Axel Hacke Der kleine König Dezember

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Inhaltsangabe zu „Der kleine König Dezember“ von Axel Hacke

Der kleine König Dezember II. stand eines Tages plötzlich im Zimmer: Ächzend hatte er seinen fetten Bauch durch einen Spalt zwischen Bücherregal und Wand gequetscht, knabberte an einem Gummibärchen und beantwortete meine Fragen. Warum er so klein ist, nicht länger als ein Zeigefinger? In seiner Welt, hinter Regal und Wand, wird man groß geboren und dann kleiner und immer kleiner, bis der Kammerdiener einen morgens im Bett nicht mehr findet. Man kann am Anfang des Lebens schon lesen, schreiben, zurarbeitgehen, kompjutaprogrammieren und geschäftsessen. Je kleiner man wird, desto mehr vergißt man davon. Wenn einer nicht mehr geschäftsessen kann, muß er nicht mehr ins Büro kommen. Darf zu Hause bleiben und im Garten die Schatten für Gespenster halten, den Wolken Namen geben und seinen Teddybären anschreien. Die Kindheit liegt am Ende des Lebens, anders als bei uns.

Tolle Illustrationen und eine tiefsinnige Geschichte zum Schmunzeln. Einfache Lesbarkeit - geeignet für erwachsene Erstleser

— Sabine_Kruber
Sabine_Kruber

Ein Buch nach meinem Geschmack: Schön kurz aber mit viiieeel Inhalt. Ich wünschte, es gäbe mehr von solchen unaufgeblasenen Kleinoden :-)

— coonlight
coonlight

Einzigartig anrührend

— Huschdegutzel
Huschdegutzel

"Der kleine König Dezember" ist ein wahrlich einzigartiges Werk.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Ein ganz großer kleiner König

    Der kleine König Dezember
    KristinaTiemann

    KristinaTiemann

    13. April 2017 um 11:47

    "Bist du so groß, wie du aussiehst, oder so klein, wie du dich fühlst?" (S.38)Was für eine Frage! Es gibt Tage, an denen fühlt man sich so groß und stark und glücklich, dass man "Bäume ausreißen" könnte. Und dann gibt es Tage, da fühlt man sich klein, elend und unzulänglich. Und je älter man wird, umso mehr elende Tage gibt es. Warum ist das so? Und gab es diese Tage damals schon, als man noch klein war? Und als Kind im Garten verstecken spielte? Wo hinter den Blumen hübsche Elfen Zauberstaub versprühten und am Himmel riesige Drachen flogen ... Wenn man klein ist, denkt man über solche Dinge nicht nach. Kinder haben Fantasie und ob es Drachen wirklich gibt, spielt für sie keine Rolle. Wenn man größer wird, wird die Fantasie von der Realität in Schach gehalten und man verlernt das Träumen. Auf einmal kann man sich nicht mehr daran erinnern, dass man eigentlich Pilot oder Maler werden wollte, man schafft es immer weniger aus dem Korsett des Alltags raus. Wie schade!   In der Welt des kleinen Königs Dezember liegt die Kindheit am Ende des Lebens. Man wird groß geboren mit sämtlichen Fähigkeiten und wird dann immer kleiner und vergesslicher, bis einen am Ende keiner mehr sieht. Aber ob man dann noch da ist oder einfach verschwindet, weiß nicht einmal der kleine König ..."Am Ende bin ich nicht nur ein Teil von allem. Ich bin das All selbst, und die Sterne sind in mir", spekuliert er. (S. 38) Ist das Leben nicht viel schöner mit Fantasie und Träumen? - Jawoll! Was für eine bezaubernde kleine philosophische Geschichte mit einer ganz großen Wahrheit und tollen Illustrationen.P.S.: Frohe Ostern! Und übrigens, den Osterhasen gibt es wirklich :D

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  • Einzigartig anrührend

    Der kleine König Dezember
    Huschdegutzel

    Huschdegutzel

    Der kleine König Dezember II. stand eines Tages plötzlich im Zimmer: Ächzend hatte er seinen fetten Bauch durch einen Spalt zwischen Bücherregal und Wand gequetscht, knabberte an einem Gummibärchen und beantwortete meine Fragen. Warum er so klein ist, nicht länger als ein Zeigefinger? In seiner Welt, hinter Regal und Wand, wird man groß geboren und dann kleiner und immer kleiner, bis der Kammerdiener einen morgens im Bett nicht mehr findet. Man kann am Anfang des Lebens schon lesen, schreiben, zurarbeitgehen, kompjutaprogrammieren und geschäftsessen. Je kleiner man wird, desto mehr vergisst man davon. Wenn einer nicht mehr geschäftsessen kann, muss er nicht mehr ins Büro kommen. Darf zu Hause bleiben und im Garten die Schatten für Gespenster halten, den Wolken Namen geben und seinen Teddybären anschreien. Die Kindheit liegt am Ende des Lebens, anders als bei uns. So ein kleines unscheinbares Buch geht leider oft völlig zwischen seinen großen Brüdern und Schwestern unter - es verschwindet vor den Augen der Leser und das ist hier wirklich ganz besonders schade! Dieses Buch ist im besten Wortsinn ein Kleinod! Die liebevollen Bilder darin gehen ans Herz wie die Philosophie, die darin steckt. Unbedingte Leseempfehlung für jeden, der auch die Kleinigkeiten im Leben zu schätzen weiß!

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    • 2
    wandablue

    wandablue

    23. January 2015 um 20:15
  • Was wäre, wenn...

    Der kleine König Dezember
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. February 2014 um 20:21

    Axel Hackes „Der kleine König Dezember“ erschien erstmals 1993 im Kunstmann Verlag und enthält Illustrationen von Michael Sowa. Die Geschichte handelt von einem König, der so klein ist wie ein Zeigefinger und so fett, dass sich sein Mantel vor dem Bauch nicht mehr schließen lässt. Am liebsten isst er Gummibärchen und unterhält sich mit dem Ich-Erzähler. Oft fragt er diesen, ob er nicht etwas aus seinem Land erzählen könnte. Einmal antwortet der Erzähler: „Bei uns wird man klein geboren, und dann wird man immer größer, manchmal so groß wie ein Basketballspieler. Zum Schluß schrumpft man wieder ein bißchen ein. Dann kommt der Tod, und man ist weg.“ Das findet der kleine König unlogisch und fragt, warum es nicht genau andersrum sei, in seinem Land sei es so: Man wird ganz groß geboren und dann schrumpft man, bis man verschwindet. Der Erzähler kann sich so etwas natürlich nicht vorstellen, denn wie könnte man groß geboren werden? Wie sollte das möglich sein? In der Welt des kleinen Königs ist so etwas möglich, denn die Menschen dort wachen eines Tages einfach in einem Bett auf und gehen direkt zur Arbeit. Vom ersten Tag ihres Lebens an können sie alles: essen, gehen, lesen, schreiben, arbeiten. Aber von Jahr zu Jahr werden sie kleiner und vergessen immer mehr. Wenn sie nicht mehr zur Arbeit gehen können, dürfen sie zu Hause bleiben und Dinge tun, auf die sie Lust haben. „Je kleiner einer ist, desto mehr ist er Bestimmer, weil… weil er ja die größere Lebenserfahrung hat.“ Und die großen müssen ihm alle Fragen beantworten. Der Erzähler ist wahrlich verwundert: eine Kindheit am Ende des Lebens? Der kleine König versichert ihm, dass man auf diese Weise etwas hat, worauf man sich sein Leben lang freuen kann. Was ist Traum, was Wirklichkeit? Der kleine König definiert es auf seine ganz eigene Weise: „Also, du schläfst morgens ein und träumst den ganzen Tag, daß du ein Insbürogeher bist und daß du arbeitest, arbeitest und arbeitest. Und abends, wenn du ins Bett gegangen bist, wachst du auf und bist die ganze Nacht, was du wirklich bist. Mal ein Pilot und mal ein Ruderer und mal ein Wasweißich. Ist es nicht besser so herum?“ Was wäre, wenn? Die Gedanken, die in diesem Buch geäußert werden, sind sehr interessant geschrieben und bringen einen dazu, sich das eigene Leben auch mal ganz anders vorzustellen. Der kleine König wirkt mit seinen Aussagen so weise, dass man sich wünscht, die Geschichte würde noch lange so fortfahren. Aber leider ist diese schon nach 59 Seiten zu Ende. Ein kleiner Trost sind die wundervollen Illustrationen von Michael Sowa, die die Gedanken und Gefühle verdeutlichen, aber trotzdem noch genug Interpretationsfreiraum lassen. „Der kleine König Dezember“ ist ein wahrlich einzigartiges Werk. Alexa

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  • Der kleine König Dezember

    Der kleine König Dezember
    MissRose1989

    MissRose1989

    04. May 2013 um 20:40

    Eigene Meinung: Der kleine König Dezember findet seine Kindheit erst am Ende seines Lebens - und schrumpft dabei immer weiter. Durch die Begegnung mit dem lyrischen Ich des Märchens werden die Dinge, die wir in unserem Leben als normal oder selbstverständlich ansehen, in Frage gestellt. Durch das Lesen diese kleinen Buches kommt man automatisch zu Fragen, zu denen man im Alltag nie kommen würde und das macht den Reiz des Buches aus. Trotzdem gibt es einige phantastische Elemente, die die kleine Geschichte zu einem kleinen Lesevergnügen machen. Der kleine König ist extrem liebeswert und man muss ihn einfach mögen. Trotz seiner kleinen Gedächtnislücken, die sich auch im Buch immer wieder bemerkbar machen, und seiner manchmal etwas patzigen Art, ist er extrem wissbegierig. Ein besonders liebevolles Detail sind seine Träume, die er in Schachteln in seinem kleinen Zimmerchens aufbewahrt. Er hat jede Nacht die Möglichkeit einen anderen Traum aus einer Schachtel zu lassen... Seine Welt versucht er immer wieder auf die Welt der Menschen zu übertragen, aber durch seinen umgekehrten Lebensverlauf (der kleine König erwacht als Erwachsener König, der erst im Alter seine Kindheit durchlebt, während die Menschen als Kleinkind geboren werden und er mit dem Alter dazulernen). Die Lehre aus der kleinen Geschichte könnte man so beschreiben: Man soll das Träumen nicht verlernen und auch Tagträume sind extrem wichtig. Fazit:  Ein modernes Märchen - nicht nur für kleine sondern auch für große Kinder. Schenkt diese Buch einem Tagträumer oder einem Menschen, für den Träume eine große Bedeutung haben.

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  • Rezension zu "Der kleine König Dezember" von Axel Hacke

    Der kleine König Dezember
    Buecher-Wahn-Sinn

    Buecher-Wahn-Sinn

    26. August 2012 um 18:19

    Versteckt in einem Bücherregal findet der Erzähler, vom Beruf ein „Insbürogeher“, den kleinen König Dezember II. Dieser ist ein Nachfahre des Königs dritter Januar. Seit einiger Zeit kommt der kleine König Dezember, der nicht größer als ein Zeigefinger ist, den Menschen in seiner Wohnung besuchen. Der kleine König wohnt bei ihm in einem kleinen Mauerriss hinter dem Bücherregal. Gummibärchen, beinahe halb so groß, wie der König selbst, sind sein Leibgericht. Sie beginnen sich gegenseitig von ihren Welten zu erzählen. In der Welt des Königs wacht man eines Tages im Bett auf und kann sein Amt antreten. Mit der Zeit wird der König immer kleiner und kleiner, bis er nicht mehr zu sehen ist. Das Wissen wird ebenfalls kleiner und geringer. Umso erstaunter ist der König, dass es bei den Menschen andersherum ist. So beginnen sie allmählich Tag für Tag zu philosophieren. Sprachlich wird die Geschichte in einem verständlichen und bewusst naiven Ton erzählt. Es erinnert an kindliche Denkweisen, die wir Erwachsenen manchmal zu gern unterdrücken. Die Protagonisten philosophieren unter anderem über das wirkliche Leben und die Träume. „Stell es dir so vor“, sagte der König. „Du bist wirklich ein Pilot, der nicht fliegen kann, und an anderen Tagen ein rudernder, trauriger Mann und dann wieder bist du…ach was weiß ich. So ist das Leben. Das Leben beginnt abends, wenn man einschläft, und macht eine Pause, wenn man morgens aufwacht. Ihr müsst das Einschlafen Aufwachen nennen und das Aufwachen Einschlafen. Was bist du von Beruf?“ „Insbürogeher“, sagte ich. So setzt sich die Geschichte fort, immer wieder gibt der kleine König neue Sichtweisen für das Leben der Menschen. Dies gibt uns Mut daran zu glauben, dass die Welt nicht nur aus schwarzen und weißen Farben besteht. Der König führt uns zurück in das Kind-sein und weg von den sinnlosen und übermäßig vielem Grübeln. Der kleine König hat einmal zu mir gesagt: „Warum willst du hinter die Wände gucken, statt dir vorzustellen, was hinter den Wänden sein könnte? Warum willst du dich nicht hinsetzen und die Augen schließen und dir selbst die Bilder einer Welt ausdenken? Als du klein warst, konntest du es, mit offenen Augen sogar…“ Dieses Buch spricht nicht nur Kinder, sondern vor allem die Kinder in uns Erwachsenen an. Untermalt wird die Geschichte mit wunderschönen Bildern von Michael Sowa. Man kann beispielsweise mit einem Schmunzeln zur Arbeit gehen, wenn man von der Unlust gepackt wird, welche in der Geschichte als blauer, rauchender Drache dargestellt ist. Ein kleines Buch, das zu kurzen Momenten des Innehaltens anregt. Antworten auf philosophische Fragen findet man hier nicht – jedoch jede Menge Denkanstöße, die ganze Welt mit anderen Augen zu erfassen.

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  • Rezension zu "Der kleine König Dezember" von Axel Hacke

    Der kleine König Dezember
    variety

    variety

    01. January 2008 um 22:47

    Vielleicht "bräuchte jeder einen kleinen König und jede Menge Räume, handlich abgepackt", wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu diesem kleinen Büchlein meint. Mir hat die Geschichte sehr gefallen. Locker daher erzählt, mit genügend Humor und gleichzeitig Tiefgang, damit man auch als Beschenkter etwas davon hat! Einige Zitate gefällig? Hier: «Warum willst du hinter die Wände gucken, statt dir vorzustellen, was hinter den Wänden sein könnte?» -- «Denk selbst nach, oder hast du mich bloss erfunden, damit ich für dich denke und du dir selbst nichts mehr einfallen lassen musst?» -- «Und morgens, wenn ich augewacht bin, bleibe ich noch ein bisschen liegen und erinnere mich an die Nacht. Dann tue ich den Traum wieder in die Schachtel und stelle sie ins Regal zurück.» Zum Schmunzeln und Nachdenken bestens geeignet.

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