Luna incognita

von Axel Kruse und Lothar Bauer
4,0 Sterne bei2 Bewertungen
Luna incognita
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Die Schatzinsel im neuen Gewand

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Inhaltsangabe zu "Luna incognita"

Die Schatzinsel von Robert Louis Stevenson, wer kennt sie nicht? Hier kommt sie in neuem Gewand.

Die faschistische Erdregierung wurde von den Aliens in die Knie gezwungen. In der Ideologie der Verlierer fühlt sich Jim Hawkins sichtlich wohl. Für ihn sind die Aliens an allem schuld: Am verlorenen Krieg sowieso, an der Arbeitslosigkeit, der wirtschaftlichen Misere und überhaupt … Er ist zwar noch nie einem Alien persönlich begegnet, aber seine Meinung steht unverrückbar – oder doch nicht? Denn dann erlebt er ein Abenteuer, das seine Einstellung hart auf die Probe stellt, und nach und nach kommen die Selbstzweifel, die sein Weltbild infrage stellen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783864024832
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:160 Seiten
Verlag:Atlantis Verlag
Erscheinungsdatum:10.03.2017

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    Laecheln86s avatar
    Laecheln86vor 8 Monaten
    Klassische SciFi: Spannende Schatzsuche mit Tiefgang

    Luna Incognita ist ein Piraten-Abenteuer im Universum von Axel Kruse. Dabei stand Robert Louis Stevenson „Die Schatzinsel“ für eine Umsetzung im klassischen Science-Fiction-Stil Modell; die Kapitelüberschriften bieten eine grobe Orientierung. Spätestens seit Elex & Sea of Thieves sind Piraten bei Games wieder im Trend. Axel Kruse modernisiert den literarischen Klassiker durch eine top-aktuelle Thematik: Die allgegenwärtige Angst vor dem Unbekannten. Außerhalb des Erdprotektorats und seiner Informationsblase Lunapolis muss sich Jim, ein als Kind durch nationalistische Propaganda geprägte Charakter, seinen anerzogenen Ängsten & Vorbehalten stellen, als er einem Nichtmenschen erstmals gegenübertritt. Aber von vorn: 


    Was passiert? 


    Jim Hawkins´ Mutter leitet den Gasthof „Admiral Benbow“ in Lunapolis. Eines Tages betritt Kaperfahrer Billy Bones die Gaststube. Als Teil der im ganzen Erdprotektorat berühmten Crew des Kapitän Flint auf der WALROSS hat er zu Kriegszeiten für Terra gekämpft. Jedes Kind auf Terra kennt die Geschichten der glorreichen Kriegshelden. Doch was niemand weiß: Noch vor seinem Tod versteckte Kapitän Flint die Schätze seiner Beutezüge an einem unberührten Ort. Seitdem ist seine geprellte Crew auf einer Schatzsuche der besonderen Art: Denn der erster Hinweis kann überall im Universum versteckt sein.

     

    Nach langjähriger Suche fand Billy Bones den ersten Hinweis in Lunapolis. Zu diesem Zeitpunkt, seine Gesundheit ist durch Alkoholsucht bereits stark geschwächt, sieht er sich nicht mehr in der Lage, den Schatz allein zu heben. Darum zieht er Jim ins Vertrauen, seine Wertsachen zu verwahren. Billy behält Recht. Noch in derselben Nacht stürmt Flints Crew das Benbow. Als einziger Überlebender steht Jim vor den Trümmern seiner Existenz. Alles, was ihm bleibt, ist Billys Speicherstick mit den Koordinaten zu Luna Incognita, dem unbekannten Mond, wo ein sagenhafter Schatz auf ihn wartet. 


    Worum geht´s? 


    Fremdenfeindlichkeit und das Erwachsenwerden. Die Schatzsuche nach Luna Incognita stellt Jim auf eine harte Probe. Sein Leben lang dienten die Geschichten der Raumfahrer im Gasthaus seiner Mutter als Nachrichten für Lunapolis. Als Kind zu Kriegszeiten prägten diese Ansichten Jims Weltbild, fütterten seine Angst vor dem Unbekannten, bis zu diesem Zeitpunkt, in dem er entscheidet, sich aus seiner „Bubble“, dem Gebiet des Erdprotektorats, hinaus zu wagen. Abseits des geschützten Bereichs trifft er nun auf die ersten Nichtmenschen in seinem Leben, fremde Ansichten und andere Perspektiven auf die Geschehnisse während des Krieges. Und Jim beginnt, zu verstehen: Vielleicht gibt es im Krieg keine Helden, wie er einst dachte. Und wenn seine Angst gegenüber allem Fremden unbegründet war, ist es sein Vertrauen zu Bekanntem auch? 


    Wie war´s? 


    Ereignisreich, spannend & vielschichtig. Was man in dem schmalen Buch aus dem Atlantis-Verlag kaum vermutet: Auf 151 Seiten findet sich ein vollständiges & abgeschlossenes Abenteuer mit Action, Rätsel & Tiefgang. Etwas schade fand ich, dass der Anfang ein wenig lang, dafür das Ende aber zu kurz geraten ist. Ab der Szene der Ankunft am Mond hätte ich mir mehr Infos zu den Eigenarten des Mondes, Flora & Fauna gewünscht. Aber vielleicht ist das ja gewollt und Gemeinsamkeiten zwischen der Vegetation in Kirkasant & Luna Incognita bilden ein großes Roman übergreifendes Rätsel? Ich bin gespannt!


    Eine knackige Schatzsuche im Weltraum für Abenteurer, Weltenträumer, Nachdenker & Fans klassischer SciFi.


    [Ausführliche Rezi auf meinem Blog.]

    [Vielen Dank an Axel Kruse für dieses Rezi-Exemplar.]



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    storytellervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Schatzinsel im neuen Gewand
    Findet Jim Hawkins den Schatz von Kapitän Flint?

    Der junge Jim Hawkins betreibt zusammen mit seiner Mutter die Kneipe und Pension ›Admiral Benbow‹. Von dem kargen Gewinn, den die Wirtschaft abwirft, können sie mehr schlecht als recht auf Luna leben. Eines Tages erscheint Kapitän Billy Bones und nimmt ein Zimmer. Ein vierschrötiger Mann, der Unmengen von Alkohol vertilgt und ganz offensichtlich Seemannsgarn spinnt. Berichtet er doch von der ›Walross‹, einem der beiden Kriegsschiffe, die von Verrätern gelenkt wurden und somit für die Niederlage der Menschen sorgten. Fast noch schlimmer scheint Jim zu sein, dass sie im Krieg die Nichtmenschen unterstützten, obwohl doch jeder weiß, dass die allesamt dem Menschen in allen Belangen unterlegen sind. Jim hat zwar selbst noch nie einen Nichtmenschen persönlich kennengelernt, vertraut aber dem Allgemeinwissen. Um so erstaunter ist er, als der Kapitän die Dinge ganz anders darstellt. Jims ›heile Welt‹ scheint auf wackeligen Füßen zu stehen.
    Bevor er von Kapitän Bones die ganze Geschichte erfahren kann, bekommt er Besuch von einem unangenehmen Zeitgenossen, den sie noch erfolgreich vertreiben können. Ein weiterer Gast taucht auf und verschwindet kurz darauf, ohne sich abgemeldet zu haben. In der folgenden Nacht dringen Mörder und Diebe ein, die den Kapitän und Jims Mutter ermorden.
    Sie hofften Bones die Schatzkarte abnehmen zu können, auf der genau verzeichnet ist, wo der ursprüngliche Kapitän der Walross, Kapitän Flint, seine Reichtümer auf Luna Incognita versteckt hat. Diese Karte befindet sich allerdings in Jims Besitz.
    Ganz auf sich alleine gestellt, mit vom Staat geschlossener Pension, hält Jim nichts mehr auf Luna. Er verrät seine Geschichte der heimlich angehimmelten Dr. Livesey und Mr. Trelawny. Die beiden unterstützen ihn in dem Vorhaben, den Schatz zu heben. Trelawny chartert ein Schiff und verpflichtet eine gemischte Mannschaft. Die Köchin ›die lange Johanna Silver‹ hilft ihnen mit ihren zahlreichen Kontakten und lässt sich selbst ebenfalls anheuern.
    Auf der Fahrt zu Luna Incognito muss Jim seine Vorurteile begraben und freundet sich mit dem Mechaniker, einem Nichtmenschen, an.
    Als der spurlos verschwindet, ahnt er, dass unter der Mannschaft Personen sind, die ihre ganz eigenen Pläne verfolgen.
    Durch Zufall belauscht Jim eines Abends Pläne zur Meuterei.
    Ob sie den Schatz finden und heben können, verrate ich nicht.

    Axel Kruse hat so machen lustigen Einfall im Buch untergebracht, mit dem er »Die Schatzinsel«, die hier Pate stand, bereichert. Auch in diesem Roman regt er den Leser dazu an, über Fremdenhass nachzudenken und alte Vorurteile über Bord zu werfen. Zum Ende hin hatte er es dann so eilig, dass ich einen Stern abziehe. Das hätte für meinen Geschmack ausführlicher berichtet werden können. Trotzdem war es unterhaltsam dieses Buch zu lesen.

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