Axel Hacke , Michael Sowa Die Tage, die ich mit Gott verbrachte

(11)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(6)
(2)
(2)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“ von Axel Hacke

Wenn einer von einem fremden alten Mann von der Parkbank geschubst wird, auf die eine Sekunde später ein schwerer Glasglobus mit Metallfuß kracht, fängt er an sich zu wundern. War das Absicht, dass der Alte ihn gerettet hat? (Andernfalls wäre er ja tot gewesen, erschlagen von der Welt.) Und wer ist der Mann mit dem grauen Mantel, der jetzt dauernd auftaucht und Nähe sucht, ganz allgemein zu den Menschen, zum Erzähler aber im Besonderen? Er zieht in Hauswänden Schubladen auf, die vorher nicht da waren und in denen sich Welten verstecken, von denen auch niemand eine Ahnung hatte. Er lässt die steinernen Löwen vor der Feldherrnhalle durch Reifen springen und dirigiert kleine Regenwolken bei heiterstem Himmel herbei – und das ist alles nur der Anfang einer so großartigen wie versponnenen Geschichte voll seltsamster Ereignisse. Dieser melancholische Alte, der gerne ein Glas Champagner trinkt: Ist das Gott, der die Einsamkeit des Universums satt hat? Ist es möglich, dass einmal nicht die Menschen Trost bei Gott suchen, sondern er bei ihnen? Ausgerechnet in diesen Zeiten? Oder, mehr noch, sogar Verzeihung, Versöhnung angesichts der eigenen unvollkommenen Schöpfung? Gott: ein Spieler, ein Künstler, ein reuiger Mann? In diesem Fall gibt es einiges zu besprechen. Und zu bestaunen, in den Tagen mit Gott.

Eine kurzweilige Geschichte mit tollen Bildern, die auch zum Nachdenken anregt.

— StMoonlight
StMoonlight

Wunderschön!

— Isador
Isador

Lesen, ein wohltuendes Leseerlebnis. Schön, das es solche Bücher gibt. Kurzweilige, sinnreiche Geschichte. Als Geschenk hervorragend geeigne

— Schwalbe71
Schwalbe71

Auch wenn es den Anschein hat, es hat nichts mit Religion oder dem Christentum zu tun. Ich werd´s auf jeden Fall noch ein zweites Mal lesen!

— LenaLibria
LenaLibria

Fantasievoll und schön für zwischendurch

— Lovely90
Lovely90

Interessant sind nur die Bilder

— Milagro
Milagro

Dem Sinn Ihres Lebens kommen sie vielleicht näher, wenn sie dieses fantastische Büchlein lesen und sich darauf einlassen.

— JulesBarrois
JulesBarrois

Stöbern in Romane

Denunziation

Sehen eindringliche Kurzgeschichten über das Leben in Nordkorea. Für mich als Europäerin kaum vorstellbar, so zu leben. Sehr empfehlenswert!

Anne42

Die Tänzerin von Paris

Ein steter Bilder- und Gefühlsrausch!

Monika58097

Underground Railroad

Eine fesselnde Geschichte, welche die Railroad leider nur fiktiv beschreibt. Wer historischen Background erwartet, ist vielleicht enttäuscht

jewi

Sonntags in Trondheim

Ein ungewöhnliches Buch, der Schreibstil, die Familie, einfach alles ist seltsam, interessant, faszienierend und einfach ungewöhnlich.

Lesezeichenfee

Heimkehren

Sklaverei, Identität, Heimat und Rassismus verpackt in einen großartigen Familienroman

krimielse

Kukolka

Ergreifend und mit einer sympathischen Hauptfigur!

Daniel_Allertseder

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Und der Rüssel weist den Weg

    Die Tage, die ich mit Gott verbrachte
    StMoonlight

    StMoonlight

    09. August 2017 um 13:05

    Schon das schöne Cover des Schutzumschlages verrät dem Leser, dass es auch im Inneren sehr fantasievoll zugeht. Ähnlich diesem Bild finden sich auch im Buch selbst einige tolle Bilder, die ein wenig an Gemälde erinnern. Sie sind sehr liebevoll gestaltet und es gibt auf ihnen immer etwas zu entdecken. Die Geschichte beginnt überraschend normal: Ein Mann sitzt abends im Zug, auf dem Weg nach Hause, und betrachtet sich selbst im Fenster. Mit der Zeit verliert er sich jedoch in seiner Fantasie – und schon befindet sich nicht nur er, sondern auch der Leser, sich in einer Welt die irgendwie zwischen den Welten liegt. Dieser Mann, der stets einen Büroelefanten mit sich führt, plagen einige Gedanken und Fragen. Wie gut, dass Gott an seiner Seite ist und ihm die Antworten weist. Allerdings nicht durch einfaches Gerede, sondern dadurch, dass er ihm das eine oder andere zeigt. Und wer hätte es gedacht: Auch Gott hat seine Wehwehchen und benötigt am Ende sogar Trost von dem „Elefantenmann“. Die Dialoge, welche der Mann mit Gott – klassisch als alter Mann dargestellt – führt, sind nicht immer ernst, meist sogar recht humorvoll. Der Leser erfährt hier was Gott sich eigentlich so bei der Erschaffung der Welt – und des Menschen – gedacht hat und welche anderen Welten es davor noch gab. Bis ans Ende der Geschichte ist es kaum zu unterscheiden, was hier Fiktion, was Wirklichkeit ist. Die Auflösung kommt tatsächlich erst ganz am Ende – und überrascht in der Tat ein wenig. Der Schreibstil ist angenehm und ausschmückend. Durch die Detailreichen Beschreibungen, entsteht die Szene vor dem geistigen Auge des Lesers. Langweilig oder zu ausführlich sind sie dabei keinesfalls. ~°~ Fazit ~°~ Der Autor hat hier ein gutes Gleichgewicht zwischen Wirklichkeit und Fiktion gefunden. Eine kurzweilige Geschichte mit tollen Bildern, die auch zum Nachdenken anregt.

    Mehr
  • Zwiegespräch mit Gott

    Die Tage, die ich mit Gott verbrachte
    dominona

    dominona

    15. April 2017 um 23:30

    Ich mag es ja, wenn man sich das innere Kind bewahrt, aber hier war es schon fast ein bisschen viel, zumal ich nicht wusste, was mich erwartet und deshalb einen Moment brauchte um rein zu kommen. Das Buch war an einem Abend gelesen und die Ideen zu Gott selbst fand ich interessant, wenn auch nicht immer ganz nachvollziehbar. Ein kindlicher Zugang zu Themen, die uns Menschen schon lange beschäftigen, bietet hier einen interessanten Ansatz, aber das Ganze hätte man noch weiter ausführen können, denke ich. 

    Mehr
  • Die Tage, die ich mit Gott verbrachte

    Die Tage, die ich mit Gott verbrachte
    Wurm200

    Wurm200

    30. September 2016 um 16:58

    Axel Hacke Die Tage, die ich mit Gott verbrachte Kunstmann Autor: Axel Hacke lebt als Schriftsteller und Kolumnist des Süddeutsche Zeitung Magazins in München. Er gehört zu den bekanntesten Autoren Deutschlands, seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien Das kolumnistische Manifest. (Quelle: Kunstmann) Ein Mann, welcher aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt musste, befindet sich gerade auf dem Weg nach Hause. Auf seiner Zugfahrt schaut er aus dem Fenster in die dunkle Nacht hinaus. Also eigentlich schaut er eher sein Spiegelbild im Fenster an. Wie der Mann so da sitzt und sein Spiegelbild anschaut, passieren plötzlich merkwürdige Dinge. Als er zu hause angekommen ist, erzählt der Mann seiner Frau und dem Kind sofort seine irre Geschichte. Diese lobten ihn daraufhin für seine tolle Vorstellungskraft. Der Mann jedoch war sich gewiss, dass ihm all das wirklich passiert sei und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Das Buch ist in keinerlei Kapitel unterteilt, es gibt lediglich hier und da mal einen Absatz der gemacht wird. Außerdem finden wir auf manchen Seiten ein Bild, gezeichnet von Michael Sowa. Diese Bilder geben den Inhalt wieder und sehen aus, als wären sie wie ein Ölgemälde gemalt. Die Story des Buches ist dabei leicht und flüssig zu lesen, weshalb die 104 Seiten auch innerhalb eines Tages leicht zu schaffen sind. Jedoch sollte die Länge des Buches nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass es sich um ein gelungenes Werk handelt, das einen länger beschäftigen kann. Denn auch außerhalb des Buches fängt der Leser an, sich seine eigenen Gedanken bezüglich des Erlebten zu machen (zumindest kann das Buch als Anstoß dazu dienen). Die Dialoge zwischen Gott und dem Mann sind dabei keinesfalls immer voller Ernst und stolz, sondern stecken voller Humor und Selbstkritik. Am Ende des Buches bleibt dem Leser offen, ob alles nur eine toll ausgedachte Story des Mannes war oder er es wirklich genau so erlebt hat. Cover: Das Buch hat ein Hardcover, welches völlig in Cremefarben gehalten ist. Der Schutzumschlag jedoch zeigt eine Szene aus dem Buch. So sehen wir einen Hund und eine Katze, die zusammen eine Zigarette rauchen. Außerdem sehen wir 2 Herren, welche die Straße entlang gehen. Mittig über dieser Szene befindet sich dann der Titel sowie die Angaben zum Autoren und Zeichner. Die Rückseite des Schutzumschlags ist dann in derselben Farbe wie das Hardcover gehalten. Fazit: Ein kurzes aber dennoch tolles Buch. Ein Gedankenexperiment, wie es sein könnte wenn Gott auf die Erde kommen würde. Gott der auf humorvolle Art und Weise selbstkritik an sich und seinen Werken übt und dabei den Leser noch zum Nachdenken animiert. Allenfalls der Preis von 18 Euro ist etwas abschreckend, schließlich bekommt man für den Preis schon 2 Bücher. Dies sollte jedoch kein Argument sein, dass Buch im Regal zu lassen. Ich kann das Buch nur empfehlen und vergebe daher 5/5 Sterne. Klappentext: Wenn einer von einem fremden alten Mann von der Parkbank geschubst wird, auf die eine Sekunde später ein schwerer Glasglobus mit Metallfuß kracht, fängt er an sich zu wundern. War das Absicht, dass der Alte ihn gerettet hat? (Andernfalls wäre er ja tot gewesen, erschlagen von der Welt.) Und wer ist der Mann mit dem grauen Mantel, der jetzt dauernd auftaucht und Nähe sucht, ganz allgemein zu den Menschen, zum Erzähler aber im Besonderen? Er zieht in Hauswänden Schubladen auf, die vorher nicht da waren und in denen sich Welten verstecken, von denen auch niemand eine Ahnung hatte. Er lässt die steinernen Löwen vor der Feldherrnhalle durch Reifen springen und dirigiert kleine Regenwolken bei heiterstem Himmel herbei – und das ist alles nur der Anfang einer so großartigen wie versponnenen Geschichte voll seltsamster Ereignisse. Dieser melancholische Alte, der gerne ein Glas Champagner trinkt: Ist das Gott, der die Einsamkeit des Universums satt hat? Ist es möglich, dass einmal nicht die Menschen Trost bei Gott suchen, sondern er bei ihnen? Ausgerechnet in diesen Zeiten? Oder, mehr noch, sogar Verzeihung, Versöhnung angesichts der eigenen unvollkommenen Schöpfung? Gott: ein Spieler, ein Künstler, ein reuiger Mann? In diesem Fall gibt es einiges zu besprechen. Und zu bestaunen, in den Tagen mit Gott. (Quelle: Kunstmann) Autor: Axel Hacke Titel: Die Tage, die ich mit Gott verbrachte Verlag: Kunstmann Genre: Roman Seiten: 104 Preis: 18,00 ISBN: 978-3-95614-118-8http://wurm200.blogspot.de/

    Mehr
  • Ein melancholischer alter Herr

    Die Tage, die ich mit Gott verbrachte
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    18. September 2016 um 10:18

    Die Tage, die ich mit Gott verbrachte - Axel Hacke (Autor), 112 Seiten, Verlag Antje Kunstmann GmbH (14. September 2016), 18 €, ISBN-13: 978-3956141188 Der Mann mit dem grauen Mantel? Wer ist er? Was macht er hier? Wieso taucht er jetzt ständig auf und sucht die Nähe zum Erzähler? Ist es vielleicht Gott? Fühlt er sich vielleicht einsam? Und wieso gibt die Katze dem rauchenden Hund Feuer? (Siehe Buchcover) Und was soll man vom Erzähler halten, der dem Büroelefanten, der seine Gedanken beherrschte, zu einer realen Existenz verhilft, indem er ihn aus seinen Gedanken verbannt und so einen treuen Begleiter erhält? Die Geschichte des Buches spielt im Jetzt, einer Zeit, in der Arbeit die Religion ersetzt hat und zu einem zentralen Punkt einer individuellen Glückssuche geworden ist. In einer Welt, wo sich alles um schnelle Selbstbestätigung dreht. In vielen Gesprächen und Begegnungen des Erzählers und des melancholischen älteren Herrn geht es ums Ganze: um Raum und Zeit. Um Schöpfung und alternative Schöpfungen. Um unseren Blick auf Gott und die Welt. Um den Blick Gottes auf die Welt und den Menschen. Um die Geheimnisse und Grenzen zwischen Jetzt und Ewigkeit, zwischen Realität und Erscheinung. Axel Hacke schreibt eine ebenso großartige wie versponnene Geschichte, voll der seltsamsten Ereignisse. Absolut heiter und tiefernst zugleich. Warum sind wir hier auf dieser Erde? „Ihr seid im Prinzip vollkommen grundlos hier. Auch wenn es euch nicht passt.“ (Seite 38) Wieso gibt es das Böse? „Der Mensch ist das einzige Wesen, das zur Unmenschlichkeit fähig ist.“ (Seite 52) Oder ist eigentlich nicht doch als egal? „Der Kern der Welt ist die Gleichgültigkeit.“ (Seite 59) Es geht nicht um Glauben in diesem Buch. Gott sagt: „Ich glaube doch nicht mal an mich selbst.“ (Seite 34) Es geht vielmehr um Zufall und Lebenssinn. Die Existenz eines Individuums auf dieser Welt mag nur eine Sache des Zufalls sein. Wir hatten Glück (oder Pech?!), andere, die nie geboren wurden, nicht. Stellt sich dann noch die Sinnfrage der Existenz? Ich zitiere hier einmal den deutschen Philosophen Friedrich Kambertel: "Das Leben selbst hat einen Eigenwert. Wem es also gelingt, sein Leben um seiner selbst willen zu leben, der erfährt die wahre Lebensfreude. Einen tieferen Sinn gibt es nicht!" Oder doch? Dem Sinn Ihres Lebens kommen sie vielleicht näher, wenn sie dieses fantastische Büchlein lesen und sich in die hintergründigen Illustrationen vertiefen. Es nicht nur lesen, sondern sich darauf einlassen. Denn Ihr Leben sollte Ihnen nicht egal sein.   Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Antje Kunstmann Verlags http://www.kunstmann.de/titel-0-0/die_tage_die_ich_mit_gott_verbrachte-1230/ Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

    Mehr