Axel Lindén

 2,5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Schafe hüten.

Lebenslauf von Axel Lindén

Axel Lindén, geboren 1972, lebt mit seiner Familie auf einer Farm in Östergötland, im Nordosten Schwedens. Bevor er Schafe hütete, schrieb er an seiner Doktorarbeit in Literaturwissenschaft.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Axel Lindén

Cover des Buches Schafe hüten (ISBN: 9783963660078)

Schafe hüten

 (4)
Erschienen am 29.03.2019

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Rezension zu "Schafe hüten" von Axel Lindén

Schafe hüten
fraeulein_lovingbooksvor einem Jahr

Inhalt

Axel Lindén hat gewagt, wovon viele Großstädter heute träumen: Alles hinter sich lassen und auf dem Land ein ganz einfaches, naturverbundenes Leben führen. Tag für Tag lebt und arbeitet er nun mit einer Schafherde – und führt Tagebuch darüber. Lindén ist ein Meister der Verdichtung. Scheinbar simple Beobachtungen über das Verhalten der Schafe, ihren und seinen Alltag bringen ihn mit der Zeit zum Nachdenken. Das Einfache erweist sich als vielschichtig und beim Zäune reparieren und Schafe scheren kann der Leser sie plötzlich spüren: die wahre Entschleunigung.
(Quelle: Ullstein )


Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich bei NetGalley und dem Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten. Erzählt wird das Buch in Tagebuchform – mal mit ausführlichem Text, mal einfach nur ein Wort – und immer aus der Sicht von dem Autor. Der Zeitraum beträgt ein Jahr.

Ich bin sehr enttäuscht über dieses Buch. Es fing interessant an, man erfährt wie der Autor auf die Idee vom Stadt zurück auf´s Land umzusiedeln und schmunzelt seine anfänglichen Schwierigkeiten mit seinen neuen wolligen Freunden. Sie büxen aus und er muss überlegen, wie er sie überlisten kann oder wie sie lernen nicht mehr abzuhauen. Was mit viel Text zu Beginn begonnen hat, wurde mit jedem Tag nüchterner und emotionsloser und für mich am schlimmsten: immer weniger Text und immer oberflächlicher als hätte er die Lust am Schreiben und Schafe halten verloren. Dann sollte man aber nun wirklich nicht dieses Buch schreiben – was er damit übrigens bewirken wollte, ist mir vollkommen schleierhaft. Was man allerdings positiv anmerken muss, ist die Sichtweise, das es eben nicht immer schön ist. Tiere werden krank, ein paar Schafe werden gerissen oder es müssen welche geschlachtet werden. Der Autor beschönigt nichts.

Alles in allem ist es ein enttäuschendes Tagebuch eines Schäfers, das ich nicht weiterempfehlen kann.

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Rezension zu "Schafe hüten" von Axel Lindén

Schafe hüten - Axel Lindén
bibliophilecatsvor 2 Jahren

Erhofft hatte ich ein Sachbuch mit Einblick in die (stationäre) Schafhaltung. Das war es nicht. Stattdessen waren es Axel Lindens Reflexionen und ein paar Anektdoten zu seinen Schafen. Das ist nicht schlechter, nur anders. Manche Geschichten sind sehr unterhaltsam. Anfangs hat es mich ein wenig an Bonanaza erinnert (er muss andauernd Zäune kontrollieren oder flicken) und ich musste schmunzeln. Der Schreibstil ist unterhaltsam und oft lustig. Die Überlegungen zum "modernen Leben" und der drohenden Rohstoffknappheit (Öl) sind dann aber doch irgendwie zu oberflächlich.

Das Buch ist sehr kurzweilig und nett zu lesen, mehr Unterhaltung als Sachbuch. Aber im Endeffekt hat mir etwas gefehlt. Es wurden zu viele gesellschaftskritische Punkte angesprochen, um es als reine lustige Lektüre zu betrachten, gleichzeitig wurden diese Punkte aber zu wenig weiter geführt um wirklich etwas anzustoßen.

Danke für das Leseexemplar.

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Rezension zu "Schafe hüten" von Axel Lindén

Leben mit Schafen
lesefreude_bookvor 2 Jahren

Alles hinter sich lassen und ein neues Leben in Mitten der Schafe beginnen. Was für eine fantastische Traumvorstellung. Auf einer Hacienda in den Weiten Patagoniens mit einer Herde Schafe ein ruhige, zufriedenes, beschauliches Leben führen. Das klingt für mich doch sehr verlockend. Also war für mich sofort klar, dass „Schafe hüten“ unbedingt lesen muss.

In der Einleitung hört man deutlich die Sehnsucht Alex Lindéns nach Ursprünglichkeit, Einfachheit und Gelassenheit. Ich freute mich wahnsinnig auf die vor mir liegenden Seiten und sah meinen Tagtraum immer realer werden.

Dann die Enttäuschung. Tagebuchartig und teils nur in wenigen Sätzen pro Tag berichtet Alex Lindén von seinem Leben mit Schafen. Nüchtern und emotionslos. Dabei gäbe es neben diesen sachlichen Beschreibungen soviel mehr, dass uns der Autor verraten könnte. Wie fühlt er sich? Wie waren seine Erwartungen, Ängste, Träume und wie stellt sich die Realität nun tatsächlich dar? Wie war die Umstellung vom Stadt- aufs Landleben?

Ja, selbst die sachlichen Beschreibungen seines Leben mit den Schafen kratzt lediglich an der Oberfläche. Denn als „Hirten“-Laie kann man viele der Probleme gar nicht so richtig nachvollziehen. Es bedürft detaillierten Ausführungen.

Es wird davon gesprochen am Hof gemeinschaftlich zu arbeiten. Manchmal kommen auch andere Menschen vor. Es ist unklar wie die Menschen zueinander und auf den Hof gefunden haben. Wie ist das Leben für die Menschen dort? Wie organisieren sie sich? Wie sehr sind sie Selbstversorger? Es klingt ein bisschen nach einer Kommune. Erst zum Ende hin schreibt Alex Lindén, dass es sich tatsächlich um eine Kommune handelt. Doch mit der bloßen Feststellung wird das Thema auch schon wieder ad acta gelegt.

Erst bei circa 60% nimmt das Banale langsam ab. Es werden offene Fragen geklärt, der Ton wird nachdenklicher, tiefgründiger, ja er kann sogar Spuren von philosophischen Inhalt enthalten.

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