Axel Brauns

 4.4 Sterne bei 208 Bewertungen
Autor von Buntschatten und Fledermäuse, Kraniche und Klopfer und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Axel Brauns

Axel Brauns wurde am 183. Tag des Jahres 1963 in Hamburg geboren. 1984 brach er sein Jurastudium ab, um Schriftsteller zu werden. Für seine Geduld im Kampf gegen den Autismus wird Axel Brauns belohnt: Für einen Auszug aus »Buntschatten und Fledermäuse« gewann er den Förderpreis der Stadt Hamburg 2000. Im Sommer 2002 hat Axel Brauns seine Ausbildung als Steuerfachangestellter abgeschlossen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Axel Brauns

Cover des Buches Buntschatten und Fledermäuse9783442152445

Buntschatten und Fledermäuse

 (163)
Erschienen am 01.02.2004
Cover des Buches Kraniche und Klopfer9783442461189

Kraniche und Klopfer

 (37)
Erschienen am 14.08.2006
Cover des Buches Tag der Jagd9783455005868

Tag der Jagd

 (4)
Erschienen am 01.03.2006

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Rezension zu "Buntschatten und Fledermäuse" von Axel Brauns

Eintauchen in eine Welt voller Buntschatten und Fledermäuse
Ela1993vor 2 Monaten

    


Es ist schwer meine Gedanken zu diesem Buch in Worte zu fassen.
Axel Braun zeigt in seinem Buch wie es ist als Autist in einer Welt voller Buntschatten und Fledermäuse aufzuwachsen ohne dabei seine Diagnose wirklich zu nennen. Das Wort "autistisch" kommt tatsächlich nur in einem Kapitel vor. Dafür ist das Buch durch zahlreiche Neologismen, wie z. B. "dreigut" und "wischeln" geprägt.
Ich fand es durchaus interessant in den Kopf des Autors eintauchen zu können und fühle mich vielleicht ein bisschen wie er, wenn ich nicht alles direkt verstand.
Sein Werdegang ist definitiv beeindruckend, aber dennoch fand ich es zwischenzeitlich sehr anstrengend zu lesen

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Rezension zu "Buntschatten und Fledermäuse" von Axel Brauns

Tiefer Einblick in das „Leben in einer anderen Welt“
Mary2vor einem Jahr

Axel Brauns ist Autist mit dem Asperger-Syndrom und berichtet autobiografisch über seine Kindheit und Jugend in den Jahren 1965 bis 1983. Schon allein, dass ein  Autist seine Lebensgeschichte beschreibt, ist bemerkenswert. Entstanden ist dabei ein höchst interessanter Einblick in eine Lebens- und Gefühlswelt, die den meisten Menschen unbekannt ist.

 

Das Kind Axel kann sich keine Gesichter merken, Sprache nimmt er als Geräusch wahr und Gefühle seiner Mitmenschen kann er nicht einordnen. Dagegen machen ihn Zahlen und Straßenschilder froh, findet er Zufriedenheit in immer wiederkehrenden Abläufen. Größere Menschengruppen sind eine Herausforderung für ihn und die Schulzeit daher nicht einfach zu bewältigen.

 

Axel Brauns hat schriftstellerisches Talent und so gelingt es, einen eindrucksvollen Einblick in seine Welt zu erlangen. Zahlreiche Wort-Neuschöpfungen, die seine Kinderzeit prägten, haben Eingang in das Buch gefunden: Die Mutter wird „Haha“ genannt, der Bruder „Heimer“, besonders positive Erlebnisse sind „zweigut“ oder „dreigut“. In die spezielle Sprache des Autors muss man sich einlesen, sie gehört aber ganz wesentlich zum Gesamteindruck des Buches. Dabei kommt das Werk ohne den Begriff „Autismus“ aus – der damaligen Zeit entsprechend, als diese Besonderheit noch keinen Namen hatte. Auch von einer Störung oder Krankheit wird nicht gesprochen, eher von einem Leben auf einem anderen Planeten oder in einer Parallelwelt.

 

Beeindruckend ist, wie es Axel zunehmend gelingt, sich zurechtzufinden in der Welt der Menschen, die nicht „gefühlstaub“ sind. Als Erwachsener erlernt er schließlich einen Beruf, kann seinen Lebensunterhalt bestreiten und eignet sich Kenntnisse an, die hilfreich im Zusammenleben mit anderen Menschen sind. In diesem Sinn bleibt nach der Lektüre ein positiver Eindruck.

 

Insgesamt eine gut zu lesende Biografie, die viel Verständnis für Menschen mit Asperger-Syndrom weckt. Daneben auch ein Zeitporträt der 70er und 80er Jahre.

Volle Leseempfehlung und fünf Sterne für dieses ungewöhnliche Werk.

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Rezension zu "Buntschatten und Fledermäuse" von Axel Brauns

Buntschatten und Fledermäuse
LeesBuechervor 3 Jahren

Huhu ihr Lieben!

Vorab möchte ich einmal sagen, dass es mir immer schwer fällt Autobiografien, oder Biografien generell, zu bewerten, denn es hat auch immer so ein bisschen den Beigeschmack der Bewertung eines ganzen Lebens. Das möchte ich hier natürlich keinesfalls tun, weshalb sich die vier Sterne ausschließlich auf den Schreibstil und die Verständlichkeit beziehen.

In Buntschatten und Fledermäuse gibt uns Axel Brauns einen Einblick in die ersten zwanzig Jahre seines Lebens, die so ganz anders abgelaufen sind als wir das kennen. Als Autist in einer Zeit zu leben in der Autismus noch nicht großflächig bekannt war hat Axel Brauns immer wieder vor Hindernisse und Unverständlichkeiten gestellt. Er selbst sagt in seinem Buch dazu:

Das Leben im Autismus ist eine miserable Vorbereitung für das Leben in einer Welt ohne Autismus.
(Seite 9)

Viele dieser Unverständlichkeiten kann man in seinem Buch aus erster Hand erleben. Für Axel Brauns hatten, und haben immer noch, viele Worte keinen Klang also keine Bedeutung. Das heißt egal wie oft er sie hört oder vorgesprochen bekommt, er kann sie sich einfach nicht merken, denn sie haben in seiner Welt keine Bedeutung. Wie zum Beispiel der Beruf seines Vaters, der von ihm stets als "Keinjournalist" betitelt wird. Alles was er hört ist ein Geräusch, etwas das er imitieren kann solange er es hört, aber danach sofort aus seinem Gedächtnis verschwindet. In seiner Autobiografie gibt es viele Stellen an denen einfach Geräusch steht, sodass es mir teilweise schwer gefallen ist herauszufinden um was es im Moment geht. Eine sehr erleuchtende Tatsache, denn wenn sie mir in einem anderen Kontext begegnen würden, dann könnte ich sie wahrscheinlich ohne weitere Probleme zuordnen. Etwas das sehr oft aus den Augen verloren wird, nur weil wir verstehen was gesagt wird, heißt das noch lange nicht das es auch jeder andere versteht.

Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass dieses Buch keinesfalls stellvertretend für alle Autisten geschrieben wurde. Wie Axel Brauns in seinem Vorwort selbst anmerkt sind Autisten stark unterschiedlich. Manchen merkt man es an und manche kommen durch das Leben ohne das man ihnen den Autismus anmerkt.

Buntschatten und Fledermäuse war zwar ein Buch, das ich für die Uni lesen sollte, aber ich habe doch viel Spaß während dem Lesen gehabt. Der Schreibstil war super zu lesen, wenn auch stellenweise die Begriffe verwirrend waren. Es war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung und wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen.

Liebe Grüße

Lee.

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klingt sehr interessant - ganz lieben Dank - steht schon auf meinem Wunschzettel
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