Axel Fröhlich 75 Millionen $ für zu heißen Kaffee

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Inhaltsangabe zu „75 Millionen $ für zu heißen Kaffee“ von Axel Fröhlich

Wer kennt nicht die Geschichte vom verschütteten McDonald’s-Kaffee, der der ungeschickten Trinkerin ein Schmerzensgeld in Millionenhöhe einbrachte! Dies ist jedoch kein Einzelfall. Es gibt so manche verrückte Klage, die nur dazu dient, dem Kläger mit absurdesten Begründungen einen warmen Geldregen zu ermöglichen, andere wiederum sind schlicht unglaublich. Ob nun Rentner Wilfried Kalinka von seinem Nachbarn auf Schadensersatz verklagt wird, weil seine Bienen das Auto des Nachbarn mit klebrigen Ausscheidungen überzogen haben, oder eine Iranerin sich aus ihrer Ehe klagen will, weil ihr Mann sich nicht mehr duscht und unglaublich stinkt – dem Wahnsinn sind keine Grenzen gesetzt. Axel Fröhlich hat einen bunten Strauß an Absurditäten zusammengetragen, der Pflichtlektüre an jedem juristischen Institut werden sollte.

Ausführliche Auflistung "verrückter Klagen" in unterschiedliche Lebensbereicht unterteilt. Kann man lesen

— Deli
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Gut zu lesender, nicht trockener Streifzug durch das bizarre Panoptikum menschlicher Streitlust

— bibliophilist1985
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  • Rezension zu "75 Millionen $ für zu heißen Kaffee" von Axel Fröhlich

    75 Millionen $ für zu heißen Kaffee
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    13. October 2014 um 22:34

    Bücher über kuriose Gesetze sind beinah schon als eigene Unterkategorie des Buchmarktes anzusehen, wobei die von echten Rechtsverdrehern stammenden Werke mitunter allzu sehr auf Paragraphenreiterei und Details versessen daherkommen und damit den potentiellen Spaß häufig verhüten oder die Gesetze aus schon so altertümlichen Zeiten stammen, dass sich der Unterhaltungswert lediglich in sich wiederholenden, eigentlich gar nicht komischen Standesdünkeln und sexistischen Gesetzestexten erschöpft. Wobei der Schwerpunkt der Lektüre in diesem Fall ohnehin eher vom rein legislativen Herunterrattern zusammengetragener juristischer Schriften hin zum ebenso spaßigen Anwenden selbiger tendiert. Es stehen die Klagsgründe, Urteilsbegründungen und die hochgradig unterhaltsamen Wege dorthin im Vordergrund. Gerade durch die Form der kurzen Geschichten in denen die Fälle präsentiert werden, eröffnet sich diese fremde Welt für Laien wesentlich einfacher als in, mit noch dazu mit Fachwörtern verminten und kilometerlangen Sätzen gespickten, Büchern ähnlichen Konzepts. Dagegen ist die schnelle und auch leicht häppchenweise zu genießende Fahrt durch die gerichtlichen Untiefen dieses Werks übersichtlich, gut durchgemischt und mit bisher unentschiedenen und gefälschten Fällen garniert, um der Abwechslung genüge zu tun. Welch Abgründe sich eröffnen, wenn in verschiedenen Kapiteln wie Urlaub, Verkehr und Auto, Kinder, Lehrer, Beziehungen, Prominente, Nordamerikaner, Tiere, Kinder und Nachbarschaft die Mahnungen, Klagen, Anzeigen und Urteile nur so fliegen, kann man als nicht selbst Angezeigter als Anlass zur Heiterkeit nehmen. Was hingegen die Betroffenen und speziell die Beklagten mitunter mitmachen müssen, wenn sie, mit den abstrusesten Anschuldigungen konfrontiert, möglicherweise erheblichen finanziellen Belastungen ausgesetzt sein könnten, ist eine ernstere Thematik. Solange angerichteter Schaden und Wiedergutmachung in einem halbwegs ausgeglichenen Verhältnis stehen, mag die eine oder andere Klageerhebung ja noch durchgehen. Nur wenn die Existenz eines Menschen durch an den Haaren herbeigezogene Beschuldigungsgründe ernsthaft gefährdet wird, ist die Grenze zur Heiterkeit überschritten. Daher muten auch jene Fälle, in denen aus extremer Borniertheit und Stockkonservativismus, oder im Gegenteil aus zu liberaler und leichtsinniger Gesinnung heraus ernste und langwierige Rechtsstreitigkeiten provoziert werden, nicht ganz so kurzweilig, wie die alle Beteiligten relativ schadfrei ausgehen lassenden Episoden, an. Im Gegensatz dazu kann hingegen man bei den Klagen gegen Konzerne, aufgrund des von jenen auch nicht einwandfreien Umgangs mit der Wahrheit, die moralischen Bedenken hinsichtlich der Vertretbarkeit der Klagen leichten Herzens fahren lassen. Wenn Fettleibige Schnellimbissketten verklagen, weil diese sie anfixen und süchtig machen und sich daraus die nächste, an die Tabakfirmenklagen anmutende Prozessserie ankündigt, ist nichts daran auszusetzen. Immerhin soll es an dem funkelnden Werbebild der glücklichen, schlanken Fastfoodkinder und der vernünftig feiernden Feierabendbierkumpane in der Wirklichkeit auch schon den einen oder anderen überlieferten Kratzer gegeben haben. Insofern ist es ausgleichende Gerechtigkeit, wenn für die nicht immer subtile und vom Gesetzgeber akzeptierte Täuschung durch Marketing, Inhaltsangaben und etliche Konsorten, der Staat einmal auf der Seite des, ansonsten durch in diesem Fall dicken Finger schauenden, Klägers steht. Für den Einstieg in die Welt skurriler juristischer Juxe eine der am besten geeigneten Sammlungen mit der seligen Gewissheit, dass es augrund des Naturells der Spezies Mensch gewiss nie an Nachschub für immer neue Anekdoten mangeln wird.

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  • Rezension zu "75 Millionen $ für zu heißen Kaffee" von Axel Fröhlich

    75 Millionen $ für zu heißen Kaffee
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. October 2012 um 16:32

    "75 Millionen $ für zu heißen Kaffee" von Axel Fröhlich ist eine unterhaltsame Zusammenstellung skurriler, teils unglaublicher Klagen und Prozesse aus aller Welt. Diese sind thematisch in Kapitel unterteilt - wer's sich noch nicht gedacht hat: Klagen und Prozesse aus den USA haben ein eigenes Kapitel - das mit Abstand umfangreichste des Buchs. Klagen zu folgenden Themen hat der Autor in seinem Buch zusammengetragen: * Lehrer-Klagen * Ehe, Beziehungen und Familie * Promi-Klagen * Tierische Klagen * Senioren und Kinder * Nordamerikaner * Job und Arbeitswelt * Urlauber klagen * Verkehr und Auto * Nachbarschaft und Mieter * Zu guter Letzt: die bekanntesten Fake-Fälle Das Buch liest sich sehr angenehm und kann aufgrund der recht kompakten Schilderung der einzelnen Fälle auch gut jederzeit unterbrochen und wieder weiter gelesen werden. Ein Buch, um es in einem Rutsch zu lesen, ist es meines Erachtens aber nicht. Dafür wiederholt sich dann doch zu ähnliches immer wieder. Aber um immer wieder darin zu schmökern und sich von bizarren Klagen unterhalten zu lassen, dafür ist das Buch sehr gut geeignet. Sehr interessant finde ich das letzte Kapitel der Fake-Fälle. Hier untersucht der Autor den Wahrheitsgehalt einiger "berühmter" Klagen und Prozesse (wie die Katze in der Mikrowelle) und zeigt, dass nicht alles, was vor Gericht passiert sein soll, sich auch wirklich zugetragen hat. Von daher kann ich dieses Buch zur kurzweiligen Unterhaltung, zum Nebenher lesen gut empfehlen, macht Spaß.

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