Axel Hacke

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Axel Hacke

Lebenslauf von Axel Hacke

Der literarische Erziehungsberater: Der in Braunschweig geborene und aufgewachsene Autor Axel Hacke war viele Jahre lang als Redakteur, Autor und Reporter bei der „Süddeutschen Zeitung“ tätig, bevor er 1991/92 mit seinen Kolumnen-Sammlungen „Nächte mit Bosch“ und „Der kleine Erziehungsberater“ zum Publikumsliebling der deutschen Literaturszene wurde. Mit Ironie und Sprachwitz erzählt er in kurzen Texten von seinem turbulenten (Familien-)Alltag, den er am Abend gemeinsam mit seinem Kühlschrank Bosch Revue passieren lässt. Es folgten mehrere weitere Kolumnen-Sammlungen mit aussagekräftigen Titeln, wie zum Beispiel „Ich hab‘s euch immer schon gesagt“, „Auf mich hört ja keiner“ und „Das Beste aus meinem Leben“. Zu Höchstform läuft Axel Hacke bei seinen regelmäßig stattfindenden Lesereisen auf, die sich als echte Publikumsmagneten erweisen. Mit „Der weiße Neger Wumbaba“ veröffentlichte Hacke im Jahr 2004 eines seiner außerordentlich erfolgreichen Bücher, eine Sammlung falsch verstandener Liedtexte, an deren Erfolg er mit den Folgebänden „Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück“ (2007) und „Wumbabas Vermächtnis“ (2009) anknüpfte. Für sein Werk erhielt der Autor zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Egon-Erwin-Kisch-Preis (1987 und 1990) und den Kinderhörspielpreis des MDR (1996). Axel Hacke hat im wahren Leben eine große Familie. Mit seiner Frau und seinen vier Kindern lebt er in München und im Chiemgau.

Neue Bücher

Hackes Tierleben

Erscheint am 13.02.2019 als Buch bei Kunstmann, A.

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Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück

Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück

 (65)
Erschienen am 15.03.2007
Das Beste aus meinem Leben

Das Beste aus meinem Leben

 (33)
Erschienen am 20.10.2006
Der kleine Erziehungsberater

Der kleine Erziehungsberater

 (34)
Erschienen am 05.11.2010
Wofür stehst du?

Wofür stehst du?

 (34)
Erschienen am 01.12.2011
Deutschlandalbum

Deutschlandalbum

 (33)
Erschienen am 01.01.2005

Neue Rezensionen zu Axel Hacke

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Naibenaks avatar

Rezension zu "Der kleine König Dezember" von Axel Hacke

Ein philosophischer kleiner Schatz
Naibenakvor 11 Stunden

Der Erzähler dieser kleinen Geschichte ist ein ganz normaler "Insbürogeher" und nicht selten von einer Traurigkeit übermannt, die ihn manches Mal nahezu lähmt. Der Alltag - die "Realität" - lässt bei Erwachsenen aus verschiedensten Gründen so oft kaum mehr Platz für Fantasie, wie sie den Kindern noch so sehr zu eigen ist.

Eines Tages aber bekommt der Erzähler Besuch vom kleinen König Dezember II. -  dieser ist nur fingergroß und liebt es, an Gummibärchen zu knabbern :) Und er kommt daher mit so viel Fantasie und Weisheit im Gepäck, dass die Unterhaltung zwischen den beiden sehr oft staunen lässt. In der Welt des kleinen Königs wird man groß geboren, kann und weiß alles, und wird mit zunehmendem Alter immer kleiner. Dann vergisst man auch mal, wie Dinge heißen oder funktionieren, aber man hat so viel Freude am Dasein. Und irgendwann verschwindet man einfach. Oder anders: man wird Eins mit dem All... und ist demnach überall :)

Dieser kleine philosophische Schatz hat unheimlich viel zu entdecken. Man müsste ihn eigentlich immer wieder lesen, und würde jedes Mal Neues für sich finden. Groß ist das Thema "Träume". Was sind sie? Was bedeuten sie? Leben wir eigentlich wirklich in unseren Träumen oder leben wir in unserem Alltag? Schlafen wir eher am Tag, wenn wir arbeiten etc. und leben in der Nacht, wenn wir träumen? Ist man so groß wie man aussieht oder so klein wie man sich fühlt? Diese Fragen (und viele mehr) werden aufs Tapet gebracht und haben mich ein ums andere Mal sehr berührt und immer wieder innehalten lassen.

Fazit: Eine kleine, liebevoll erzählte, wunderschöne Geschichte mit viel Stoff zum Nachdenken und Philosophieren und dazu mit ganz zauberhaften Illustrationen! Auf jeden Fall ein Geschenktipp für die Adventszeit, wie ich finde :) Lest es! Es lohnt sich sehr.

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Wurm200s avatar

Rezension zu "Der kleine Erziehungsberater" von Axel Hacke

Der kleine Erziehungsberater (Sehr Gut)
Wurm200vor 5 Monaten

Axel Hacke

Der kleine Erziehungsberater

Kunstmann


Autor: Axel Hacke lebt als Schriftsteller und Kolumnist des Süddeutsche Zeitung Magazins in München. Er gehört zu den bekanntesten Autoren Deutschlands, seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien "Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen" (Kunstmann 2017). Mehr unter www.axelhacke.de (Quelle: Kunstmann)


Anmerkung: Bei diesem Buch ist keinerlei Inhaltsangabe möglich, wie man sie von mir gewöhnt ist. Dies liegt daran, dass es sich hierbei um eine “Sammlung” von kleinen Geschichten handelt. In diesem Geschichten schildert der Autor alltägliche Situationen, wie man sie als Elternteil kennt.


Das Buch besteht in seiner Gesamtheit aus 36 Kapiteln, die alle recht kurz gehalten sind. Diese Kürze trägt dazu bei, dass dieses Buch eigentlich recht gut für zwischendurch geeignet ist. Aufgrund der recht geringen Länge von 96 Seiten ist dieses Buch jedoch schon recht schnell am Ende. Damit passt das Buch aber sehr gut zum Titel, des es heißt ja auch “kleiner Erziehungsberater”. Außerdem trägt auch der gut und flüssig zu lesende Schreibstil des Autoren bei und sein toller Umgang mit den Wörtern (seine Rhetorik im Allgemeinen), dass man das Ende des Buches recht schnell erreicht. Wer bei dem Titel jedoch an einen Erziehungsberater gedacht hat, wird schon nach einigen Seiten enttäuscht sein, denn es werden (lediglich) Situationen aus dem Leben eines Vaters geschildert. Diese Situationen werden den Eltern unter den Lesern sicherlich bekannt vorkommen, denjenigen die noch vorhaben Eltern zu werden, könnten sie allerdings nochmals zum Nachdenken anregen (auch wenn sich recht gut herauslesen lässt, dass man nicht jeder der Erzählungen 100 % ernst nehmen sollte). Die verschiedenen Kapitel hängen dabei inhaltlich nicht zusammen und lesen sich wie kleine Episoden (fast so, wie kleine Sketche, die man aus dem TV kennt). Die Situationen beschreibt der Autor dabei sehr humorvoll und auch leicht überzogen. Ergänzt werden die verschiedenen Kapitel durch sehr liebevoll gestaltete Zeichnungen, die das Erzählte verbildlichen.

Zum Ende des Buches hin ändert das Buch die Thematik und beschäftigt sich mit Leserbriefen. Anhand dieser Leserbriefe wird das Buch nochmals kurz resümiert bzw. der Autor macht einen kurzen Rückblick auf das bisher Erzählte. Das Ende des Buches ist dann schon fast philosophisch und auch ein klein wenig traurig aber es passt zum Gesamtbild des Buches.


Cover:

Anmerkung: Da ich dieses Buch lange nach der Erstveröffentlichung lese und bespreche, hat dieses Buch schon ein anderes Cover im Laufe der Zeit bekommen. Ich werde hier auf das Cover meines Exemplars eingehen, aber auch kurz auf das Neue (so weit dies möglich ist).


Alt: Die Grundfarbe des Hardcovers ist gelb. Auf der Vorderseite sehen wir einige Zeichnungen, die zum Thema Kinder passen (Teddys, Roboter, …). Außerdem sehen wir auf dem Cover 2 Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Hier passt das gezeigte Cover, optimal zum Inhalt des Buches. In einem lila Kasten steht der Titel des Buches geschrieben. Auf der Rückseite setzt sich das Bild fort mit dem Spielzeug und einem weiteren Kind. Damit sind insgesamt drei Kinder abgebildet, die scheinbar die Kinder aus dem Buch sind.


Neu: Das neue Cover hat als Hintergrund eine Blümchentapete. Auf der Vorderseite sehen wir ein Bild an der Wand, welches offenbar den Vater der Familie zeigt. Dieser hält ermahnend, den Zeigefinger in die Luft. Unter diesem Bild steht ein Kind, welches die Zunge herausstreckt. Das Cover wirkt frischer als die alte Version und passt gut zum Inhalt des Buches.


Fazit: Bei keinem Buch ist der Satz “Eltern/Vater werden ist nicht schwer, Eltern/Vater sein dagegen sehr” passender, als es das bei diesem Buch der Fall ist. Die Erlebnisse als Vater schildert der Autor dabei so humorvoll und liebevoll, dass man im Nu am Ende des kleinen Büchleins angekommen ist. Das einzig Negative, was mir zu diesem Buch einfällt, ist die Tatsache, dass es einfach viel zu kurz ist (jedoch eignet es sich so besonders gut, für diejenigen Leser, die bereits Eltern sind und sich mit eben den geschilderten Situationen beschäftigen müssen und so unter Zeitmangel leiden). Von mir gibt es 5/5 Sterne.


Klappentext: "Als ich zum ersten Mal über mich schrieb, hielt ich mich für etwas Besonderes. Ich dachte, ich hätte eine besonders chaotische Familie. Ich hielt mich für besonders unfähig, Kinder zu erziehen. Ich hatte das Gefühl, niemand leide wie ich unter diesem - wie mir schien - doch sehr ungewöhnlichen Versagen. Dann kamen Briefe: 'Bei uns zu Hause ist alles genauso wie bei Ihnen.' Oder: 'Wissen Sie, ich empfand mich ebenfalls als einsam Scheiternden unter lauter Erfolgreichen. Nun lese ich von Ihrem Untergang. Wie das tröstet!' Mehr als einer Million Erziehungsberechtigten hat "Der kleine Erziehungsberater" seit seinem Erscheinen Trost und Erleichterung gespendet. (Quelle: Kunstmann)


Autor: Axel Hacke

Titel: Der kleine Erziehungsberater   

Verlag: Kunstmann

Genre: Humor

Seiten: 96

Preis:12,00

Veröffentlichung: 1992

ISBN: 978-3-88897-448-9

https://filme-buecher-mehr.de/

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Aliras avatar

Rezension zu "Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen" von Axel Hacke

Wie wollen wir miteinander umgehen?
Aliravor 6 Monaten

Der Text des Buches handelt vom Zusammenleben der Menschen und der immer wieder auftretenden Frage „Wie wollen wir miteinander umgehen?“ Gerade in Zeiten, die immer rauer werden, sollte sich jeder mit dem Begriff „Anstand“ auseinandersetzen. Und weil es für „Anstand“ viele Definitionen gibt, ein paar Zitate aus diesem absolut lesenswerten Buch:

Es geht, wenn es um Anstand geht, um eine grundsätzliche Solidarität mit anderen Menschen, ein Empfinden dafür, dass wir alle das Leben teilen, ein Gefühl, das für die großen und grundsätzlichen Fragen ganz genauso gilt wie für die kleinen, alltäglichen Situationen.

Alle populistischen Führer unserer Zeit finden ihren Anhang nicht nur unter denen, die den Anschluss an ein wirtschaftlich auskömmliches Leben schon verloren haben, sondern es gibt auch halbwegs gut Situierte, die Angst haben, dass sie schon bald nicht mehr so gut situiert sein könnten. Es geht um die Angst vor dem Absturz und das Gefühl, dass diese Angst nicht wahrgenommen wird.

2017 hat man untersucht, wie zu diesem Zeitpunkt die AfD ihre Anhänger rekrutierten: Die AfD fand Unterstützer aus der Mitte der Gesellschaft. Sie sei „die Partei der sich ausgeliefert fühlenden Durchschnittsverdiener“. Der Menschen, die große Angst vor Katastrophen und vor dem Gefühl, auf die gegenwärtige Politik einen Einfluss nehmen zu können. Und diese Zukunftsangst konzentriert sich auf einen Punkt: die Zuwanderer aus anderen Ländern.

Wenn man Angst hat, ist es sehr nützlich, sich diese Angst einzugestehen. Weil sie durch Unterdrücken nämlich noch viel größer wird. Das heißt auch, sie nicht für sich behalten, sondern sie mit anderen zu teilen. Zu erfahren, dass man damit nicht alleine ist. Zweitens hilft es, den Verstand einzuschalten, soferne das möglich ist. Das bedeutet, Realität ins Spiel zu bringen und vernünftig mit dieser Angst umzugehen, damit diese Angst nicht zu Hass wird.

Wir leben in Frieden, in Freiheit und zu einem großen Teil auch in Wohlstand. Wenn es um unser Zusammenleben geht, kann ein wenig Interesse für die, mit denen man zusammenleben muss oder sogar will, nicht schaden.

Wem die allgemeine Wirklichkeit zu unüberschaubar und unkontrollierbar ist, wer das Gefühl hat, in dieser Wirklichkeit ein Niemand zu sein, einer, der nicht gefragt wird und der nichts zu sagen hat und ohne Zugriff ist auf die Entwicklung des Lebens im Großen und im Kleinen, der baut sich seine eigene Wirklichkeit. Weil der Mensch sich selbst nicht aushält, wenn er sich als komplett bedeutungslos empfindet.

Die Selbstradikalisierung vieler Menschen: ihre Flucht in einen Hass auf alles Fremde und Ungewohnte; in Ernährungsweisen, von denen man sich am Ende nichts anderes als die Rettung der Welt erhofft; in einen Fitnesswahn, der in die komplette Ich-Fixierung führt; in den Wahn einer politischen Korrektheit, in der jeder umstellt ist von Sprachgesetzen, die es um jeden Preis einzuhalten gilt; das alles ist Ausdruck jener großen Suche nach Sicherheit und Selbstwertgefühl in einer zutiefst verunsichernden Zeit. Am Ende führt es (und hat natürlich schon geführt) zu Fanatismus, zur Verschließung gegenüber dem anderen und Neuen, zur Unfähigkeit, was die Auseinandersetzung mit anderen angeht.

Es geht darum: Was will ich eigentlich selbst? Man muss eine Haltung haben, man muss sie sich erarbeiten. Und es hilft reden. Es hilft der Versuch, zu überzeugen. Das hört nie auf. Und vielleicht heißt, seinen Verstand zu gebrauchen: zu verstehen, dass der andere seine Gründe hat, warum er sich verhält, wie er sich verhält, und versuchen, diese Gründe zu verstehen. Reden hilft immer.

Wir müssen gewisse Kompliziertheiten in unserer Welt aushalten und verstehen, dass sie nicht lösbar sind, obwohl man versuchen muss, sie zu lösen. Und dass man sich die Flucht ins Simple verbietet.

Die Dummheit als Gefühlsfehler, die ihren Ursprung in Furcht vor dem Leben, in Angst vor der Zukunft, ja in Panik hat. Und in der Unfähigkeit, damit auf andere Art als hassend umzugehen.

Bestimmten Leuten bringt man natürlich nie Anstand bei. Man muss nur zusehen, dass sie nirgendwo Oberhand gewinnen und den Ton bestimmen dürfen.

Menschen, die gar nicht unanständig sind, werden manchmal von den Unanständigen einfach mitgezogen.

Der Mensch ist ein Herdentier. Er passt sich dem an, was in seiner Herde gilt, an Normen und Standards des Verhaltens, ob man das gut findet oder nicht – und deswegen muss man aufpassen auf das, was gilt.

Zu den wirklichen Fähigkeiten des Menschen gehört: hinter sich zu lassen, was in anderen Jahrtausenden wichtig war für sein Überleben, jetzt aber nicht mehr wichtig ist. Hinauszuwachsen über seine Instinkte, seine unmittelbaren Gefühle, seine Bequemlichkeit und Faulheit und Neigung zur Seelendummheit, über seine Standardeinstellungen und default settings. Zu dem zu finden, was ihm auch gegeben ist, was er aber bisweilen erst einmal in sich suchen muss: das Verstehen und den Verstand, alles, was er an Größe in sich trägt.

Und dabei ist nicht nur von denen die Rede, die wir verstehen, die uns ähnlich sind, die wir mögen, mit denen wir sympathisieren, die unsere Ziele teilen, die ein Leben führen, das aussieht wie unseres. Sondern auch von den Feigen, den Verängstigten, den Unverschämten, den Dummen, den Lauten, den Leisen, den Störrischen, den Fremden, denen wir etwas schulden. Was schulden wir ihnen? Jedenfalls Respekt und den Versuch, zu verstehen. Anerkennung, Rücksicht, Wohlwollen, Freundlichkeit und jene Solidarität, die Grundlage dessen ist, was wir den menschlichen Anstand nennen könnten.

Der eine Sache jedes Einzelnen ist und damit eine Sache von uns allen.

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Axel Hacke wurde am 20. Januar 1956 in Braunschweig (Deutschland) geboren.

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