nach Burgund zu holen. Doch wegen der Missgunst der isländischen Königin gerät Siegfried in eine Intrige, die ihm das Leben kostet. Obwohl er nach dem Sieg über den Drachen in dessen Blut gebadet hatte, war er trotzdem an einer Stelle seines Körpers nicht unverwundbar. Diesen Vorteil nutzten Hagen und Brunhild aus und ermordeten den Drachentöter feige. 

Für Kriemhild beginnt nach dem Tod ihres Geliebten eine lange Zeit des Trauers und des Schmerzes. Erst das Heiratsangebot des Hunnenkönig Etzel gibt ihr wieder Kraft und Mut. Mit den Hunnen in der Hinterhand will sie sich endlich an den Mördern ihres Gatten rächen....

Mein Eindruck 
Dieser Mythos hat - finde ich - alles, was eine gute Geschichte haben sollte: Liebe, Verzweiflung, Rache, Eifersucht, Mord. Naja, die meisten Mythen haben diese Themen als Leitfaden ☻ Doch das Besondere hier ist, dass Hauptfigur nun mal eine Frau ist, nämlich Kriemhild. Kriemhild ist nicht nur schön, sondern auch intelligent. Sie weiß, was sie will und kann auch geduldig abwarten, bis sie ihr Ziel in die Tat umsetzen kann. Wie heißt es so schön: Jeder sollte sich vor rachsüchtigen Frauen in Acht nehmen. Auch hier in dieser Geschichte gilt diese Devise. Hagen von Tronje ist so überheblich und von sich und seinen Entscheidungen überzeugt hat, dass er dabei die burgundische Königin und ihren Zorn und Hass auf ihn unterschätzt. Ich war hin und weg. 

Normalerweise ist die altdeutsche Sprache nicht so mein Fall, aber diese Aufbereitung hier war ein echter Lesegenuss. Auch der Aufbau hat mir gut gefallen. Eigentlich kenne ich die Sage - in der Schule musste ich das schon einmal lesen und es hat mich da nicht so vom Hocker gehauen - so, dass die Jugend von Siegfried rückblickend in dem Lied vorkommt, daher war es schön, dass diese an den Anfang des Liedes gestellt worden ist. Das hat die Geschichte wirklich rund gemacht. 

Fazit 
Auguste Lechner hat den Mythos um die Nibelungen gut neu aufbereitet. Das Lesen hat Spass gemacht. Besonders das Sprachbild - zeitgemäß, statt althochdeutsch - trugen dazu bei, dass man dem roten Faden der Geschichte leicht folgen konnte. Die Autorin hat es verstanden, den Mythos dem Leser lebhaft und spannend näher zu bringen. Auch ist sie der Thematik treu geblieben und hat nicht versucht, eine neue Interpretation des Stoffes zu bieten.  Für mich ein absolut gelungenes Buch und eine Geschichte, die man immer wieder lesen kann. 

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G

Rezension zu "Ilias" von Auguste Lechner

Schwieriger Schreibstil
Grueffelchenvor einem Jahr

Vorab muss ich sagen: Ich liebe Sagen aller Art und habe keine Probleme auch Bücher in ,,alter" Sprache zu Lesen. Aber Lechners Schreibstil ist langatmig und kompliziert, was dem Leser den Spaß an der - eigentlich zeitlosen - Sage nehmen kann. ( Mein persönlicher Lieblingsautor der Sagen ist Schwab. )

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HEIDIZs avatar

Rezension zu "Dolomiten-Sagenbuch" von Auguste Lechner

Wundervolles Sagenbuch zum literarischen Eintauchen in die Welt der Dolomiten
HEIDIZvor 2 Jahren

Das Dolomiten Sagenbuch ist ein wirklich kurzweilig zu lesendes Buch mit zahlreichen spannenden Sagen rund um die Gegend der Dolomiten.

 

Auch die Illustrationen überzeugen zu 100 Prozent, sie untermalen die wundervoll erzählten Sagen nochmals bildhaft und laden einfach dazu ein, sie zu betrachten.

 

Die Sagen sind sehr unterschiedlichen Inhalts, sodass es wirklich ein abwechslungsreiches Vergnügen ist, das Buch zu lesen. Im Zusammenhang mit dem Illustrationen kann man sich das Buch immer wieder zur Hand nehmen, beides: Text und Bild ergänzt sich perfekt. Die Sagen erzählen von dem Leben der Menschen in der Dolomitenlandschaft.

 

Der Volkskundler Karl Felix Wolff hat sie Anfang des 20. Jahrhunderts gesammelt und veröffentlicht. Auguste Lechner hat sie dann nochmals aufbereitet und für jugendliche Leser angepasst - eine Auswahl getroffen, die - wie ich finde - nicht besser hätte sein können. Die Illustrationen sind von Linda Wolfsgruber, sie gefallen mir ausnahmslos sehr gut, sind ganz eigen, etwas besonderes, wie ich finde, erzählen die Geschichten (Sagen) illustratorisch und sind jeweils ganzseitig gedruckt im Buch zu sehen.

 

Leseprobe:
=========

 

"Frau", sagte er, "hör zu, ich muss dir etwas erzählen."

Sie dachte ein wenig nach, als sie alles erfahren hatte, und weil sie eine gute Frau war und gern ein Kind haben wollte, sagte sie" "Wir wollen es behalten, ob es nun von den Vivàne stammt oder ob seine Eltern landfahrende Leute waren, die bei dem Hochwasser umgekommen sind. Gewiss ist, dass es eine Mutter braucht." ...

 

Ich finde die Art, wie die Sagen erzählt werden, sehr ansprechend, auch für Jugendliche gut zu lesen, nicht unter- und auch nicht überfordernd, spannend und flüssig zu lesen geschrieben, aber unbedingt auch für Erwachsene lesenswert und unterhaltsam.

 

Wirklich eine wundervolle Zusammenstellung - die ihres gleichen sucht.

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Zusätzliche Informationen

Auguste Lechner wurde am 01. Januar 1905 in Innsbruck (Österreich) geboren.

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