Aurélie Guillerey

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Mein Bruder aus dem Gurkenglas

Mein Bruder aus dem Gurkenglas

 (6)
Erschienen am 16.02.2017

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Mimi1206s avatar

Rezension zu "Mein Bruder aus dem Gurkenglas" von Aurélie Guillerey

ein Kinderbuch über Familienzuwachs der anderen Art
Mimi1206vor 6 Monaten

“Mein Bruder aus dem Gurkenglas” ist eine köstliche Geschichte über Familienzuwachs der etwas anderen Art und stammt in der Originalfassung aus dem französischen von Aurélie Guillerey und Emilie Chazerand.
Übersetzt wurde die Geschichte von Tobias Scheffel und ist als Hardcover-Version im Februar 2017 im Knesebeck Verlag erschienen.

Inhalt:
Hieronymus ist Einzelkind und genau das sind seine beiden großen Probleme: keine Geschwister und ein doofer Vorname.
Als Einzelkind hat er einige Vorteile, diese sind ihm durchaus bewusst und trotz all dieser Vorteile, die er als Einzelkind genießt, ist Hieronymus von dem ihm auferlegten Pflichten, die er mit niemandem teilen kann, genervt.
Als er eines Tages wieder einmal Besorgungen beim Lebensmittelhändler Herrn Cocolori erledigen muss, klagt er diesem sein Leid über sein Leben als Einzelkind.

Hieronymus ist mehr als überrascht, als Herr Cocolori ihm die Lösung seines Problems anbietet:
Einen Bruder aus dem Gurkenglas für unschlagbar günstige einen Euro und 28 Cent.

Es beginnt eine urkomische, verrückte aber spannende Geschichte über Bedürfnisse und Wünsche, Einzelkinder und Geschwisterkinder.

meine Meinung:
Diese Geschichte ist so herrlich köstlich und amüsant, erzählt aus der Sichtweise von Hieronymus, einem Einzelkind mit doofem Namen.
Die Sätze sind locker, kurz und prägend und teils so voll Witz geschrieben, dass ich beim Vorlesen schon lachen musste.

Das Buch hat eine Altersempfehlung von fünf Jahren, ich habe es mit meinem knapp vierjährigen gelesen und es war absolut verständlich für ihn.

Die Geschichte hat einen “ernsten” Hintergrund und handelt von einem Einzelkind, was eigentlich keines sein möchte.
Als es dann keines mehr ist, wünscht es sich, dass es doch besser eines geblieben wäre…, und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Besonders amüsant und absolut bahnbrechend ist die Tatsache wie Hieronymus zu seinem Geschwisterkind kommt und das dieses tatsächlich nur einen Euro und 28 Cent kostet.

Eine Szene hat mir persönlich in diesem Buch von der Darstellung und der Erzählung nicht gefallen, da ging es um das “Beschützen des kleinen Bruders”, die Umsetzung mit Gewalt finde ich nicht gelungen und hier hätte ich mir gewünscht, dass dem Kind eine andere Aktionsmöglichkeit an die Hand gegeben wird.
Ich habe den Text beim Vorlesen direkt durch meine eigene Version ersetzt.


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W

Rezension zu "Mein Bruder aus dem Gurkenglas" von Aurélie Guillerey

Eine wunderbar verrückte und liebenswerte Geschichte über Familienzuwachs, Wünsche und Sehnsüchte
WinfriedStanzickvor einem Jahr



Er heißt Hieronymus, der Erzähler des vorliegenden Bilderbuches aus Frankreich.  Er ist ein Einzelkind. Darunter und unter seinem hässlichen Vornamen leidet er. Natürlich hat das Einzelkinddasein seine Vorteile, unbestritten. Seine Eltern schenken ihm ihre volle Aufmerksamkeit und er muss nie etwas teilen. Dennoch schaut er neidisch auf die Familien seines Freundes Balduin. Der hat sechs Schwestern, über die er sich zwar ständig beklagt, aber mit denen er auch viel Spaß hat.

Sein Freund, Herr Colori, der Gemischtwarenhändler hat ein offenes Ohr für seine Sorgen und verkauft ihm für 1,28 Euro einen  Bruder aus dem Gurkenglas. Hieronymus fühlt sich veräppelt, glaubt die Sache nicht, nimmt das Glas aber dennoch mit, zu verlieren hat er ja nichts, schüttet es wie angewiesen in die Badewanne und tatsächlich kommt ein Bruder herausherauskommt namens Archibald. Die Mutter benimmt sich, als wäre der Bruder schon immer da gewesen, liebt ihn und kümmert sich ebenso um ihn wie um Hieronymus.

Auch in der Schule ist Archibald bald sehr beliebt. All das gefällt Hieronymus überhaupt nicht. Wie er das Problem wohl löst?

Eine wunderbar verrückte und liebenswerte Geschichte über Familienzuwachs, Wünsche und Sehnsüchte.



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Manuela_Seidels avatar

Rezension zu "Mein Bruder aus dem Gurkenglas" von Aurélie Guillerey

Ein tolles Buch zum Thema Geschwister
Manuela_Seidelvor einem Jahr

„Ich heiße Hieronymus und bin ein Einzelkind. Das sind meide beiden großen Probleme: keine Geschwister und ein hässlicher Vorname.“ Schon auf der ersten Seite mussten meine beiden Kinder (5 und 7) und ich laut losprusten. Die Hauptperson Hieronymus beschreibt aus der Ich-Perspektive realitätsnah und lustig, die Vor- und Nachteile eines Einzelkinds: Teilen ist zwar doof, aber dafür kann man mit Papa Männersachen machen (z.B. angeln) oder hat ein riesiges Zimmer alleine. Doch eines Tages kauft Hieronymus kurzentschlossen bei Herrn Cocolori, dem Lebensmittelhändler um die Ecke, einen Bruder im Gurkenglas … für nur 1 EUR und 28 Cent. Ob er auf einen Trick reingefallen ist oder gibt es wirklich Geschwister aus dem Glas? Ab diesem Tag ändert sich das Leben von Hieronymus jedenfalls grundlegend.

Fazit:
Die kurzen prägnanten Sätze sind von der Autorin genau auf den Punkt gebracht: Warum ist es toll, ein Einzelkind zu sein (oder auch nicht). Und was ändert sich, wenn man Geschwister bekommt (man muss sich daran gewöhnen, nicht mehr zu 100% im Fokus der Eltern zu sein und man muss teilen). Anschaulich wird an konkreten Beispielen die soziale Interaktion zwischen Kindern (und Erwachsenen) beschrieben. „Aber ein großer Bruder ist viel mehr Wert als 1 EUR 28 Cent.“, stellt Hieronymus schließlich fest, und seinen Bruder will er nicht mehr hergeben, denn Geschwister halten zusammen. Die liebevollen und detailreichen Illustrationen untermalen die Geschichte. Schon auf den ersten Seiten erkennen sogar kleinere Kinder bereits an den Zeichnungen, warum Hieronymus gerne Einzelkind ist bzw. warum er sich einen Bruder oder eine Schwester wünscht. Das Buch eignet sich meines Erachtens wunderbar, um Kindern das Thema Geschwister näher zu bringen.

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