Awen Eibner Wellenflügel: Die Tiefen des Sees

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wellenflügel: Die Tiefen des Sees“ von Awen Eibner

Wasser ist nichts Besonderes. Steine sind es ebenso wenig. Umso interessanter, dass beide unverhofft in einem blauen Licht erstrahlen und ein junges Mädchen auf die Suche nach einer Antwort schicken, deren Frage es nicht kennt.   Magie ist tief in der Familie verwurzelt, doch klein ist die Anzahl derer, die der lebendige Beweis dafür sind. Gwyneira, die seit frühen Kindestagen eine enge Verbundenheit mit dem Wasser verspürt, aktiviert durch Zufall einen Zauber, der ihr Geheimnisse zu enthüllen verspricht, deren Ausmaße ihr Vorstellungsvermögen übersteigen. Während sie den Antworten nachjagt und längst vergessene Familiengeheimnisse aufdeckt, kämpft ihr ebenfalls magisch begabter Bruder Keanu mit vollkommen anderen Problemen. Nur wenige Monate nach seiner Volljährigkeit übernimmt er die Familienführung - ohne dabei zu bemerken, dass seine größte Sorge abseits der plötzlich auftauchenden Zauber liegt …

Hier kann man vollkommen in eine magische Welt eintauchen, in der es ein Geheimnis zu lüften gilt.

— Alondria
Alondria
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Es fehlt definitiv an Spannung

    Wellenflügel: Die Tiefen des Sees
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2017 um 13:41

    Awen Eibner entführt im ersten Band der Wellenflügel-Reihe, »Die Tiefen des Sees«, die Leser in ihre magische Welt. Hier dreht sich alles um Magie, die jedoch verpönt ist und Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden.Wasser ist nichts Besonderes. Steine sind es ebenso wenig. Umso interessanter, dass beide unverhofft in einem blauen Licht erstrahlen und ein junges Mädchen auf die Suche nach einer Antwort schicken, deren Frage es nicht kennt.Magie ist tief in der Familie verwurzelt, doch klein ist die Anzahl derer, die der lebendige Beweis dafür sind. Gwyneira, die seit frühen Kindestagen eine enge Verbundenheit mit dem Wasser verspürt, aktiviert durch Zufall einen Zauber, der ihr Geheimnisse zu enthüllen verspricht, deren Ausmaße ihr Vorstellungsvermögen übersteigen. Während sie den Antworten nachjagt und längst vergessene Familiengeheimnisse aufdeckt, kämpft ihr ebenfalls magisch begabter Bruder Keanu mit vollkommen anderen Problemen. Nur wenige Monate nach seiner Volljährigkeit übernimmt er die Familienführung – ohne dabei zu bemerken, dass seine größte Sorge abseits der plötzlich auftauchenden Zauber liegt …[Quelle: Klappentext]Die Autorin wendet ausgesprochen viel Zeit auf die Ausarbeitung ihres Magiesystems. Da gerade High-Fantasy-Romane davon leben, ist das per se nichts Schlechtes. Tatsächlich ist es ihr auch gelungen, sich damit aus der Masse der Fantasy ein wenig abzuheben und etwas mehr oder weniger Eigenes zu schaffen.Weniger wäre in diesem und in einigen anderen Fällen jedoch durchaus mehr gewesen. Es wirkt nicht selten so, als wolle die Autorin regelrecht dozieren, während sie über mehrere Seiten hinweg die verschiedensten Aspekte der Magie erläutert und wie sie mit Gwyneiras Familie verbunden sind. Das hat zumindest bei mir den eher negativen Aspekt, dass ich ziemlich schnell abschalte und dem Text nicht einmal mehr ansatzweise so aufmerksam folge, wie er es eigentlich verdient hätte.Selbiges gilt übrigens auch für Naturbeschreibungen wie Landschaft und insbesondere Wetter. Der Einstieg stellt eine Beschreibung eines Unwetters, die durchaus sehr bildhaft gelungen ist, aber teils doch etwas sehr, nun, gewichtig, vielleicht sogar mit Hang zum Schwulst. Einen Ticken weniger davon hätte dem sicher gut getan und es hätte nicht so mächtig gewirkt. Abgesehen davon halte ich Einstiege mit Wetterbeschreibungen oder Uhrzeiten (»Es war Nacht«, eine Schreibsünde, der ich mich früher auch schuldig machte) generell nicht für die Originellsten, aber das mag Geschmackssache sein.Die Charaktere, teils auch die Nebencharaktere, sind alle sehr differenziert charakterisiert, teils sogar sehr deutlich nach Lehrplan. Das ist per se ebenfalls nichts Schlechtes; Brandon Sandersons Hauptcharaktere funktionieren meist ebenfalls nach Schema A. Es wird nur dann problematisch, wenn man vom Steckbrief abweicht. Das war hier in einer Szene der Fall. Zuerst schmiedet Keanu einen spannenden und riskanten Plan, um seinem Onkel ganz subtil die Leitung der Familie aus den Händen zu nehmen … und dann geht er einfach zu ihm hin und verkündet, dass er nun das Familienoberhaupt ist. Der Onkel nimmt das einfach so hin und muckt nicht auf. Abgesehen davon ließen sich keine weiteren Logiklücken ausmachen.Mir persönlich kam das Ende viel zu plötzlich. Ich hatte sogar einige Male irritiert vor- und zurückgeblättert, um mich zu versichern, dass das wirklich das Ende war. Die Ursache dafür liegt im vielleicht größten Problem des Romans nebst seiner ausführlichen Beschreibung der Magie: Es fehlt jeglicher Spannungsbogen. Wir haben keinen wirklichen Antagonisten, es ist nicht einmal klar, ob irgendwer das Potenzial dazu hat. Es schwingt zwar stets untergründig mit, dass die Magiebegabung der Protagonisten ihnen zum Problem werden kann, das ist jedoch einfach nicht genug, um die Spannung über den gesamten Roman hin aufrecht zu erhalten. Um genau zu sein gab es einfach keine Spannung. Interessant wurde es erst gegen Ende, als Gwyneira Nachforschungen über den Tod ihres Vaters anstellt und dabei einige Dinge ausgräbt, die in den Folgebänden recht brisant werden könnten. Der erste Teil jedoch glänzt vor allem durch sein Dahintümpeln.Zumindest ein, zwei Szenen hatten die dröge Handlung dann doch aufgelockert. Schmunzeln musste ich, als Gwyneira das erste Mal ihre Wassermagie erprobt. „Formus Tropfus!“, ruft sie da aus, was schon recht niedlich wirkt. Außerdem reflektiert sie dabei über diverse Sprachen der Magier und deren Angewohnheiten, Phoneme zu Lexemen ohne semantischen Inhalt zu formen – zu Deutsch: Buchstabensalate in den Fantasysprachen. Ein wenig musste ich da schon schmunzeln, weil hier ein leises Echo der Autorin und ihrer Meinung zu Sprachen in der Fantasy wiederklingt – die ich übrigens teile, da ich ohnehin für mehr Linguistik in der Fantasy bin und mich diese sinnlosen Buchstabensalate auch stören.Es gibt da einen Charakter, der sehr speziell ist: Siraes. Seine Denkweise ist ausgesprochen speziell, fast schon bizarr. Es mag daran liegen, dass ich zurzeit ebenfalls Terry Pratchett lese, aber irgendwie hätte Siraes auch gut in die Scheibenwelt gepasst. Es ist zweifelsohne ein wenig anstrengend, ihm beim Lesen zu folgen, aber die Autorin hat ihn einfach wunderbar dargestellt und die andersartige Funktionsweise seines Geistes wirklich toll illustriert.»Die Tiefen des Sees« hat auf jeden Fall Potenzial. Besonders schwächelt es jedoch noch am Spannungsaufbau und am zu ausführlichen Dozieren über das Magiesystem. Letzteres hätte man mit Sicherheit eleganter in den Text und in die Handlung einbauen können. Bleibt zu hoffen, dass diese Schwächen in den kommenden beiden Teilen insbesondere durch einen klaren Konflikt ausgemerzt werden.Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

    Mehr
  • [Rezension] Awen Eibner: Wellenflügel - Die Tiefen des Sees

    Wellenflügel: Die Tiefen des Sees
    Alondria

    Alondria

    30. January 2017 um 13:48

    Das Buch Wasser ist nichts Besonderes. Steine sind es ebenso wenig. Umso interessanter, dass beide unverhofft in einem blauen Licht erstrahlen und ein junges Mädchen auf die Suche nach einer Antwort schicken, deren Frage es nicht kennt.Magie ist tief in der Familie verwurzelt, doch klein ist die Anzahl derer, die der lebendige Beweis dafür sind. Gwyneira, die seit frühen Kindestagen eine enge Verbundenheit mit dem Wasser verspürt, aktiviert durch Zufall einen Zauber, der ihr Geheimnisse zu enthüllen verspricht, deren Ausmaße ihr Vorstellungsvermögen übersteigen. Während sie den Antworten nachjagt und längst vergessene Familiengeheimnisse aufdeckt, kämpft ihr ebenfalls magisch begabter Bruder Keanu mit vollkommen anderen Problemen. Nur wenige Monate nach seiner Volljährigkeit übernimmt er die Familienführung – ohne dabei zu bemerken, dass seine größte Sorge abseits der plötzlichen auftauchenden Zauber liegt … Meine Meinung Awen Eibner hat mit Wellenflügel einen tollen Fantasy-Roman für Jugendliche und junge Erwachsene geschaffen, bei dem es dem Leser möglich ist, in eine Welt voller Magie einzutauchen. Ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Sätze sind (bis auf ein, zwei Ausnahmen) nicht zu lang oder zu verschachtelt. Durch ihre Art zu schreiben lässt die Autorin Gwyneiras Welt für den Leser real werden.Die Protagonisten - allen voran natürlich die Hauptfigur Gwyneira - sind authentisch dargestellt und werden detailreich vorgestellt und dem Leser nähergebracht. So kann man schnell Zugang zu ihnen finden und für sich selbst entscheiden, wen man sympathisch findet und wen nicht. Im Laufe der Geschichte entwickeln sich die Charaktere weiter, was dem Ganzen etwas Spannendes gibt.Um beim Thema Spannung zu bleiben: die Story an sich. Ein junges Mädchen, das irgendwie anders ist als alle um sie herum, entdeckt im Geheimen eine in ihr sitzende Magie. Ihr Ziel: dem Geheimnis um diese Magie auf die Spur kommen und Antworten auf offene Fragen finden. Awen Eibner schafft es hier, auf 344 Seiten viel geschehen zu lassen, ohne dass es sich beim Lesen nach "viel" anfühlt. Das Buch ist schnell gelesen und plötzlich denkt man sich: "Oh, schon zu Ende?".Auch der "Anhang" ist interessant. Es handelt sich dabei um Aufzeichnungen eine Rats über die "Menschenlande": eine Beschreibung der geographischen Beschaffenheit, der Kultur und Magie der Menschen. Hier hätte ich mir allerdings gewünscht, dass diese Auszüge direkt im Anschluss an die eigentliche Story zu finden sind und nicht erst nach dem Personenverzeichnis, das das Buch für mich ja irgendwie schon abschließt. Fazit Diesen Fantasy-Roman kann ich guten Gewissens jedem High-Fantasy-Fan empfehlen, der eine Welt voller Magie genauso zu schätzen weiß wie ich. Man kann völlig in diese Welt abtauchen und es macht wirklich Spaß, mit Gwyneira das Familiengeheimnis zu lüften!

    Mehr