Anfangs dachte ich an ein klassisches Fantasy-Setting, aber was Avery Parker hier erschafft, ist viel komplexer.
Die Welt der Luftstädte und Midgard ist atemberaubend, futuristisch, aber mit einem mythischen Unterton, als würden Technik und alte Magie im selben Atemzug existieren. Der Weltenaufbau ist unglaublich detailliert. Die Luftstädte wirken wie schwebende Königreiche, gleichzeitig kalt und schön, während Midgard eine ganz andere, bodenständige Energie hat. Man versteht, warum diese Gesellschaft so funktioniert, wie sie funktioniert.
Kitty ist ein Mädchen, das zwischen Pflicht, Herkunft und Liebe zerrieben wird. Sie sucht ihren Platz dazwischen und den richtigen für ihr Herz. Greyson ist undurchschaubar, am Ende mochte ich ihn richtig, weil er ein toller Kerl ist, und Roon bringt eine ganz eigene Wärme hinein. Kittys Beziehung zu Greyson ist ein Wechselspiel aus Kontrolle, Misstrauen und echter Zuneigung.
Der Schreibstil ist bildhaft, fast filmisch, dicht und emotional, man ist mittendrin. Die Dialoge sind manchmal sanft, manchmal scharf wie Glas. Ganz besonders Pepper hat eine scharfe Zunge. Ich mochte, dass nichts schwarzweiß ist. Der Orden, Greyson, selbst Kittys Familie haben alle ihre Schattenseiten.
Ein Buch, das mich völlig hineingezogen, ich habe jede Seite verschlungen. Absolute Leseempfehlung.









