Augusto Cruz

 3.1 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor von Um Mitternacht.

Lebenslauf von Augusto Cruz

Der mexikanische Schriftsteller Augusto Cruz wurde 1971 in Tampico geboren. In Amerika lernte er szenisches Schreiben und lies sich zum Privatdetektiv ausbilden. Zusammen mit seinem Bruder betreibt Cruz in seiner Heimatstadt eine Bäckerei. Sein Debütoman "Um Mitternacht" wurde international viel beachtet.

Alle Bücher von Augusto Cruz

Um Mitternacht

Um Mitternacht

 (28)
Erschienen am 06.07.2015

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Rezension zu "Um Mitternacht" von Augusto Cruz

Um Mitternacht
Jonas1704vor 2 Jahren

Ich werde zu diesem Buch leider nicht viel Gutes schreiben können, denn es ist mir ziemlich schwergefallen es zu lesen. Als ich die Leseprobe las konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass das ganze(!) Buch ein einziger Erzählstrang ist, ohne direkte Dialoge. Mir gefallen solche Bücher leider gar nicht und ich langweile mich oft bei ähnlichen Schreibstilen. Auch hier erging es mir nicht anders, ich verstehe nicht warum der Autor und der Verlag diese Schreibweise gewählt hat. Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Leser von so endlos langen Sätzen begeistert ist. Die Aufmachung des Buches, die Farben und das Cover fand ich schön, nur den Preis fand ich etwas zu hoch weil das Buch ja nicht so viele Seiten hatte, knapp 23.- Eur bei einem gebundenen Buch, da denkt man schon an manche dicken Schmöcker. 
Zum Inhalt gibt es, ohne dass man das Ende nicht verrät, nicht viel mehr zu erzählen als in dem Klappentext schon erwähnt wurde. Ein ehemaliger FBI-Agent, Scott McKenzie, begibt sich auf der Suche nach einem, scheinbar verschollenen, Stummfilm und gerät dabei in so manche Gefahren auf seiner Reise durch Amerika. Auf diesen Stummfilm, der ein Vampirfilm war, soll ein Fluch lasten. Was zu diesem Punkt mysteriös und gruselig klingt, wird im Nachinein eine langweilige Story mit zu vielen Personen, die hier und da auftauchen, ohne das am Ende ein konkretes Ziel bevorsteht. Das Ende des Buches ist genauso wie der Rest: unklar und verschwommen. 
Von mir leider nur 2 Sterne und das nur, weil das Thema interessant war und weil es der Debüt Roman des Autors ist wobei ich nicht allzu streng sein mag.

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Lucs avatar

Rezension zu "Um Mitternacht" von Augusto Cruz

Um Mitternacht
Lucvor 3 Jahren


Augusto Cruz greift in seinem Buch „Um Mitternacht“ nicht nach barbusigen Filmsternchen, eher nach finsteren Vampir Darstellern aus den Anfängen der Hollywoodzeit. Sein klassischer Privatdetektiv McKenzie ist ein Zögling von Edgar Hoovers Gnaden. McKenzie ist genau der richtige für den Job. Er ist ein besessen Suchender, ein einsamer Jäger, seit seine Familie ausgelöscht wurde und er das Attentat an Kennedy nicht verhindern konnte. Die letzte Hoffnung für Forrest J. Ackermann, dem bedeutendsten Sammler von Horrorfilmen in den USA. Für ihn soll McKenzie den verloren gegangen Filmklassiker „Um Mitternacht“ finden.

Und nun könnte einer jener 08-15 Krimis vom Stapel laufen, die den Buchmarkt beherrschen. Stattdessen spürt man als Leser nichts mehr, als brüchiges Treibeis unter den Beinen. Mit zunehmender Seitenzahl erfordert das Lesen eine gewisse Ausdauer und erhöhte Konzentration. Derart Alptraumartig und surreal breiten sich die Geschehnisse aus. Mckenzie verliert den Boden unter den Füßen, was er durchaus mit den Lesern gemein hat, die ganz schön ins Schwimmen geraten in diesem kruden Road Movie auf den Weg in den Dschungel. Wofür nicht zuletzt, die weggelassene Kennzeichnung der wörtlichen Rede verantwortlich ist. Keine Leserfreundliche Maßnahme, wie ich finde.

Ansonsten finde ich wenig zu mäkeln. Der Roman ist halt sehr eigen und unkonventionell. Fiction und Realität verschwimmen in dem Roman auf eine sonderbare Weise, so gilt „Um Mitternacht“ tatsächlich seit Jahrzehnten als verschollenes Kulturgut und wird wohl nie mehr auftauchen. Denn die amerikanische Wegwerfgesellschaft kennt keine Erinnerung, nur die Zukunft. Augusto Cruz greift diesen Faden des vergessen Werdens auf. Soweit ich das beurteilen kann hat sich der Autor tief in die Materie des Kunst Sammelns und mutwilligen Zerstörens eingearbeitet. Dabei herausgekommen ist ein beachtenswertes Buch, voller skurriler Details und einem Gänsehauteffekt. Mir hat der Roman in seiner Andersartigkeit imponiert. Ein außergewöhnliches Leseereignis!

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Cambridges avatar

Rezension zu "Um Mitternacht" von Augusto Cruz

Interessant, bizarr, langatmig
Cambridgevor 3 Jahren

Wieder mal ein Buch, bei dem der Klappentext irreleitend ist. Niemand in dem Buch behauptet, das Vampire in dem Film mitspielten. Auch von einem Fluch ist nicht die Rede, auch wenn rund um die Suche um diesen verschollenen Film einige Merkwürdigkeiten passieren.

Scott McKenzie arbeitete einst unter dem FBI-Chef Hoover. Nun ist er pensioniert und wird von dem Sammler Ackerman beauftragt, einen verschollenen Stummfilm zu finden. Man geht davon aus, das 90% der gedrehten Filme damals vernichtet wurden. Unabsichtlich, durch Feuer oder falsche Lagerung, oder aber sie wurden einfach auch aus Platzmangel vernichtet. Niemand ahnte, das Film einmal als Kunst gelten würde und sich Menschen viel später für diese Kunst interessieren würden. Ackerman ist hinter dem Film "Nach Mitternacht" her, den er einst als Jugendlicher sah. McKenzie lässt sich, warum auch immer, von diesem Eifer anstecken und hechtet schon bald auf abenteuerliche Weise hinter diesem Film her. Dabei verschlägt es ihn nach Mexiko und in den Regenwald zu einem absonderlichen Schloss. Sein Leben gerät das ein oder andere mal in Gefahr.

Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, das es diesen Film "Nach Mitternacht" tatsächlich gab und das er als verschollen gilt. Man kann über google einige Szenenfotos finden. Auch die meisten der erwähnten Menschen, inklusive der Schauspieler und dem Sammler Ackerman, kann man im Netz finden. Es existiert auch das phantastische Schloss des Edward James im südamerikanischen Dschungel. Zu Beginn ist die Geschichte recht interessant. Die Story um die verschollenen Filme, um diesen speziellen Film, ist schon spannend. Ein großer Pluspunkt dieses Buches ist in meinen Augen, das es so viele neue Ideen und Hinweise auf Dinge enthält, von denen ich vorher keine Ahnung hatte. McKenzie verbeißt sich in die Suche nach dem Film, gerät an mysteriöse Leute und nach und nach wird die Geschichte immer bizarrer und surrealer. Es gibt immer mal wieder Rückblenden in McKenzies Leben, vor allem in seine Zeit unter Hoover. So gibt es einen Einschub, in dem er Lee Harvey Oswald verfolgte und beinahe festgenommen hätte in Mexiko, bevor er John F. Kennedy ermorden konnte. Vor allem aber ist die Episode im Dschungel an diesem seltsamen Schloss recht bizarr.

Was an diesem Buch aber vor allem schwierig ist, ist der Schreibstil. Einerseits ist er flüssig und aus einem Guss, andererseits aber verzichtet er auf Absätze und wörtliche Rede wird einfach so in den Erzählfluss eingebaut. Wer gerade spricht oder antwortet muss man sich oft einfach denken und zusammenreimen. Fast hat man das Gefühl, die Geschichte wird ohne jedwede Interpunktion erzählt. Das ganze Buch ist voller Seiten in reinem Blocksatz. Lücken gibt es nur, wenn ein Kapitel endet. Das macht das Lesen etwas mühsam. Man gewöhnt sich zwar daran, auch kann der Autor geschickt Zeichen setzen, wer gerade spricht, aber trotzdem hat das ganze etwas erschlagendes. Seiten voller Wörter, ohne jede Pause für das Auge sind schon anstrengend. Und nach ca. der Hälfte des Buches erlahmt das Ganze auch etwas. Sowohl der andersartige Erzählstil sowohl auch die Story verlieren an Reiz und an Fahrt. Die Geschichte verliert sich in surrealen Szenen. Was zuerst noch als ungewöhnliche Schnitzeljagd erscheint, wird schon bald etwas mystisch und überfrachtet mit Tiefgründigkeit.

"Um Mitternacht" wirft einen interessanten Blick auf die Stummfilmzeit und ihre Schätze, nicht zuletzt auch auf die Liebhaber in der heutigen Zeit. Ein paar interessante Fragen wirft es auch auf. Ich habe viel gegoogelt und viel interessantes gelesen. Andererseits ist es ein vom Stil her schwieriges Buch, das leider nach einer Weile abdriftet und die inhaltliche Qualität nicht durchgehend halten kann. Die fehlende Anzeige der wörtlichen Rede, das wie in einem langen Satz erscheinende Erzählweise machen das Lesen etwas mühsam. Zu Anfang war ich recht angetan, aber nach ca. der Hälfte zeigte ich doch Ermüdungserscheinungen und habe etwas gequält weitergelesen. Vor allem die Rückblenden zu Edgar J. Hoover haben sich mir nicht so wirklich erschlossen. So hat mich das Buch, trotz toller Ideen und Anregungen nicht wirklich überzeugen können. Nicht zuletzt auch, weil überhaupt keine Charaktere wirklich Format gewinnen und mir als Leser nahe kamen. 

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