Austin Wright

 3.9 Sterne bei 38 Bewertungen
Autor von Tony & Susan, Tony & Susan und weiteren Büchern.

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Austin WrightTony & Susan
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Tony & Susan
Tony & Susan
 (22)
Erschienen am 21.05.2012
Austin WrightTony & Susan
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Tony & Susan
Tony & Susan
 (12)
Erschienen am 10.02.2014
Austin WrightTony und Susan.
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Tony und Susan.
Austin WrightTony & Susan: Roman
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Tony & Susan: Roman
Tony & Susan: Roman
 (0)
Erschienen am 21.05.2012
Austin WrightTony and Susan
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Tony and Susan
Tony and Susan
 (3)
Erschienen am 11.08.2011
Austin WrightTony und Susan
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Tony und Susan
Austin WrightTres noches
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Tres noches
Tres noches
 (0)
Erschienen am 01.05.2014
Austin WrightNocturnal Animals: Film tie-in originally published as Tony and Susan
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Nocturnal Animals: Film tie-in originally published as Tony and Susan

Neue Rezensionen zu Austin Wright

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ulrikerabes avatar

Rezension zu "Tony & Susan" von Austin Wright

Nächtliche Tiere
ulrikerabevor einem Jahr

Susan ist wohlsituierte Hausfrau, Mutter von pubertierenden Kindern, versorgt verheiratet, als sie eines Tages völlig unmotivierte ein Buchmanuskript ihres Exmannes erhält. Mit Edward war Susan verheiratet, als sie noch sehr jung war, ewig schon hatte sie keine Kontakt mehr zu ihm, gar nicht mehr an ihn gedacht.
Edwards Buch zieht sie bald in einen verwirrenden Strudel von Gewalt. Realität und Fiktion beginnen sich langsam zu vermischen.
Tony und Susan ist eine sehr stark atmosphärische Buch-im-Buch Geschichte, wobei das Manuskript über Tony und seine Familie im Vordergrund steht. Tonys Story ist eine Geschichte einer Entführung, die in Vergewaltigung und Mord endet. So wie Susan beginnt der Leser Parallelen zu Susans Leben zu suchen. Gleichzeitig leidet man mit Tony, dem Protagonisten des Manuskriptes, wegen seines schrecklichen Verlustes mit, genauso wie man sich über seine Passivität und Unzulänglichkeit ärgert. Die Machtlosigkeit des Mannes gegenüber dem Verbrechen ist fast körperlich spürbar. Als Pendant wird Tony ein Detektive gegenübergestellt, raubeinig, höchst skrupellos, unmoralisch. Eine grausame brutale Wirklichkeit holt Tony, den Intellektuellen zart besaiteten ein bis zum eskalierenden Schluss.
Kryptisch bleibt immer wieder die Frage, was Susan mit der ganzen Sache zu tun haben soll, letztlich bleibt sie mit ihren Fragen übrig.
Auch wenn es in diesem Buch vordergründig um die Aufklärung eines Verbrechens geht, wird ein Leser in Erwartung eines Krimis vielleicht enttäuscht werden. Dieses Buch ist vielschichtiger, Fragen zur Moral, Recht sind Gerechtigkeit werden aufgeworfen.
Austin Wrights Roman heißt lapidar Tony und Susan, das Manuskript „Nocturnal Animals“, ein Titel der den Kern trifft. Wann bleibt der Mensch noch ein Mensch, wann wendet er sich von moralischen Wertvorstellungen ab, in welche finstere Extremsituation muss man kommen, um seine Menschlichkeit abzulegen. Bei diesen Fragen wünscht man sich, niemals in de Position kommen zu müssen, darüber nachzudenken.
Wer den dazugehörigen Film Nocturnal Animals von Tom Ford sehen will, dem bleibt es unbenommen, sollte sich über einige Adaptionen nicht wundern.

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Sturmherzs avatar

Rezension zu "Tony & Susan" von Austin Wright

Nachttiere
Sturmherzvor einem Jahr

Susan bekommt ein Manuskript von ihrem Exmann um es zu lesen, denn ihre Meinung ist ihm wichtig, so scheint es zumindest.
Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeiten, was es manchmal etwas schwierig macht zu verstehen wo man gerade steht.
Da ist einerseits die Geschichte des noch nicht veröffentlichten Buches, in dem es um Gewalt, Entführung und die Machtlosigkeit und Schwachheit eines Ehemannes geht. Dann ist da die Geschichte um eine Ehe in derer sich die Ehepartner nicht ebenbürtig sind und dann ist da noch die Gegenwart, wieder eine Ehe die für Aussenstehenden perfekt scheint, jedoch in sich zerrissen und kaputt ist.
Atmosphärisch, brutal und regt lange nach dem fertig lesen zum Nachdenken an.

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Rezension zu "Tony & Susan" von Austin Wright

"Tony & Susan" von Austin Wright
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Erst das Buch lesen, dann den Film schauen – das ist normalerweise meine Vorgehensweise. Doch ab und an läuft es auch umgekehrt ab, wie in dem Fall von „Tony & Susan“ von Austin Wright. Bevor ich den Film „Nocturnal Animals“ im Kino gesehen habe, ist mir gar nicht bewusst gewesen, dass es dazu einen Roman gibt, aber nachdem mich der Film so irritiert, ein wenig verstört und vor allem voller Fragen zurückgelassen hat, habe ich ein wenig recherchiert und Google sei Dank, dieses Buch aus dem btb Verlag gefunden.

Das Grundgerüst der Geschichte ist relativ schnell erzählt. Susan bekommt von ihrem Ex-Mann Edward, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr gehabt hat, ein Manuskript geschickt. Edward, der sich bereits vor Jahren schon als Schriftsteller versucht hat, dabei aber kläglich gescheitert ist, (was gleichzeitig einer der Gründe dafür ist, warum die Beziehung zwischen Susan und Edward ebenfalls missglückt) versucht nun mit „Nachttiere“ einen Neustart. Das Manuskript soll die Wende in seiner „Karriere“ beschreiben und ihm endlich seinen wohlverdienten Erfolg bescheren. Susan, die zugleich besorgt und neugierig ist, liest sich in das Manuskript ein und gerät in einen tiefen Sog um die darin enthaltene Geschichte von Tony und dessen Familie, die während eines Ausflugs von zwielichtigen Männern von der Straße abgebracht werden, womit eine lange Reihe an sich überbietendem Unglück beginnt. „Nachttiere“ lässt Susan nicht mehr los. Sie kann fast nicht mehr unterscheiden, was Fiktion und was Realität ist und so beginnt sie sich Tony nahe zu fühlen, seinem Elend, seiner Unfähigkeit, seiner Wut und Verzweiflung – so nahe, dass sie beginnt, sich zu fragen, ob Edward auf eine verschlüsselte Art und Weise vielleicht sogar von ihr erzählt?


„Tony & Susan“ ist ein raffiniert und gut geschriebener Roman, der nicht nur Susan, sondern auch den Leser an seine Grenzen des möglich Denkbaren bringt. Was ist Wahrheit? Was ist Fiktion? Dieses literarische Spiel kommt zwar häufiger in Romanen vor, aber nicht immer glückt es auch. In dem Fall von „Tony & Susan“ gelingt es insofern, dass der Leser aufgrund der Perspektive, die er mit Susan einnimmt, sozusagen doppelt Leser ist. Einmal von außen betrachtet (die „normale“ Leseposition) und dann noch einmal im Lesevorgang selbst mit Susan, die als Figur des Romans wiederum einen Roman liest. Dadurch, dass die von Susan gelesene Geschichte „Nachttiere“ („Nocturnal Animals“, nachdem der Film später benannt wird) so spannend und erschütternd und vom Autor so gut inszeniert ist, wird nicht nur die Figur des Romans in den Sog der Geschichte gezogen, sondern auch wir als Leser. Vor und nach jedem Abschnitt des Manuskripts, das Susan liest, werden ihre Gedanken und Erlebnisse wiedergegeben, sodass man als Leser seine eigenen Gefühle beim Lesen von „Nachttiere“ mit denen Susans vergleichen kann und zusätzlich dem Rätsel um Susans und Edwards Vergangenheit auf die Spur kommt bzw. kommen möchte, denn dieses Geheimnis wird immer undurchsichtiger. Was ist damals mit Susan und Edward passiert? Und was ist mit Tony und seiner Familie geschehen? Zwei Erzählstränge, die den Roman „Tony & Susan“ ebenso spannend und erschütternd wirken lassen wie den Film „Nocturnal Animals“. Beides, Film und Buch, ist inhaltlich sogar relativ identisch (bis auf ein paar klug veränderte Details im Film, sodass der Film noch mehr mit Realität und Fantasie spielen kann).

Ich persönlich bin vom Buch fast schon ein wenig enttäuscht, da der Film so gut umgesetzt ist, dass mir „Tony & Susan“ kaum neue Erkenntnisse bringen kann. Offene Fragen, die ich nach „Nocturnal Animals“ gehabt habe, habe ich zum Teil noch immer, aber nichtsdestotrotz sind Buch und Film beide unbedingt lesens- und sehenswert. Vor allem, wenn man ein kluges Verwirrspiel, spannende Szenen, ein wenig verstörende Elemente und offene, fragen hinterlassende, aber dadurch zum Nachdenken anregende Geschichten mag. Lange hat mich kein Film und kein Roman mehr so sehr beschäftigt wie „Tony & Susan“ / „Nocturnal Animals“.

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