Aurore Guitry Claras Melodie

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Inhaltsangabe zu „Claras Melodie“ von Aurore Guitry

„Hinreißend romantisch.“ Libération

Die heilende Kraft der Musik ist es, die Eléonore nach ihrem tragischen Unfall aus dem Koma holen soll: Am Sterbebett seines Vaters erfährt Nicolas von einer magischen Partitur, die das Leben seiner Frau retten könnte. Sofort begibt er sich nach Rom, wo die letzte eingeweihte Sängerin lebt. Dort taucht er in ein jahrhundertealtes Geheimnis ein: Wer das Stück singt, verliert entweder den Verstand oder stirbt. Die Rettung seiner Frau würde folglich den Tod eines anderen Menschen bedeuten ...

„Ein raffiniert konstruiertes Crescendo hin zu einem unentrinnbaren Drama, das einen genussvoll erschaudern lässt.“ Elle

„Alle Hoffnung scheint verloren für Éléonore, die nach einem schweren Verkehrsunfall im Koma liegt. Die Ärzte wie auch ihre Familie haben die junge Frau aufgegeben. Nur ihr Ehemann Nicolas kann sich damit nicht abfinden und erfährt am Stebebett seines Vaters von einer geheimnisvollen Partitur, die magische Kräfte haben soll und Éléonore retten könnte. Daraufhin beschließt er, nach Rom zu reisen und Clara Vergini, die letzte Sängerin der Partitur, ausfindig zu machen. In der „ewigen Stadt“ angekommen, muss er feststellen, dass Clara dem Wahnsinn verfallen ist und ihm nicht mehr helfen kann. Glücklicherweise trifft er ihre Tochter Giovanna, eine ebenso begnadete Sängerin, die bereit ist, ihm beizustehen. Dann allerdings offenbart ihm ein Kardinal den jahrhundertealten Fluch, der auf der Partitur lastet: Je öfter man die vollkommene Melodie singt, desto schwächer wird man – bis man entweder den Verstand verliert oder stirbt. Nicolas steht vor einer folgenschweren Entscheidung: Kann er Giovanna bitten, an Éléonores Bett die Claras heilbringende Melodie zu singen?

"Ein raffiniert konstruiertes Crescendo hin zu einem unentrinnbaren Drama, das einen genussvoll erschaudern lässt.“ Elle

Legt zwar gegen Ende gut an Tempo zu, ist aber meist doch etwas zu gemächlich und spannungsarm. Gute 3 Sterne.

— Arachn0phobiA

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    Claras Melodie

    zauberblume

    30. May 2016 um 12:45

    "Claras Melodie" von Aurore Guitry, einer französischen Schriftsteller, erzählt eine bewegende Geschichte, die den Leser wirklich berührt.Der Inhalt: Die heilende Kraft der Musik ist es, die Eléonore nach ihrem tragischen Unfall aus dem Koma holen soll: Am Sterbebett seines Vaters erfährt Nicolas von einer magischen Partitur, die das Leben seiner Frau retten könnte. Sofort begibt er sich nach Rom, wo die letzte eingeweihte Sängerin lebt. Dort taucht er in ein jahrhundertealtes Geheimnis ein: Wer das Stück singt, verliert entweder den Verstand oder stirbt. Die Rettung seiner Frau würde folglich den Tod eines anderen Menschen bedeuten ...Dies ist ein etwas anderer Roman. Er erzählt die Geschichte von Nicolas und Eleonore. Wir dürfen viel über ihren Aufenthalt in Afrika und Mahabe erfahren. Mahabe hat eine besondere Gabe und hat viele Ereignisse vorausgesehen und auch die schlechte Aura gespürt, die manche Menschen umgibt. Es ist schon sehr bewegend, wie Nicolas den letzten Strohhalm ergreift, um seine todkranke Frau zu retten. Was er alles auf sich nimmt. Doch kann diese Partitur wirklich das Leben seiner Frau retten oder ist es ein letzter Hoffnungsschimmer.Eine berührende Geschichte über das Loslassen und Verzeihen. Ein außergewöhnliches Buch, das auch den Leser beim Lesen des Buches in eine sonderbare Stimmung versetzt.Das melancholische Cover passt zur Geschichte, es drückt jedoch auch Hoffnung aus. Ein besonderes Buch, eine berührende Geschichte. Gerne vergebe ich vier Sterne.

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  • Wohl eher Drama, aber von Romantik keine Spur

    Claras Melodie

    Tammy1982

    14. September 2015 um 20:02

    Eléonore liegt im Koma. Nicolas ihr Mann versucht alles, um sie zu retten. Als er von einer geheimnisvollen Partitur erfährt, die angeblich heilende Kräfte besitzt, macht er sich auf die Suche, ohne zu ahnen, auf was er sich da einlässt. Das Buch ist in der Form von Briefen bzw. Tagebucheinträgen geschrieben, die Nicolas an seine Frau Eléonore schreibt, während diese im Koma liegt. Diese Erzählform gefällt mir normalerweise sehr gut und auch die kleinen Rückblenden, die Nicolas dabei einbaut, haben mir gut gefallen. Jedoch sind hier die Rückblenden zum Teil sehr verwirrend und einige Dinge werden einfach nie geklärt. Leider ist mir Nicolas im Laufe des Buches immer unsympathischer geworden und auch die Ehe von ihm und Eléonor rückte im Verlauf der Geschichte in ein ganz anderes Licht. Durch diese Briefform hatte ich dann nur die Sicht von Nicolas und konnte aufgrund meiner Antipathie zu ihm, irgendwann nicht mehr wirklich mit ihm mitfiebern. Für mich agierte er zum Teil einfach nur noch rücksichtslos. Die Idee mit der Partitur hat mir gut gefallen. Die "Jagd", denn so muss ich es schon nennen, von Nicolas hinter ihr weniger. Irgendwann ist das nur noch ein Hin und Her, gespickt mit irgendwelchen dramatischen Szenen, die dann aber oft unerläutert blieben und zum Teil einfach nur kurz eingeworfen wurden. Das Buch wird mit "hinreißend romantisch" angepriesen, wobei ich sagen muss, dass meine Vorstellung von Romantik irgendwie anders ist. Für mich würde "Drama" besser als Beschreibung passen und ich kann leider keinerlei romantische Züge in diesem Buch erkennen. Es ist eher tragisch, wie Nicolas die Augen vor der Wahrheit verschließt und weiter ins Verderben rennt und andere mitzieht, obwohl auch ihm schon längst einige Wahrheiten dämmern sollten. Gegen Ende driftet das Buch dann auch noch ins Esoterische ab, was ich irgendwie total unangemessen fand. Darüber hinaus fehlen jegliche Erklärungen für die Esoterik und daher waren für mich einige Szenen dann gar nicht mehr nachvollziehbar. Alles in allem kein Roman, der mich wirklich überzeugen konnte. Eine schöne Idee, die für mich aber leider nicht überzeugend umgesetzt wurde und ich mich bis heute frage, inwiefern diese Geschichte romantisch sein soll?

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  • Claras Melodie

    Claras Melodie

    Elfenstern

    04. August 2015 um 19:30

    Nicolas ist verzweifelt. Éléonore, seine Ehefrau und große Liebe liegt nach einem Autounfall im tiefen Koma. Die Ärzte haben schon fast jegliche Hoffnung aufgegeben. Da erhält Nicolas einen unerwarteten Anruf von seinem Vater, mit dem er sich bereits vor vielen Jahren zerstritten hat und seither kein Wort mehr gesprochen hat. Sein Vater, der ein weltberühmter Pianist war, erzählt ihm von einer magischen Partitur, die in der Lage ist, jegliches Leid von einem Kranken zu nehmen, wenn sie von einer aureichend begabten Person gesungen wird. Nicolas begibt sich sofort nach Rom, um nach der geheimen Partitur und der letzten eingeweihten Sängerin zu suchen. Doch ganz ungefährlich ist Nicolas Vorhaben nicht. Denn wer die magische Partitur singt, verliert entweder den Verstand oder stirbt. Wird Nicolas soweit gehen und das Leben einer Anderen gegen das Leben seiner Frau eintauschen? Ich brauchte einige Zeit, um richtig in die Geschichte reinzukommen. Dies lag aber nicht an der Geschichte selbst sondern an dem etwas ungewöhnlichen Schreibstil der Autorin. Aurore Guitry schreibt in der Ich-Perspektive, aus der Sicht von Nicolas. Das allein ist noch nichts Besonderes. Aber die Geschichte ist so geschrieben, als würde Nicolas mit seiner Frau über seine Erlebnisse reden oder diese für sie aufschreiben. Sobald man sich an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt hat, liest sich die Geschichte recht flüssig und obwohl es keine atemberaubenden Actionszenen gibt, schafft es die Autorin, die Spannung so hoch zu halten, dass man als Leser immer gespannt ist, was als Nächstes passiert. Vorhersehbar sind die nächsten Schritte nicht, was der Geschichte zusätzliche Spannung verleiht und auch das Ende kommt nicht so, wie ich es erwartet hätte, allerdings war es für mich sehr gut nachvollziebar und ich war sehr zufrieden damit. Alles in Allem ein tolles Buch, das es auf alle Fälle wert ist, gelesen zu werden.

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  • Sonderbare, aber faszinierende Geschichte

    Claras Melodie

    Spatzi79

    04. January 2015 um 19:19

    Nicolas Frau Eléonore liegt im Koma, es gibt kaum Hoffnung, dass sie noch einmal aufwacht. Ihre Familie will sie gehenlassen, doch Nicolas ist noch nicht bereit dazu. Am Sterbebett seines Vaters erfährt er von einer magischen Partitur, die angeblich Krankheiten heilen und das Leben verlängern kann. Nicolas sieht in dieser Partitur die letzte Chance für seine geliebte Frau und macht sich auf nach Rom. In der ewigen Stadt soll die Frau leben, die die geheimnisvolle Melodie kennt und auf einzigartige Weise singen kann. Doch in Rom angekommen, muss Nicolas feststellen, dass die Sängerin Clara völlig dem Wahnsinn verfallen ist, denn die Partitur und ihre Nutzung fordert ihren Preis. In diesem Punkt hat es mich irgendwie an das Bildnis des Dorian Gray erinnert, auch wenn die Handlung ansonsten nichts gemein hat. Nicolas folgt dennoch den Spuren der Melodie und stößt so auf das Geheimnis ihrer Geschichte. Es ist eine magische Geschichte, auf sonderbare Art und Weise erzählt. Erst nach und nach erschließt sich aus Nicolas‘ Tagebucheinträgen, die eine Art Brief an seine Frau sind, ein Bild. In Bücher in Briefform muss mich meist erst einmal hineinfinden, fand die Geschichte aber nach einigen Seiten durchaus faszinierend. Die Sache mit der Partitur ist natürlich sehr mysteriös und rational nicht wirklich erklärbar, vor allem, dass Nicolas sich tatsächlich auf den Weg macht, um sie zu suchen. Aber seine Verzweiflung angesichts des drohenden Verlusts seiner geliebten Frau wird überzeugend dargestellt. Insgesamt habe ich mich mit Nicolas aber schwergetan, er wurde mir einfach nicht sonderlich sympathisch. Die Sprünge in der Geschichte erfordern schon auf Aufmerksamkeit, aber das ist ja an sich nicht schlecht und eigentlich finde ich es toll gemacht, wie der Leser so nach und nach immer mal wieder Bruchstücke aus der Vergangenheit erfährt und sich so das Bild langsam zusammensetzt. Gerade die Rückblenden in die Zeit, in der Nicolas und Eléonore in Afrika gelebt haben, lasen sich für mich aber teilweise wie aus einem Fiebertraum. Ein Buch, das sicher nicht jedem gefällt, das man auf sich wirken lassen muss und nicht zu genau hinterfragen darf. Ich fand es dennoch irgendwie faszinierend und bin gerne in der Lektüre versunken.

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  • Loslassen – mit Melodie im Kopf

    Claras Melodie

    DonnaVivi

    Ein Unfall, eine Komapatientin, ein hoffnungslos verliebter Ehemann, allein gegen die Welt. Nichts neues in der Literaturgeschichte der Neuzeit, nicht wahr? Obwohl Aurore Guitrys Tagebuch-Roman mit einem schockierenden und traurigen Grundton startet, entfaltet sich aus der anfänglich hoffnungsloser Tragödie eine überdurchschnittlich romantische Liebesgeschichte. Diese beeindruckt nicht nur auf der Gefühlsebene, sondern sie überzeugt mit einem klaren und geschliffenen Schreibstil und bedient sich nebenbei der Eleganz der klassischen Musik. Die Themen sind wechselhaft: Liebe und Schuldgefühle, Zuneigung und selbstloses Loslassen, Vater-Sohn-Konflikt, nicht zuletzt werden die Grenzen zwischen Leben und Tod und die moralische Verantwortung der künstlichen Lebenserhaltung berührt. Erwartungsgemäß müsste es folglich äußerst trockene Diskussionen um medizinisch-juristische Fragen geben. Derart langweilige Allüren bleiben dem Leser jedoch völlig erspart. Stattdessen verwandelt sich der Lauf des Geschehens in ein spannendes Suchspiel nach Geheimnissen, die seit dem Mittelalter bis in die Gegenwart wirken, die dabei hoffnungsvoll und gleichzeitig zerstörerisch zu sein scheinen: Eine verschollene Partitur, die Generationen von Sängerinnen in den Wahnsinn treibt, aber Kranken helfen kann. Die Hauptfigur und Tagebuch-führender (Ehe-)Mann, der so sehr an seiner Liebe und an seiner Partnerin glaubt und sie so verzweifelt zu retten versucht ist sehr sympathisch. Mit all seinen Taten strebt er nur ein Ziel an: Seine Éléonore aus dem Koma zu erwecken und mit ihr ein glückliches Leben zu führen. Verbissen und unausweichlich, voller Wut und ohne Kompromisse. In stürmischen Etappen – nach einer Reihe von Tragödien, selbstzerstörerischen Gewissensbissen und Missverständnissen – gelangt er zu einem besseren Verständnis des Lebens und zum inneren Frieden. Das gewiss nicht auf einem gewöhnlichen Weg: Nach einer lebenslangen Streitigkeit mit seinem Vater, nach der „römischen“ und „sizilianischen Affäre“ und einer Reihe von mystischen, afrikanischen Ritualen. Sein Leben wird – selbst, wenn er sich stark dagegen wehrt – stark von der Musik beeinflusst. Seine Gefühlswelt spiegelt sich in Sinfonien, die ihn wie eine innere Stimme begleiten und sich nur durch die afrikanische Spiritualität kurzzeitig ablösen lassen. Dieses Buch ist mystisch, verrückt, romantisch und musikalisch und seine fesselnde Ruhe ist einzigartig: Absolute Leseempfehlung.

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    • 4
  • Die Macht der Musik....

    Claras Melodie

    Miamou

    21. October 2014 um 22:11

    Die heilende Kraft der Musik ist es, die Eléonore nach ihrem tragischen Unfall aus dem Koma holen soll: Am Sterbebett seines Vaters erfährt Nicolas von einer magischen Partitur, die das Leben seiner Frau retten könnte. Sofort begibt er sich nach Rom, wo die letzte eingeweihte Sängerin lebt. Dort taucht er in ein jahrhundertealtes Geheimnis ein: Wer das Stück singt, verliert entweder den Verstand oder stirbt. Die Rettung seiner Frau würde folglich den Tod eines anderen Menschen bedeuten ... ******************************************** Die Idee mit der Partitur die Leben retten kann, fand ich sehr gut, die Umsetzung finde ich persönlich nicht 100%ig gelungen. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Nicolas erzählt, der in Tagebuchform an seine Eléonore schreibt. Zu Anfang fand ich das sehr romantisch. Sie liegt im Koma und er will sie einfach nicht gehen lassen. Er kämpft mit allen Miteln um sie und fliegt sogar nach Rom um sich auf die umögliche Suche nach einer Partitur zu begeben. Je weiter die Geschichte jedoch voranschreitet, umso mehr Einblick bekommt man als Leser in das Eheleben der beiden und zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass Nicolas das alles auf sich nimmt, um zum Teil auch seine eigene Schuld zu tilgen und mit der Hoffnung, wieder etwas gutmachen zu können. Für mich ist also im Laufe des Lesens einiges auf der Strecke geblieben und manche Handlungen konnte ich dann nicht mehr recht nachvollziehen. Die Charaktere waren in vielerlei Hinsicht mehr oberflächlich beschrieben, was mich aber komischerweise hier eher weniger gestört hat. Bei den Nebencharakteren wusste ich oft nicht,  wo ich sie jetzt genau einordnen sollte, aber ich fand es nicht problematisch einfach drüberzulesen, weil sie für den Fortlauf der Handlung kaum eine Rolle spielen. Der Grundtenor ist eher deprimierend, aber speziell am Schluss merkt man die Haltung des "Loslassens" bei Nicolas und der Leser wird daher mit einem "guten" Gefühl aus der Handung entlassen. Der Klapptext hat hier mehr versprochen als es schlussendlich dann war, trotzdem ein solides Werk, dass man sich zwischendurch gerne zu Gemüte führen kann.

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  • Claras Melodie

    Claras Melodie

    CanYouSeeMe

    18. October 2014 um 13:54

    Die heilende Kraft der Musik ist es, die Eléonore nach ihrem tragischen Unfall aus dem Koma holen soll: Am Sterbebett seines Vaters erfährt Nicolas von einer magischen Partitur, die das Leben seiner Frau retten könnte. Sofort begibt er sich nach Rom, wo die letzte eingeweihte Sängerin lebt. Dort taucht er in ein jahrhundertealtes Geheimnis ein: Wer das Stück singt, verliert entweder den Verstand oder stirbt. Die Rettung seiner Frau würde folglich den Tod eines anderen Menschen bedeuten...  ‘Claras Melodie‘ von Aurore Guitry verspricht ein hinreißender Roman über die Liebe, das Loslassen und die Musik zu sein. Hört sich eigentlich gut an, die Umsetzung hat mich aber leider nicht überzeugt. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die gewählte Erzählform: Der Hauptcharakter Nicolas führt ein Tagebuch, in welchem er die aktuellen und vergangenen Geschehnisse aufschreibt. Dadurch kommt es zu einer ganz eigenen, interessanten Dynamik. Der gewählte Sprachstil bereitete mir zunächst keine Probleme aber je weiter ich gelesen habe, desto schwerer viel es mir den Satzstrukturen zu folgen. Vielleicht lag dies auch an der Tatsache, dass ich mit dem Hauptcharakter Nicolas, aus dessen Perspektive das Buch geschrieben ist, nicht sonderlich viel anfangen konnte. So wirkte er zu Beginn noch recht sympathisch und voller Liebe zu Eléonore, mit Verlauf der Handlung merkt der Leser allerdings, dass etwas nicht recht stimmt. Mir war das etwas zu viel des Guten und ich konnte mich dann nicht mehr in Nicolas hineinversetzen, wodurch die Handlung recht emotionslos an mir vorbei zog. Die Nebencharaktere sind leider alle sehr oberflächlich beschrieben, sie haben keine Tiefe und waren daher nicht wirklich greifbar; was schade ist, denn vor allem Eléonore hätte ich gern etwas besser kennen gelernt.  ‘Claras Melodie‘ steckt voller guter und interessanter Ansätze, die leider im seltensten Fall konsequent ausgearbeitet wurden. Es gibt einfach viel zu viele Ansätze, die nur halb erklärt und beschrieben wurden, wodurch ich persönlich immer das Gefühl hätte, dass eigentlich etwas fehlt. Es hätte dem Roman sicher nicht geschadet ein paar Seiten mehr zu haben!

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  • Starke Idee, schwach umgesetzt

    Claras Melodie

    Sabrinaslesetraeume

    17. October 2014 um 23:29

    Nicolas Frau Eleonore liegt im Sterben. Nichts und niemand scheint ihr mehr helfen zu können und Nicolas ist vollkommen verzweifelt bis er von seinem Vater von einer geheimnisvollen Partitur erfährt, welche angeblich die Fähigkeit haben soll Menschen zu heilen. In seiner Verzweiflung ist ihm jeder Strohhalm recht und er macht sich auf die Suche nach dem Stück. Doch noch weiss er nicht, dass auch ein schrecklicher Fluch auf dem Musikstück liegt. Wird Nicolas die Partitur wirklich zu Eleonores Heilung einsetzen können oder ist der Fluch einfach zu schrecklich? Das Buch fand ich insgesamt eine nette Unterhaltung für zwischendurch. Die Covergestaltung war auf jeden Fall sehr passend zur Geschichte. Man konte sehen, dass es um ein Pärchen gehen wird und die Brücke stellte irgendeine Art Übergang dar. Die Stadt ist das Ziel, welches im Nebel liegt und dessen Erreichen dadurch unklar ist. Insgesamt war es total. Passend. Der Titel ist am Anfang nicht sehr aussagekräftig, allerdings klärt er sich im Laufe der Zeit dann auf. Der Protagonist Nicolas war mir irgendwie nicht so sehr sympathisch. Er war sehr verbissen und wollte die Realität nicht akzeptieren. Er hat sich absolut in Dinge verrannt und dadurch leichtfertig Leute gefährdet, was ich alles andere als attraktiv für eine Hauptfigur finde. Die Nebenfiguren sind in der Geschichte irgendwie sehr im Hintergrund geblieben und man hat von ihnen zu wenig mitbekommen. Auch Eleonore, wegen der eigentlich der ganze Zirkus gemacht wird, hat in der Geschichte nicht wirklich Platz gefunden. Die Idee der Geschichte an sich war nicht verkehrt, allerdings war sie definitiv zu kurz angelegt um ihr Potential entfalten zu können. Mit sagen wir einmal 100 Seiten mehr, hätte es wesentlich schöner werden können, da die Figuren dann den nötigen Tiefgang erreichen hätten können und auch am Ende die Entscheidungen klarer geworden wären. So ist es eben eine leichte Lektüre für zwischendurch, die sich schnell und flüssig lesen lies, allerdings einfach vorhersehbar war und nicht den nötigen Tiefgang hätte, welcher für diese Thematik notwendig gewesen wäre. Daher gibt es von mir auch nur 3 von 5 Punkten.

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  • Frisch gewagt ist halb gewonnen. Aber nur halb.

    Claras Melodie

    Ulenflucht

    14. October 2014 um 22:00

    Musik heilt und rettet manchmal Leben - im übertragenen Sinn. Aurore Guitry nun macht Schluss mit den Metaphern und schreitet zur Tat: Nicolas will seine im Koma liegende Frau durch eine alte Partitur retten, die sie daraus erwecken soll. Dadurch, dass dafür aber eine fremde Person, die das Stück singen soll, ein hohes Opfer bringen müsste, wird das aber mehr als ein hübsches, romantisches und kitschiges Geschichtchen. Mehr oder schon zu viel? Musik lässt sich nicht auf Literatur übertragen. Punkt. Bei dieser Geschichte hätte man aber erwarten können, dass die Autorin es trotzdem versucht und krampfhaft Strukturen der Musik in ihren Roman einbingen möchte. Tatsächlich aber tut sie das nicht und das ist ein großer Pluspunkt. Es entlastet die an sich schwülstige Geschichte und schafft Raum für eine echte Ode an die Musik und ihre Wirkung. Die Struktur der Erzählung ist clever gewählt. Die Tagebuchform bringt die Innensicht, der Aufbruch der Zeitstruktur die Spannung. Erst nach und nach erfährt man die ganze Geschichte des Paares Nicolas und Eléonore, das heißt hier: Ihr Drama. Es liest sich flott, dieses Buch, aber immer wieder braucht man auch die eine oder andere Denkpause und einen Blick für die Nebensätze, denn aus vielem, das sich hinter nur wenigen Worten verbirgt, lauert ein wichtiger Baustein für die Geschichte. Und so mancher Satz ist auch eine wahre Freude für Freunde der Poesie - wenn sie große Worte nicht scheuen. Es sind viele große Themen, die auf kunstvolle Weise verwoben sind und teilweise nur durchscheinen, ohne aber lediglich nur angeschnitten zu werden. Nicolas Verhältnis zum Vater etwa oder Giovannas, die Sängerin, zu ihrer Mutter Clara. Wahnsinn, Verfall, die Traditionen Afrikas, Missverständnisse. Alles drin, aber nie ausgebreitet. Aber die gewagt kitschige Geschichte und die Kürze, in der sie erzählt wird, birgt auch Nachteile. Da wären die schwachen Charaktere, die sich nicht oder nicht glaubwürdig entfalten können. Ein Nicolas, der von der Autorin wenig authentisch gemacht wurde.Giovanna, deren selbstzerstörerische Entscheidung zum Singen der Partitur nicht nachvollziehbar gemacht wird. Eléonore, um die es eigentlich geht, ist nicht mehr als ein paar Worte auf Papier. Sympathie, der Wunsch, dass es doch irgendwie klappt mit der Heilung, kommt nicht auf. Zudem ist es an manchen Stellen ein bisschen zu viel des Dramas, eine Fokussierung hätte der Geschichte gut getan. Der eingeschobene Krimi auf Sizilien, wo Nicolas den Kardinal trifft, der die Geschichte der Partitur kennt, ist nicht gut geraten und daher unglaubwürdiger als die ungewöhnliche Geschichte selber. Zudem ist das Märchen, das aufgezogen wird, um die Herkunft der Partitur zu erklären, nicht gut gemacht und reißt das Buch etwas herunter. Insgesamt überzeugt die Umsetzung der seltsamen Idee aber und das Ende passt in der Sache dazu, hätte aber mehr Raum bekommen müssen. Da es aber das Debüt der Autorin ist, freue ich mich auf den Fortschritt, den dieses Buch schon verspricht, die Ideen sind interessant und der Schreibstil wird ein Genuss werden. Dieses Buch hier aber hätte noch ausgefeilter sein müssen.

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  • Distanziert und leider wenig romantisch, sondern eher deprimierend

    Claras Melodie

    IraWira

    09. October 2014 um 11:55

    Oh, mit diesem Buch habe ich leider etwas gekämpft und es hat auch gdauert, bis ich mich entschieden habe, wieviele Sterne ich geben soll, letztlich sind es für mich 2,5 Sterne geworden. Die eigentliche Idee gefiel mir, nur die Umsetzung und ich kommen nicht wirklich zueinander. Der Schreibstil ist eher distanziert, so dass sich trotz der teilweise dramatischen, tragischen, berührenden Ereignisse, die geschildert werden, bei mir wenig Gefühl für die Protagonisten entwickelte. Das passiert mir eigentlich eher selten und besonders selten in einer so extremen Form. Ich empfand das Buch leider gar nicht als romantisch, sondern eher als ziemlich depremierend. Der Protagonist überzeugte mich leider auch nicht davon, dass es ihm wirklich rein um die Liebe zu seiner Frau geht, auch wenn dies immer wieder so formuliert wird, sondern er hat eher etwas getriebenes, geradezu besessenes. Es wird immer wieder deutlich, dass nicht erst der Unfall, der seine Frau, Eleonore, ins Krankenhaus brauchte, der Wendepunkt im Leben und auch in der Beziehung der Beiden war. Sein verzweifeltes Streben, ihr helfen zu wollen, ungeachtet dessen, was das für ihn, sie oder auch die Menschen um sie herum bedeutet, hat eine sehr rücksichtslose Komponente, die mir nicht gefallen hat. Die einzige Person, die mir wirklich sympathisch war, ist Claras Tochter Giovanna, die allerdings zu selten auftrat und dabei auch zu distanziert geschildert wurde, um mich wirklich nachhaltig für sich einzunehmen. Es kommt sehr selten vor, dass mir ein Buch wirklich nicht gefällt, aber "Claras Melodie" ist leider so ein Buch. Offensichtlich spaltet dieses Buch die Gemüter mal wieder, von daher kann ich nicht einmal sagen, dass ich davon abraten wüde, es zu lesen, ich kann nur sgen - findet selbst heraus, ob es Euch gefällt!

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  • Claras Melodie

    Claras Melodie

    jackdeck

    08. October 2014 um 08:40

    Das Buch ist eine Mischung aus Drama und Liebesgeschichte, eine gekonnte Mischung wie ich finde. Seit einem schweren Autounfall liegt Éléonore im Koma. Als die Ärzte die Hoffnung aufgeben, erfährt ihr Mann Nicolas von seinem todkranken Vater etwas über eine Partitur, die in der Lage sein soll, Éléonore zu retten. Getrieben von der Hoffnung macht sich Nicolas auf den Weg nach Rom, um Clara, die Sängerin der Partitur zu finden. Doch die Partitur vermag nicht nur zu heilen, sondern treibt auch ihren Sänger zu Wahnsinn und Tod. Wie weit wird Nicolas gehen, um Éléonore zu retten? Die Geschichte ist in einer Art Briefform geschrieben, in der Nicolas seine Suche nach der Partitur für Éléonore niederschreibt. Zunächst war es etwas verwirrend, vor allem, da viele Zeitsprünge vorkommen, die nicht deutlich markiert sind.  „Claras Melodie“ ist eindeutig ein Roman, der aus der Masse heraus sticht. Ein außergewöhnlicher Roman mit einer großen Anziehungskraft. Mir persönlich ging Claras Melodie sehr nahe und ich konnte die Taten von Nikolas und Eleonore, von denen man in Rückblenden erfährt, sehr gut nachvollziehen. Er hat mich gefesselt und begeistert und doch kommt dieser Roman eher leise daher. Die Autorin hat einen zauberhaften Schreibstil, der mich auf Anhieb verzaubern konnte. Man spürt förmlich ihre Liebe zur Musik, die hier wirklich sehr viel Raum einnimmt.  Ich habe es sehr gerne gelesen, es hat mich berührt und gefesselt und ich kann es nur weiterempfehlen.

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  • Öffnet Eure Herzen, nur so könnt Ihr hören

    Claras Melodie

    Huschdegutzel

    Alle Hoffnung scheint verloren für Éléonore, die nach einem schweren Verkehrsunfall im Koma liegt. Die Ärzte wie auch ihre Familie haben die junge Frau aufgegeben. Nur ihr Ehemann Nicolas kann sich damit nicht abfinden und erfährt am Sterbebett seines Vaters von einer geheimnisvollen Partitur, die magische Kräfte haben soll und Éléonore retten könnte. Daraufhin beschließt er, nach Rom zu reisen und Clara Vergini, die letzte Sängerin der Partitur, ausfindig zu machen. In der ewigen Stadt angekommen, muss er feststellen, dass Clara dem Wahnsinn verfallen ist und ihm nicht mehr helfen kann. Glücklicherweise trifft er ihre Tochter Giovanna, eine ebenso begnadete Sängerin, die bereit ist, ihm beizustehen. Dann allerdings offenbart ihm ein Kardinal den jahrhundertealten Fluch, der auf der Partitur lastet: Je öfter man die vollkommene Melodie singt, desto schwächer wird man bis man entweder den Verstand verliert oder stirbt. Nicolas steht vor einer folgenschweren Entscheidung: Kann er Giovanna bitten, an Éléonores Bett die heilbringende Melodie zu singen? Nicolas ist der Erzähler dieser Geschichte und diese schildert er natürlich aus seiner ureigenen Sicht. Dem Leser bleibt dadurch extrem viel Freiraum für die eigene Interpretation - und dafür, sich zu fragen, wie weit man persönlich gehen würde, um einen geliebten Menschen zu retten - oder ihn gehen zu lassen. Eingebettet wird die Handlung in die sehr poetische Sprache von Aurore Guitry, die klingt, wie die Melodien, die in diesem Buch erwähnt werden ( und die man kennt - sofern man sich ein wenig für klassische Musik begeistern kann ). Dadurch ergab sich für mich während des Lesens ein Kokon des Wohlbefindens, der die Spannung nicht minderte. Mir persönlich ging Claras Melodie sehr nahe und ich konnte die Taten von Nikolas und Eleonore, von denen man in Rückblenden erfährt, sehr gut nachvollziehen. Mich störten dabei auch weder die Zeitsprünge, noch die verschiedenen Handlungsorte, ich konnte mich vollkommen in das Buch einfinden. Besonders hervorheben möchte ich auch das Cover - ich hielt sehr selten ein Buch in den Händen, das mich schon "von Außen" so sehr zum Träumen reizte! Daher eine klare Leseempfehlung für alle, die das Unmögliche wahr machen wollen - und über einen gewissen Erfahrungsschatz verfügen. Ich glaube, Leser um die 20 sind hier überfordert und tun sich schwer damit, manche Teile dieses Werkes hinzunehmen und als das zu verstehen, was sie sind. Was genau ich damit meine, überlasse ich Ihrem Empfinden beim Lesen!

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    • 6
  • Nicolas' verzweifelte Hoffnung an ein Wunder

    Claras Melodie

    katze267

    03. October 2014 um 21:56

    Nicolas Frau Eleonore liegt nach einem Unfall im Koma, ihr Zustand scheint hoffnungslos. Da erfährt er von seinem Vater, der jahrelang den Kontakt zu ihm abgebrochen hatte und der selber schwer krank ist, von einer geheimnisvollen Partitur, die Heilkräfte zu haben scheint. Als er probeweise Teile davon spielt, die sein Vater einst notierte, erlebt er auch an seinem Vater die, allerdings nur kurzzeitige Wirkung. Zur vollen Heilkraft bedarf es der gesamten Partitur, die zudem gesungen werden muss. Dies ist nur Sängerinnen einer bestimmten Familie möglich., allerdings gefährdet das Singen der Partitur das Leben der Sängerin. Nicolas macht sich auf den Weg nach Rom, um Partitur und Sängerin zu finden.Doch wird er die Partitur finden und eine Sängerin,die ihr eigenes Leben gefährdet, um Eleonore zu heilen? Diese romantische Liebesgeschichte wird in einer besonderen Form erzählt : Nicolas notiert seine Erlebnisse und Gefühle in einem an seine Frau Emelie gerichteten Heft. Hierbei beichtet er  nicht nur von den momentanen Ereignissen, der Suche nach Partitur und Sängerin, sondern auch von seinen Erinnerungen an sein Eheleben mit Eleonore, seiner Zeit mit ihr in Gabun und den tragischen Ereignissen, die letztendlich zum Unfall führten, Der Roman beschreibt die Tiefe Liebe Nicolas zu seiner Frau, sein verzweifeltes Klammern an die wundertätige Wirkung der Partitur als letzte Hoffnung, seine fast besessene Suche  sehr eindrucksvoll. Als besonders interessantes Detail wird auch die geheimnisvolle Herkunft der Partitur geschildert. Der Roman ist im Grossdruck geschrieben.

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  • Kann Musik unser Leben verändern??

    Claras Melodie

    Bagirabalu

    02. October 2014 um 14:22

    **Inhaltsangabe** Was wäre, wenn Deine Frau nach einem schweren Unfall im Koma läge? Würdest Du versuchen, sie zu retten? Für alles Geld der Welt? Würdest Du das Leben Anderer aufs Spiel setzen? Diese und viele weitere Fragen stellt sich Nicolas, dessen Frau Eleonore nach einem Unfall im Koma liegt. Er erfährt von einer geheimen Partitur, die das Leben verlängert oder gar Krankheiten heilen soll. Er macht sich auf den Weg ...   **Cover & Schreibstil** Das Cover des Taschenbuch ist wunderschön in sanfte Brauntöne gehüllt. Der Titel "Claras Melodie" ist gut getroffen und wirkt beruhigend auf mich. Die Geschichte umfasst 235 Seiten, ist von Aurore Guitry geschrieben und von Anja Nattefort vom Französischen ins Deutsche gut übersetzt. Der Schreibstil erinnert mich teilweise an die genannte Partitur. Anfangs legato später staccato geschrieben.   **Mein Fazit** Ich habe mich anfangs schwer getan, in die Geschichte zu finden, da alles so langwierig beschrieben wurde. Ich hätte mir mehr Hintergrundwissen über die Ehe von Nicolas und Eleonore gewünscht und dass er mehr bei ihr am Krankenbett gewesen wäre. Die Geschichte an sich fand ich gut, doch fehlte es mir an einigen Ecken an Spannung. Das Enstehen der Partitur im 16. Jahrhundert und der Epilog waren mein Highlight. Dennoch hatte ich Spaß bei der Runde und bedanke mich herzlich für das Buch.

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  • Jeder Zauber hat seinen Preis

    Claras Melodie

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. October 2014 um 18:02

    Nicolas vergeht vor Verzweiflung, seit seine Frau nach einem schweren Unfall ins Koma gefallen ist. Um jeden Preis möchte er sie retten, fieberhaft sucht er nach einer Gelegenheit, das Unmögliche möglich zu machen. Eines Tages dann meldet sich sein Vater bei ihm und weiht ihn in das wohlgehütete Geheimnis einer Partitur ein, einer Melodie, die es vermag, Kranke zu heilen oder gar Leben zu retten. Doch jeder Zauber hat seinen Preis: Derjenige, der sie singt, wird wahnsinnig und opfert zuletzt sein eigenes Leben für das eines anderen. Nicolas jedoch ist willens, dieses Risiko auf sich zu nehmen und begibt sich auf eine Reise nach Rom, um die einzige Frau aufzuspüren, die im Besitz der vollständigen Partitur ist: Clara. Bevor ich mir nun ein Urteil über den Roman selbst erlaube, sei mir eine kurze Bemerkung zu der optischen Gestaltung des Buches gegönnt: Das Coverbild ist ein Traum! Nein wirklich, dieses wunderbar- warme Bild versprüht einen Hauch von Magie und Mystik und passt so wahnsinnig gut zu dem Thema der Geschichte, dass es mich unweigerlich auch im Geschäft in seinen Bann gezogen hätte. Wenn nur die Geschichte halten würde, was das Cover verspricht. Aber mehr dazu gleich, denn zuvor möchte ich noch einige Worte über etwas verlieren, das mir schon länger auf der Seele brennt. Beim Aufschlagen der ersten Seite war ich zunächst überrascht von der verhältnismäßig großen Schrift. Daran gewöhnt man sich während des Lesens, so viel sei gesagt, jedoch hat es mir bereits an diesem Punkt ein wenig meine Vorfreude auf den Roman getrübt. Mit etwas mehr als 200 Seiten ist dieser ohnehin nicht sehr umfangreich, doch bezieht man die groß gehaltene Schrift mit ein, bleiben dem Leser geschätzte 150- 170 „normale“ Seiten Lesevergnügen. Auch das ist für mich kein Argument, ein Buch beiseite zu legen, wenn man nun aber berücksichtigt, dass dieser hier beinahe 15 Euro kostet, suche ich als Konsument doch einen Grund dafür, warum es nicht auch eine handelsübliche Taschenbuchausgabe in kleinerem, handlichen Format zu einem etwas geringeren Preis getan hätte. Entscheidend jedoch ist die Geschichte und leider muss ich feststellen, dass mich die Geschichte zwar unterhalten, aber nicht nachhaltig ge- und berührt hat. Erzählt aus der tagebuchartig verfassten Perspektive Nicolas dringt der Leser durch mehrere Erzählebenen und –zeiten in das Geschehen vor und nach Éléonores Unfall ein und begleitet den Protagonisten auf seiner Suche nach der Partitur und nach jemandem, der bereit dazu ist, sein Leben für Éléonores zu opfern. Was im ersten Augenblick nach einer transzendent anmutenden Reise gegen die Zeit à la Dan Brown klingt, entpuppt sich zunehmend als Nicolas persönliche Hetzjagd  gegen sein schlechtes Gewissen und für die Hoffnung, denn diese stirbt bekanntlich zu letzt. Untermalt von immer stärker werdenden Sprüngen in Ort und Zeit, von kleineren und größeren Erzähllücken und einem sich stetig reduzierenden ausschweifend- blumigen Erzählstil fühlt sich auch bald der Leser durch Rom und Paris getrieben- mir persönlich fehlte schon früh der Zugang zu den Charakteren, insbesondere dem für meinen Geschmack zu unreflektiert und geradezu wahnhaft handelnden Nicolas. Größtes Manko ist für mich aber die auffallend große Anzahl an „Nebengeschehen“, die in die ohnehin schon knappe Geschichte eingeflochten wurden und mehr Fragen aufwerfen, als sie zu klären vermögen. Warum Afrika? Wieso meldet sich Nicolas Vater ausgerechnet jetzt? Ein paar Seiten mehr hätten der Geschichte sichtlich gut getan, so bleibt es bei einer netten Leseerfahrung, die sich leider nicht dauerhaft festsetzen wird, obgleich in der Idee deutlich mehr Potenzial steckte. „Was man liebt, soll man nicht halten“ sagte einst Napoleon Bonaparte und für mich ist dies die Erkenntnis des Romans, die ich auch Nicolas  gewünscht habe.

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