Aurélien Molas Die Unseligen

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Inhaltsangabe zu „Die Unseligen“ von Aurélien Molas

Als die französischen Ärzte Benjamin und Jacques in dem nigerianischen Waisenhaus ankommen, fällt ihnen sofort ein Mädchen auf. Der kleinen Naïs scheint es viel besser zu gehen als den anderen, teils schwerkranken Kindern. Aber warum widmen die einheimischen Ärzte ihr trotzdem die meiste Aufmerksamkeit? Da stürmt eine Rebellengruppe das Waisenhaus, und sie haben es nur auf eines abgesehen: Naïs.

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  • Solider Afrika-Thriller mit gutem Setting, aber etwas spannungsarmer Story

    Die Unseligen
    BuechermonsterBlog

    BuechermonsterBlog

    Afrikanische Rebellen haben es auf ein nigerianisches Waisenkind abgesehen. Mittendrin: Zwei französische Ärzte. Die französischen Ärzte Benjamin Dufrais und Jacques Rougée fahren im Auftrag der Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen” durch Nigeria, um in den Waisenhäusern des Landes die körperlichen Zustände der Kinder in Bezug auf mögliche Unterernährung zu untersuchen – häufig gegen den Widerstand des Aufsichtspersonals, welches die oft erschreckenden Zustände der Häuser vertuschen will. Bei einer der Kontrollen kommt es jedoch zur Katastrophe, denn während der Untersuchung dringen plötzlich afrikanische Rebellen in das Waisenhaus ein und zwingen die Mitarbeiter mit Waffengewalt zur Kooperation. Das Ziel der Angreifer: Sie wollen das nigerianische Mädchen Naïs aus dem Schutz des Heimes entführen, dem aus unerfindlichen Gründen von den Erziehern eine Sonderbehandlung zuteil wurde. Welches Geheimnis steckt hinter dem Kind, dass schwer bewaffnete Rebellen alles dafür einsetzen, es in ihre Gewalt zu bekommen? Schauplatz Nigeria: brutale Machtkämpfen und erschreckende Armut “Die Unseligen” ist nach “Die elfte Geißel” der zweite Roman des Franzosen Aurélien Molas und schlägt nach dem erschütternden Thriller rund um das Thema Kindesmissbrauch eine ganz andere Richtung ein. Schauplatz ist nämlich nun der afrikanische Staat Nigeria, der von Molas mit erschreckender Schonungslosigkeit dargestellt wird. Blutige Kämpfe zwischen der Regierung und skrupellosen Rebellen durchziehen das gesamte Land und die Bevölkerung bekommt nicht nur die Ausbeutung durch internationale Ölgesellschaften bitter zu spüren, sondern muss auch durch Naturkatastrophen immer wieder herbe Schicksalsschläge verkraften. Vor allem die jüngsten haben schwer unter der instabilen Situation zu leiden und können sich fast noch glücklich schätzen, wenn sie in einem der unzähligen Waisenhäuser landen, wo immerhin auch durch das Eingreifen internationaler Hilfskräfte eine gewisse Minimalversorgung gewährleistet wird. Zwei französische Ärzte und ein nigerianisches Mädchen Zu den Hilfskräften zählen auch die beiden Ärzte Benjamin und Jacques, die sich Tag für Tag aufs neue mit dem Leid der Menschen konfrontiert sehen. Während letzterer zumindest eine Familie in Frankreich als Rückhalt hat, schafft es Benjamin nur durch das Schnupfen von Kokain, die bedrückenden Zustände und die unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu verkraften. Als beide dann während einer Routinekontrolle in einen brutalen Rebellenangriff geraten, nimmt ihre ohnehin schon schwierige Situation eine weitere dramatische Wendung – auch wenn sie selbst nicht im Fokus des Überfalls stehen, sondern das kleine nigerianisches Mädchen Naïs. Warum gerade diesem Kind eine besondere Bedeutung zukommt, kann ich nicht verraten, ohne der Geschichte den vielleicht größten Spannungsfaktor zu nehmen, denn gerade dieses Mysterium macht einen nicht unbedeutenden Teil des Reizes dieses Buches aus. Allerdings basiert dieser Charakter lose auf dem Schicksal der Amerikanerin Brooke Greenberg – wer mehr wissen möchte, kann dies gerne im Internet nachschlagen. Brisantes Setting und gute Grundidee, aber zu wenig Spannung Gerade durch diese realen Bezüge bezieht “Die Unseligen” einen Großteil seiner Faszination, denn das unverbrauchte Setting und das wirklich rätselhafte Mysterium um das Kind verleihem den Buch auf jeden Fall eine frische Note. Allerdings schafft es Aurélien Molas nicht, beide guten Ausgangsideen in eine durchweg spannende Geschichte zu verpacken, denn die Handlung läuft meist nach dem immer gleichen Schema ab und besteht vor allem aus Verfolgungsjagden und Schießereien im nigerianischen Dschungel. Leider bietet der Roman auch keine starken Charaktere, von denen man sich als Leser durch die Story ziehen lassen könnte, denn trotz teilweise realer Bezüge fehlt es bei den Figuren einfach an Identifikationsmöglichkeiten – auch wenn sich Molas merklich um glaubwürdige Darstellungen bemüht. Aber solide Charaktere und ein gutes Setting reichen alleine nicht aus, wenn der Plot selbst nur Durchschnittskost bietet. Gerade die Besonderheit des Mädchens hätte meiner Meinung nach noch viel mehr Spielraum für eine packende Geschichte geboten, leider schöpft der Autor das Potenzial aber bei weitem nicht aus. So ist “Die Unseligen” zwar ein durchaus unterhaltsamer Afrika-Thriller, zum Top-Titel fehlt aber noch ein gutes Stück.

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    Arun

    Arun

    29. March 2014 um 14:14
  • Realistisches Bild von Nigeria

    Die Unseligen
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    29. January 2014 um 20:32

    Pater David leitet ein Waisenhaus in Nigeria. Eines Nachts vertraut ihm eine Frau ein Kind an. Sie hat Angst um das Leben der kleinen Naїs, die etwas ganz Besonderes ist, was in einem afrikanischen Land allzu schnell bedeutet, als Hexe bezeichnet zu werden. Jahre später inspizieren Benjamin Dufrais und Jacques Rougée, zwei Ärzte von Médecins Sans Frontiers, ein anderes nigerianisches Waisenhaus. Komischerweise ist das Gelände gesichert wie eine Kaserne. Auch auf der Krankenstation fallen den Ärzten ungewöhnliche Dinge auf. Dort finden sie auch Naїs, die in einem Einzelzimmer untergebracht ist, obwohl sie gar nicht krank wirkt. Und dann überschlagen sich die Ereignisse. Das Gelände wird angegriffen und die beiden Ärzte werden zusammen mit dem kleinen Mädchen entführt. Aber was genau ist so besonders an ihr, dass die Entführer meinen, viel Geld für die Kleine herausschlagen zu können? Was nun wirklich dahintersteckt, ist gar nicht so unrealistisch. Überhaupt ist dieser durchaus spannende Thriller sehr wirklichkeitsnah. Mir hat besonders gefallen, dass so deutliche Worte über die Situation in Nigeria fallen. Wie sehr das Land um seinen Ölreichtum betrogen und die Umwelt großflächig und unwiderruflich zerstört wird, ist immer wieder Thema im Buch. Offensichtlich hat sich der Autor eingehend mit Nigeria beschäftigt, denn auch die Atmosphäre eines westafrikanischen Landes hat er hervorragend eingefangen. Obwohl das Buch ein paar Längen hat, wurde ich von der realistischen Geschichte spannend unterhalten.

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  • Interessant und flüssig geschrieben und doch nicht mein Fall

    Die Unseligen
    Natalie77

    Natalie77

    13. October 2013 um 13:01

    Inhalt: Benjamin und Jacques sind Ärzte die in Waisenhäusern Messungen durchführen um zu sehen ob die Kinder auch gut ernährt werden. in einem Waisenhaus entdecken sie die kleine Naïs. Sie scheint vollkommen gesund, wird aber abgeschottet von den anderen Kindern besonders behandelt. Dann überfallen Rebellen das Waisenhaus und sie wollen Naïs, sie soll Ihnen viel Geld einbringen. Doch was ist so besonders an dem kleinen Mädchen. Meine Meinung: Mit dem buch habe ich mich ein wenig schwer getan und so fällt mir auch die Rezension etwas schwer. Dabei ist das Buch von Beginn an sehr interessant und flüssig geschrieben. Es ist in gewisser Weise fesselnd, denn man möchte ja Wissen welches Geheimnis Naïs umgibt. Doch zunächst liest man aus der Vergangenheit des Paters der das Waisenhaus führt, man lernt die Protagonisten kennen und arbeitet sich langsam zu dem eigentlich spannenden. Der Stürmung der Rebellen und der Flucht. Bis das allerdings passiert war ich schon etwas gelangweilt und so richtig fesseln konnte es mich dann nicht mehr. Die Geschichte hat reale Züge und auch wenn es Naïs nicht gibt ist einiges anderes genauso passiert. Den Eindruck bekam ich auch beim Lesen bevor ich überhaupt wusste es keine rein fiktive Geschichte ist. Sie ist gespickt mit Zeitungsausschnitten, die alles etwas auflockern. dazu gibt es kurze Kapitel und ebenfalls kurze Abschnitte, die immer mit einem Spruch passend zum Geschehen beginnen. Die Protagonisten sind alle mit viel Tiefe beschrieben, so dass man mit ihnen warm werden kann. Und doch war es einfach nicht meins. Es zog sich für mich ein wenig, auch wenn immer mal wieder was aufregendes Geschah. Es war einfach nach dem ersten Drittel die Luft raus. Schade denn ich denke gerade bei dem Buch hat es einfach an mir gelegen. Somit fällt mir auch die Bewertung schwer, da diese jedoch rein subjektiv ist gib es von mir drei von fünf Büchern und die Empfehlung es einfach selber zu lesen wenn einem das Thema liegt.

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