Augusto Cruz Um Mitternacht

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Inhaltsangabe zu „Um Mitternacht“ von Augusto Cruz

Der ehemalige FBI-Agent Scott McKenzie wird von einem wohlhabenden Sammler beauftragt, die einzige verbliebene Kopie des berühmten Stummfilms Um Mitternacht zu finden. Es heißt, dass dieser Vampirstreifen aus den zwanziger Jahren seiner gesamten Besetzung zum Verhängnis wurde, weil unter den Schauspielern echte Vampire waren, dass sämtliche Kinos, in denen der Film vorgeführt wurde, abbrannten und dass all jene, die sich ernsthaft für den Klassiker interessierten, spurlos verschwanden. McKenzie aber will von einem Fluch nichts wissen und begibt sich auf eine Suche, die ihn zunächst in den Norden Mexikos führt – und von da an immer verworrener und bizarrer wird. Um Mitternacht ist ein fulminantes Roadmovie und eine fesselnd erzählte Hommage an die Schönheiten und Abgründe bewegter Bilder. Und die Geschichte einer abenteuerlichen Ermittlung, die sich in den Grenzgebieten der Wirklichkeit bewegt.

Langweilige Story mit zu vielen Personen, die hier und da auftauchen, ohne das am Ende ein konkretes Ziel bevorsteht.

— Jonas1704
Jonas1704

Interessante Story, die aber ab der Mitte abdriftet. Leider ist der Schreibstil etwas anstrengend

— Cambridge
Cambridge

Geschichten über alte Filme, den alten FBI-Direktor Hoover und eine mysteriöse Suche. Phantasie ist gefragt...

— Sorko
Sorko

Ein vielschichte und anspruchsvolle Krimigeschichte um einen verschollenen Stummfilm und dem Privatsekretär von J. Edgar Hoover!

— Nespavanje
Nespavanje

ein schwerer Schreibstil und eine unrealistische Handlung, ist leider nicht das was ich erwartet habe

— BuchwurmHolger
BuchwurmHolger

Gute Zutaten, aber leider kein gutes Ergebnis

— Buchina
Buchina

„Um Mitternacht“ von Augusto Cruz handelt von der verrückten Suche eines ehemaligen FBI-Agenten nach einem verschollenem Film.

— Sternchen_Cassy
Sternchen_Cassy

Für echte Filmfans bestimmt sehr spannend. Mich konnte es leider nicht fesseln.

— sherly
sherly

Gutes Thema schwach umgesetzt

— miss_mesmerized
miss_mesmerized

Durch den Schreibstil etwas anstrengend zu lesen. Stellenweise fesselnd, manchmal auch eher zäh. Super recherchiert und geheimnisvoll.

— angi_stumpf
angi_stumpf

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  • Um Mitternacht

    Um Mitternacht
    Jonas1704

    Jonas1704

    04. July 2016 um 22:16

    Ich werde zu diesem Buch leider nicht viel Gutes schreiben können, denn es ist mir ziemlich schwergefallen es zu lesen. Als ich die Leseprobe las konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass das ganze(!) Buch ein einziger Erzählstrang ist, ohne direkte Dialoge. Mir gefallen solche Bücher leider gar nicht und ich langweile mich oft bei ähnlichen Schreibstilen. Auch hier erging es mir nicht anders, ich verstehe nicht warum der Autor und der Verlag diese Schreibweise gewählt hat. Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Leser von so endlos langen Sätzen begeistert ist. Die Aufmachung des Buches, die Farben und das Cover fand ich schön, nur den Preis fand ich etwas zu hoch weil das Buch ja nicht so viele Seiten hatte, knapp 23.- Eur bei einem gebundenen Buch, da denkt man schon an manche dicken Schmöcker. Zum Inhalt gibt es, ohne dass man das Ende nicht verrät, nicht viel mehr zu erzählen als in dem Klappentext schon erwähnt wurde. Ein ehemaliger FBI-Agent, Scott McKenzie, begibt sich auf der Suche nach einem, scheinbar verschollenen, Stummfilm und gerät dabei in so manche Gefahren auf seiner Reise durch Amerika. Auf diesen Stummfilm, der ein Vampirfilm war, soll ein Fluch lasten. Was zu diesem Punkt mysteriös und gruselig klingt, wird im Nachinein eine langweilige Story mit zu vielen Personen, die hier und da auftauchen, ohne das am Ende ein konkretes Ziel bevorsteht. Das Ende des Buches ist genauso wie der Rest: unklar und verschwommen. Von mir leider nur 2 Sterne und das nur, weil das Thema interessant war und weil es der Debüt Roman des Autors ist wobei ich nicht allzu streng sein mag.

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  • Um Mitternacht

    Um Mitternacht
    Luc

    Luc

    03. June 2016 um 22:09

    Augusto Cruz greift in seinem Buch „Um Mitternacht“ nicht nach barbusigen Filmsternchen, eher nach finsteren Vampir Darstellern aus den Anfängen der Hollywoodzeit. Sein klassischer Privatdetektiv McKenzie ist ein Zögling von Edgar Hoovers Gnaden. McKenzie ist genau der richtige für den Job. Er ist ein besessen Suchender, ein einsamer Jäger, seit seine Familie ausgelöscht wurde und er das Attentat an Kennedy nicht verhindern konnte. Die letzte Hoffnung für Forrest J. Ackermann, dem bedeutendsten Sammler von Horrorfilmen in den USA. Für ihn soll McKenzie den verloren gegangen Filmklassiker „Um Mitternacht“ finden. Und nun könnte einer jener 08-15 Krimis vom Stapel laufen, die den Buchmarkt beherrschen. Stattdessen spürt man als Leser nichts mehr, als brüchiges Treibeis unter den Beinen. Mit zunehmender Seitenzahl erfordert das Lesen eine gewisse Ausdauer und erhöhte Konzentration. Derart Alptraumartig und surreal breiten sich die Geschehnisse aus. Mckenzie verliert den Boden unter den Füßen, was er durchaus mit den Lesern gemein hat, die ganz schön ins Schwimmen geraten in diesem kruden Road Movie auf den Weg in den Dschungel. Wofür nicht zuletzt, die weggelassene Kennzeichnung der wörtlichen Rede verantwortlich ist. Keine Leserfreundliche Maßnahme, wie ich finde. Ansonsten finde ich wenig zu mäkeln. Der Roman ist halt sehr eigen und unkonventionell. Fiction und Realität verschwimmen in dem Roman auf eine sonderbare Weise, so gilt „Um Mitternacht“ tatsächlich seit Jahrzehnten als verschollenes Kulturgut und wird wohl nie mehr auftauchen. Denn die amerikanische Wegwerfgesellschaft kennt keine Erinnerung, nur die Zukunft. Augusto Cruz greift diesen Faden des vergessen Werdens auf. Soweit ich das beurteilen kann hat sich der Autor tief in die Materie des Kunst Sammelns und mutwilligen Zerstörens eingearbeitet. Dabei herausgekommen ist ein beachtenswertes Buch, voller skurriler Details und einem Gänsehauteffekt. Mir hat der Roman in seiner Andersartigkeit imponiert. Ein außergewöhnliches Leseereignis!

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Interessant, bizarr, langatmig

    Um Mitternacht
    Cambridge

    Cambridge

    18. March 2016 um 11:55

    Wieder mal ein Buch, bei dem der Klappentext irreleitend ist. Niemand in dem Buch behauptet, das Vampire in dem Film mitspielten. Auch von einem Fluch ist nicht die Rede, auch wenn rund um die Suche um diesen verschollenen Film einige Merkwürdigkeiten passieren.Scott McKenzie arbeitete einst unter dem FBI-Chef Hoover. Nun ist er pensioniert und wird von dem Sammler Ackerman beauftragt, einen verschollenen Stummfilm zu finden. Man geht davon aus, das 90% der gedrehten Filme damals vernichtet wurden. Unabsichtlich, durch Feuer oder falsche Lagerung, oder aber sie wurden einfach auch aus Platzmangel vernichtet. Niemand ahnte, das Film einmal als Kunst gelten würde und sich Menschen viel später für diese Kunst interessieren würden. Ackerman ist hinter dem Film "Nach Mitternacht" her, den er einst als Jugendlicher sah. McKenzie lässt sich, warum auch immer, von diesem Eifer anstecken und hechtet schon bald auf abenteuerliche Weise hinter diesem Film her. Dabei verschlägt es ihn nach Mexiko und in den Regenwald zu einem absonderlichen Schloss. Sein Leben gerät das ein oder andere mal in Gefahr.Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, das es diesen Film "Nach Mitternacht" tatsächlich gab und das er als verschollen gilt. Man kann über google einige Szenenfotos finden. Auch die meisten der erwähnten Menschen, inklusive der Schauspieler und dem Sammler Ackerman, kann man im Netz finden. Es existiert auch das phantastische Schloss des Edward James im südamerikanischen Dschungel. Zu Beginn ist die Geschichte recht interessant. Die Story um die verschollenen Filme, um diesen speziellen Film, ist schon spannend. Ein großer Pluspunkt dieses Buches ist in meinen Augen, das es so viele neue Ideen und Hinweise auf Dinge enthält, von denen ich vorher keine Ahnung hatte. McKenzie verbeißt sich in die Suche nach dem Film, gerät an mysteriöse Leute und nach und nach wird die Geschichte immer bizarrer und surrealer. Es gibt immer mal wieder Rückblenden in McKenzies Leben, vor allem in seine Zeit unter Hoover. So gibt es einen Einschub, in dem er Lee Harvey Oswald verfolgte und beinahe festgenommen hätte in Mexiko, bevor er John F. Kennedy ermorden konnte. Vor allem aber ist die Episode im Dschungel an diesem seltsamen Schloss recht bizarr.Was an diesem Buch aber vor allem schwierig ist, ist der Schreibstil. Einerseits ist er flüssig und aus einem Guss, andererseits aber verzichtet er auf Absätze und wörtliche Rede wird einfach so in den Erzählfluss eingebaut. Wer gerade spricht oder antwortet muss man sich oft einfach denken und zusammenreimen. Fast hat man das Gefühl, die Geschichte wird ohne jedwede Interpunktion erzählt. Das ganze Buch ist voller Seiten in reinem Blocksatz. Lücken gibt es nur, wenn ein Kapitel endet. Das macht das Lesen etwas mühsam. Man gewöhnt sich zwar daran, auch kann der Autor geschickt Zeichen setzen, wer gerade spricht, aber trotzdem hat das ganze etwas erschlagendes. Seiten voller Wörter, ohne jede Pause für das Auge sind schon anstrengend. Und nach ca. der Hälfte des Buches erlahmt das Ganze auch etwas. Sowohl der andersartige Erzählstil sowohl auch die Story verlieren an Reiz und an Fahrt. Die Geschichte verliert sich in surrealen Szenen. Was zuerst noch als ungewöhnliche Schnitzeljagd erscheint, wird schon bald etwas mystisch und überfrachtet mit Tiefgründigkeit."Um Mitternacht" wirft einen interessanten Blick auf die Stummfilmzeit und ihre Schätze, nicht zuletzt auch auf die Liebhaber in der heutigen Zeit. Ein paar interessante Fragen wirft es auch auf. Ich habe viel gegoogelt und viel interessantes gelesen. Andererseits ist es ein vom Stil her schwieriges Buch, das leider nach einer Weile abdriftet und die inhaltliche Qualität nicht durchgehend halten kann. Die fehlende Anzeige der wörtlichen Rede, das wie in einem langen Satz erscheinende Erzählweise machen das Lesen etwas mühsam. Zu Anfang war ich recht angetan, aber nach ca. der Hälfte zeigte ich doch Ermüdungserscheinungen und habe etwas gequält weitergelesen. Vor allem die Rückblenden zu Edgar J. Hoover haben sich mir nicht so wirklich erschlossen. So hat mich das Buch, trotz toller Ideen und Anregungen nicht wirklich überzeugen können. Nicht zuletzt auch, weil überhaupt keine Charaktere wirklich Format gewinnen und mir als Leser nahe kamen. 

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  • Ein Mysterium

    Um Mitternacht
    Sorko

    Sorko

    09. March 2016 um 17:29

    Die Geschichte ist bis zum Ende spannend, das finde ich positiv. Sie blieb für mich spannend, weil ich auf Lösungen und Erklärungen wartete, die aber nicht kamen. Viele Fragen bleiben offen, sehr viel bleibt der Phantasie des Lesers überlassen. Und leicht lesbar ist dieser Stoff auch nicht. Keine Anführungszeichen bei den Gesprächen, das hat mich stellenweise etwas verwirrt. Aber das sollte wohl so sein, um den Leser zum Mitdenken zu fordern. Man erfährt einiges über alte Filme, man erfährt viel über den alten FBI-Direktor Hoover, aber man erfährt wenig über die oft nur angedeuteten Geheimnisse. Trotzdem hatte ich manchmal den Eindruck, als müsste jeden Moment ein Vampir auftauchen. Oder war sogar einer da, und ich habe ihn nur nicht bemerkt? Möglich wäre das, es bleibt der Vorstellungskraft des Lesers überlassen. Ein alter Filmliebhaber beauftragt den Agenten McKenzie, den Stummfilm „Um Mitternacht“ zu finden. Den allerersten Vampirfilm. Der Film gilt als verschwunden und angeblich gibt es auch keine verfügbaren Kopien mehr davon. McKenzie macht sich auf die Suche und entdeckt dabei ein Mysterium nach dem anderen. Er gelangt bis in den Dschungel Mexikos, ist zahlreichen Gefahren ausgesetzt und am Ende... Nun, das sollte man hier nicht verraten, um den Leser die Spannung nicht zu nehmen. Eine an sich gute Geschichte, mir persönlich hätte mehr Struktur (Anführungszeichen, Absätze) und etwas mehr an Aufklärung der zahlreichen Geheimnisse besser gefallen.

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  • Wenig Spannung

    Um Mitternacht
    OmaInge

    OmaInge

    03. March 2016 um 18:47

    Die Geschichte/Handlung fand ich am Anfang des Buches noch spannend aber nach und nach kamen so viele Handlungsstränge und Personen dazu, dass mir der Durchblick abhanden kam. Oft wird auf alte Filme Bezug genommen, die mir leider gar nichts sagen. Fiktion und Fakten werden munter durcheinander gemischt. Die Figur des Scott McKenzies und die eigentliche Suche nach dem Film kommt etwas zu kurz. Der allergrößte Minuspunkt, der mir zunehmend das Lesevergnügen raubte, ist der Verzicht auf die „Gänsefüßchen“ bei der wörtlichen Rede und der fast vollständige Verzicht auf Absätze. Ich musste oft zweimal lesen um die wörtliche Rede dem entsprechenden Protagonisten zuordnen zu können. Dieser Schreibstil liegt mir gar nicht. Ich habe mich wirklich bis zum Schluss durchgekämpft und werde auch kein zweites Buch von diesem Autor lesen.

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  • Hommage an eine vergangene Ära

    Um Mitternacht
    Greedyreader

    Greedyreader

    21. February 2016 um 09:24

    “Um Mitternacht” ist der Debütroman des mexikanischen Autors Augusto Cruz. Der reiche Sammler Forrest Ackerman beauftragt den ehemaligen FBI-Agenten Scott McKenzie, nach dem verschollenen Stummfilm “Um Mitternacht” zu suchen, der 1927 von Tod Browning mit dem berühmten Vampirdarsteller Lon Chaney gedreht wurde. Es war der erste amerikanische Vampirfilm. Auf dem Film soll ein Fluch liegen. Menschen verschwanden spurlos oder kamen ums Leben. Die Kinos, in denen der Film gezeigt wurde, brannten später ab. Gibt es tatsächlich noch irgendwo auf der Welt eine Kopie dieses Films im Besitz eines unbekannten Sammlers? Forrest Ackerman glaubt daran. Er hat ein Leben lang Sammlerstücke aus der Stummfilmära gesammelt und in seinem privaten Museum ausgestellt. Das Aufspüren des seit Jahrzehnten verschollenen Films soll sein Lebenswerk krönen. McKenzie übernimmt den Auftrag, trifft Kenner der Szene und macht sich auf den Weg. Zunächst findet er keine Indizien für die Existenz des wertvollen Films, doch dann führt eine Spur nach Mexiko. Für McKenzie wird die Suche lebensgefährlich, denn ein weiterer Interessent ist ihm auf den Fersen, manchmal sogar einige Schritte voraus. Der Roman hinterlässt bei mir einen ziemlich zwiespältigen Eindruck. Der Autor hat gründlich recherchiert und scheint Forrest Ackerman zu seinem Sprachrohr zu machen, wenn er den fast totalen Verlust der Stummfilmproduktion als eine unvorstellbare kulturelle Tragödie beschreibt. Die Kombination von Fakten und Fiktion ist meisterhaft: den Film, Forrest Ackerman sowie den mexikanischen Milliardär David Martinez, der ebenfalls hinter dem Film her ist, hat es wirklich gegeben. Leider zerfasert die Geschichte. Der Autor kommt vom Hundertsten ins Tausendste, und lange Exkurse über die Geschichte des Stummfilms, vor allem aber über die acht Präsidenten dauernde Amtszeit von J. Edgar Hoover, den Dirktor des FBI, hemmen den Erzählfluss. “Eine mitreißende Spannungsgeschichte”? “Ein atemberaubender Roman”? - für mich nicht. Noch nie habe ich so lang für knapp 400 Seiten gebraucht und mein Durchhaltevermögen aufs äußerste strapaziert.

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Um Mitternacht

    Um Mitternacht
    echidna

    echidna

    31. October 2015 um 21:07

    Die Idee zu dem Buch fand ich total spannend. Der an Alzheimer erkrankte Sammler und Filmliebhaber Forrest Ackermann beauftragt den Detektiven McKenzie damit, den verschollenen Film "Um Mitternacht" zu finden. Sein größter Wunsch ist es, diesen Film vor seinem Tod noch mal sehen zu können. Den Film umgibt eine geheimnisvolle Atmosphäre. Der erste Vampirfilm, ein Stummfilmklassiker, unerklärbare Schatten, die einen verfolgen. Personen, die diesen Film gesehen haben oder nach ihm suchen, verschwinden einfach oder werden ermordet. Doch Ackermann nimmt den Auftrag an und macht sich auf die Suche. Was ich sehr gut an dem Buch fand, war, dass man sehr viel über die Filme und Schauspieler aus der Stummfilmzeit erfährt. Manchmal fühlt man sich richtig zurück versetzt in die Zeit. So viele Filme von damals sind verschollen oder zerstört worden, was schade ist. Ich mag das Geheimnisvolle, das den Film umgibt. Man fühlt sich, als wäre man selber auf der Suche danach und möchte unbedingt das Rätsel um den Film lösen, weil man auch spürt, wie wichtig dieser Film für Ackermann ist. Das Buch ist spannend, keine Frage. Einige Stellen fand ich allerdings etwas langatmig, wenn McKenzie z.B. seitenlang von Dingen erzählt, die eigentlich gar nichts mit dem Film oder seiner Suche danach zu tun haben. Mir war manchmal nicht ganz klar, warum diese Sachen manchmal so ausschweifend erzählt werden, obwohl sie nichts zur Story beitragen. Manchmal ist es mir so vorgekommen, dass auf diese Weise Seiten gefüllt werden sollten. Auch haben mich die fehlenden Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede irritiert. Manche Sätze musste ich mehrfach lesen, um zu verstehen, wer etwas gesagt oder nur gedacht hat. Das war zumindest am Anfang irritierend und gewöhnungsbedürftig. Aber ich denke, das macht auch den einzigartigen Stil des Buches einfach aus und ist daher nicht unbedingt negativ zu bewerten. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Es war eine interessante und spannende Reise in die Welt der Stummfilme, auch wenn ich vielleicht ein paar Stellen im Buch gekürzt hätte, um schneller auf den Punkt zu kommen. Stattdessen hätte ich mir vielleicht ein bisschen mehr Infos zu dem verschollenen Film an sich gewünscht. Aber die einzigartige Atmosphäre des Geheimnisvollen, Mystischen und manchmal schon Fantastischen, macht das Lesen zu einem besonderen Erlebnis.

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  • Vampierfilm auf abwegen

    Um Mitternacht
    kris006

    kris006

    11. September 2015 um 06:32

    Der ehemalige FBI-Agent Scott McKenzie wir beauftragt für einen wohlhabenden Sammler die letzte Kopie des Stummfilmes "Um Mitternacht" zu finden. Dieser Film ist aus den zwanziger Jahren und soll der ganzen Besetzung zum Verhängnis geworden sein. Denn in dem Vampirfilm sollen echt Vampire mitgespielt haben. Alle Kinos sollen abgebrannt wurden sein und die die wirklich an dem Film interessiert waren sind spurlos verschwunden. Doch der Agent glaubt nicht an einen Fluch und macht sich auf die Suche. Dann muss er nach Mexico und alles wird nur verwirrender. Nach meiner Recherche basiert das Buch auf einem realen Ereignis, den der Film "Um Mitternacht" gab es wirklich in dem Zusammenhang. Das machte die Sache natürlich noch interessanter. Leider fand ich es zeitweise sehr schwierig zu lesen, weil die wörtliche Rede nicht gekennzeichnet wurde. Das Buch fand ich gut aber nicht herausragend, irgendwie fehlt mir der nötige pfiff und eine besondere Spannung. Ich würde das Buch kein zweites mal lesen, aber Bücher sind ja auch Geschmackssache.

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  • Um Mitternacht

    Um Mitternacht
    silver111

    silver111

    09. September 2015 um 09:43

    "Um Mitternacht" von Augusto Cruz hat diesen geheimnisvollen Touch um einen alten Vampirfilm aus der Stummfilmära, um den sich Legenden ranken. Angeblich kamen Menschen ums Leben weil in der Besetzung echte Vampire dabei waren. Kinos in denen der Film gezeigt wurde fingen Feuer und brannten ab. Menschen starben. Doch noch viel mehr Legenden ranken sich um diesen besonderen Film. Jetzt soll der ehemalige FBI-Agent Scott McKenzie diesen längst verschollenen Film finden. Forrest J. Ackerman, ein reicher Sammler erteilt ihm den Auftrag. McKenzie macht sich auf die Suche nach dem Film, nichtsahnend auf welche Odyssee er sich einlässt. Er verfolgt jede Spur und reist von einem Ort zum anderen. Quer durch die USA, bis er dann letztendlich in Mexiko ankommt. Auf seiner Suche nach dem Film kommt er den Geheimnissen immer näher, doch was ist Wirklichkeit, was Fiktion? Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht, auch wenn mich die Leseprobe nicht vollkommen überzeugt hatte. Zu spannend und geheimnisvoll klingt der Plot, die Legenden, die sich um den Film ranken. Man begleitet Ex Agent Scott McKenzie auf der Suche nach dem Film, er befragt Personen und erhofft sich Hinweise. Einige versuchen ihn von seiner Suche abzuhalten, doch McKenzie gibt nicht auf. Auf seiner Reise besucht er geheimnisvolle Orte und lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen, manche davon sind merkwürdige Charaktere. Wie spannend, dass es einige Orte tatsächlich gibt z. B. den Skulpturengarten mitten in Mexikos Dschungel. Mit seinen Beschreibungen der Örtlichkeiten schafft der Autor Atmosphäre, aber die Spannung ist dabei nur mäßig.  Der Schreibstil ist gut, die fehlende Gliederung erschwert das Lesen aber immens. Insgesamt ist "Um Mitternacht" ein guter Thriller der mich aber nicht ganz überzeugen konnte. Vier Sterne.

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  • Um Mitternacht

    Um Mitternacht
    BuchwurmHolger

    BuchwurmHolger

    17. August 2015 um 18:00

    "Um Mitternacht" ist ein Thriller von Augusto Cruz. Inhalt: Zitat Klapptext "Der ehemalige FBI-Agent Scott McKenzie wird von einem wohlhabenden Sammler beauftragt, die einzige verbliebene Kopie des berühmten Stummfilms "Um Mitternacht" zu finden. Es heißt, dass dieser Vampirstreifen aus den zwanziger Jahren seiner gesamten Besetzung zum Verhängnis wurde, weil unter den Schauspielern echte Vampire waren, dass sämtliche Kinos, in denen der Film vorgeführt wurde, abbrannten und dass all jene, die sich ernsthaft für den Klassiker interessierten, spurlos verschwanden. McKenzie aber will von einem Fluch nichts wissen und begibt sich auf eine Suche, die ihn zunächst in den Norden Mexikos führt – und von da an immer verworrener und bizarrer wird. "Um Mitternacht" ist ein fulminantes Roadmovie und eine fesselnd erzählte Hommage an die Schönheiten und Abgründe bewegter Bilder. Und die Geschichte einer abenteuerlichen Ermittlung, die sich in den Grenzgebieten der Wirklichkeit bewegt." Nach dem Inhaltsangaben und der Leseprobe habe ich einen sehr spannenden Thriller erwartet. Leider hielt dieses Buch nicht meinen Erwartungen stand. Die einzelnen Charaktere wirken sehr fern und unrealistisch auf mich und auch der Schreibstil mit seinen sehr vielen Schachtelsätzen macht das Lesen hier sehr schwer. Es gibt zwar eine geballte Ladung von Spannung in der Handlung aber man muss sich darauf konzentrieren, was einem schon der Schreibstil sehr schwer macht. Auch vom Finale bin ich nicht begeistert, es wirkt dann doch etwas zu sehr überdreht und unrealistisch auf mich. Fazit: ein schwerer Schreibstil und eine unrealistische Handlung, ist leider nicht das was ich erwartet habe.

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  • Seltsam

    Um Mitternacht
    Luc

    Luc

    15. August 2015 um 16:35

    Augusto Cruz greift in seinem Buch „Um Mitternacht“ nicht nach barbusigen Filmsternchen, eher nach finsteren Vampir Darstellern aus den Anfängen der Hollywoodzeit. Sein klassischer Privatdetektiv McKenzie ist ein Zögling von Edgar Hoovers Gnaden. McKenzie ist genau der richtige für den Job. Er ist ein besessen Suchender, ein einsamer Jäger, seit seine Familie ausgelöscht wurde und er das Attentat an Kennedy nicht verhindern konnte. Die letzte Hoffnung für Forrest J. Ackermann, dem bedeutendsten Sammler von Horrorfilmen in den USA. Für ihn soll McKenzie den verloren gegangen Filmklassiker „Um Mitternacht“ finden. Und nun könnte einer jener 08-15 Krimis vom Stapel laufen, die den Buchmarkt beherrschen. Stattdessen spürt man als Leser nichts mehr, als brüchiges Treibeis unter den Beinen. Mit zunehmender Seitenzahl erfordert das Lesen eine gewisse Ausdauer und erhöhte Konzentration. Derart Alptraumartig und surreal breiten sich die Geschehnisse aus. Mckenzie verliert den Boden unter den Füßen, was er durchaus mit den Lesern gemein hat, die ganz schön ins Schwimmen geraten in diesem kruden Road Movie auf den Weg in den Dschungel. Wofür nicht zuletzt, die weggelassene Kennzeichnung der wörtlichen Rede verantwortlich ist. Keine Leserfreundliche Maßnahme, wie ich finde. Ansonsten finde ich wenig zu mäkeln. Der Roman ist halt sehr eigen und unkonventionell. Fiction und Realität verschwimmen in dem Roman auf eine sonderbare Weise, so gilt „Um Mitternacht“ tatsächlich seit Jahrzehnten als verschollenes Kulturgut und wird wohl nie mehr auftauchen. Denn die amerikanische Wegwerfgesellschaft kennt keine Erinnerung, nur die Zukunft. Augusto Cruz greift diesen Faden des vergessen Werdens auf. Soweit ich das beurteilen kann hat sich der Autor tief in die Materie des Kunst Sammelns und mutwilligen Zerstörens eingearbeitet. Dabei herausgekommen ist ein beachtenswertes Buch, voller skurriler Details und einem Gänsehauteffekt. Mir hat der Roman in seiner Andersartigkeit imponiert. Ein außergewöhnliches Leseereignis!

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  • Cross over zwischen Luis Ruiz Zafon und FBI-Thriller!

    Um Mitternacht
    Nil

    Nil

    09. August 2015 um 10:51

    Wie soll man diesen Roman bloß beschreiben? Er ist so viel und doch so einzigartig. Ich empfinde ihn als Crossover zwischen etwas was Luis Ruiz Zafon schreiben würde, also eher etwas phantastisches oder klein wenig surreal und einem klassischen hardboil, aber nicht zu gewalttätigem FBI-Thriller. Auf jeden Fall ist 'Um Mitternacht' von Augusto Cruz ein äußerst unterhaltsamer Roman mit Niveau. Sehr gelungen. Zu danken sei der LITPROM der diese Überserzerarbeit unterstütz hat. Sonst hätte dieser Roman uns nie erreicht! Da wären wir gleich beim nächsten Detail. Das Genre. Da tu ich mich sehr schwer mit und ich kann den Suhrkamp Verlag hier verstehen warum das Wort Roman nicht auf dem Cover steht. Dies wäre aber nur die Hälfte der Wahrheit. Ein Thriller im klassischen Sinne ist es nun mal auch nicht. Daher würde ich mich auf die Bezeichnung 'spannender Roman' stüzen. Gestaltungstechnisch, weswegen ich dem Roman auch einen Stern Abzug gegenen habe, ist das Layout des Buchhülle. Ich finde weder die Gestaltung ansprechend noch passend zum Buch. Auch hätten diesem Roman ein paar Absätze an der ein oder anderen Stelle mehr gut getan. In einem 13 Seiten langen Kapitel gibt es 3 Absätze. Es erschwert die Lektüre unnötig. Genau wie die fehlenden Anführungszeichen der Direkten Rede. Diese Kombination aus nicht vorhandenen Absätzen und fehlenden Anführungszeichen bei vielen Monologen und einer eigentlichen Ich-Perspektive verkomplizieren den ohnehin sehr dichten Text wirklich unnötig. Falls es hiervon irgendwann einmal eine Taschenbuchausgaben gehen sollte, würde ich Sie bitten doch hier noch mal eine Diskussion in Gang zu bringen (auch wenn es eventuell nicht mit dem Originaltext übereinstimmt Daher empfehle ich die Lektüre dieses sehr guten Romans uneingeschränkt, aber man sollte sich die Zeit nehmen viel am Stück zu lesen, da man sonst den Faden im Text verliert. Inhaltsangaben über diesen Roman gibt es schon viele, daher hier nur ein kurzer Abriss, der auch nicht zu viel verraten soll. McKenzie, ein ehemaliger FBI-Agent wird von einem reichen Filmliebhaber und -sammler engagiert einen verschollen Stummfilm aufzufinden, 'Um Mitternacht'. Viele vor ihm haben es schon versucht und sind gescheitert, nun geht McKenzie für ihn auf die Suche. Dieser Roman enthält eine Fülle von historischen cineastischen Details, die jedem Filmliebhaber ein Vergnügen bereiten werden, allen anderen aber auch kein Hindernis darstellt beim Lesefluss bzw. Verständnis. Die Geschichte spielt nicht nur in den USA, auch viele  Szenen ereignen sich in Mexiko! Wer ein unterhaltsamen, aber niveauvollen interessanten Roman sucht für den Urlaub ist hiermit gut aufgehoben. Eine Ubahn bzw. mal 2-3 Seiten Lektüre würde ich hier nicht empfehlen, da der Handlungsstrang zu viele Details beinhaltet, die relevant sind. Am besten an einem Stück lesen!

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  • Gute Zutaten, aber leider kein gutes Ergebnis

    Um Mitternacht
    Buchina

    Buchina

    04. August 2015 um 15:12

    Die Idee hinter dem Roman hat mich fasziniert: ein verschollener Film aus der Stummfilmzeit soll durch einen Ex-FBI Beamten wiedergefunden werden. Um es ein bisschen mystischer zu machen, wird erzählt, dass alle die mit dem Film zu tun hatten, gestorben sind oder von einem anderen Unglück heimgesucht wurden. Dazu kommt das es diesen Film wirklich gibt und er bis heute als verschollen gilt. Da hat man also schon einmal gute Zutaten für einen unterhaltsamen Roman: ein wahres Schicksal, ein vom Schicksal gebeutelter FBI-Beamte, ein bisschen Mystik und ein interessantes Objekt der Begierde. Nun fehlt nur noch eine gekonnte Umsetzung und die ist trotz dieser Zutaten nicht so gut gelungen. Der Anfang des Roman bis ca. Seite 150 fand ich durchaus gelungen. Ich mochte den etwas sachlichen Schreibstil des Roman, den schnöden etwas undurchsichtigen Protagonisten und die vielen Hintergrundinformationen zu Film und FBI. Von mir aus hätte es in diesem sachlichen Stil weitergehen können, aber aus irgendwelchen Gründen verliert sich der Autor danach in einem Gemisch von Realität und Mystik. Genau wie sein Protagonist ist mir als Leser nicht mehr klar was echt ist, zu abstrus wird die Geschichte. Für mich einfach zu hanebüchend. Dadurch verlor ich den Bezug zu den Charakteren und der Geschichte. Am Ende waren sie mir fast egal und das fand ich schade. Das lag aber nicht nur and er abstrusen Geschichte sondern auch am Ermittler Scott McKenzie, der wenig menschlich wirkte. Nur wenig erfuhr der Leser über ihn und trotz der traurigen Details aus seinem Leben ist er mir nicht ans Herz gewachsen. Dazu kommt noch der umständliche Schreibstil des Autors. Er liebt Schachtelsätze, nicht nur bei Beschreibungen, sondern auch bei Dialogen. Das macht die Gespräche und auch Charaktere noch realitätsferner. Was für mich persönlich sehr verwirrend war und sehr den Lesefluss gestört hat, war, dass die Dialoge nicht gekennzeichnet waren. So wusste ich oft nicht, wann ein Dialog beginnt, wann die andere Person etwas sagt und so weiter. Auch Absätze mag der Autor nicht, na immerhin schreibt er so sehr papiersparend. Insgesamt ist der Roman von der Thematik sehr interessant. Ich habe einiges über alte Filme und deren Szene erfahren und über die Person J. Edgar Hoover, über die ich jetzt mehr erfahren möchte, aber der Roman hat mich leider nicht überzeugt.

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